Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

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  • wenzkauer
    Forum-Teilnehmer
    • 26.10.2008
    • 203

    #16
    AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

    Hallo in die Runde, hallo Magdalena !
    Die unterschiedlichen Betrachtungen der Dinge , d.h. aus deutscher, polnischer oder kaschubischer Sicht, betrifft auch meine Familie. Den Einmarsch der Russen zum Beispiel haben alle unterschiedlich erlebt. Fünf der kaschubischen Bauern in Wenzkau aus meiner Familie mußten nicht flüchten, wurden nicht vertrieben und leben teilweise bis heute dort. Über die Zoppoter Linie meiner Familie brach das ganze Leid und Verderben herein. Später dann, in der BRD, traf man sich und diverse Erzählungen stellten sich unterschiedlich dar und führten oft zu "Diskussionen".
    Selbstverständlich hat niemand gelogen, so haben sie dies und das eben erlebt. Die Literatur dazu hat mich nicht immer schlauer gemacht und ist oft eingefärbt , je nachdem, wer es geschrieben hat.
    Nun wage ich einen Versuch , indem ich am kommenden Wochenende ein Seminar in Travemünde im Pommernzentrum besuchen werde.
    Durch das Thema "Kultur und Geschichte Danzigs und Westpreußens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - Lange Schatten von Versailles " hoffe ich auf Erhellung und vielleicht ein besseres Verständnis meiner Mischpoke . Ich gehe auch so weit und sage : besseres Verständnis gegenüber meinem Vater.
    Mal sehen...
    Viele Grüße aus Schweden von Michael

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    • grabschau, + 06.11.2012
      Forum-Teilnehmer
      • 10.02.2008
      • 496

      #17
      AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

      Hello Michael, hat nix mit diesem Thema zutun, aber jetzt erinner ich mich, dass Du so eine komplizierte GDANIEC-Suche hast ! Bin grad bei kath. Poguttken u. Gartschin, gib mir nochmals Deine Daten auf sigi.jossin(at)wanadoo.fr durch - in Schöneck hatte ich ja nichts gefunden (kath.) -- Gruss von mir nach schweden aus dem kühlen Paris, LG Sigi

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      • mottlau1
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 1720

        #18
        AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

        Hallo Magdalena, Du schreibt: Wenn ich mit einem Italiener über Mailand rede, gebrauche ich die Bezeichnung Milano. Für mich ist das Forum der Höflichkeit, des Entgegenkommens.

        Ich sehe es so: wir sind " hier im Forum Danzig-Gdansk wo sich mehrheitlich viele alte Danziger" austauschen. - Und die alten Danziger ob noch im heutigen Gdansk lebend -also die Minderheit- oder im Ausland sprechen von ihrer" Heimatstadt Danzig" - die übrigens vor dem II. Weltkrieg zu 97% aus Deutschen bestand- und aus der sie entweder geflohen sind oder vertrieben wurden. Für die nach dem Krieg Geborenen ist aus Danzig - Gdansk geworden. Nur wenn Menschen, die deutscher Abstammung sind und aus welchen Gründen auch immer nach Deutschland kamen, würde ich z.B. erwarten, daß sie deutsch empfinden u. denken. Oder ist das bereits zu viel verlangt selbst als Höflichkeit des Entgegenkommens? Sitzt die Zeit die sie in Polen verbracht haben so tief, daß sie noch immer polnisch in ihrem Herzen sind?
        Ich habe vielfach festgestellt, daß mancher deutsch lt. Paß ist, aber nicht in seinem Innersten. Glaube nicht, daß ich das falsch sehe.
        Nichts für ungut liebe Magdalena, wenn ich in dieser Weise Überlegungen anstelle. Betrachte es bitte nicht als Gehässigkeit- sondern nur als Gedankenaustausch.

