Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

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  • helen.e
    Forum-Teilnehmer
    • 21.05.2021
    • 14

    #256
    AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

    Hallo Daniel,
    ich habe bei den Jacob Voß-Kindern noch eine Catharina 1656 gefunden:

    Archion, KB Tiegenort, Taufen 1650-1690, Bild 16

    Im Moment tendiere ich auch dazu, zu sagen, dass Esther Grod/t/en die zweite Frau von Georg Gnoyke war, da die Namen der Kinder sich nicht überschneiden und man normalerweise zumindest ein Kind aus der Georg-Esther-Ehe Georg genannt hätte - es sei denn, da lebt noch ein Georg aus 1. Ehe, wie in diesem Fall...
    Viele Grüße
    Helen

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    • Sonde
      Forum-Teilnehmer
      • 17.02.2019
      • 117

      #257
      AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

      Hallo Helen,

      danke Dir für die Ergänzung. Die Catharina Voß, die am 30.09.1656 getauft wurde, ist mir entgangen, da der Name „Voß“ mit „Roß“ auf den Webseiten Familyserch und Ancestry indexiert wurde. Entsprechend habe ich die Catharina Voßi in meinem Stammbaum ergänzt. Wahrscheinlich ist es doch das Beste selbst in den Kirchenbüchern zu blättern, so wie Du es tust, statt sich auf Indexe zu verlassen. Mit den unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten über manche Nachnamen müssen wir wohl leben. Hier sehe ich keine endgültige Auflösung. Wir können nicht rückwirkend in die Köpfe der Kirchenbuchschreiber hineinschauen, sondern nur Mutmaßungen darüber anstellen, ob und an welcher Stelle diese das mittelalterliche Abkürzungsverzeichnis tatsächlich genutzt haben.

      https://www.ancestry.de/imageviewer/...ce&pId=3925625

      Viele Grüße
      Daniel

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      • MueGlo
        Forum-Teilnehmer
        • 11.03.2010
        • 1120

        #258
        AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

        Moin, Helen & Daniel,

        wohl dem, der keine Gnoyke / Gnoike, etc. unter seinen Altvorderen hat, ansonsten gibt es Stress: Zwischen 1650 und 1800 gibt es in der Danziger Niederung, der Nehrung und der Scharpau / nördliches Großes Werder geschätzte 200 Gnoyke-Heiraten ... zeitweise hatte ich bis zu 10 Gnoyke-Linien, die ich nicht zusammenfügen konnte. Inzwischen sind es ein paar weniger ...

        Aufgrund Eurer Hinweise habe ich nun den Gergen Gnoyke, der am 27.09.1660 in Tiegenort Maria, Witwe von Jacob Voß heiratet (3 Kinder) als identisch definiert mit dem Gergen Gnoyke, der am 06.10.1670 Esther Grod (?) heiratet (5 Kinder, das Letzte 1685).

        Gergen Gnoyke aus Tiegenort wird durch die Heirat 1660 Nachbar auf Kalteherberge.

        Kb Steegen : Bis etwa 1710 werden bei den Heiraten die unverheirateten Herren der Schöpfung als Gesell / Juvenis bezeichnet. Verwitwete Männer werden nicht als solche bezeichnet sondern mit ihrem Beruf / Stand aufgeführt. Erst nach 1710 taucht zunehmen der Begriff Witwer aus.

        Bezüglich Tiegenort habe ich dies bislang nicht im einzelnen gecheckt aber zunehmend entsteht die Vermutung, dass dies auch für Tiegenort zutrifft. Deswegen die o. a. Gnoyke-Zusammenführung.

        Am 22.10.1687 heiratet in Tiegenort der Juv. Michael Lucht die Vidua Esther Gnoyke. Vermutung: Sie ist Esther Grod, Witwe von Gergen Gnoyke, der mithin vor 10.1687 verstorben ist.

        Bislang finde ich weder passende Lucht-Kinder noch †-Einträge von Michael und Esther, die mithin vor 1710 verstorben sein müßten.

