Die Juden in Danzig

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • Martschinke
    Forum-Teilnehmer
    • 07.03.2008
    • 404

    #226
    AW: Die Juden in Danzig

    Hallo, liebe Felicity, wir hatten einen Philips-Empfänger und wenn ich ihn anstellte
    hörten sich die vielen Sendungen so an als sei man auf dem Jahrmarkt von einem
    Stand zum andern gekommen. Die ländliche Danziger Mehrheit war schon mit dem
    Empfang eines Gerätes mit einer Empfangsröhre zu frieden. Es wird sich doch wohl
    jeder erinnern können,
    .... nach Hause, nach Hause gehen wir nicht bis unser geliebter Führer zu uns spricht
    DEUTSCHES VOLK haltet aus, wir werden den Krieg schon gewinnen.
    Darunter auch... heute Nacht hat Polen den Sender Gleiwitz überfallen!
    Seit 5 Uhr 45 wird in Danzig zurück geschossen, und es wird Bombe für
    Bombe vergolten. Wenn das überhörbar gewesen sein soll, eines doch
    nicht, der zweite Weltkrieg hatte begonnen. Unsere geliebte Heimat, im
    Osten war der Preis um den verlorenen Krieg zu bezahlen.

    Einen schönen guten Tag noch, ich grüße Dich kurt m

    Kommentar

    • Antennenschreck
      Forum-Teilnehmer
      • 05.09.2011
      • 1833

      #227
      AW: Die Juden in Danzig

      Hallo Kurt,

      ich möchte dir gerne ein Buch anempfehlen:

      Der Krieg der viele Vaeter hatte

      von Gerd Schultze-Rhonhof ehem. Generalmajor der Bundeswehr.

      Dieses Buch ist frei zu kaufen, wenn auch unbeliebt. Auch kann man dem Autor sehr wahrscheinlich keinen rechtsradikalen Hintergrund nachsagen. Durch dieses Buch allerdings erklärt sich so manches historisches Ereigniss im Bereich von 1870 bis 1946, und man sieht einiges mit ganz anderen Augen (oder man könnte es zumindest). Es ist sehr gut recherchiert und ein geschichtlicher Abriss der betreffenden Zeit. Der Autor hat für sein Buch überwiegen ausländische Quellen benutzt, um nicht in den Verdacht zu geraten, Deutschland reinwaschen zu wollen. Trotzallem oder gerade deswegen kommt er auf ganz erstaunliche Ergebnisse in diesem Buch.

      Tschü......
      Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

      Kommentar

      • Antennenschreck
        Forum-Teilnehmer
        • 05.09.2011
        • 1833

        #228
        AW: Die Juden in Danzig

        Hallo nochmal,

        die ISBN Nummer des Buches ist:

        ISBN 3-7892-8117-4

        Tschü......
        Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

        Kommentar

        • Antennenschreck
          Forum-Teilnehmer
          • 05.09.2011
          • 1833

          #229
          AW: Die Juden in Danzig

          Hallo Kurt,

          das Buch gibt es inzwischen auch in englisch, wenn dir das lieber ist als die deutsche Version.


          Tschü.......
          Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

          Kommentar

          • Ulrich
            Forum-Teilnehmer
            • 30.01.2009
            • 280

            #230
            AW: Die Juden in Danzig

            Hallo antennschreck, Du emphielst unter dem Thread "Die Juden in Danzig" ein eindeutig geschichtsrevisionistisches Buch zur Erklärung der Kriegsschuldfrage - stark!
            Einen schönen Gruß
            Ulrich

            Kommentar

            • Antennenschreck
              Forum-Teilnehmer
              • 05.09.2011
              • 1833

