Hof Knoop in Nickelswalde

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  • MueGlo
    Forum-Teilnehmer
    • 11.03.2010
    • 1120

    #16
    AW: Hof Knoop in Nickelswalde

    Moin, Wolfgang,

    herzlichsten Dank für Deine Ausführungen. Das Puls’ – Buch hatte ich vor einiger Zeit bestellt … es braucht immer nur einen privaten Paketträger, bis es Dakar erreicht.

    … dann werde ich mal weiter schauen …

    Beste Grüsse,

    Rainer MueGlo
    "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

    www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

    Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
    http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

    Kommentar

    • Wolfgang
      Forumbetreiber
      • 10.02.2008
      • 11623

      #17
      AW: Hof Knoop in Nickelswalde

      Schönen guten Abend,
      hallo Rainer,

      von Heinz Mandey erhielt ich eine Email in der er u.a. schrieb: "der Hof Knoop war auch sehr bekannt als Luisenhof den in diesem Hof hat Koenigen Luise waerend Ihrer Flucht vor Napoleon mehere Tage gewohnt, und hat mit Ihrem Briliantring in die Fensterscheibe einen Spruch eingraviert".

      Davon war mir noch nichts bekannt. Günter Grass schrieb -ich glaube es war in den "Hundejahren"-, dass Königin Luise in einer Nickelswalder Mühle untergebracht war. Dies ist mir in Erinnerung geblieben weil einer meiner Vorfahren eine Kornmühle (DIE Kornmühle) in Nickelswalde hatte.

      Weißt Du evtl. etwas mehr über den Luisenhof? Wann ist denn der Hof gebaut worden? Er könnte durchaus schon 200 Jahre auf dem Buckel haben...
      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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      • MueGlo
        Forum-Teilnehmer
        • 11.03.2010
        • 1120

        #18
        AW: Hof Knoop in Nickelswalde

        Moin, Wolfgang & Heinz,

        Heinz Mandey hat sich bei mir auch per „Private Nachricht“ gemeldet. Nach Rückfrage hat er mir die Erlaubnis geteilt, seine Nachricht für die Öffentlichkeit ins Forum zu stellen. Nur wollte ich damit warten, bis er mir – wie angekündigt – den eingeritzten Text mitgeteilt hätte.

        Hier nun Heinz’ Text, redigiert, da er sich aus mehreren Mails zusammensetzt:

        „Sehr geehrter Herr Rainer,
        da Sie sich mit dem Hof Knoop in Nickelswalde oft beschäftigen, nur eine kleine Info von mir. Der Hof Knoop ist geschichtlich ein sehr interessantes Haus, denn in diesem Haus hat Königin Luise mehrere Tage während Ihrer Flucht vor Napoleon gewohnt. Es gab von Ihr eine Signatur im Fenster … die Signatur wurde von Luise persönlich mit Ihrem Brillantring eingeschrieben. … Den genauen Text denke ich zu erfragen.
        Freundliche Grüße, Heinz Mandey“

        In Fragmenten hatte ich diese Geschichte vor einiger Zeit von meiner Tante und unabhängig davon von meinem Vetter gehört. Es hieß, dass eine Königin Luise in einer Mühle des Hofes übernachtet habe.

        Aber welche Königin Luise sollte das sein? Einen zeitlichen Bezug zur napoleonischen Zeit stellt mir jetzt erst Heinz her. Es sieht so aus, als ob es sich die die Königin Luise von Preußen handeln soll - http://www.koenigin-luise.com/Luise/Flucht/flucht.html , die, wie die Website sehr schön rüberbringt, sagen- und geschichtenumwoben ist. Die Suchmaschine dieser Website spuckt jedenfalls bzgl. Nickelswalde nichts aus.

        Zum anderen, wieso übernachtet sie in der – vermutlich nicht sehr kommoden - Mühle, wenn es einen Hof gibt? Heinz sagt nun, sie übernachtete im Haus … und hinterließ dort ihre Graffiti? Und, Wolfgang, gehörten Haus und Mühle zusammen? Wo genau war die Mühle?

