Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

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  • MueGlo
    Forum-Teilnehmer
    • 11.03.2010
    • 1120

    #241
    AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

    Moin, Karsten,

    ich staune !!!

    Unter diesem Asdpekt habe ich die Schriften der Prediger, von denen etlicher aufgrund ihrer Schmierereien in der Hölle gelandet sind, noch nicht wahrgenommen.

    Beste Grüße, Rainer MueGlo

    - - - Aktualisiert - - -

    Moin, Helen,

    Respekt vor dem, was Du da an Russland-Dodenhöft ausgegraben hast.

    Dodenhöft in Westpreußen bin ich voll dabei, da fing dann irgendwann die Russland-Dodenhöft Diskussion an, und da habe ich gemerkt, das ist nicht mein Bier, sprich, ich habe das ausgeblendet.

    Deswegen kann ich Dir auf Deine Fragen nichts anbieten.

    Trotzdem bleiben Fragen, was zieht da Dodenhöft aus der Danziger Niederung --- adelsfreies Gebiet, "freie" Nachbarn --- nach Stuhm, Herrengebiet, und von dort nach Russland ? Hast Du da etwas an Erkenntnissen gewonnen ?

    Zamcke, Esther: Bei mir firmiert sie als Esther Zemke. Von diesen gibt es viiiiele bis in 20. Jahrhundert.

    Meine momentane Version:

    [ATTACH=CONFIG]26655[/ATTACH]

    Beste Grüße aus Potsdam, Rainer MueGlo
    Angeh
    "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

    www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

    Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
    http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

    Kommentar

    • helen.e
      Forum-Teilnehmer
      • 21.05.2021
      • 14

      #242
      AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

      Ich schwanke bei manchen Schriften immer zwischen Faszination (wie kann man so eine Sauklaue haben) und Fluchen, weil unlesbar. Hatte mal einen Pfarrer in Württemberg, der hat garantiert nach jeder Taufe nicht nur einen Schoppen geleert, die Zeilen wurden immer schiefer.

      Hi Rainer, ich hab keinen blassen Schimmer, wie die Familie auf die Idee kam, nach Rußland zu ziehen.
      Nach Stuhm ging ja nur Nikolaus, er hat da geheiratet und vielleicht in der Mühle gearbeitet (Müllermeister).
      Meine sonstigen Linien sind überwiegend aus Baden, Württemberg und der Pfalz, teils mit Umweg über Preussisch Polen und bei denen war der Fall eigentlich klar - die Suche nach dem besseren Leben. Die Planer-Kolonien (also Grunau und paar andere) wurden paar Jahre später gegründet und die Familien kamen überwiegend aus der Danziger Gegend, später auch aus anderen Regionen. Ich vermute, die Motive waren vielleicht ähnlich wie bei den anderen - Land, Darlehen, Steuerfreiheit, bei manchen vielleicht auch die Befreiung von der Wehrpflicht.
      Zum Thema Esther Zemke/Zamcke können wir gerne mal sortieren, was wir haben. Bei mir ist Esther das 11. von 12 Kindern.
      Mindestens 8 davon sterben im Kindesalter.
      Die Kinder sind:
      1. Zamcke, Elisabeth
      * 18.02.1725 Brunau; http://www.archion.de/p/6ee564bf1e/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1690-1726, Bild 197

      2. Zamcke, Maria
      * 17.03.1726 Brunau; http://www.archion.de/p/0649eb07a3/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1690-1726, Bild 202

      3. Zamcke, Esther
      * 22.12.1729 Brunau; http://www.archion.de/p/b4ba66051a/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1727-1758, Bild 20
      + 06.04.1732 Klein-Brunau, Tiegenort; http://www.archion.de/p/5b717d3886/
      Archion, KB Tiegenort, Bestattungen 1725-1744, Bild 20

      4. Zamcke, Martin
      * 1731?
      + 05.03.1732 Brunau; http://www.archion.de/p/fd1d4f89b0/
      Archion, KB Tiegenort, Bestattungen 1725-1744, Bild 19

      6. Zamcke, Anna
      * 01.1732; vermutet, kein Taufeintrag, wahrscheinlich Zwillingsschwester von Agneta
      + 19.02.1739 Brunau; 7 Jahre alt?

