Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

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  • ada.gleisner
    Forum-Teilnehmer
    • 17.02.2008
    • 882

    #46
    AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

    Armut und Reichtum war immer schon ungleich verteilt, in Danzig, wie auch in Breslau, und Berlin und Düsseldorf. Als Kind sieht man aber glaube ich den Unterschied nicht so. Man geht zum Spielen zu einer _Freundin und nimmt deren Lebensumstände widerspruchslos hin, weil es nicht das Wichtigste ist, wenn man 8, 10 oder 12 Jahre alt ist.Meine Schulfrendinnen wohnten in Schidlitz oder Stolzenberg, da gab es viele alte Häuser und noch ältere Straßen. Da gab es sicher feuchte Keller, aber was interessiert das ein Kind. Mich hat das nie interessiert. Die meisten von uns erinnern nur die letzten 12 Jahre 3. Reich. Anderes ist ja auch nicht möglich, da haben wir nämlich in Danzig gelebt. Das sind unserer Erinnerungen. Ich habe übrigens nie ein Kind oder einen Erwachsenen in Danzig polnisch sprechen hören, ich wußte überhaupt nicht, daß es Polen gab. Ich bin mir sicher, auch für meine Eltern waren Danzig und Ostpreußen deutsch, denn sie hatten Anfang der 20er Jahre für einen Verbleib bei Deutschland gestimmt. Die Danziger waren da zwar nicht einbezogen. Nähmen wir aber mal an, sie wären damals auch zur Abstimmung gegangen, wie hätten Sie sich wohl entschieden ? Gibt es da Zweifel ? Aber jetzt komme ich vom Thema ab. Für mich bedeutet Danzig ein sich immer weiter entfernender Stern , der einmal in meiner Kindheit leuchtete, aber nun langsam verblaßt ist, auch und gerade, weil ich vor 3 Jahren Danzig besucht habe. Was mich aber weiterhin interessiert, ist die Geschichte Danzigs. Die Menschen, die heute dort leben ? Sie werden auch vergehen, schönen guten Abendvon Ada
    Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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    • Wolfgang
      Forumbetreiber
      • 10.02.2008
      • 11623

      #47
      AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

      Schönen guten Abend,
      hallo Christa, hallo Hans-Jörg,

      die Mitgliedschaft bei HJ und BDM waren eine ungeschriebene Pflicht. Sie waren die sogenannte "Staatsjugend". Man musste pfiffig sein, gute Gründe haben, um sich dem Druck entziehen zu können -wenn man sich überhaupt entziehen wollte-, der von der quasi Muss-Mitgliedschaft ausging. Es gibt von Christoph Pallaske das hervorragende Buch "Die Hitlerjugend der Freien Stadt Danzig 1926-1939" in dem er die wenigen erhaltenen schriftlichen Dokumente zur HJ und des BdM auswertet und wertet.

      HJ und BdM hatten etwas Verbindendes und auch etwas Ausgrenzendes. Wer ihnen angehörte, war "dabei", wer nicht dabei war, stand nicht immer, aber sehr häufig außerhalb. Es war das Instrument mit dem man die polnischen und jüdischen Kinder ausgrenzte. Auf Seiten der deutschen Danziger führten häufig politische und religiöse Gründe dazu, dass Eltern ihren Kindern die Mitgliedschaft in der Staatsjugend verwehrten. Dazu gehörte Standhaftigkeit, sehr häufig auch Mut dazu.

      Meine Mutter war beim BdM, mein Vater bei der HJ. Soweit ich mich erinnern kann, erzählten sie davon, dass es ihnen gefiel. Es wurde ja auch etwas geboten. Ein Kind konnte die dahinter steckenden politischen Absichten kaum erkennen, meist ja nicht einmal die Eltern. Für Viele war es ein großes Erlebnis dieser Gemeinschaft anzugehören und mit ihnen die Freizeit zu verbringen. Mein Vater war, so erzählte er mir, bei den Segelfliegern. Wäre ihm das außerhalb der HJ möglich gewesen?

      Es gibt viele, viele unerzählte Geschichten aus der Kindheit derer die einst in Danzig lebten. Die allermeisten werden nie erzählt werden. Sie werden untergehen. Weder die Kinder noch die Enkel werden sie erfahren. Das ist ungeheuer schade da damit das untergeht, was das Interesse am alten Danzig noch am ehesten wach halten könnte: Persönliche und authentische Geschichten.

