Die Juden in Danzig

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  • Martschinke
    Forum-Teilnehmer
    • 07.03.2008
    • 404

    #256
    AW: Die Juden in Danzig

    Manche Leute heulen auch mit den Wölfen, weil sie glauben, sie werden
    dafür von den Wölfen nicht gefressen werden.

    Schöne Grüße kurt.

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    • StampCollector
      Forum-Teilnehmer
      • 19.01.2014
      • 924

      #257
      AW: Die Juden in Danzig

      Der Antisemitismus in Deutschland ist nicht unbedingt nur ein Phänomen des "Dritten Reiches". Den hat es schon auch im Deutschen Kaiserreich gegeben!
      Auf der Suche nach alten Postkarten zum "Dreikaisereck Myslowitz" bin ich da auf eine alte Ansichtskarte bei einem amerikanischen Händler gestossen, die wohl wirklich antisemitisch ist!
      Anfrage übrigens gerne über PN!
      Der Antisemitismus hatte natürlich auch seine christlichen Wurzeln (Ich kenne da auch ein Beispiel aus meiner eigenen Jugend!).
      Jedenfalls hat der Antisemitismus NICHT mit dem "Dritten Reich" begonnen:
      Den gab es auch vorher: Im Deutschen Kaiserreich, in Frankreich und auch im Zaristischen Rußland.

      Adolf Hitler hat aufgrund seiner persönlichen Lebenserfahrungen dann den Antisemitismus "kultiviert":
      Ablehnung als Kunstschüler, Nichtbeförderung durch einen jüdischen Offiziers während des 1. Weltkriegs trotz Tapferkeitsauszeichnung (EK I)...
      Die dubiosen "Ostara-Hefte" von Franz von Liebenfels etc. hat er wohl während seiner Zeit im Wiener Männerasyl auch kennengelernt...

      SC

      Kommentar

      • StampCollector
        Forum-Teilnehmer
        • 19.01.2014
        • 924

        #258
        AW: Die Juden in Danzig

        Um es mal deutlich zu machen:

        Als Kleinkind habe ich "dem lieben Gott" im "Salzburgischem" mal mal ein paar Blumen dargebracht. Meine Tante sagte: "Den haben die bösen Juden ans Kreuz gebracht..." Meine Neffen, die damals als langhaarige Hippies ("Gammler") galten, haben mir damals gesagt: "Glaub nicht den Quatsch, den Dir unsere "Alte" erzählt!"
        Ich habe bis heute diesen Quatsch nicht gegelaubt!

        SC

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        • Ulrich
          Forum-Teilnehmer
          • 30.01.2009
          • 280

          #259
          AW: Die Juden in Danzig

          Lieber Kurt,

          es ist ein Unterschied, ob man als ein von der z.b. rassischen Verfolgung betroffener "Untermensch" mit den Wölfen heulte, oder als deutscher oder Danziger "Herrenmensch". Was für die einen ein Schutzraum sein konnte, war für die Anderen die Erlaubnis, diesen Schutzraum zu zerstören.

          Nein, mein lieber, ich kann Dir auch nicht recht geben in der Tendenz deines letzten und vorheriger Beiträge, nämlich dass die allermeisten Danziger Opfer und Verführte der deutschen Nazis waren. Die vielen Danziger, die die Nazipartei wählten und die meisten, die Hitler in Danzig so begeistert zujubelten, wie es auf you tube dokumentiert ist, wussten was sie taten - und es waren nicht wenige Danziger, die finanziell von der Enteignung der Juden profitierten, wie dies hier im Forum dokumentiert ist.

          Einen schönen Gruß


          Ulrich

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          • Martschinke
            Forum-Teilnehmer
            • 07.03.2008
            • 404

            #260
            AW: Die Juden in Danzig

            Lieber Ulrich.

