Die Juden in Danzig

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  • Ulrich
    Forum-Teilnehmer
    • 30.01.2009
    • 280

    #286
    AW: Die Juden in Danzig

    allo Martschinke,


    ich weiß nicht, von welchem Buch du in Deinem Beitrag vom 21.10, 22.30 Uhr sprichst.
    Ich wüsste auch nicht, dass ich in meinen letzten Beiträgen irgends Bezug auf Bücher genommen hätte.

    Was ich sagen wollte, ist

    1. dass nicht-jüdische Danziger Geschäftsleute von den "Arisierungen" profitierten. (Namenslisten von Arisierten und Profiteuren aus dem Danziger Staatsanzeiger hier im Forum in den Threads "Beschlagnahmungen in Zoppot" und "Beschlagnahmungen in Danzig)".

    2. Am Beispiel einer Danziger als jüdisch angesehenen Familie wollte ich aufzeigen, dass die verordnete antijüdische Propaganda und die verordeten anijüdischen Gesetze und Maßnahmen ihr Echo nicht nur im sichtbaren Demolieren jüdischer Geschäfte fand, sondern auch in den Herzen, Gefühlen und Gewohnheiten von Geschäftskollegen und Kunden, die zum wirtschaftlichen Niedergang Danziger jüdischer Geschäfte und zur sozialen Isolation ihrer Inhaber und Familien beitrug.
    Was Hannah Arendt zum Jahr 1933 in Bezug auf ihre intellektuellen Berliner Bekannten sagt, gilt auch für jüdisch und als jüdisch angesehene Danziger Geschäftsleute:

    "Erstens wurde das allgemein Politische ein persönliches Schicksal, sofern man herausging. Zweitens aber wissen Sie ja, was Gleichschaltung ist. Und das hieß, daß die Freunde sich gleichschalteten! Das Problem, das persönliche Problem war doch nicht etwa, was unsere Feinde taten, sondern was unsere Freunde taten. Was damals in der Welle von Gleichschaltung, die ja ziemlich freiwillig war, jedenfalls noch nicht unter dem Druck des Terrors, vorging: Das war, als ob sich ein leerer Raum um einen bildete". (aus einem Interview mit Günter Gaus aus den 60iger Jahren).
    Einen schönen Gruß
    Ulrich

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    • Antennenschreck
      Forum-Teilnehmer
      • 05.09.2011
      • 1833

      #287
      AW: Die Juden in Danzig

      Hallo,

      Robert Wistrich: Wer war wer im Dritten Reich? Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-596-24373-4.

      Vermutlich meint er das Buch.

      Tschü.......
      Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

      Kommentar

      • Ulrich
        Forum-Teilnehmer
        • 30.01.2009
        • 280

        #288
        AW: Die Juden in Danzig

        Hi Antennenschreck,

        danke für den Hinweis!

        Ulrich

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        • StampCollector
          Forum-Teilnehmer
          • 19.01.2014
          • 924

          #289
          AW: Die Juden in Danzig

          Über NS-Täter gibt es auch die sogenannten "Braunbücher".
          In der ehemaligen DDR erschien z.B. 1965 das Buch von Albert Norden: "Braunbuch. Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Staat, Wirtschaft, Verwaltung, Armee, Justiz, Wissenschaft"
          In den 1960ern wollte man in "Westdeutschland" nichts davon wissen...
          Dieses Buch war ein Produkt des "Kalten Krieges" und in der damaligen BRD wurde es auch verboten und unterdrückt, obwohl der Inhalt in grossen Teilen zutraf.
          Andererseits gab es auch Kriegsverbrecher und Nazis, die in der DDR, SED und NVA Karriere machten.
          Oftmals wurden sie unauffällig nach ihrer Pensionierung verhaftet...

