Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

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  • Uwe
    Forum-Teilnehmer
    • 10.08.2008
    • 1961

    #76
    AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

    Hallo Magdalena,

    na dann haben Deine Kinder wohl manchmal sprachliche Probleme wenn sie aus ihrem Urlaubserlebnissen anderen in deutsch berichten wollen.

    "... Man möge mir verzeihen." ... das werden wir erst einmal eingehend prüfen und fällt einigen hier bestimmt nicht so leicht.

    Viele Grüße

    Uwe
    Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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    • magdzia
      Forum-Teilnehmer
      • 06.12.2009
      • 464

      #77
      AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

      Ach weißt du Uwe, viele dt. Urlauber erzählten mir, dass sie in "Rijeka" oder auf "Krk" waren und sie haben trotzdem keine Sprachprobleme. Das hat mich überzeugt.

      Ich hoffe, du legst ein gutes Wort für mich ein während der "eingehenden Prüfung".

      Viele Grüße
      Magdalena

      Kommentar

      • Uwe
        Forum-Teilnehmer
        • 10.08.2008
        • 1961

        #78
        AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

        .... wird schwierig.

        Viele Grüße

        Uwe
        Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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        • suum cuique
          Forum-Teilnehmer
          • 24.04.2011
          • 198

          #79
          AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

          Zitat von Wolfgang
          Schönen guten Abend,

          was ist nur mit dem "Neuen Deutschland" los? Bis jetzt dachte ich, die Redakteure der früheren DDR-Tageszeitung könnten den deutschen Städtenamen "Danzig" nicht schreiben, da er für sie ein Symbol des Revanchismus wäre. In der Vergangenheit wurden für frühere deutsche Städte in Polen auch ausschließlich die polnischen Namen verwendet.

          Und nun das: Das "Neue Deutschland" veröffentlicht einen Artikel in dem DANZIG acht mal genannt wird und Gdansk fünf Mal. Wider alle vermeintliche political correctness gibt's "Danzig" nun auch im ex-kommunistischen "Neuen Deutschland"! Grandios!

          Übrigens, "Danzig" wird so genannt wenn vom alten Danzig gesprochen wird, "Gdansk" dagegen ist das Danzig von heute. Damit kann man leben.

          Hier dieser interessante Artikel: http://www.neues-deutschland.de/arti...h-luebeck.html
          Zum Posting Nr1
          Gdansk oder Danzig?
          Es ist doch voellig einleuchtend, dass wenn man in der deutschen Sprache von Danzig spricht auch Danzig sagt. Das kommt einfach daher, dass es fuer bestimmte Ortsnamen im Deutschen eine dt. Bezeichnung gibt. Alles andere ist gekünzelt, oder mit politischer Absicht so gewollt, (DDR-Sprachgebrauch). So wie wenn man Deutsch spricht nach Rom, Mailand und Venedig faehrt, (anstelle von Roma, Milano oder Venecia) spricht man natuerlich ueber (nun) polnische Staedte von Danzig, Stettin, Warschau oder Breslau. Oder auch Prag, Bukarest, Athen u.s.w. . Diese Beispielkette koennte man unendlich fortsetzen. Das hat nichts mit revauchistischen Gedankengut zu tun, das ist einfach normal. Im Standesamtswesen wird das ebenfalls so gehalten. Bei einem in Moskau geborenen Deutschen steht auch "Moskau" im dt. Pass und der Geburtsurkunde und nicht die russische Bezeichnung fuer den Ortsnamen. Das wg. der deutschen Bezeichnung von auslaendischen Ortsnamen von manchen Leuten so ein unnoetiges Hick-Hack gemacht wird laesst eher auf eine bestimmte politische Gesinnung stossen, als auf einen sachlichen Umgang mit diesem Thema.
          Beste Grüße,
          Andreas
          "There is no place like home" Zitat aus "Wizard of Oz"

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          • Marc Malbork
            Forum-Teilnehmer
            • 23.02.2008
            • 1050

            #80
            AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

            Andreas, es gibt abgeschlossene Sprachentwicklungen und Dinge, die sprachlich noch im Fluß sind.

            Der Sprachgebrauch wegen der Ortsbezeichnungen in den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten im Osten ist heute uneinheitlich, die Entwicklung ist im Übrigen auch erst seit 1989/90 relativ frei von politischen Vorgaben in Ost und West. Ich vermute, dass auch langfristig Danzig und Gdansk in der deutschen Sprache friedlich nebeneinander, mitunter auch als Klammerzusatz miteinander, koexistieren werden. Wobei (man benutze mal die Suchfunktion unserer Online-Tageszeitungen) "Danzig" zahlenmäßig m. E. wohl heute (noch ? schon ?) vorherrscht.

            Wesentlich ist dabei nicht was wir als Einzelne gerne hätten, sondern entscheidend ist wie die Mehrheit rein tatsächlich spricht und schreibt. Und das entscheidet sich im Regelfall immer ziemlich pragmatisch. Deshalb macht es keinen Sinn in die Diskussion eine politische Schärfe reinzubringen.

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            • suum cuique
              Forum-Teilnehmer
              • 24.04.2011
              • 198

              #81
              AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

              Ruediger, und da unsere Sprachentwicklung wie Du sagst noch im Fluss ist, wie man es auch bei der taeglichen, oft laecherlichen Verwendung von Anglismen beobachten kann, wird es auch in dieser Richtung bald eine neue Entwicklung geben.
              Neulich las ich z.B.: "Ein 1/2 Chicken 3.- Euro". Bald wird mal dann wohl nach Nuremberg, Munich oder Cologne zum Shoppen jetten Das hoert sich doch richtig chic an.
              Beste Grüße,
              Andreas
              "There is no place like home" Zitat aus "Wizard of Oz"

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              • Marc Malbork
                Forum-Teilnehmer
                • 23.02.2008
                • 1050

                #82
                AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                Ach ja, man muss natürlich nicht jeden vermeintlichen Sprachwandel gleich begeistert mitmachen, "Denglisch" muss nicht unbedingt sein.

                Aber es gibt auch Entwicklungen, die vernünftig sind und mitgemacht werden sollten. Mir ist aufgefallen, dass nach 1990 ziemlich schnell die Begriffe "Ostdeutschland" und hier bei mir "Ostbrandenburg" sozusagen westverlagert wurden. Ich habe das noch als Bezeichnung für die Gebiete "jenseits von Oder uind Neiße" gelernt, die Geburtsjahrgänge nach 1980 würden das so wohl gar nicht mehr verstehen.

                Und es gibt Sprachwandel, den man persönlich nur sehr schwer mitmachen kann, auch wenn er evtl. vernünftig und zeitgemäß ist. Ein junger netter Forumsmitstreiter hier hat jüngst in zwei Beiträgen augenscheinlich Bewohner Danzigs als Pommer bzw. als pommersch bezeichnet und damit die polnische Wojewodschaftsbezeichnung Pomorze 1 zu 1 als "Pommern" interpretiert. Ich habe auch schon von jungen Journalisten derlei gelesen - Danzig, die Hauptstadt Pommerns. Rein sprachlich dürfte das richtig sein. Aber bis 1945 begann nun die preußische Provinz Pommern erst viel weiter westlich, vor Lauenburg. Und das Land um Danzig hieß Westpreußen. Also je mehr wir Danzig zeitlos in "Pommern" aufgehen lassen, umsomehr würde auch sprachlich das alte Westpreußen verschwinden. Hmhmhm......will ich das ?

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