Alte Karte

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • MueGlo
    Forum-Teilnehmer
    • 11.03.2010
    • 1122

    #61
    AW: Alte Karte

    Moin, Arndt,

    wie wär's mit einer Quellenangabe zu den Karten ... auf dass der Suchende auch etwas entziffern kann.

    Beste Grüße aus Rabat, Rainer MueGlo
    "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

    www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

    Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
    http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

    Kommentar

    • Antennenschreck
      Forum-Teilnehmer
      • 05.09.2011
      • 1833

      #62
      AW: Alte Karte

      Hallo Rainer,

      das ist sehr schwierig mit der Quellenangabe. Ich sammle schon seit Jahren alte Karten und Bücher (ohne Urhebrrechtsschutz) in elektronischer Form. In dem Kartenordener liegen inzwischen 1000 sende Dateien, in sehr unterschiedlicher Qualität.Dieses Bild speziell hat einen nichtssagenden Namen, und stammt wohl aus einem englischen Geschichtsbuch des frühen 19. Jh.. Ich habe es sehr stark reparieren müssen, um als 1. Einführungsseite für mein Buch dienen zu können.
      Im jetzigen Zustand kann man nahezu jedes Wort lesen, der Rest wird sich finden lassen. Ich muß es eh noch eindeutschen, aber das hat noch Zeit. Wenn ich demnächst mal an eine bessere Internetverbindung rankomme, so werde ich einen Downloadlink zu dem Buch (mit all seinen neu digitalisierten Bildern), in der aktuellen Version, versuchen zur Verfügung zu stellen. Darin sind die Bilder in der höchstmöglichen Qualität enthalten, weshalb das pdf inzwischen auch schon 300 MByte groß ist. Aber das wird wohl noch ein paar Tage dauern.

      LG Arndt
      Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

      Kommentar

      • Antennenschreck
        Forum-Teilnehmer
        • 05.09.2011
        • 1833

        #63
        AW: Alte Karte

        Hallöle,

        hier wieder mal eine alte Karte, dieses Mal vom beeindruckenden römischen Straßennetz:
        [ATTACH=CONFIG]24084[/ATTACH]

        musste die Karte natürlich mega zusammen knüppeln; und sie hat natürlich keinerlei Danzigbezug. Eventuell habe ich zweimal auf hochladen geklickt (tut mir leid).

        LG Arndt
        Angeh
        Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

        Kommentar

        • Antennenschreck
          Forum-Teilnehmer
          • 05.09.2011
          • 1833

          #64
          AW: Alte Karte

          Hallöle,

          hier einmal die aktuelle Version (also der obere Teil davon) der unten gezeigten Karte. Ganz rechts kommt die Weichsel (aber noch unbeschriftet) ins Bild.

          [ATTACH=CONFIG]24241[/ATTACH]

          Tschü...
          Angeh
          Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

          Kommentar

          • Antennenschreck
            Forum-Teilnehmer
            • 05.09.2011
            • 1833

            #65
            AW: Alte Karte

            Hallöle,

            ich habe da mal die möglicherweise älteste Weltkarte:

            [ATTACH=CONFIG]24563[/ATTACH]

            Tschü....
            Angeh
            Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

            Kommentar

            • Antennenschreck
              Forum-Teilnehmer
              • 05.09.2011
              • 1833

              #66
              AW: Alte Karte

              Hallöle,

              zur Erklärung für das untere Bild:

              Die Entstehung der Welt in der germanischen Mythologie
              Es ist hier an der Zeit, die alte germanische Sicht der Dinge etwas näher zu betrachten. In den bisherigen Texten konnten wir lesen, wie unsere Welt nach dem Glauben unserer Urväter entstand, und wie sie sich weiter entwickelt hat; und auch, welchen Anteil die Götter daran hatten; wobei wir aber immer bedenken müssen, dass viele der angegebenen Orte rein mythischer Natur sind; also schon zur Zeit der Schreiber nicht mehr, oder auch nie in dieser Form existierten. Trotzdem sollten wir hier erst einmal über diese (lange vergangenen) Welten sprechen, welche es vor der Erschaffung
              unserer heutigen Erde gegeben haben soll. Das gesamte Weltgebilde haben sich die Alten nach dem Bild eines Baumes, konkret nach dem einer Esche vorgestellt; welcher sie nun den Namen Yggdrasil gaben. Odin selber wird uns von den Alten als eine Frucht dieses Baumes gezeigt; und; weil nun Yggr ein Beiname Odins war, und trasil, soviel wie getragen
              oder Träger bedeutet, so kann man hieraus wohl auch den Namen dieses heiligen Baumes ganz gut erklären. Diese Esche wurde nun von den Alten als bester, größter und schönster aller Bäume im ganzen Universum angesehen; seine Zweige breiteten sich nach ihrer Ansicht über die ganze Welt, und sogar bis in den Himmel aus. Das gesamte Himmelsfirmament
              wird dabei im Norden vom Riesen Nordri, im Osten vom Riesen Austri, im Süden vom Riesen Sudri, und im Westen vom Riesen Vesrti gehalten. Der Baum selber stand dabei auf drei starken Wurzeln, welche sich natürlich in der Erde auch sehr weit ausdehnten; die eine Wurzel ging bis zu den Asen (dazu aber gleich noch mehr); die andere ging zu den Hrimt-
              hursen, dahin, wo früher Ginnungagap gewesen war; und die dritte Wurzel führte nach Niflheim; unter dieser dritten Wurzel wohnten schon lange (vielleicht auch schon immer) die Würmer (oder Schlangen) Hwergelmir und Nidhöggr, und nagten beständig an selbiger herum. Dummerweise soll aber auch ein Ast im Himmel bis zu den Asen (auf der Erde) gereicht haben; weshalb nun schlechterdings nicht auch noch eine Wurzel den selben Ort (Wohnort der Asen, eigentlich im Himmel) hätte erreichen können. Um nun diesen Widerspruch aufzulösen, sollten wir besser in Grimnism. 31 nachlesen, denn dort lesen wir:

              Drei Wurzeln strecken sich nach drei Seiten
              unter der Esche Yggdrasil.
              Hel wohnt unter einer, Hrimthursen unter der anderen,
              Aber unter der dritten Menschen.

              Jene Wurzel führte also offensichtlich nicht zu den Asen im Himmel, sondern zu den Menschen auf der Erde; und nun ergibt das Ganze auch ein viel besseres Bild. Die Spitze des Baumes führte nun direkt nach Walhall; und, an seinen Zweigen weidete die Ziege Heidrun, von deren Euter dann so viel Milch kommt, dass sie täglich ein großes Gefäß füllen kann, von dem dann die im Einzelkampf gestorbenen Helden (Einherier genannt, also tapfere Krieger und große Könige)
              von Odin vollauf zu trinken haben, weiterhin ernährt sich der Hirsch Eikthyrnir auch von den Blättern dieser Esche; von seinen Hörnern fallen nun wiederum so viele Tautropfen, dass diese nach Hwergelmir fließen können, um dort die großen Ströme der Unterwelt zu bilden; darüber können wir lesen:

              Heidrun heißt die Ziege vor Heervaters Saal,
              Die an Lärads Laube zehrt.
              Die Schale soll sie füllen mit schäumendem Meth;
              Der Milch ermangelt sie nie.
              Eikthyrnir heißt der Hirsch vor Heervares Saal,
              Der an Lärads Laube zehrt.
              Von seinem Horngeweih tropft es nach Hwergelmir;
              Davon stammen alle Ströme.

              Neben diesem Hirsch Eikthyrnir, laufen noch vier weitere Hirsche um den Wipfel der Esche herum, welche ebenso die Blätter dieses Baumes und seine Knospen verspeisen; deren Namen sind Dain, Dwalin, Dunneyr und Durathror; das sind aber alles Namen, welche uns auf die Vergänglichkeit von Allem hinweisen. Weiterhin werden die Wurzeln von Yggdrasil auch noch von einigen anderen Würmern zernagt; wie schon gesagt, nagt z.B. Nidhöggr an der Wurzel herum, welche
              nach Niflheim führt. Dann gibt es da noch einen Adler hoch in den Zweigen der Esche, der von sehr vielen Dingen rund um Yggdrasil Bescheid weiß; und, zwischen dessen Augen sitzt nun wiederum der (ebenfalls recht gut informierte) Habicht Wedrsölnir. Zwischen all dem saust dann noch das Eichhörnchen Ratatöskr (Zweigbohrer) hin und her, und trägt alle bösen Worte, und somit allen Streit, vor allem zwischen dem Adler und der Schlange Nidhöggr weiter, darüber können wir lesen:

              Ratatöskr heißt das Eichhörnchen, das auf und ab rennt
              an der Esche Yggdrasil.
              Des Adlers Worte vernimmt es oben
              und bringt sie Niddhöggern nieder.
              Der Hirsche sind vier, die mit krummen Halse
              an der Esche Anschützen weiden.
              Dain und Dwalin,
              Dunneyr und Durathror.