          SC

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          • Bartels
            Forum-Teilnehmer
            • 25.07.2012
            • 3448

            #290
            AW: Die Juden in Danzig

            Zu Thema des Threads:

            Tagungsbericht: Antisemitismus in Ostmitteleuropa im Zeitraum von 1880 bis 1939
            Beste Grüsse
            Rudolf H. Böttcher

            Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
            Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
            Familie Zoll, Bohnsack;
            Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
            Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

            http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

            Kommentar

            • StampCollector
              Forum-Teilnehmer
              • 19.01.2014
              • 924

              #291
              AW: Die Juden in Danzig

              Bäder-Antisemitismus:

              In Deutschland gab es dann auch schon seit dem 19. Jahrhundert den sogenannten "Bäder-Antisemitismus":



              Im Bereich der Danziger Ostseebäder war dieser allerdings wohl nicht vorhanden... !

              SC

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              • Wolfgang
                Forumbetreiber
                • 10.02.2008
                • 11623

                #292
                AW: Die Juden in Danzig

                Schönen guten Abend,

                zum Beitrag "Bäder-Antisemitismus": Natürlich gab es den auch auf Freistaatgebiet. Darüber haben wir uns auch hier im Forum befasst: Judenstrand in Zoppot

                Viele Wortmeldungen sähen anders aus, wenn nur ein klein wenig hier in den vorangegangenen Forumbeiträgen gelesen würde.

                Schöne Grüße aus dem Werder
                Wolfgang
                Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                Kommentar

                • StampCollector
                  Forum-Teilnehmer
                  • 19.01.2014
                  • 924

                  #293
                  AW: Die Juden in Danzig

                  Hallo Wolfgang,

                  leider habe ich momentan nicht die Zeit das ganze Forum durchzusehen.
                  Nach oberflächlicher Recherche habe ich wirklich gedacht, daß es bei den Danziger Ostseebädern so etwas (dummes) nicht gegeben hat.
                  Tja, aber leider hat es auch dort so etwas gegeben...
                  Ich werde mir dieses Thema mal durchlesen!

                  Viele Grüsse SC

                  Kommentar

                  • Martschinke
                    Forum-Teilnehmer
                    • 07.03.2008
                    • 404

                    #294
                    AW: Die Juden in Danzig

                    Hallo Stamp Collector,
                    warum gab es in Danzig (gerade nicht viele) aber doch eine beträchtliche
                    Anzahl von Kriegsverbrächern?
                    1) Die höheren Militär-Angehörigen wollten den Verlorenen Krieg von
                    1914 - 1918 in ihrer Verantwortung nicht tragen.
                    Wer die Geschichte Deutschlands einigermaßen studiert hat weiß wohl,
                    dass in erster Linie die Hohe Diplomatie weltweit versagt hatte, selbst
                    verständlich war Deutschland durch das Fehlverhalten von Wilhelm den II.
                    davon nicht ausgeschlossen. Es war aber ein Unrecht 1919 geschehen und
                    dadurch entstanden Kriegsverbrecher, die sich auf Danzig seit dem
                    Jahr 1933 übertragen haben.
                    2) Was wäre aus Danzig geworden, wenn Deutschland nicht dem Nationalismus
                    verfallen wäre?
                    3) Die Heimwehr mit 500 Freiwilligen aus Danzig und 1000 Zugereiste aus
                    Nazi-Deutschland hätten nicht als aufgestellte SS-Totenkopfstandarte
                    von Albert Forster am 20.Juni 1939 gegründet, die Freie Stadt Danzig
                    zerstören können.
                    4) Im Jahre 1937 hat Artur Greiser als Senatspräsident von Danzig das
                    Zentrum als Opposition-Partei verboten. Greiser war der SS beigetreten
                    aber kein Danziger.
                    5) Seit dieser Zeit im Jahre 1938 begann die Judenhetze (Arisierungen und
                    Boykott) die wirtschaftliche soziale Ächtung der Juden in Danzig.
                    6) Obwohl manch ein Danziger Geschäftsmann nicht ganz unerfreulich
                    über die Ausschaltung einer starken, geschäftstüchtigen, jüdischen
                    Konkurrenz gewesen sein konnte, das ist doch heute auch nicht viel
                    anders mit der lästigen Konkurrenz in der gewerblichen Wirtschaft.
                    Die Juden sind nun mal sehr geschäftstüchtig und verstehen ihr
                    Handwerk und im Bankwesen sehr gut.
                    7) ich glaube nicht, dass die Danziger Geschäfts- und Privat-Leute mit
                    der grausamen Judenvernichtung in dieser Form der Handhabung
                    einverstanden gewesen sind.
                    8) Man möge doch Bedenken, gerade die Danziger haben tausende Juden
                    in ihrer kleinen Stadt Aufenthaltsrechte eingeräumt als sie noch in Polen
                    vor der Nazi-Zeit verfolgt wurden.
                    9) Stellen wir Danziger uns doch unsere unvergessene liebe Heimatstadt
                    Danzig ohne gewalttätige Nazieindringlinge vor.
                    10) Unverkennbar der Ruf zum Anschluss an das Deutsche Reich war
                    nicht unhörbar, aber waren auch alle Reichsschreier Danziger?
                    Viele Danziger hätten sich lieber einen Reichsanschluss ohne Hitler
                    gewünscht und der wäre auch gekommen.
                    Kamen die Schreier zu den Großveranstaltungen mit den Nazirednern
                    nicht doch auch von Elbing, Berlin und sonst woher?
                    11) Wollen wir noch lebenden Danziger uns Kollektiv-Schutt aufladen
                    um als Böse vor der Welt dazustehen?
                    12) Ich glaube wir haben das nicht verdient.

