Die Juden in Danzig

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  • Antennenschreck
    Forum-Teilnehmer
    • 05.09.2011
    • 1833

    #181
    AW: Die Juden in Danzig

    Hallo Waldkind,

    genau das denke ich auch. Und aus diesem Grund gibt es sehr viel Literatur zu diesem Thema, und das nicht erst seit 1933 oder gar erst 1945. Das Buch was ich gerade lese ist auch schon etwas älter und beschäftigt sich mit der tragischen Geschichte der Juden in den vergangenen ca. 2500 Jahren.

    Tschü.......
    Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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    • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
      Forum-Teilnehmer
      • 13.02.2008
      • 3493

      #182
      AW: Die Juden in Danzig

      Liebes Baummaedchen ! Wie recht Du hast. Die Juden wurden nicht nur wegen religioesen Gruenden verfolgt, oft sogar um sie von ihrem Reichtum zu 'befreien'. In Schulen fand man dass juedische Kinder schneller vorwaerts kamen als gentile Kinder. Spaeter bekamen sie durch diesen Vorteil Stellungen in der Gesellschaft die auch sehr eintraeglich waren. In Frankreich und auch Deutschland wurden viele Juden im 18ten und 19ten Jahrhundert im Bankgeschaeft eingewickelt. Neid und Habgier war auch ein Grund der Judenverfolgung. Liebe Gruesse von dem anderen Baummaedchen, Feli

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      • Martschinke
        Forum-Teilnehmer
        • 07.03.2008
        • 404

        #183
        AW: Die Juden in Danzig

        Liebe Helga,
        Meine besten 2 Freunde Jüdjon und Harald Dilla wohnhaft in Scharfenort oder Nobel-Guteherberge mit denen mein Bruder Fritz und ich so gern spielten, wir lernten
        mit einander das Fahrradfahren bei uns, und sie kamen so gerne zu uns. Sie mussten Danzig verlassen, weil sie Halbjuden waren. Ich war so traurig deswegen. Meine Eltern hatten mir gesagt, wir leben in einer unfreundlichen Zeit, sie können hier in Danzig nicht mehr leben. Obwohl wir noch ein Freistaat waren hatte die Diskriminierung gegen
        Jüdische Mitbürger schon begonnen.
        Es änderte sich vieles in Danzig, da konnten wir früher von der Schule nach Hause gehen, der Führer spricht. Ich habe die Rede vom Führer gehört aber nichts davon verstanden,
        wenn er schrie, wir wollen unsere Kolonien wieder haben. Meine Mutter konnte mir die Frage nicht beantworten, sie wusste nicht wo sie sind.

        Freundliche Grüße
        kurt

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        • Martschinke
          Forum-Teilnehmer
          • 07.03.2008
          • 404

          #184
          AW: Die Juden in Danzig

          Meine Mutter F.M. und auch meine Großmutter M.G. mussten in Danzig in Schießstange sitzen, nur weil sie nicht flaggen wollten, sie konnten auch nicht,
          weil sie keine Fahne hatten und keine Einrichtung sie irgendwo hinzuhängen. Ich glaube es muss wohl im Jahre 1937 gewesen sein. Meine Mutter war
          politisch noch unerfahren. Sie wusste noch nicht richtig, was die Stunde geschlagen hatte. Wir hatten jüdische Freunde in Scharfenort oder Nobel.
          Mein Bruder Fritz und ich waren mit den Söhnen Namens Jidjon und Harald Dilla von den Eheleuten Dilla befreundet. Es waren meine besten Freunde, wir
          spielten zusammen und lernten bei uns mit dem Fahrrad zu fahren. Doch als ich eines Tages von der Schule kam, sagte mir meine Großtante, die Schupos
          haben die Mama und auch die Oma mit einem grünen Auto abgeholt. Mein Vater hat sie gegen eine Kaution aus dem Gefängnis in Danzig Schießstange
          freigekauft. Er musste eine Fahne kaufen. Die Familie Dilla musste die Stadt verlassen. Ich war sehr traurig meine besten Freunde verloren zu haben.

