Mysteriöses Massengrab in Marienburg entdeckt

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  • RenéDublin
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 301

    #136
    Zitat von Aussie
    Eine Frage aber steht bei mir offen:
    "Koennte man noch feststellen ob diese Opfer durch Gasvergiftung getoetet wurden, wie so viele damals umgebracht wurden?"

    Hallo Aussie,

    eine Methode die eine moegliche Gasvergiftung in Knochen die schon laenger im Boden lagen anzeigt ist mir leider nicht bekannt.

    Viele Gruesse,
    René
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    • RenéDublin
      Forum-Teilnehmer
      • 10.02.2008
      • 301

      #137
      Zitat von Rüdiger
      Wie genau kann man den Todeszeitpunkt bzw. den "Liegezeitraum" menschlicher Skelette bestimmen, wenn man, wie es hier zunächst gemeldet wurde, keinerlei sonstige Hinweise wie Kleidungsreste, Metallgegenstände oder Gebissüberkronungen o.ä. hat ?
      Hallo Rüdiger,

      das Liegezeitalter bei skelettierten Ueberresten ohne weitere Grabinhalte oder Beigaben zu bestimmen ist schwierig. Eventuell koennen noch die verschiedenen Bodenzonen im Grab Auskunft geben. Auch kann man die Radiokarbonmethode (C14) benutzen um alte Knochen zu bestimmen. Leider fallen Skelette aus dem Zeitraum des 1. und 2. Weltkrieges in einen Bereich der von der Radiokarbonmethode nicht erfasst werden kann, da diese noch zu "jung" sind. Es gibt eine Ausnahme und dass sind Skelette oder Knochen von Leuten die in den 50ger, 60ger, 70ger und 80ger Jahren starben, da es ein kuenstliches "Hoch" im natuerlichen Radiokarbon Bereich gab, welches durch die Atombombenversuche stattfand.

      Es gaebe noch mikroskopische Methoden aber auch diese muss man mit vorsicht behandeln.

      Die besten Methoden sind Kleidung, Zahnersatz usw, obwohl Zahnersatz kein Muss ist, denn es gab diesen schon zu Zeiten der Etrusker. Und natuerlich gibt es auch Leute mit perfektem gebiss oder Leute die gar nicht zum Zahnarzt gehen usw. Das muss man beruecksichtigen.

      Viele Gruesse,
      René
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      • Peter von Groddeck
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 1517

        #138
        Hallo liebe Liste,
        heute las ich in der Zeitung: "Wissenschaftler der Ludwig-Mayimilians-Universität München haben neue Erkenntnssse zum Tod der Eismumie "Ötzi" gewonnen. Sie fanden heraus, dass der Gletschermann einem Pfeilschuss in seinen Rücken in wenigen Minuten bis höchstens einige Stunden überlebt hatte. Vermutlich ist der Mann aus der Jungsteinzeit innerlich verblutet. Kurz vor seinem Tod hat er aber auch einen Schlag mit einemstumpfen Gegenstand auf den Rücken bekommen."
        Was man doch alles so herausfinden kann.
        Gruß Peter
        Tue recht und scheue niemand.

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        • Heibuder
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 751

          #139
          Zitat von RenéDublin
          ...
          Es gaebe noch mikroskopische Methoden aber auch diese muss man mit vorsicht behandeln. ...
          Und wie wäre es mit einer Kugel aus den Köpfen der Erschossenen?
          Wurde evtl. eine gefunden?
          Es grüßt der Heibuder!

          "Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)

          Kommentar

          • RenéDublin
            Forum-Teilnehmer
            • 10.02.2008
            • 301

            #140
            Zitat von Heibuder
            Und wie wäre es mit einer Kugel aus den Köpfen der Erschossenen?
            Wurde evtl. eine gefunden?
            Hallo Wolfgang,

            mein Kommentar oben bezog sich auf "Liegezeitbestimmungen". Verletzungen bzw. Todesursachen sind etwas ganz anderes. Je nach Kaliber der Waffe kann die Kugel durchaus noch im Schaedel vorhanden sein.
            Es kann aber auch vorkommen, dass Geschosse bei der Skelettierung herausfallen und dann nach der Bergung im Grab verbleiben.

