Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

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  • wenzkauer
    Forum-Teilnehmer
    • 26.10.2008
    • 203

    #16
    AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

    Hallo in die Runde,
    war wirklich alles so schön vor 1945. Diese fast schon permanente politische Unsicherheit.
    Nachnamen wurden jenachdem angepasst.
    Umwelt und Natur war kein Thema. Die sanitäre Situation in muffigen Hinterhöfen.
    Natürlich war das früher alles besser...
    Selbst nach dieser Katastrophe verklärt meine Familie die Zeit bis 1958 und fand in Wenzkau war alles besser. Ich konnte mich in den 70er dann selbst davon überzeugen und habe es nicht verstanden. Heute rede ich fast auch schon so, von dem tollen einfachen Leben dem Brot, Käse, Wurst,
    welche es heute nirgendwo mehr gibt. Den Kommunismus verdränge ich dann einfach.
    Ich glaube das ist menschlich. Ich freue mich über Geschichten von Zeitzeugen, die neben der guten alten Zeit auch mal über negatives berichten. Von jedem etwas eben...
    Viele Grüße Michael

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    • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
      Forum-Teilnehmer
      • 10.02.2008
      • 5206

      #17
      AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

      Hallo Wolfgang
      ok... klar ... siehe dazu auch auch gleich meine PN .
      Dies hier - damit sie nicht " verloren " geht.
      Viele Grüße
      Hans-Jörg

      Kommentar

      • Helga +, Ehrenmitglied
        Moderatorin
        • 10.02.2008
        • 1948

        #18
        AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

        ??? Hab gar nicht gewusst, das PNs verloren gehen, wenn man sie nicht vorab im Forum ankündigt
        Viele Grüße
        Helga

        "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

        Kommentar

        • Wolfgang
          Forumbetreiber
          • 10.02.2008
          • 11623

          #19
          AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

          Schönen guten Nachmittag,
          und ein Hallo an die beiden Michaels,

          Ihr habt wichtige Punkte aufgezeigt, die mitunter in Vergessenheit geraten!

          Wer das Wort "Danzig" -heute fast ein Symbol für Freiheit und Toleranz- verwendet, darf damit nicht ausgrenzen. Ich kenne hier alte Polen -sie waren immer Polen und sind stolz darauf!- die einen Danziger Pass besaßen. Es gab eben nicht nur das deutsche Danzig, auch wenn dort mit großer Mehrheit Menschen "deutscher Zunge" lebten. Viele der polnischen ehemaligen Freistaatbürger sind stolz darauf, ebenfalls DANZIGER zu sein. Wenn ich hier mit meinen polnischen Freunden spreche, steht es ebenfalls vollkommen außer Zweifel, dass sie Danziger sind. Und sie sind stolz auf diese Stadt, die eine lange und reiche Geschichte aufweisen kann.

          Im Vorkriegs-Danzig war nicht immer nur eitel Sonnenschein. Wer nicht Arier war, hatte wenig zu lachen. Erinnerungen der wenigen überlebenden Nicht-Arier und Nicht-Deutschen werden auch heute noch sehr häufig ausgeblendet. Aber auch das gehört zur Geschichte Danzigs, die nicht immer nur eine ruhmhafte war.

          Wer sich immer nur an die schönen Seiten erinnern will, wer ausschließlich darüber spricht, handelt einseitig, er sagt nur die halbe Wahrheit. Aber ist nicht die schlimmste Form der Lüge eine halbe Wahrheit?

          Ich bin unendlich zufrieden und Gott dankbar, dass ich in Danzig leben darf. Es ist die Heimat meiner Eltern und Großeltern, es ist auch meine Heimat. Meine Mutter, fast 82-jährig, wartet ungeduldig darauf, dass mein Haus im Danziger Werder fertig wird. Sie kommt zurück in ihre alte Heimat, die sich zwar verändert hat, aber nach wie vor ihre Heimat ist.

          Sie kann sich sehr wohl an das alte Danzig erinnern, an die "Wanzen-Buden", die ihre Familie nicht nur einmal veranlasste, innerhalb der Stadt umzuziehen.

          Wir Jüngeren, wir Nachkriegsgeborenen, kennen das alte Danzig aus eigener Anschauung nicht, natürlich nicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir ahnungslos sind. Wir haben zwar nicht in den Wanzen-Buden gelebt, badeten auch nicht am judenfreien Zoppoter Strand, durften in der HJ keine Hakenkreuzfähnchen schwingen, erlebten in Danzig auch nicht als deutsche Danziger eine unbeschwerte Kindheit, ABER blind und blauäugig und uninformiert sind wir deswegen trotzdem noch lange nicht.

