Maler, Grafiker, Bildhauer

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  • waldkind
    Forum-Teilnehmer
    • 06.10.2008
    • 2366

    #46
    AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Liebe Iris,

    historisch ist die Sintflut nicht nachgewiesen. Vielleicht ist diese Geschichte als warnende Vorausschau gedacht. So weit kann es kommen, wenn die Menschen nicht von ihren bösen Taten ablassen. So manch ein Mensch mag nicht einmal merken, dass uns das Wasser bereits bis zum Halse steht. Das Wasser ist hier ein Symbol für die Eigenwilligkeit des Menschen. Damit ist das Bild wie durch alle Jahrhunderte hindurch aktuell. Es enthält auch die Lösung. Sie heißt z.B. Sensibilität oder Ehrfurcht. Wir sehen in dem Bild wie sich die Menschen oberflächlich amüsieren, Gelehrte scheint es zu geben, die die Gebete Noachs in den Wind schlagen. Was bei einer Betrachtung der Geschichte leicht zu wenig Bedeutung bekommt, ist Noachs Sensibilität für die Tiere. Die Tiere folgen ihm auf das Schiff. Sie verstehen Noach, aber die Menschen tun das nicht. Warum nicht? Was fehlt ihnen, dass sie nicht des Überlebens fähig sind?

    Das erzählt die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Wie du schon sagst, die Menschen wollen zu weit hinaus, wenn's geht bis in den Himmel. Ihnen ist die Sprache des Herzens abhanden gekommen, die jeder versteht bzw. verstehen müsste. Was van Blocke mit großer Meisterschaft ausdrückt, ist die Verwirrung, die die Menschen befallen hat. Man muss sich förmlich durch ein Wirrwarr wurschteln. Und das genau bedeutet "Babel" - Wirrwarr. Wir erkennen aber auch, dass es um eine Art Flucht geht oder Verstreuung. Die Frauen tragen und nähren ihre Kinder, aber erscheinen heimatlos. Ihnen ist aufgetragen, von diesem Ort, der sich Babel nennt, fort zu ziehen.

    Gerade heute und in den vergangenen Tagen berührt uns dieses Thema erneut auf tragische Weise. Rohe Gewalt und Egoismus gegenüber dem großen weiten Herzen. LG Miriam.
    Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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    • waldkind
      Forum-Teilnehmer
      • 06.10.2008
      • 2366

      #47
      AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

      Liebe Forumer,

      damit es auch heute am Sonntag noch etwas zu lesen gibt, ein paar Worte zum Kunststil, dem die Werke des Izaak van der Blocke zugeordnet werden, dem Manierismus. Darunter versteht man eine Stilrichtung, die zwischen der Renaissance und dem Barock angelegt ist, für Deutschland und die Niederlande von etwa 1560 bis 1610, für Italien von 1520 bis 1600. Manieristen sind die Nacheiferer Michelangelos, Raffaels, Leonardos und Corregios, die Maler der italienischen Hochrenaissance.

      Gerade für diese Zeit könnte man meinen, dass alles, was in Deutschland gemalt wurde, einen flämischen, niederländischen oder italienischen Ursprung hätte. Dabei liegt die Betonung auf Italien, denn auch der Flame und Niederländer schaute in seiner Ausbildung nach Italien. Man machte eine Italienreise, lernte von einem Italiener, nannte einen Italiener seinen Freund, und wer das alles nicht hatte, der starb zumindest in Italien. Der flämisch/niederländische Maler stand in Deutschland hoch im Kurs, denn seine Ausbildung war streng und wohl geordnet und der manieristische Maler orientierte sich eben auch an Italien. In den Gemälden Izaak van der Blocke sehen wir, wie viel Können der Maler beherrschen musste. Die Aufstiegschancen eines Malers hatte oft mit seiner Herkunft und mit dem Namen seines Lehrmeisters zu tun.

      Was bietet der italienische Stil anderes gegenüber der deutschen Renaissance-Malerei? Sie ist im Motiv umfangreicher, die Motive pompöser, die Landschaft wird eingebunden, aber vor allem verehrt sie die Malerei nackter Körper. Eine Venus konnte man nackt malen, eine Jungfrau Maria nicht. Die deutsche Renaissance bot dem gegenüber eine ruhige harmonisch komponierte Porträtmalerei und religiöse Szenen mit Blick auf das Wesentliche. Vergleicht einmal van der Blocke mit den Gemälden von Hans Holbein dem Jüngeren, dann versteht Ihr, was ich meine.