            Aber, aber die Danziger haben den Hitler doch gewählt, weil sie
            seinen Versprechungen glaubten. Sein Judenhass wurde in Danzig
            überwiegend mit dem Kriegsanfang umgesetzt. Bis zum Kiegsanfang
            gab es doch noch jüdische Geschäfte. Was habe ich als Kind mich
            gefreut auf einen Besuch im Geschäftshaus Sternfeld zusammen
            mit meinen Eltern. Für die Danziger war dies Geschäftshaus eines
            der beliebtesten Einkaufsmöglichkeiten für ihre Weihnachtseinkäufe.
            Eine Stimmung gegen die Juden kam natürlich von der Kirche, meine
            Mutter und Großmutter waren aus der Kirche ausgetreten, weil der
            evangelische Dorfgeistliche sie belehrte die Juden haben unsern Herrn
            Jesus Christus umgebracht. Meine Mutter und Großmutter hätten
            lieber nicht sagen sollen. Unser Herr Jesus Christus war ein Jude.
            Dann wären sie auch nicht abgeholt worden und an das Kreuz haben
            sie auch nicht geglaubt. Sie meinten in der Bibel ist nur von einem
            Holz-Pfahl die Rede. Da haben sie auch ein wenig physikalisch gedacht,
            könnte das möglich sein? Man nehme einen Holzpfahl und nagele an
            den Händen einen Menschen fest. Der menschliche Körper wäre zu
            schwer sich an genagelten Händen übereinander an einem Pfahl zu
            halten. Meine Eltern ließen mich und meinen Bruder nicht zum
            Konfirmandenunterricht. Wir wurden als Heiden eingestuft. Irgendwas
            hat im biblischen Kreuzigungsbericht nicht gestimmt. Ist Jesus durch
            Kreuzigung wirklich gestorben? Er ist doch nach der fragwürdigen
            Kreuzigung gesehen worden. Die Kirche sollte auch heute ein wenig
            ehrlicher den christlichen Glauben vertreten, vielleicht wäre der Juden-
            Hass von früher erst mal gar nicht so schlimm entstanden.

            Einen schönen Gruß Kurt

            Kommentar

            • Martschinke
              Forum-Teilnehmer
              • 07.03.2008
              • 404

              #261
              AW: Die Juden in Danzig

              Lieber Daniel, die "Zehn Gebote" zu halten ist für Menschen nur möglich, wenn sie
              fähig wären ihren negativen Egoismus zu überwinden. Leider gibt es kein Rezept dafür.
              Der liebe Gott will uns in seinem Gleichnis geschaffen haben und der ist doch nicht böse,
              warum sind wir als seine Geschöpfe in seinem Gleichnis nur so anders?
              Darauf wird wohl kaum jemand eine zu friedende Antwort geben können.
              Vermutlich liegt die Schuld immer bei den Andern.

              Sei gegrüßt, Martshinke.

              Kommentar

              • Peter von Groddeck
                Forum-Teilnehmer
                • 11.02.2008
                • 1517

                #262
                AW: Die Juden in Danzig

                Hallo,
                wie schon Konfuzius wusste, soll der Mensch das hohe Ziel des "Edlen" anstreben, auch wenn er es nie erreichen wird. Es gibt eben Menschen die näher dran sind als andere.
                Gruß
                Peter
                Tue recht und scheue niemand.

                Kommentar

                • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                  Forum-Teilnehmer
                  • 13.02.2008
                  • 3493

                  #263
                  AW: Die Juden in Danzig

                  Wenn Ihr erst einmal so alt werdet wie ich (87), dann werdet Ihr auch einem neuen Leben zustreben. Das hat fuer mich eigentlich schon hier auf Erden angefangen, als meine Enkelchen zur Welt kamen. Rachel ist nun schon 7 Jahre alt und Klein-Sebastian 18 Monate. Die Unschuld der Klein-Kinder bringt uns dem "Edlen" naeher Peter und wenn man dann seinen Egoismus vergisst und die kleinen Wesen so mit ganzem Herzen lieb hat, dann hat man schon etwas sehr KOSTBARES gefunden. Deshalb liebe Gruesse an alle von Eurer Feli.

                  Kommentar

                  • Ulrich
                    Forum-Teilnehmer
                    • 30.01.2009
                    • 280

                    #264
                    AW: Die Juden in Danzig

                    Liebe Feli,

                    ob das Hitler und seine Konsorten - auch Danziger - gebremst hätte? Wie viele Kinder im Alter deiner Enkelkinder - auch Danziger - haben sie ins Gas geschickt und wie viele jüdische Kinder, - auch Danziger - haben sie vetrieben. Wieviele haben sie auf ihrem Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion in ihren Hütten zusammen mit ihren Eltern verbrannt, wie viele dies Überlebende dann in den Wäldern gejagt und erschossen.
                    Mein Vater hat das als Soldat in der Sowjetunion mitbekommen. Unter Tränen sagte er mir: "Es waren unsere Leute", vermutlich Wehrmachtsangehörige. Warum wird so wenig über diese Hunderttausende Kinder gesprochen, die von guten deutschen Familienmenschen ermordet wurden, oder die Kinder, die als "arisierungsfähig" oder als Zwangsarbeiter von der Straße weg von liebevollen deutschen Familienmenschen aus ihren Familien gerissen und ins deutsche Reich verschleppt wurden?


