Danziger Gulden

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  • Heinzhst
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 450

    #16
    AW: Danziger Gulden

    Danke Feli, solche Erinnerungen an das Dittchen habe ich auch.
    Für ein paar Dittchen konnte ich im Kino
    Kasper und Seppel angucken.

    Liebe Grüße, Heinz
    Ich glaube nur das,was ich gesehen und erlebt habe.
    A.G.

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    • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
      Forum-Teilnehmer
      • 13.02.2008
      • 3493

      #17
      AW: Danziger Gulden

      Bin ja so froh, dass Du Dich auch an das 'Dittchen' erinnerst. Es brachte uns so viel Freude. Habe auch den Kasper angekuckt, im Kino Langarten. Ich durfte da mit meiner Schwester Galina hingehen, sie war ja 6 Jahre aelter. Dadurch dass wir eine Leihbuecherei auf der Niederstadt hatten und auch in der Weidengasse wohnten, war das Kino ja das naechste. Wer weiss vielleicht waren wir sogar zur gleichen Zeit im Kino.... Liebe Gruersse von der Feli

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      • Ulrich 31
        Forum-Teilnehmer
        • 04.11.2011
        • 8548

        #18
        AW: Danziger Gulden

        Hallo,

        da es hier seit #18 eher ums Dittchen als um den Gulden geht, erinnere ich an den Thread "Danziger Dittchen", in dem es von Mai bis Juli 2013 bereits 24 Beiträge gab: ► http://www.forum.danzig.de/showthrea...light=Dittchen .

        Viele Grüße
        Ulrich

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        • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
          Forum-Teilnehmer
          • 13.02.2008
          • 3493

          #19
          Lieber Ulrich ! Da das Dittchen ja ein Teil des Danziger Gulden's ist, finde ich es sogar sehr menschlich und warmherzig wenn sich Heinz oder andere von der Erlebnisgeneration sich zum Gulden auessern. Es bringt ein bischen me

          mehr Leben in das Gespraech. Habe wieder einmal das Kaestchen verloren und das Thema Dittchen kann ich nicht bekommen. Bin ja froh dass ich mit 87 noch so gut alles beieinander habe. Liebe Gruesse von der Feli.

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          • Antennenschreck
            Forum-Teilnehmer
            • 05.09.2011
            • 1833

            #20
            AW: Danziger Gulden

            Hallo,

            mal die Frage, in welchen Zeiträumen gab es eigentlich den Danziger Gulden überhaupt? Das wäre doch erst einmal wichtig.

            Tschü...
            Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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            • Peter von Groddeck
              Forum-Teilnehmer
              • 11.02.2008
              • 1517

              #21
              AW: Danziger Gulden

              Hallo,
              den Gulden gab es schon im 17. Jahrhundert. Im folgenden die Geschichte eines meiner Ahnen. Sein Geburts- oder Todesdatum ist nicht bekannt, aber seine Tochter ist 1648 geboren.
              Gruß Peter
              [FONT=&quot]Tympf, Andreas, Kgl. poln. Administrator des Münzwesens zu Thorn. Zuvor Münzmeister in Lüneburg und Rostock. Besitzer des Gutes Heiligenstetten bei Danzig. [/FONT]
              [FONT=&quot]Gotthilf Löschin schreibt über ihn in seinem Buche „Geschichte Danzigs von der ältesten bis zur neuesten Zeit“ zweiter Teil, Danzig 1823, S. 7-8: „Eine Handel und Gewerbe störende Verwirrung, die während des Krieges in dem Münzwesen entstanden war, machte das Maß aller Mißhelligkeiten voll. Bei dem beständigen Geldmangel, der durch die ungestümen Forderungen der nicht bezahlten Truppen immer quälender wurde, hatte sich der König genöthigt gesehen, sowohl selbst geringhaltige Münze ausprägen zu lassen, als auch für ansehnliche Bezahlung den Betrug zu begünstigen, den räuberische Münzpächter mit der Ausprägung des Geldes trieben. So hatte ein schlauer Italiener Boratini von 1659-1663 das Land mit einer Menge von schlechter Münze überschwemmt, und sein Nachfolger, Andreas Tympf ließ sogar [FONT=&quot]Guldenstücke[/FONT] prägen, die bei einem Nominalwerthe von 30 Groschen nur einen Realwerth von 13 Groschen in sich enthielten.[/FONT]