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          • StampCollector
            Forum-Teilnehmer
            • 19.01.2014
            • 924

            #185
            AW: Die Juden in Danzig

            Hoffentlich haben Deine beiden Jugendfreunde den Krieg überlebt und sind nicht in ein Land emigriert, was nachher besetzt wurde und sie damit doch noch Opfer des Holocausts wurden...
            Versuche doch mal herauszufinden, ob sie noch leben!

            Hoffentlich!
            SC

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            • StampCollector
              Forum-Teilnehmer
              • 19.01.2014
              • 924

              #186
              AW: Die Juden in Danzig

              Also die Google-Suche nach Harald Dilla mit Gänsefüsschen: "Harald Dilla" ergibt genau ein Ergebnis:
              ttps://www.google.de/search?q=Harald+Dilla&ie=utf-8&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&channel=rcs&gfe_rd=ctrl&ei=qz04U46JDMyX-Aa4nIBo&gws_rd=cr#channel=rcs&q="Harald+Dilla"&rls =org.mozilla:de:official&safe=off
              Es ist eine skandinavische Seite zum Thema "Mobbing". Ich habe keine Ahnung, ob das für Dich weiterführend ist: Aber vielleicht...

              SC

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              • StampCollector
                Forum-Teilnehmer
                • 19.01.2014
                • 924

                #187
                AW: Die Juden in Danzig

                Irgendwas bei dem Link ist schief gelaufen. Versuch mal:


                SC

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                • StampCollector
                  Forum-Teilnehmer
                  • 19.01.2014
                  • 924

                  #188
                  AW: Die Juden in Danzig

                  Darüber hinaus gibt es hier im Forum auch einige Experten, die sich mit der Personensuche sehr viel besser auskennen als ich. Vielleicht kann da jemand helfen!
                  Eine mögliche Spur wäre also Skandinavien...

                  Kommentar

                  • Olaf Berg Nielsen
                    Forum-Teilnehmer
                    • 16.02.2011
                    • 36

                    #189
                    AW: Die Juden in Danzig

                    Hallo StampCollector und andere,
                    diese norwegische Homepage du unter die Suche „Harald Dilla“ gefunden hat, hat mit diesem Familiennamen nichts zu tun. „Dilla“ ist das norwegische Wort für Fimmel oder Manie und ist hier als ein Spitzname gebraucht.

                    Es waren zur diese Zeit nicht möglich für Juden nach Dänemark oder Norwegen zu kommen. Die dänischen Juden hatten wegen Angst für die Deutschen das verboten und am 9. April 1940 wurde Dänemark von Nazideutschland Besatz.

                    Gute Nacht
                    Olaf

                    Kommentar

                    • Ulrich
                      Forum-Teilnehmer
                      • 30.01.2009
                      • 280

                      #190
                      AW: Die Juden in Danzig

                      Hallo Olaf, ich interessiere mich für das Achicksal der sogenannten "Jüdischen Mischlinge", ihre Ehepartner, Vorfahren und Nachkommen in Danzig, ein Thema, dass für Danzig überhaupt noch nicht erforscht ist.Weißt du mehr über deine beiden Schulfreunde und ihre Familien?

                      Ein später Gruß
                      Ulrich

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                      • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                        Forum-Teilnehmer
                        • 13.02.2008
                        • 3493

                        #191
                        AW: Die Juden in Danzig

                        Von der Wikipedia unter dem Titel 'Jewish Community Of Gdansk' kann man die Geschichte der Juden in Danzig verfolgen, von der frueheren Geschichte, die unter Preussen und im Freistaat, der Verfolgung und dem Holocaust bis zur Gegenwart. Nachdem die rassistischen Gesetze in Nuremberg in November 1938 eingefuehrt wurden, entschied sich die juedische Gemeinschaft in Danzig fuer Emigration. Besitztum, Synagogen und Friedhoefe wurden verkauft um die Emigration, der juedischen Bevoelkerung zu ermoeglichen. In March 1939 verlies der erste Transport Danzig,auf dem Weg nach Palestina und bei September 1939 verblieben nur 1,700 Jews in Danzig. Das juedische Leben wurde in Gdansk wieder hergestellt. Seit 1999 wird jaehrlich das 'Fest der juedischen Kultur im Baltikum'gefeiert
                        Da glaube ich schon dass Polen die richtige Idee hat wie man uber die Schrecken des Krieges und anderen Graeultaten zusammen,hinwegkommen muss. Shalom von der Feli

