Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • waldling +6.8.2023
    Forum-Teilnehmer
    • 04.09.2011
    • 2320

    #166
    AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

    Carl August Dodenhoeft *12.08.1854 Steegen, aus der von mir in #158 beschriebenen Familie, heiratet Laura Knoop am 26.09.1882 Bürgerwiesen, Vater der Laura war Andreas Knoop, Hofbesitzer in Gr. Walddorf. Vielleicht gehört er der Familie vom Knoop-Hof an.

    Kommentar

    • MueGlo
      Forum-Teilnehmer
      • 11.03.2010
      • 1120

      #167
      AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

      Moin, Uwe,

      Laura Knoop: Verbindung mit dem Knoop-Hof in Nickelswalde? Nicht auszuschließen, wenn ja, ziemlich entfernt ... in Rostau, Ohra, Niederfelde, Walddorf wimmelt es nur so von Knoop ... ansonsten sind sie überall zu finden ...

      Beste Grüße, Rainer MueGlo
      "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

      www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

      Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
      http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

      Kommentar

      • sarpei
        Forum-Teilnehmer
        • 17.12.2013
        • 6090

        #168
        AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

        Hallo miteinander,

        zu den Quellen ihrer Ausarbeitungen schreibt Frau Weichbrodt im Band 1 selbst:

        "... Quellen sind auf meinen Tafeln notiert. Darüber informiert der "Wegweiser", Herausgeber ostdeutsche Familienforscher, Verlag, Neustadt/Aich, 1978. Die Genealogien der Patrizier-und Ratsgeschlechter befinden sich in den Folianten der Stadtbibliothek (siehe Katalog der Danziger Handschriften, Teil 1-3, 1900-1909 in der "Bücherei des Deutschen Ostens" in Herne/Westfalen). Ich besitze daraus nur 2 Mikrofilme des Hauptteils von "Ms 603 und 604 " mit Register, aber leider ohne den" Anhang" dazu, aus der Zeit um 1600.

        Die wichtigste Quelle jeder Forschung, die Kirchenbücher, liegen vollständig noch heute im Danziger Archiv. Gäbe es die Religionsgemeinschaft der "Mormonen" nicht, für die Ahnenforschung Pflicht ist, die dafür jedes Opfer bringen, wäre sie uns verschlossen, hätte diese umfangreiche Arbeit nie entstehen können. ..... Fast 2 Jahre lang fuhr ich ... 2-3-mal wöchentlich nach Hamburg, Wartenau 20, 4 Stunden Hin-und Rückweg, saß 8-10 Stunden vor dem Lesegerät, schrieb jedesmal etwa 10 Seiten aus ca. 200 Kirchenbuchseiten heraus (Din A4, je 60 Namen und Daten, 600). ...".

        Die von ihr angefertigte Dodenhöft-Stammtafel beginnt mit dem schon mehrfach erwähnten Peter, Seefahrer aus Hollum. Die Danziger Hauptlinie wird über fünf Generationen fortgeführt. Außerhalb Danzigs gibt es Enden in

        - Kl. Suckschin
        - Steegen
        - Tiegenort.

        Über Susanne (* ca. 1659) gibt es über ihre zweite Heirat (St. Marien 18.12.1689) auch Verbindung zu einem hier im Forum schon aufgetauchten Famileinnamen: v. Koldum.

        In meinen Unterlagen habe ich folgendes Dokument gefunden:

        [ATTACH=CONFIG]24153[/ATTACH]

        Bar jeglicher lateinischen Bildung lese ich daraus:

        Anno 1728
        Coputata in aula Woyerhöffiensi lodalir Jacobus Dodenhöfft, eiem virgina
        Maria Wagnerin et godem d. 8. January

        Verbesserungen sind jederzeit willkommen.

        Gefunden im Kirchenbuch von Marienau, Eltern wurden nicht angegeben.


