Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

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  • magdzia
    Forum-Teilnehmer
    • 06.12.2009
    • 464

    #61
    AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

    Ich freue mich für dich Uwe, dass du in Deutschland geboren bist und nie das Problem hattest als ein deutsches Kind in Polen zu leben und dann nach der Einreise in Deutschland plötzlich als ein polnisches Kind. Und während du in Polen oft einsam warst, weil du mit den „Polaken“ nicht spielen durftest, da du doch angeblich was „Besseres“ bist, warst du in Deutschland wieder einsam, weil du plötzlich der „Polake“ warst und so gar nichts „Besseres“.

    Und für was das Ganze? Wem hat es genützt? Bestimmt nicht den Kindern, die damit aufgewachsen sind.

    Viele Grüße
    Magdalena

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    • Wolfgang
      Forumbetreiber
      • 10.02.2008
      • 11623

      #62
      AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

      Schönen guten Abend,
      hallo Magdalena,

      es ist schon phaszinierend, was sich an Diskussiosbeiträgen ergibt wenn man meldet, dass das "Neue Deutschland" nun auch "Danzig" schreiben kann. DAS ist zukunftsorientiert, nicht der rückwärts gewendete Blick.

      Ich weiß nicht, wie weit Du in Deinen Erinnerungen zurückgehst, aber haben sie noch etwas mit dem Heute zu tun?

      Ich war mit meiner Frau am vergangenen Sonntag in einer polnischen Messe in Heilbronn und auch jetzt, mitten in der Urlaubssaison war sie sehr gut besucht. Vor allem die vielen Kinder fielen auf, die mal polnisch mal deutsch mit ihren Eltern und untereinander sprachen. Phaszinierend. Die Kinder sprachen -so weit ich es mitbekam-, akzentfrei deutsch. DAS ist das Heute! Sie sind integriert, respektiert, und haben weder im Kindergarten noch in der Schule Schwierigkeiten. Es gibt leider hin und wieder noch Diskriminierungen, manchmal am Arbeitsplatz, aber die Kinder wachsen in einer mittlerweile anderen Welt auf.

      Es gibt sicherlich auch heute noch Einzelschicksale, auf die meine Aussagen nicht zutreffen. Aber sie dürfen nicht pauschaliert werden. Wer heute Integrationswillen zeigt, wird aufgenommen. In Deutschland wie in Polen. Wir sollten nur nicht immer wieder versuchen, die Schatten der Vergangenheit zu reanimieren.
      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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      • Christkind
        Forum-Teilnehmer
        • 10.02.2008
        • 1568

        #63
        AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

        Magdalena, ich kann deine Gefühle gut verstehen.Kinder untereinander sindoft grausam, wenn es um Ausgrenzung geht, so wie die Erwachsenen es manchmal vormachen.
        Das haben wir 1945 auch erfahren.Wenn du fragst, wem es genützt hat, da könnte ich eigentlich nur antworten, dass die Eltern ganz sicher die besten Absichten hatten,um dir ein besseres Leben zu ermöglichen.Ob Ausbildung oder Chancen in der Berufswelt, all das waren doch Beweggründe, die Heimat zu verlassen, die sich noch in böser Umklammerung duch die Sowjetherrschaft befand.
        Hast du nicht auch deutsche liebe Freunde gewonnen und alte polnische Freunde behalten?
        Und deine Kinder (entschuldige, wenn ich die jetzt mal so voraussetze), sind sie unzufrieden, in Deutschland zu leben?Oder nicht?
        Meine neuen Nachbarn sind vor 20 Jahren aus Schlesien gekommen.Ihre Kinder sind hier geboren.Sie besuchen gern die Großeltern in Schlesien.Aber glücklich sind sie hier.
        Haben sie doch auch eine ganz dolle nette Nachbarin aus Danzig.
        ______
        Mit Grüßen von Christa
        Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
        (M. Gandhi)

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        • Uwe
          Forum-Teilnehmer
          • 10.08.2008
          • 1962

          #64
          AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

          Hallo Wolfgang,

          halte das auch für sinnvoll sich öfter mit dem "Heute" zu beschäftigen in den Beziehungen zwischen Deutschen und Polen. Natürlich ist dennoch die Vergangenheit wichtig um aus ihr das nötige zu lernen.