              #231
              AW: Die Juden in Danzig

              Hallo Ulrich,

              also wenn das Buch "eindeutig geschichtsrevisionistisch" wäre, dann eben wäre es in diesem freien Land schon längst auf dem Index gelandet, davon kannste ausgehen.
              Da es aber inzwischen in der 5. (stark erweiterten) Auflage angeboten wird, kann man das wahrscheinlich nicht so einfach behaupten, und es eben auch nicht mal so verbieten. Du hast es aber sicher schon gelesen, und wenn nicht, ist kaum zu verstehen wie du über Dinge (Bücher) urteilst, die du gar nicht kennst. Wohl nur weil das irgendwo im Netz steht, von jemand der das Buch vielleicht auch gar nicht gelesen hat. Wie ich schon schrieb, hat der Autor 15 Jahre lang, (überwiegend in ausländischen) Archiven, soziale-, politische-, wirtschaftliche-, militärische- u. u. Fakten zusammengetragen und analysiert. Würde er dabei unbedacht oder gar manipulierend vorgegangen sein, dann dürfte das Buch in unserem Land schon längst nicht mehr verkauft werden. Ich fände es vernünftiger nur über Sachverhalte (z.B. Bücher) zu urteilen, wenn man deren Inhalt auch kennt. Du kannst gerne belegen, dass der und jener Vertrag von dem Autor falsch wiedergegeben wird oder die Zeitungsmeldungen und Wirtschaftsdaten erlogen sind (solltest das dann aber auch belegen). Oder bringe eigene Quellen, die das Buch als "eindeutig geschichtsrevisionistisch" klassifizieren, alles kein Ding denn da kann man drüber diskutieren. Aber einfach nen Stempel drauf "eindeutig geschichtsrevisionistisch", zeugt nicht unbedingt von vernünftiger Diskussionskultur. Das mit dem einfach Stmpel drauf hauen und weg, kommt mir irgend wie bekannt vor aus einer eigentlich vergangenen Zeit. Wenn du aber über das Buch sprechen möchtest, dann kann ich nur bis zur zweiten Auflage dienen (denn nur die habe ich gelesen).

              Tschü......
              Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

              Kommentar

              • Ulrich
                Forum-Teilnehmer
                • 30.01.2009
                • 280

                #232
                AW: Die Juden in Danzig

                Hi Antennschreck!
                Mehr als einen Blick in Wikipedia ist mir das nicht wert. Ich lese ja auch sonst keine Landser.
                Einen schönen Tag!
                Ulrich

                Kommentar

                • Antennenschreck
                  Forum-Teilnehmer
                  • 05.09.2011
                  • 1833

                  #233
                  AW: Die Juden in Danzig

                  hallöle,

                  war mir klar. ich kann allerdings auch selber bei wikipedia nachlesen, danke.

                  tschü.......
                  Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                  Kommentar

                  • Martschinke
                    Forum-Teilnehmer
                    • 07.03.2008
                    • 404

                    #234
                    AW: Die Juden in Danzig

                    Hallo danly und Ulrich, ich bin der Meinung es reicht noch lange nicht,
                    warum fragt ihr, wo war die Polizei als .-- ?

                    warum fragst Ihr nicht? Welche Danziger haben die Kristall-Nacht durchgeführt?
                    welche Danziger haben die Schilder ... Komm lieber Mai..--... ???
                    welche Danziger haben die Synagogen in Brand geteckt?
                    Es scheint mir ihr kennt die Zusammenhänge nicht,
                    waren es friedliche Danziger Bürger, Geschäftsleute
                    oder waren es die Messerstecher von Danzig Ohra- und Schidlitz??
                    oder solche die arbeitsscheu sich vor jeder Arbeit drückten?
                    Die Nazi-Parteileitung hat dieses Gesindel in SA - Uniformen
                    gesteckt, ihnen finanziell unterstützt und Wohnungen gar Häuser
                    geschenkt. Sie waren doch jetzt WER!
                    Wer wohnte in der SA Siedung Schidlitz, es waren doch
                    Nazipartei- Beamte, sie hatten jetzt das Wort.
                    Lieber Danly, Du fragst, wo war die Polizei?
                    Ich frage warum griff die Schutzmacht für den Zwergstaat
                    Danzig nicht ein? Hatte Danzig einen eigenen Schutz, nein
                    Danzig war schutzlos ohne Militär, stimmt das auch? Nicht ganz!
                    Polen hatte den Schutz übernommen. War Polen interessiert
                    den Schutz für Danzig wahrzunehmen, sie hätten es doch
                    können mit ihrem Munitionsdepot.
                    Hitler hätte doch noch nicht eingreifen können, weil er
                    keinen Grund hatte. Gleiwitz war noch nicht vereinnahmt
                    vor dem 1.Septmber 1939
                    War Danzig als eine offene Frage, die noch nicht
                    in Versail als bestimmt geklärt werden konnte, weil
                    das Danziger Volk kein polnisch konnte.
                    Scheint mir so, das fragen die Juden uns auch.
                    Im Johannes Evangelium steht: "Am Anfang steht
                    das Wort.
                    Wer heute noch sagt wir brauchen keine Gesamt-
                    Einheitssprache in Europa, der muss noch viel
                    lernen.

