Du weißt, wie gerne ich dich mag.
Werde mich nach unten bücken.
Auf der Weise Blumen pflücken.
Schenke dir den bunten Strauß.
Den ich bringe mit ins Haus.
Primel, Veilchen, Hyazinth.
Bringe ich dir als braves Kind.
Schenke dir alle Blumen der Welt.
Die ich gern für dich bestellt.
Sage heute vielen Dank.
Als ich im Bett lag und war krank.
Und danken Dir für all die Sorgen.
Die du Dir machst heute und morgen.
Joachim Schroetter 2020
Mit diesem kleinen Gedicht möchte ich alle Mütter grüßen und mich für ihre Liebe und Zuwendung., recht herzlich bedanken.
vielen Dank für den sehr liebevollen Muttertagsgruß.
Einen schönen Tag wünscht Dir
Sigrid
Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf
Allgemeine Bemerkungen eines Danzigers.
Ich habe etwas auf der Seele. Wenn ich ins Forum gehe und mich orientieren und informieren möchte, fällt auf, dass eine Stimme sehr dominant ist und oft die Meinung anderer nicht gelten lässt.
Dabei ist doch gerade, das Wesen des Pluralismus die Vielfalt von gesellschaftlichen Kräften und die verschiedenen Individuen, die gesellschaftliche Ereignisse reflektieren und „ihre“ Meinung dazu sagen können. Gerade diese Vielfalt verschiedener Meinungen, führt zu These- Antethese- Hypothese, was ja auch gewollt ist.
In dieser Art sollten wir versuchen, die Dinge darstellen und sachlich zu diskutieren. Axiome bedürfen keines Beweises. Und niemand kann die Geschichte umschreiben oder umdeuten. Genauso wenig, wie man sich in die Gemütslagen und Situationen der anderen hinein versetzen kann. Jeder empfindet den Krieg und den Verlust der Heimat anders. Es sind persönliche Gefühle, die die anderen, anders empfinden als ich.
Der Danziger freie Geist, beinhaltet Toleranz und Empathie. Jeder wird mitgenommen, keiner bleibt zurück. Oft sind diese, eigene Empfindungen, das Einzige, was Menschen noch bleibt. Ihr Eigentum.
In diesem Sinn wünsche ich euch liebe Landsleute, Gottes Segen und alles Gute für die Zukunft.
da ich momentan (immer noch) nicht tagtäglich ins Forum schauen kann - familiär bedingt, aber auch weil wir hier in der Prairie häufig keine oder nur eine grottenschlechte Internet-Anbindung haben -, muss ich etwas verpasst haben.
Dominante und keine andere Meinung gelten lassende Stimmen sollen und dürfen nicht sein. Pardon, sollte ich da möglicherweise etwas übersehen haben.
Auch in allen anderen Punkten stimme ich zu 100% mit Dir überein!
Schöne Grüße aus dem spätsommerlichen Werder
Wolfgang
-Forum-Admin-
Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"
Lieber Wolfgang, an deinen Beiträgen gibt es nichts auszusetzen. Immer sachlich und konstruktiv. Viel Spaß in der Prärie.
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Noch etwas habe ich auf der Seele. Nicht nur meine Seele fühlt so, auch andere haben mir schon ihre Sorgen mitgeteilt. Ich mache mir Sorgen, um das deutsch-polnische Verhältnis, was in letzter Zeit sehr belastet ist.
Heute noch Mal ein Gedicht von mir:Heimat-Impressionen.
Vieles ist in dieser Stadt neu erstanden,
Goldwasser, Machhandel genügend
vorhanden.
St. Marien, Katharien, Brigitten Gotteshäuser unter Krieg stark gelitten. Noch sieht man die Wunden, stark geschunden.
Viele Kinder die ich sehe,
ihre Sprache nicht verstehe.
Gehe durch historische Gassen.
Reichtum so erfassen.
Steinerne Figuren schauen auf mich herab,
flüstern mir zu,
willst du haben hier dein Grab.
Alte Tore mächtig, scheinbar vital,
gibt es hier in großer Zahl.
Straßenbahn pünktlich wie immer,
fährt in Richtung Abendschimmer.
Richtung Brösen,
ein wenig dösen.
Fischerboote am Strand,
viele wie ein Heer,
sehe ich keine leider mehr.
Friedlich das Meer vor mir liegt keine Spur mehr vom Krieg.
Wind schickt seine Wellen,
über narbenreiche Stellen.
Will hier nicht mehr länger
stehen,
das habe ich jetzt eingesehen.
Tränen, salzig, wie die Meere,
ich hier nicht mehr wiederkehre.
Heimat, du warst wunderschön,
werde dich nicht weidersehn.
Du Königin, du bist nicht mehr „meine „Stadt, auch wenn ich dich noch gerne hab.
Verneige mich vor dir in Liebe
für immer ich nun fortbliebe.
Joachim Schroetter 2023
Joachim, das Gedicht gefällt mir sehr. Das Traurige ist ja, dass Du bzw. Deine Familie Danzig verlassen musstet, politisch, und die Stadt war zerstört. Aber welche Stadt wurde wieder so schön aufgebaut? Die alten Häuser von früher, wie würden sie heute vielleicht aussehen? Eine andere Sprache - ja. Wie oft haben sich Geschichte und Landverteilungen verändert. Auch unsere Sprache verändert sich und nach meiner Ansicht nicht gerade zum Besten. Z. Zt. ist in so einigen Teilen der Welt nicht mit Frieden zu rechnen, was das Wichtigste für die Menschheit wäre. Vielleicht habe ich etwas Ähnliches schon einmal hier geschrieben :-(.
