Danziger Gulden

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  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8593

    #61
    AW: Danziger Gulden

    Guten Abend Belcanto und Beate!

    Da hast Du, Belcanto, in #57 interessante Fragen gestellt, die nach Beates Beitrag #58 nun tatsächlich verwirren. Es scheint danach so, dass die von Feli geschickten Gulden-Scheine auf seltsame Weise mehrfach vertauscht wurden:

    > Der 20-Gulden-Schein zeigt auf der Vorderseite real (wie von Beate gepostet) den Artushof und dazu passend auf der Rückseite den Neptun vom davor stehenden Neptunbrunnen.

    > Der 10-Gulden-Schein zeigt auf der Vorderseite den Turm der Katharinenkirche >> https://de.wikipedia.org/wiki/Katharinenkirche_(Danzig) <<
    und (vermutlich) auf der Rückseite die Statue von Hevelius, der in der Katharinenkirche beigesetzt wurde.

    Hier sollten sich echte Spezialisten ans Werk machen, um diese mysteriöse Sache endgültig zu klären.

    Viele Grüße
    Ulrich

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    • Beate
      Administratorin
      • 11.02.2008
      • 4845

      #62
      AW: Danziger Gulden

      Kann es nicht sein, dass die Guldenscheine tatsächlich je nach Jahr verschieden aussahen? Alte- neue Scheine?
      Ich muss mal wühlen gehen.

      Fröhliche Grüße, Beate
      ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

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      • vklatt
        Forum-Teilnehmer
        • 28.03.2009
        • 1524

        #63
        AW: Danziger Gulden

        Hallo, was ist denn nun der Schlagschatz? Ich habe mal von Münzen gelesen die zerteilt/zerschlagen wurden und je nachdem wie groß das Teilchen und wie teuer die Ware war, man damit bezahlen konnte.

        Viele Grüße Vera
        Was ist ein wahres Geheimnis?
        Etwas, das für jeden offen da liegt-
        und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

        Lao-tse

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        • Ulrich 31
          Forum-Teilnehmer
          • 04.11.2011
          • 8593

          #64
          AW: Danziger Gulden

          Hallo Vera,

          der "Schlagschatz" (auch "Prägeschatz" bezeichnet) hat nichts mit zerteilen/zerschlagen von Münzen zu tun, sondern ist eine Prägegebühr, die in Meyers Großem Konversations-Lexikon, 6. Auflage, 14. Band, auf Seite 274 unter "Münzwesen" genau erläutert wird. Näheres sollte Arndt beantworten, der die Frage dazu in #51 stellte.

          Viele Grüße
          Ulrich

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          • Antennenschreck
            Forum-Teilnehmer
            • 05.09.2011
            • 1833

            #65
            AW: Danziger Gulden

            Hallo Ulrich,

            absolut richtig, soweit erst mal. Ich bin zuerst um die Zeit Karls des Großeen auf diese Sache gestossen. Kurz gesagt konnte man damals mit diversen Silberstücken bezahlen. Nur war die Reinheit und das Gewicht dann eben oft strittig. Also verlangte der Verkäufer einen Risikoaufschlag auf ungeprägtes Geld, welche locker bis zu 30% betragen konnte. Karl hat bei seiner Währungsreform dann an jedem Handelsplatz an der Reichsgrenze einen Münzmeister postiert. Da konnte man dann mit seinem losen Silber hingehen, und eine bestimmte Münze schlagen lassen. Die Gebühr für diese Leistung lag dann bei maximal 2 -3 % des Münzprägewertes, und jeglicher Streit mit den Verkäufern fiel weg, denn die Münze war das wert, was drauf stand. Aber prinzipiell konnte jeder mit jedem beliebigen Silberklumpen bezahlen, Gold hatte Karl für Münzen untersagt. Das war der sogenannte Schlagschatz. Deshalb war es auch sinnvoll 1 bis 2 Tage vorher auf Wochenmärkte zu fahren, da man sich ja erst mal wegen Münzen anstellen musste. Übrigens waren bei den Römern zuletzt aus Goldmünzen Kupfer und Eisenmünzen geworden, als das abfeilen nicht mehr gereicht hat. Die Münze war dann viel weniger wert als drauf geprägt wurde, so wie beim heutigen Papiergeld eben auch.