        Dass G. Grass auch schon in dieser Geschichte herumgerührt hat, wusste ich nicht … als ich als Jugendlicher die Hundejahre reinzog, sagte mir Nickelswalde gar nichts …

        Pause. Vorsichtshalber noch einmal gegoogelt: „Königin Luise von Preussen Nickelswalde“ was zur Verblüffung zu Treffern führt, zu Grass natürlich, aber auch zu den Tiegenhofer Nachrichten TN43.pdf, wo es auf Seite 79 von Renate C. Lauf-Penner heißt:

        Am anderen Ufer in Nickelswalde (Mikoszewo) angekommen, schauen wir auf den leidlich erhaltenert Hof in dem Königin Luise auf der Flucht nach Königsberg, 1806 vor den Truppen Napoleons, genächtigt haben soll. Als Kinder kehrten wir dort bei "Tante Grete Kroecker", einer Verwandten, ein und bestaunten auf dem Boden die Wolfsnetze. … Die Windmühle freilich, die noch auf dem Deich stand, ist wie hunderte anderer im Krieg verbrannt oder sonst zerstört worden. Früher sah man sie überall im Werder, sie wurden auch zum Pumpen des Wassers in höher gelegene Sammelkanäle, sogenannte "Umfluter" genutzt.“

        Es wird nicht ganz deutlich, ob man bei Kroecker irgendwo in Nickelswalde einkehrte oder ob die Tante Kroecker vor den Knoops auf dem Hof lebte.

        Irgendwie wabbert durch den Kopf, dass ich dieser Königin Luise vor kurzem begegnet bin … und nun ist’s mir wieder eingefallen: In der Kirche von Hechingen am Fuße der Hohenzollernburg … da stand ich doch ganz schön fassungslos vor einer Art Heiligenverehrung.

        Insgesamt hört sich alles nach einer hübschen kleinen Dorfsaga an, weitergetragen, ausgeschmückt (?) von Generation zu Generation … ich habe keine Ahnung, ob sich davon wirklich etwas verifizieren lässt. Aber ich bin neugierig auf weitere Geschichtchen von Heinz.

        Nun warte ich auf den Graffiti-Spruch …

        Beste Grüsse aus Dakar,

        Rainer MueGlo
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        • Wolfgang
          Forumbetreiber
          • 10.02.2008
          • 11623

          #19
          AW: Hof Knoop in Nickelswalde

          Schönen guten Morgen,
          hallo Rainer,

          direkt zu Nickelswalde gehörend hat es vor dem Krieg zwei Windmühlen gegeben (und eine weitere südöstlich des Dorfes auf freiem Feld). Wo die Mühle beim Hof Knoop lag, weiß ich nicht. Möglicherweise kann Heinz Mandey Auskunft geben. Auf Messtischblättern ist aber eine Mühle direkt beim Hof Knoop AUF dem Weichseldeich eingezeichnet. Da dieser Deich aber erst mit der Stromregulierung 1895 aufgeschüttet wurde, ergeben sich daraus neue Fragen. Ich glaube früher einmal gelesen zu haben (ich weiß aber nicht mehr wo), dass als Folge des Anlegens des neuen Weichselstrombettes und der Außendeiche mehrere Höfe und Mühlen zwischen Schiewenhorst und Nickelswalde abgebrochen wurden.
          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #20
            AW: Hof Knoop in Nickelswalde

            Schönen guten Nachmittag,
            hallo Rainer,

            mit den "Tiegenhöfer Nachrichten" (www.tiegenhof.de), die ich ja selber eingescannt habe, hast Du mir ein Stichwort geliefert. Auch ich wurde dort fündig und zwar in Ausgabe Nr. 40 von 1999, wo es auf der Seite 78 heißt:

            ======
            "Auf dem Wege nach Tilsit, wo sie Napoleon um Milde bei den Friedensverhandlungen bitten wollte, erreichte die Königin Luise mit ihrer vierspännigen Kutsche zusammen mit einer Zofe, einem Diener und dem Kutscher Schiewenhorst. Sie erhielten Quartier bei dem Bauern Kröker. Am nächsten Tage sollte es über Nickelswalde zur Kurischen Nehrung weitergehen. Die Königin bedankte sich bei den Bauersleuten und sagte: "Ich habe nichts, was ich Euch geben könnte." Sie nahm ihren Brillantring und ritzte in die Fensterscheibe den bekannten Ausspruch Goethes ein:

            "Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
            wer nie in kummervollen Nächten
            an seinem Bette weinend saß, der kennt Euch nicht,
            ihr himmlischen Mächte."

