Joachim Schroetter

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  • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
    Forum-Teilnehmer
    • 13.02.2008
    • 3493

    #151
    AW: Joachim Schroetter

    Und ich bin die Dritte in der Gruppe. Bin schon dreimal von Australien zur Heimat zurueck gekehrt und noch nie enteuscht worden. Meine alte Heimatstadt war ja Schutt und Asche als wir sie verliessen in 1945 und haette ja sowiso wieder Veraenderungen mit dem Aufbau erlitten. Ich bin froh wenn die Spuren des Krieges besetigt sind und wirklich, Polen hat das gut hingekriegt

    Noch schnell eine kleine Geschichte. Ich wartete auf Transport und sass mit einem alten Muetterchen auf der selben Bank vor dem Hotel, DOM MUZIKA in Gdansk.


    Sie sprach mich an, ob meine Zoepfe, wirkliche warem ? Alsi ich dann mit meinem Kuechen-Polnisch antwortete fragte sie mich, ob sie an ihnen ZIEHEN koennte, ich lud sie herzlich dazu ein und sie konnte es nicht glauben dass meine Haare so lang waren. Fuer gut 15 Minuten, erzaehlten wir einander onsere Lebensgeschten, Ich war ueberzeugt dass sie und auch ich einander gut verstanen in einer Sprache, die mehr ein 'Kauderwrlsch' war. Liebe Gruesse von der Feli mit zwei Heimaten.

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    • Belcanto
      Forum-Teilnehmer
      • 24.09.2008
      • 2508

      #152
      AW: Joachim Schroetter

      Hallo Ulrich 149 das ist deine Ansicht und die ist jedem unbenommen. Ich bin auch in Danzig geboren. Meine Familie lebte seit Generationen dort. Wie kann das noch "meine" oder "unsere" Stadt sein, wenn die Straßennamen alle polnisch sind. Man kann sich in Danzig gewiss wohlfühlen und auch gewiss gut leben. Aber Danzig ist jetzt eine Polnische Stadt. Was du sagst Feli ist natürlich richtig. Wenn ich nach Danzig komme freue ich mich auch. Wenn ich vor den Haus meiner Oma. Nur wohnt meine Oma nicht mehr da. Natürlich muss man den Älteren eine stärkere, Bindung zu ihrer ehemaligen Heimat unterstellen. Das ist doch klar, denn ist Danzig nicht mehr unsere Stadt. Die Gründe, warum das so ist, stehen auf einem ganz anderen Blatt.

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      • Peter von Groddeck
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 1517

        #153
        AW: Joachim Schroetter

        Hallo,
        als nicht in Danzig geborener, kommt meine Verbindung zu Danzig daher, dass meine Vorfahren lange in Danziger gelebt haben. Ich konnte Danzig beruflich bedingt erst nach der Wende besuchen, war seitdem mehrmals dort und habe mich in die Stadt verliebt.
        Peter
        Tue recht und scheue niemand.

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        • Belcanto
          Forum-Teilnehmer
          • 24.09.2008
          • 2508

          #154
          AW: Joachim Schroetter

          Die Familie von Groddeck ist ist in Danzig bekannt. Es tat tatsächlich um den persönlichen Bezug. Man kann diese Stadt mögen und auch traurig sein, dass wir sie verloren haben.so geht es mir jedenfalls.

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          • Uschi Danziger
            Forum-Teilnehmer
            • 28.10.2018
            • 537

            #155
            AW: Joachim Schroetter

            Hallo Forumer,

            # 149 von Ulrich kann ich ohne Ausnahme unterschreiben. Ich empfinde es genaues, dass Danzig meine erste Heimat ist und für immer bleibt. Die Stadt hat sich verändert, das stimmt. Ich vergleiche das mit dem Elternhaus. Das ist auch nicht mehr das alte, wenn man einmal weggezogen ist und wieder zu Besuch kommt.

            Viele Grüße

            Uschi Danziger

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            • Belcanto
              Forum-Teilnehmer
              • 24.09.2008
              • 2508

              #156
              AW: Joachim Schroetter

              Hallo Uschi Danziger. "Heimat" ist ein Gefühl, ein schönes Gefühl der Geborgenheit, Zuversicht und Freude. Danzig war meine Heimat, wo ich geboren bin und wo unsere Wurzeln waren. Nur die Wurzeln existieren nicht mehr. Es ist nicht mehr unsere, nicht mehr meine Stadt. Wer dort wohnt und seinen Lebensmittelpunkt hat, mag das anders empfinden.

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              • Belcanto
                Forum-Teilnehmer
                • 24.09.2008
                • 2508

                #157
                AW: Umweltfeeauf Polnisch

                Hallo, kennt jemand den Roman "Das Mädchen von Hela" von Fanny Lewald?

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                • sarpei
                  Forum-Teilnehmer
                  • 17.12.2013
                  • 6090

                  #158
                  AW: Umweltfeeauf Polnisch

                  Hallo Joachim,

                  den Roman kenne ich zwar nicht, aber falls es dir um eine Quelle dazu geht: unter https://de.wikisource.org/wiki/Fanny_Lewald findest du jede Menge Links zu online verfügbaren Veröffentlichungen von Fanny Lewald. Auch die beiden Bände 'Das Mädchen von Hela' sind dort zu finden.


                  Viele Grüße,

                  Peter

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                  • Belcanto
                    Forum-Teilnehmer
                    • 24.09.2008
                    • 2508

                    #159
                    AW: Joachim Schroetter

                    Hallo Peter, das war mir bekannt und auch das es um die Frauenrechte geht. Ich dachte nur, es hätte jemand gelesen. Vielen Dank für die info.