      Die Zuordnung alter deutscher Gemälde ist oft schwierig. Denn nur anerkannte Meister signierten ihre Bilder. Wobei die Signatur „Meister Hans“ nicht besonders hilfreich ist. Die alten Meister dachten mehr an die Gegenwart und gingen davon aus, dass man wusste, wer ein Bild gemalt hat. An die Nachwelt dachten sie dabei nicht. Wer nicht als Meister galt, der signierte sein Bild nicht. Mancher schrieb „Anonym“ auf das Bild.

      Mit diesem Hintergrundwissen stellt sich die Frage: Wer ist ein Danziger Maler? Ist es der Maler, der in Danzig geboren ist? Ist es der Maler, der Danziger Bürgerrecht besaß? Oder wollen wir auch all denen eine Chance geben, die vielleicht nur ein Bild zu Danzig malten oder deren Namen nicht einmal bekannt war? Schaut doch einmal nach, welche Schätze an Postkarten, Bildern in Truhen und Schubkästen Ihr findet.

      Euch allen einen kunstreichen Restsonntag. Miriam.
      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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      • ada.gleisner
        Forum-Teilnehmer
        • 17.02.2008
        • 882

        #48
        AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

        Auf Reisen durch Portugal ist mir dort der portugiesische Manierismus in der Architektur aufgefallen, der einen ganz anderen Stil besitzt als z.B in Deutschland oder Italien. Man merkt, daß die Portugiesen am "Ende der Welt" lebten und ihre eigenen Ideen besaßen. Leider habe ich kein Bildmaterial, um das zu zeigen. LG von Ada
        Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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        • ada.gleisner
          Forum-Teilnehmer
          • 17.02.2008
          • 882

          #49
          AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

          Schon bei meinen Eltern hing nach der Flucht ein einfaches Aquarell. Es zeigt die Mottlau mit der Krantorseite. Es ist nicht signiert, aber es hat für uns einen tiefen Wert, es war das erste Bild, das meine Eltern in der "neuen Heimat" aufgehängt haben .
          LG von Ada
          Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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          • waldkind
            Forum-Teilnehmer
            • 06.10.2008
            • 2366

            #50
            AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

            Hallo Ada,

            Die Italienliebe der Deutschen zieht sich durch alle Jahrhunderte, im Nationalsozialismus gipfelt er in den Wahnsinn. Vielleicht hat es etwas mit dem Vitruvmann Leonardos zu tun, der die idealen Proportionen des Menschen neu festlegte. Nun sind es aber nicht nur die Italiener, sondern auch die Niederländer, denen man huldigt. Später kamen in anderen Bereichen die Franzosen dazu.
            Einen wichtigen Vorteil hatten die Niederländer. Sie setzten seit dem 15. Jh. mehr und mehr die Tempera-Malerei ab durch Ölmalerei. Mit Öl lassen sich weichere Übergänge schaffen als mit Tempera. Auch ließ diese den neuen Malgrund aus Leinen zu, der wesentlich leichter zu transportieren ist und damit größere Formate zulässt. Bei Holbein sehen wir, dass es einige Zeit lang auch Mischtechniken Öl-Tempera gab.

            Solche Bilder meine ich, Ada, wie deine Eltern eines aufgehängt haben. Solch unsignierte Bilder gibt es von Danzig wohl viele. Schade, dass man sie nicht zuordnen kann. Ich habe ein bisschen meine Bücher durchgeblättert, da finden sich noch einige Künstler, so dass uns hier vorerst nicht langweilig wird.

            Wenn man nun bei Google "Roter Saal Rathaus Danzig" eingibt, dann findet man noch Bilder zu dem Deckengewölbe mit diesen wunderbaren Bildern von Isaac van der Blocke. Bei Hans Joachim Kürtz "Danzig" sehen wir dieses auf den Seiten 36/37 mit der berühmten Allegorie auf den Danziger Handel. Schönen Sonntag Abend wünsche ich dir und allen, die hier lesen. Miriam.
            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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            • waldkind
              Forum-Teilnehmer
              • 06.10.2008
              • 2366

              #51
              AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

              Liebe Forumer,

              ich möchte euch das Buch „ErnstKolbe – Ein Impressionist aus Westpreußen“ vorstellen.