          Das heutige Danzig ist von wesentlich mehr Offenheit und Toleranz geprägt als das Danzig während der Nazi-Zeit. Wer muss hier im heutigen Danzig um sein Leben fürchten, wenn er anderer Nationalität, anderen Glaubens oder einer anderen politischen Meinung ist? Ich stelle mal eine etwas provozierende Frage: Dürfen die heutigen Danziger die sich mit ihrer Stadt und deren Geschichte identifizieren nicht genauso stolz -vielleicht sogar stolzer?- sein als die Danziger die dort vor 1945 lebten?

          Schöne Grüße aus dem langsam frühlingshaft werdenden Danzig
          Wolfgang
          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
          Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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          • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
            Forum-Teilnehmer
            • 10.02.2008
            • 5206

            #20
            AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

            Ach Helga
            Gehört hier eigentlich nicht rein... aber Wolfgang bekommt soviele PN`s
            Viele Grüße
            Hans-Jörg

            Kommentar

            • Helga +, Ehrenmitglied
              Moderatorin
              • 10.02.2008
              • 1948

              #21
              AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

              Hallo Wolfgang,

              da finde ich dich aber ein bisschen einseitig. Richtig, ich habe nie Danzig gelebt, sehr wohl aber mein Vater mit einer großen Familie, sie alle haben nicht in Wanzenbuden gehaust, sie hatten sehr wohl eine schöne Kindheit, wen auch verbunden mit den einen oder anderen Pflichten.

              Und warum bitte solllte ein heutiger Gdansker stolzer auf seine Stadt sein als unsere Vorfahren? Das erschliesst sich mir nun wirklich nicht. Übrigens, es gab nicht nur ein Danzig in der Nazizeit. Und auch während dieser schlimmen Zeit genügend Danziger, die ein schönes Leben hatten, ohne sich deshalb mit den Nazis gemein zu machen.
              Viele Grüße
              Helga

              "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

              Kommentar

              • wenzkauer
                Forum-Teilnehmer
                • 26.10.2008
                • 203

                #22
                AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                Hallo nochmal,
                enorme Chancen bieten sich heute Gdansk und seinen Danzigern. Solche Perspektiven gab es noch nie, vielleicht eher noch zur Hansezeit. Jetzt mal unabhängig wer daran "Schuld" hat, hoffe ich, es wird niemals mehr zerstört. Für die Aufarbeitung der Vergangenheit stand es ebenfalls noch nie so gut. Das bedeutet noch keineswegs "Friede, Freude, Eierkuchen", aber es wächst langsam. Wachsam gegenüber Störungen von den üblichen Verdächtigen muß man trotzdem bleiben. Ich nenne bewußt nicht Roß und Reiter.
                Gruß Michael

                Kommentar

                • Uwe
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.08.2008
                  • 1961

                  #23
                  AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                  Liebe Forumteilnehmer,

                  kann manchem zustimmen was hier heute geschrieben wurde. Wichtig ist mir, dass natürlich auch heutige Danziger (egal welcher Abstammung) stolz sein können auf die gesamte Geschichte der Stadt und ich glaube auch wie Michael (buddaah), dass kann und sollte man nicht trennen in die vor 1945 und die nach 1945. Es gehört zusammen denn es ist eine Geschichte. In der Vergangenheit gibt es immer Phasen auf die man stolz sein kann und welche die man lieber ungeschehen machen will. Weder das eine noch andere sollte man ausblenden, sondern als Herausforderung annehmen in Zukunft nur noch Phasen mit Stolz zu haben.

                  Ja Michael (wenzkauer), ich bin auch froh das heutige, Danzig, Polen, Europa bietet Chancen die wir nie zuvor hatten. Ich glaube da kommt selbst die Hansezeit nicht ganz mit und Du hast recht wachsam muss man immer sein. Es ist kein Selbstläufer das es so auf alle Zeiten bleibt.