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                    • Belcanto
                      Forum-Teilnehmer
                      • 24.09.2008
                      • 2508

                      #160
                      AW: Joachim Schroetter

                      Guten morgen, ich möchte heute am Muttertag, allen Müttern nah und fern für ihre aufopferungsvolle Liebe danken und schicke euch in Gedanken einen Blumenstrauß.

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                      • Herbert Claaßen
                        Forum-Teilnehmer
                        • 13.02.2008
                        • 1005

                        #161
                        AW: Joachim Schroetter

                        Dann möchte ich den Strauß bildlich vervollständigen.
                        Schönen Tag für die Mütter jedoch auch für die Väter und Opas.
                        Vor zwei Tagen habe ich erfahren, dass ich zum ersten Mal Urgroßvater werden soll.[ATTACH=CONFIG]25790[/ATTACH]
                        Angeh

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                        • Belcanto
                          Forum-Teilnehmer
                          • 24.09.2008
                          • 2508

                          #162
                          AW: Joachim Schroetter

                          Da wir ja auch mit Wolfgangs Genehmigung, auch etwas Eigenes hier veröffentlichen dürfen. hier heute mein Hamster.Hamster
                          Hamstervater kroch aus seinem Bau
                          gerne mal nach draußen schau.
                          Er wollte ein paar Körner suchen,
                          um zu backen einen Kuchen.

                          Von unten schrie seine Göre,
                          es ließ sich fallen in die Röhre.
                          Was ist denn los, Zappa Lot.
                          such Körner für das Abendbrot.

                          Ist langweilig habe nichts zu lesen,
                          Bote hier noch nicht gewesen.
                          Ich schaue mal, ob ich ihn sehe,
                          wenn ich wieder oben stehe.

                          Aufrecht, in der Hamsterpose,
                          sah er nur Körner, alle lose.
                          Gott möge sich erbarmen
                          reichlich spenden guten Samen.

                          Der Urgroßvater hatte berichtet
                          dass ganze Völker wurden, vernichtet.
                          Hohe Herren Hamsterpelze tragen,
                          das hörte ich ihn nachdenklich sagen.

                          Da es kaum noch Hamster gibt,
                          von hohen Herren nichts übrig blieb.
                          Schmücken sie sich heute mit fremden Federn,
                          und allerlei exotischen Ledern.

                          Hamstern auf andere Weise,
                          unauffällig, still und leise.
                          Betrügen und lügen
                          Das ist übriggeblieben.

                          Joachim Schroetter, 2022

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                          • Belcanto
                            Forum-Teilnehmer
                            • 24.09.2008
                            • 2508

                            #163
                            AW: Joachim Schroetter

                            Es wird hier im Forum, oft und immer wieder von Danzig "unserer" Stadt gesprochen. Das ist aber nicht wahr. Danzig ist nicht mehr "unsere", Stadt, so schmerzlich das auch sein mag. Ich liebe diese Stadt in der ich geboren wurde, aber sie gehört uns nicht mehr. Wenn die Generation, der noch in Danzig geborenen gestorben ist, ist auch die Wehmut nach dieser schönen Stadt gestorben. Aber solange ich noch lebe, kann ich nur Wehmut empfinden.

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                            • Ulrich 31
                              Forum-Teilnehmer
                              • 04.11.2011
                              • 8556

                              #164
                              AW: Joachim Schroetter

                              Hallo Belcanto,

                              ich habe eine andere Sichtweise als Du auf die im Forum verwendete Formulierung "unsere Stadt" für Danzig. Ich bin der Meinung, dass eine Stadt oder ein Land niemandem persönlich "gehört", und deshalb erhebe ich als 1931 in Danzig Geborener keinerlei Besitzansprüche an ein Danzig der damaligen Zeit. Danzig hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Ab September 1939 beanspruchte es nach gewaltsamer, mörderischer Übernahme ein Deutschland unter der Führung eines wahnsinnigen Österreichers, durch dessen zum Glück gescheiterten rassenideologischen Weltanspruch Danzig 1945 Polen zugeschlagen wurde. Diese politische Veränderung hat meine Liebe zu Danzig nicht verändert. Danzig ist trotzdem meine jetzt zweite Heimat geblieben, und deshalb interessiert mich nach wie vor nicht nur Danzigs Vergangenheit, sondern auch Danzigs Gegenwart und Zukunft. Wehmut empfinde ich dabei nicht, aber an meine Kindheit und frühe Jugend im freistädtischen und deutschen Danzig werde ich mich bis an mein Ende dankbar erinnern.

                              Viele Grüße
                              Ulrich

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                              • Belcanto
                                Forum-Teilnehmer
                                • 24.09.2008
                                • 2508

                                #165
                                AW: Joachim Schroetter

                                Lieber Ulrich
                                Noch mal, deswegen steht ja auch Unsere in Gänsefüßchen. Natürlich gehört ein Stadt niemand persönlich und trotzdem gehörte uns etwas in Danzig, um das ich traure. Ich erhebe auch keine Besitzansprüche. Das ist vorbei und das kann man meinen Zeilen auch nicht entnehmen. Natürlich könnte ich auch in Danzig wohnen, das ist doch klar. Es ist jetzt eine polnische Stadt. Wie das gekommen ist weiß ich. Spürts du keinen Verlust. Ist bei dir alles so als wenn es diesen Verlust nicht gegeben hätte. Ich würde, wenn ich in Danzig wohnen würde diesen Verlust spüren. Das ist eben der Unterschied zwischen uns. Damit hier nicht gleich wieder ein falscher Zungenschlag reinkommt, sage ich ich ich gönne dir das, aber ich habe eine andere Empfindung und die ist meine.

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