            Frau Wally Schmidt, die Ur - Ur - Enkelin des Bauern Kröker freut sich darüber, daß das Haus, in dem die Königin übernachtet hat, heute unter Denkmalsschutz steht. Die polnischen Behörden achten darauf, daß nichts verändert wird. Der Spruch in der Fensterscheibe soll noch einigermaßen zu entziffern sein. Ein Bild von dem Bauernhof hat Frau Schmidt bei einem Besuch in der Heimat von den Polen geschenkt bekommen."
            ======

            Jetzt bin ich wirklich gespannt, ob dieser Spruch in einem Fenster des Knoop'schen Hauses eingraviert ist...
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
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            • Wolfgang
              Forumbetreiber
              • 10.02.2008
              • 11623

              #21
              AW: Hof Knoop in Nickelswalde

              Hier noch eine weitere Version, ebenfalls in den "Tiegenhöfer Nachrichten", 1998, Seite 80. Margarete Pfau, geb. Basner, schreibt dort:

              ======
              Laßt euch erzählen, wie es Anfang der 60er Jahre war, als wir - Werner Pfau und ich - mit dem Motorrad nach Stutthof fuhren:

              Ja, gewiß, bei Nickelswalde wurden geräucherte Neunaugen verkauft, aber steht jetzt noch die alte Mühle, in der Königin Luise übemachtete und auf ein Brett an der Wand folgende Worte geritzt hatte:

              "Wer nie sein Brot mit Tränen aß,
              wer nie die kummervollen Nächte
              auf seinem Bette weinend saß,
              der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte!"
              ======

              Ist's nun in Schiewenhorst oder in Nickelswalde? In der Mühle auf einem Brett oder im Vorlaubenhaus auf einer Fensterscheibe? Ist's noch erhalten oder untergegangen?

              Was auf jeden Fall aber noch interessant ist: Die Mühle stand noch 1960, wurde also nicht im Krieg zerstört, sondern verfiel oder wurde erst wesentlich abgebrochen.
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              • MueGlo
                Forum-Teilnehmer
                • 11.03.2010
                • 1120

                #22
                AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                Moin, Wolfgang,

                es war mir natürlich einen Genuss, Dich auf Deine eigenen Werke – sprich, Tiegenhöfer Nachrichten – zurückführen zu dürfen. Muss mich doch mal mit Deiner Empfehlung auseinander setzen, dort Mitglied zu werden …

                Was da jetzt allmählich bzgl. des „Knoop-Hofes“ hochkommt, ist wahrlich verblüffend. Es scheint zu bedeuten, dass Paul Knoop es um 1935 herum von den Krö(c)kers gekauft hat, die 100 Jahre und mehr Eigentümer waren?

                In der Preußischen Landesaufnahme des Danziger Territoriums von 1793 gibt es keine Krö(c)kers in Nickelswalde, nur welche weiter östlich im Dorf Krampitz, Kalte Herberge und 1772/73 in der Elbinger Niederung. Womöglich hat ein Krö(c)ker vor 1806 nach Nickelswalde geheiratet.

                Für Nickelswalde wird in 1793 eine Kornmühle angegeben. Eigentümer war ein Absal. Scheffler, der zwei Höfe besaß, Schulze war, eine Menge Leute hatte … und eventuell das ökonomische Potential, solch ein Vorlaubenhaus zu bauen…. Die Mühle auf dem Deich, die noch 1960 stand, war das eine Kornmühle? Oder eine Entwässerungsmühle? Gibt’s Bilder? Muss meinen Vetter fragen, an was der sich aus der Zeit von 1942 bis 1945 erinnert …

                Dass sich dort strukturell durch den Deichbau etwas geändert hat, ist offensichtlich, denn das Vorlaubenhaus steht vollkommen verquer. Traditionell ragt die Laube in die vorbeiführende Strasse hinein, usurpiert praktisch öffentlichen Raum. Jetzt zeigt das Haus mit dem „Hintern“ zur ca. 50 m entfernten Strasse, die zum Deich raufführt und die Vorlaube ist gen Garten und Felder gerichtet. Was heute durchaus als Attraktivität des Hauses angesehen werden könnte …

                Ich schließe mich Dir an, Wolfgang: Wo ist der Spruch??? Zum anderen: Wer und wo ist der Eigentümer?