        Mit netten Grüssen Jutta
        Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
        (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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        • wenzkauer
          Forum-Teilnehmer
          • 26.10.2008
          • 203

          #19
          AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

          Hallo Jutta,
          ich möchte mich auch an diesem Gedankenaustausch auf eine nette Art beteiligen. Diese von Dir angesprochenen 97% Deutsche in Danzig vor dem 2. Weltkrieg bringen mich zum nachdenken. Denke mal an die vielen Nachnamen in den hier geführten Einwohnerlisten und ihren Klang. Teile meiner Familie die in Danzig und Umgebung bleiben mußten konnten nur überleben , weil sie die irgendwo polnische oder kaschubische Wurzeln ausgegraben haben. Vor den polnischen Behörden hätten sie sich die Zugehörigkeit der 97% Deutschen tunlichst verkniffen. Als Spätaussiedler dann jedoch gerne Deutschtum hervorgeholt um in die BRD zu gelangen.
          Diese 97% machen mich irgendwie zornig.
          Einen lieben und vorallem respektvollen Gruß Michael

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          • mottlau1
            Forum-Teilnehmer
            • 11.02.2008
            • 1720

            #20
            AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

            Hallo Michael,

            Rufe mal diese Seite auf: http://www.witzlebenblog.org/?cat=22 weit unten steht: daß Polen seit 1918 alle Hebel ansetzte " die zu 97% von Deutschen bwohnte Stadt Danzig" zu annektieren.

            Dir auch einen netten Gruß nach Schweden ---wo ich übrigens einen Kusin auf Oeland leben habe. Jutta
            Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
            (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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            • perfi fuchs
              Forum-Teilnehmer
              • 27.05.2010
              • 33

              #21
              AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

              Grüß Gottle, Wolfgang;
              wir brauchen, was die deutschen Ortsbezeichnungen (und die topographischen Bezeichnungen überhaupt) betrifft, uns in keiner Weise zu rechtfertigen. Jedes Volk bezeichnet die auswärtige Topographie nach gusto; ich habe noch nie gehört, dass es die Italiener stört, dass die Polen die italienische Hauptstadt Rzym nennen. Dass Aachen bei den Franzosenb Aix - la Chapelle heißt, stört keinen Deutschen, auch nicht, dass die Polen beispielsweise Kiel als Kilonia, München als Monachium und Wien als Wieden bezeichnen etc. Ich will da gar nicht lange herumreden - es steht jedem Volk frei, sich die passenden Bezeichnungen selbst auszusuchen.

              Etwas anderes ist es natürlich, (aus Unkenntnis der Sachlage z.B. oder aus reiner Bosheit) eindeutig nationalsozialistisch befrachtete Namen zu benutzen. Ich habe an anderer Stelle einige Fälle entdeckt, die dem Bearbeiter der polnisch-deutsch-kaschubischen Ortsnamen versehentlich untergekommen sind. Hier halte ich Korrekturen für unbedingt angebracht. Nicht aber bei traditionell deutschen Bezeichnungen, die auch andere Länder betreffen - z.B. Reval statt Tallinn etc.
              Schönes Wochenende - und nicht vergessen, morgen früh um sieben den polnischen und deutschen Mädchen beim Volleyball in Japan zuzusehen: POLSAT Sport überträgt original.

              Einen Gruß allen, die reinen Herzens sind
              perfi

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              • magdzia
                Forum-Teilnehmer
                • 06.12.2009
                • 464

                #22
                AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                Hallo Jutta,

                schreibe ich hier in diesem Forum ständig Gdansk?

                Was bedeutet für dich deutsches Empfinden und Denken?

                Zitat von dir: „….,dass sie noch immer polnisch in ihrem Herzen sind“.
                Ist es etwas Negatives für dich und wie äußert sich das?

                Zitat von dir: „Ich habe vielfach festgestellt, daß mancher deutsch lt. Paß ist, aber nicht in seinem Innersten.“
                Muß man das sein als Besitzer eines deutschen Paßes?

                Viele Grüße
                Magdalena

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                • waldemar
                  Forum-Teilnehmer
                  • 14.08.2010
                  • 22

                  #23
                  AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                  Ich würde sagen deutsch sprachigen Danzigern was sie immer auch hätten sein mögen.

                  Kommentar

                  • waldemar
                    Forum-Teilnehmer
                    • 14.08.2010
                    • 22

                    #24
                    AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                    Hallo Regina,

                    ich konnte in Magdalenas Text nicht feststellen, daß sie gegnüber ihren Kindern deutschtum dieser Stadt bestreiten will. Danzig/Gdansk heute war eine Hansestadt mit der Amtsprache deutsch in der viele Völker ihre Heimat fanden. Ich habe mit diesen zwei, so unterschiedlichen Sprachen kein Problem und ich liebe die noch ganz wenigen, alten Menschen, die mir über das ehemalige Leben in Oliva, Ohra oder Langfuhr erzählen. Es sind aber jetzt junge Menschen ohne Ostpolnischen Dialekt,die diese Stadt prägen, die auch eifrig deutsch lernen und schnell beherschen. Auch wenn wir Regina etwas aneinder vorbei geschrieben haben, so musste ich in dieser Form dir antworten.

