Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

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neue Beitr
  • sarpei
    Forum-Teilnehmer
    • 17.12.2013
    • 6090

    #226
    AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

    Hallo Stephan,

    ... ad "Die Urquelle soll dann wohl die Weichbrodt gewesen sein. Welche Einträge von welcher Quelle Sie dabei benutzt hat bleibt aber vollständig im Dunkel. Ich habe noch nie einen Nachweis in Schriftform bzw. Kirchenbucheintrag zu Peter Dodenhoff gesehen."

    Auf ihren genealogischen Tafeln hat Frau Weichbrodt sehr wohl Quellen angegeben:

    [ATTACH=CONFIG]26449[/ATTACH]

    Und dazu gibt es dann 'sogar' Nachweise in Form einer Kopie aus dem Totenbuch von St. Marien:

    [ATTACH=CONFIG]26450[/ATTACH]


    Viele Grüße,

    Peter

    - - - Aktualisiert - - -

    ... ergänzend hier noch die 'Belegung' der Grabstelle 374:

    [ATTACH=CONFIG]26451[/ATTACH]


    Viele Grüße,

    Peter
    Angeh

    Kommentar

    • chaos26670
      Forum-Teilnehmer
      • 02.06.2019
      • 34

      #227
      AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

      Moin Peter !

      Vielen lieben Dank für die Weitergabe der Dokumente in Kopie.

      Sie sind sehr aufschlußreich und die ersten Originale die ich betreffend Peter Dodenhoff zu sehen bekommen habe.

      Gibt es denn jetzt noch Kopien von Originalen die eindeutig die Geburt in Hollum / Ameland belegen ?

      Trotzdem ich mich recht intensiv mit Ameland beschäftigt habe finde ich dazu nicht einen einzigen Ansatz.

      Gibt es denn die Kirchenbücher aus der Zeit um 1600 betreffend Danzig noch ?

      Ich würde den Eintrag der Hochzeit des Peter Dodenhoff gerne einmal selbst sehen.

      Ich bin da immer noch sehr skeptisch.

      Dafür finde ich aber an anderer Stelle diese Einträge :



      Ganz in der Nähe liegt Kirchwalsede Holtum Geest.

      Auch dort sind Dodenhoffs verzeichnet.


      Viele Grüße

      Stephan

      - - - Aktualisiert - - -

      Nochmal ein Nachtrag :



      Viele Grüße

      Stephan

      - - - Aktualisiert - - -

      Nochmal ein Nachtrag :

      Kommentar

      • sarpei
        Forum-Teilnehmer
        • 17.12.2013
        • 6090

        #228
        AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

        Moin, moin, Stephan!

        Zu deinen Fragen:

        1. Gibt es denn jetzt noch Kopien von Originalen die eindeutig die Geburt in Hollum / Ameland belegen ?
        ==> Keine Ahnung, weder forsche ich zu Dodenhoff noch bzgl. Hollum/Ameland. Dazu müssten sich andere berufen fühlen. Ich vermute mal, dass der Bezug zu Hollum/Ameland sich aus den Danziger Bürgerbüchern ableitet - allerdings ist mir hierzu keine Online-Quelle bekannt.

        2. Gibt es denn die Kirchenbücher aus der Zeit um 1600 betreffend Danzig noch ?
        ==> Ja, bzgl. der Marienkirche siehe unter https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,358904,1

        3. Ich würde den Eintrag der Hochzeit des Peter Dodenhoff gerne einmal selbst sehen.
        ==> Zu finden unter https://metryki.genbaza.pl/genbaza,detail,358923,54


        Viele Grüße,

        Peter

        Kommentar

        • sarpei
          Forum-Teilnehmer
          • 17.12.2013
          • 6090

          #229
          AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

          Hallo an alle Dodenhoff-Interessierten!

          Zu der 'Danziger genealogischen Tafel' zum Familiennamen Dodenhoff unter https://danzigertafeln.vffow.org/tafel.php/135 möchte ich bzgl. der 'linken unteren Ecke' eine aus meiner Sicht ganz interessante Ergänzung beitragen. Es handelt sich um den Kern eines Nekrologs aus dem Danziger Dampfboot No. 117, Freitag, den 22. Mai 1863 (34ster Jahrgang), Seite 3:

          "Herr Stadtrath Dodenhoff ist am vorigen Dienstag [19. Mai 1863] gestorben. Sein Name ist mit der neuesten Entwicklungsgeschichte Danzigs auf das Innigste verbunden.

          Peter Dodenhoff wurde hier in Danzig am 25. September 1791 geboren. Sein Vater war der Inhaber einer bedeutenden Gold- und Silber-Fabrik und besoldetes Mitglied des Raths. Derselbe wurde nach 20jähriger Amtsführung auf Veranlassung des französischen Generals Rapp ebenso wie der Bürgermeister Gralath seines Amtes mit Pension entsetzt, weil er nicht zur Ausgabe von Silbermünzen, die nur den halben Werth hatten, seine Zustimmung geben wollte. Die Mutter des Verstorbenen war Frau Maria Constantia, eine Tochter des Predigers Wagner in Trutenau.

