Genau so, war es wohl auch bei den Familien von den Kumpels.
Viele Grüße Sigrid
Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf
Am Mittwoch bin ich ja 80 geworden und hatte meine Schwester zu Gast. Und wie das so ist, man kommt schnell auf die Heimat und auf die Familie zu sprechen. Und auch auf unsere liebe Mutter, Helene Adelheide Schroetter geb. Laschewski genannt Kather, die uns viel zu früh verlassen hat. Nun bin ich in die bestehenden Einträge hier im Forum zum Namen Laschewski gegangen und habe einige Einträge gefunden. Deshalb möchte ich noch mal an dieser Stelle, allen recht herzlich danken, die durch ihre Beiträge dazu beitragen, wichtige Informationen zu finden. Sollte jemand den Namen Laschewski tragen, würde ich mich über eine Antwort freuen.
Wir hatten eine Laube in der Kolonie Abendfrieden in Grosswaldorf und neben uns hatte eine Familie Laschewski ihre Laube. Ilse war in meinem Alter und wir spielten zusammen. Ich glaube ihr Papa war bei der Eisenbahn. Liebe Gruesse von der Feli.
Vieles ist in dieser Stadt neu erstanden,
Goldwasser, Machhandel genügend vorhanden.
St. Marien, Katharien, Brigitten
unter dem Krieg haben gelitten.
Kann viele Kinder sehen
ihre Sprache nicht verstehen.
Gehe durch Gassen
Reichtum erfassen.
Überlebte, steinerne Figuren schauen auf mich herab,
flüstern mir zu, willst du haben hier dein Grab.
Alte Tore mächtig, scheinbar vital,
gibt es hier in großer Zahl.
Straßenbahn treu wie immer,
fährt in Richtung Abendschimmer.
Richtung Brösen, ein wenig dösen.
Fischerboote am Strand wie ein Herr.
sehe ich keine leider mehr.
Friedlich das Meer vor mir liegt
keine Spur mehr vom Krieg
Es schickt seine Wellen,
über narbenreiche Stellen.
Kann hier nicht mehr länger stehen,
dass habe ich jetzt eingesehn.
Heimat, du warst wunderschön.
Muss jetzt gehen
Abschied genommen, werde nicht mehr wieder kommen. Joachim Schroetter 2021
Warum schreibe jetzt Heimat-Impressionen, weil ich jetzt erst richtig merke und erkenne, was ich verloren habe. Damals 1945 als wir fliehen mussten, konnte ich mir dem Begriff Heimat nichts anfangen. Jetzt mit dem Wissen eines Erwachsenen, beginne ich zu verstehen, was es bedeutet seine Heimat zu verlieren. Jetzt mit zunehmendem Alter wird mir der Verlust erst richtig bewusst. Von daher fällt es mir schwer, Danzig weiter zu besuchen. Danzig ist nicht mehr "meine" Stadt, zumal immer weniger auf die deutsche Geschichte hindeutet. Ich habe etwas verloren, was ich niemals wiederfinden werde, das wird mir immer mehr bewußt.
Heute mal etwas, zu unserer lieben Flunder.
Die Flunder
Es trug sich zu, ein Wunder,
man nahm das Frost-Gen aus der Flunder
und pflanzte es in die Tomate,
damit sie auch bei Frost gerate.
Die Flunder, die nun ohne Gen,
rein äußerlich kann man nichts sehn,
strebt nun in wärmere Gewässer,
da geht es ihr bedeutend besser.
Der Tomate sieht man auch nicht an,
dass sie jetzt Frost vertragen kann.
Der Kunde ist verwirrt und kann nur raten
ob es sich handelt um echte Tomaten.
Joachim 2009
das, was Du uns in #148 mitteilst, ist Deine Meinung und vielleicht auch die Meinung anderer Forum-Teilnehmer.
Ich teile diese Meinung nicht. Danzig ist die Stadt, in der ich geboren wurde, in der ich bis zu meinem 14. Lebensjahr gelebt habe und die mir in dieser Zeit ans Herz gewachsen ist. Trotz der kriegsbedingten politischen Veränderungen, die letztlich die deutschen Danziger selbst mitverschuldet haben und die mich schließlich nach Berlin, meiner zweiten Heimat, verschlugen, wo ich nun schon seit fast 57 Jahren wohne, ist Danzig meine erste Heimat geblieben. An diesem Empfinden können alle Veränderungen, die Danzig inzwischen erfahren hat, nichts ändern. Nach wie vor besuche ich Danzig so oft wie möglich, und jedes Mal, wenn ich wieder in dieser Stadt ankomme, habe ich das Gefühl, ich komme nach Hause. Und dieses Zu-Hause-Gefühl erfasst und umgibt mich während meiner ganzen Bleibe dort - deshalb, weil es nach wie vor "meine" Stadt ist.
Schade, dass Du und andere dieses Gefühl nicht haben.
Meine Mutti (gleiches Geburtsjahr wie Du) empfindet leider Danzig auch nicht als Heimat. Sie hat auch nach ihrer Flucht (1945) viele Jahre in Berlin gelebt, bis sie nach Brandenburg umgezogen ist.
Ganz zum Gegenteil zu mir. Sie versteht meine Leidenschaft nicht.
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