Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

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  • Karl-Heinz Tepper
    Forum-Teilnehmer
    • 13.02.2008
    • 28

    #1

    Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

    Mich interessiert Danzig -----weil
    Sehr geehrter Admin.
    Nu kommt es mir wieder ibern Koop.
    Die Aufforderung ist nicht korrekt formuliert,richtiger wäre z.B.
    Mich interessiert Gdansk-früher Danzig ---- weil
    Dann wären alle Antworten verständlicher,und die Danziger
    wüssten was gemeint ist.Keiner der Nachgeborenen hat unser
    Danzig gesehen.Das führt leider dazu,daß die ollen Fischköppe
    sagen:"Wovon redet der Herr?" Danzig gibt es nicht mehr.-----
    Danzig und Gdansk muß etwas besser sortiert werden,sonst
    denken die jungen Leute wenn Sie zu Besuch dort hinfahren:
    Sie sind wirklich in Danzig.Alleine die fremden Leute überall,
    wo kommen die alle her?
    Nichts für ungut,schöne Grüße von Korlke ut de Oh`rsche Eck.
  • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 5206

    #2
    AW: Mich interessiert Danzig weil ... (nur einen Satz)

    Naja Karl-Heinz......
    So "genau" wollen wir es doch nicht nehmen.
    Ich glaube wir wissen wie es Wolfgang gemeint hat !
    Auch " nix für ungut"
    Viele Grüße
    Hans-Jörg

    Kommentar

    • Heinzhst
      Forum-Teilnehmer
      • 10.02.2008
      • 450

      #3
      AW: Mich interessiert Danzig weil ... (nur einen Satz)

      Jo Hans-Jörg, wir olle Fischköppe wissen schon wie Wolfgang es gemeint hat.

      Danke Karl-Heinz, hast den Unterschied zwischen Danzig und Gdansk gut beschrieben.

      Heinz (HST)
      Ich glaube nur das,was ich gesehen und erlebt habe.
      A.G.

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      • Mandey +08.03.22
        Forum-Teilnehmer
        • 08.02.2009
        • 540

        #4
        AW: Mich interessiert Danzig weil ... (nur einen Satz)

        Lieber Hans
        Es waere schoen wen du uns etwas ueber Danzich erzählen würdes aber nur bis 1945 ! ich zum beispiel höre noch heute das leise Summen der Straßebahn wenn die Nachts durch die Langasse gefahren ist ,oder Nachts den Glockenschlag von der Marienkirche, den Besuch auf dem Domnik, oderdie Musikdanpfer wenn Sie in Richtung Einlage/ Schiewenhorst/ Nickelswalde unterwegs waren,möglicherweise bist du mit deinen Eltern damals auch schon dabeigewesen! ich habe in Danzich viel durch meine Verwandte die in Danzich wohnten erlebt, den ich selber bin in Nickelsalde geboren, Nun streng dich ein wenig an es waere schoen von dir hören.
        Freundliche Grüße Heinz Mandey

        Kommentar

        • Karl-Heinz Tepper
          Forum-Teilnehmer
          • 13.02.2008
          • 28

          #5
          AW: Mich interessiert Danzig weil ... (nur einen Satz)

          Hallo Hans-Jörg,Hallo Heinz.
          Auch ich weiß wie der Admin es gemeint hat.
          Mir geht es um die Nachgeborenen,und das Sie
          nicht mit falschen Vorstellungen in unsere Ge-
          burtsstadt fahren.Mir wird richtig Angst und
          Bange,wie unser Admin sich da reinkniet,ein
          richtiger Danziger zu werden.Da fällt mir in
          Abwandlung des Schlagertextes ein:
          "Danzjer,Danzjer kannst nicht lernen,Danzjer
          mußt schon sein."
          Das hört sich hochnäsig an,ist aber nur die
          Wahrheit, was mich persönlich betrifft,es war
          nicht immer ein romantisch verklärter Lebens-
          abschnitt aus der Kindheit.Meine leibliche
          Mutter hat dem "Führer" ein Kind geschenkt,
          ohne den Vater zu nennen,oder zu kennen?
          Die Nazis haben gesagt:"Mädels der Führer
          lässt Euch nicht im Stich,weiter so."
          Unser Haus "Lebensborn" für Mutter und Kind
          war: Gotenhafen,
          Städt.Säuglingsheim Klein Katz/Schw.Else.
          Die meisten Kinder kamen zu Pflegeeltern.
          Der Pflegevater musste zum"Volkssturm".
          Die Pflegemutter ging mit uns auf die Flucht.
          Da wurde ich ein Kriegs-und Flüchtlingskind mit
          jahrelanger Lager-Erfahrung hinter Stacheldraht.
          Die Dänen ließen uns nicht verhungern,nur den
          Kleinkindern und Säuglingen haben Sie ärztliche
          Hilfe versagt,Tausende Kindergräber auf den
          dänischen Friedhöfen.Nu hör ich aber auf,hat nichts
          mit Danzig zutun.------------------------------------
          Die Zeit bis ..45 habe ich in lebhafter Erinnerung,muß
          mal alles aufschreiben.Als oller spinalkanal stonoser,
          adipöser Knacker sitze ich im Wartesaal zur Ewigkeit
          und habe bald keine Danzjer als Gesprächspartner.
          Die Jungen Leute müssen führ eine gute Nachbar-
          schaft arbeiten,was die Bremer ja schon seit vielen
          Jahren versuchen.
          Also dann...... Tschüss solang

