Hof Knoop in Nickelswalde

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  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #91
    AW: Hof Knoop in Nickelswalde

    Schönen guten Abend,
    hallo Rainer,

    es ist ja schon mehrfach die Rede gewesen von dem "berühmten Verkäufer" bzw. Vorbesitzer des Anwesens. Wahrscheinlich weißt Du es schon, aber wenn nicht dann folgende Info: Der Herr Dr. Frhr. Klaus von M. starb am 26.10.2021 an den Folgen einer Corona-Infektion.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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    • MueGlo
      Forum-Teilnehmer
      • 11.03.2010
      • 1120

      #92
      AW: Hof Knoop in Nickelswalde

      Moin, Wolfgang,

      neee, wusste ich nicht. So, wie ich ihn kurz kennengelernt habe, überrascht mich das nicht wirklich ...

      Also hoffen wir, dass seine Seele im Himmel mehr Frieden findet als auf der Erde ...

      Beste Grüße, Rainer MueGlo
      "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

      www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

      Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
      http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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      • villaoliva
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 15

        #93
        AW: Hof Knoop in Nickelswalde

        Es ist wunderbar!

        [video=youtube_share;xesTgxaERDA]https://youtu.be/xesTgxaERDA[/video]
        www.staraoliwa.eu

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        • MueGlo
          Forum-Teilnehmer
          • 11.03.2010
          • 1120

          #94
          AW: Hof Knoop in Nickelswalde

          Moin, villaoliva,

          herzlichen Dank für diesen Hinweis.

          Ja, es ist wirklich beeindruckend, was aus diesem Hof geworden ist.

          Herzliche Grüße, Rainer MueGlo
          "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

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          Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
          http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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          • Uwe
            Forum-Teilnehmer
            • 10.08.2008
            • 1961

            #95
            AW: Hof Knoop in Nickelswalde

            Ist wirklich ein Traum geworden! Muss wirklich viel Geld gekostet haben der Neuaufbau. Hatte das Vorlaubenhaus zufällig gesehen vor 3 Wochen als ich auf dem Deich lang gelaufen bin.

            Herzliche Grüße

            Uwe

            [ATTACH=CONFIG]26217[/ATTACH]
            Angeh
            Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

            Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

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            • Walash
              Forum-Teilnehmer
              • 29.08.2024
              • 7

              #96
              AW: Hof Knoop in Nickelswalde

              Guten Abend,

              zunächst einmal vielen Dank für diesen Themenbereich und die wertvollen Informationen, die ich darin gefunden habe. Sie haben mir bei der Erstellung einer historischen Abhandlung über das Vorlaubenhaus in Nickelswalde sehr geholfen. Im Folgenden werde ich die wichtigsten Erkenntnisse aus meinen historischen und archivarischen Recherchen auflisten:

              1. In Nickelswalde gab es im Laufe der Geschichte mindestens zwei Schmieden und drei Windmühlen, im Mittelalter sogar eine Wassermühle. Bis in die Gegenwart sind nur zwei Vorlaubenhäuser erhalten geblieben, aber im 19. Jahrhundert gab es möglicherweise noch mehr.

              2. Es besteht eine Verbindung zwischen der Kornmühle von Gräßke und der Mühle von Scheffler. Es handelt sich um denselben Besitz, wie ich anhand der Erbbücher der Nehrung, der Grundbücher von Nickelswalde und alter Katasterkarten festgestellt habe.

              3. Peter Gräßke war leider in verschiedene Finanzbetrügereien und Unterschlagungen verwickelt, unter anderem im Zusammenhang mit der Verpachtung von Mühlen. Im Jahr 1700 wurde er verurteilt, aber ich kenne die Einzelheiten der Strafe nicht.

              4. Weitere Eigentümer des Mühlenhofes seit dem vierten Viertel des 18. Jahrhunderts waren: Jakub Wolter; Elisabeth Wolter und ihr Ehemann Johann Absalom Scheffler senior (Dorfschulze und Initiator des Baus des Vorlaubenhauses); Johann Absalom Scheffler junior; Esther Erdmuth Scheffler (Witwe des Juniors); Dorothea Concordia Scheffler – Tochter von Johann junior und Esther, die Jacob Eduard Peters heiratete; Friedrich Julius Peters, Sohn von Dorothea und Eduard. Im Jahr 1914 erwarb das Eheleute Kroecker aus Freienhuben (Izbiska) den Hof mit Mühle. Sie waren nicht mit den Schefflers und Peters verwandt. Danach waren die beiden unverheirateten Töchter Anna und Greta Krocker Eigentümerinnen des Vorlaubenhauses und der Mühle.