        Erdmann Gnoyke, * 04.01.1675, Eltern Gergen Gnoyke & Esther Grod, Mitnachbar auf Kalteherberge, † 08.09.1724 - langer †-Eintrag, nach dem seine Mutter aus Eichwalde stammt.

        Beste Grüße aus Potsdam,

        Rainer MueGlo
        "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

        www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

        Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
        http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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        • Sonde
          Forum-Teilnehmer
          • 17.02.2019
          • 117

          #259
          AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

          Hallo Rainer,

          vielen Dank für Deinen Beitrag. Das ist interessant. Zu Michael Lucht kann ich folgendes beisteuern:


          Barthel Westphal

          Kind:
          Michael Westphal verheiratet gewesen mit Dorothea, verw. Greger Rosen, geb. ?
          oo13.02.1651 Steegen


          Dorothea, verw. Gregor Rosen & Michael Westphal, geb. ?, verheiratet gewesen mit dem Gesell Michael Lucht aus Kalteherberge
          oo22.07.1658 Steegen

          Kind:
          ~30.03.1659 Michael Lucht, verheiratet gewesen mit Esther Gnoyke, geb. Grod/t/en
          oo22.10.1687 Tiegenort


          Viele Grüße
          Daniel

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          • MueGlo
            Forum-Teilnehmer
            • 11.03.2010
            • 1120

            #260
            AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

            Moin, Daniel,

            alle übermittelten Steegener Daten hatte ich bereits in meiner Datenbank ...

            Nur: Wie ist belegt, dass der am 30.03.1659 in Fischerbabke geborene Michael Lucht identisch ist mit dem Juv. Michael Lucht, der am 22.10.1687 in Tiegenort die Vidua Esther Gnoyke heiratet ????

            In meiner Datenbank habe ich 14 Michael Lucht ... die meisten kommen aufgrund bekannter Geburts- & Heiratsdaten nicht in Frage. Es gibt jedoch z. B. den Michael Lucht, der am 30.06.1653 in Glabitsch, Kb Steegen, geboren wird, Eltern Michael Lucht & Catharina NN. Dieser käme auch als Kandidat für die Heirat 1687 in Frage.

            In Tiegenort im 17. Jahrhundert, in Bohnsack noch fast das gesamte 18. Jahrhundert, wird bei Heiraten nicht der Vater und / oder die Herkunft angegeben. Im Prinzip bedeutet das: "Ende der Fahnenstange". Die Abstammung ist nicht belegbar.

            Falls Taufe und Heirat im selben Kirchspiel stattfinden lassen sich manchmal Zusammenhänge belegen oder werden zumindest hoch wahrscheinlich. Wenn Taufe und Heirat in unterschiedlichen Kirchspielen stattfinden bin ich mehr als vorsichtig ... insbesondere bei Namen, die häufiger auftreten.

            Die Macke bzgl. "unserer" Michael Lucht ist, dass weder die Sterbedaten von Steegen dieser Zeit vorliegen --- ist Michael Lucht als Kind verstorben --- noch die Sterdedaten in Tiegenort vor 1710 --- falls dort ein Alter angegeben wäre könnte man eventuell auf die Geburt kommen ...

            Hinzu kommt, dass es in der Region eine ganze Reihe von Kirchspielen gibt, bei denen keine oder nur beschränkte Daten vor 1700 vorliegen, aus denen jedoch auch ein Michael Lucht kommen könnte ... Jungfer, Schönbaum, Bohnsack, Käsemark, etc.

            Bei Ancestry & Co. finden sich viele Stammbäume in denen "passende" Daten als belegte Daten definiert werden nach dem Motto: Ich sehe / erkenne, was ich sehen / erkennen will !!! Punkt. Ich hatte erst vor Kurzem solch einen Fall: Eine Heirat Ende des 17. Jahrhunderts in Wotzlaff ohne Angabe der Eltern, dann findet die Forscherin den Namen als Geburt in der Nähe von Dirschau und landet über diverse Stufen in der Schweiz ... der Name des Heiratenden lautete Dyck, was eindeutig ein holländischer Name ist und von denen es viele gibt ... in diesem Fall hat die Dame aufgrund meiner Meldung reagiert und mitgeteilt, dass sie die vermeintliche Geburt und damit die Verbindung zur Schweiz gestrichen habe ... ein kleines Erfolgserlebnis !