          Normal ist heute für mich, eine gute Kollegin aus Polen bei einer anderen Tätigkeit anzustellen um ihr mehr Einkommen zu verschaffen. Sich gut mit ihr zu verstehen und unterhalten zu können. Sie um Hilfe bei mir nachfragt, wenn es um Probleme bei der Einbürgerung in Deutschland geht. Ich ihr natürlich versuche zu helfen .... usw.
          Eben so zu verhalten wie man es als Mensch tut, unabhängig davon ob sie Polin ist oder nun die Deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat. Jetzt arbeite ich daran ihrem Ehemann, der ihr manchmal hilft, die Angst zu nehmen mit mir deutsch zu sprechen ... bin sicher das wird mit der Zeit auch einfacher.

          Finde es übrigens auch sehr interessant in welche Richtung sich "Dein" Thema entwickelt. Wahrscheinlich ist aber in dem Bereich erheblicher Diskussionbedarf sonst würde das wohl nicht passieren oder? Diskussionen entwickeln sich halt oft.


          Herzliche Grüße

          Uwe
          Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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          • magdzia
            Forum-Teilnehmer
            • 06.12.2009
            • 464

            #65
            AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

            Hallo an alle,

            es scheint hier ein Missverständnis vorzuliegen. Wie ich schon in einem vorherigen Beitrag schrieb, sind das nicht meine Erlebnisse.

            Wolfgang, du wirst lachen, diese „Vergangenheit“ hat mich erst nach über 30 Jahren in Deutschland eingeholt, also erst vor nicht langer Zeit. Ich war selber erschrocken, denn ich habe nicht gedacht, dass es trotz neuer politischen Ära in Europa es an die Kinder weitergegeben wird. Die Kindheit wirft immer lange Schatten auf die Zukunft der Erwachsenen.
            Das komische für mich ist, dass wenn es um Deutsche geht, die sich in Polen (oder auch woanders) nicht integrieren, viele es prima finden aber im Gegenzug bemängeln die gleichen Leute, wenn sich bei uns Menschen nicht integrieren wollen.
            Wenn ein Deutscher sagt, er wurde in Polen schikaniert, glaubt man ihm das, sagt das ein Ausländer von Deutschland, glaubt man ihm nicht.
            Für mich sind beide Fälle gleich, da gibt es keinen Unterschied.

            In der hessischen Kleinstadt, wo ich jetzt wohne, gibt es viele Schlesier aus der Umgebung von Oppeln. Es wurde eine kleine „Landmannschaft“ gegründet.
            Ich lebte bis dahin ohne Berührung mit irgendwelchen Vertriebenenverbänden, denn sagen wir so, den besten Ruf genießen sie nicht unter der Mehrheitlichen Bevölkerung Deutschlands und ich konnte dem ganzen Treiben auch nichts abgewinnen (milde ausgedrückt).

            Meine Heimat ist jetzt Deutschland und nicht Polen und auch nicht Danzig. Hier habe ich mein Leben. Meine Freunde sind einige Ausländer, der Rest sind Einheimische. Des einen oder anderen Elternteil kommt evtl. aus Vertreibungsgebieten. Bei meinen Freunden gehört das zur Geschichte – fertig. Sie sind hier nicht nur geboren sondern leben auch hier und das ist ihre Heimat. Ich bin zwar hier nicht geboren aber es ist meine Heimat geworden. Für meine Kinder gibt es auch nichts anderes, sie sind hier geboren und aufgewachsen. Danzig ist für sie die Geburtsstadt ihrer Mutter, mehr nicht, des Vaters ist Stuttgart. Sie kennen es nicht nachvollziehen, wenn die Nachkommen sagen: „Die Heimat meiner Vorfahren, ist auch meine Heimat.“ Ihrer Meinung nach, hat jeder seine eigene Heimat. Gefällt es dir dort nicht, suchst du dir eine neue. Dort kannst du dich nur integrieren, wenn du am Alten nicht hängst, ansonsten hast du Probleme mit der Integration.
            Das fällt besonders bei Ausländern auf aber auch Deutsche, die von ihrer alten Heimat nicht loslassen können, haben diese Integrationsprobleme, sie fühlen sich in der neuen Heimat fremd. Für mich ist ein Ausländer mehr integriert, der sagt, dass Deutschland jetzt sein Heimatland ist, als ein Deutscher, der seit 20 Jahren in Hessen wohnt und mir erzählt, dass er sich hier immer noch fremd fühlt, weil seine Heimat eigentlich Friesland ist. Es gibt manche Deutsche, die seit 30 Jahren in Ba.-Wü. leben und noch immer über das Schwäbische schimpfen und die dortigen Menschen.
            Ist das Integration? Was unterscheidet diese Menschen von den Ausländern die das gleiche tun?