            LG Arndt
            Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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            • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
              Forum-Teilnehmer
              • 13.02.2008
              • 3493

              #66
              AW: Danziger Gulden

              Danke Beate ! Ihr haettet da die Feli 'mal sehen sollen. Was da bedacht wird, habe ich selbst herausduefteln wollen, mit verschiedenen Brillen, dem Vergroesserungsglas und mit der Nase auf dem Komputer. Stephen, der mir die Scheine schickte, ist mit den Kindern auf den Grossen Ferien und das heisst, die Mutti muss damit allein fertig werden. Auch herzlichen Dank an Ulrich, der das erste Opferlamm war, das ich plagte. Macht 'mal schoen weiter so. Liebe Gruesse von der Feli

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              • StampCollector
                Forum-Teilnehmer
                • 19.01.2014
                • 924

                #67
                AW: Danziger Gulden

                Hallo,

                wenn man mit den Suchbegriffen "danzig banknote gulden" in die Google-Bildersuche geht, kann man Unmengen von Links zum Thema Banknoten finden.
                Ich habe leider nicht die Zeit die alle durchzusehen.
                Hier einmal ein Beispiel mit Papiermark, Zwischengulden und Gulden:

                Als Sammelgebiet sind die Banknoten schon faszinierend, aber das ist auch ein teures Pflaster, wenn man hier annähernd komplett sein will.
                Am seltensten ist der 1000 Gulden-Schein. Um 1970 waren nur zwei Stück davon bekannt (davon einer im Besitz der Bundesbank).

                SC

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                • Ulrich 31
                  Forum-Teilnehmer
                  • 04.11.2011
                  • 8593

                  #68
                  AW: Danziger Gulden

                  Zu #56 und #61:

                  Hier der Link zur richtigen (?) Kombination Vorder-/Rückseite vom Danziger 20-Gulden-Schein am 01.11.1937:
                  > https://www.numisbids.com/n.php?p=lot&sid=1936&lot=2445 .

                  Dennoch bleibt verwirrend und unklar, wie nun tatsächlich beim 20-Gulden-Schein und beim 10-Gulden-Schein die jeweilige Kombination Vorder-/Rückseite aussah, wenn man im Web die vielfach dazu gezeigten divergierenden Abbildungen studiert.

                  Hier nun außerdem noch der Link zur englischen Wikipedia-Seite "Danzig gulden" (> https://en.wikipedia.org/wiki/Danzig_gulden ), die im Abschnitt "Banknotes of Danzig" zum 20-Gulden-Schein für die Vorderseite den Stockturm (also nicht den Turm der Katharinenkirche, vgl. #61) und für die Rückseite den Neptun angibt (also wie #56!).

                  Wer kann hier für Durchsicht sorgen?

                  Viele Grüße
                  Ulrich

                  Kommentar

                  • StampCollector
                    Forum-Teilnehmer
                    • 19.01.2014
                    • 924

                    #69
                    AW: Danziger Gulden

                    Hallo Ulrich,

                    die Kombination von Vorder- und Rückseite des Zwanzigers scheint zu stimmen.
                    Siehe hier:
                    Danzig banknotes 20 Gulden banknote of 1937, Artushof - Artus courtyard.   Danzig banknotes 20 Gulden banknote of 1937, Neptune’s Fo...

                    Das gezeigte Exemplar ist ein Specimen (Muster) und wurde neben einem Aufdruck auch noch mit einer Lochung versehen.

                    SC

                    Kommentar

                    • Ulrich 31
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.11.2011
                      • 8593

                      #70
                      AW: Danziger Gulden

                      Hallo SC,

                      - Dein Link führt zum Zwanziger vom 1. November 1937 mit der Kombination Artushof/Neptun. - Diese Angabe ist identisch mit der von Beate in #58 verlinkt gezeigten (stammt aus deutscher Wikipedia-Seite "Danziger Gulden").
                      - Die entspr. englische Wikipedia-Seite (vgl. #68) zeigt einen Zwanziger vom 2. Januar 1932 mit der dort genannten Kombination Stockturm/Neptun. - Diese Angabe ist identisch mit der von Beate in #59 verlinkt gezeigten.

                      Es scheint also tatsächlich so zu sein, wie schon von Beate in #62 vermutet, dass damals zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich gestaltete Gulden-Banknoten in Umlauf gebracht wurden.