              [FONT=&quot]Anmerkung: Da man sie eine Zeitlang für 18 Groschen ausgab, und als sie von diesem Werthe auf 15 Groschen herabgesetzt und endlich (1671) gänzlich verboten wurden, andere 18-Groschen-Stücke schlug; so erhielten auch diese den Namen Tympfe. Empört durch diesen privilegierten Raub, forderten die zu Thorn versammelten preußischen Landstände von den Danzigern die Verhaftung des in deren Mauern befindlichen Tympf. Allein der König nahm ihn in Schutz, verlangte drohend seine Freilassung, willigte zwar späterhin, als auch der polnische Reichstag es forderte, in die Gefangennehmung des Verhaßten, ließ ihm jedoch Zeit, sich von Danzig nach Hamburg einzuschiffen, und so der verdienten Strafe zu entfliehen.“[/FONT]
              Tue recht und scheue niemand.

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              • StampCollector
                Forum-Teilnehmer
                • 19.01.2014
                • 924

                #22
                AW: Danziger Gulden

                Antennenschreck,

                Du willst bestimmt auf die alten Danziger Gulden bis 1793 hinweisen.
                Diese wurden unter polnischer Oberhoheit geprägt.
                30 Gröscher ergaben einen Gulden.

                Ende 1923, als die damalige Papiermark sich in einer strudelartigen Talfahrt befand, besann man sich auf die historische Währung.
                Die von Gold abstammende Namensbezeichnung Gulden sollte sicherlich auch wieder ein Grundvertrauen an das Geld schaffen.

                SC

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                • Antennenschreck
                  Forum-Teilnehmer
                  • 05.09.2011
                  • 1833

                  #23
                  AW: Danziger Gulden

                  Hallöle,

                  ich wollte weniger auf etwas hinweisen, als vielmehr erst einmal zu klären versuchen, wann es jeweils einen Gulden in Danzig gab. Deshalb finde ich den Beitrag von Peter schon mal super. Darin wird ja auch das Thema der sog. Münzverschlechterung angesprochen, was im Mittelalter gang und gäbe war. Oft hatte eine Stadt zwar das Recht Münzen zu prägen, aber bei weitem nicht die nötige Menge an Gold und Silber dazu. An diesem Problem sind sogar die allergrößten Imperien schon gescheitert. Also wäre es nicht schlecht herauszufinden, wann hat denn nun Danzig sein Recht zur Münzprägung wirklich umsetzen können.

                  Tschü....
                  Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                  Kommentar

                  • Liselotte Fischer
                    Forum-Teilnehmer
                    • 08.12.2011
                    • 93

                    #24
                    AW: Danziger Gulden

                    10.01.2015

                    Hallo zusammen, den Gulden gibt es doch, denn Zloty = Gold. Hoffentlich bleibt er und wird nicht vom Euro abgelöst.

                    Grüße aus dem Schwabenland von Lilofee

                    Kommentar

                    • Bartels
                      Forum-Teilnehmer
                      • 25.07.2012
                      • 3448

                      #25
                      Hallo,

                      der Gulden (fl.)/ Florin war im ausgehenden Mittelalter der erste "Euro".

                      In der Neuzeit war der "Gulden" in vielen deutschen (Klein-) Staaten Währung, bis 1871/74 die "Mark" (1871-1924) eingeführt wurde."

                      Mit Münzverschlechterung förderten deutsche Fürsten und Münzherren Inflation (beabsichtigt) und Kleinstaaterei.

                      Der (preussische) Taler gab seinen Namen für den Dollar.

                      Hallo Lilofee, zu #29 die Wikipedia: "Hier [in Polen] war das Münzwesen während des ganzen 15. Jahrhunderts vernachlässigt worden.[FN 42] Daher begann die Guldenprägung vergleichsweise spät: Erst Sigismund I. ließ 1528 Gulden, polnisch Złoty, nach dem Vorbild des ungarischen Guldens in Krakau prägen. Sein Wert entsprach anfänglich 30 Krongroschen, und dieser Wert blieb als Rechnungsmünze erhalten, auch als die Groschen im Laufe der Zeit immer minderwertiger ausgebracht wurden."

                      Beste Grüsse - besonders ins Schwabenland
                      Rudolf H. Böttcher
                      Beste Grüsse
                      Rudolf H. Böttcher

                      Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                      Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                      Familie Zoll, Bohnsack;
                      Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                      Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                      http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                      • GiselaMaria
                        Forum-Teilnehmer
                        • 25.02.2012
                        • 38

                        #26
                        AW: Danziger Gulden

                        Ja, ich kann mich noch gut an den Danziger Gulden erinnern. Für 1 Dittchen konnten wir Kinder Eis, "Babystangen", "essbare Löschblätter" Bonbontrillerpfeifchen, Bonbonstangchen, die wir spitz lutschten und andere Kleinigkeiten erwerben.
                        Den Gulden gab es bis 1939, dann kam die Reichsmark bis 1948, dann die D-Mark bis 2002 und nun haben wir den Euro.
                        Wir Danziger haben uns an vier Währungen gewöhnen müssen und hoffen, dass der Euro nun die letzte ist.