              Als weitere nagende Würmer an den anderen beiden Wurzeln, werden uns noch Goin, Moin, Grabakr, Grafwölldr, Osuir und Swasir genannt. Wenn wir hier auch nicht alle Bilder deuten können, so sehen wir doch die Esche von der Ziege und den Hirschen gerupft, und von den Würmern (Schlangen) an ihren Wurzel angenagt; all das soll uns wohl die Vergänglichkeit allen Seins, also auch dieses Lebensbaumes verdeutlichen. Um dieses unvermeidbare Ende aber soweit als möglich hinaus zu schieben, bemühen sich am Boden die drei Nornen, welche gemeinsam an Urds Brunnen wohnen, um das Wohl dieser Esche, indem sie den Baum täglich mit dem Brunnenwasser gießen und gleichzeitig düngen. Diesen heilsamen Brunnen finden wir dann noch lange in vielen deutschen Märchen wieder, wo man aus diesem das Wasser des Lebens holen kann; wegen seiner heiligen Kraft muss man den Brunnen unbedingt davor schützen, dass etwas Unreines in ihn hinein fällt. Dieses Amt wird in aller Regel einem reinen Jüngling übertragen; und alles, was man in diesen Brunnen taucht, kommt wie aus reinem Gold wieder heraus. Diese heilige Kraft wird dann auch hin und wieder auf verschiedene Bäume übertragen, welche dann aber gleich neben einem solchen Brunnen stehen müssen, um dann z.B. goldene Wunderäpfel zu tragen. Wir haben aber in Yggdrasil nicht nur einen Baum im räumlichen Sinn vor uns, sondern es handelt sich hier auch um einen Baum in der Zeit; denn Raum und Zeit gehörten schon für die alten Germanen unzertrennlich zusammen; und, erst ihr richtiges Zusammenspiel konnte ihre reale Welt erzeugen. Das zeigt sich auch an den drei Brunnen, welche an jeder Wurzel einer standen:

              - Der erste Brunnen, mit dessen Wasser die Esche jeden Tag besprengt wurde, damit sie nicht fault; dieser Brunnen war sehr heilig; er sollte verjüngen und verschönern können. Er befand sich nun offensichtlich an der Wurzel, welche auch zu den Menschen oder (irrtümlich zu den) Asen reichte.

              Wenn dieser Brunnen in Asgard gestanden hätte, so wäre dass für die Götter recht praktisch gewesen, denn ihre Gerichtsstätte soll sich ja gleich neben diesem ersten Brunnen befunden haben. Da nun aber dieser Brunnen bei der Wurzel der Menschen am Erdboden war, ja, dann mussten die Götter für jede einzelne Beratung eben von der hohen Esche herunter kommen, andernfalls hätten es die drei Nornen mit ihren Gießkannen wohl recht beschwerlich gehabt! Dieser erste Brunnen nannte sich nun Urds Brunnen, nach der ältesten der drei Nornen, welche Urd, Werdandi und
              Skuld (zu deutsch, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) hießen, und entweder direkt im Brunnen oder gleich im Saal daneben wohnten (oder im Sommer im Brunnen, und im Winter im geheizten Saal); darüber kann man lesen:

              Davon kommen Frauen, viel wissende,
              Drei aus dem Saal (See) dort bei dem Stamm:
              Urd heißt die eine, die andere Werdandi
              und Skuld die Dritte.

              - Der nächste (also der zweite) Brunnen, ist Mimirs Quelle, worin sich nun Weisheit und Verstand befinden sollten; der Eigentümer dieses Brunnens ist, wie uns schon sein Name sagt, der Riese Mimir. Er ist auf jeden Fall selber auch sehr klug, weil er ja täglich aus seinem Brunnen trinken kann. Eines Tages kam nun Odin zu Mimir, und wollte auch einen Becher von diesem Brunnen trinken. Das erlaubte Mimir aber erst, als ihm Odin eins von seinen beiden Augen zum Pfand
              dafür gab. Die klare Aussage von diesem Ereignis ist, dass es nicht so wichtig ist, was man im Außen mit seinen eigenen Augen sehen kann, sondern, dass es viel wichtiger ist, was einen die eigene Weisheit und der eigene Verstand lehren können; also dass man die Wahrheit nicht im Äußeren, sondern im Inneren suchen sollte.