                      Viele Grüße
                      Ulrich

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                      • Ulrich 31
                        Forum-Teilnehmer
                        • 04.11.2011
                        • 8593

                        #71
                        AW: Danziger Gulden

                        Hallo zusammen,

                        das Danziger Stadtportal gdansk.pl veröffentlicht heute einen umfangreichen, sehr informativen Artikel mit dem von DeepL deutsch übersetzten Titel "Wie wurde der Danziger Gulden geboren? Währung der Freien Stadt Danzig" (im polnischen Original: "Jak narodził się gdański gulden? Waluta Wolnego Miasta Gdańska"). Dieser Artikel enthält auch viele Abbildungen von den Zahlungsmitteln der Gulden-Währung und der Inflationswährung nach dem Ersten Weltkrieg.

                        Leider lässt sich dieser polnische Artikel (hier sein Link: ► https://www.gdansk.pl/wiadomosci/Jak...ulden,a,235902 ) durch die immer noch bestehende Störung des Google-Übersetzers z.Z. nicht ins Deutsche übersetzen. Deshalb würde ich es begrüßen, wenn jemand aus unserem Forum in der Lage wäre, mit einem ihm oder ihr bekannten alternativen Link-Übersetzer hier die deutsche Übersetzung des betr. Artikels zu übernehmen. Im Falle des Gelingens schicke ich schon mal im Voraus meinen besten Dank.

                        Viele Grüße
                        Ulrich

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                        • Pitka
                          Forum-Teilnehmer
                          • 03.01.2011
                          • 248

                          #72
                          AW: Danziger Gulden

                          Hallo,

                          ich probiere es mal:

                          file:///F:/Danzig/Wie%20ist%20der%20...%20Danzig.html

                          Liebe Grüße

                          Pitka

                          - - - Aktualisiert - - -

                          Schade, das hat nicht geklappt.

                          Vielleicht so? Zumindest den Text:

                          Wie ist der Danziger Gulden entstanden? Währung der Freien Stadt Danzig
                          In einem Danziger Reiseführer aus dem Jahr 1931 finden Sie eine Liste mit lokalen Spezialitäten. Neben Bernsteinprodukten, Spirituosen (Mahandel und Goldwasser) oder Gravuren mit Denkmälern gibt es auch geräucherte Fischdelikatessen, in lokalen Schleifereien hergestellte Kristalle, Danziger Briefmarken und ... den Danziger Gulden. Wir werden uns den Ursprung des letzteren ansehen.
                          ( 2023-01-26 )
                          Weitere Artikel über Danzig finden Sie auf der Homepage von gdansk.pl
                          Postkarte: etwa ein Dutzend Münzen, Beschreibungen der Münzen in der Nähe
                          Postkarte mit den Münzen der neuen Danziger Währung: Danziger Gulden, wahrscheinlich 1924
                          Foto aus der Sammlung von Krzysztof Grynder


                          Nach Ausschluss des Danziger Gebiets, Zoppot und Umgebung von den Grenzen Deutschlands entfernt (10. Januar 1920), beschlossen die lokalen Behörden, die bestehende Währung, dh die Deutsche Mark, im Umlauf zu halten. Dies wurde nur teilweise durch praktische Erwägungen diktiert. Hier spielte die Politik eine größere Rolle. Die Beibehaltung der Deutschen Mark war eine von vielen Möglichkeiten, Danzigs Verbleib im deutschen Kulturkreis zu manifestieren und die Verbundenheit der Stadt mit Deutschland zu betonen. Für den wirtschaftlich völlig abhängigen Quasi-Staat Freie Stadt war es auf die Dauer aber verheerend. Die Inflation in Deutschland selbst begann 1922 zu galoppieren und erreichte 1923 katastrophale Höhen. Die Situation war notwendigerweise auch in der Freien Stadt dieselbe. Nichts anderes war die Gründung des titelgebenden Danziger Guldens, als Versuch, die wütende Hyperinflation im Danzig der Zwischenkriegszeit einzudämmen. Ein Versuch, sagen wir, zwar erfolgreich, aber von einem Großteil der Politik erzwungen und unerwünscht. Das wichtigste zuerst.