                    Einen schönen Gruß

                    Kommentar

                    • Heinzhst
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.02.2008
                      • 450

                      #265
                      AW: Die Juden in Danzig

                      Und dein Vater hat zugeschaut oder weggeschaut?

                      Schönern Sonntag, Heinz
                      Ich glaube nur das,was ich gesehen und erlebt habe.
                      A.G.

                      Kommentar

                      • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                        Forum-Teilnehmer
                        • 13.02.2008
                        • 3493

                        #266
                        AW: Die Juden in Danzig

                        Da war es schon zu spaet ! Das Liebende in der Menschenseele ist etwas Goettliches und wenn man in der Menschengeschichte lernen will dann sieht man wie oft die Menschheit das Verlorene nie wieder gefunden hat. Hitler ist nicht die einzige Figur die das hervorgebracht hat. Es hoert sich irgendwie 'verdreht' an wenn man sagt man sollte auf 'Fluegeln der Liebe' leben. Jedes einzelne kleine Menschlein auf Erden koennte da schon einen grossen Unterschied machen. Ich spreche da nicht nur von Himmlischer aber auch von Irdischer Liebe, die da so viele 'Ableger' hat wie ein Baum im Wald, von der Liebe zur Mutter, Kindesliebe, die Liebe zwischen Kamerad und Kameradin, Heimatliebe u.s.w. Die meisten politischen Systeme und sogar die Kirche vergessen diese Macht. Geldgier, Herschsuechtigkeit, Unwissenheit und Egoismus u.s.w. regieren schon seit Hunderten von Jahren die Welt. Es waere Zeit dass die Menschheit an's Unkrautzupfen geht und jeder in seinem eigenen Garten damit beginnt. Da gibt es viel zu zupfen. Liebe Gruesse von der Feli, die genau so blind im Unkraut bewachsenen Garten lebte bis Unschuldigkeit in Kinderaugen ihr einen aufwachenden Ruf gab. Es muss doch einmal eine Zeit kommen wo wir alle, hier auf Erden, in Liebe und Frieden leben koennen. Noch ist es wohl nicht so weit, wie es uns die Nachrichten taeglich berichten. Aber ich bete recht inbruenstig darum

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                        • Ulrich 31
                          Forum-Teilnehmer
                          • 04.11.2011
                          • 8574

                          #267
                          AW: Die Juden in Danzig

                          Damit man hier zum gestarteten Thema zurückfindet - oder es beendet (nach z.Z. 10.184 Hits und 246 Beiträgen):

                          ein beachtenswerter Artikel aus dem Berliner "Tagesspiegel" zur heutigen Demonstration gegen Antisemitismus (bitte die 3 Seiten lesen) ► http://www.tagesspiegel.de/politik/d.../10697002.html .

                          Kommentar

                          • Ulrich
                            Forum-Teilnehmer
                            • 30.01.2009
                            • 280

                            #268
                            AW: Die Juden in Danzig

                            Hallo Heinz,
                            ich denke mein Vater hatte als Danziger "Nichtarier", bzw. "Jüdischer Mischling" jedes Recht, sich auf Zeugenschaft zu beschränken. ich weiß, dass du nicht viel von Zeugenschaft hältst, und überhaupt von dem, was andere Menschen gesehen haben - aber macht das ihre Abwertung nötig?

                            Hallo Feli,
                            ich verstehe deinen letzten Beitrag nicht, sorry.

                            Hallo Ulrich,
                            danke für den Link. Ich find das Thema "Juden in Danzig" im Ggs. zu dir nicht erschöpfend behandelt, z.B. das Thema "Die Beteiligung der Danziger Wehrmachtsangehörigen am Völkermord an den Juden in der Sowjetunion" war meines Wissens noch nie Thema.
                            Auch erinnert mich der Wunsch, das Thema zu beenden, an die Schlussstrichforderung.