                    Tausend Grüße an Alle im Danziger Forum

                    martschinke k

                    Kommentar

                    • StampCollector
                      Forum-Teilnehmer
                      • 19.01.2014
                      • 924

                      #295
                      AW: Die Juden in Danzig

                      Hallo Kurt,

                      ich will Dir und Deiner Familie keine Kollektivschuld aufladen!

                      Persönlich finde ich es auch absolut bewundernswert, daß Du als junger Mann gesagt hast: "Krieg ist Mist! Dagehe ich nicht hin!"
                      Mein eigener Großvater hat als älterer Volkssturmmann 1945 die selbe Entscheidung getroffen. Er ist zusammen mit einem Kameraden nach Hause gegangen. Selbst die Vorgesetzten haben die Sinnlosigkeit erkannt und haben entsprechende Befehle weitergegeben.
                      Diese Befehle kamen ursprünglich von Generalfeldmarschall Walter Model, eigentlich ein strammer Nazi. Aber irgendwie hatte er auch noch einen Realitätssinn:
                      Ich möchte nicht wissen, wievielen deutschen Soldaten und Volkssturmmännern er das Leben gerettet hat!



                      WAR IS OVER, IF YOU WANT IT!
                      (Der Krieg ist vorbei, wenn DU es möchtest!)
                      John Lennon

                      SC

                      Kommentar

                      • Ulrich
                        Forum-Teilnehmer
                        • 30.01.2009
                        • 280

