AW: Danziger Singakademie
[FONT="]31.5.2018[/FONT]
[FONT="]Im Jahr 1899 wurden im Schützenhaus nur zwei Aufführungen durchgeführt. Am 21. März Georg Friedrich Händels Oratorium Samson, in drei Akten, HWV 47. Samson eigentlich Simson, der „von der Sonne“, ist eine Figur aus dem Alten Testament. Er wird im Buch der Richter, bei Kapitel 13-16 erwähnt.[/FONT]
[FONT="]Als ein Auserwählter Gottes blieb er durch seine unbezwingbare Stärke für die Philister unbesiegbar, solange er sein Haupthaar ungeschoren ließ, wodurch er die Unterdrücker Israels oftmals besiegte. Seine Frau Dalia verriet das Geheimnis an die Feinde. Er wurde gefangen genommen, sein Haar geschoren u s. w. Das Drama nahm Händels zum Anlass, dieses Oratorium zu schreiben. Das Volk der Philister siedelte sich im 12. Jahrhundert an der Küste Palästina an. (Palästina= Philister). Ein Auserwählter, ein Nasiräer, ein Geweihter wie es Samson auf Weisung Gottes sein soll, muss verschieden Arten der Enthaltsamkeit, auf sich nehmen.[/FONT]
[FONT="]Die zweite Veranstaltung im Jahr 1899 fand am 19. Dezember mit dem Oratorium „Franziskus“, op. 36, vom belgischen Komponisten Edgar Tinel im Schützenhaus unter der Leitung von Ludwig Heidingsfeld statt. Die Solisten waren: Fräulein K. Brandstädter, Sopran, Opernsänger Gustav Friedrich und Kammersänger Kronberger.[/FONT]
[FONT="]Auch im Jahr 1900 fanden nur zwei Veranstaltungen wieder im Schützenhaus, und zwar am 28. März Max Bruchs Oratorium Odysseus, op. 41 und am 12. Dezember Haydns Oratorium: Die Jahreszeiten statt. Die Solisten waren nicht aus Danzig.[/FONT]
[FONT="]Am 11. März 1901 folgte im Schützenhaus ein Konzert unter der Leitung des neuen Dirigenten von Karl Frank. Es kam Beethovens 9. Sinfonie d-Moll op. 125 zur Aufführung. Die Solisten kamen nicht und Danzig. Am 27. März folgte eine Vereinsaufführung wieder im Schützenhaus mit dem Oratorium, von Felix Mendelssohn- Bartholdy, Paulus op. 36 MWV. A 14. Die Solisten kamen nicht aus Danzig. Das musikalische Jahr 1901 endete mit einer Aufführung im Apollosaal mit kleiner Chorbesetzung ohne Begleitung einer weiteren Vereinsaufführung, mit dem Oratorium von August Klughardt: Die Zerstörung Jerusalems, op. 75., unter der der Leitung von Fritz Binder. [/FONT]
[FONT="]Zu den drei oben erwähnten Dirigenten wäre folgendes zu sagen.[/FONT]
[FONT="]Ludwig Heidingsfeld stammte aus Schlesien. Er trat am 3. Oktober 1896 die Nachfolge von Georg Schumann an. Im September stellte er einen schriftlichen Antrag, den „Danziger Gesangverein“ umzutaufen und fortan „Danziger Singakademie“ zu nennen, um Verwechselungen und anderen Vereinsnamen auszuschließen. Der Vorschlag wurde angenommen. Somit hieß seit 25.September 1899 der Verein „Danziger Singakademie. Sein Nachfolger wurde Karl Frank der seit 1899 in Danzig lebte und auch als Musikkritiker der Danziger Neuesten Nachrichten tätig war. Vorsitzender war Dr. Med. Sanitätsrat Ernst Scharffenorth. Der Nachfolger von Karl Frank wurde Fritz Binder der auch als Pianist auftrat. Ganz besonders ist zu erwähnen, dass Binder bei Kriegsausbruch, seine gesamte künstlerische Tätigkeit in den Dienst der Kriegswohlfahrt stellte und auf alle Gehälter und Einnahmen zugunsten kriegswohltätiger Zwecke verzichtete.[/FONT]
[FONT="]31.5.2018[/FONT]