                          Gerüchte um das Pfund Sterling
                          Bereits Mitte Januar 1920 tauchten die ersten Gerüchte auf, dass für das vom Reich getrennte Gebiet von Danzig und Umgebung eine neue Währung eingeführt werden sollte. Dieses Thema wurde von der in Warschau erscheinenden polnischen „Gazeta Poranna“ aufgegriffen berichtet, dass die Einführung der neuen Währung von den Briten vorangetrieben wurde. Dies stellte sich als nicht wahr heraus. Doch die Diskussion um die Währung ging in den folgenden Wochen weiter. Im Februar ergriff einer der wichtigsten Wirtschaftskolumnisten in Danzig, Hermann Thomsen, das Wort. Er wies auf drei Optionen hin: Verlassen der deutschen Währung, Einführung einer eigenen oder Einführung der polnischen Mark, und entschied sich – wie unschwer zu erraten ist – für die erste Option. Im Gegensatz zu diesen Ideen tauchte im März das Gerücht auf, dass die Briten das Pfund Sterling auf dem Gebiet von Danzig einführen wollten. Aber wieder war es nur eine Diskussion.

                          Danziger Marke?
                          Das Thema kehrte Ende 1921 zurück. Damals tauchte die Idee auf, eine völlig neue Währung – die Danziger Mark – einzuführen. Diese Idee wurde vom Finanzsenator Dr. Erich Volkmann entschieden abgelehnt. Sie wurde noch ein Jahr später torpediert, als sich die ersten Auswirkungen der Inflation bemerkbar machten. Unter der Annahme, dass solche Bedingungen immer noch förderlich für die Wiederbelebung der Wirtschaft und die Einbringung von Kapital (auf Kosten der Arbeitnehmer) sind, wurde kein Versuch unternommen, einen dauerhaften Wertmaßstab einzuführen. Das Schlimmste sollte 1923 kommen.

                          Rasende Hyperinflation
                          Das Ausmaß der beispiellosen Entwertung der deutschen Währung in der Freien Stadt in den Jahren 1922-1923 zeigt sich beispielsweise an der Erhöhung der Postgebühren für den Versand einer gewöhnlichen Postkarte. Lag der Preis für einen solchen Dienst im Mai 1921 noch bei 0,40 DM, so waren es im Juli 1922 1,5 DM, im November desselben Jahres 5 DM und 1923: 25 im Februar, 100 im Juli, 300 im August. Innerhalb eines Monats (September 1923) stieg der Preis von 40.000 auf 800.000, und Ende Oktober musste man für den Versand einer einfachen Postkarte 40 Millionen Mark (!) bezahlen.



                          Schwarz und weiß: ein Raum mit Tischen und Stühlen, von der Decke hängende Kronleuchter
                          Das Innere des sog Millionen in Sopot, nach 1923
                          Foto aus "Danziger Heimat" 1960 (aus der Sammlung Jan Daniluk)
                          Schnaps im "Million Dollar"!
                          Die deutsche Währung verlor über Nacht an Wert, manchmal buchstäblich von Stunde zu Stunde. Auf dem Höhepunkt der Hyperinflation hatte das Papier, auf dem die Banknote gedruckt wurde, einen höheren Wert als der Nennwert. Mit dem Geld wurden Öfen angezündet, Löcher im Boden abgedichtet oder die Wände tapeziert. Eine ähnliche Idee kam von einem der Unternehmer und Gastronomen aus Sopot, August Mühling, der gerade mit wertlosen Banknoten einen der Kellerräume seines Restaurants in der Ul. Monte Cassino (damals Seestraße 42). Von da an war der Raum umgangssprachlich als „Milionówka“ oder „The Billionaires Room“ bekannt. An der Wand befindet sich auch eine Inschrift in englischer Sprache. Deutsch, das eine Übersetzung des lateinischen Satzes „Sic transit gloria mundi“ (polnisch: „So vergeht der Ruhm der Welt“), und – was bezeichnend ist – eine Vitrine mit einer Jetons-Sammlung aus dem Sopot-Casino.

                          Streiks, Selbstmorde, Zunahme der Prostitution
                          Die Hyperinflation beeinflusste - offensichtlich - auch die soziale Situation, die in Danzig bereits Anfang der 1920er Jahre angespannt war. Firmeninsolvenzen, Immobilienverkäufe und auch Selbstmorde wurden erfasst. Die Zahl der Menschen, die in Armut lebten, wuchs gefährlich. Arbeitslosigkeit und Kriminalität nahmen zu, einschließlich der illegalen Prostitution. Am 9. August 1923 brach in Danzig ein mächtiger mehrtägiger Arbeiterstreik aus. Im Schatten der wütenden Hyperinflation fanden im November 1923 Wahlen zum Volkstag statt. Nicht umsonst erzielten die beiden extremsten politischen Parteien – die Kommunisten und die Volkis (einfach gesagt: die ersten Nazis in Danzig) – relativ gute Ergebnisse kam aus ihrem Milieu). Die Situation in der damaligen Stadt an der Mottlau wurde in Felix Scherrets Buch aus dem Jahr 1930, das vor drei Jahren erstmals in polnischer Sprache veröffentlicht wurde, gut umrissen. Ein Inflationsroman aus einer Altstadt“ (übersetzt von Janusz Mosakowski, Nachworte und herausgegeben von Peter Oliver Loew und Adrian Mitter).



