AW: III. BundesReise nach Danzig 12.-16. Oktober 2014
Schönen guten Abend,
ich empfinde es als Ehre, auch als Verpflichtung, wenn ich Besuchergruppen durch unser Werder führen darf. Und das tue ich viele Male in jedem Jahr. Aber es ist immer etwas Besonderes wenn eine Reisegruppe des Bundes der Danziger kommt, denn da sind dann meist 40-50 Teilnehmer/innen mit direktem Bezug zu Danzig.
War in diesem Jahr alles ein bisschen anders? Es fing damit an, dass ich mich gesundheitsbedingt mit der Reiseleitung (Carl Narloch) nicht wie vorgesehen abstimmen konnte - aber dann war das auch eine vollkommen andere Reisegruppe als in den Vorjahren.
Ich kann lediglich über den letzten Reisetag berichten, hier im Werder, aber das ist eine einseitige Sicht. Meine nämlich. Ich hatte hier gehofft auf Reiseberichte der Teilnehmer/innen, aber bisher kam noch nichts. Mittlerweile weiß ich, dass etliche Reiseteilnehmer/innen durch unser Forum inspiriert und motiviert wurden, viele von ihnen sogar Teilnehmer bei uns sind. Was ich mittlerweile auch weiß ist, dass sich etliche dieser Forum-Teilnehmer/innen untereinander nicht zu erkennen gaben. Auch mir gegenüber nicht. Wie kann das sein??? Liege ich falsch wenn ich das nicht verstehe???
Bei der Reise ins Werder blieb Manches unabgestimmt. So organisierte ich Manches auf eigene Hand. Aber lasst mich den Besuchsverlauf kurz aus meiner Sicht schildern:
Wir trafen uns in Barenhof (Dwórek), direkt nach Überqueren der Stromweichsel. Nach kurzer Vorstellung meinerseits erreichten wir bereits Neumünsterberg (Nowa Koscielnica) wo ich die Vorlaubenhäuser Classen und vor allem das Haus Wiebe vorstellte und erläuterte. In Schöneberg (Ostaszewo) besuchten wir die Ruine der Deutschordenskirche und des sie umgebenden Friedhofes. Auch in Schönsee (Jeziernik) besuchten wir Kirche und Friedhof mit zahlreichen Gräbern aus alter Zeit. Neukirch (Nowa Cerkiew) war unser nächstes Ziel. Bereits dort war zu sehen, dass viele der Reiseteilnehmer den Bus nicht mehr verlassen wollten/konnten. Es war gerade mal 11:00 Uhr. Das allgemeine Interesse war: Wo können wir eine Pinkelpause einlegen. Nu ja, schön und gut, draußen bei uns in der Prairie wo Du jeden Hasen auf Kilometer hinaus ausmachen kannst, ist das ein bisschen schwierig. Wir haben im flachen Feld nach Weiden gesucht, aber diese lagen dann meist hinter tiefen Entwässerungsgräben. Als es nicht mehr anders ging, hielten wir direkt vor Ortseingang Palschau (Palczewo). Dort gab's zwar auch keine großen Versteckmöglichkeiten, aber wenn's eben nicht anders möglich ist...
Ich war NICHT Reiseorganisator! In meinen Augen ist es aber ein absolutes Unding, dass ältere Menschen -die meisten waren weit jenseits der 70- nicht elementaren Bedürfnissen nachgehen können. Das darf nicht sein und das kann nicht sein und sollte es eine Fahrt im nächsten Jahr ins Werder geben, werde ich daran nur dann teilnehmen wenn dieser Punkt geklärt ist!
In Palschau besuchten wir die alte Holzkirche, ein Juwel, ein Nonplusultra des Werders. Richarda Wójcik, eine Einwohnerin Palschaus, und einige andere Dorfeinwohner standen uns zur Verfügung. Obwohl ich bereits im Bus darauf hingewiesen hatte, dass diese phantastische Kirche von der kleinen Kirchgemeinde unterhalten werden muss und ich um Spenden bat, blieb das in einem sehr bescheidenen Umfang. Die Kirche ist üblicherweise geschlossen - für uns wurde sie geöffnet. Alle Inschriften in deutscher Sprache, und es sind viele, aber selbst auf die Bitte Fragen zu stellen, herrschte Stillschweigen. Warum, bitteschön, warum soll man Dorfbewohner bitten, die Kirche zu öffnen, zu erklären, für Fragen bereit zu sein, wenn überwiegend (höfliches) Desinteresse vorhanden ist???
Als wir dann unter Richardas Führung die alte Holländer-Windmühle in Palschau besichtigen durften, hielt sich das Interesse in sehr bescheidenem Rahmen. Der Walnußbaum vor der Mühle zog wesentlich mehr Interessenten an als die Ausführungen Richardas.