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                        • ada.gleisner
                          Forum-Teilnehmer
                          • 17.02.2008
                          • 882

                          #192
                          AW: Die Juden in Danzig

                          Aus den 70er Jahren stammt ein Buch "... und wurden zerstreut unter alle Völker" Es war das erste Buch ,das ich über jüdische Geschichte gelesen habe. Sie wurden überall verfolgt: Spanien, Frankreich, England, Deuschland, Polen, Rußland. Erst ging es immer ein Zeitlang gut, aber so bald ein Funke Haß aufflammte, waren sie nicht mehr sicher. Woran das liegt ? Einige Umstände wurden hier schon aufgezählt. Es war auch die Dummheit de unbelesenen Einwohner in den veschiedenen Ländern, es war auch die katholische Kirche (auch die evangelische?) die immer wieder von den Mördern Jesus berichtete und sie in diese kriminelle Ecke stellten. Es mag aber auch die Fremdenfeindlichkeit in den Dörfern und Städte gewesen sein. Man wollte lieber unter sich bleiben, sozusagen im eigenen Mief leben, Es scheint mir auch heute oft noch so zu sein,nicht bei Juden, aber bei vielen Fremden, die hier bei uns leben. Sonntägliche Grüße von Ada
                          Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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                          • Bartels
                            Forum-Teilnehmer
                            • 25.07.2012
                            • 3448

                            #193
                            AW: Die Juden in Danzig

                            Hallo Ada,

                            es war auch die evangelische Kirche, die deswegen noch in den 1950ern Probleme mit dem Umgang mit Juden hatte!

                            Der Tod von Jesus am Kreuz ist die Basis aller christlichen Religionen, wäre er nicht gewaltsam gestorben, dann gäbe es weder christliche Religionen noch das Kreuz -

                            oder Jesus wäre nur der zweitwichtigste Prophet!
                            Beste Grüsse
                            Rudolf H. Böttcher

                            Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                            Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                            Familie Zoll, Bohnsack;
                            Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                            Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                            http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                            • ada.gleisner
                              Forum-Teilnehmer
                              • 17.02.2008
                              • 882

                              #194
                              AW: Die Juden in Danzig

                              Lieber Rudolf,
                              das wissen alle Christen, sie lernen es im Religionsunterricht und es ist unverständlich, daß der Tatsache nicht ins Auge gesehen wurde. Nun gibt es Schulunterricht erst seit dem 19. Jahrhundert. Aber all die Reichen und kluge Kirchenfürste, Fürsten , Philosophen, Lehrer usw. wußten es ja schon immer und haben trotzdem den Judenhaß entzündet. Hat es nur mit Machtausübung zu tun oder Besitzgier ? Mir fällt dazu nichts mehr ein, Gruß von Ada
                              Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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                              • Martschinke
                                Forum-Teilnehmer
                                • 07.03.2008
                                • 404

                                #195
                                AW: Die Juden in Danzig

                                Hallo danli,

                                ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Danziger die Nazi-Regierung in Danzig verhindern konnten.
                                Die Mächtigkeit geschah durch Hitlers Gesinnungsgehilfen, vor allen Dingen geschah es mit der
                                Einschleusung von dem Nazi-Gauleiter Albert Forster mit seinem Gefolge. Diese Mächtigkeit mit
                                ihrer bestialischen Durchführbarkeit hatte jede Möglichkeit die Danziger Bevölkerung in ihrer
                                gesamten Bevölkerungs-Mehrheit ihren faschistischen Willen aufzuzwingen. Jeder politischer
                                Verbrecher und Unruhestifter hatte die Möglichkeit in die "Freie Stadt DANZIG" einzureisen. Wie
                                konnte sich Danzig ohne eigene Schutzmacht gegen die Nazi-Einschleusung wehren, sie konnten
                                ihre Schutzmacht (in diesem Fall den Völkerbund) doch nicht befehlen, nun kommt und befreit uns
                                mit Granaten und Kanonen von diesen Eindringlingen. Die Danziger Bevölkerung stand ohnmächtig
                                dem Weltgeschehen gegenüber und hatte sich aus dem Grunde der braunen Brut gebeugt.

                                Martschinke

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