Joachim Schroetter

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  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8554

    #166
    AW: Joachim Schroetter

    Lieber Joachim,

    natürlich bin auch ich traurig, dass ich nicht in Frieden in einer Freien Stadt Danzig weiterleben konnte und dort unter anderen Umständen vielleicht noch heute dort leben würde. Gerade wir damals in Danzig Geborene sollten uns aber mit aller Welt bewusst sein, warum es nicht zu diesem Traum kam. Ich bin ein Kind der Freien Stadt Danzig, die sich nach verlorenem Ersten Weltkrieg und Versailles in einem politischen Sonderstatus mit dem sie umgebenden Polen arrangieren musste, von dem sie außerdem noch in auswärtigen Angelegenheiten offiziell vertreten wurde. Das war für Danzig kein erfreulicher Zustand, es galt aber, ihn vertragsgemäß einzuhalten. Mit gutem Willen und friedliebender Einstellung wäre das m.E. auch lange gelungen. Doch wie sah die Wirklichkeit auf Danzigs Seite aus? Man zeigte sich dort von Anfang an mit diesem Zustand unzufrieden, und leider wurde dort das Bestreben, wieder zum Deutschen Reich zu gehören, immer stärker. Man erlaubte in der Freien Stadt Danzig, für mich unverständlich, das Fußfassen der aggressiv-militanten Pöbel-NSDAP, einer nur im "Reich" zugelassenen Partei, man wählte deren von A.H. für Danzig bestimmten Anführer (Gauleiter) Forster, der sonst keinerlei Bezug zu Danzig hatte, mit nur 29 Jahren zum Ehrenbürger der Freien Stadt Danzig (!), und man nannte früher als andere Städte im "Reich" altbekannte Danziger Straßennamen in "A.H.-Straße" um. Und so schaukelte sich die Freie Stadt ziemlich schnell zur "braunen" Stadt hoch, wurde daran leider nicht vom Völkerbund abgehalten, und bejubelte schließlich, "befreit", im September 1939 in der Langgasse frenetisch "ihren Führer", der nach dem grausamen Sieg über Polen sich dort im offenen Wagen feiern ließ. (Schade, dass damals niemand bereit war, diesen Unmenschen bei solch günstiger Gelegenheit in gleicher Weise zu töten, wie es 1963 leider John F. Kennedy erfahren musste.)

    Dies zu meiner Sicht meines Verlustes von Danzig als bleibenden Wohnort, der noch dadurch wesentlich verstärkt wird, dass ich wegen der o.a. Entwicklung meinen Vater im März 1945 in Danzig durch eine russische Luftmine verlor.

    Viele Grüße
    Ulrich

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    • Belcanto
      Forum-Teilnehmer
      • 24.09.2008
      • 2508

      #167
      AW: Joachim Schroetter

      Hallo Ulrich,
      mir ist die Danziger Geschichte hinlänglich bekannt. Es geht hier aber, um meine Empfindungen. Wenn ich vor dem Haus meiner Oma in Brösen stehe, fühle ich mich fremd, denn es wohnt dort nicht mehr meine Oma, sondern fremde Menschen. Bein unserem Haus im Eschenweg, ist es das Gleiche. Ich gehöre hier nicht mehr her. Es war mal meine Heimat.

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      • Belcanto
        Forum-Teilnehmer
        • 24.09.2008
        • 2508

        #168
        AW: Joachim Schroetter



        Erinnerungen eines kleinen Jungen. Nicht Günter Grass, sondern nur eunfach Joachim Schroetter bei Amazon.

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        • Ulrich 31
          Forum-Teilnehmer
          • 04.11.2011
          • 8554

          #169
          AW: Joachim Schroetter

          Hallo Joachim,

          der von Dir in #168 eingesetzte blaue Link zeigt nach eigentlich voll öffnendem Anklicken mit der linken Maustaste nur eine verkleinerte Abbildung der betr. Buchseite, aber nicht das von Dir sicher gemeinte vollständige Amazon-Buchangebot. Das erhält man mit diesem Link: > https://www.amazon.de/Das-Grab-unter.../dp/1520118813.

          Viele Grüße
          Ulrich

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          • Belcanto
            Forum-Teilnehmer
            • 24.09.2008
            • 2508

            #170
            AW: Joachim Schroetter

            Gedanken

            Die Gräber mussten wir verlassen. Und unser trautes Heim.
            Die Blumen sind schon längst verwelkt. Die Bande sind zerrissen. Und spalten tief das Herz. Die Grabsteine sind zerfallen. Niemand erinnert sich mehr. Gebete sind verstummt.
            Die Zeit so schnell vergangen.
            Lebten friedlich einst zusammen.
            Das Herz noch an der Heimat fängt.
            Erlebte Generationen sie sterben langsam aus.
            Wo heute eine Öde stand früher unser Haus.
            Das Herz hört bald auf, zu schlagen.
            Es gibt nicht mehr viel zu sagen.
            Wir müssen es ertragen.