          Kommentar

          • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
            Forum-Teilnehmer
            • 10.02.2008
            • 5206

            #6
            AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

            Hallo Karl - Heinz
            Ach wer ist ein “ echter “ Danziger ………..?
            Auf dem Papiere zumindest diejenige die in Danzig geboren sind … da bin ich dabei.
            Aber für Erinnerungen bin ich zu “ jung”.
            Und unsere Mütter und Väter die noch ihre Jugend in Danzig verleben konnten sind zum großen Teil schon lange verstorben !
            Kann schon lange fast niemand aus unserer “ Familie / Verwandtschaft “ fragen wie es früher im schönen Danzig war ….. Schade !
            Aber das ist eben der Lauf der Zeit.... mit jedem Jahr werden es weniger.
             
            Viele Grüße
            Hans-Jörg

            Kommentar

            • Wolfgang
              Forumbetreiber
              • 10.02.2008
              • 11623

              #7
              AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

              Schönen guten Abend,

              ich habe einige Beiträge aus dem Thema "Mich interessiert Danzig weil ... (nur einen Satz)" in ein separates Thema verschoben, weil der eine oder andere Beitragsschreiber wahrscheinlich die Bitte übersah, NUR EINEN SATZ zu "Mich interessiert Danzig weil..." zu schreiben.

              Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Meine beiden Eltern sind gebürtige Danziger, genauso auch wie eine lange Vorfahrenreihe die ich teils rund 400 Jahre in und um Danzig zurück verfolgen kann. Ich muss mich nicht irgendwo "reinknieen" um ein "richtiger Danziger" zu werden. Wozu auch?

              Was ist übrigens ein "richtiger Danziger"? Die, die dort geboren wurden, Toleranz predigen, aber Gift und Galle spucken, wenn sie mit etwas nicht einverstanden sind? Wie wäre es mal zur Abwechslung mit konstruktiven und sachlichen Beiträgen zum Thema Danzig? Oder sollte es das alte Danzig nicht wert sein, darüber zu berichten? Warum die Enthaltsamkeit wenn es darum geht, ein bisschen über das frühere Danzig zu schreiben um damit auch Jüngeren einen Einblick zu geben, wie es war?

              Und noch eine Anmerkung: Ich habe immer wieder betont, wie sehr ich dafür eintrete, dass sich generationsübergreifend Deutsche und Polen, deutsche und polnische Danziger, gegenseitig zuhören und versuchen einander besser zu verstehen. Ziel dieses Forums ist es, Gemeinsamkeiten zu entdecken, aufeinander zuzugehen, voneinander zu lernen, und nicht immer wieder Gräben neu aufzureißen. Dazu gehört auch, Toleranz nicht nur zu predigen, sondern sie auch vorzuleben.

              Wer nicht hinter diesen Zielen steht, sollte sich intensiv fragen, ob dieses Forum das für ihn richtige ist.

              Viele Grüße aus dem nächtlichen Danzig
              Wolfgang
              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

              Kommentar

              • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 5206

                #8
                AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                Hallo Wolfgang
                Irgendwie habe ich bei Deinem Beitrag ein zwiespältiges Gefühl… wenn ein “ Neuling im Forum “ dies liest könnte er auf die Idee kommen das bei uns die “ Mehrheit” Gift und Galle spuckt und keine Toleranz übt …. Oder habe ich das total falsch verstanden ? ( wird wohl so sein )
                 
                Viele Grüße
                Hans-Jörg

                Kommentar

                • jonny810
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 2423

                  #9
                  AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                  Ich habe festgestellt, dass viele Polen von Danzig sprechen, wenn sie Gdansk meinen.