          Seine früheren Vorfahren führten nicht den Namen Dodenhoff, sondern hießen Bamann. Hans Bamann, der als Obrist im Militärdienste der Stadt stand, bewies bei einem Ausfall gegen die Danzig belagernden Schweden dadurch einen großen Heldenmuth, daß er im heißen Kampfe eine Menge Feinde erschlug. Dafür wurde ihm als Geschenk ein Ehrendegen und der Name "Dodenhoff" beigelegt, wie damals ein Begräbnißplatz genannt und geschrieben wurde. Die seltsame Erscheinung der Erschlagenen glich in der That einem Todtenhofe. Diesen Namen hat unser braver Stadt-Rath als ein würdiger Nachkomme jenes Helden auf einem anderen Felde mit in's Grab genommen.

          Der Verstorbene hat, wie angedeutet worden, einen großen Antheil an der neuesten Entwicklungsgeschichte Danzig's und zwar nicht nur als Kaufmann, als welcher er eine hervorragende Stellung von 1823 bis 1848 hier in einem Associé-Geschäft mit Herrn August Schönbeck eingenommen, sondern auch als Communal-Beamter. Zu der Stellung des letztgenannten fühlte er sich durch eine ideale Denkungsweise hingezogen, indem er erkannte daß der innerste und eigenste Kern einer großen handeltreibenden Stadt das Communalwesen der einzige Quellpunkt ihrer Größe und Bedeutung sei. Im Jahre 1824 wurde Peter Dodenhoff Stadtverordneter und später zwei Mal nach einander, im November 1830 und 1831, zum Stadt-Verordneten-Vorsteher gewählt, nachdem er schon mehrere Jahre hindurch Stellvertreter desselben gewesen. Im März 1832 wurde ihm die Ehre zu Theil, zum besoldeten Stadt-Rath gewählt zu werden. Mit Einführung der Gemeinde-Ordnung trat er in die Reihe der unbesoldeten Stadträthe und wurde mehrmals wiedergewählt. In der Zeit von 1826 bis 1836 war er Vorsteher des Spend- und Waisenhauses. Zudem bekleidete er im Laufe seiner städtischen Wirksamkeit das Amt eines Gewerks-Assessors bei mehreren Gewerken, war Präses der Feuer-Deputation und Mitglied der Schul- und Armen-Deputation. Zu Anfang der fünfziger Jahre wurde er zum Landtagsdeputirten wiederholt bis auf das Jahr 1866 erwählt. Bemerkenswerth ist auch, daß er 25 Jahre lang mit unermüdlichem Eifer die Feuerlöschanstalten dirigirte. Auch war er Mitbegründer und längere Zeit Director der so wohlthätig wirkenden städtischen Sparkasse.

          Heute früh um 8 Uhr fand die feierliche Beerdigung des ausgezeichneten Mannes auf dem St. Marienkirchhof statt. Die sämmtlichen Mitglieder des Magistrats und fast alle Stadtverordneten wie viele Bureau-Beamte des Magistrats nebst städtischen Lehrern und einer großen Zahl hiesiger Bürger aus allen Berufsklassen nahmen an dem feierlichen Acte Theil. Eine Anzahl Zöglinge des Spend- und Waisenhauses eröffnete den imposanten Leichenzug und streuten auf dem Kirchhofe Blumen. Gleichfalls befanden sich die Mitglieder der Feuerwehr mit ihrem Chef im Gefolge. Den Dahingeschiedenen betrauern ein Sohn und zwei Töchter und eine Pflegetochter. Seine Gattin, geb. Hoemcke, ist ihm bereits vor einem Jahre in die Ewigkeit vorangegangen. Herr Dr. Hoepfner schilderte in einer Grabrede die vortrefflichen Geistes- und Herzensgaben des verehrungswürdigen Mannes. Der Verstorbene hat sich in den Herzen aller Einwohner unserer Stadt ein unvergängliches Denkmal gegründet. Friede seiner Asche!"

          Soweit die getreue Wiedergabe aus dem Nekrolog (Schreibfehler kann ich aber nicht ausschließen). Die Angaben habe ich jetzt nicht mit anderen Quellen wie Löschin oder den Danziger Kühr-Bücher "Das itzt lebende Dantzig" abgeglichen.

          Interessant finde ich die Beschreibung zur Herkunft des Namens Dodenhoff - sollte hierin wirklich begründet sein, dass sich dieser Name nicht in Hollum/Ameland finden lässt, weil er dort nämlich noch Bamann lautete?


          Viele Grüße,

          Peter

          Kommentar

          • MueGlo
            Forum-Teilnehmer
            • 11.03.2010
            • 1120

            #230
            AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

            Moin, Stephan & Peter,

            jetzt wird es ja wirklich ganz toll: Ein Obrist Bamann soll umgenannt worden sein in Dodenhöft ... ich würde das ins Reich der Märchen packen !

