Sankt Johannes Kirche/Centrum św. Jana

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  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8548

    #31
    AW: Sankt Johannes Kirche

    [FONT=Calibri][FONT=verdana]Die nachfolgenden Angaben zum Thema "Hausmarken" habe ich hier gefunden > http://heraldik.wikidot.com/ursprung-der-heraldik : [/FONT]

    "Hausmarke/-zeichen sowie Sippenzeichen

    Bild: Kirche St. Lorenz, in Travemünde; Holzschnitzerei mit christlichen Symbolen an den Sitzbänken (Kirchenbank-Wangen): Windmühle (Hausmarke)
    Quelle: Wikimedia Commons Urheber: Bin im Garten
    Lizenz: Frei mit Namensnennung

    Eine Hausmarke (auch Hofmarke,Hauszeichen, Handgemal) ist ein Eigentumszeichen, später Sippenzeichen, das außen an Haus, Gebäuden und Gegenständen angebracht ist. Ursprünglich handelt es sich um den Steinmetzzeichen verwandte einfache graphische Ritzsymbole, die sich bis in vorheraldische und vorgeschichtliche Zeit zurückverfolgen lassen und daher oftmals einen Runen ähnlichen Charakter haben bzw. meist abstrakte Figuren meist geometrischen Aufbaus sind, da die Marken einst durch Schneiden, Ritzen, Schlagen und Schnitzen angebracht wurden, was bei geraden Teilstrichen einfacher ist als bei komplex gebogenen.

    Verwendet wurden Hausmarken als Eigentumszeichen an beweglichem und unbeweglichem Gerät in Haus und Hof. Zunächst als Besitz- bzw. Eigentumskennzeichen verwendet, wurden sie innerhalb der jeweiligen Familie weitergegeben und bekamen Symbolcharakter dieser Familie bzw. Sippe. Diese Hausmarken galten für ein ganzes Haus, sowohl im Sinne einer Adelsfamilie, wie auch im Sinne eines Bauerngutes. Das Symbol war auch ohne Lesen zu können erkennbar. Einfache Hauszeichen können einfache Figuren sein, wie zum Beispiel ein Fisch, ein Igel, ein Lindwurm, ein großer Knochen oder ein im Zusammenhang einigermaßen eindeutiger Gegenstand sein, der z.B. in Eisen oder Blechform außen am Haus angebracht ist. Auch eine Wandzeichnung oder ein mit Ölfarbe auf ein Brett gemaltes Bild können ein Hauszeichen darstellen. Allgemein kann es detaillierter oder abstrakter gestaltet sein
    Die einzelnen Personen, die dem Haus angehören, personalisieren diese Hausmarke mit einem kleinen Zusatz. Aus diesen Namenskürzeln entwickelt sich im 14. und 15. Jahrhundert die handschriftliche Unterschrift, während die Hausmarke, vom Ritteradel ausgehend, sich allmählich zur gemeinen Figur entwickelt, das die im Wappenschild die Familienfarben genauer kennzeichnet. Zusammen mit dem Hausnamen wird sie zum Hausschild, wie es sich bis heute an Wirtshäusern erhalten hat."[/FONT]

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    • Ulrich 31
      Forum-Teilnehmer
      • 04.11.2011
      • 8548

      #32
      AW: Sankt Johannes Kirche

      [FONT=Calibri][FONT=verdana]. . . und dies noch zum Stichwort "Grabplatte" aus http://www.epigraphica-europea.uni-m....de/lexikon/#h :[/FONT]

      "Grabplatte

      Ehemals meist horizontal liegende, vornehmlich im Boden einer Kirche oder eines Kreuzganges eingelassene Platte, die als Monolith von in der Regel rechteckigem Zuschnitt die Begräbnisstätte verschloß. Neben dem Abbild des häufig mit Wappen dargestellten Verstorbenen finden auch rein heraldische Darstellungen und christliche Symbole Eingang in die Bildthematik. Die Ritzzeichnung und das Flachrelief sind die grundlegenden Techniken für die bildliche Darstellung. Folgende Unterbezeichnungen bieten sich an: – Metallgrabplatte – Wappengrabplatte – Tumbagrabplatte etc.

      Quelle: Bearbeitungs- und Editionsgrundsätze für die “Wiener Reihe” des deutschen Inschriftenwerkes / hrsg. Von Walter Koch. – Wien 1991, S. A17"[/FONT]

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      • Ulrich 31
        Forum-Teilnehmer
        • 04.11.2011
        • 8548

        #33
        AW: Sankt Johannes Kirche

        Hier noch Informationen zu "Hausmarken in der Marienkirche zu Greifswald" > http://www.greifswald-netz.de/165/Ki...arken-998.html .