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                    • magdzia
                      Forum-Teilnehmer
                      • 06.12.2009
                      • 464

                      #25
                      AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                      Hallo Jutta,

                      ich will auf deinen Link inhaltlich nicht eingehen. Aber selbst wenn alles dort Geschriebene der Wahrheit entspreche, ist das eine Entschuldigung für das deutsche Morden (1939-1945) an der dortigen polnischen und kaschubischen Bevölkerung? Ist das die Antwort auf Michaels Frage?

                      Viele Grüße
                      Magdalena

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                      • wenzkauer
                        Forum-Teilnehmer
                        • 26.10.2008
                        • 203

                        #26
                        AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                        Hallo Jutta,
                        diesen Blog finde ich bei genauerem lesen ziemlich bedenklich. Da fällt es mir besonderes schwer an die 97% zu glauben. Also damit kommen wir zwei nicht zusammen, aber wie schön doch Öland ist , da können wir unterschiedliche Meinungen auf sehr angenehme Weise begradingen. Bestimmt noch vieles mehr..

                        In diesem Sinne schöne Grüße und gute Nacht Michael

                        Kommentar

                        • Heinzhst
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.02.2008
                          • 450

                          #27
                          AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                          Hallo Magdalena, du schreibst: Morden (1939-1945)

                          Der neue polnische Staat wurde nicht erst 1939 gegründet sonden nach 1918. Große Teile Deutschlands wurden dem polnischen Staat zugeschlagen. Wenn du mal betrachtest was der deutschen Bevölkerung angetan wurde kannst du Geschehnisse nach 1939 besser verstehen.

                          Schönes Wochenende wünscht dir Heinz
                          Ich glaube nur das,was ich gesehen und erlebt habe.
                          A.G.

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                          • magdzia
                            Forum-Teilnehmer
                            • 06.12.2009
                            • 464

                            #28
                            AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                            Zitat:"Ich glaube nur das was ich gesehen und erlebt habe."

                            Hallo Heinz,

                            ist das oben nicht dein Motto?

                            Hast du das mit eigenen Augen gesehen was der deutschen Bevölkerung angetan wurde?

                            Viele Grüße
                            Magdalena

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                            • mottlau1
                              Forum-Teilnehmer
                              • 11.02.2008
                              • 1720

                              #29
                              AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                              Gruess Dich Magdalena,

                              daß Du ständig Gdansk schreibst habe ich nicht behaupet. Ich habe Dich auserwählt- sozusagen als Gesprächspartnerin- für einen Gedankenaustausch. Ich habe desweiteren erwähnt, daß "ich persönlich" die Erfahrung gemacht habe was das Denken u. Empfinden angeht(auch im Herzen). " Meiner Meinung" nach sollte man als Besitzer des entsprechenden Paß so reagieren- meinst Du nicht auch? Deswegen ist es ja auch so schwierig für Migranten sich dem Land in dem sie ständig leben zugehörig zu fühlen dessen Paß sie besitzen.--. Ich nahm Dich sozusagen als kompetente Gesprächspartnerin. Wollte desweiteren meinen Dialog mit Dir richtig verstanden wissen u. nicht als was Tadelndes sondern als was Wünschenswertes. In diesem Sinne können wir gerne mal privat korespondieren wenn Du magst.

                              Viele Grüße Jutta
                              Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
                              (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

                              Kommentar

                              • Heinzhst
                                Forum-Teilnehmer
                                • 10.02.2008
                                • 450

                                #30
                                AW: Neues Deutschland: Mit Grass von Danzig nach Lübeck

                                Hallo Magdalena, Was vor 1939 geschah habe ich nicht gesehen. Ich war noch nicht geboren oder zu klein.
                                Das Grab meines Großvaters und das Grab meines Onkels habe ich gesehen.

                                Jetzt möchte ich wissen wieviel Morde von Deutschen an Polen du gesehen hast.

                                Viele Grüße
                                Heinz
                                Ich glaube nur das,was ich gesehen und erlebt habe.
                                A.G.

                                Kommentar

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