      Archion, KB Tiegenort, Bestattungen 1725-1744, Bild 32

      7. Zamcke, Agneta
      * 01.1732; kein Taufeintrag (auch nicht in Schönbaum)
      + 28.03.1732 Klein-Brunau, Tiegenort; 9 Wochen alt (Zwilling - Anna?)

      Archion, KB Tiegenort, Bestattungen 1725-1744, Bild 20

      8. Zamcke, Jacob
      * 07.02.1734 Klein-Brunau, Tiegenort; http://www.archion.de/p/5b6bd7aa2c/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1727-1758, Bild 43
      + 15.09.1734 Tiegenort; 33 Wochen alt

      Archion, KB Tiegenort, Bestattungen 1725-1744, Bild 25

      9. Zamcke, Jacob
      * 25.09.1735 Klein-Brunau, Tiegenort; http://www.archion.de/p/373b8904ee/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1727-1758, Bild 55
      + vor 1738

      10. Zamcke, Peter
      * 27.07.1738 Klein-Brunau, Tiegenort; http://www.archion.de/p/5e93d70438/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1727-1758, Bild 66
      + 1740?; Eintrag im KB, der Name des Kindes kann nicht gelesen werden, da ein Teil der Seite fehlt.

      11. Zamcke, Jacob
      * 14.08.1740 Brunau; http://www.archion.de/p/493963d395/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1727-1758, Bild 77
      + vor 1745

      12. Zamcke, Esther
      * 01.09.1743 Brunau, Tiegenort; http://www.archion.de/p/48906f96d0/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1727-1758, Bild 92

      + 10.10.1792 Schönbaum; http://www.archion.de/p/30cfcfa4cf/
      Archion, KB Schönbaum, Bestattungen 1777-1805, Bild 11

      oo I. 02.02.1764 Brunau, Schwichtenberg, Erdmann;

      Archion, KB Tiegenort, Trauungen 1759-1782, Bild 9

      oo II. 22.11.1768 Klein-Brunau, Tiegenort, Dodenhöft, Cornelius;

      KB Tiegenort ,Trauungen 1659-1782, Bild 15

      13. Zamcke, Peter
      * 06.10.1745 Brunau, Tiegenort; http://www.archion.de/p/e0d6a2e9f8/
      Archion, KB Tiegenort, Taufen 1727-1758, Bild 106

      - - - Aktualisiert - - -

      Bearbeiten geht nicht - nach Kind 4 müßte natürlich Kind 5 kommen usw. Zu schnell abgeschickt.
      Zu Esther Gnoyke hab ich stehen:
      +05.02.1760, Groß-Brunau

      Archion, KB Tiegenort, Bestattungen 1759-1782, Bild 3
      Jacob lebt zu dem Zeitpunkt noch.

      Beim Martin Zamcke/Zemke hab ich auch nur die Heirat ( die Frau heißt bei mir Elisabeth Krimin mit dem Kommentar "vermutlich eher Krim/Krime") und den Kommentar "kein Eintrag bei den Bestattungen 1710-1725, seel. bei der Ehe des Sohnes 1724, also vermutlich vor 1710 gestorben, dazu passt auch, dass nach 1709 keine Kinder geboren werden".
      Eltern weder zu Martin noch zu Elisabeth.

      Die Gnoyke-Linie:
      Eltern Georg Gnoyke und Maria Wegner.
      Jetzt wird es interessant, ich war bisher bei Meinung, Georg stirbt vor 1724, da ich bei der Heirat der Tochter "gw." gelesen habe (aber kein "seel". wie beim Vater des Bräutigams, hm).
      d. 8.Oktober sind Jacob Zamcke, seel. Martin Zamckens , gw. Eigengärtners auf Cleinbrunau, ehel. Sohn mit Jgf(durchgestrichen - Kindesgeburt sehr bald nach der Heirat) Esther Gnoyckn, george Gnoyckens, gw. Mitnachb. in Lackenwald ? Einwohners zur -durchgestrichen- Jungfehr? ehl. Tochter.

      Archion, KB Tiegenort, Trauungen 1650-1728, Bild 52
      Was könnte da alternativ stehen?
      Georg Gnoyke und Maria haben bei mir 9 Kinder, Esther ist die jüngste. Mindestens 4 Kinder sterben im Kindesalter.
      Den Heiratseintrag seiner Eltern hatte ich noch nicht.
      Hab ich mir direkt angeguckt, Maria war verwitwet. Mädchenname - gute Frage.