Bedingt durch Abstimmungsschwierigkeiten hielten wir Mittagspause in Tiegenhof (Nowy Dwór Gdański) bei McDonalds. Dort gab es zumindest wunderbar saubere Toiletten. Aber selbst jene die zuvor laut gegen einen Aufenthalt dort protestiert hatten, schoben dann doch ein Kuchenstückchen nach dem anderen ein und waren letztendlich die letzten.
Unsere Fahrt führte uns dann über Fischerbabke (Rybina), den für mich interessantesten Ort des Mittelwerders, und dann nach Pasewark (Jantar) wo wir kurz den Strand heimsuchten.
Ich weiß nicht, was dieses Mal die Ursache war, dass so Manches absolut nicht rund lief. Natürlich, ich kann nur über unseren Werder-Tag berichten, aber wenn sich selbst Forum-Teilnehmerinnen nicht untereinander zu erkennen geben. Pardon, ich weiß nicht, aber neuzeitlich gesprochen ist das der Horror, und da finde ich keine Worte.
Im letzten Jahr lief auch so einiges nicht absolut rund, aber da hatten wir unsere Christa Foitzik, und, liebe Christa, ich habe Dich vermisst! Das Programm war in diesem Jahr unendlich viel interessanter -auch der nicht statt gefundene Besuch der Steegener Kirche-, aber es scheint da doch so Manches schief gelaufenn zu sein.
Die Idee einer solchen Reise ist großartig, und da gebührt vor allem Carl Narloch Dank! Sollte es geplant sein, diese Fahrt auch im nächsten Jahr stattfinden zu lassen, wird noch einiges zu erläutern sein.
Aus meiner Sicht: JESUS CHRISTUS, hat denn bisher NIEMAND der Teilnehmer/innen ein einziges Wort darüber sagen können wie es war????
Übrigens, auch ich persönlich hatte bei mir in diesem Jahr (Forum-) Besucher/innen die ich durch das Werder führte. Einige von ihnen übernachteten auch bei mir. Ähhhhh, wer von ihnen berichtete darüber?
Langsam werde ich grätig. JEDER möchte Erlebnisberichte/Reiseberichte lesen, aber offensichtlich ist kaum jemand der Besucher bereit, diesem breiten Wunsch nachzukommen.
Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang
Schönen guten Abend,
ich empfinde es als Ehre, auch als Verpflichtung, wenn ich Besuchergruppen durch unser Werder führen darf. Und das tue ich viele Male in jedem Jahr. Aber es ist immer etwas Besonderes wenn eine Reisegruppe des Bundes der Danziger kommt, denn da sind dann meist 40-50 Teilnehmer/innen mit direktem Bezug zu Danzig.
War in diesem Jahr alles ein bisschen anders? Es fing damit an, dass ich mich gesundheitsbedingt mit der Reiseleitung (Carl Narloch) nicht wie vorgesehen abstimmen konnte - aber dann war das auch eine vollkommen andere Reisegruppe als in den Vorjahren.
Ich kann lediglich über den letzten Reisetag berichten, hier im Werder, aber das ist eine einseitige Sicht. Meine nämlich. Ich hatte hier gehofft auf Reiseberichte der Teilnehmer/innen, aber bisher kam noch nichts. Mittlerweile weiß ich, dass etliche Reiseteilnehmer/innen durch unser Forum inspiriert und motiviert wurden, viele von ihnen sogar Teilnehmer bei uns sind. Was ich mittlerweile auch weiß ist, dass sich etliche dieser Forum-Teilnehmer/innen untereinander nicht zu erkennen gaben. Auch mir gegenüber nicht. Wie kann das sein??? Liege ich falsch wenn ich das nicht verstehe???
Bei der Reise ins Werder blieb Manches unabgestimmt. So organisierte ich Manches auf eigene Hand. Aber lasst mich den Besuchsverlauf kurz aus meiner Sicht schildern:
Wir trafen uns in Barenhof (Dwórek), direkt nach Überqueren der Stromweichsel. Nach kurzer Vorstellung meinerseits erreichten wir bereits Neumünsterberg (Nowa Koscielnica) wo ich die Vorlaubenhäuser Classen und vor allem das Haus Wiebe vorstellte und erläuterte. In Schöneberg (Ostaszewo) besuchten wir die Ruine der Deutschordenskirche und des sie umgebenden Friedhofes. Auch in Schönsee (Jeziernik) besuchten wir Kirche und Friedhof mit zahlreichen Gräbern aus alter Zeit. Neukirch (Nowa Cerkiew) war unser nächstes Ziel. Bereits dort war zu sehen, dass viele der Reiseteilnehmer den Bus nicht mehr verlassen wollten/konnten. Es war gerade mal 11:00 Uhr. Das allgemeine Interesse war: Wo können wir eine Pinkelpause einlegen. Nu ja, schön und gut, draußen bei uns in der Prairie wo Du jeden Hasen auf Kilometer hinaus ausmachen kannst, ist das ein bisschen schwierig. Wir haben im flachen Feld nach Weiden gesucht, aber diese lagen dann meist hinter tiefen Entwässerungsgräben. Als es nicht mehr anders ging, hielten wir direkt vor Ortseingang Palschau (Palczewo). Dort gab's zwar auch keine großen Versteckmöglichkeiten, aber wenn's eben nicht anders möglich ist...