              Begegnungen mit einer deutsch-polnischen Kulturlandschaft: Das Westpreußische Landesmuseum vermittelt und erforscht die Geschichte und Kultur der historischen Provinz Westpreußen


              Ernst Kolbe, 1876 in Marienwerder geboren, ging mit 19 Jahren nach Berlin in das Atelier von Adolf Schlabitz. Er studierte Malerei und Zeichnung an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin (1895-1899) und trat danach in das Atelier des Landschaftsmalers Eugen Bracht ein, dessen Meisterschüler er in Dresden wurde. Ab 1906 arbeitete Kolbe selbständig in Berlin Steglitz.

              Das Buch stellt 49 Werke des Künstlers vor, die sich im Bestand des Westpreußischen Landesmuseums befinden. Neben impressionistischen Landschaften und Stadtansichten gibt es vier Interieurs und zwei Innenansichten von Kirchen. Es handelt sich durchweg um Ölgemälde, einigen Ölskizzen und einer Farblithographie, die die Danziger Marienkirche zeigt. Wenn Kolbe auch kein Danziger Maler im engeren Sinne ist, so machte er doch eine Studienreise nach Danzig. Von sechs Stadtansichten, die das Werk im Westpreußischen Landesmuseum enthält, zeigen zwei immerhin eine Danziger Ansicht. Besonders stimmungsvoll finde ich die „Winterliche Ansicht von Danzig“. Das Buch zeigt einen Zeitungsausschnitt, auf dem ein Hauseingang des Alten Danzig zu sehen ist. Ich will vermuten, dass Kolbe noch mehr Bilder zu Danzig gemalt hatte.

              Das Buch misst 20 x 20,7 cm bei 64 Seiten. Die Abbildungen sind groß genug, um einen lebhaften Eindruck vom Schaffen und der Persönlichkeit des Künstlers zu gewinnen. Ernst Kolbe gelingt es meisterhaft landschaftliche Stimmungen und die Unterschiedlichkeit der vier Elemente Licht-Luft-Erde-Wasser auszudrücken. Besonders reizvoll sind dabei die frischen Farbkontraste. Mir persönlich gefallen die Seelandschaften am besten, der Ausdruck ständiger Bewegung. Mir ist, als ob sich jeder, der die See liebt, in den Bildern zuhause fühlen müsste.

              Wer sich für Landschaftsmalerei interessiert, für den sind die 10,-Euro, die das Buch kostet, gut angelegt. Die Ausstellung dieser Werke in Danzig läuft bis zum 15. September 2019. Dazu hat Ulrich im Thread „Ausstellung Bilder von Ernst Kolbe im Rechtstädtischen Rathaus“ berichtet.

              Ich wünsche Euch allen einen kunstvollen Tag, waldkind.
              Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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              • waldkind
                Forum-Teilnehmer
                • 06.10.2008
                • 2366

                #52
                AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                Liebe Forumer,
                hier folgen ein paar Eckdaten zu Andreas Stech, einem recht bekannten Danziger Maler.

                Andreas Stech war Danziger Maler des Barock, malte Porträts, Stilleben, Stadtansichten, Altarbilder u.a.
                geboren am 09. September 1635 in Stolp
                gestorben am 12. Januar 1697 in Danzig

                Er ist Sohn des Kunst- und Porträtmalers Heinrich Stech aus Lübeck.

                1636 kam die Familie nach Danzig. Dort wurde Andreas Stech zunächst vom Vater unterrichtet.
                Ab 1653 Unterricht beim Maler Adolf Boy(1612-1683) in Danzig.
                1658 heiratet Andreas Stech die Tochter Adolf Boys, Witwe des Malers August Ranisch. Nach dem Tode seiner Frau heiratet Andreas Stech Adelgunde Wulf. Er hat neun Kinder.
                1661/62 erwirbt Stech den Meistertitel auf Grundlage seiner Werke „Die Berufung von St. Andrew“ und„Krösus wirft sich ins Feuer“.
                1667 erhält Stech die Danziger Bürgerschaft.
                Ab 1677 arbeitet er für König John III. Sobieski von Polen-Litauen.