                  Herzliche Grüße

                  Uwe
                  Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                  Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

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                  • Christkind
                    Forum-Teilnehmer
                    • 10.02.2008
                    • 1568

                    #24
                    AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                    Interessante Diskussionsbeiträge, ohne Frage.
                    Aber meiner Meinung nach wird nur oberflächlich über einen Satz in Nr. 5 von K-H. Tepper diskutiert,nämlich um die Aussage, dass die neuen Danziger das alte schöne Danzig gar nicht kennen.Abgesehen davon, dass das ja keiner bestreiten kann, lese ich aus dem Beitrag vor allem die traurige Lebensgeschichte, die nur kurz angeschnitten ist.
                    Was hat ein Mensch mit sich herumgetragen, dessen Mutter ihn nicht behalten durfte?
                    Das kann sich heute gar keiner mehr vorstellen.Früher waren es gefallene Mädchen,die sich schämen mussten, und noch gut dran waren, wenn sie nicht mitsamt dem Kind verstoßen wurden. Alleinerziehende Mütter - heute kein Problem, aber damals?
                    Korlke hat sicher sein Leben gemeistert, aber keine Lust, darüber zu schreiben ("hat nichts mit Danzig zu tun").Hier wird immer wieder gewünscht, dass alte Danziger aus ihren Erlebnissen berichten, ehe sie aus dem Leben gehen, aber wenn sie es tun, wird sofort jeder Satz abgeklopft, ob er eventuell nicht ganz koscher ist für einwandfreie Verständigungsbereitschaft.Wieso gibt es wunderbare Erlebnisberichte, die man anderswo einstellt, aber nicht in diesem Forum?Ist es etwa Furcht, es könnte etwas missverstanden werden?Ich behaupte: Ist ist nicht wahr, dass die alten Danziger unversöhnlicher sind als die jungen.Nur vorsichtiger und misstrauischer.
                    _____
                    Grüße von Christa
                    Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                    (M. Gandhi)

                    Kommentar

                    • wenzkauer
                      Forum-Teilnehmer
                      • 26.10.2008
                      • 203

                      #25
                      AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                      Hallo Christa,
                      die Furcht missverstanden zu werden hat sich etwas ins Forum geschlichen. Ich selbst habe einfach keine Lust zu kritisch oder provokant zu schreiben. Es dreht sich alles im Kreis und ist schon ziemlich ausgelutscht.
                      Um fast beim Thema zu bleiben noch folgendes aus Wenzkau. Aktuell gibt es dort zwei Häuser zu kaufen deren Möbel bestimmt noch aus deutscher Zeit stammen. Für ca. 100.000 Euro kann man sich die alte Zeit um die Nase wehen lassen. Es ist wahrscheinlich billiger als die Anwälte für den ehemaligen Besitz zu konsultieren.
                      Wenn ich dort aus dem Fenster schaue(via Internet) sieht es genauso aus wie zu allen Zeiten, deutsch oder polnisch ganz egal. Wenn ich Glück oder Pech habe tragen die Nachbarn den selben Nachnamen, wie zu allen Zeiten. Wenn wir nichts aus der Geschichte gelernt hätten, könnten wir uns wieder streiten, so wie früher.
                      Das gilt natürlich nur für Wenzkau, den es war schon immer eine polnische Ecke. Danzig und Zoppot ist eben nicht Wenzkau.
                      Wolfgang streitet bestimmt nicht mit seinen Nachbarn. Aber wie ist der Blick im Werder auf die Weichsel, wie zu allen Zeiten?
                      In diesem Sinne einen schönen Abend Michael

                      Kommentar

                      • Dietrich
                        Forum-Teilnehmer
                        • 11.02.2008
                        • 106

                        #26
                        AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                        "Und warum bitte solllte ein heutiger Gdansker stolzer auf seine Stadt sein als unsere Vorfahren? Das erschliesst sich mir nun wirklich nicht. Übrigens, es gab nicht nur ein Danzig in der Nazizeit. Und auch während dieser schlimmen Zeit genügend Danziger, die ein schönes Leben hatten, ohne sich deshalb mit den Nazis gemein zu machen."
                        Hallo Helga,

                        bin vollkommen d'accord. Die Steigerung des Adjektivs 'stolz' auf Danziger anzuwenden erschliesst sich mir ebenfalls nicht, denn sie stellt die Leistungen einstiger Danziger mit den heutiger in Vergleich.. demnach wäre ich wg. der Leistungen meiner Vor-Vorfahren der 'stolzeste' Danziger!? gut provoziert, Wolfgang.. haha

                        Schöne Grüße aus dem sonnigen Berlin
                        Dietrich

                        "Stolz stolpert leicht über das erste Bein, das ihm der Witz stellt." (Quelle : »Die Weisheit der Freude«, Berlin: Ernst Rowohlt Verlag, 1921)

                        Kommentar

                        • jonny810
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.02.2008
                          • 2423

                          #27
                          AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                          Sie kann sich sehr wohl an das alte Danzig erinnern, an die "Wanzen-Buden", die ihre Familie nicht nur einmal veranlasste, innerhalb der Stadt umzuziehen.




                          Hallo Wolfgang, mit obigem Satz verletzt du auch meine Toleranzgrenze.