            Wenn manche junge Türken in der 3 Generation in Deutschland von ihren Familien angehalten werden, dass sie die türkische Tradition strengstens wahren müssen, die jungen Leute aber damit nichts mehr am Hut haben und dagegen rebellieren weil sie ihre Zukunft anders sehen, finden viele es gut und verdammen die Familie weil sie das von ihren Kindern verlangt. Da heißt es: „Schließlich leben sie jetzt in Deutschland.“
            Wenn es aber um Deutsche im Ausland, insbesondere um die Vertreibungsgebiete, geht, finden die gleichen Leute das Verhalten der Eltern gut.
            Wo liegt da der Unterschied?

            Wie du siehst Wolfgang, für mich und meine Familie hat die Zukunft schon vor langer Zeit begonnen. Einige jedoch leben noch in der Vergangenheit und werfen ihre langen Schatten auf die Zukunft.
            Meine Kinder und ich lernten hier einige junge Schlesier kennen. Sie können nicht verstehen, dass wir so ein entspanntes Verhältnis sowohl zu Deutschland als auch Polen haben und erzählten mir ihre Geschichte und da wurden bei mir Erinnerungen wach. Ich kannte einige solche Kinder damals in Danzig, sie hatten auch kein leichtes Los dort, denn ihre Familien wollten sich nicht integrieren. Ich kann mich erinnern, dass mein Vater das damals nicht gut fand. Als Kind habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, heute berühren mich ihre Geschichten und es macht mich wütend. Diese junge Menschen sind auf der Suche nach ihrer Identität, das treibt sie oft an den Rand der Gesellschaft. Einige fühlen sich weder in Polen noch in Deutschland heimisch. Wie Michael schrieb: „Sie scheinen für diese Welt verloren zu sein“.

            Christa, man musste nicht in Polen den großen Deutschen raushängen, um nach Deutschland zu gelangen. Das war im III Reich so, da kam man dann auf die Liste 1 auch wenn man gar kein deutsches Blut hatte, wie z. B. Bach-Zalewski. Soviel ich weiß, wurden auch diese Listen für die Ausreise zugrundegelegt ebenso bei der Vertreibung.

            Ich will mir gar nicht ausmalen, wie mein Leben in Polen verlaufen wäre, wenn meine Eltern mir nur Deutsch beigebracht hätten in der Hoffnung bald ausreisen zu dürfen und ich nicht mit polnischen Kindern hätte spielen dürfen.
            Auf eine Ausreise mussten diese Familien genauso lange warten wie wir, so dass ihre Kinder in die polnische Schule mit nur deutschen Sprachkenntnissen kamen. So etwas passiert in Deutschland Tausenden ausländischen Kindern und die bekommen es auch zu spüren, insbesondere in kleinen Orten, wo der Ausländeranteil sehr niedrig ist.

            Mich erinnert das Gejammer dieser Leute: „Nur weil ich Deutscher bin“ an das Gejammer mancher Ausländer: „Nur weil ich ein Türke/Schwarze etc. bin“. Dass auch ihr Verhalten Anlass zur Klage gibt, darauf kommen sie gar nicht.

            Klar gab es auch Zeiten, wo das maßgeblich war und von dem jeweiligen Staat kollektiv betrieben wurde, so dass der Pole sagen konnte: „Nur weil ich ein Pole bin“, genauso wie der Deutsche es von sich behaupten konnte. Diese Zeiten sind schon sehr, sehr lange vorbei. Meine deutsche Familie bekam die gleiche Behandlung in Polen wie jeder andere polnische Staatsbürger.

            Natürlich gibt es noch heute in jedem Land Menschen, bei denen die Nationalität/Hautfarbe etc. eine Rolle spielt in seinem Verhalten dem anderen gegenüber. Diese gehören für mich zu der ersten Kategorie Mensch, die Daniel Hebron erwähnt hat. Die gibt es in jeder Nation, da bin ich vollkommen seiner Meinung.

            Viele Grüße
            Magdalena

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            • magdzia
              Forum-Teilnehmer
              • 06.12.2009
              • 464

              #66
              AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

              Noch ein Nachtrag.

              Natürlich hätte sich die Diskussion nicht soweit entwickelt, wenn ich nicht die Gegenkeule geschwungen hätte.