                Einige seiner Werke:
                1670-1685 Spaziergang vor den Toren Danzigs
                1672-1678 Stilleben mit Eichhörnchen, ein sehr bekanntes Bild
                1675 Porträt eines Bürgers von Danzig
                1675 Junge mit rotem Halstuch, Nationalmuseum Warschau
                1678 Winterliches Panorama von Danzig, Rechtstädtisches Rathaus
                1682 Porträt Heinrich Schwarzwald
                1685 Porträt einer Patrizierdame aus Danzig
                1685 Der junge Schumann, Nationalmuseum Danzig

                Unter folgenden Links findet Ihr Gemälde von Andreas Stech. Über die Suchmaschinen lassen sich noch mehr Bilder finden.



                Nun hoffe ich, keine Fehler gemacht zu haben. Viel Freude beim Anblick der Gemälde! LG wk.
                Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                • waldkind
                  Forum-Teilnehmer
                  • 06.10.2008
                  • 2366

                  #53
                  AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                  Liebe Forumer,
                  ich hatte eine schlaflose Nacht, weil ich nicht mehr wusste, woher die Information stammte, dass Heinrich Stech in Lübeck malte. Hier ist die Quelle zur Sicherheit.


                  Heute ein paar Worte zu August Ranisch


                  August Ranisch war Maler, Steinschneider und Bronzegießer, arbeitete auch mit Ton und Silber.
                  Er soll um 1620 geboren sein und 1670 in Danzig gestorben. Wobei man die Daten mit Vorsicht genießen sollte.
                  Er war der Sohn des Dresdner Edelstein-und Wappenschneiders Nikolaus Ranisch (*ca 1568, +19.07.1640). Und wie vorher erwähnt war er der Schwiegersohn von Adolf Boy.

                  Ich habe folgenden Eintrag in „Geschichte Danzigs von der ältesten bis zur neusten Zeit“ Bd.2-Danzig 1828 gefunden:
                  „Unter den Danziger Malern fehlte es auch in diesem Zeitraume nicht an Männern, die es zur Meisterschaft in ihrer Kunst gebracht hatten. Zu ihnen gehören vor Allen: August Ranisch (starb 1670), der in van Dycks Manier zu arbeiten pflegte, und einige noch vorhandene, sehr wohl gelungene Altarblätter für die Dominikanerkirche lieferte.“
                  Zu diesen Werken für die Dominikanerkirche soll es ein Gemälde „Die Taufe Christi“, von 1650-1653, gegeben haben. Das Bild habe ich aber nicht gefunden und ich wüsste nun gerne, ob es noch existiert.
                  Ein anderes aus 1647 stammendes Altarbild des Hochaltars der Nikolaikirche zeigt den Hl. Nikolaus, der von Christus ein Buch empfängt und von Maria die Mitra. Dieses Bild kann man bei wikipedia gut einsehen. Man muss es anklicken und vergrößern.

                  Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                  • waldkind
                    Forum-Teilnehmer
                    • 06.10.2008
                    • 2366

                    #54
                    AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                    Das im letzten Beitrag erwähnte Zitat geht noch weiter und erwähnt Andreas Stech. Auch interessant, also noch mal mit Erweiterung:

                    "Unter den Danziger Malern fehlte es auch in diesem Zeitraume nicht an Männern, die es zur Meisterschaft in ihrer Kunst gebracht hatten. Zu ihnen gehören vor Allen: August Ranisch (starb 1670), der in van Dycks Manier zu arbeiten pflegte, und einige noch vorhandene, sehr wohl gelungene Altarblätter für die Dominikaner=Kirche lieferte - und Andreas Stech (st. 1697), ein vortrefflicher Historienmaler, dem die Klosterkirchen zu Oliwa und Pelplin ihre besten Gemälde verdanken, und von dem sich auch ein schönes Altarblatt in der heil. Leichnams=Kirche, ein Frescobild in der Marien=Kirche, und eine Madonna nebst einem Christuskopfe in dem Arthushofe vorfindet."