        Viele Grüße

        Peter
        Angeh

        Kommentar

        • sarpei
          Forum-Teilnehmer
          • 17.12.2013
          • 6090

          #169
          AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

          Hallo miteinander,

          im Beitrag # 143 erwähnte Uwe 'Berührungspunkte mit deinen Handtkes und Dodenhoeft'. Diese meine 'Berührungspunkte' habe ich ausgehend von der Heirat des Johann Jacob HANDTKE mit der Dorothea Elisabeth DODENHOEFT an Hand der mir vorliegenden Kirchenbuchauszüge in das nachstehende Schaubild gepackt. Möglicherweise helfen sie ja dem Einen oder Anderen ... .

          [ATTACH=CONFIG]24160[/ATTACH]

          Ich hoffe, dass die von mir gewählte Darstellungsform lesbar ist. Kursive Datumsangaben sind errechnet, ansonsten habe ich soviel 'Zusatzinformation' aus den Einträgen wie möglich dazugegeben, um eventuelle Bezüge zu anderen Kirchspielen zu ermöglichen.


          Viele Grüße

          Peter
          Angeh

          Kommentar

          • MueGlo
            Forum-Teilnehmer
            • 11.03.2010
            • 1120

            #170
            AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

            Moin, Peter,

            hier ein paar Ergänzungen.

            Kopien der Einträge kann ich schicken.

            Beste Grüße, Rainer MueGlo

            [ATTACH=CONFIG]24161[/ATTACH]
            Angeh
            "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

            www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

            Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
            http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

            Kommentar

            • sarpei
              Forum-Teilnehmer
              • 17.12.2013
              • 6090

              #171
              AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

              Hallo miteinander,

              Frank bat mich das nachstehende Bild (wahrscheinlich eine Ausgabe der Software Ahnenblatt) hochzuladen. Es sind seine Dodenhöft u.a., welche er in seinem Stammbaum hat.

              [ATTACH=CONFIG]24162[/ATTACH]

              Sollte die Wiedergabe nach dem Upload nicht zu lesen sein, folgt hier noch die pdf-Datei:

              [ATTACH]24163[/ATTACH]


              Viele Grüße

              Peter
              Angeh

              Kommentar

              • Lavendelgirl
                Forum-Teilnehmer
                • 11.01.2015
                • 4013

                #172
                AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                Hallo Peter,
                Lieben Dank für das Hochladen.
                Diese Daten habe ich seinerzeit übermittelt bekommen.
                Wenn man aber genau hinsieht, kann da etwas im zeitlichen Ablauf nicht stimmen!
                Ein kleines Dankeschön für eine gegebene Antwort sollte doch für jeden machbar sein.

                Kommentar

                • chaos26670
                  Forum-Teilnehmer
                  • 02.06.2019
                  • 34

                  #173
                  AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                  Hallo Lavendelgirl !

                  Ich denke auch das die Grafik so nicht stimmen kann.
                  Ich glaube sie wurde von jemandem erstellt der nicht wusste das Peter Dodenhoff ( I ) mindestens zwei Ehefrauen
                  oder Partnerinnen gehabt haben muß.
                  Auf keinen Fall ist Urban Dodenhoff ( I ) ein Kind von Susanna Wessel.
                  Diese Kinder müssen definitiv nach 1616 geboren sein.
                  Das kann bei der Vorgabe 1605 nicht der Fall sein.
                  Weiter soll Urban Dodenhoff drei Kinder haben : Martin ( Marten ) , Urban und Peter .
                  Ich denke der Peter ist hier an der Stelle falsch.
                  Der Peter gehört zu Peter Dodenhoff ( I ), geboren * 1621. Er ist ein Sohn von Susanna Wessel.
                  Martin wurde ca. 1640 geboren, Urban ( II ) ca . 1630.
                  Damit können sie keine Kinder von Peter Dodenhoff ( I ) sein. Der ist ja 1623 verstorben.
                  Also muß es definitiv mindestens 2 Grundlinien geben :

                  1 ) Die Kinder von Peter Dodenhoff (I ) und Susanna Wessel
                  2 ) Die Grundlinie Urban Dodenhoff ( I ) * ca. 1605, wobei mir nicht klar ist wer den gefunden hat und vor allem wo.
                  Angegeben wird als Geburtsort wie bei Peter Dodenhoff ( I ) ebenfalls Hollum / Ameland.
                  Von wem stammt die Information ? Von wem stammt das Geburtsjahr 1605 ?
                  Hat hier im Forum irgendjemand eine belastbare Dokumentation zu diesem Urban Dodenhoff ( I ) ???
                  Weiter ist es natürlich denkbar das Urban Dodenhoff ( I ) ein leiblicher Sohn des Peter Dodenhoff ( I ) ist.
                  Das muss aber nicht zwingend so sein. Könnte ja auch sein Neffe oder sonstiger Verwandter sein.