                          Vorderseite der Banknote
                          Die Vorderseite des sog Danziger Notgeld, umgerechnet 1 Million D-Mark, 1923. Darauf wird Daniel Chodowiecki gedacht
                          Foto aus "Danziger Heimat" 1960 (aus der Sammlung Jan Daniluk)
                          Die Rückseite der Banknote
                          Die Umkehrung des sog Danziger Notgeld im Gegenwert von 1 Million D-Mark, 1923. Es zeigt das Hauptportal des Mniszech-Palais aus dem 18. Jahrhundert in Długie Ogrody, das Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde
                          Foto aus "Danziger Heimat" 1960 (aus der Sammlung Jan Daniluk)
                          Notgeld der Kommunalverwaltungen
                          Um die Situation etwas zu stabilisieren, hat der Senat der Freien Stadt beschlossen, spezielle Gutscheine (also Ersatzgelder), Notgelds genannt, auszugeben. Die Einführung des Notgeldes war nichts Neues in der Geschichte der Stadt – es genügt zu sagen, dass die Stadt aufgrund des Verschwindens des Vollgeldes und des fehlenden Münzumlaufs beispielsweise während des Ersten Weltkriegs besondere Gutscheine herausgab . Notgelds wurden mit immer größeren Stückelungen ausgegeben. 1922 wurde ein Gutschein im Nennwert von 100 D-Mark in Umlauf gebracht, im November 1923 wurden Gutscheine im Wert von 5 und 10 Milliarden (!) D-Mark ausgegeben. Eigene Notgelder wurden auch von den Magistraten von Sopot, Nowy Dwór Gdański und Nowy Staw sowie Oliwa ausgestellt.

                          Privates Notgeld
                          Ponadto część komercyjnych banków, jak i większych pracodawców zaczęła w drugiej połowie 1923 r. emisję tzw. prywatnych notgeldów, a więc specjalnych czeków przemysłowych. Nabierały ważności po opatrzeniu firmową pieczątką i podpisie uprawnionej osoby. Należało je zazwyczaj zrealizować w ciągu miesiąca od wystawienia. Miały one realną wartość i szybko uzyskały moc obiegową, ponieważ były emitowane w dolarach lub złotych goldfenigach, a emitenci gwarantowali ich wymianę według aktualnego kursu amerykańskiej waluty lub złota. Własne notgeldy wypuścił m. in. Krajowy Bank Rolny SA (Danziger Landwirtschaftsbank AG), Gdański Bank dla Handlu i Przemysłu (Danziger Bank für Handel und Gewerbe AG), Stowarzyszenie Kupców Kolonialnych Sp. z o.o. (Einkaufs-Genossenschaft der Kolonialwarenhändler in Danzig GmBH), spółka Gdańskich Tramwajów Elektrycznych (Danziger Elektrische Strassenbahn AG) czy Braci Freymannów (Gebr. Freymann Gmbh), prowadząca największy w Gdańsku dom handlowy. Pojawienie się notgeldów tylko częściowo pozwoliło ustabilizować ceny. Faktem jest, że wprowadzenie nowej waluty było już wówczas – tj. jesienią 1923 r. – niezbędne.



                          Drei Scheine untereinander
                          Tzw. notgeldy emitowane przez różne, prywatne podmioty w Gdańsku w 1923 roku
                          fot. za „Danziger Heimat” 1960 (ze zbiorów Jana Daniluka)
                          Geneza waluty Wolnego Miasta
                          Władze gdańskie już się do tego przygotowywały od połowy roku. Ten sam senator, który jeszcze półtora roku wcześniej był przeciwstawny tworzeniu odrębnej waluty, czyli dr Volkmann, w czerwcu 1923 r. zmienił zdanie. Przedstawił obszerny memoriał, w którym proponował gruntowną reformę walutową Wolnego Miasta. Korzystając z faktu, że w bankach gdańskich nagromadzono dużo dewiz, proponował powołanie do życia nowego banku emisyjnego (w postaci spółki akcyjnej, niezależnej od władz gdańskich) i emisję nowej waluty: guldena gdańskiego. Wartość nowego pieniądza miała zostać oparta o funta sztyrlinga (1 gulden = 1/100 funta sztyrlinga).