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                        • Beate
                          Administratorin
                          • 11.02.2008
                          • 4836

                          #27
                          AW: Danziger Gulden

                          Guten Abend zusammen,

                          und hier noch ein kleiner Artikel über die damaligen Preise (aus der "Danziger Volksstimme" vom Dezember 1927, zu finden hier ):

                          Kommt natürlich drauf an, was damals so verdient wurde...Schöne Grüße Beate[ATTACH=CONFIG]19270[/ATTACH]
                          Angeh
                          ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

                          Kommentar

                          • Bartels
                            Forum-Teilnehmer
                            • 25.07.2012
                            • 3448

                            #28
                            Danke Beate

                            für die Preise unten. Vergleichen ist immer ein Problem, Fleisch war früher sehr viel "teurer" als heute; Fisch / Hering ein "Armeleuteessen", heute frisch ein Luxusprodukt. - 1 kg Miesmuscheln kosten hier beim Discounter 2,79 € - eine Stunde westlich 9 € (Metz / Frkr.) Dagegen bringe ich aus dem Elsass, oder selbst aus Paris immer Makrelen mit (ca. 60 % billiger). - Vor etwa 15 Jahren habe ich mal Preise auf Eier-Basis verglichen, das funktionierte. Ich denke Eier waren immer verfügbar und kein Mangelprodukt.

                            Eine Mandel sind 15 oder 16 Stück.

                            "Preise", d.h. Preise und Kaufkraft heute, damals und "ganz früher"

                            Zu #32, die fünfte Währung war 1945-1948 die "Zigaretten-Mark".

                            Den Fries am (ehemaligen) Giebel der NBP und des Vorgängers Reichsbank / Bank von Danzig ziert die Darstellung eines Schiffs:

                            Kriegsschiff "Mars", Linienschiff von 1697, Dreimaster, Zweidecker.
                            Nationalität ? (Ein detailliertes Modell dieses Schiffes befindet sich im Artushof.)

                            NB: Es ist definitiv nicht der "Peter von Danzig".
                            Beste Grüsse
                            Rudolf H. Böttcher

                            Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                            Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                            Familie Zoll, Bohnsack;
                            Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                            Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                            http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

                            Kommentar

                            • Antennenschreck
                              Forum-Teilnehmer
                              • 05.09.2011
                              • 1833

                              #29
                              Hallo,

                              hier einmal die Bierpreise im 14. und 15. Jh. in Danzig:[ATTACH=CONFIG]19449[/ATTACH]

                              es folgt noch eine Aufstellung der einzelnen Währungen und Umrechnungen von damals in Danzig.

                              hier mal verschiedenste Umrechnungen von damals in Danzig:

                              [ATTACH=CONFIG]19450[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19451[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19452[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19453[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19454[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19455[/ATTACH]

                              der Mensch lebt ja nicht vom Bier allein, auch nicht in Danzig. Also hier mal ein paar Supermarktpreise von Waren des täglichen Bedarfes:

                              [ATTACH=CONFIG]19456[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19457[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19458[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19459[/ATTACH]

                              so kann man sich eine ungefähre Vorstellung von damaligen Leben in Danzig machen:

                              [ATTACH=CONFIG]19460[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19461[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19462[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19463[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19464[/ATTACH]


                              man kann den Danzigern nur wünschen, dass das Weintrinken einfacher war als der Verkauf desselben, wie hier im Text zu erkennen ist:

                              [ATTACH=CONFIG]19465[/ATTACH]

                              Ja und was hat er denn nun gekostet, der Wein? Die Antwort ist hier:

                              [ATTACH=CONFIG]19466[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]19467[/ATTACH]

                              Tschü......
                              Angeh
                              Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                              Kommentar

                              • Bartels
                                Forum-Teilnehmer
                                • 25.07.2012
                                • 3448

                                #30
                                AW: Danziger Gulden

                                Hallo und Danke,

                                das waren wohl eher Grosshandelspreise und keine beim Specerey-Händler ("Supermarktpreise"), oder welche gute Hausfrau fuhr nach Riga zum Eynkaufen?
                                Beste Grüsse
                                Rudolf H. Böttcher

                                Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                                Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                                Familie Zoll, Bohnsack;
                                Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                                Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                                http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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