                  Gruß
                  chaos26670

                  Kommentar

                  • MueGlo
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.03.2010
                    • 1120

                    #174
                    AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                    Moin, Stephan,

                    die Antworten auf Deine Fragen finden sich ganz am Anfang dieses Themas.

                    Die Verbindung von Peter Dodenhoff (I) aus Hollum zu Urban Dodenhöft (I) war eine temporäre These, die sich dann so nicht verifizieren ließ.

                    Von Cilian ausgegraben: Steegen, am 01.01.1651: Patin ist Anna, Urban Todenheüpt in Prinzlaff reliba vidua ... = sog. Urban Dodenhöft (I), geboren ca. zwischen 1595 und 1605.

                    Ebenfalls von Cilian ausgegraben: Dodenhöft in Königsberg, die nach Elbing ziehen - ist unten alles aufgelistet. Eine Verbindung dieser Dodenhöft zu Urban Dodenhöft (I) ist bislang noch nicht belegbar, erscheint jedoch wahrscheinlicher als zu Peter Dodenhoff (I).

                    Wo verortest Du denn Deine Todtenhaupt?

                    Beste Grüße, Rainer MueGlo
                    "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                    www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                    Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                    http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

                    Kommentar

                    • sarpei
                      Forum-Teilnehmer
                      • 17.12.2013
                      • 6090

                      #175
                      AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                      Hallo miteinander,

                      aus Sekundärquellen habe ich mal die nachstehenden Informationen zusammengestellt:

                      Peter DODENHOFF

                      1663 Freikauf von der Spendamtsverwaltung
                      1677 in der 3. Ordnung
                      † 1691

                      Löschin: Die Bürgermeister, Rathsherren und Schöppen, Seite 55


                      Susanna DODENHOFF

                      Jakob MARTENS der Jüngere oo Susanna DODENHOFF, deren Tochter Susanna Regina MARTENS (1686-1744) heiratet 1702 Carl GRODDECK (1678-1748).

                      Quelle: Danziger familiengeschichtliche Beiträge, Heft 2, Seite 123



                      Peter DODENHOFF

                      Sohn des o.g. Peter DODENHOFF
                      1704 Lieutenant im Dienste der Stadt
                      zwei Söhne: Daniel und Peter (siehe unten)
                      Daniel starb 1808 als Quartiermeister

                      Löschin: Die Bürgermeister, Rathsherren und Schöppen, Seite 55


                      Susanne DODENHOFF

                      Constantin BONHORST oo 1725 in zweiter Ehe Susanne Christina DODENHOFF, † 1757, 1 Sohn, 1 Tochter

                      Quelle: Danziger familiengeschichtliche Beiträge, Heft 2, Seite 36



                      Peter DODENHÖFT, zusätzliche Informationen gesucht von Charlotte Klatt:

                      * wo? 1.4.1752, † wo? 1.4.1852, oo Tiegenort 10.7.1781 Elisabeth STEINIGER, † wo? 1.5.1820.
                      Sein Vater vermutlich: George DODENHÖFT, Steegen, † 31.3.1781