              - Den dritten Brunnen finden wir nun erwartungsgemäß neben der dritten Wurzel, welche nach Niflheim führt. Hier handelt es sich aber wohl mehr um einen brodelnden Höllenkessel, den man nur mit sehr viel gutem Willen einen Brunnen nennen kann. Dieser Kessel hat offenbar keinerlei gute Eigenschaften, aber es sollen einst aus ihm die ganzen mächtigen urweltlichen Ströme (also auch der Urstoff für unsere Welt) der Unterwelt hervor gequollen sein.

              Die große Bedeutung dieser drei Brunnen für unsere Weltenesche wird uns nun schon etwas klarer; der erste Brunnen verjüngt, er ist ein Lebensbrunnen, welcher für die Entstehung und Erhaltung des Lebens, vor allem aber der Menschen dient; so wie auch das Wasser unsterblich machen sollte, in welchem später Siegfried aus der Niebelungensage badete. Welchen Wert sollen nun aber die drei Nornen an diesem Brunnen haben? Da er ja nach der ältesten Norne, also nach Urd, der Vergangenheit benannt worden ist; sollte uns das sicherlich sagen, dass wir uns immer an unsere Vorfahren und unsere Vergangenheit erinnern müssen, um als ein Volk eine Gegenwart und eine Zukunft haben zu können. Da nun dieser Brunnen an der Wurzel steht, welche zu den Menschen reicht, unterscheidet er sich klar von Mimirs Brunnen, welcher Verstand und Weisheit bringen kann, denn, mit dessen Wasser finden wir erst die Erkenntnisse, welche weit über die jetzige Erde hinaus gehen, und welche, deshalb gar keiner Augen (im optischen Sinne) mehr bedürfen; mit Mimirs Brunnen kann man daher etwas tiefer und genauer in die Vergangenheit, Gegenwart und weitere Zukunft blicken; was allerdings vor der Schöpfung der Weltenesche lag, dass, sagt uns auch dieser Brunnen nicht (hier gibt es nur den Hinweis auf einen Allvater), denn der Blick verliert sich hier sehr schnell im endlosen Meer der Ewigkeit. Einzig die ersten Riesen (die alten Eisriesen), zu welchen auch Mimir gehört, haben noch eine (schwache) Erinnerung an diese Zeit; und selbst der weise und suchende Odin, der Klügste von allen Asen, kann diese Informationen nicht voll erfassen, da er ja immer noch mit einem Auge in seiner eigenen Zeit verhaftet bleibt. Der dritte Brunnen bei der Hel (Hölle) deutet nun direkt auf eine noch viel fernere Zeit, von der selbst die alten Riesen nichts mehr wissen; das ist nun der Brunnen Hwergelmir, aus dem einst der ganze Urstoff erquoll, zu dem dann aber auch alles Sein wieder zurück strömt, denn von dem Geweih des Hirsches Eikthyrnir tropft ja auch das ganze Wasser, welches aus der wirklichen Welt kommt; es geht also wieder in diesen Brunnen (zum Anfang) zurück. Wie also die Unterwelt (Niflhel) die Quelle allen Seins war, so wird sie später auch wieder das Ende, der Abgrund sein, in den Alles unweigerlich wieder zurückgehen muss. Die junge Welt wurde einst aus diesem Brunnen geholt, und die sterbende alte Welt muss auch wieder an diesen Ort zurück gehen. Also ist die Wurzel, die zu diesem Brunnen führt, auch die älteste und erste Wurzel von Yggdrasil. Der Adler und der Hirsch Eikthyrnir an der Spitze von Yggdrasil sollen in diesem Bild wohl beide die Sonne symbolisieren; und, ursprünglich wird Yggdrasil wohl nichts anderes gewesen sein, als der Baum, unter welchem sich die germanischen Götter zum Rat und Gericht trafen, weil ja nach germanischer Sitte hohe Bäume immer schon die Orte für wichtige Treffen und Gerichte waren; und, auch viel später noch so manche Dorfgemeinde ihre Treffen unter einer bestimmten Linde abhielt; ebenso brachten ja auch die drei Nornen, welche über das Schicksal der Menschen bestimmten, einen Platz für ihre Versammlungen. Dieser alte germanische Thingbaum wird hier also vortrefflich benutzt, um uns das Leben mit seiner Vergänglichkeit in drei Stufen zu symbolisieren; die erste Stufe entspricht der ersten Wurzel, mit der Entstehung und Entwicklung eines Lebens; die zweite Stufe, also die zweite Wurzel zeigt uns den Verstand und die Klugheit in der Mitte unseres Lebens; und die dritte Wurzel zeigt uns das Vergehen unseres Lebens, und unseren Weg zu unserem Ursprung zurück.