            --- Dorothea Weichbrodt zeigt in ihrer Tafel die Vorfahren von Peter (VII) Dodenhöft, † 1864, bis Peter (I), † 30.05.1623. Die Daten dazwischen finden sich zum Teil auch bei Joachim Zdrenka: Rats- und Gerichtspatriziat der Rechten Stadt Danzig, Teil II, 1526 - 1792, Hamburg 1989, Sonderschrift des VFFOW.

            --- Eine Tafel "Bamann" findet sich nicht bei Dorothea....

            --- Peter (I) Dodenhöft heiratet am 12.09.1616 in der Marienkirche Susanna Wessel:

            [ATTACH=CONFIG]26453[/ATTACH]

            Der Link zu dem Heiratseintrag: https://metryki.genbaza.pl/genbaza,detail,358923,54

            --- Er stirbt / wird beerdigt am 30.05.1623 - siehe das Alphabetische †-Register

            [ATTACH=CONFIG]26454[/ATTACH]

            Der Link: https://metryki.genbaza.pl/genbaza,detail,358933,92

            --- Die Taufdaten der Kinder von Peter & Susanna Dodenhöft gibt Dorothea Weichbrodt mit "ca." an ... in meiner Datenbank habe ich genaue Daten von drei Kindern. Doch weiß ich momentan nicht, woher ich sie habe ...

            --- Das Danziger Bürgerbuch: Es ist vor kurzem in 5 gedruckten Bänden als Abschrift in Polen veröffentlicht worden. Momentan sitzen 2 VFFOW-Kollegen daran, einen Indexband zu erstellen (die alphabetisch sortierten Einträge erfolgen teilweise nach dem Vornamen). Dann dürften wir auch den Eintrag bzgl. des Neubürgers Peter Dodenhöft im Jahr 1616 finden.

            Beste Grüße, Rainer MueGlo
            Angeh
            "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

            www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

            Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
            http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

            Kommentar

            • chaos26670
              Forum-Teilnehmer
              • 02.06.2019
              • 34

              #231
              AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

              Moin Peter , Moin Rainer !

              Sehr interessante Beiträge . Lieben Dank.

              Für mich ist das ja mein " Lebenspuzzle ".

              Ich habe mittlerweile unglaublich viele Puzzleteile der Familie.

              Leider passt nur das wenigste zusammen. Aber es wird peu a peu besser.

              Ich muss aber leider auch gestehen das es sehr viele Sackgassen in den diversen Suchen gibt.

              Die Suche mit den immer gleichen Vornamen ist schon verwirrend.

              Selbst hier lässt sich etwas unter den Pfarrern finden :



              oder hier :



              Die von Peter aufgezeigte Version mit den Bamann als Vorgängernamen der Dodenhoffs habe ich vorher schon

              mehrfach gehört. Aber nicht hier in Deutschland. Ich hatte diese Information von US Amerikanern mit Familiennamen

              Dodenhoff sowie Todtenhaupt. Hatte mir dazu damals einige handschriftliche Notizen gemacht.

              Ich habe das damals nicht weiterverfolgt weil ich ähnlich dachte wie Rainer.

              Familientechnische Angaben von Amerikanern betrachte ich immer mit äußerter Vorsicht.

              Da wird auch schon mal Königsberg nach Bayern verfrachtet.

              Allerdings ist mir aktuell aufgefallen, nachdem ich in einem der letzten Beiträge auf Dodenhoff, Dodenhoff oder

              Tottenhof aus Sottrum Niedersachsen hingewiesen habe, das es in dieser Region öfters den Namen Bamann gibt.

              Es gibt wohl sogar Heiraten Bamann/Dodenhoff.

              Vieleicht ist an der Geschichte ja doch ein kleiner Tüpfel Wahrheit, wenn auch ganz anders als zuvor beschrieben.

              Rund um Bremen findet man die Namen Bamann und Dodenhof heute noch.

              Werde ich mir noch genauer ansehen.




              Viele Grüße


              Stephan - Manfred Todtenhaupt

              Kommentar

              • MueGlo
                Forum-Teilnehmer
                • 11.03.2010
                • 1120

                #232
                AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                Moin, allerseits,

                Księgi przyjęć do prawa miejskiego w Gdańsku 1536–1814. [Bücher über die Zulassung zum Bürgerrecht in Danzig 1536–1814]. Edycja Andrzej Groth, Dariusz Kaczor, Ewa Łacińska-Bartoszek. Wstęp i opracowanie: Dariusz Kaczor. Gdańsk: Wydawnictwo Uniwersytetu Gdańskiego 2019.
                Edition: Andrzej Groth, Dariusz Kaczor, Ewa Łacińska-Bartoszek. Einführung und Zusammenstellung: Dariusz Kaczor. Danzig: Verlag der Universität Danzig 2019.
                Serie von acht Titeln im gleichen Verlag, vom gleichem Herausgeberkreis und mit dem gleichen Publikationsjahr

                Einer der 8 Bände soll bereits im Internet stehen ... habe noch nicht danach gesucht.

                Aber nach den Dodenhöft geschaut ...