      Ich lese da:
      d. 27. (September) Gergen Gnoike, ein gesell auß Tiegenorth mit F. (also keine Jungfer) Maria seeligen Jacob Voßen(?) nachbahrs aus/f? Kalten?rebin? - durchgestrichen- (das durchgestrichene soll wohl ehl. leiblicher oder so um den Dreh) Witwe. mit confens(? so was wie Dispens?) des Herrn Bürgermeisters.
      Jacob war vermutlich noch nicht allzu lange tot, ich gehe mal die Namenslisten durch...

      - - - Aktualisiert - - -

      Ähm, das ging fix. Keine Bestattungen vor 1710. Nun denn.
      Wenn ich mal Zeit habe, versuch ich mich dann wohl an den Taufen, vielleicht steht was interessantes drin, aber heut nimmer.

      Einen schönen Abend
      Helen

      - - - Aktualisiert - - -

      Kalte Herberge könnte wohl hinkommen...

      Kommentar

      • Karsten_A
        Forum-Teilnehmer
        • 25.01.2021
        • 338

        #243
        AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

        Hallo Helen,

        auch ohne Einblick in die Schrift (aktuell habe ich keinen Archion Zugang) handelt es sich bei

        "mit confens(? so was wie Dispens?) des Herrn Bürgermeisters"

        offenbar um einen "consens" (Einwilligung, Erlaubnis), siehe https://www.dwds.de/wb/Konsens#d-1-2

        Einen schönen Abend

        Karsten

        Kommentar

        • helen.e
          Forum-Teilnehmer
          • 21.05.2021
          • 14

          #244
          AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

          Hi Karsten,
          oh ja, das klingt sehr passend. Bin nicht drauf gekommen.
          Viele Grüße Helen

          Kommentar

          • helen.e
            Forum-Teilnehmer
            • 21.05.2021
            • 14

            #245
            AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

            Hallo,

            Jacob Voß und Maria ohne Nachnamen hatten zwischen 1650 und Oktober 1658 5 Kinder, Jacob, Elisabeth, Johannes, Catharina und Eva. Jacob müßte somit ca 1659-1660 sterben. Der Ort heißt wahrscheinlich Kaltenherberge.
            Spontan hätte ich darauf getippt, dass es da noch mindestens eine Tochter Maria geben dürfte, aber vielleicht wurde der Name der Mutter tatsächlich nicht vergeben.
            Maria ist somit vor 1630 geboren.
            Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von einem Heiratseintrag 1670 halten soll, hat hier jemand Zugang zu Archion?

            Am 6.10.1670 heiratet Gerg Gnoyke, vicing? (da steht definitiv nicht Witwer und nicht viduus) zur Kaltherbg cum virg Esther Groch?Grod?
            Passend dazu gibt es danach keine Kinder von Georg Gnoyke und Maria mehr, aber ein paar von Georg Gnoyke und Esther. Könnte eine zweite Ehe sein oder vielleicht schlicht Zufall, Maria war langsam auch zu alt für weitere Kinder.

            Kommentar

            • Karsten_A
              Forum-Teilnehmer
              • 25.01.2021
              • 338

              #246
              AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

              Hallo Helen,

              zum "vicing" vermute ich (wieder ohne Einsicht in die Quelle), dass - wie häufig in den alten lateinischen Schriften - das vermeintliche "g" gar kein solches, sondern das sehr ähnlich aussehende Abkürzungszeichen für "us" ist - damit wird aus dem Wort "vicinus", was wiederum Nachbar bedeutet (siehe https://de.wiktionary.org/wiki/vicinus#Substantiv,_m).

              Eine Gute Nacht

              Karsten

              Kommentar

              • helen.e
                Forum-Teilnehmer
                • 21.05.2021
                • 14

                #247
                AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                Hallo Karsten,
                ich hab die Seite runtergeladen und auf drive hoch. Ist ein PDF.

                Dieses g am Ende sieht für mich genauso aus wie bei Virg, daher hab ich es für ein g gehalten.
                Aber die rechte Seite ist extrem deutlich geschrieben und da gibt es am 13.April einen Viduus, wo das vermeintliche g auch vorkommt. Das klingt dann sehr danach, dass "vicinus" korrekt ist.
                Ich rätsel jetzt noch, warum das nur bei manchen Ehen erwähnt wird...
                Viele Grüße
                Helen

                Kommentar

                • Karsten_A
                  Forum-Teilnehmer
                  • 25.01.2021
                  • 338

                  #248
                  AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                  Hallo Helen,

                  ja, in dem Auszug gibt es viele so abgekürzte "us", jedes ausgeschriebene "Copulatus" und auch einige der männlichen Vornamen.