            In einigen Mordfaellen wurden auch Kugeln einige cm im Boden des Grabes gefunden nachdem der Leichnam/die Knochen herausgeraeumt wurden. Dies kommt eher vor, wenn auf das Opfer im Grab geschossen wurde.

            Eine Roentgenaufnahme wuerde in manchen Faellen sicher helfen, da man in einigen Faellen auch noch kleinste Metallpartikel der Kugel im Knochen finden kann obwohl die Kugel selber gar nicht mehr da ist.

            Wie ich auch schon in einem anderen Beitrag sagte, muss man sogenannte "Loecher" in Schaedeln sehr genau untersuchen, da diese auch postmortal entstehen koennen oder gar, in manchen Faellen anatomische Varianten sowie Pathologien darstellen koennen. Nur weil man in einem Schaedel ein Loch sieht muss es nicht direkt durch Schusseinwirkung entstanden sein. Man muss da vorsichtig sein.

            VG,
            René

            PS: Wolfgang, ich glaube ich habe dich missverstanden. Du meintest sicher, dass man durch die Kugel das Zeitalter bestimmen koennte? Die Kugel wuerde garantiert helfen, den Zeitraum einzuengen, schon vom Kaliber her und wenn Huelsen gefunden werden dann kann man sicher vom Hersteller her sogar noch gruendlicher datieren. Da hast du ganz Recht!
            Zuletzt ge Grund: PS
            Suche immer Orden, Medaillen, Ehrenzeichen, Urkunden, Wehrpaesse, Soldbuecher und vieles mehr. Bitte alles anbieten. Bei Interesse garantiert sofortige Zahlung. Danke!

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            • Heibuder
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 751

              #141
              Zitat von RenéDublin
              ...
              PS: Wolfgang, ich glaube ich habe dich missverstanden. Du meintest sicher, dass man durch die Kugel das Zeitalter bestimmen koennte? Die Kugel wuerde garantiert helfen, den Zeitraum einzuengen, schon vom Kaliber her und wenn Huelsen gefunden werden dann kann man sicher vom Hersteller her sogar noch gruendlicher datieren. Da hast du ganz Recht!
              Ja, genau, daran dachte ich, Rene. Aber, ob sich die Ausgräber vor Ort nach 64 Jahren noch solche Mühe geben, glaube ich kaum.
              Es grüßt der Heibuder!

              "Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)

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              • Helga +, Ehrenmitglied
                Moderatorin
                • 10.02.2008
                • 1948

                #142
                In der Bildzeitung gibt es Listen über angeblich Vermisste Deutsche in Marienburg

                Viele Grüße
                Helga

                "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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                • Wolfgang
                  Forumbetreiber
                  • 10.02.2008
                  • 11623

                  #143
                  Zitat von Helga
                  In der Bildzeitung gibt es Listen über angeblich Vermisste Deutsche in Marienburg
                  Hallo Helga,

                  über diese Liste ist bereits vor einer Weile berichtet worden. Es gibt sie auch als PDF-Download. Näheres dazu unter https://www.danzig.de/showpost.php?p=14420
                  Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                  Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                  Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                  • Helga +, Ehrenmitglied
                    Moderatorin
                    • 10.02.2008
                    • 1948

                    #144
                    Zitat von Wolfgang
                    über diese Liste ist bereits vor einer Weile berichtet worden. Es gibt sie auch als PDF-Download. Näheres dazu unter https://www.danzig.de/showpost.php?p=14420
                    Hallo Wolfgang,

                    da siehst du es. Da bilde ich mir ein, jeden Beitrag zu lesen und dann sowas Muß an mir vorbei gerauscht sein. Sorry
                    Viele Grüße
                    Helga

                    "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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                    • Erwin-Danzig, + 17.06.2017
                      Forum-Teilnehmer
                      • 11.02.2008
                      • 160