                Bd 2 1577 – 1732

                30.01.1617 Petter Doedes von Hollum bei Groningen, ein Sehefahrendt Mann

                1) 1616 - wie bei Dorothea Weichbrodt angegeben - gibt es keinen Dodenhöft-Eintrag. Da Dorothea nur die Jahreszahl 1616 angibt, in den Bürgerbüchern jedoch immer auch Tag und Monat angegeben sind, bedeutet das wohl, dass sie das Bürgerbuch nicht gesehen hat.

                2) Petter Doedes ? Das kann bedeuten
                a) Petter Doedes = Peter Dodenhoff ?
                b) es liegt ein Entzifferungsfehler des polnischen Teams vor, d.h., jemand sollte mal im Staatsarchiv nachschauen

                Bd. 6 1637 - 1709

                04.03.1649 Hans, fil[ius] Hans Bammans alias Dodendorff, aufn - Kaufman

                12.05.1654 Peter, fil[ius] Peter Dodenhoffs, auff ein[en] Kaufmann

                15.04.1692 Johan Georg Bamman alias Dodenhoff, fil[ius] Peter Dodenhoffs, auf einen - Kaufmann

                Tja, und was fangen wir jetzt mit diesen Bamman an?
                Abgesehen von Peters toller Geschichte --- siehe unten --- gibt es andere Erklärungen?

                Die Witwe von Peter (I) Dodenhoff, Susanna Wessel, heiratet ca. 1626 einen Henrich Quenckler und stirbt 1628 ---

                Bd. 7 1710 - 1767

                16.10.1739 Claas Piers aus Hollum, einem Eylande in der Freyen Herrschafft Ameland in Holland gelegen gebürtig, auf einen – Seefahrenden Mann
                v[ide] Act[a] 17. Jun[y] 1749

                10.11.1739 Peter Dodenhoff, ein Sohn Peter Dodenhoffs, gewesenen Premier-Lieunants unter des H[err]n Hauptmann Ottingshausen Compagnie, ist als eines Bürgers Sohn vollenfahren auf einen - Kaufmann (Vermutung: Peter IV., * ca. 1706, der Vater Peter III.)

                08.05.1761 Paul Dodenhöft aus dem in der Nehring, 3 Meilen von dieser Stadt gelegenen Dorfe Freyenhuben geb[ürtig], auf einen - Arbeitsmann Vermutung: Paul Dodenhöft, * Freienhuben 11.08.1727, Rg Bohnsack Aug-4/1727
                Eltern: Peter, (1691 – 1738), & Cornelia Engels, ∞ 01.08.1713

                Bd 8 1768 – 1794 & 1807 – 1814

                01.03.1774 Peter Dodenhoff, fil[ius] Peter Dodenhoff, auf einen – Kaufmann (Vermutung: Peter V., * 30.08.1744 / 02.09.1744, 1774 Silberfabrikant)

                01.10.1776 Daniel Dodenhoff, fil[ius] Peter Dodenhoff, auf einen – Kaufmann (Vermutung: Daniel, * 07.03.1748, 1776 Siberfabrikant – siehe Dorothea Weichbrodt)

                Beste Grüße, Rainer MueGlo
                "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                • christian65201
                  Forum-Teilnehmer
                  • 15.02.2008
                  • 1256

                  #233
                  AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                  Im Bürgerbuch von Danzig Band 3 Seite 81 (Bild 10_300_0_37.1_300,60_8_85_35546911.jpg)
                  wir einem Paul DODENHÖFFT aus der Nehrung am 03. Juni 1761 die Bürgerechte als ein Arbeitsmann zu erkannt
                  Grüße
                  Christian
                  "Nur wer weiß, woher er kommt, wird den Weg in die Zukunft finden,
                  und nur wer das Alte achtet, wird sinvoll Neues gestalten können" (Autor unbekannt)
                  Dauersuche:KOHNKE; BEHRENDT; LENSER; LIEDTKE; ZIELKE; PIOCH; KLINGER; AUT(H)ENRIEB; ROSENTHAL

                  Kommentar

                  • MueGlo
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.03.2010
                    • 1120

                    #234
                    AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                    Moin, Christian,

                    manche Einträge tauchen in mehreren Bänden auf, manchmal auch mit kleien Abweichungen.

                    Diesen Paul Dodenhöft gibt es auch in Bd. 7 unter dem Datum 08.05.1761.

                    Beste Grüße, Rainer MueGlo
                    "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                    www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                    Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                    http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                    • helen.e
                      Forum-Teilnehmer
                      • 21.05.2021
                      • 14

                      #235
                      AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                      Hallo in die Runde,
                      da ich im Moment wieder am Thema Dodenhöft dran bin, hab ich mich daran erinnert, dass es diesen Thread gab, den ich um 2021 rum schon mal durchgelesen habe.
                      Ich kann inzwischen auch ein bisschen was zu den Nachfahren von Nicolaus Dodenhöft und Sarah Heinrich beitragen.
                      Und zwar: diese hatten laut meinen Infos unter anderem einen Sohn Cornelius.
                      Dodenhöft, Cornelius
                      * 23.04.1741 Einlage, Bohnsack, Danzig; http://www.archion.de/p/163b07dc34/
                      Archion, KB Schönbaum, Taufen 1671-1759, Bild 117
                      Cornelus, Eltern Claus Dodenhöft, Eigengärtner in Einlage und Sara
                      + 05.02.1784 Schönbaum, Danzig; der wohlehrbare Cornelius Dodenhöft, gewes. Nachbar, Schultz und ?geschworener a.W. (mit Abkündigung), Alter 42-9-22