                        #296
                        AW: Die Juden in Danzig

                        Hallo Martschinke,

                        Erwin Lichtenstein erzählt von seinem ersten Besuch in Deutschland 1956 also nach dem Holocaust. Er war zuerst in Lübeck und traf dort alte Rechtsanwaltskollegen aus Danzig, auch Norbert Sternfeld. Lichtenstein berichtet: "Präsident der Vertretung der Freien Stadt war der Rechtsanwalt Norbert Sternfeld, dessen Vater, Justizrat Sternfeld, ich noch in meiner Ausbildungszeit in Danzig getroffen hatte... Norbert Sternfeld und seine politischen Mitarbeiter versuchten, eine Art Exilregierung der Freien Stadt zu bilden und in ihrem Namen auf die politische Entwicklung um Danzig Einfluß zu nehmen. Sie stellten sich auf den Standpunkt, daß Danzig am 1.9.1939 von Hitler mit Gewalt erobert worden sei, propagierten die Rückkehr zu dem Status quo vom 31.8.1939 und wollten zu einer entsprechenden Regelung mit Polen kommen.
                        So sehr ich für die Gefühle der früheren Danziger Verständnis hatte, die sich zum Teil in Westdeutschland nur schwer einleben konnten, so illusionär erschien mir ihre politische Haltung. Ich wußte nur zu gut, daß Danzig, als es durch den Versailler Vertrag gezwungen wurde, eine Freie Stadt zu werden, bei jeder Gelegenheit die Verbundenheit mit Deutschland betont hatte... Wohl gab es einige Bürger, die an die hanseatische Tradition der Stadt anknüpfen wollten... aber kein Mensch konnte behaupten, daß die Danziger (außer den jüdischen und polnischen Bürgern) in ihrer Mehrheit den "Anschluß" an Deutschland am 1.9.1939 als Vergewaltigung empfanden. Schon aus diesem Grunde mußte Danzig auch das weitere deutsche Schicksal teilen (Erwin Lichtenstein, Bericht an meine Familie, Ein Leben zwischen Danzig und Israel, Darmstadt und Neuwied 1985, S. 172f)".

                        Ich habe mich immer gefragt, warum Norbert Sternfeld in seiner Funktion als Vorsitzender des Rates der Danziger meines Wissens niemals an den Holocaust - oder die Judenverfolgung in Danzig, erinnert hat. Er hätte doch vermutlich einigen Grund dazu gehabt.
                        Vielleicht war ja sein Eintreten für das Fortleben einer Freien Stadt Danzig so etwas wie ein mißglückter Versuch, an die Judenverfolgung in Danzig zu erinnern.
                        Aber warum so kompliziert?

                        Einen schönen Gruß:
                        Ulrich

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                        • Gerhard Jeske
                          Forum-Teilnehmer
                          • 24.08.2014
                          • 737

                          #297
                          AW: Die Juden in Danzig

                          Gerhard Jeske
                          Dem Militär ungeheuer Model Realitätssinn –irgend wie - zu bescheinigen, beweist, dass der StampColector diesen Realitätssinn verloren haben muss, oder er hat, den Bericht über Model bei Wikipedia nur oberflächlich gelesen. Was Danzig betrifft, gab es keine Schonung der HJ Einheiten. Die Flak-HJ wurde zuletzt doch im Endkampf eingesetzt, obwohl es gegen die Vorschrift verstieß. Unterhalb des Bischofsberges, an der Landstraße, stand eine kaputte 8,8 Kanone, die Jungens in HJ Uniformen, lagen zerschmettert im Gelände herum. dicht an der Straße waren einige von den Autos platt gefahren. Wie ich es in meinem Buch erzählte, gelang es mir aus der 1. HJ Kompanie frei zu kommen, indem ich mich darauf berief, dass ich noch keine 16 Jahre alt geworden war, also nicht Volkssturmreif. Die Rache folgte sofort im Büro. Ich wurde ohne Entlassungsschein davon geschickt, der sollte mir per Post zugestellt werden. Jede HJ Streife oder die Kettenhunde hätten mich, nach ihrem Belieben, aufknüpfen können. Deshalb hielt ich mich bei den Soldaten im Schützengraben auf dem Motlau-Umfluter Deich auf. Bis dahin wagten sich die Greifkommandos nicht, denn manch einer von ihnen wurde mit einem Schuss in den Rücken aufgefunden.