              5. Nach den Schwestern Kroecker gibt es keine weiteren Einträge zum Eigentum an der Bauernhof im Grundbuch. Möglicherweise war Paul Knoop nur Pächter oder hat die Eigentumsverhältnisse nach dem Kauf nicht geregelt. Knoop war nicht mit den Kroeckers verwandt.

              6. Die Bockwindmühle wurde beim Bau des Deiches im Jahr 1895 weder versetzt noch neu aufgestellt. Sie blieb an ihrem Standort stehen, und der Deich wurde direkt an die Anhöhe angebaut, auf der die Mühle stand. Leider wurde diese Mühle im September 1936 verkauft und als Brennholz abgebaut: https://forum.dawnygdansk.pl/viewtopic.php?p=139771& sid=a656de020b28a53082ad11557392a534#139771 Anhand der erhaltenen Fotos lässt sich nur schwer feststellen, ob es sich um das Original aus den Jahren 1687/88 oder um einen späteren Bau aus dem 18. oder frühen 19. Jahrhundert handelt.

              7. Die Überlieferung über den Aufenthalt von Königin Luise im Vorlaubenhaus von Scheffler ist eine Legende. Königin Luise von Preußen floh vor der napoleonischen Armee und reiste nicht über Danzig und die Frische Nehrung. Es gibt keinen Beweis dafür, dass sie sich 1806 oder 1807 in Nickelswalde oder Umgebung aufgehalten hat. Das lag nicht auf ihrem Weg.

              8. Ich habe nach einer Scheibe mit Gravuren von Goethes „Lied des Harfners” im Nationalmuseum in Danzig gefragt. Ein solches Exponat befindet sich nicht in ihren Beständen, und es gibt auch keinen Beweis dafür, dass es jemals dort gewesen ist. Es taucht weder in den erhaltenen Inventarlisten aus den 1930er Jahren noch in den Evakuierungslisten aus der ersten Hälfte der 1940er Jahre auf. Aber selbst wenn es eine solche Scheibe gegeben hätte, könnte man eine Fälschung vermuten, inspiriert durch den Kult um Königin Luise im Königreich Preußen des 19. Jahrhunderts. Eine interessante Tatsache ist, dass sich vor dem Krieg in der Sammlung dieses Museums ein Kissen aus dem Hof Prohl in Wossitz befand, auf dem angeblich Königin Luise von Preußen geschlafen haben soll. Wie man sieht, gab es ähnliche Mythen nicht nur in Nickelswalde. Ich möchte noch hinzufügen, dass die Legende über Königin Luise möglicherweise nicht ganz frei von historischer Wahrheit ist. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um eine andere Person.

              Ich habe einen kurzen Artikel in deutscher Sprache über Windmühlen und Vorlaubenhäuser in Nickelwalde verfasst, der auf meiner polnischsprachigen Arbeit basiert. Ich möchte ihn in einer deutschen Zeitschrift veröffentlichen. Im Moment kenne ich noch keine Details. Der Artikel enthält ausführliche Informationen zu dem, worüber ich oben schreibe, darunter auch zum sogenannten Luisenhof.

              @Wolfgang und Rainer MueGlo. Die Sache ist jedoch, dass die derzeitigen Eigentümer des Hauses zwar eine Tafel besitzen, auf der jedoch leider keine Spur mehr von der Inschrift „Johann Absalon Scheffler” zu sehen ist. Darf ich Ihre Fotos aus diesem Thread in meinem geplanten Artikel verwenden? Natürlich mit Bildunterschriften und einem Link zum Forum.

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              • MueGlo
                Forum-Teilnehmer
                • 11.03.2010
                • 1120

                #97
                AW: Hof Knoop in Nickelswalde

                Moin, Walash,

                großartig. Du hast das getan, was ich schon immer tun wollte und aufgrund anderer Aktivitäten immer vor mich hin geschoben habe.

                Ich würde gerne mit Dir in direkten Kontakt per Mail mit Dir treten, was die Kommunikation erleichtert.

                Und vielleicht kann ich auch noch weitere Informationen liefern sowie einen Kontakt zum VFFOW (Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreussen) herstellen, der den Artikel in einer seiner Schriftenreihen sicherlich veröffentlichen wird.

                Ich kontaktiere Dich per PN und schicke Dir meine Mailadresse.

                Mit besten Grüßen,

                Rainer MueGlo
                "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

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                Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
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