              Ich sehe es bei „Neuen Deutschland“ so:
              Auf der einen Seite gibt es die Vertriebenenverbände, das ist das eine Extrem. Auf der anderen Seite das andere Extrem……sagen wir in diesem Fall (da sie meistens beim „Tag der Heimat“ demonstrieren) die „Antifa“. Wer von den beiden liest eher das „Neue Deutschland“? Wem verdankt das Blatt, dass es überhaupt noch existiert?
              Das eine Extrem sieht nur ihre Mitglieder, das andere Extrem nur die heutigen Danziger.

              Wie war und ist immer noch das Verhalten der Vertriebenenverbände?
              Die heutigen Danziger, viele von ihnen wurden unfreiwillig dort angesiedelt, empfanden und empfinden es teilweise immer noch als eine Bedrohung, dass man ihnen ihre dortige Daseinsberechtigung streitig machen will. Es fängt mit dem Namen der Stadt an und endet mit der Wegnahme des Dachs über dem Kopf. Und dann……sind sie wieder die Dummen.
              Dass man da die Vergangenheit gerne ausblendet, ist wohl klar, denn sie versetzt viele noch in Angst und Schrecken. Denken daran bedeutet Alpträume.

              Ich habe es selber in Brösen erlebt, als ich das Haus von Hans-Jörg fotografierte und den älteren Mann, der vor dem Haus stand ansprach. Wir unterhielten uns ganz nett bis ich sagte, dass ich jemanden kenne, der vor und während des Krieges hier gewohnt hat. Sofort wurde der Mann wortkarg und ging auf Distanz. Man sah ihm seine Angst an. Es sind Existenzängste.

              Wie verhält sich die „Antifa“?
              Sie schmeißt alle Flüchtlinge und Vertriebene in einen Topf mit den Vertriebenenverbänden. Ein sich Erinnern an die alte Heimat, wird als erneute Bedrohung für die Polen/Tschechen etc. verstanden.

              Wie wäre es, wenn man anfängt beide Seiten zu betrachten?

              So gesehen, hat das "Neue Deutschland" vielleicht eben so gedacht und dann ist es so wie du sagst...... zuckunftsorientiert. Wollen wir es hoffen.

              Viele Grüße
              Magdalena

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              • Uwe
                Forum-Teilnehmer
                • 10.08.2008
                • 1962

                #67
                AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                Hallo Magdalena,

                Deine Vergleiche der angeblichen Extrem kann ich nun garnicht mehr teilen. Will hier keine politische Diskussion anfangen, aber wenn ich Deine Vergleiche lese krempelt sich mein Magen komplett um. Das die "Antifa" wenn überhaupt, Gesetze nur dann einhält wenn sie ihren politischen Vorstellungen entsprechen, sollte auch Dir bekannt sein. Sie wendet Gewalt gegen politisch Andersdenkende an. Damit steht sie weder hinter Gesetzen, dem Grundgesetz noch ist irgendwie demokratisch. Nun Vertriebenenverbände mit gesetzlosen, undemokratischen Gruppen zu vergleichen, die nicht hinter dem Grundgesetz stehen, finde ich ehrlich gesagt abartig. Als nächstes setzt Du Vertriebenenverbände mit Neonazis gleich oder?

                Das ist das was ich mit "ideologischer Verblendung" meine.

                Jeder dessen Meinung einem nicht passt muss nicht gleich zu den Extremen gehören und damit muss man als Demokrat leben können. Heißt nicht, das es dort nicht auch Menschen mit extremen Meinungen gibt aber Vertriebenenverbände sind als ganzes garantiert nicht rechtlich bedenklich und deshalb auch mit rechtstaatlichen Mittel zu bekämpfen, im Gegensatz zu Antifa.

                Viele Grüße

                Uwe
                Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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                Kommentar

                • magdzia
                  Forum-Teilnehmer
                  • 06.12.2009
                  • 464

                  #68
                  AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                  Danke Uwe für die Belehrung.

                  Habe zwar noch nirgends gelesen, dass die "Antifa" verboten wurde, aber wenn du das sagst, wird es wohl so sein.

                  Wer das eine Extrem oder das andere unterstützt, scheinst du ja besser zu wissen als ich.

                  Viele Grüße
                  Magdalena

                  Kommentar

                  • magdzia
                    Forum-Teilnehmer
                    • 06.12.2009
                    • 464

                    #69
                    AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                    Zitat von Uwe:
                    "Das ist das was ich mit "ideologischer Verblendung" meine."