                      #145
                      Massengrab Marienburg

                      Hallo Wolfgang und Freunde des Forums,

                      erlaube mir hier noch einmal eine kurze Information zu geben.
                      Bei der Durchsicht alter Unterlagen aus dem Nachlass Porall's,
                      ist mir eine Heimatzeitung Marienburg aus der Zeit um 1970
                      aufgefallen. - Diese wird auch sicherlich nicht mehr als selbstständige
                      Ausgabe bestehen. Ihr Ausgabeort war Münster und es ist zu
                      vermuten, daß im Westpreußischen Landesmuseum in M-Wolbeck
                      oder bei der Zeitungsredaktion DER WESTPREUSSE Ablagen
                      existieren. Es könnte ja sein, daß dort in früheren Jahren
                      Augenzeugen Hinweise auf Vorgänge jener Vorfälle von 1945
                      gegeben worden sind. Natürlich müßte jemand vor Ort so etwas
                      rechergieren. - 2006 und 2007 habe ich dieses Landesmuseum besucht.
                      Hatte vorher per Telefonanruf Kontakt gesucht und ein Buch von Poralla
                      UNVERGÄNGLICHER SCHMERZ als Exemplar für die dortige Bücherei
                      bzw. Archiv übersandt. Man hatte mir erklärt man kenne weder P. Poralla
                      noch seine Bücher. Also was soll man davon halten bzw. war das
                      Vertrauensbildung ? !! Nach meiner Information gibt es für dieses Haus sogar Fördermittel aus entsprechenden Fond's
                      Es grüßt Erwin Völz.

                      Kommentar

                      • Wolfgang
                        Forumbetreiber
                        • 10.02.2008
                        • 11623

                        #146
                        In der Erde Polens

                        Hier ein lesenswerter Artikel in "Welt Online", der ein Schlaglicht wirft auf das Schicksal hunderttausender von Vermissten. Nicht nur in Marienburg liegen sie...
                        Viele Deutsche kamen in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs in Westpommern um. Ein polnischer Journalist geht nun ihrem Schicksal nach - und viele seiner Landsleute begrüßen das. Robert Ryss hat einen festen Gang. Wenn der 51-Jährige durch die Kleinstadt Chojna geht, das alte Königsberg in der Neumark, 60 Kilometer südlich von Stettin, grüßen sie ihn und er grüßt zurück,...
                        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                        • Belcanto
                          Forum-Teilnehmer
                          • 24.09.2008
                          • 2508

                          #147
                          Hallo Wolfgang
                          Ja, sehr aufschlussreich. Es müsste mehr Ryss geben.Auch er spricht ja von den vielen Ruhr-und Typustoten und leider auch davon, dass von seinen polnischen Landsleuten, alle Friedhöfe eingeebnet wurden.
                          Warum musste das geschehen?Die Toten hatten doch niemand etwas getan!
                          Viele Grüße
                          Belcanto

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                          • Wolfgang
                            Forumbetreiber
                            • 10.02.2008
                            • 11623

                            #148
                            Hier ein aktueller Bericht http://www.n-tv.de/1111517.html nach dem für die Opfer in Marienburg ein Denkmal errichtet werden soll.
                            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                            • Regina, +19.11.2023
                              Forum-Teilnehmer
                              • 15.02.2008
                              • 235

                              #149
                              Massengrab in Marienburg

                              Liebe Forummitglieder
                              Die Exhumationen aus demMassengrab sind beendet. Es hat wegem dem
                              langen und harten Winter etwas laenger gedauert.Jetzt wird an der Stelle ein Rasen angelegt mit einer, mit der deutschen Seite vereinbarten, Tafel fuer unschuldige Kriegsopfer. Die ueber 2.500 Skelette werden nicht in Marienburg, sondern auf einem Kriegsopferfriedhof in der Naehe von Stettin ihre letzte Ruhe finden. Das Hotel, welches Marienburg sehr braucht wird an einer anderen Stelle gebaut. Jetzt wird noch weiter an anderen Strassen nach Toten gesucht.
                              Viele Gruesse aus Danzig
                              Regina

                              Kommentar

                              • Belcanto
                                Forum-Teilnehmer
                                • 24.09.2008
                                • 2508

                                #150
                                Hallo Regina
                                Vielen Dank für deine Information. Zu welchem Ergebnis ist man nun gekommen?
                                Viele Grüße
                                Belcanto

                                Kommentar

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