                    Einen kunstvollen Abend wünsche ich Euch, wk.
                    Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                    • Iris Freundorfer
                      Forum-Teilnehmer
                      • 22.09.2016
                      • 552

                      #55
                      AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                      Liebe Miriam,

                      puh, ich komme nicht mehr mit. Nach dem letzten Beitrag zu Grass und "Totes Holz" wollte ich mal abwarten, was andere dazu sagen und dann noch etwas schreiben.

                      Da kam dann nichts, aber von dir die Infos zu den Malern van der Blocke.
                      Na egal, dachte ich, kannst ja immer noch etwas zu Grass schreiben, beschäftige dich mal mit den van der Blockes.

                      Und dann kam Holbein und der Vergleich. Schaut man sich die Bilder von Holbein an, findet man Porträts von Erasmus von Rotterdam und Thomas Morus.
                      - Da war doch was? Wie war das noch mit Utopia? Und die kannten sich alle? -
                      Da kam ich dann "vom Höckschen auf´s Stöckchen".

                      Und dann noch die Frage nach den alten Danzigbildern, die in der Nachkriegszeit in so vielen Wohnstuben an der Wand hingen. Auch in meinem Elternhaus. Ich hab versucht, das Bild aus der Erinnerung im Netz zu finden. Ist mir leider nicht gelungen. Es war bestimmt auch ein unbekannter Künstler und das Bild war sicher nicht sehr teuer, aber für meine Eltern dennoch kostbar. Auf dem Bild war das Krantor zu sehen und die Marienkirche dahinter und mehrere Häuser.

                      Dann kam Ernst Kolbe und der Verweis auf das Westpreußische Landesmuseum
                      - Was, in Warendorf gibt es ein Westpreußisches Landesmuseum? Da muss ich doch gleich mal gucken -
                      Ernst Kolbe fiel erst einmal "hinten runter".

                      Ein paar Bilder von Andreas Stech habe ich mir angesehen, u.a. das Stilleben mit Eichhörnchen. Da verwunderte mich die Apfelsine und die Melone, Südfrüchte im hohen Norden im Jahr 1675.

                      Beim letzten von dir genannten Künstler muss ich bisher passen, bin ganz außer Atem.

                      Ich würd mich gern intensiver damit beschäftigen, was du uns alles zu erzählen und zu zeigen hast. Auch mal darüber nachdenken und dann - je nachdem - auch etwas schreiben. Ich komm leider nicht so schnell hinterher, weil ich ja auch eine Kunstbanausin bin und auch nicht immer Zeit und Muße habe.
                      Auf jeden Fall vielen Dank, ich bemüh mich nachzukommen

                      Viele Grüße
                      Iris

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                      • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                        Forum-Teilnehmer
                        • 13.02.2008
                        • 3493

                        #56
                        AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                        Liebes Waldkind und liebe Iris ! Mich habt Ihr schon lange 'verloren', bin nicht so gewandt in der Kunstgeschichte und habe halt nur ein par Maler deren Bilder ich zu gern sehe. Und diese 'Liebe' stammt noch aus meinen Schuljahren.

                        Auch haben wir viel Zeit der Adamowicz Affaire gegeben, jedenfalls habe ich es getan. Werde mich bessern und naechste Woche ein bischen nachforschen. Momentan, stecke ich mitten drinnen in the 'Australian Open' und bin hoch betruebt dass wir den Roger nicht im Finale haben werden. Liebe Gruesse von der Feli, die da mit 40 Grad noch gerade 'schnaufen' kann.

                        Kommentar

                        • Gerhard Jeske
                          Forum-Teilnehmer
                          • 24.08.2014
                          • 737

                          #57
                          AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                          Iris Freundofer #55 Auf der Insel Mainau war das Klima entsprechend, dass dort Südfrüchte wuchsen. Gerhard Jeske grüßt noch nachträglich alle Geburtstags Mitglieder und wünscht ihnen eine stabile Gesundheit

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                          • Inge-Gisela
                            Forum-Teilnehmer
                            • 09.11.2012
                            • 1842

                            #58
                            AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                            Liebe Miriam,