            Und was die Transkribierungskünste von Ancestry & Co betrifft: Partiell sind bis zu 90% fehlerhaft, da nur nach den Buchstaben gesucht wird und nicht nach den Familienzusammenhängen.

            Beste Grüße aus Potsdam, Rainer MueGlo
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            Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
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            • Sonde
              Forum-Teilnehmer
              • 17.02.2019
              • 117

              #261
              AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

              Hallo Rainer,

              an Michael Lucht aus Glabitsch, get. am 30.06.1653 dachte ich auch. Jedoch halte ich Michael Lucht aus Fischerbabke, get. am 30.03.1659 für wahrscheinlicher. Da ich jedoch keine Belege für meine These vorlegen kann, lasse ich diesen Vorschlag fallen.

              Viele Grüße
              Daniel

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              • helen.e
                Forum-Teilnehmer
                • 21.05.2021
                • 14

                #262
                AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                Hallo,

                ich habe zu der Georg Gnoyke und Esther Grod/t/en-Ehe noch zwei Kinder gefunden, die Lücken sind damit geschlossen.
                Gnoycke, Johannes, 10.12.1673 Tiegenort

                Archion, KB Tiegenort, Taufen 1650-1690, Bild 56
                und Gnoycke, Esther, ~29.08.1677 Tiegenort

                Archion, KB Tiegenort, Taufen 1650-1690, Bild 64

                Ich halte es ebenfalls für plausibel, dass die Witwe Esther Gnoyke, die Michael Lucht heiratet, mit Georg Gnoyke verheiratet war.
                Es gab zu dem Zeitpunkt keine weitere Ehefrau Esther Gnoyke in diesem KB.
                Kinder aus der Michael-Lucht-Ehe: Esther heiratet 1670 und bekommt bis 1685 Kinder. Sie ist somit nicht nach 1652 geboren, eher 5-6 Jahre früher, da Georg Witwer mit kleinen Kindern ist, womit wir bei *1646-1647 wären. Sie ist 1685 max. 42-44 Jahre alt, also nach 1641-1643 geboren.
                Die Spanne läßt sich also auf ca 1641-1647 eingrenzen. Bei *1641-1644 ist sie bei einer Heirat 1687 und Kinder ab 1688 schlicht zu alt für weitere Kinder. Ist sie etwas jünger, ist maximal ein Kind denkbar, im KB finde ich keine. So gesehen gehe ich davon aus, dass sie eher zu alt war.
                Wann ist Michael Lucht geboren - so gesehen eher früher als später, auch vor 1650 wäre denkbar. Aber ohne Quellen können wir da nur rätseln...

                Viele Grüße
                Helen

                - - - Aktualisiert - - -

                Nachtrag: Ancestry ist teils echt die Pest und familysearch fast noch schlimmer. Was nicht passt, wird passend gemacht und dann kopieren das 30 weitere Leute...

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                • Familie Lowitsch
                  Forum-Teilnehmer
                  • 11.02.2008
                  • 283

                  #263
                  AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                  Dodenhöft (in allen Schreibweisen) und kein Ende?! Hiermit erhebe ich meinen Finger (mangels Bild, ich melde mich) und reihe mich ein in die Linie der Dodenhöft-Nachfahren! Meine Verbindung resultiert aus der Heirat von George Freytag und Cornelia Dodenhoeft.
                  17 Aug 1762 • Kobbelgrube, Steegen, Westpreußen, Polen
                  https://mediasvc.ancestry.de/v2/image/namespaces/1093/media/bf3d71a3-508d-4798-995c-1db7f44c1c47.jpg?client=TreeService&maxSide=60
                  George Freytag

                  1740–1807




                  es grüßt Mandy aus dem Brandenburger Forrest
                  "Wer sagt: Hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht."Erich Fried

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                  • Willy Gohl
                    Forum-Teilnehmer
                    • 18.03.2011
                    • 84