            Die Gedanken werden brüchig.
            Erinnerung zerfällt.
            Vergessenheit den Platz belegt.
            Was einst im Herz den Menschen bewegt.
            So ist der Lauf der Dinge.
            Die unser Herz berührt.
            Und eine stille Hoffnung.
            Man noch im Inneren spürt.
            Joachim Schroetter 2008

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            • MeinEichwalde
              Forum-Teilnehmer
              • 06.10.2008
              • 545

              #171
              AW: Joachim Schroetter

              Liebe Danziger,
              ich war letztlich sehr viel in Stendal, Salzwedel und Osterburg, mit anderen Worten, in den Städten der Altmark. Diese sind so alt wie unser Danzig. Und auch dort sit es fremd. Die Städte sind entfremdet bsi zum geht nicht mehr. Es geht darum den Städten ein modernes Leben zu geben. Das können wir wie in Danzig so auch in der Altamrk durch unsere Anwesenheit erreichen. Als westlich oreinetierte Menschen. Mit unserer guten Laune und dem unsozialistischen Blick der Freiheit. Dann ist Danzig auch wieder unser Danzig.
              Viel schöne GutenMorgenGrüße

              Delia

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              • Belcanto
                Forum-Teilnehmer
                • 24.09.2008
                • 2508

                #172
                AW: Joachim Schroetter

                Die Ostsee leidet, es geht ihr schlecht.

                Insbesondere hat die Überdünung, also die Eutrophierung mit Nährstoffen dramatisch zugenommen. Die Überdünung der Ostsee, fördert das Wachstum von Phytoplankton, Kieselalgen, Grünalgen, Goldalgen, Dinoflagellaten, Cyanobakteria. Dieses gewaltige Wachstum der Wasserpflanzen, verändert nachteilig die Lichtverhältnisse im Wasser und sorgt für einem Sauerstoffmangel in der Ostsee.
                Das Phytoplankton braucht zum Wachsen Sauerstoff und nimmt den anderen Meeresbewohnern den Sauerstoff weg, den sie ebenfalls benötigen.
                Leider ist Polen ein Hauptverursacher des Problems. Der Eintrag erfolgt über die großen Flüsse. Zum Teil handelt es sich dabei um diffuse Einleitungen. Aus der Landwirtschaft stammen70-90 % der Phosphor und Stickstoffeinträge, sowie Ammoniak aus der Viehhaltung.
                Hinzu kommt die Überfischung und der Eintrag von Mikroplastik, Munition, Wracks und Geisternetzte, wie die ARD am Montag deutlich zeigte.
                Wo kann das nicht weiter gehen. Die Algenbildung an den Stränden, insbesondere durch die Blaualgen, ist auch eine Gefahr für den Tourismus.
                Günter Grass “Der Butt“, würde nicht mehr orakeln, sondern uns die rote Karte zeigen.

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                • Belcanto
                  Forum-Teilnehmer
                  • 24.09.2008
                  • 2508

                  #173
                  AW: Joachim Schroetter

                  Ich wollte damit u. a. ausdrücken, dass die Überdünung der Meere, auch zum Fischsterben beiträgt.

                  Kommentar

                  • Belcanto
                    Forum-Teilnehmer
                    • 24.09.2008
                    • 2508

                    #174
                    AW: Joachim Schroetter

                    Ein anderes Thema: Polen verlangt 1,3 Billiarden Euro Entschädigung von Deutschland.

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                    • Belcanto
                      Forum-Teilnehmer
                      • 24.09.2008
                      • 2508

                      #175
                      AW: Joachim Schroetter

                      Es handelt sich nur, um 1,3 Billionen Euro.

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                      • Gerhard Jeske
                        Forum-Teilnehmer
                        • 24.08.2014
                        • 737

                        #176
                        AW: Joachim Schroetter

                        Nicht Polen, sondern
                        Jaroslaw Kaczynski, Vorsitzender der nationalkonservativen Regierungspartei PiS in Polen, die Regierung stellt Reparationsforderungen an Deutschland.

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                        • JuHo54
                          Forum-Teilnehmer
                          • 11.12.2008
                          • 2377

                          #177
                          AW: Joachim Schroetter

                          wider aller Verträge und Vereinbarungen... da fällt mir nichts mehr zu ein..
                          Liebe Grüße
                          Jutta
                          Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

                          Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

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                          • Peter von Groddeck
                            Forum-Teilnehmer
                            • 11.02.2008
                            • 1517

                            #178
                            AW: Joachim Schroetter

                            Hallo,
                            nicht die Regierung, weder Präsident noch Ministerpräsident stellen diese Forderung. Nur Kaczynski, graue Eminenz der PIS will damit Wählerstimmen erlangen. Also tiefer hängen.
                            Gruß Peter
                            Tue recht und scheue niemand.

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                            • Belcanto
                              Forum-Teilnehmer
                              • 24.09.2008
                              • 2508

                              #179
                              AW: Joachim Schroetter

                              Ja, habe ich verstanden. Trotzdem sind über 50 % der polnischen Bevölkerung dafür!

                              Kommentar

                              • Herbert Claaßen
                                Forum-Teilnehmer
                                • 13.02.2008
                                • 1005

                                #180
                                AW: Joachim Schroetter

                                Für das Verhältnis Deuschland - Polen wäre es besser gewesen, DER hätte auch in dem Flieger gesessen.

                                Kommentar

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