                  Übrigens kommt vicinus auch einmal im Genitiv vor, nämlich in der letzten Zeile der linken Seite, weil es sich dort auf den Vater bezieht ("... cum Elisabeth vicini Petri <Nachname> filia" => "... mit Elisabeth, des Nachbarn Peter <Nachname> Tochter").

                  Das "vicinus" halte ich damit für recht recht eindeutig.

                  Deinen Satz "Ich rätsel jetzt noch, warum das nur bei manchen Ehen erwähnt wird..." verstehe ich so, dass Du meinst, jeder im Dorf sei doch ein Nachbar von allen anderen, also in der heutigen Bedeutung? Früher war die Bedeutung spezieller, siehe z.B. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Nachba...sche_Bedeutung oder auch hier im Forum unter https://www.danzig.de/showthread.ph...l=1#post137212 .

                  Beim "Groch? Grod?" muss ich derzeit aber auch passen.
                  Nach "ch" sieht es nicht aus, auch wenn ich keinen Namen mit dieser Endung auf dieser Seite finde. Zumindest das "h" in z.B. Elisabeth sieht ganz anders aus.
                  Nach einem einzelnen normalen "d" sieht es aber auch nicht aus - die beiden anderen Namen mit dieser Endung (Schmid, Arend) haben ein normal geschriebenes "d".
                  Und die einzige identische Endung finde ich in der Zeile vom 20.11.1669, dort kann ich es aber nicht sicher lesen (evtl. Wohland?? Aber nicht mal das "W" kann ich sicher zuordnen, obwohl es noch zwei solche Buchstaben auf der Seite gibt). Vielleicht findest Du auf den vorherigen Seiten noch identische Endungen vom gleichen Schreiber?
                  "dt" wird es wohl auch nicht sein, im Eintrag vom 1.12.1670 dürfte es "Brandt" heissen, dort ist der Querstrich vom "t" aber deutlich zu erkennen.
                  Ich habe auch schon Abkürzungen am Wortende gesesehen, die mit so einer Schleife versehen wurden. In dem Falle wäre es ein Nachname, der mit "Grod" beginnt und dann abgekürzt wurde. Siehe dazu diesen Beitrag https://www.danzig.de/showthread.ph...l=1#post160788 mit diesem direkten Link http://www.krumhermersdorf.de/litera...abkuerzung.gif. Dort ist übrigens auch die "Kürzung für -us" dargestellt.

                  Fröhliches Rätseln

                  Karsten

                  Kommentar

                  • helen.e
                    Forum-Teilnehmer
                    • 21.05.2021
                    • 14

                    #249
                    AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                    Hi Karsten, ja, ich schau mir die Seite davor mal an. Vielleicht bin ich dann schlauer. Alles in allem komm ich mit den Handschriften und Abkürzungen in dieser Region noch nicht gut klar.

                    Die Begriffe Nachbar und Mitnachbar usw. Sind ja auch regional, da hab ich zu Beginn ziemlich gerätselt.
                    Nein, ich meinte eher, warum wird bei manchen Einträgen der Status eingetragen und bei anderen nicht. Ich kenne es von diversen KB in BaWü und Hessen deutlich konsistenter, da wird entweder bei allen nichts angegeben, ausser vielleicht beim Pfarrer, Schullehrer und dem Schulzen oder überall, ob jetzt Bürger, Einwohner oder Beisass usw.
                    Viele Grüße Helen

                    Kommentar

                    • helen.e
                      Forum-Teilnehmer
                      • 21.05.2021
                      • 14

                      #250
                      AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662


                      Das ist Seite 15.
                      Da hab ich 2x den gleichen Buchstaben.
                      Einmal ganz unten rechts, Catrina... tja, Nord?
                      und einmal am 4. Juli, Esther, die Tochter von Martin... auch hier, ich hätte Heyd gelesen.
                      Aber das passt nicht zu Schmid und Arend von der Seite 17.