                  Sollen wir uns dann noch hier im Forum - Danzig streiten ob Danziger Danzig sagen dürfen?

                  kommt mir ziemlich kindisch vor. Aber ehrlich
                  Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                  "Nec Temere - Nec Timide"
                  Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                  Kommentar

                  • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                    Forum-Teilnehmer
                    • 10.02.2008
                    • 5206

                    #10
                    AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                    Hallo Erhart
                    Ob nun Danzig oder Gdansk ...( dies Thema hatten wir schon mehrfach hier im Forum ).... ist aber hier bei der ursprünglichen Frage von Wolfgang sicherlich nicht gemeint......
                    Habe den Eindruck wir bewegen uns davon weg.


                    Viele Grüße
                    Hans-Jörg

                    Kommentar

                    • Wolfgang
                      Forumbetreiber
                      • 10.02.2008
                      • 11623

                      #11
                      AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                      Schönen guten Abend,
                      hallo Erhart,

                      es hat sich mittlerweile überall rumgesprochen, dass Danzig in der deutschen Sprache Danzig heißt. Im Polnischen heißt es Gdansk, auch schon vor dem Krieg. Ob nun Danzig oder Gdansk gesagt wird: alle meinen stets das Gleiche.

                      Hans-Jörg, nein, wer hier im Forum ist, wird kaum den Eindruck gewinnen können, die Mehrheit spucke Gift und Galle oder übe keine Toleranz. Im Gegenteil. Es sind nur einige ganz wenige Teilnehmer gegen das Forum eingestellt, die dann auch gegen mich persönlich schießen. Sie melden sich kaum -vor allem kaum jemals mit konstruktiven Beiträgen zum Thema Danzig-, aber sobald sie eine Möglichkeit sehen, hier oder wo anders über unser Forum herzuziehen, nutzen sie diese Möglichkeit. Dies geschieht manchmal sehr subtil -mit Unterstellungen, Vermutungen, unbewiesenen Behauptungen-, manchmal auch sehr direkt. Querschüsse und Beleidigungen gegen andere Teilnehmer habe ich unterbunden, sie kommen kaum mehr vor.

                      Was treibt den einen oder anderen (angeblichen) Danziger um, dass er sich nicht sachlich verhalten kann? Was geht in ihnen vor? Verbitterung? Unverständnis? Neid? Welche anderen Gründe?

                      Unser Forum ist auf Sachlichkeit aber auch auf Sympathie für Andere und andere Meinungen angewiesen. Polemik, Propaganda, Querschüsse, Beleidigungen und persönliche Angriffe sind Gift für offene Meinungsäußerungen. Das hat nichts mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung zu tun. Es fällt auch nicht unter die vielbeschworene und von ihnen selten geübte Toleranz und hat erst recht nichts mit Charakter und Anstand zu tun.

                      Es gäbe noch unendlich viel über Danzig zu erzählen. Über das alte Danzig, wie es war, wie dort gelebt wurde, was erlebt wurde. Warum konzentrieren wir uns nicht auf dieses Thema, das eines unserer Themenschwerpunkte darstellen sollte?

                      Viele Grüße aus dem nächtlichen Danzig
                      Wolfgang
                      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                      Kommentar

                      • Uwe
                        Forum-Teilnehmer
                        • 10.08.2008
                        • 1961

                        #12
                        AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                        Ja diese Diskussion hatten wir schon häufiger, dachte das hätten wir ausdiskutiert ... finde die Diskussion darüber wie Erhard ziemlich kindisch oder auch lächerlich ....

                        Herzliche Grüße

                        Uwe
                        Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                        Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

                        Kommentar

                        • jonny810
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.02.2008
                          • 2423

                          #13
                          AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                          Hallo Wolfgang,

                          meine Bemerkung hat sich nicht gegen dich gerichtet, so viel vorweg.

                          Ich habe nur aufgezeigt, wie leger meine polnischen Freunde mit der Namensnennung "DANZIG oder GDANSK" umgehen.

                          Diese Art von Besserwisser, die ausser negative Kritik zu Allem abgeben, sollte man einfach ignorieren.

                          Solche Menschen laufen sich irgendwann, von alleine müde. In Danzig nannte man so etwas "olle Gnatzköppe".

                          Allen einen schönen Frühlings-Anfang.
                          Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                          "Nec Temere - Nec Timide"
                          Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                          Kommentar

                          • buddhaah
                            Forum-Teilnehmer
                            • 08.09.2010
                            • 275

                            #14
                            AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                            Je nach politischem Standpunkt bin ich ein Nachgeborener (oder eben auch nicht!). Ich für meinen Teil, fühle mich "eurem" Danzig verbunden - auch wenn ich es nicht aus erster Hand kenne - und, bis jetzt, nahm ich es auch als "mein" Danzig wahr. Ich verstehe nicht ganz, warum mir das nun verwehrt sein soll...