                    #264
                    AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                    Ich war 1945 12 Jahre alt. Mein Geburtsort ist Fischerbabke. NachTiegenort hatten wir ca. 3 km. Nach Glabitsch mußten wir einmal im Winter zur Schule, weil unsere Lehrerin erkrankte. Ich kann mich noch gut erinnern , der Schnee war ca. 30 cm hoch wir hatten nur Holzschlorren an, als wir in der Schule ankamen, mußten wir nicht nur die Schlorren, sondern auch die Strümpfe zum trockenen ausziehen . Davon gebe es noch viel zu erzählen.Grüße Willy

                    - - - Aktualisiert - - -

                    An den Namen Dodenhöft kann ich mich noch gut erinnern. Es gab in Steegen ein Geschäft, dort hat unsere Mutter oft eingekauft. Ich bin nur nicht sicher ob es ein Textil oder Lebensmittel Geschäft war. Werde morgen mal meine Schwester anrufen und sie fagen, denn sie ist 3 Jahre älter als ich.

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                    • helen.e
                      Forum-Teilnehmer
                      • 21.05.2021
                      • 14

                      #265
                      AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                      Zitat von Jürgen Albrecht
                      Hallo Rainer, es gibt ein kleines Missverständnis: Sara Rusch ist eine geborene Heinrich. Im Heiratseintrag am 30. 9.1737 heißt es: Witwer Claas Dodenhoeft mit "Frau" Sara Rusch. Wäre Rusch der Familienname, so hätte Jungfrau dastehen müssen. Da viele Heiratseinträge eindeutig die Unterscheidung zwischen Jungfrau und Frau machen hat der Schreiber die Geburtsnamen der Frauen (Witwen, Geschiedene) im genannten Zeitraum
                      einfach nicht ermittelt bzw. nicht für bedeutungsvoll gehalten. Sara war eine Witwe des Hans Rusch aus Einlage, Heirat Bohnsack 26.2.1732, er Witwer, sie Jungfrau. Hans Rusch starb in Einlage bereits am 8.9.1734.Das Sterbedatum des Nicolaus Dodenhoeft ist mir unbekannt. Am 16.7.1778 ist Sara Dodenhoeft verstorben. Nicolaus Dodenhoeft muss vorher verstorben sein, da die Bemerkung seel.(ig) dasteht.
                      Viele Grüße Jürgen
                      Guten Morgen,
                      ich habe mir den Sterbeeintrag von Sara angeschaut und laut diesem hieß ihr Vater Cornelius.
                      Im KB Bohnsack gibt es eine Geburt am 13.5.1706 in Nickelswalderfelde, Vater Cornels Heinrichs, Mutter Elisabeth.
                      Archion: https://www.archion.de/p/25ec299627/
                      Wenn es die passende Sara ist, dann war sie bei der letzten Geburt 46J 8M alt. Das ist schon ordentlich spät, aber nicht komplett ausgeschlossen.
                      Den passenden Zeitraum für ihre Geburt würde ich auf ca 1806-1813/1814 ansetzen (dann wäre sie mindestens 18 bei der 1. Heirat, Tendenz aber wahrscheinlich zu etwas älter, da Hans Rusch ja Witwer war).
                      KB Schönbaum hat keine andere passende Sara.
                      Hat schon mal jemand nach ihr gesucht (Rainer?) und hat Alternativen zur Sara aus dem KB Bohnsack im Jahr 1706?

                      Viele Grüße Helen

                      Kommentar

                      • MueGlo
                        Forum-Teilnehmer
                        • 11.03.2010
                        • 1120

                        #266
                        AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                        Moin, Helen,

                        sorry, ich kann Dir momentan nicht folgen, vielleicht habe ich ein Brett vor dem Kopf ... um welche Sara etc. handelt es sich in welchem Kontext?