      Beim Bund der Deutschen Minderheit in Danzig sprechen wir gerade über ein Projekt: "Danziger Biographien". Zusammen mit der Kulturmanagerin des IFA (Institut für Auslandsbeziehungen) überlegen wir, mehrere Geschichten "normaler" Alltags-Danziger festzuhalten, zu dokumentieren, und mit Fotos in einer Ausstellung zu veröffentlichen. Nichts bewegt mehr als Alltagsgeschichten von Menschen wie Du und ich.

      Aussagen wie "Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen" empfinde ich nicht als Vorwurf sondern als Ansporn, möglichst viel von dem Wissen unserer "Alten" zu sichern, damit wir die Möglichkeit haben, uns besser zu informieren.

      Gute Nacht!
      Wolfgang
      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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      • ada.gleisner
        Forum-Teilnehmer
        • 17.02.2008
        • 882

        #48
        AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

        PS : Was Helga in ihrem 2. Absatz schrieb, unterstreiche ich voll. Danzig besteht aus sehr viel mehr als 12 Jahre Hitlerzeit. Und stolz auf ihre schöne Stadt waren die deutschen Danziger in all den Jahrhunderten genau so wie heute die polnischen Danziger, kein bißchen mehr und kein bißchen weniger Grüße von Ada
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        • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 5206

          #49
          AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

          Ach Wolfgang
          Absoluter Widerspruch.... "ungeschriebene Pflicht" .....
          Du kennst meine Mutter ... unsere Familie nicht .... Sie hat NEIN gesagt als sie gefragt wurde und damit war die Sache erledigt und es kam nichts danach !!!!
          Überlege Dir das einmal und ziehe bitte nicht (immer)
          " Bücher " heran...!!!


          Noch einmal :
          Sie hat NEIN gesagt !

          So ich war wieder wach .. weil ich wegen meiner
          Mutter nicht einschlafen konnte...
          aber Dein Kommentar ... nein - so nicht!

          Viele Grüße
          Hans-Jörg

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          • Marc Malbork
            Forum-Teilnehmer
            • 23.02.2008
            • 1050

            #50
            AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

            Zitat Heinz:

            Rüdiger dann fang mal an: Erzähle mal wovon dein Papa geschwärmt hat.
            Mir hätte es altermäßig zu den Pimpfen gereicht aber für Jungvolk und HJ war ich noch zu jung....


            Wovon hat er geschwärmt ? An erster Stelle von seiner Segelfliegerei, dann z. B. von einer Ostpreußenrundfahrt per Fahrrad mit seinen HJ-Kumpels, dabei vom herrlichen Sandstrand der Ostseeküste, von der Marienburg, vom Rumballern mit Luftdruckgewehren hier im Berliner Prinz-Albrecht-Palais, von den Aufenthalten bei den vielen Verwandten im Großen Werder, von Kurierfahrten später für die Wehrmachtsführungsstabstanten, natürlich von den ersten Freundinnen......

            Hat er von Hitler oder von v. Schirach oder auch nur von seiner Affenschaukel an der Uniform oder sowas geschwärmt ? Nee, eher von Ilse Werner. Die Herren kamen in seinen Erzählungen gar nicht vor. Was hatte er mit denen in seinem kleinen Leben auch zu tun. Politik war ihm egal. Das galt ebenso für Opas Kyffhäuserbund und Omas Bekennende Kirche.

            Wir übersehen heute gerne, dass ein durchschnittliches bürgerliches Leben in jener Zeit vollkommen unpolitisch verlaufen konnte und messen die Menschen damals zu häufig an unseren politischen und geschichtlichen Kenntnissen von heute. Da muss man vorsichtig und fair sein.

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            • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 5206

              #51
              AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

              Hallo Wolfgang
              Und noch etwas ... der Ausdruck " pfiffig " fand ich total unpassend !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
              Das könnte ich meiner Mutter nicht erzählen ... leider geht es Ihr nun so schlecht das ich heute
              darüber mir Ihr nicht mehr reden kann.
              Gute NACHT ( wenn möglich)
              Hans-Jörg

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              • Wolfgang
                Forumbetreiber
                • 10.02.2008
                • 11623

                #52
                AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                Hans-Jörg,

                Du bringst Deine Mutter als Einzelschicksal ohne zu sagen, wann sie "nein" und wozu sie nein sagte. Deine Aufforderung, KEINE Bücher heranzuziehen, hieße letztendlich, Fakten zu ignorieren um dumm zu sterben. Das ist Ignoranz in Reinkultur!!!