Ich wohne z.B. seit Jahrzehnten nicht mehr in der Stadt, wo ich groß geworden bin. Ich besuche sie ab und zu, da ich dort noch 2 Freundinnen aus meiner Kindheit habe. Aber ist sie noch die Stadt, die ich kannte? Nein. Eigentlich sieht sie restauriert schöner aus. Aber die Menschen sind fremd. Auch in den Läden sieht man niemanden mehr, den man kennt. Es ist nicht mehr die Stadt mit meinen Erlebnissen. Sie war damals kurz nach dem Krieg, wir als Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen, grau und etwas zerstört. Als Kind hat man es so genommen, wie es war. Aber so lange wir unsere schönen Erinnerungen haben, ist es doch auch ein Geschenk. Wie z.B., der Gedanke an die Eltern, wo es in meinem Fall mittlerweile noch nicht einmal ein Grab gibt. Auf dem Friedhof sind die Jahre grabmäßig begrenzt. Aber die Menschen sind in unseren Herzen, nicht unbedingt auf einem Friedhof. Und wenn man alt ist, denkt man doch, das Leben war nur ein Augenblick, was ja auch stimmt, wenn man die Jahrtausende betrachtet.
Lieber Joachim,
danke, dass du uns teilnehmen lässt an deinen Empfindungen. Ich kann sie nur all zu gut verstehen. Man braucht da auch nichts zu zerpflücken. Von Zeit zu Zeit nimmt unser Herz Abschied und der Verstand tut gescheit daran, wenn er sich aus dieser Angelegenheit raushält.
Wenn ich auch selten auf deine Beiträge geantwortet habe, so habe ich sie doch mit verfolgt. So oft denke ich an dich, immer wenn ich einen Kirschbaum sehe. Vor allem, wenn sie im Frühling blühen, denke ich an dich, an deine Familie, an deine Geschichte. Aus diesen Bildern, trotz aller Trauer, geht so viel Kraft hervor, die niemals zu versiegen scheint. Jedenfalls nicht, solange es Kirschbäume gibt. Kirschbäume geben einem die Kraft sich auf die tiefsten Wunden in der Seele einzulassen und sich durch das Unerträgliche tragen zu lassen. In diesem Sinne werden meine Gedanken dich immer begleiten.
Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass wir auch das, was unsere Vorfahren lebten und erlebten irgendwie in unserer Seele tragen und irgendwie geben wir es von Generation zu Generation weiter. In meiner Familie kam die Flucht und das Vertreiben häufig vor. Dann besteht die Aufgabe darin, das Flüchten und Vertreiben, egal in welcher Form es sich bemerkbar macht, aufzugeben. Hier im Forum sind wir einander auch ein Stück Heimat. Jedes Stückchen zählt. Unsere Geschichten, die wir uns erzählt haben, sind ein Stück Heimat. Für diese Puzzelsteine bin ich dankbar. Sie geben mir das Gefühl in etwas Größerem aufgehoben zu sein. Ein wesentliches Merkmal für Heimat, denke ich. Es macht keinen Sinn diese Puzzelsteine in eine Waagschale zu werfen. Ich denke nur manchmal, wie wäre mein Leben gelaufen ohne dieses Forum oder was für ein Mensch wäre ich heute. Ich glaube, dass mich die Menschen hier weniger verloren und weniger suchend gemacht haben.
In diesem Sinne also für dich und alle hier ein herzliches Dankeschön. Wir können "unsere Städte" am Ende nicht mitnehmen, aber die innere Heimat schon. Liebe Grüße vom wald- und wiesenkind.
Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.
Ich danke dir Waldkind, das hast du sehr gut formuliert.
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Auch dir liebe Inge-Gisela danke ich für die netten Worte.
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Es wird hier oft gewünscht, dass man zur politischen Lage in Polen und zur anstehenden Wahl Stellung nehmen soll. Ich will das aber nicht kommentieren, weil ich menschlich tief enttäuscht bin und nicht geglaubt hätte, dass uns die PIs Partei, Herr Katschynski als Nazideutschland bezeichnet und uns sogar heimlich einen Pakt mit Moskau, neben an deren andere unverschämten Behauptungen unterstellt. Das ist für mich sehr verletzend.
Höre gerade "Klänge der Heimat", aus der Fledermaus. Da klingst auch bei mir. Ich höre das Orgelkonzert in der Kathedrale von Oliva, wo ich mit meinem Vater war. Oh, Klänge der Heimat, ihr ward so schön. Traurig bin ich.
wenn es Deine Kräfte noch zulassen, könntest Du doch noch einmal nach Danzig fahren und Dir dort u.a. ein Orgelkonzert in der Kathedrale von Oliva direkt anhören. Wenn es Dir aber nicht mehr möglich sein sollte, schicke ich Dir hier ein paar Ansichts- und Hörproben:
Danke Ulrich, damit hast du mir eine große Freude gemacht. Ich sehe meinen Vater, mit Sehnsucht und Freude, wie wir durch den Park gehen. Zwar könnte ich noch mal kommen, aber die Wunden sind nun vernarbt und dabei soll es bleiben.
Habe den Text aus der Fledermaus ein wenig abgeändert. "Klänge der Heimat, wecket mein Sehnen, verursacht Tränen, wenn ich euch höre, ihr vertrauten Lieder, zieht es mich nach Oliva wieder".
Leider hat der Wolfgang das Thema Nachrufe geschlossen. Ich möchte mich aber doch für die warmherzigen Worte bedanken Ich finde es sehr würdevoll, wie unseren lieben Toten gedacht wird. Vielen Dank dafür
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