                          Kommentar

                          • StampCollector
                            Forum-Teilnehmer
                            • 19.01.2014
                            • 924

                            #298
                            AW: Die Juden in Danzig

                            Hallo Herr Jeske,

                            ich hatte ja bereits geschrieben, daß Generalfeldmarschall Model ein strammer Nazi war.
                            Er war auch sicherlich ein Täter des Holocaust (Kooperation mit den Einsatzgruppen und dem SD).
                            Jedenfalls stand mein Großvater 1945 als Volkssturmmann (Rüstungsarbeiter) im Ruhrkessel mittelbar unter seinem Kommando.
                            Nach einer kurzen militärischen Grundausbildung kam er dann an die Heimatfront und sollte mit einem Karabiner bewaffnet gegen amerikanische und kanadische Panzer kämpfen...

                            Zitat Wikipedia:

                            "...Model beschwor somit einerseits den Endsieg, andererseits hatte er jedoch die Aussichtslosigkeit der militärischen Lage erkannt und schließlich zumindest teilweise zur Handlungsgrundlage genommen.

                            Model führte den „Nerobefehl“, die von Hitler angeordnete vollständige Zerstörung sämtlicher Industrie-, Verkehrs- und Versorgungseinrichtungen, im Ruhrgebiet zwar teilweise, aber nicht vollständig aus.

                            Er entschied sich eigenmächtig, seine Heeresgruppe aufzulösen. Seinen Stabschef Generalmajor Carl Wagener wies er an, die ganz jungen und die alten Soldaten sofort zu entlassen, damit sie als Zivilisten nach Hause zurückkehren konnten. Die übrigen sollten sich innerhalb der nächsten drei Tage entscheiden, entweder ebenfalls heimzukehren, sich einzeln zu ergeben oder aber sich zur nächsten noch kämpfenden Truppe durchzuschlagen..."

                            Mein Opa hat sich dann aufgrund dieses Auflösungsbefehls mit einem Kameraden nach Hause begeben.
                            Örtliche Nazis meinten noch etwas unternehmen zu müssen...
                            Mein Großvater war damals nicht ganz abgeneigt, zumal er im Gegensatz zu meiner Oma recht gläubig war.
                            Meine Großmutter hat ihm dann klar gemacht, daß er doch bitteschön seine Uniform ausziehen soll, damit sie diese verbrennen kann. Er hat das dann auch so gemacht.
                            Die Uniform glimmte noch im Waschküchenofen, als schon die ersten Amerikaner auf den Hof kamen...
                            Mein Opa war noch in Unterwäsche:

                            "Hier deutscher Soldat?"

                            "Hier nix deutscher Soldat!"

                            Das ist zwar nicht die klassische Kriegsdienstverweigerung, aber immerhin...

                            SC

                            Kommentar

                            • Antennenschreck
                              Forum-Teilnehmer
                              • 05.09.2011
                              • 1833

                              #299
                              AW: Die Juden in Danzig

                              Hallo SC,

                              mal sehen was "Jeske meint" jetzt meint. Hat schon manchmal was maschinelles wie ihm sich ausdrückt.

                              Tschü......
                              Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                              • Poguttke
                                • 20.05.2008
                                • 523

                                #300
                                AW: Die Juden in Danzig

                                Obwohl ich nicht wollte, mußte ich 68/69 meine Wehrpflicht als "Bürger in Uniform" in der BRD leisten. Geprägt durch die Vertreibung die in unserer Familie immer gegenwärtig war habe ich mich natürlich oft gefragt, wie ich mich wohl vor dem Krieg zur Zeit des Faschismus verhalten hätte. Es ist immer leicht im Nachhinein den Geschädigten auch noch das Eigenverschulden anzuhängen. Leider wird bei allen Diskussionen die völkerrechtliche Lage völlig ausgeblendet. Spätestens als die Opposition verboten und verfolgt wurde hätte der Völkerbund tätig werden müssen,denn dazu hat er sich selbst verpflichtet. Wir sehen ja heute am Beispiel des "arabischen Frühlings", daß man ein Volk nicht allein lassen darf bei der demokratischen Neuordnung. Auch Deutschland sähe heute anders aus wenn die Alliierten nach dem Sieg einfach wieder abgezogen wären.

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