                        Beste Grüße aus Potsdam, Rainer MueGlo
                        "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                        www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                        Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                        http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                        • helen.e
                          Forum-Teilnehmer
                          • 21.05.2021
                          • 14

                          #267
                          AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                          Guten Morgen, ich sehe gerade, das Zitat sieht sehr seltsam aus (zumindest in meinem Browser), da erkennt man natürlich nichts. Es geht um Sara Heinrich, 1. Ehe Hans Rusch, 2. Ehe Nicolaus Dodenhöft.
                          Viele Grüße
                          Helen

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                          • MueGlo
                            Forum-Teilnehmer
                            • 11.03.2010
                            • 1120

                            #268
                            AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                            Moin, Helen,

                            als ich mich 2019 mit den Dodenhöft beschäftigte und auf den †-Eintrag vom 16.07.1778 von Sara Dodenhöft, geb. Heinrich, stieß, gab es wohl einen Reflex, sich nicht mit ihrer Herkunft zu beschäftigen …

                            Denn Heinrich, Henrich, Hinrich, Hendrich, Hindrich, etc., mit den Variationen mit einem angehängten -s und / oder -sen sind eine Strafe Gottes, in Bohnsack und überall …

                            Zur Frage: Ist die 1778 gestorbene Sara identisch mit der am 13.05.1706 in Nickelswalderfelde geborene / in Bohnsack getaufte identisch? Eltern: Cornelius und Elisabeth NN.

                            Leider ist das Kb Bohnsack das gesamte 18. Jahrhundert hindurch ein einziger großer Murks, alleine, weil bei den ∞-Einträgen die Angabe der Eltern und des Herkunftsortes fehlt … was zur Folge hat, dass jeder, der sich mit dem Kb beschäftigt, von Annahmen und Vermutungen lebt …

                            Steegen gecheckt, ebenso Reichenberg, nichts alternatives passendes bislang gefunden.

                            Bei Ancestry gibt es drei Stammbäume, die die Sara von 1778 und 1706 als identisch bezeichnen. Der eine Stammbaum ist ein Haufen Chaos, die beiden anderen gehen nicht weiter auf die Eltern ein … dabei liegt es nahe, erst einmal nach Geschwistern zu suchen …

                            Gut, gehen wir mal ohne Beleg davon aus, dass Sara 1706 = Sara 1778 ist.

                            Die Eltern sind Cornelius Heinrich & Elisabeth NN in Nickelswalderfelde.

                            Diese bekommen nach Sara 1706 zwischen 1707 und 1718 sechs weitere Kinder, bei den meisten ist der Geburtsort Nickelswalderfelde, bei zweien Nickelswalde, diese sterben jedoch in Nickelswalderfelde. Sprich: Bei den Taufen hat der Prediger den Geburtsort verkürzt.

                            Elisabeth Heinrich, geb. NN, wird am 30.12.1723 in Bohnsack beerdigt.

                            Am 09.01.1725 heiratet Cornelius Heinrich Anna Littkemann
                            * Nickelswalde 29.07.1703, † Nickelswalderfelde 29.11.1731
                            Eltern: Stephan Littkemann & Anna Hoffmann
                            2 Kinder

                            Am 05.08.1732 heiratet Cornelius Heinrich Elisabeth Klempnauer
                            * noch nicht gecheckt
                            3 Kinder zwischen 1733 und 1738.

                            † 10.08.1738 von Cornelius Heinrich

                            Die Witwe Elisabeth Heinrich, geb. Klempnauer, heiratet am 06.06.1740 Peter Wienhold, Nachbar in Nickelswalderfelde, † Nickelswalderfelde 10.02.1775, 6 Kinder

                            Bleibt die Frage: Wer sind Cornelius Heinrich & Elisabeth NN, Eltern 1706 von Sara?

                            Am 23.10.1703 heiratet ein Cornelius Hendrichsen Elisabeth Wienholt.

                            Am 29.06.1704 wird deren Tochter Catharina Hendrichsen geboren in Nickelswalderfelde.

                            These: Aus Hendrichsen wird ab 2006 Heinrich.

                            Grundsätzlich: Je öfter die Prediger wechseln desto mehr Namensvariationen gibt es weil die Nachfolger niemals danach schauen, wie der Vorgänger einen Namen verstanden / geschrieben hat. Doch in diesem Fall ist es anders: Lt. Rhesa, Kirchen in Westpreußen, 1834, trat Nathanael Taute das Pfarramt in Bohnsack am 30.04.1690 an und starb den 16.03.1709. D. h., genau ab dem Jahr 1706 schreibt Taute nicht mehr Hendrich / Hendrichsen ins Kb sondern Heinrich(s). Ob das eine Art Verhochdeutschung sein soll wissen die Götter. Auf jeden Fall wissen wir die Verwirrkünste des Predigers Taute zu schätzen !!!