                Nicht immer wissen die damaligen Kinder und Jugendlichen, was tatsächlich war, was sich hinter den Kulissen abspielte, was in Verordnungen und Gesetzen festgehalten war. Deine Aufforderung, Bücher zu ignorieren heißt nichts anderes, als gesicherte Erkenntnisse denen Forschungen zugrunde liegen, einfach vom Tisch zu wischen. Sorry, unser Forum dient nicht dem Zweck, doof zu bleiben.

                Bis zum Zeitpunkt der Machtübernahme war die HJ eine reine Parteijugend. Ab 1933 war sie "Staatsjugend" mit dem Ziel, eine für ALLE Jugendliche verpflichtende dritte Erziehungsinstanz neben Elternhaus und Schule zu werden. Und das wurde auch massiv durchgesetzt. So wurde z.B. am 01.11.1937 die "Verordnung über die Staatsjugend in Danzig" erlassen, veröffentlicht im Gesetzesblatt der Freien Stadt Danzig 1927, Nr.70. Dort heißt es auf Seite 585:
                "Die Jugend ist der Träger der Zukunft des Volkes. Es ist notwendig, die Jugend auf ihre künftigen Pflichten dem Volk gegenüber vorzubereiten. Daher wird [...] Folgendes mit Gesetzeskraft verordnet:
                §1 Die DEUTSCHSTÄMMIGE Jugend der Freien Stadt Danzig wird zu einer Staatsjugend zusammengefasst. Aufgabe der Staatsjugend ist die körperliche, geistige und sittliche Erziehung der Jugend zum Dienst am Volk und der Volksgemeinschaft"

                Es gibt da noch einige weitere Paragraphen, die klipp und klar zum Ausdruck bringen, dass die deutschstämmige Jugend per Gesetz vereint wurde.

                1939 gab es weitere Verordnungen mit denen nun auch per Gesetz festgelegt wurde, dass die Hitler-Jugend die Staatsjugend ist. Dort heißt es u.a.: "Der Führer der Hitler-Jugend in Danzig hat als STAATSJUGENDFÜHRER die Stellung einer Landesbehörde..."

                Abhängig von der Zeit und vom Alter der Kinder der Jugendlichen waren teils mehr als 90% der erfassten Jugend Mitglied der HJ. Im Danziger Vorposten (23.05.1934) hieß es z.B.: "Bis zum 30. April 1934 waren 90 Prozent der Schüler des Realgymnasiums Oliva in die Hitlerjugend eingegliedert..."

                Hans-Jörg, Deine Mutter war sicherlich kein Einzelfall. Es hat auch Andere gegeben, die "nein" sagten. Diese waren aber eine Ausnahme. Die weit überwiegende Mehrzahl der Jugendlichen gehörte der Staatsjugend an und die meisten machten auch aktiv mit. Es gibt zahlreiche Bücher und Biografien älterer Danziger in denen der Druck zur HJ zu gehen, sehr eindringlich beschrieben ist.
                Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 5206

                  #53
                  Hallo Wolfgang
                  Zu den " Büchern" ... ok .... kann und muss sein.
                  Aber das in dem Zusammenhang BDM meine Mutter von Dir als "pfiffig" bezeichnet wurde hat mich doch getroffen .....! Überleg Dir mal ob dies der richtige Ausdruck war.
                  Und Sie hatte später keine Nachteile im Berufsleben usw.

                  Viele Grüße
                  Hans-Jörg

                  Hallo Wolfgang
                  und nur noch zur Klarstellung.... ich mache niemand einen Vorwurf der in der HJ / BDM war....
                  wäre wohl selbst vielleicht dabei gewesen (?) -- statt Pfadfinder DPSG.
                  Was mich heute manchesmal stört sind Aussagen von Menschen die diese Zeiten selbst nicht
                  erlebt haben und nun sagen ...." ich hätte das Nie gemacht / mitgemacht ".

                  Viele Grüße
                  Hans-Jörg

                  Kommentar

                  • JuHo54
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.12.2008
                    • 2377

                    #54
                    AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                    Hallo Hans-Jörg,
                    jetzt mal unabhängig von Danzig , ich hatte bei meinen Eltern beides. Mein Vater, der bei der HJ war und mein Großvater war wahrscheinlich als Oberpostdirektor in der Partei. Meine Mutter war nicht im BDM , sie war in der Kirche ( kath) sehr stark engagiert wie auch meine Großeltern mütterlicherseits, mein Großvater als Bahnbeamter nicht in der Partei , was ihm sofort Nachteile einbrachte, er wurde nicht befördert....Nur weil er kriegsbeschädigt aus dem 1. WK war, wurde er nicht eingezogen... Wenn mein Vater nicht in der HJ gewesen wäre, hätte er nicht das Gymnasium besuchen können ... es gibt also alles , das breite Spektrum. Als Beamter war es mit Sicherheit sehr schwierig , sich zu entziehen, ob nun in Danzig oder anderswo, deshalb gilt mein Respekt denjenigen , die es trotzdem getan haben und ich kann nicht diejenigen verurteilen, die sich dem Druck gebeugt haben...