              Tschü....
              Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

              Kommentar

              • Antennenschreck
                Forum-Teilnehmer
                • 05.09.2011
                • 1833

                #67
                AW: Alte Karte

                Hallöle,

                hier hätte ich mal eine Frage mit einem nordöstlichen Danzigbezug. In einer Karte aus dem Jahre 1683 taucht letztmalig ein Volksstamm mit Namen Ingrie auf. Ich finde diesen Stamm später nicht mehr, und auch sonst keine weiterführenden Informationen darüber. Das betreffende Gebiet habe ich in dem Kartenausschnitt mal etwas hervorgehoben.

                [ATTACH=CONFIG]24572[/ATTACH]

                Vielleicht hat ja hier im Forum schon einmal etwas von dieser Völkergruppe vernommen.

                Tschü...
                Angeh
                Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                Kommentar

                • waldling +6.8.2023
                  Forum-Teilnehmer
                  • 04.09.2011
                  • 2320

                  #68
                  AW: Alte Karte

                  Hallo Arndt,

                  hier wird die Gruppe genannt:


                  Beste Grüße
                  Uwe

                  Kommentar

                  • Antennenschreck
                    Forum-Teilnehmer
                    • 05.09.2011
                    • 1833

                    #69
                    AW: Alte Karte

                    Hallo Uwe

                    danke für den Tipp, das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Es werden dann wohl die Ingrier gemeint gewesen sein. Da kann ich das gleich mal in der Karte richtig nachtragen.

                    LG Arndt
                    Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                    Kommentar

                    • Mandey +08.03.22
                      Forum-Teilnehmer
                      • 08.02.2009
                      • 540

                      #70
                      AW: Alte Karte

                      ich habe da mal die möglicherweise älteste Weltkarte,

                      möglicherweise auch Zukunft weisende.
                      Gruß Heinz Mandey

                      Kommentar

                      • Antennenschreck
                        Forum-Teilnehmer
                        • 05.09.2011
                        • 1833

                        #71
                        AW: Alte Karte

                        Hallöle,

                        hier ist nun der Zwischenstand der erwähnten Karte:
                        Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                        Kommentar

                        • Antennenschreck
                          Forum-Teilnehmer
                          • 05.09.2011
                          • 1833

                          #72
                          AW: Alte Karte

                          [ATTACH=CONFIG]24573[/ATTACH]

                          Leider war die Datei zu groß.

                          Tschü...
                          Angeh
                          Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                          Kommentar

                          • Antennenschreck
                            Forum-Teilnehmer
                            • 05.09.2011
                            • 1833

                            #73
                            AW: Alte Karte

                            Hallöle,

                            hier nun der einführende Text zu dem unten Gebietsaufteilung:

                            Polen von seinen frühesten Zeiten an

                            Bei den Polen handelt es sich um ein europäisches Volk, welches schon in den ältesten Zeiten in einer geschlossenen Masse an ein und derselben Stelle gewohnt hat; obwohl das polnische Sprachgebiet im Westen und Nordwesten bedeutenden Einbussen hat hinnehmen müssen, während es nach Osten und Nordosten hin nur geringfügig erweitert hat. In der Hauptsache bilden aber auch heute noch dieselben Ländereien das Polen, welche auch früher schon von den zusammengeschlossenen polnischen Völkern bewohnt wurden. Der Kern und der Ausgangspunkt der polnischen Nation war dabei der westslawische Stamm der Polanen, welcher am Ende des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung in der Gegend der Warte und den angrenzenden Gebieten wohnte. Die Polen bildeten damals schon so günstige Organisationsformen, dass sich viele westslawische Stämme zu dieser Nation hingezogen fühlten; weshalb sich diese mit der Zeit mit dem fortschrittlichen Polen vereinigten; also sehen wir schon zu diesem frühen Zeitpunkt die Tendenz der Polen zu einem friedlichen räumlichen Wachstum und der Bildung eines eigenen Nationalstaates. Im zehnten Jahrhundert zwang dann der deutsche Markgraf Gero den polnischen Herzog Mieszko I. dem deutschen Kaiser Otto I. den Huldigungseid zu leisten. Hierauf erfolgte im Jahre 966 die Gründung des ersten polnischen Bistums zu Gnesen, welches dem Erzbistum Magdeburg unterstellt wurde. Als Vasall des deutschen Kaisers musste Mieszko natürlich die Deutschen bei ihren Kämpfen gegen die Elbslawen unterstützen; womit er allerdings eine spätere Vereinigung aller Westslawen mit den Polen sehr erschwerte. Trotzdem gelang es seinem Nachfolger und Sohn; Boleslaw I. Chrobry (992-1025) zumindest zum Teil, eine solche Vereinigung zwischen der Netze, der Ostsee, der Weichsel und der Oder zustande zu bringen; wobei Boleslaw sogar Mähren, Schlesien und die Slowakei von den Böhmen eroberte. In westlicher Richtung kam Boleslaw soweit, wie keiner seiner Nachfolger jemals wieder kam; er überschritt die Oder, eroberte die Lausitz, besetzte fast ganz Böhmen und kämpfte gegen den deutschen Kaiser. Aber auch Boleslaw suchte sein Glück lieber im Osten und verzichtete später wieder auf einen Teil der gerade eroberten westslawischen Ländereien, um seine Kräfte für die Eroberungen der ruthenischen Gebiete frei zu bekommen. In seiner größten Ausdehnung erstreckte sich dann
                            Boleslaws Reich bis weit über die Bugs hinaus, und ging bis zum Zufluss des Dnjepr. Boleslaw hatte wohl selber schon erkannt, dass seine Eroberungen im Westen nicht für länger zu halten waren, denn der Druck der Deutschen wurde hier immer stärker; weshalb sich hier auch die Elbslawen komplett den Deutschen ergeben mussten. Nachdem die deutsche Maschinerie erst einmal in Gang gekommen war, überfluteten die deutschen Kolonisten das gerade noch polnische Gebiet von der Ostsee bis hinunter nach Schlesien. Der Nachfolger und Sohn von Boleslaw I., Mieszko II. (1025-1034), verlor dann wieder einen großen Teil der väterlichen Eroberungen; die Slowakei besetzten die Ungarn; die Böhmen holten sich Mähren, Lausitz und Meißen gingen an die Deutschen, und Pommern nahmen sich die Dänen. Während des großen Interregnums nach Mieszkos II. Tod (1034-1040) fielen dann die Böhmen sogar in die polnischen Kernländer ein; ja, sie hielten sogar schon Krakau und Gnesen besetzt. Weil sich nun die Polen alleine gar nicht gegen die Böhmen wehren konnten, blieb ihnen gar nichts anderes übrig, als den deutschen Kaiser um Hilfe zu bitten. Kasimir der Erneuerer (1040-1058) war hauptsächlich damit beschäftigt, das polnische Reich zusammen zu halten, wogegen sein Sohn Boleslaw II. (1058-1080) die Eroberungspolitik seines Urgroßvaters wieder fortsetzte; indem er im Falle Ungatns und Böhmens mit dem deutschen Reich zusammenar-
                            beitete, und die frühere Vormachtstellung Polens gegenüber den ruhtenischen Fürstentümern wieder herstellte. Nach der relativ ereignislosen Regierung seines Bruders Wladislaw Herman (1080-1102), bestieg dann dessen Sohn Boleslaw III. (1102-1138) den polnischen Thron. Boleslaw III. gewann nun mit seiner starken Hand nicht nur das ganze alte Pommern zwischen der Weichsel und der Oder zurück, sondern er unterwarf auch die ganze Seeküste bis weit über die Oder hinaus seinem polnischen Reich; er besetzte dabei unter anderem die Städte Lutizen, Julin und Stettin, ja, er eroberte sogar die Insel Rügen, und zwang die dortigen Fürsten zur Huldigung und Annahme des Christentums. Boleslaw III. teilte das Land nun unter seinen Söhnen auf, wobei aber der älteste von diesen die Oberhand darüber behalten sollte. Das Testament von Boleslaw III. blieb aber nicht lange in Kraft, und es folgte eine Periode von kleineren einzelnen Fürstentümern gepaart mit einer außenpolitischen Schwäche; so dass sich Polen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in Richtung Westen vergrößern konnte. Ganz im Gegenteil, es ging nun der überwiegende Teil von Schlesien für einen langen Zeitraum verloren, wobei sich auch die deutsch polnische Sprachgrenze immer weiter nach Osten verschob. Den stetigen Gebietsverlust im Westen konnte Polen aber zu dieser Zeit im Osten halbwegs kompensieren; z.B. der jüngste Sohn von Boleslaw III., Kasimir der Gerechte (1177-
                            1194), konnte für eine kurzen Zeitraum noch einmal ganz Polen unter seiner Herrschaft vereinigen, und gewann sogar einen gewissen Einfluss auf Wolhynien und Halicz; wogegen aber unter seiner Herrschaft Rügen an die Dänen, und Vorpommern an die Deutschen verloren gingen. Ab dem 13. Jahrhundert konzentrierte man sich immer mehr auf Neuerwerbungen im Osten, wobei aber die Gebiete im Westen immer mehr vernachlässigt wurden; Polen mischte sich jetzt immer mehr in die inneren Angelegenheiten Rutheniens ein; wobei es aber den gefährlichen Kampf gegen die heidnischen Preußen lieber dem deutschen Orden überließ. Der deutsche Orden war vom polnischen Teilfürsten Konrad von Masovien ins Land gerufen, und mit dem Kulmer Land beschenkt worden;
                            weiterhin sollte dem Orden sämrliches Land gehören, welches er von den Preußen erobern könnte. Der deutsche Orden baute nun ein dem Lan eine Reihe von festungen und legte überall deutsche Kolonien an; mit der Zeit entstand aus diesen Aktivitäten des Ordens der Keim für eine neue Großmacht nach deutscher Prägung, deren aggressive Politik für die Polen schon bald zu einer ernsten Gefahr werden sollte. Durch die Ländereien, welche der Orden nun besetzte, und den Verlust von Hinterpommern wurde nun Polen dauerhaft von seinem einzigen Seeweg über die Ostsee abgetrennt.