[FONT="]Im Jahr 1899 wurden im Schützenhaus nur zwei Aufführungen durchgeführt. Am 21. März Georg Friedrich Händels Oratorium Samson, in drei Akten, HWV 47. Samson eigentlich Simson, der „von der Sonne“, ist eine Figur aus dem Alten Testament. Er wird im Buch der Richter, bei Kapitel 13-16 erwähnt.[/FONT]
[FONT="]Als ein Auserwählter Gottes blieb er durch seine unbezwingbare Stärke für die Philister unbesiegbar, solange er sein Haupthaar ungeschoren ließ, wodurch er die Unterdrücker Israels oftmals besiegte. Seine Frau Dalia verriet das Geheimnis an die Feinde. Er wurde gefangen genommen, sein Haar geschoren u s. w. Das Drama nahm Händels zum Anlass, dieses Oratorium zu schreiben. Das Volk der Philister siedelte sich im 12. Jahrhundert an der Küste Palästina an. (Palästina= Philister). Ein Auserwählter, ein Nasiräer, ein Geweihter wie es Samson auf Weisung Gottes sein soll, muss verschieden Arten der Enthaltsamkeit, auf sich nehmen.[/FONT]
[FONT="]Die zweite Veranstaltung im Jahr 1899 fand am 19. Dezember mit dem Oratorium „Franziskus“, op. 36, vom belgischen Komponisten Edgar Tinel im Schützenhaus unter der Leitung von Ludwig Heidingsfeld statt. Die Solisten waren: Fräulein K. Brandstädter, Sopran, Opernsänger Gustav Friedrich und Kammersänger Kronberger.[/FONT]
[FONT="]Auch im Jahr 1900 fanden nur zwei Veranstaltungen wieder im Schützenhaus, und zwar am 28. März Max Bruchs Oratorium Odysseus, op. 41 und am 12. Dezember Haydns Oratorium: Die Jahreszeiten statt. Die Solisten waren nicht aus Danzig.[/FONT]
[FONT="]Am 11. März 1901 folgte im Schützenhaus ein Konzert unter der Leitung des neuen Dirigenten von Karl Frank. Es kam Beethovens 9. Sinfonie d-Moll op. 125 zur Aufführung. Die Solisten kamen nicht und Danzig. Am 27. März folgte eine Vereinsaufführung wieder im Schützenhaus mit dem Oratorium, von Felix Mendelssohn- Bartholdy, Paulus op. 36 MWV. A 14. Die Solisten kamen nicht aus Danzig. Das musikalische Jahr 1901 endete mit einer Aufführung im Apollosaal mit kleiner Chorbesetzung ohne Begleitung einer weiteren Vereinsaufführung, mit dem Oratorium von August Klughardt: Die Zerstörung Jerusalems, op. 75., unter der der Leitung von Fritz Binder. [/FONT]
[FONT="]Zu den drei oben erwähnten Dirigenten wäre folgendes zu sagen.[/FONT]
[FONT="]Ludwig Heidingsfeld stammte aus Schlesien. Er trat am 3. Oktober 1896 die Nachfolge von Georg Schumann an. Im September stellte er einen schriftlichen Antrag, den „Danziger Gesangverein“ umzutaufen und fortan „Danziger Singakademie“ zu nennen, um Verwechselungen und anderen Vereinsnamen auszuschließen. Der Vorschlag wurde angenommen. Somit hieß seit 25.September 1899 der Verein „Danziger Singakademie. Sein Nachfolger wurde Karl Frank der seit 1899 in Danzig lebte und auch als Musikkritiker der Danziger Neuesten Nachrichten tätig war. Vorsitzender war Dr. Med. Sanitätsrat Ernst Scharffenorth. Der Nachfolger von Karl Frank wurde Fritz Binder der auch als Pianist auftrat. Ganz besonders ist zu erwähnen, dass Binder bei Kriegsausbruch, seine gesamte künstlerische Tätigkeit in den Dienst der Kriegswohlfahrt stellte und auf alle Gehälter und Einnahmen zugunsten kriegswohltätiger Zwecke verzichtete.[/FONT]
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