                    Einen schönen Tag und viele liebe Grüße

                    von kurt m

                    Kommentar

                    • Ulrich
                      Forum-Teilnehmer
                      • 30.01.2009
                      • 280

                      #235
                      AW: Die Juden in Danzig

                      Hallo Kurt,
                      So leicht lassen sich deine 'friedlichen Danziger Geschäftsleute' 'nicht reinwaschen. Nach dem Zeugnis meines Vaters waren sie zum Beispiel aktiv daran beteiligt, Juden und ihre nicht jüdischen Nachkommen aus ihren 'Geselligkeitsvereinen rauszuwerfen, d.h., sie gesellschaftlich zu isolieren- mindestens ab 1934.
                      Oder sie haben auch gern die arisierten Geschäfte ihrer jüdischen Konkurrenz übernommen.
                      Oder die ganz normale Danziger Hausfrau: Wenngleich den Nazis das nicht genügte: Nach dem Zeugnis meines Vaters reichte der partielle Boykott der Danziger Hausfrauen durchaus, ihn mit seinem Geschäft in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bringen.
                      Oder schau dir doch mal den YouTubeFilm überHitlers Besuch in Danzig an: Wie überwältigend die Begeisterung der Danziger Bevölkerung für ihn war!
                      Du lädst zum Fragen ein? Gut.
                      Wem gehörten diese an die Schiedlitzer Nazis verschenkten Häuser ?Haben diese Nazis nach dem Judenmord den Verlust dieser Häuser nach Lastenausgleichgesetz Haben die Vorbesitzer Entschädigung nach Bundesentschädigungsgesetz(Stichwort Asoziale) bekommen? Das würde mich interessieren'

                      Kommentar

                      • Martschinke
                        Forum-Teilnehmer
                        • 07.03.2008
                        • 404

                        #236
                        AW: Die Juden in Danzig

                        Lieber Ulrich. Eine Tante von mir hatte von einem Juden
                        in Danzig ein Haus gekauft. Sie wird es vermutlich zu
                        einem günstigen Preis erworben haben. Sie will es aber
                        nach dem regulären handelsüblichen Immobilien-Preis
                        erworben und nicht nach den Zwängen von jüdischen
                        Notverkäufen. Sie stellte einen Antrag auf Lastenausgleich
                        Eine Entschädigung für dies Haus hatte sie nicht erhalten.
                        Der jüdische Vorbesitzer hatte in Israel einen Antrag für
                        dies Haus gestellt und wurde dafür voll entschädigt

                        Kommentar

                        • Ulrich
                          Forum-Teilnehmer
                          • 30.01.2009
                          • 280

                          #237
                          AW: Die Juden in Danzig

                          Lieber Kurt, die Rechtssprechung ist so, sie geht, wenn jüdischer Vorbesitzer nach BEG und nichtjüdischer Erwerber nach Lastenausgleichgesetz Forderungen stellen , davon aus, dass es sich in der Zeit von 33 - 45 um einen verfolgungsbedingten Zwangsverkauf gehandelt hat. Warum
                          Wohl?
                          Einen schönen Gruss
                          Ulrich

                          Kommentar

                          • Ulrich
                            Forum-Teilnehmer
                            • 30.01.2009
                            • 280