                      KB Schönbaum, Bestattungen 1777-1805, Bild 7

                      oo 22.11.1768 Klein-Brunau, Tiegenort, Danzig

                      KB Tiegenort, Trauungen 1659-1782, Bild 15

                      Zamcke, Esther
                      * 01.09.1743 Brunau, Tiegenort, Danzig; http://www.archion.de/p/48906f96d0/
                      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1727-1758, Bild 92
                      In Schönbaum getauft?
                      + 10.10.1792 Schönbaum, Danzig; http://www.archion.de/p/30cfcfa4cf/
                      Archion, KB Schönbaum, Bestattungen 1777-1805, Bild 11;
                      ein Gesell Cornelius Dodenhöft, Nicolai Dodenhöfts, Eigengärtners in der Einlage ehelicher Sohn mit Fr. Esther Schwichtbergerin, Erdmann Schwichtenbergers, gewesenen Mitnachbars in Kleinbrunau nachgelassener Witwe (sie sind in ? getraut - den Ort? kann ich nicht wirklich lesen) - Esther war eine geborene Zamcke.

                      Dieses Paar hatte mindestens 3 Kinder.
                      1. Dodenhöft, Nikolaus
                      * 02.12.1770 Klein-Brunau, Tiegenort, Danzig; http://www.archion.de/p/111d4031c0/
                      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1759-1782, Bild 71
                      + 07.10.1856 Grunau, Ekaterinoslav, Ursache: Lähmung und Alterssschwäche; https://www.familysearch.org/ark:/61...1:S3HY-D1GQ-WF
                      verheiratet, 85J 10M 9T
                      KB Grunau, 1856, Bild 72, Nr. 172

                      oo 09.08.1807 Stuhm
                      Schnackenberg, Catharina Elisabeth
                      * um 1789
                      + 12.05.1860 Grunau, Ekaterinoslav, Ursache: Lungensucht; 70J, verwittwet, geb in Felgnauer Windmühle in Westpreussen
                      https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HT-6QB3-4FZ
                      KB Grunau, 1860, Bild 114, Nr. 92;

                      1807, den 9ten August ist der Junggesell u(nd) Müllermeister Nicolaus Dodenhofft mit seiner verlobten Jungfer Braut Catharina Elisabeth Schnakenbergerin von Schoenbaum aus Danziger Nehrung aus dem Supkauischen Amte in der Neuen Mühle getraut worden.
                      Er, 36.
                      Sie 18.

                      2. Dodenhöft, Catharina Elisabeth
                      * 21.01.1773 Klein-Brunau, Tiegenort, Danzig; http://www.archion.de/p/b82d44adf8/
                      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1759-1782, Bild 85
                      -> zu dieser Catharina Elisabeth hab ich sonst keinerlei Infos gefunden

                      3. Dodenhöft, Cornelius
                      * 09.07.1775 Schönbaum, Danzig

                      Archion, KB Schönbaum, Taufen 1759-1805, Bild 26
                      + nach 1835; noch in der Volkszählung Grunau 1835 drin (vermutlich dann +1849, das KB ist verschollen)

                      oo 03.03.1808 Einlage, Bohnsack, Danzig

                      Archion, KB Bohnsack, Trauungen 1796-1811, Bild 17.
                      Es heiraten: Cornelius Dodenhöft, 2. und jüngster Sohn von sel. Cornelius aus Schönbaumerweide und Esther Wienhold, 1. Mann Jacob Wagner, Tochter von Erdmann Wienhold

                      Wienhold, Esther
                      * 25.12.1774 Einlage, Bohnsack, Danzig; http://www.archion.de/p/40032e4c28/
                      Archion, KB Bohnsack, Taufen 1742-1811, Bild 137
                      + nach 1858; Volkszählung Grunau 1858, u.a. Dodenhöft Esther, 83J alt, GJ errechnet 1775, passt gut;

                      Nikolaus und Cornelius wanderten gemeinsam nach Grunau aus.
                      Zu diesem Thema hatte ich lange nur Bruchstücke.
                      Ab 1833 läßt sich in Grunau nur die Familie Nicolaus Dodenhöft nachweisen. Zu Cornelius gab es gar nichts, ausser der alten Witwe Esther Dodenhöft in der Volkszählung Grunau 1858
                      Zwischendurch kam ich an einen Teil der Pässe der damaligen Kolonisten, u.a. vom Nikolaus, aber nicht vom Cornelius. Und an eine Unterschriftenliste zum Thema, wo die Kolonisten angesiedelt werden sollten - mit Nikolaus und mit Cornelius.
                      Seit diesem Jahr habe ich auch die Kopien der Unterlagen zur Volkszählung in Grunau 1835 mit Verweisen auf Volkszählung 1824 und da war endlich auch die Familie von Cornelius drin.