                          Ich weiss nicht wo deine Mutter gelebt hat. Ich kann mich an drei Wohnungen erinnern. Die meiner Oma und 2 in denen wir gelebt haben.

                          Schüsseldamm u. Batholomäi-Kirchengasse.

                          Nicht die vornehmste Gegend. Aber Wanzenbuden? Im übrigen gab es auch früher schon Kammerjäger.


                          Ich bin ziemlich vergnatzt, wie man in Danzig sagt. Du sprichst in obigen Beiträgen von Toleranz??

                          ICH WEISS NICHT WAS DICH VERANLASST, SO ETWAS ZU SCHREIBEN.
                          Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                          "Nec Temere - Nec Timide"
                          Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                          Kommentar

                          • buddhaah
                            Forum-Teilnehmer
                            • 08.09.2010
                            • 275

                            #28
                            AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                            Erhart,

                            zum Thema: "Wanzenbuden".

                            Wolfgang hat lediglich darauf hingewiesen, wenn auch etwas blumig, dass die Realitäten in Danzig auch vor dem Kriege nicht Eitel Sonnenschein waren. Er hat ja nicht gesagt, alle Häuser seien wanzenverseucht gewesen.
                            Ich sehe Wolfgangs Kommentar eher als Beitrag gegen die Verklärung, dass Danzig vorm Krieg "piccobello sauber war - und 'jetzt so'ne polnische Wirtschaft is' ".

                            Die Geschichte von der "Wanzenstadt" Danzig kenne ich übrigens auch - und zwar aus dortigen Quellen: In den 1920ger Jahren hatte die Danziger Rechtsstadt tatsächlich mit einer Bettwanzenplage zu kämpfen. Zoppoter (wie Bekannte von mir, die nach dem Krieg blieben) spotteten damals über die "Wanzenstadt".
                            Die Gebäude dort waren ja auch alt und die feuchten Keller (sind ja viele Pfahlbauten) boten auch jedweder Art von Gekreuch Schutz.

                            Übrigens sind (giftresistente) Wanzen mittlerweile auch heute wieder ein Riesenproblem in den Metropolen dieser Welt: New York, Paris und London - um nur einige zu nennen - werden momentan in ihren Hotels der Wanzenplage nicht Herr.

                            Das gehört zum Leben dazu. Sagt nichts über die hygienischen Zustände aus!
                            Und in den alten Gemäuern zwischen Langgasse und Altstädtischem Graben war Ungeziefer vor dem Krieg eben auch Teil des Lebens.

                            Gruss,

                            Michael

                            Kommentar

                            • Christkind
                              Forum-Teilnehmer
                              • 10.02.2008
                              • 1568

                              #29
                              AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                              Oh, nun weiß ich, warum meine Großeltern so oft die Wohnung wechselten:
                              die waren auf der Wanzenflucht!
                              Aber- ich kann mich an ein Sofa erinnern, da wohnten auch Wanzen drin. Man konnte sie hopsen sehen.Dies gute Stück bekamen wir von Einheimischen, ganz weit weg von Danzig.
                              Die waren vor uns da. Die Wanzen.
                              _____
                              Grüße von Christa
                              Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                              (M. Gandhi)

                              Kommentar

                              • Christkind
                                Forum-Teilnehmer
                                • 10.02.2008
                                • 1568

                                #30
                                AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                                Also nee, das waren keine Wanzen,die da aufm Sofa hopsten. Das waren Flöhe natürlich.Sind mir alle heute nacht im Traum erschienen.
                                Auch die Läuse. Die brachten wir dann 1945 aus dem Lager mit, wir armes Pack aus dem Osten.Irgendwie müssen die dann aber weitergewandert sein, denn 1980 brachte meine Tochter welche aus Frankreich mit, aus einem Jugendheim.Was war ich erschrocken!Schließlich kannte ich die Prozedur der Entlausung...
                                Dies zum Ungeziefer.
                                Michael,vielleicht könnte man sich ja doch auch der zu erwartenden Kritik stellen, denn ganz sicher wirst du nicht schreiben, um gegen ein Volk Stimmung zu machen, sondern ehrlich und aus Sympathie zu allem, was in und um Danzig kreucht und fleucht.Kreuchte und fleuchte und kreuchen und fleuchen wird.So schätze ich dich ein.
                                Mein Tageszitat:"Manche sind auf das, was sie wissen,stolz;gegen das, was sie nicht wissen, hoffärtig." Goethe.

                                ______
                                Schöne Grüße von Christa
                                Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                                (M. Gandhi)

                                Kommentar

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