                          Odrzucenie pomysłu polskiej waluty
                          Dr Volkmann odrzucił kategorycznie pomysł unifikacji z Polską (wprowadzeniem do obiegu marki polskiej), choć istniała ku temu „furtka” w postaci odpowiednich paragrafów tak konwencji paryskiej z listopada 1920 r., jak i umowy warszawskiej podpisanej w październiku 1921 r. (oba dokumenty były kluczowe dla regulacji stosunków polsko-gdańskich). Na marginesie można wskazać, że w późniejszych latach przynajmniej dwukrotnie – w 1929 r. oraz w 1930 r.– pojawiały się pomysły, aby zastąpić guldena gdańskiego polskim złotym (wprowadzonym w Polsce w 1924 r.). Inicjatywy – choć nigdy nie przybrały formy wiążących dokumentów, ile jedynie dyskusji – pochodziły ze sfer gospodarczych w pierwszej kolejności zależało na korzystnych warunkach współpracy z Polską.

                          Umowa pod egidą Ligi Narodów
                          Początkowo dr Volkmann planował przeprowadzić całą reformę bez udziału Polski, przedstawiając ją wyłącznie jako „sprawę wewnętrzną” Wolnego Miasta, bez udziału Polski. Rząd polski zaprotestował i zażądał, by – skoro system finansowy Gdańska wymaga naprawy – niech wprowadzona zostanie na jego terenie marka polska. Sprawa rozbiła się jednak o Komitet Finansowy Ligi Narodów, która zwróciła z kolei uwagę, że sytuacja ekonomiczna ówczesnej Polski była zbyt niestabilna. Nie wchodząc w szczegóły, ostatecznie 22 września 1923 r. podpisano przed Komitetem Finansowym Ligi Narodów specjalną umowę dotyczącą gruntownej reformy walutowej Wolnego Miasta. Stronę gdańską reprezentował przywołany już parokrotnie dr Volkmann, a polską – Komisarz Generalny RP w Gdańsku Leon Pluciński. Nowa waluta miała opierać się na funcie sztyrlingu, ale w stosunku 1:25, ponadto jej wprowadzenie miało w teorii w niczym nie przeszkodzić (w przyszłości) w unifikacji walutowej Wolnego Miasta z Polską. Jako emitenta nowej waluty wskazano nowy Bank Gdański, w którego kapitale akcyjnym miały mieć udział także i polskie banki (działało ich relatywnie dużo na terenie międzywojennego Gdańska).



                          Danziger 1 Gulden Banknote
                          Tzw. przejściowy gulden emitowany przez Gdańską Centralną Kasę w 1923 roku
                          fot. za „Danziger Heimat” 1960 (ze zbiorów Jana Daniluka)
                          Tymczasowe guldeny
                          Dramatycznie pogarszająca się sytuacja ekonomiczno-społeczna Gdańska zmusiła jednak władze gdańska do podjęcia kolejnych kroków jesienią 1923 r., zanim postanowienia z przywołanej wyżej umowy mogły w pełni wejść w życie. 20 października Senat uchwalił ustawę, która wprowadziła do obiegu nową jednostkę rachunkową stałej wartości i przewidziała, że tylko do 1 grudnia mogą być w użyciu inne (poza marką niemiecką) środki płatnicze (np. opisane wcześniej czeki i bony). Aby zrealizować te postanowienia Senat został zobligowany do zaciągnięcia nowej, dużej pożyczki. 24 października rozpoczęła działalność Gdańska Kasa Centralna (Danziger Zentralkasse). Emitowała ona pierwsze tzw. przejściowe guldeny, czyli bony w guldenach, które szybko wyparły markę niemiecką. Ustawa o tymczasowych guldenach była jawnie sprzecznya z wypracowaną umową między Polską a władzami gdańskimi sprzed niecałego miesiąca (w niej była mowa, że emitentem nowej waluty może być tylko Bank Gdański). Kwestia reformy walutowej w Wolnym Mieście znów stała się przyczyną konfliktu, choć krótkotrwałego – strona polska zgodziła się wkrótce przyjmować tzw. przejściowe guldeny przez polskie instytucje finansowe.