                      Familie Cornelius Dodenhöft in der Volkszählung Grunau 1835:
                      Nr 1824-1827:18
                      Nr 1835: 20
                      Cornelius, Sohn d. Cornelius Dodenhöft, Alter 1824 49J, Alter 1835 59J
                      Seine Ehefrau Esther 50J 60J
                      1. Tochter Constanze, T. d. Cornelius Dodenhöft 14J ?(fehlt 1835) (heiratet 1835 Jacob Schell)
                      2. Tochter Esther, T. d. Cornelius Dodenhöft 11J 21J (heiratet 1837 Johann Rogowsky)
                      Stiefsohn Johann Wagner 24J Aufenthaltsort seit 1826 unbekannt (aus 1. Ehe von Esther Wienhold mit Jacob Wagner)

                      Nikolaus kam mit 5 Töchtern nach Grunau, die älteste Adelgunda starb wohl vorher
                      1. Dodenhöft, Adelgunda
                      * 30.01.1808 Weißenberg, Kreis Stuhm, Westpreußen;

                      2. Dodenhöft, Wilhelmina
                      * 28.05.1810 Weißenberg, Kreis Stuhm, Westpreußen; http://www.archion.de/p/b853cef9ec/
                      + 13.05.1836 Schönbaum, Ekaterinoslav, Ursache: Wochenbett; https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HT-D8Q9-M12, KB Grunau, 1836, Bild 74, Nr. 30
                      oo Kaiser, Gottfried

                      3. Dodenhöft, Florentina
                      * 17.03.1812 Weißenberg, Kreis Stuhm, Westpreußen; http://www.archion.de/p/ed2fe79c62/
                      + 26.07.1846 Löwens Hutor bei Marienfeld, Taurien, Ursache: Wochenbett; https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HY-67F7-P18, KB Grunau, 1846, Bild 63, Nr. 102
                      oo Hennig, Johann Gottlieb

                      4. Dodenhöft, Carolina Elisabeth
                      * 26.04.1814 Weißenberg, Kreis Stuhm, Westpreußen; http://www.archion.de/p/4141f2031e/
                      oo 30.04.1835 Grunau, Ekaterinoslav
                      Klatt, Johann
                      https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HT-XCQ9-RND

                      5. Dodenhöft, Adelgunde Ernestine
                      * 07.03.1817 Weißenberg, Kreis Stuhm, Westpreußen; http://www.archion.de/p/d0237de9c4/
                      + 31.03.1857 Grunau, Ekaterinoslav, Ursache: Wochenbett; https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HT-6SF9-4FF, KB Grunau, 1857, Bild 77, Nr 197
                      oo Stach, Gottfried

                      6. Dodenhöft, Dorothea
                      * 1819 ? Weißenberg, Kreis Stuhm, Westpreußen;

                      Link führt zu einem Namensverzeichnis, ohne Angabe der Eltern. Seite im KB vorerst nicht auffindbar
                      Die alternative Version lautet, Dorothea ist erst 1821 geboren und zwar bereits nach dem Umzug in Kronsweide, Chortizer Kolonie, wo die Kolonisten darauf gewartet haben, eigenes Land zugewiesen zu bekommen. Vielleicht gibt es auch einfach 2 Dorotheas, die erste stirbt vor 1821, dazu passt der Sterbeeintrag der Anna Dorothea:
                      https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HT-DZ19-3LY
                      oo Riegel, Cornelius


                      in Grunau wurden weitere Kinder vom Nicolaus geboren:
                      7. Dodenhöft, Daniel Carl
                      * 06.1825 Grunau, Ekaterinoslav; laut Sterbeeintrag
                      + 20.12.1844 Grunau, Ekaterinoslav, Ursache: Friesel; https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HT-631Q-M2W
                      KB Grunau, 1844, Bild 78, Nr. 165
                      20.12.1844, Sohn des Kolonisten der Kolonie Grunau Nicolaus Dodenhöft, geb. hier in Grunau, 19,5 Jahre alt, ledig, Friesel

                      8. Dodenhöft, Cornelius
                      * 28.07.1834 Grunau, Ekaterinoslav; Zwillinge
                      https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HY-DCX3-XFP
                      KB Grunau, 1834, Bild 17, Nr 100+101
                      + 16.02.1855 bei Altona, Taurien, Ursache: ertrunken; Sohn des Kolonisten Nicolaus Dodenhöft aus Grunau, ertrunken bei der Überfahrt über den Fluß Juschanle(?) mit dem Wagen, unweit der mennonitischen Kolonie Altona. 20,5 J, geb. in Grunau, ledig

                      9. Dodenhöft, Maria
                      * 28.07.1834 Grunau, Ekaterinoslav; Zwillinge
                      https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HY-DCX3-XFP
                      KB Grunau, 1834, Bild 17, Nr 100+101
                      + 27.08.1834 Grunau, Ekaterinoslav, Ursache: Nervenfieber; https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HY-DCX3-XG9
                      KB Grunau, Bild 48, Nr. 66

                      So weit mir bekannt, hatte Nikolaus also keine verheirateten Söhne, die den Namen Dodenhöft hätten vererben können.