                      Und das ist Seite 14:

                      Imho ist das nach "copuliert" mehrmals ein Wort mit dem gleichen Buchstaben (oder Abkürzung) am Ende.
                      Normalerweise schreibt der Pfarrer ja "worden" hin.
                      Oder eben "word" und meint damit "worden"?
                      Dann hätten wir Heyden, Norden und eben Groden als Nachnamen?
                      Das scheint mir im Moment noch die sinnvollste Erklärung.
                      Es passt rein optisch auch nicht schlecht zum Beispiel "Gulden" in dem einen Link...

                      Kommentar

                      • Karsten_A
                        Forum-Teilnehmer
                        • 25.01.2021
                        • 338

                        #251
                        AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                        Hallo Helen,

                        ja, der These mit dem "-en" schließe ich mich an. Bei "Ist copuliret word(en)" hat es m.E. sehr sicher diese Bedeutung (in wenigen Fällen ist es übrigens auch ausgeschrieben, z.B. am 25.6.1663 und beim übernächsten Eintrag).

                        Nun müssen ja Abkürzungen nicht immer nur eine einzige Bedeutung haben, aber solange es bei den Nachnamen auch passt ist das zumindest eine recht plausible These.

                        Viele Grüße

                        Karsten

                        PS: Mit viel Muße könnte man noch mehr Beispiele heraussuchen oder die zugehörigen Familien untersuchen, um bei evtl. Geburten die Nachnamen zu überprüfen. Oder auch die Zeit mit (noch) schöneren Dingen verbringen

                        - - - Aktualisiert - - -

                        Der "Wohland__" aus #248 dürfte wohl eher ein "Rohland(en)" sein.

                        Kommentar

                        • Sonde
                          Forum-Teilnehmer
                          • 17.02.2019
                          • 117

                          #252
                          AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                          Hallo Helen, hallo Karsten, hallo zusammen,

                          zu #245-248: Der Nachbar Gerg Gnoyke aus Kalteherberge und die Jungfrau Esther Grodt sind meine Vorfahren, wie ich gestern herausgefunden habe. Ich denke auch, dass der Kirchenbuchschreiber bei der Endung des Nachnamens Grodt ein „dt“ meinte. Auf der rechten gegenüberliegenden Seite der Trauung von Gerg Gnoyke und Esther Grodt vom 06.10.1670 befindet sich ganz unten die gleiche Endung mit „dt“ bei Catrina Nordt, die am 03. oder 09.01.1673 heiratete. Ich denke „Norck“ wird dieser Name nicht heißen und auch „Nord“ ist eher unwahrscheinlich, da der Kirchenbuchstreiber das bloße „d“ auf dieser Seite anders schrieb. Daher bleibt eigentlich nur ein „dt“= „Nordt“ übrig, um diesen Namen einen Sinn zu geben. Aus diesem Grund nehme ich an, dass hier auch „Grodt“ mit der Endung „dt“ gemeint ist.

                          Viele Grüße
                          Daniel

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                          • helen.e
                            Forum-Teilnehmer
                            • 21.05.2021
                            • 14

                            #253
                            AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                            Hi Karsten,
                            ich glaube, ich kann mir an dieser Stelle wirklich schönere Dinge vorstellen Vor allem, weil ich mir nicht mal sicher bin, ob das die 2. Ehe von "meinem" Georg Gnoyke ist oder ob es ein zweiter Georg ist. Ohne Sterbeeinträge kann man nur rätseln...
                            Zum Abwechslung hab ich dann gestern gedacht, ich krieg das Thema Dodenhöft und Sara Heinrich/Rusch vielleicht zügig auf die Reihe, weil schön geschriebenes KB. Nun, nach 3h und mehreren Taufen bin ich zum Schluß gekommen, dass ich wohl zwei Hans Rusch verwechselt habe. In Schnackenburg und in Einlage. Bin grad gar nicht glücklich und muss alles wieder abändern.
                            @all: sollte jemand die gleiche Idee gehabt haben - Hans Rusch oo mit Sara Lebbe, verw. Claas Engels (aus Schnackenburg) ist nicht der Hans Rusch, +1734 oo Sara Heinrich (aus Einlage). Und auch nicht gleich mit Hans Rusch oo Anna/Barbara sonstwas aus Steegen, auch wenn Sara Heinrich mit Hans ein Kind in Steegen taufen läßt (warum auch immer nicht in Bohnsack).