                Beste Grüsse aus dem trockenen Dakar,

                Rainer MueGlo
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                • Wolfgang
                  Forumbetreiber
                  • 10.02.2008
                  • 11623

                  #23
                  AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                  Schönen guten Abend,
                  hallo Rainer,

                  wenn die Mühle AUF dem Deich stand, dann kann es keine Wassermühle gewesen sein: Es war eine Kornmühle.

                  Die erste Nickelswalder Kornmühle konnte aufgrund einer von Danzigs Bürgermeister Constantin Ferber am 11.10.1687 erteilten "Mühlenfreyheit" von meinem Vorfahren Peter Gräßke "auß seinen eigenen Mitteln auffgebauet" werden. Aber diese Geschichte werde ich mal in einem anderen Thema aufgreifen.
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                  • MueGlo
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.03.2010
                    • 1120

                    #24
                    AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                    Moin, Nachtschwärmer,

                    eine Kornmühle steht erhöht wegen der besseren Windkraft, d.h., auch auf dem Deich. Die Wassermühle steht ... muss mir das noch mal durch den Kopf gehen lassen bzw. suchen ... der Nichttechniker könnte sich ja auch ganz naiv vorstellen, dass die Wassermühle das Wasser über den Deich pumpt ...

                    Die Mühle, von der 1960 noch Relikte auf dem Deich standen, kann denn das die Mühle von 1806 gewesen sein? Soll das heissen, dass der Teil des Deiches bis heute unverändert ist? Dass also doch nicht die Infrastrukturveränderung stattgefunden hat, die ich vermutet habe, da das Vorlaubenhaus einfach "falsch" steht?

                    Allmählich habe ich das Gefühl, mehr in Nickelswalde als in Dakar zu sein ..

                    ... Gute Nacht, Rainer MueGlo
                    "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

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                    • Mandey +08.03.22
                      Forum-Teilnehmer
                      • 08.02.2009
                      • 540

                      #25
                      AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                      Hallo Rainer
                      Am 26.05.2010 Uhrzeit 18:03 wurden von Herrn Naujox Thema Hof Knoop einige Fotos ins Net gestellt schau Dir den Giebel an und rechts daneben ist ein gegenstand zu sehen da Stand die Mühle, mein Vater erzaehlte mir, das diese Mühle abgebrannt wäre, aber nicht durch den Krieg sondern schon viel Früher mein Vater ist Jahrgang 1910 gewesen und in Nickelswalde geboren er wirds wohl gewust haben, Irtum Nr. 2 Mühle gesichtet 1960 das ist richtig aber die Stand im Östlichenteil von Nickelwalde kommend aus Richtung Weichsel Links fast gegenüber der Str. die aus Schönbaum führt .
                      Fruendlichen Gruß Heinz

                      Kommentar

                      • Herbert Claaßen
                        Forum-Teilnehmer
                        • 13.02.2008
                        • 1005

                        #26
                        AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                        Liebe Landsleute!
                        Ich bin mir sehr sicher, dass in Nickelswalde auf dem Damm (Deich ist sicherlich genau so richtig, aber bei uns war Sprachgebrauch der westliche und östliche Weichseldamm) die Kornmühle gestanden hat und während meiner Kinderzeit auch noch in Betrieb war. Es kann aber wohl kaum die Mühle von 1806 oder früher gewesen sein, denn die Weichseldämme sind vom Aushub des Weichseldurchstichs entstanden, der bekanntlich ja erst 1895 vollendet war.
                        Noch ein Wort zu den Neunaugen von Frau Pfau. Die Neunaugen wurden geröstet. Ich habe keine einzige geräucherte je zu Gesicht bekommen.
                        Schönen Tag noch und viele Grüße!
                        Herbert

                        Kommentar

                        • Mandey +08.03.22
                          Forum-Teilnehmer
                          • 08.02.2009
                          • 540

                          #27
                          AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                          Lieber Herbert ich grüße dich
                          Das war gerade auch mein Gedanke aber du hast es schon geschrieben Danke das eine war vor 200Jahren das andere vor 100 Jahren Die Neunaugen sowie der Stoer wurden seit 1949 in der Weichsel nicht mehr gesichtet, es wurde wohl etwas verwechselt, zum Hof Knoop in dem Haus war ich Anfang der Fünfziger Jahre mal drin allerdings nicht in allen Zimmern ich habe am Fenster nichts gesehen aber ich habe auch nicht danach gesucht ,kann ich mir auch nicht vorstellen den in Nickelswalde gingen fast alle Fensterscheiben beim Bombenangriffen zu Bruch wäre ein Wunder gewesen wenn ausgerechnet diese besagte Scheibe verschont geblieben wäre
                          Freundliche Grüße Heinz Mandey