                          Einführung des Guldens
                          Schließlich erließ der Danziger Senat am 20. November 1923 ein Gesetz zur Einführung des Danziger Guldens, das als offizielles Datum der Einführung der neuen Währung gelten sollte. Gleichzeitig wurde verfassungsgemäß ein entsprechendes Abkommen mit Polen geschlossen. Weitere am selben Tag erlassene Rechtsakte klärten die Ausgabe der neuen Währung (das sogenannte Münzgesetz) oder ihres Emittenten (d. h. die Bank Gdański, die nach ihrer Gründung im März 1924 das Vermögen der zuvor aufgelösten, zuvor aufgelösten Währung übernahm). erwähnt Gdańska Kasa Centralna). Münzstempel und die erste Charge Geld in Deutschland wurden bestellt. Die ersten Gulden kamen am 18. Dezember 1923 in Danzig an. Ab dem 1. Januar 1924 wurde der Danziger Gulden zur einzigen in der Freien Stadt Danzig gültigen Währung.

                          Woher kommt "Gulden"?
                          Offen bleibt die Frage, warum wurde der „Gulden“ gewählt? Einerseits war es eine Wiederverwendung des Namens der Währung, die über hundert Jahre zuvor während der Existenz der napoleonischen Freien Stadt (1807-1814) verwendet worden war. Auf der symbolischen Ebene hingegen überrascht die Bereitschaft, auf die Jahre zu verweisen, in denen der französische Einfluss in der Stadt nicht zu leugnen war und die Stadt selbst eine der wirtschaftlich schwierigsten Zeiten ihrer Geschichte erlebte.

                          Autor: Jan Daniluk
                          Suche meine Ahnen PHILIPP aus Wolfsdorf/Kr. Elbing und Hakendorf

                          Kommentar

                          • Ulrich 31
                            Forum-Teilnehmer
                            • 04.11.2011
                            • 8593

                            #73
                            AW: Danziger Gulden

                            Hallo Pitka,

                            ich danke Dir herzlich für die große Mühe, der Du Dich in tiefer Nacht unterzogen hast. Du hast, mangels verfügbarem alternativem Link-Übersetzer, vermutlich mit Hilfe von DeepL, die Texte des polnischen Originalartikels von Jan Daniluk einzeln nach und nach ins Deutsche übersetzt. Dazwischen sind aber auch in Polnisch gebliebene Passagen eingeschoben. Das Ganze war sicher recht mühevoll, aber es hilft den Forum-Teilnehmern ohne Polnischkenntnisse, solange der linkfähige Google-Übersetzer weiter gestört bleibt.

                            Mit nochmaligem besonderen Dank und vielen Grüßen
                            Ulrich

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                            • Fischersjung
                              Forum-Teilnehmer
                              • 10.11.2015
                              • 5648

                              #74
                              AW: Danziger Gulden

                              Hallo Ulrich,
                              es es vielleicht der falsche oder alte Link?
                              Versuch es mal mit dem Link mit der Goggle Übersetzung:
                              Miasto Gdańsk. Aktualne wiadomości z Gdańska, sport, kultura, edukacja, komunikacja, kalendarz wydarzeń, informacje urzędowe, mapa, kamery internetowe.


                              Bei mir klappt die Übersetzung! Wo allerding der Artikel über den Danziger Gulden sich verbirgt kann ich nicht sagen
                              Grüße von Joachim

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                              • Ulrich 31
                                Forum-Teilnehmer
                                • 04.11.2011
                                • 8593

                                #75
                                AW: Danziger Gulden

                                Hallo Joachim (#74),

                                der Umgang mit gdansk.pl ist mir bestens vertraut. Mit der Übersetzungsmöglichkeit über den gezeigten Link kann man das tägliche Artikelangebot mit deutschen Untertiteln anschauen. Der Artikel über den Danziger Gulden ist heute weiter dabei und bildlich an den gezeigten Guldenmünzen leicht zu erkennen. Damit ist dann aber das Deutsch am Ende. Klickt man die kurz deutsch beschriebene Artikelvorschau an, öffnet sich der betr. Artikel im polnischen Original. Und der Link zu diesem Original lässt sich z.Z., nicht wie sonst problemlos, mit dem Google-Übersetzer nicht ins Deutsche übertragen.

                                Gruß Ulrich

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