                      Cornelius hatte 3 Töchter, wobei die dritte paar Tage nach der Geburt starb, auch hier – die Enkel hießen nicht mehr Dodenhöft.

                      1. Dodenhöft, Concordia Constantia, später Carolina
                      * 12.01.1809 Bohnsack, Danzig; laut Volkszählung Grunau 1825 gibt es im Haushalt von Cornelius und Esther nur 2 Kinder, Konstanze und Esther. Mutter Esther war zu alt für weitere Kinder.
                      Somit müßte Caroline = Concordia Constantia = Konstanze sein.

                      Archion, KB Bohnsack, Taufen 1742-1811, Bild 233

                      oo 03.04.1835 Molotschna, Taurien
                      KB Molotschna, Trauungen, 1835/06. Vorname der Braut nicht eingetragen.
                      https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HT-XCQS-9KL


                      Schell, Jakob



                      2. Dodenhöft, Esther Rahel
                      * 07.01.1812 Bohnsack, Danzig; https://www.archion.de/p/d27a01df74/
                      Archion, KB Bohnsack, Taufen 1812-1834, Bild 5
                      TP u.a. Salomon Dodenhöft
                      + vor

                      oo 30.11.1837 Hochstädt, Taurien
                      29. Rogowsky, Johann und Dodenhöft, Ester Rahel, 30.11.1837.
                      KB Hochstädt, 1837
                      oo Rogowsky, Johann

                      3. Dodenhöft, Dorothea Renata
                      * 04.06.1816 Einlage, Bohnsack, Danzig; https://www.archion.de/p/7b605e96e3/
                      Archion, KB Bohnsack, Taufen 1812-1834, Bild 25
                      + 19.06.1816 Einlage, Bohnsack, Danzig, Ursache: Epilepsie; https://www.archion.de/p/3fcc9c1391/
                      Archion, KB Bohnsack, Bestattungen 1812-1844, Bild 15


                      Die Enkel von Nikolaus habe ich erstmal nicht weiter beachtet, da meine Linie auf Cornelius zurück geht.
                      Jacob Schells Braut ohne Vornamen 1835, die in den Taufeinträgen der Kinder Carolina genannt wird, ist meine 2xUrgroßmutter. Esther Rahel, verh. Rogowsky, ist nicht nur einmal Taufpatin, also kam ich irgendwann drauf, dass Carolina Konstanze sein muss.


                      Ansonsten gibt es im KB Grunau den ein oder anderen Dodenhöft-Eintrag, bei denen ich nicht so recht weiß, was damit anfangen.

                      In den Volkszählungen 1824/1835 gibt es eine Familie Johann Jacob, Sohn des Peter, Knopf. Dieser Johann Jacob Knopf ist mit einer Regina (Elisabeth) geb. Wolf, verw. Dodenhöft verheiratet. Regina war 1824 28 und 1835 38 Jahre alt. Im Haushalt lebt der Stiefsohn Johann Dodenhöft, 1824 10 und 1835 20 Jahre alt.
                      Wer der Vater von Johann ist – keine Ahnung, er hieß vermutlich ebenfalls Johann.
                      Johann müßte Johann Jacob sein, der 1840 heiratet:
                      Dodenhöft, Johann Jacob und Rosenberg geb, Stenzel, Anna 28 Mai 1840 (KB Grunau).
                      Die mir bekannten Dodenhöft-Taufeinträge im KB Grunau in den 1840er Jahren gehören alle zu diesem Paar.

                      In der Volkszählung 1858 leben im Haushalt Johann Jacob Knopf:
                      Dodenhöft Johann, S. des Johann, Stiefsohn Alter 1850 35J, Alter 1858 43J, *1815 und Jeth, Renate, T. des Jakob, Schwiegertochter Alter 1858 38J, *1820
                      Das ist die 2. Ehe Johanns:
                      Dodenhöft, Johann Jacob und Jeth, Renata 25 Oct 1855 , KB Grunau
                      Und bei seinem Tod 1871 ist als Geburtsort Tiege in Westpreussen angegeben.
                      https://www.familysearch.org/ark:/61...:S3HT-6Q8Q-P1C
                      Falls also jemand eine Ahnung hat, wie dieser Johann Jacob zu den restlichen ausgewanderten Dodenhöft dazu passt, ich freue mich über Ideen.

                      Weiter oben im Thread hab ich einen Link zu einer russischen Seite gesehen. Wie diese Dodenhöfts dazu passen, weiß ich nicht – sie lebten in den Wolga-Kolonien. Es gab gelegentlich Fälle von Umzügen zwischen Ukraine- und Wolga-Kolonien, aber ohne genauere Infos kann man da sehr lange suchen, daher – vielleicht sind das Grunauer Dödenhöfts oder aber auch ganz andere.

                      Mich würde im Moment interessieren, ob jemand diesen Zweig (also Nicolaus Dodenhöft und Sarah Heinrich) inzwischen irgendwie mit den anderen Zweigen zusammengebracht hat.