Ich war NICHT Reiseorganisator! In meinen Augen ist es aber ein absolutes Unding, dass ältere Menschen -die meisten waren weit jenseits der 70- nicht elementaren Bedürfnissen nachgehen können. Das darf nicht sein und das kann nicht sein und sollte es eine Fahrt im nächsten Jahr ins Werder geben, werde ich daran nur dann teilnehmen wenn dieser Punkt geklärt ist!
In Palschau besuchten wir die alte Holzkirche, ein Juwel, ein Nonplusultra des Werders. Richarda Wójcik, eine Einwohnerin Palschaus, und einige andere Dorfeinwohner standen uns zur Verfügung. Obwohl ich bereits im Bus darauf hingewiesen hatte, dass diese phantastische Kirche von der kleinen Kirchgemeinde unterhalten werden muss und ich um Spenden bat, blieb das in einem sehr bescheidenen Umfang. Die Kirche ist üblicherweise geschlossen - für uns wurde sie geöffnet. Alle Inschriften in deutscher Sprache, und es sind viele, aber selbst auf die Bitte Fragen zu stellen, herrschte Stillschweigen. Warum, bitteschön, warum soll man Dorfbewohner bitten, die Kirche zu öffnen, zu erklären, für Fragen bereit zu sein, wenn überwiegend (höfliches) Desinteresse vorhanden ist???
Als wir dann unter Richardas Führung die alte Holländer-Windmühle in Palschau besichtigen durften, hielt sich das Interesse in sehr bescheidenem Rahmen. Der Walnußbaum vor der Mühle zog wesentlich mehr Interessenten an als die Ausführungen Richardas.
Bedingt durch Abstimmungsschwierigkeiten hielten wir Mittagspause in Tiegenhof (Nowy Dwór Gdański) bei McDonalds. Dort gab es zumindest wunderbar saubere Toiletten. Aber selbst jene die zuvor laut gegen einen Aufenthalt dort protestiert hatten, schoben dann doch ein Kuchenstückchen nach dem anderen ein und waren letztendlich die letzten.
Unsere Fahrt führte uns dann über Fischerbabke (Rybina), den für mich interessantesten Ort des Mittelwerders, und dann nach Pasewark (Jantar) wo wir kurz den Strand heimsuchten.
Ich weiß nicht, was dieses Mal die Ursache war, dass so Manches absolut nicht rund lief. Natürlich, ich kann nur über unseren Werder-Tag berichten, aber wenn sich selbst Forum-Teilnehmerinnen nicht untereinander zu erkennen geben. Pardon, ich weiß nicht, aber neuzeitlich gesprochen ist das der Horror, und da finde ich keine Worte.
Im letzten Jahr lief auch so einiges nicht absolut rund, aber da hatten wir unsere Christa Foitzik, und, liebe Christa, ich habe Dich vermisst! Das Programm war in diesem Jahr unendlich viel interessanter -auch der nicht statt gefundene Besuch der Steegener Kirche-, aber es scheint da doch so Manches schief gelaufenn zu sein.
Die Idee einer solchen Reise ist großartig, und da gebührt vor allem Carl Narloch Dank! Sollte es geplant sein, diese Fahrt auch im nächsten Jahr stattfinden zu lassen, wird noch einiges zu erläutern sein.
Aus meiner Sicht: JESUS CHRISTUS, hat denn bisher NIEMAND der Teilnehmer/innen ein einziges Wort darüber sagen können wie es war????
Übrigens, auch ich persönlich hatte bei mir in diesem Jahr (Forum-) Besucher/innen die ich durch das Werder führte. Einige von ihnen übernachteten auch bei mir. Ähhhhh, wer von ihnen berichtete darüber?
Langsam werde ich grätig. JEDER möchte Erlebnisberichte/Reiseberichte lesen, aber offensichtlich ist kaum jemand der Besucher bereit, diesem breiten Wunsch nachzukommen.
Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang
). Als wir nachmittags nach Langfuhr zurückfuhren, stieg ich unterwegs alleine aus, setzte mich in eine andere Straßenbahn und fuhr Richtung Klinik.


Kommentar