                            Tschü...
                            Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                            Kommentar

                            • Antennenschreck
                              Forum-Teilnehmer
                              • 05.09.2011
                              • 1833

                              #74
                              AW: Alte Karte

                              Hallöle,

                              man darf allerdings die heutige Vorstellung von einem Staat nicht mit den damaligen Verhältnissen vergleichen. Es gab neben Meeren,Flüssen und hohen Bergen keine festen und dauerhaften Grenzen. Es gab kleinere und größere örtliche Fürsten, welche sich ihrerseits oft einem mächtigeren Herren unterwarfen. Und irgendwann war dann diese Machtkette einem weltlichen Oberherren untertänig. Für den einfachen Mann auf seiner Scholle hatte so etwas absolut keine Bedeutung, denn er musste seine Abgaben so und so entrichten, ganz egal wer oben an der Spitze stand; oft werden das die kleinen Leute nicht einmal gewusst haben. Dann wechselnden die Machtzuordnungen auch ständig wieder, manchmal ohne Gewalt, aber oft auch mit. Wenn also ein Gebiet in einer bestimmten Farbe eingefärbt ist, so bedeutet das, dass die Mehrzahl der dortigen Herren über die meiste Zeit zu einem bestimmten Oberherren gehalten haben wird. Man konnte so ein Machtverhältnis aber nur aufrecht erhalten, wenn man auch die dazu nötigen organisatorischen und militärischen Mittel hatte. So war es eben keine Seltenheit, dass ein bestimmtes Gebiet im Sommer zu dem einen Machthaber gehörte, und im Winter zu einem ganz anderen; weil eben der sommerliche Herrscher im Winter seine Macht nicht durchsetzen konnte; das hatten auch die Römer und Karl der Große schon schmerzlich erkennen müssen.

                              Tschü..
                              Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                              Kommentar

                              • Antennenschreck
                                Forum-Teilnehmer
                                • 05.09.2011
                                • 1833

                                #75
                                AW: Alte Karte

                                Hallöle,

                                hier einmal eine etwas andere Version von der Gegend nordöstlich von Danzig (ist aber noch in Bearbeitung):
                                Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                                Kommentar

                                L