                    Viele Grüße
                    Jutta
                    Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

                    Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

                    Kommentar

                    • TT72SN
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.02.2008
                      • 283

                      #55
                      AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                      Hallo, hier nur zwei Beispiele das man nicht überall unter Diktaturen mit dem Strom schwimmen musste. Meine Mutter (Jahrgang 1931 Danzig) war nicht im BDM und ich selber (Jahrgang 1972 DDR) war weder in den Pionieren noch in der FDJ, geschweige habe ich die Jugendweihe erhalten. Und Nachteile in unserer Jugend durch den Staat hatten weder meine Mutter noch ich. Man musste halt nur seinen Standpunkt verteitigen, was in unserem Fall die Religion war.
                      Dominus meus et Deus meus.

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                      • wenzkauer
                        Forum-Teilnehmer
                        • 26.10.2008
                        • 203

                        #56
                        AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                        Hallo Thomas,
                        die Religion und der stark gelebte Glaube spielte eine gewisse Rolle. Aus Erzählungen heraus hörte ich, Familie Bieschke und Gdaniec blieb manch eine Mitgliedschaft erspart. Recht streng katholisch ging es auch noch in meiner Kindheit zu.
                        Gelang es dir, zu den beiden Bieschkes in Schwerin Kontakt aufzunehmen ? Beide können zu diesem Thema bestimmt einiges berichten. Schließlich haben wir als Kinder, deren Vater Heinz und meiner Familie einige Gottesdienste besucht.
                        Im Sommer ging es danach oft nach Zippendorf zum baden...
                        Liebe Grüße nach Schwerin Michael

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                        • Mandey +08.03.22
                          Forum-Teilnehmer
                          • 08.02.2009
                          • 540

                          #57
                          AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                          Hallo
                          Frage! wenn Ihr Berufswunsch Mediziner, Jurist ,Chemiker oder der gleichen gewesen waere haetten die Machthaber der DDR dan auch so großzuegig entschieden???
                          Freundliche Grüße v Heinz Mandey

                          Kommentar

                          • wenzkauer
                            Forum-Teilnehmer
                            • 26.10.2008
                            • 203

                            #58
                            AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                            Hallo Heinz,
                            nach meinem Wissen war es nicht möglich mit höheren Berufszielen neutral zu bleiben. Ich bekomme jedoch immer wieder das Gegenteil erzählt und ich glaube es nicht.
                            Gruß Michael

                            Kommentar

                            • Mandey +08.03.22
                              Forum-Teilnehmer
                              • 08.02.2009
                              • 540

                              #59
                              AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                              Hallo Michael
                              ich weiß es nicht, ich war nie in der DDR gewesen , aber ich denke soweit waere die Grozügigkeit der Genossen wohl nicht gegangen,ich habe viel ueber die Ziele der Kommunisten gelesen aber das heisst noch lange nicht, das ich darueber groß Bescheid weiß
                              Freundliche Grüße v.Heinz Mandey

                              Kommentar

                              • Christkind
                                Forum-Teilnehmer
                                • 10.02.2008
                                • 1568

                                #60
                                AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                                Das ist es nämlich, Rüdiger.Das Leben ist auch in den schlimmsten Zeiten irgendwie normal verlaufen.Meine Schwester trällerte "In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine..." oder "Wenn ein junger Mann kommt...".Ich weiß gar nicht, ob wir überhaupt eine Tageszeitung hatten. Nachrichten kamen sicher nicht sofort und so bedrohlich in die Familien wie jetzt.War bei uns wohl auch etwas einfach, weil mein Vater keine besondere Stellung hatte.
                                Dafür, dass in der DDR für ein Studium die Grundvoraussetzung die Parteimitgliedschaft war, gibt es bestimmt auch genügend Beispiele.
                                ______
                                Schöne Grüße, Christa

                                ______
                                Schöne Grüße von Christa.
                                Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                                (M. Gandhi)

                                Kommentar

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