                      Quelle: Danziger familiengeschichtliche Beiträge, Heft 2, Seite 138



                      Peter DODENHOFF, * 30.08.1744 Danzig, † 25.11.1818 Danzig

                      Kaufmann, Sohn des preußischen Leutnants Peter (1706-1776).
                      Inhaber eines Handelsunternehmens für den Export von Getreide und Holz, 1781 Schöppe der Rechten Stadt, 1784 Ratsherr. Nachdem Danzig unter preußische Herrschaft kam, wurde er 1794 vom preußischen König Friedrich Wilhelm II. zum Stadtrat ernannt; in den Jahren 1807-1808 Senator der Freien Stadt Danzig, 14.02.1808 Amtsniederlegung auf Befehl des französischen Gouverneurs. ...
                      Am 09.06.1774 heiratete er Maria Constantia geb. Wagner (1755 - 13.01.1829 Danzig).
                      Vater von Peter Dodenhoff junior.

                      gedanopedia.pl - Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator



                      Peter DODENHOFF, * 25.09.1791 Danzig, † 19.05.1863 Danzig

                      Vater: Peter Dodenhoff, Gold- u. Silberwarenfabrikant, Ratsherr, Mutter: Maria Konstantia Wagner, Pfarrerstochter

                      Dodenhoff, ein wohlhabender Kaufmann, widmete Arbeit und Zeit in hervorrangender Weise dem öffentlichen Wohl.
                      Seit 1824 Stadtverordneter, wurde 1830 Stadtverordnetenvorsteher, 1832 besoldeter Stadtrat.
                      Nach Einführung der revidierten Städteordnung trat er in die Reihe der unbesoldeten Stadträte.
                      Er war lange Zeit Vorsteher des Spend- und Waisenhauses und Leiter des städtischen Feuerlöschwesens.
                      Auch war er Mitbegründer der Städtischen Sparkasse.

                      QueIIe : Danziger Dampfboot 1863, Nr. 117


                      Elisabeth DODENHÖFT

                      Im Jahr 1822 heiratet Hans Görtz in 2. Ehe Elisabeth Mierau, ... . Er starb am 19.9.1843 und hinterließ außer der Witwe fünf Kinder: Elisabeth verh. DODENHÖFT ... .

                      Quelle: Danziger familiengeschichtliche Beiträge, Heft 7, Seite 8


                      Viele Grüße

                      Peter

                      Kommentar

                      • Peter von Groddeck
                        Forum-Teilnehmer
                        • 11.02.2008
                        • 1517

                        #176
                        AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                        Lieber Peter,
                        der von Dir genannte Carl Groddeck ist in unserer Familienchronik aufgeführt. Über seinen Schwiegervater wird vermutet, dass er aus Thorn kommt. Kann das stimmen? Seine Schwiegermutter Susanna DODENHOFF ist neu für mich und eine Ergänzung für unsere Familienchronik.
                        Gruß Peter
                        Tue recht und scheue niemand.

                        Kommentar

                        • chaos26670
                          Forum-Teilnehmer
                          • 02.06.2019
                          • 34

                          #177
                          AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                          Hallo MueGlo !

                          Zum Beitrag 174 :

                          Eindeutig mein Versäumnis ! Ich habe nicht aufmerksam genug gelesen und Doppeldisskusionen erzeugt.
                          Bitte meinen Fehler zu entschuldigen.
                          Ich denke aber das der Beitrag von mir sonst korrekt ist ?

                          Kommentar

                          • sarpei
                            Forum-Teilnehmer
                            • 17.12.2013
                            • 6090

                            #178
                            AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                            Hallo Peter!

                            Die Angaben im Beitrag # 176 stammen von einem kurzen Artikel des Karl Albrecht von Groddeck über den Baden-Badener Arzt Georg Groddeck. Wenn du Interesse daran hast und mir die Freigabe dafür erteilst, stelle ich den Artikel, den er für die Danziger familiengeschichtliche Beiträge Heft 2 schrieb, hier im Forum ein.

                            Auf Grund der Angaben bei Löschin und der Ausführungen unter http://geneal.lemmel.at/Mrts-33a.html kann ich die Herkunft von Jakob MARTENS aus Thorn nicht bestätigen.


                            Viele Grüße

                            Peter

                            Kommentar

                            • Peter von Groddeck
                              Forum-Teilnehmer
                              • 11.02.2008
                              • 1517

                              #179
                              AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                              Hallo Peter,
                              selbstverständlich kannst Du das hier einstellen. Es ist ohnehin schon veröffentlicht worden.
                              VieleGrüße
                              Peter
                              Tue recht und scheue niemand.