                            Diese Namenswandlung betrifft nicht nur Cornelius Hendrichsen sondern auch andere Hendrich / Hendrichsen.

                            Wo kommt dann Cornelius Hendrichsen / Heinrich her?

                            Es gibt zwei Angebote:

                            22.09.1675: Cornelius Henrichs, Vater Cornelius, Mutter und Ort unbekannt.

                            12.05.1679: Cornelius Hendrischen, Vater Peter, Mutter und Ort unbekannt.

                            Ob einer der beiden Cornelius frühzeitig nach der Geburt verstirbt ist unklar, die †-Register beginnen erst im Laufe der 1680-er Jahre; und bis 1703 findet sich kein verstorbener Cornelius Hen…

                            Wenn Du mir per PN Deine Mailadresse mitteilst schicke ich Dir Aufstellungen und Listen mit allen Details … unter der Voraussetzung, dass Du diese überprüfst …

                            Beste Grüße aus Potsdam, Rainer MueGlo
                            "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                            www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                            Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                            http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                            • helen.e
                              Forum-Teilnehmer
                              • 21.05.2021
                              • 14

                              #269
                              AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                              Hi Rainer, ich hab´s schon befürchtet. Ehen ohne Angabe den Eltern sind eine echte Strafe, davon hab ich bei den Forschungen bisher reichlich gesehen (und wenn dazu noch 10 Kinder kommen und durch Taufpaten Cousins und Cousinen alle gleich heißen und ähnlich alt sind, verzweifelt man oft so richtig). Hier kommt noch die Namensverhunzung dazu.
                              Aber ich werde es mal versuchen, kann nur eine Weile dauern. PN kommt.
                              Viele Grüße
                              Helen

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                              • JoTie
                                Forum-Teilnehmer
                                • 12.03.2025
                                • 4

                                #270
                                AW: Dodenhöft im nördlichen Werder ab 1662

                                Hallo zusammen, ich bin ganz neu hier im Forum und habe mit großem Interesse eure Beiträge gelesen.

                                Ich bin ebenfalls ein Todtenhaupt-Nachfahre. Meine 2xUrgroßmutter war die gebore Mathilde Todtenhaupt (24.12.1861-Jan. 1930), verheiratet mit

                                August Tiedtke (1858-18.8.1930; Beruf Schmied)

                                Beide haben bis zu ihrem Lebensende in Königsberg gelebt. August Tiedtke ist wohl auf einer Reise im Kreis Insterburg verstorben. Mathilde im selben Jahr in Königsberg.

                                Das Ehepaar hatte 8 Kinder (u.a. Albert Friedrich Tiedtke, Gustav Emil Tiedtke, Fritz Eduard Tiedtke​, Charlotte Tiedtke, Herrmann Tiedtke). Die Kinder sind im Kreis Wehlau, Ostpreußen geboren, genauer in den Orten Kukers, Berszienen und Groß Schirrau. Hierzu habe ich einige Geburts- und Eheurkunden finden können.

                                Später lebte das Ehepaar Tiedtke/Todtenhaupt zunächst in Milken, Kreis Lötzen und später schließlich bis zuletzt in Königsberg (genauer: Roonstraße).

                                Und nun zu meiner Frage: Gibt es hier jemanden der mir womöglich dabei helfen kann, wie die Eltern von August und Mathilde hießen? Ich finde leider weder ihre Geburts- Ehe oder Sterbeurkunden und kann daher die Namen ihrer Eltern nicht rekonstruieren.

                                Ich wäre euch äußerst dankbar, wenn ihr mir helfen könntet. Womoglich ist ja auch meine Ahnenreihe bis in die Niederlande zurückzuführen?

                                Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße aus Frankfurt/Main,

                                Jo Tiedtke

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