                            Hi Daniel, wir haben uns mit Karsten gestern eigentlich auf Groden (oder vielleicht dann auch Grode, weil ja gern ein n/-en angehängt wurde) geeinigt :-) Und dementsprechend Norden/Heyden usw. Rein von der Schreibweise her passt es besser. Solltest Du irgendwo später nochmal den Namen gefunden haben, sag gern Bescheid, vielleicht ist es da lesbarer.

                            Viele Grüße
                            Helen

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                            • AgnesB
                              Forum-Teilnehmer
                              • 07.03.2016
                              • 63

                              #254
                              AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                              Hallo zusammen,
                              bei mir heisst sie : Esther Grock *1642 - Eichwalde
                              oo Georg, Gergen Gnoyke - Gnoske *1643 - Tiegenort
                              Heirat 1670
                              lg. agnes
                              P.S: In einigen Stammbäumen wird sie auch als Groch geführt !

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                              • Sonde
                                Forum-Teilnehmer
                                • 17.02.2019
                                • 117

                                #255
                                AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                                Hallo Helen, hallo liebe Forschungsinteressierte,

                                ich bitte zunächst einmal um Nachsicht, dass ich mich in meinem Beitrag #252 nur auf die Beiträge #245-248 konzentriert habe, die hochgeladenen Abbildungen durcheinander gebracht habe und zudem nicht auf das Thema Abkürzungen eingegangen bin. Ich gehe generell mit der Feststellung mit, dass Kirchenbuchschreiber Abkürzungen bei den Einträgen in ihren Kirchenbüchern angewendet haben. Ich sehe auch als erwiesen an, dass dieser Kirchenbuchschreiber mit dem Wort „vicin9“ = „vicinus“ = „Nachbar“ meinte. Spannend finde ich die Frage, ob dieser Kirchenbuchschreiber auch Abkürzungen mit „en“ am Ende eines Namens stringent vorgenommen hat. Ich bin mir da nicht so sicher. Bei „Nord“ = „Norden“ und „Heyd“ = „Heyden“ wäre diese Auffassung sicherlich noch schlüssig und bei „word“ = „worden“ erst recht. Doch wie ist der Sachverhalt bei „Rohland“ zu bewerten? Meinte der Kirchenbuchschreiber hier tatsächlich „Rohlanden“ oder hat er einfach den waagerechten Strich beim „t“ des „dt“s vergessen, so wie ggf. auch bei „Grod“, sodass hier „Grod“ ungleich „Groden“ oder „Grode“, sondern vielmehr „Grodt“ vorliegt?

                                Ich fasse mal den Teil meiner Vorfahren und von einigen entfernten/eingeheirateten Verwandten in diesem Abschnitt zusammen (die meisten bereits bekannt):


                                Jacob Voß, + vor 09/1660, verheiratet gewesen mit Maria, geb. ?, + vor 10/1670, Kalteherberge
                                oo vor 1650 (Tiegenort?)

                                Kinder:
                                ~ 04.09.1650 Jacob Voß
                                ~ 14.04.1652 Elisabeth Voß
                                ~ 13.10.1654 Johannes Voß
                                ~ 06.10.1658 Eva Voß


                                Maria, verw. Voss, geb. ?, + vor 10/1670, Kalteherberge, verheiratet gewesen mit Gergen Gnoyke
                                oo27.09.1660 Tiegenort

                                Kinder:
                                ~08.08.1661 Gergen Gnoyke
                                ~17.02.1663 Maria Gnoyke
                                ~26.06.1667 Catharina Gnoyke


                                Gergen Gnoyke, verheiratet gewesen mit Esther Grodt/Grod/Groden
                                oo06.10.1670 Tiegenort

                                Kinder:
                                ~27.10.1671 Elisabeth Gnoyke, + 1706 Kalteherberge verheiratet gewesen mit Greger Ebler
                                ~10.01.1675 Erdmann Gnoyke
                                ~14.07.1680 David Gnoyke
                                ~ 15.11.1682 Anna Gnoyke
                                ~16.08.1685 Michael Gnoyke


                                ~08.08.1661 Gergen Gnoyke verheiratet gewesen mit Maria Wegner
                                oo04.10.1683 Tiegenort

                                Die Kinder dieser Ehe habe ich nicht geprüft, sind aber auch weitgehend bekannt.


                                Soweit erst einmal mein Beitrag zu diesem Thema.

                                Viele Grüße
                                Daniel

                                Kommentar

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