                      Viele Grüße
                      Helen

                      Kommentar

                      • Wolfgang
                        Forumbetreiber
                        • 10.02.2008
                        • 11623

                        #236
                        AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                        Schönen guten Abend,
                        hallo Helen,

                        bei dem Schönbaumer Kirchenbucheintrag vom 05.02.1784 wird es sich wahrscheinlich um einen "Schlickgeschworenen" gehandelt haben.

                        [ATTACH=CONFIG]26654[/ATTACH]

                        Schöne Grüße aus dem Werder
                        Wolfgang
                        Angeh
                        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                        Kommentar

                        • helen.e
                          Forum-Teilnehmer
                          • 21.05.2021
                          • 14

                          #237
                          AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                          Hallo Wolfgang,
                          ja, das könnte wahrscheinlich hinkommen. Das ist bis auf diese Linie nicht meine Region, deswegen tu ich mich mit den Begriffen teils echt schwer. Bei Nachbar und Eigengärtner hab ich auch ne Weile gebraucht, dafür kann ich Inwohner und Gerichtsverwandter in allen Variationen lesen...
                          Viele Grüße
                          Helen

                          Kommentar

                          • Karsten_A
                            Forum-Teilnehmer
                            • 25.01.2021
                            • 338

                            #238
                            AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                            Hallo Helen, hallo Wolfgang,

                            Schlickgeschworner kam mir auch erst in den Sinn, aber das steht da m.E. nicht :-) Es ist etwas schwer zu beurteilen, da ich die Quelle nicht einsehen kann und daher keine Vergleichsworte habe, aber vor dem i steht noch ein Buchstabe (vmtl. ein "e") und das vermeintliche "k" sieht eher nach einem "h" aus.

                            Also habe ich mal online gesucht, ob es einen Schleichgeschwornen gibt - keine Treffer. Aber immerhin findet sich ein
                            [LIST][*]Schleichheimrat: "Aufsichtsperson über Binnendeiche, zuständig für deren Reinigung und Instandhaltung" [/LIST]
                            , in der identischen/ sehr ähnlichen Bedeutung zu
                            [LIST][*]Schlickgeschworner: "in Westpreußen: Beauftragter einer Schlicksozietät, dh. eines privaten Zusammenschlusses von Gemeinden und Gutsbesitzern in überschwemmungsgefährdeten Niederungen, der die Aufsicht über die Reinigung und Instandhaltung von Dämmen, Gräben und Kanälen führt und Verstöße ahndet" [/LIST]
                            so dass ich nun glaube:

                            => Dort dürfte "Schleichgeschworner" stehen. Die Bedeutung ist aber vermutlich identisch zu Schlickgeschworner (bzw. auch Schleichheimrat, was ich bisher noch nie gelesen hatte).

                            Einen schönen Abend

                            Karsten

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                            • MueGlo
                              Forum-Teilnehmer
                              • 11.03.2010
                              • 1120

                              #239
                              AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                              Moin, Karsten,

                              der Prediger im 18. Jahrhundert schmiert da was da hin und wir versuchen das buchstabengetreu zu entziffern und ihm zu folgen ???

                              In dieser Zeit gibt es in allen Dörfern der Danziger und Elbinger Niederung sowie im nördlichen Marienburger Werder den Deich- / Teichgeschworenen, der für die Dämme an den Flüssen zuständig ist, sowie den durchweg so genannten "Schlickgeschworenen", zuständig für die Reinigung der Entwässerungsgräben von Bewuchs, Schlamm, etc., damit das aus den Feldern abgepumpte Wasser abfließen kann. Beide Tätigkeiten sind überlebenswichtig für die Gemeinschaft.

                              Sprich: Egal was der Prediger da hinschmiert, er beschreibt / meint die Funktion: Schlickgeschworener.

                              Die Schreibweisen der Prediger sind grundsätzlich nicht sakrosankt. Falls wir uns nur an ihren Buchstaben orientieren würden wir kaum zusammenhängende Stammbäume und lokale / regionale Geschichtsforschungen erstellt bekommen.

                              Im Übrigen: Je häufiger sich der Prediger eines Kirchspiels ändert desto häufiger ändern sich die Namensvariationen, da kein Prediger recherchiert, wie sein Vorgänger den Familiennamen vormals geschrieben hat ...

                              Beste Grüße aus Potsdam, Rainer MueGlo
                              "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                              www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                              Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                              http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                              • Karsten_A
                                Forum-Teilnehmer
                                • 25.01.2021
                                • 338

                                #240
                                AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                                Hallo Rainer,

                                da stimme ich Dir zu - Die Schreibweisen sind sehr vielfältig und es geht um das Verständnis dessen, was gemeint ist.

                                An der "buchstabengetreuen Entzifferung" - insbesondere wenn mal wieder etwas Ungewöhnliches vorkommt - habe ich einfach Freude. Das ist dann immer wie ein kleines Rätsel :-)

                                Viele Grüße

                                Karsten

                                Kommentar

                                L