                            Einen schönen Gruß

                            Ulrich

                            Kommentar

                            • Ulrich 31
                              Forum-Teilnehmer
                              • 04.11.2011
                              • 8574

                              #269
                              AW: Die Juden in Danzig

                              Hallo lieber Namensvetter,

                              jetzt fühle ich mich doch zu einer Antwort auf Deine an mich gerichtete Bemerkung aufgerufen. Mit "Schlussstrichforderung" in dem von Dir gemeinten Sinn war mein Hinweis unter #247 durchaus nicht verbunden. Diese Anregung bezog sich vielmehr auf das Zerfransen dieses Threads in diverserse Fäden, die nichts oder kaum etwas mit dem gestarteten Thema zu tun haben.

                              Ich bin der Meinung, dass man strikt beim vorgegebenen Thema bleiben sollte, wobei ich durchaus eine umfassende Behandlung begrüßen würde. Eine "erschöpfende" Behandlung wird sich - auch im vorliegenden Fall - wohl kaum realisieren lassen. Was ich z.B. bei der Themenvorgabe "Die Juden in Danzig" hier vermisse, ist die Erwähnung namhafter Danziger jüdischen Glaubens. Vielleicht kannst Du den Anfang machen und bedeutende Juden in Danzig benennen und etwas über deren Vita und Schicksal mitteilen. Auch das würde hier sicherlich interessieren und ein Zeichen des besonderen Gedenkens sein. - Bei mehr Zeit, die ich im Moment nicht habe, bin ich gerne bereit, entsprechende Beispiele zu liefern.

                              Das von Dir genannte Thema "Die Beteiligung der Danziger Wehrmachtsangehörigen am Völkermord an den Juden in der Sowjetunion" passt m.E. nicht in den hier laufenden Thread. Du solltest dafür ein gesondertes Thema starten und dazu beweiskräftige Quellen angeben.

                              Beste Grüße
                              Ulrich (31)

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                              • Ulrich
                                Forum-Teilnehmer
                                • 30.01.2009
                                • 280

                                #270
                                AW: Die Juden in Danzig

                                Hallo , lieber Ulrich (31),

                                auch Danli vermisst die Benennung namhafter Danziger Juden hier im Thread.
                                Du hast also namhafte Unterstüzung für Deinen Vorschlag.

                                Ich sehe das jedoch nicht als meine Sache an, Du kannst es gern machen.

                                Woher rührt mein Widerstrben dagegen, das zu tun? Ich hatte im thread die Befürchtung geäußert, dass diese Glorifizierung jüdischer Danziger zur Holocaustvergessenheit beiträgt. Deshalb sah und sehe ich meine Aufgabe eher in der Benennung der Danziger Opfer des Holocaust.

                                Ein weiterer Grund ist: Die Mitglieder der Danziger Synagogengemeinde sind nicht die einzigen Opfer des antijüdischen Rassissmus in Danzig. Hinzu treten die nach den rassistischen Kriterien der Nazis zu Juden, Nichtariern und jüdisch versippten erklärten, allein in unserer Danziger Familie neun Personen.
                                Es gibt auch in dieser Gruppe der nicht glaubensjüdischen, zumeist christlichen, Danziger vermutlich Hunderte, wenn nicht tausende, darunter auch sehr verdienstvolle Personen. Unter welchem Label liefe die Erinnerung an sie? Wollen sie überhaupt eine öffentliche Erinnerung, wenn sie selbst Zeit ihres Lebens darum gekämpft haben, ihre jüdische Herkunft in Vergessenheit zu bringen - auch um ihrer Kinder in der Nachnazizeit willen?

                                Andererseits haben sie nicht auch das Recht als Opfer der antijüdischen Verfolgung nicht nur in der Rechtssprechung, sondern auch im öffentlichen Gedenken als Opfer des antijüdischen Rassissmus benannt zu werden?

                                Angesichts dieser Zweifel werde ich keine verdienstvolle Persönlichkeit aus dieser Gruppe benennen und mich auch auf die Nennung der veröffentlichen Namen der Holocaustopfer beschränken.

                                Ein guter Tipp:
                                Für das Thema:Haben Danziger Wehrmachtsangehörige am Judenmord in der SU teilgenommen ein eigenes Thema zu eröffnen.

                                Einen schönen Gruß:
                                Ulrich

                                Kommentar

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