                    Das scheint dir damals mächtig in die Knochen gefahren sein, dabei habe ich das von dir noch nicht mal behauptet sondern nur eine Frage gestellt. Prompt hast du deinen Nachnamen aus deinem Profil entfernt. Dumm gelaufen, im Zeitalter vom Internet sollte man vorher daran denken, wenn man inkognito bleiben will.

                    Wolfgang hat es seinerzeit entfernt, weil ihm meine Frage zu persönlich vorkam, dafür darfst du jetzt wettern und beleidigen wo es nur geht. Ist doch ein gerechter Ausgleich, oder?

                    Schönen Abend noch wünscht dir
                    Magdalena

                    Kommentar

                    • Uwe
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.08.2008
                      • 1962

                      #70
                      AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                      Hallo Magdalena,

                      man kann nur etwas verbieten was Organisationsstrukturen hat. Deswegen kann man auch der "Antifa" mit diesem Mittel kaum bei kommen. Wie gewalttätig diese "Gruppe" gegen Andersdenkenden ist habe ich schon zweimal "erleben" dürfen.

                      Da man gegen Ideologie nicht argumentieren kann, wie ich schon mal schrieb, spare ich mir das. Ich wettere nicht und habe Dich auch nicht beleidigt. Habe meine Meinung zu Deinem Vergleich geschrieben, den ich vollkommen daneben halte. Das ist kein wettern sondern eine Meinungsäußerung, ich weiß das ist schwer zu ertragen für Dich .... aber damit muss man leben wenn man sich verrent.

                      Wir wollen nicht über früher reden, sind da weder einer Meinung, noch bringt es etwas.

                      Dir auch noch einen schönen Abend bzw. gute Nacht.

                      Uwe
                      Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                      Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

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                      • Heibuder
                        Forum-Teilnehmer
                        • 10.02.2008
                        • 751

                        #71
                        AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                        Uwe, es ist sinnlos, sich an ernsthaften Diskussionen zu beteiligen, wenn der Partner
                        zugestandenermaßen und sich offenbarend meint, "Gegenkeulen schwingen" zu müssen.
                        (Siehe Beitrag #66!)
                        Es grüßt der Heibuder!

                        "Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)

                        Kommentar

                        • perfi fuchs
                          Forum-Teilnehmer
                          • 27.05.2010
                          • 33

                          #72
                          AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                          Lieber Uwe,

                          es hat wirklich nur Sinn, auf eine Wortmeldung einzugehen, wenn diese Hand und Fuß hat. Krauses oder halbgares Zeug als Ausfluss einer unbewältigten, da verinnerlichten frühkindlichen Indoktrination als lesenswert aufzufassen, ist schon des Guten zuviel. Ignorieren!

                          Wenn ich mir Magdalenas Beiträge in aller Gründlichkeit angesehen habe, dann nur, um meine eben geäußerte Auffassung zu bekräftigen. Sie hat sicherlich die eine oder andere bedenkenswerte Beobachtung gemacht und dargestellt, nur sind ihre Schlussfolgerungen zumeist inakzeptabel. Es wird sich daran auch nichts ändern, da ihre Prägung unterhalb der Bewusstseinschwelle bleibt und ihr immer wieder einen Streich spielt.
                          "Man kann es einem Tiger nicht verargen, dass er unsere Ziegen frisst" - heißt es in Ostasien. "Es ist seine Art."
                          Ebenso nutzlos, wie es wäre, dem Tiger sein naturgemäßes Verhalten ausreden zu wollen, so sinnlos ist es, mit Magdalena rechten zu wollen.

                          Es grüßt
                          Ingo

                          Kommentar

                          • magdzia
                            Forum-Teilnehmer
                            • 06.12.2009
                            • 464

                            #73
                            AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                            Hallo Ingo,

                            auffallend ist, dass du nur bei mir „inakzeptable Schlussfolgerungen“ siehst und bei anderen nicht. Das zeugt nicht von Objektivität.

                            Sicher haben manche hier sehr objektive und vernünftige Beiträge geschrieben, aber eben nicht alle, meiner Meinung nach.
                            Erzähle mal, wo und warum sind meine Schlussfolgerungen für dich inakzeptabel und warum die Schlussfolgerungen von manchen anderen in deinen Augen Gnade gefunden haben.
                            Und……ist es bei dir anders mit dem Unterbewusstsein oder bist du tatsächlich der Ansicht, dass es nur bei mir so ist?