                          Kommentar

                          • Wolfgang
                            Forumbetreiber
                            • 10.02.2008
                            • 11623

                            #28
                            AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                            Schönen guten Morgen,

                            im Ortsentwicklungsplan bzw. Ortserneuerungsplan von Nickelswalde/Mikoszewo aus dem Jahr 2008 ist eine sehr schöne Luftbildaufnahme des Ortes mit dem Knoop'schen Haus zu sehen: http://www.wrotapomorza.pl/res/BIP/S..._mikoszewo.pdf

                            Ich hoffe, dass ich auch noch irgendwo ein Foto mit der alten Mühle finde.

                            Übrigens, wo die Gräßke-Mühle vor 300 Jahren stand, wurde in der alten Mühlenfreiheit von 1687 ganz genau festgehalten: Zwei Morgen Land für Kornmühle und Mühlenhaus zwischen der Schmiede und Tönnis Eggert. Später kamen noch einmal zwölf Morgen Land hinzu. Jetzt müsste ich nur noch wissen wo die Schmiede lag und wo Tönnis Eggert sein Land hatte...
                            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                            Kommentar

                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #29
                              AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                              Schönen guten Nachmittag,

                              ich bin fündig geworden. Das Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin hat in ihren Beständen ein sehr schönes Foto der Mühle auf dem sogar auch das Knoop'sche Vorlaubenhaus zu sehen ist. Dieses Foto kann als PDF-Datei heruntergeladen werden unter: http://architekturmuseum.ub.tu-berli...C022&D2=151749

                              Hier kann man online eine Reproduktion bestellen: http://architekturmuseum.ub.tu-berli...=398&ID=151749

                              Die Beschriftung des Fotos gibt auch Auskunft über Königin Louise:
                              "Blick vom rechten Stromdeich am Weichseldurchstich
                              auf das Mühlengehöft des weiland Scheffler zu Nickelswalde, Kreis Danziger Niederung, in dessen westlichem Giebelzimmer die Königin Luise auf der Reise nach Memel im Jahre 1806 die Nacht zugebracht hat.
                              Aufgenommen am 27. September 1893"

                              Das westliche Giebelzimmer ist auf dem Foto zu sehen - evtl. befindet sich dann auf einem Fenster des Giebelzimmers die Gravur der Königin.
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                              Kommentar

                              • MueGlo
                                Forum-Teilnehmer
                                • 11.03.2010
                                • 1120

                                #30
                                AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                                Moin,

                                mein Vetter, der auf dem Knoop-Hof von 1942 bis 1945 als Jugendlicher lebte, bestätigte, dass es zu der Zeit auf dem – wie ich jetzt gelernt habe – „Damm“ keine Mühle mehr gab, jedoch Geschichten, dass dort eine gestanden habe. Des Weiteren bestätigte er die Existenz der Mühle am östlichen Ortsausgang.

                                Das Bild zeigt den von Heinz bezeichneten Gegenstand, einen Stein, wo die Mühle auf dem Damm gestanden haben soll. Das Bild ist von unterhalb des Damms aufgenommen, im Hintergrund sieht man die Bäume der Chaussee entlang der Weichsel in Schievenhorst.

                                Und Herbert bestätigt, dass aufgrund der mit dem Weichseldurchstich verbundenen Infrastrukturveränderungen in Nickelswalde die Mühle auf dem Damm nicht die von 1806 gewesen sein kann. Also war es die am östlichen Ortsausgang? Dass – falls es sich nicht nur um eine Sage handelt – die Königin Luise beim im Jahre 1793 mit zwei Höfen größten, reichsten Bauern, Mühlenbesitzer und Schulze Scheffler oder dessen Nachkomme übernachtet hat, wäre logisch.

                                Jetzt bin ich noch gespannt, wie Wolfgangs Mühlengeschichte da rein passt.

                                Beste Grüsse aus Dakar,

                                Rainer MueGlo


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                                Angeh
                                "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                                www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                                Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                                http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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