                            Wenn hier danach gefragt wird, das (Vorkriegs-)Danzig vom (Nachkriegs-)Gdansk klar zu trennen, würde ich gerne wissen, welches Kriterium der Unterscheidung dazu herangezogen werden soll. Strasseninfrastruktur? Leitkultur? Ethnie? ...? Kann man mir das erläutern?
                            Darüberhinaus fühle ich mich eines Teils meiner Identität beraubt, wenn mir hier suggeriert wird, es gäbe keine Kontinuität zwischen Danzig und Gdansk. Man möge mir also verzeihen, wenn dieser Beitrag deshalb etwas defensiv anmutet.

                            Warum so defensiv? Weil meine Familie nach dem Krieg eben blieb, sich ein- und damit überlebte. Ich bin 1979 geboren - in Gdansk/Danzig - und seitdem ich Hosenscheisser war, gab es keine klare Zuordnung in unserer Familie: die Frage "Pole" oder "Deutscher" wurde entweder gar nicht oder mit "nee: Pommersch" beantwortet. Man konnte sich damals allerdings der Integration nicht erwehren: die Polonisierung kam mit der inherenten Freiheitsbegrenzung des Kommunismus. Somit sind wir also auch "Gdansker" mit einem tiefen Respekt und einiger Sehnsucht nach dem alten "Danzig".

                            Zu behaupten, das (deutsche) Vorkriegsdanzig sei für uns (polnische?) Nachkriegsgdansker nicht mehr zu verstehen, ist - gelinde gesagt - gönnerhaft, wenn nicht herablassend.

                            "Natierlich" ist es nunmal so, dass das Gedanium (um mal die unterschiedlichen Bezeichnungen aussen vor zu lassen), dass die älteren unter euch noch erleben durften, nicht viel gemein hat mit dem Gedanium von heute. Das is daderwejen, dass mit einer anderen Nation nun auch eine andere Kultur, als damals, überwiegt. Doch ist es auch Tatsache, dass nunmehr 66 Jahre seit Kriegsende vergangen sind (das Nürnberg von heute, zum Beispiel, ist auch nicht mehr das Nürnberg von 1945. Gleiches gilt für zig deutsche Städte, die nach dem Krieg deutsches Staatsgebiet blieben.) Das Rad der Zeit ist nicht stehengeblieben.

                            Nun mecht ich mal fragen: wie erfolgreich wart ihr aus der Vertriebenengeneration wirklich bei der Vererbung der "Danziger Identität" an eure Nachgeborenen? Wie produktiv war es, damals zu sagen: "Unser Danzig ist nicht mehr, kommt nie mehr wieder. Das, was da nun ist, ist nuscht nich mehr!"
                            Hat es nicht vielmehr dazu geführt, dass die meisten eurer Kinder das Thema Herkunft vollends begraben haben? Nur wenige eurer Nachfahren interessieren sich noch. Die "iebrigen" die findet man oft hier.
                            Hätte es nicht viel mehr genutzt, etwas gemeinsames mit den Gdanszczanie aufzubauen, nachdem die Mauer fiel, anstatt hier rum zu kujienen?

                            Noch eines: ich habe mir, dank umfangreicher Literatur, Fotographien, Bildbänden, ein recht gutes Bild machen können, wie die Strassenverläufe in der Danziger Rechtstadt/Altstadt vor dem Krieg waren. Ich kann deswegen in Gedanken durch die Strassen spazieren.
                            Zugegeben: ich höre nicht die Glocken von St. Katharinen, oder wie die Strassenbahn surrt - aber ich sehe diese Stadt vor meinem geistigen Auge.

                            Übrigens, vor allem dank eines Bildbands, den die Polen 1997 herausgaben: "Był sobie... Gdańsk"

                            - oder "Es war einmal... Danzig" in seiner deutschen Übersetzung.


                            Mit den allerbesten Grüssen,

                            Michael

                            Kommentar

                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #15
                              AW: Keiner der Nachgeborenen hat unser Danzig gesehen

                              Schönen guten Morgen,
                              hallo Erhart, hallo Uwe,

                              die Frage, wer sich überhaupt als "Danziger" bezeichnen kann/darf, entbehrt tatsächlich nicht einer gewissen Komik.

                              Für mich ist Danziger wer in Danzig geboren wurden oder dort lebt/lebte und sich selber als Danziger sieht. Wer sich darüber hinaus als Nachkomme von Danzigern ebenfalls als Danziger fühlt: bitteschön, warum nicht?

                              Schöne Grüße aus dem sonnigen Danzig
                              Wolfgang
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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