                            mit Interesse lese ich hier Deine Texte. Von Kunstgeschichte verstehe ich kaum etwas. Ich weiß nur, ob mir ein Bild gefällt oder nicht. Aber zu diesem Thema hier, finde ich, passt auch der nicht sooo bekannte Kunstmaler und Grafiker Fritz Leopold Hennig, *17.03.1895 in Danzig, +29.03.1951 in Dresden. In seinen frühen Jahren lebte er mit seinen Eltern in Ohra, Stadtgebiet. Viele Jahre in Zoppot und später in Dresden. Über ihn kann man so einiges lesen unter Eingabe "Fritz Leopold Hennig - Wikipedia", und im Danziger Hauskalender 2018 wurde auch etwas über ihn berichtet, geschrieben von seinen Söhnen Fritz und Olaf. Deshalb muss ich hier nicht näher auf sein Leben eingehen. Das Krantor und die Mariengasse gehören natürlich auch zu seinen Werken. Ich meine sogar, ein/zwei Werke sind hier in einem älteren Thread abgebildet. Dann stammt auch ein Plakat von ihm, die Richard Wagner Festspiele 1931 - Ostseebad Zoppot Waldoper betreffend.

                            Lieben Gruß, in Hamburg ist es derzeit lausig kalt, wahrscheinlich auch in Berlin.

                            Inge-Gisela

                            Kommentar

                            • waldkind
                              Forum-Teilnehmer
                              • 06.10.2008
                              • 2366

                              #59
                              AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                              Liebe Iris,
                              jetzt siehste, wie es so rüber kommt, wenn einer in seinem Lieblingsthema davon galoppiert.Ich dachte, wenn ich sowieso recherchiere, kann ich ein paar Eckdaten hier rein setzen. Wenn es mal geschrieben steht, geht es nicht so schnell wieder verloren. Es kann aber jeder sein eigenes Thema aufgreifen, was ihn gerade interessiert.
                              Ich persönlich finde es immer schön von den Bildern zu hören, die die Vorfahren nach dem Krieg in die Wohnstube hängten. Da steckt viel Heimatliebe drin. Das Krantor, die Marienkirche, das Rathaus, das ist wohl alles so oft gemalt worden, dass man diese Bilder niemals zählen wird können. Ich glaube, das ist einzigartig in Danzig, dass die Künstler nicht müde werden diese Stadt zu malen.

                              Liebe Feli,
                              ich hatte dich nicht verloren. Ich habe immer fein nachgeschaut, was du gerade machst. Und seit deinem letzten Beitrag hier in diesem Thread schlafe ich abends öfter mit Bildern von Spitzweg vor meinem geistigen Auge ein. Dieser Mensch hatte so viel Lust und Humor für die kleinen Dinge des ganz alltäglichen Lebens. Oder ich sehe Bilder von St. Barbara und deinen Großeltern. Ich finde es auch schön, wenn einer einfach sagt, welches Bild er gerne mag.

                              Liebe Inge-Gisela,
                              ich denke oft an dich und an Ohra. Danke für deinen Beitrag. Dann beschäftige ich mich jetzt erst mal mit Fritz Leopold Hennig. Es liegt mir am Herzen etwas über Kunst in Ohra heraus zu finden.

                              Liebe Forumer,
                              viele von Euch kennen Danzig und viele seiner Kunstwerke. Ich erfahre gerne etwas aus Euren Erfahrungen. Zum Beispiel wüsste ich gerne etwas über die 12 allegorischen Frauengestalten im Altstädtischen Rathaus von Adolf Boy. Oder darüber, wer Meister Paul ist und was es mit dem Christophorus auf sich hat.

                              Herzliche Grüße an alle, vom waldkind, alias Miriam.
                              Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                              • Inge-Gisela
                                Forum-Teilnehmer
                                • 09.11.2012
                                • 1842

                                #60
                                AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

                                Liebe Miriam,
                                vielleicht fällt Dir beim genauen Lesen von Fritz Leopold Hennig - Wikipedia eine Kleinigkeit auf :-).
                                Du magst den Spitzweg, ich auch. Früher war es ja mal modern, dass man sich mit Besticken von Bildern beschäftigte (wenn man z.B. nicht malen konnte). So entstand mein gesticktes Bild "Der Bücherwurm". Es ist mittlerweile ca. 45 Jahre alt und ich finde, es sieht heute noch genauso aus wie zur Zeit der Fertigstellung. Heute könnte ich die feinen Stiche mit so dunklem Garn gar nicht mehr machen. Da würden meine Augen streiken.

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                                Lieben Gruß

                                Inge-Gisela
                                Angeh

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