                            #238
                            AW: Die Juden in Danzig

                            Lieber Kurt, noch ein Nachtrag, gewissermaßen eine Ergänzung: Du willst vermutlich sagen, dass die ganz normalen Danziger 'Bürger und Geschäftsleute naziMäßig Recht unbescholten waren, wohingegen die bösen. Schiedlitzer Buben für die JudenVerfolgung in Danzig verantwortlich sind. Zum ersten Teil hab ich ja schon was gesagt. Nun zum zweiten Teil:
                            Mein Onkel, obwohl nicht in Schiedlitz, sondern zentral wohnend, und auch weiter kein Messerstecher und Asozialer war gern Mitglied der Motor SA. Die Themastarterin Birke Rühle vermutet dass ihr beamteter Vater, durchaus kein Schiedlitzer Asi an den Judenpogromen tatkräftig teilgenommen hat.Kurz: Ich denke, dass auch dieser und jener gebildete und arbeitende Danziger an den Pogromen beteiligt war.
                            Noch etwas: In Schiedlitz wohnten vermutlich Leute, die man heute als sozial schwach bezeichnen
                            würde. Messerstecher, ASOziale, Arbeitsscheue sind Nazibegriffe, ihre Träger wurden von den Nazis verfolgt. Ich denk, man muss aufpassen, dass man aus Verfolgten keine Verfolger macht.
                            Einen schönen Gruß
                            Ulrich.

                            Kommentar

                            • Martschinke
                              Forum-Teilnehmer
                              • 07.03.2008
                              • 404

                              #239
                              AW: Die Juden in Danzig

                              Lieber Ulrich,
                              die beiden Stadtteile Ohra und Schidlitz waren in Danzig als
                              Messerstecherei für gefährlich eingestuft.
                              Als die Stadt Danzig überwiegend von den Nazis regiert wurde
                              gab es keine Messerstecher mehr. Die Nazis hatten aus den
                              Messerstechern über Nacht friedliche liebende Mitbürger
                              geschaffen. Schau Dir doch Mal die Bilder vor den jüdischen
                              Geschäften richtig an, ich kann da keine Hausfrauen sehen, aber
                              SA - Leute standen vor den jüdischen Geschäften und schrien
                              kauft nicht bei Juden. Diese Typen sahen nicht wie gesittete
                              Bürger aus. Hat sich da noch eine Hausfrau ins Geschäft
                              gewagt, meistens wurde ihr den Weg davor versperrt, dass sie
                              gar nichts kaufen konnte. Nicht alle SA Leute waren zu der Zeit
                              radikal aber wer sich dazu hingabt, der ist schon als bösartig
                              einzustufen. Die Frage ist auch, wo kamen die vielen SA Leute
                              in einer in einer so kurzen Zeitspanne plötzlich alle her? Aus der
                              HJ können noch nicht viele hervor gegangen sein, weil diese
                              Jugendorganisation meistens von dem Jungvolk eine Übernahme
                              im Aufbau war. Daraus ist zu folgern, die SA ist spontan aus dem
                              Zivilen-Bereich gekommen und konnten so nicht zur Rechenschaft
                              für ihre Taten gezogen werden, weil sie nicht dem amtlichen Gericht
                              unterstand sondern der Nazi-Gerichtsbarkeit (Oliva Neues Tor / Gestapo)
                              den höheren Polizeiführer bei dem auch ich mich zu verantworten hatte, weil
                              ich nicht zum HJ-Apel erschienen war.
                              Von den SA-Leuten ist später keiner bestraft, es war doch keiner gewesen.
                              Einen schönen Gruß
                              kurt m

                              Kommentar

                              • Ulrich
                                Forum-Teilnehmer
                                • 30.01.2009
                                • 280

                                #240
                                AW: Die Juden in Danzig

                                Lieber Kurt,
                                Kann das sein, dass sich das Ausbleiben der Messerstecher in Schiedlitz und Ohra mit Erstarken der Nazis so erklären lässt, dass sie ins KZ gesteckt wurden? Also Verfolgte des NS-Regimes sind?
                                Der Boykott der Hausfrauen bezog sich nicht nur auf einzelne Geschäfte, sondern auch auf einzelne Marken, die vom jüdischen oder als jüdische angesehenen
                                Grosshändler stammten.
                                So, wie es heute heißt, kauft nicht die Orangen der Marke x, die stammen aus Israel, hieß es früher bei Danziger Hausfrauen: Kauft nicht die Margarine der Marke y, sie stammt vom Juden.
                                Einen schönen Sonntag,
                                Ulrich.

                                Kommentar

                                L