                              Kommentar

                              • sarpei
                                Forum-Teilnehmer
                                • 17.12.2013
                                • 6090

                                #180
                                AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                                Hallo Peter,

                                vielen Dank für deine Zustimmung zur Veröffentlichung hier im Form. Nachstehend der Wortlaut des Textes und ein Bild des Auszugs aus der Stammtafel:

                                ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

                                Dr. Georg Groddeck †

                                Von Karl Albrecht von Groddeck

                                Am 10. Juni 1934 starb in Zürich, wo er vergeblich Heilung von seinem jahrelangen schweren Herzleiden gesucht hatte, im 67. Lebensjahre der Baden-Badener Arzt Georg Groddeck, der letzte noch lebende Enkel des Danziger Oberbürgermeisters Karl August Groddeck.

                                Georg Groddeck wurde am 13. Oktober 1866 als Sohn des Arztes Dr. Carl Groddeck, des Gründers des Bades Kösen, geboren. Zunächst Militärarzt, übernahm er 1897 als Assistent Ernst Schwenningers, des bekannten Bismarckschen Leibarztes, dessen Sanatorium in Berlin als leitender Arzt. Dann ging er nach Baden-Baden, um dort sein Sanatorium Marienhöhe zu gründen.

                                Graf Herrmann Keyfserlingk, der Leiter der Darmstädter Schule der Weisheit, nennt ihn in seinem Nachruf "den einzigen echten und berufenen Fortsetzer der Schwenningerschen Tradition". Georg Groddeck hat ein Leben lang daran gearbeitet, Schwenningers bahnbrechende Lehren in die Praxis umzusetzen. Seine Beziehungen zu dem großen Arzt brachten es mit sich, dass er fast nur von Kranken gesucht wurde, die schon viele Ärzte erfolglos beansprucht hatten. So musste er neue Wege gehen. Dies gelang ihm dadurch, daß er sogenannte organische Erkrankungen ausnahmlos auch auf psychische Ursachen zurückführte und sie entsprechend psychisch und physisch behandelte. Seine Erfolge als Arzt haben ihm bewiesen, dass seine Grundidee richtig ist, und ihm über die deutschen Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Graf Keyserlingk sagt über seine Schriften und Bücher, die zum Teil in fremde Sprachen, bes. in das Englische, übersetzt sind:

                                "In seinen bisher erschienenen Büchern ('Der Seelensucher', 'Das Buch, vom Es') ist dieses Bedeutendste an Groddeck für den, der ihn nicht persönlich kannte, nicht leicht zu fassen. Aber einige Jahre lang gab er eine Privatzeitschrift, betitelt 'Die Arche' heraus, die so interessant war, dass ich dringend hoffe, seine Erben werden ihren wichtigsten Inhalt gesammelt neu veröffentlichen ... ." "Im letzten Jahre schrieb er an einem Vermächtnisband. Aber wie es bei allen sehr lebendigen Menschen der Fall ist, war Groddeck als persönliche Gegenwart viel, viel mehr, als was er in Worten und Lehren herausstellte. Das haben zumal die Teilnehmer an den Tagungen der Schule der Weisheit zu Darmstadt spüren können. Mehrfach redete er auf diesen. Doch vor allem seine bloße lebendige Gegenwart machte Groddeck zu einem unersetzlichen Tagungsteilnehmer: bald aufreizend, bald empörend, bald werbend, zwang er alle zum Selbstdenken. Seine Schale war rauh. Seine überverletzliche Seele bedurfte ihrer zum Schutz. Aber innerlich war er einer der wärmsten, gütigsten und aufs Wohl anderer bedachtesten, bedeutendsten Menschen, die mir begegnet sind."

                                Die Herkunft dieses bedeutenden Arztes aus der alten Danzigeer Familie der Groddecks mag der nachstehende Stammtafelausschnitt erläutern.

                                [ATTACH=CONFIG]24164[/ATTACH]


                                Viele Grüße

                                Peter
                                Angeh

                                Kommentar

                                L