                            Die „unbewältigte, verinnerlichte frühkindliche Indoktrination“ hier im Forum treibt ihr Unwesen überwiegend mit Verharmlosung und/oder Verleumdung von Nazi-Verbrechen sowie Verbreitung von Nazi-Propaganda. Selbst bei so einem harmlosen Thema wie Ortsbezeichnung wird es angewandt. Es handelt sich hier nicht um eine „Geschlossene Gesellschaft“.
                            Evtl. würde der Verfassungsschutz es bei den Älteren wegen der „Prägung unterhalb der Bewusstseinsschwelle“, die einem immer wieder einen Streich spielt, Milde walten lassen und darüber hinwegsehen, dennoch bleibt es verfassungsfeindlich.
                            Vielleicht sollte man wenigstens daran denken, wenn man schon nicht an die Opfer des Nazi-Regimes denkt.

                            Deine Feststellung, woher es kommt, ist im Ansatz aber nicht so falsch - das wäre eine Diskussion wert. Vielleicht kommt man damit weiter und die Forumsteilnehmer haben danach mehr Verständnis füreinander (mich und dich eingeschlossen), insbesondere für solche, die ganz andere Bilder im Unterbewusstsein tragen als man selber.

                            Dein Vergleich mit dem Tiger hinkt……der Mensch hat nicht nur Instinkte sondern auch noch einen Verstand und somit besitzt er auch die Fähigkeit zur Einsicht zu kommen und sein Handeln zu steuern.
                            Ich nehme doch stark an, dass du mich als einen Menschen siehst.

                            Viele Grüße
                            Magdalena

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                            • perfi fuchs
                              Forum-Teilnehmer
                              • 27.05.2010
                              • 33

                              #74
                              AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                              Magdalena, hier mal ein kleiner Hinweis aus einer Zeit, als es gar kein Polen gab:

                              Weder der deutsche Kaiser noch sonst jemand im Deutschen Reiche nahm Anstoß daran, dass Polen und Kaschuben ihre eigenen topographischen Bezeichnungen benutzten und damit von ihrem guten Recht Gebrauch machten.
                              Nachstehender Beleg ist jedermann frei zugänglich. Ich zitiere:

                              Danzig (poln. Gdansk, hierzu der Stadtplan mit Registerblatt), Hauptstadt der preuß. Provinz Westpreußen u. des Regierungsbezirks D. (s. S. 510), Festung zweiten Ranges, einst eine mächtige Hansestadt u. noch jetzt als Handelsplatz wichtig, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Dirschau-Neufahrwasser und Belgard-D., liegt anmutig am linken Ufer des westlichen Weichselarmes, der Danziger Weichsel, ca. 6 km von der Ostsee (s. das Umgebungskärtchen). ... Zitat Ende.
                              [Danzig. Meyers Großes Konversations-Lexikon (1905), Bd. 4, S. 506]

                              Mein Kommentar dazu: was [im Hinblick auf den inoffiziellen Ortsnamen] dem deutschen Kaiser recht war, dürfte Dir (mutatis mutandis) billig sein. Meyer und Brockhaus gelten als zitierfähig.
                              Mehr ist meinerseits zu diesem Thema nicht zu sagen, und von Dir ins Spiel gebrachte Weiterungen etc. etc. interessieren mich nicht am Rande.
                              Dennoch einen Gruß
                              Ingo

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                              • magdzia
                                Forum-Teilnehmer
                                • 06.12.2009
                                • 464

                                #75
                                AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                                Hallo Ingo,

                                vielleicht sollten man sich von der Toleranz des Deutschen Kaisers etwas abschneiden und es etwas gelassener sehen.

                                Du sagst, du fährst nach Danzig/Warschau/Krakau/Florenz und ich sage zu meinen Kindern (deutsch, denn polnisch und italienisch kennen sie nicht): „Wir fahren nach Gdansk/Warszawa/Kraków/Firenze“, denn…… ich „verfolge eine böse Ideologie bzw. rede eh nur Krauses“. Man möge mir verzeihen.

                                Was das andere „am Rande“ betrifft, hätte ich auch dem Beispiel von Uwe und dir folgen und vorschnelle Rückschlüssen ziehen können.
                                Der Vergleich eines Menschen mit einem Tier lässt eigentlich darauf schließen, dass dahinter eine…….aber ganz böse Ideologie steckt.

                                Tue ich aber nicht……….ich vermute eher, dass es einfach nur kopflos geschrieben wurde und hoffe, dass ich mit dieser Schlußfolgerung diesmal richtig liege.

                                In diesem Sinne trotzdem
                                viele Grüße
                                Magdalena

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