        Aber auch hier handelt es sich nicht um die "Hausmarke" dieser Kirche, sondern um Hausmarken der Verstorbenen. So jedenfalls verstehe ich das dort Mitgeteilte. - Könnte es also im Hinblick auf die vielen identischen "Hausmarken" auf den Grabplatten in der Danziger Kirche St. Johann evtl. sein, dass es sich bei den betr. Grabplatten um ehem. Grabstätten verstorbener Prediger dieser Kirche handelt?

        Mit weiterhin fragenden Grüßen
        Ulrich

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        • Bartels
          Forum-Teilnehmer
          • 25.07.2012
          • 3448

          #34
          AW: Sankt Johannes Kirche

          Hallo Ulrich,

          die Hausmarke der Kirche kam auf den Stein, wenn die Liegefrist abgelaufen war (heute gibts bunte Bebber) die Knochen konnten dann ins Beinhaus oder in die Sammelgrube "umgebettet" werden, das Grab in der Kirche neu belegt werden.

          Muss mal nachsehen wo ich das Schwarz auf Weiss habe ...

          Mit anwortenden Grüssen
          Beste Grüsse
          Rudolf H. Böttcher

          Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
          Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
          Familie Zoll, Bohnsack;
          Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
          Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

          http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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          • Ulrich 31
            Forum-Teilnehmer
            • 04.11.2011
            • 8548

            #35
            AW: Sankt Johannes Kirche

            Hallo Rudolf,

            danke für diesen ersten Hinweis (#34; "Bebber" übrigens = Aufkleber). Bitte weiterforschen, was mit den so markierten Grabplatten normalerweise weiter geschah. Mussten diese dann nicht neuen Grabplatten Platz machen? Wo blieben die markierten Grabplatten? Was ergibt sich daraus im Hinblick auf das jetzige Vorhandensein solcher Grabplatten in der Kirche St. Johann?

            Auf weitere erhellende Antworten hofft mit besten Grüßen
            Ulrich

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            • Bartels
              Forum-Teilnehmer
              • 25.07.2012
              • 3448

              #36
              AW: Sankt Johannes Kirche

              Hallo Ulrich,

              - man konnte Grabplatten an der Kirchenwand aufstellen (innen/aussen)
              - man konnte Grabplatten recykeln, umdrehen, bzw. den Text abschlagen und neu bearbeiten (macht man heute noch selbst bei denkmalgeschützten Steinen)
              - irgendwann wurden die Gräber in und vor der Kirche nicht mehr aus hygienischen Gründen belegt. Es kam die Vorschrift, Tote vor der Stadt zu begraben, deswegen die lange Kette von Friedhöfen westlich der Bahn, die auch irgendwann zu eng wurden.

              Neuer Fussboden hätte gekostet, die eigenen oder Groddeck´schen Grabplatten waren umsonst ...
              Beste Grüsse
              Rudolf H. Böttcher

              Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
              Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
              Familie Zoll, Bohnsack;
              Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
              Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

              http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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              • Christkind
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 1568

                #37
                AW: Sankt Johannes Kirche

                Ein kleiner Hinweis:Im Danziger Hauskalender von 1956 ist ein Artikel "Kirchliche Hausmarken und Wappen im Danziger Land".S.16
                Abgebildet sind die Kreuze von St. Marien,St. Johannis, St. Katharinen, St. Trinitatis, St. Barbara, St. Salvator,Heilig Leichnam,St. Elisabeth,Jacobskirche, St. Petri und Pauli, Fürstenau,Gnojau, Gr. Zünder, Praust, Reichenberg.
                Schöne Grüße, Christa
                Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                (M. Gandhi)

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                • Peter von Groddeck
                  Forum-Teilnehmer
                  • 11.02.2008
                  • 1517

                  #38
                  AW: Sankt Johannes Kirche

                  Hallo Rudolf,
                  was meinst Du mit "die Groddeck'schen Grabplatten waren umsonst." Ich weiß nur von einer Grabplatte in der Marienkirche für meinen 6x Urgroßvater Albrecht III. Groddeck. Leider ist sie heute nur teilweise sichtbar, da die Russen 1945 mit Panzern durch die Marienkirche gefahren sind. Das Wappen erkennt man noch.
                  Gruß Peter
                  Tue recht und scheue niemand.

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                  • Bartels
                    Forum-Teilnehmer
                    • 25.07.2012
                    • 3448

                    #39
                    AW: Sankt Johannes Kirche

                    Hallo Peter,

                    da hätte ich doch im Forum googeln sollen, - ich dachte ihr hättet mehr erhaltene Grabplatten.

                    Danke Christkind,
                    also haben die Kaffee Hag-Sammelbildchen Hand und Fuss.

                    Beste Grüsse
                    Rudolf

                    NB: Meine Rendsburger Urahnen hatten ihr Erbbegräbnis direkt unter der von ihnen gestifteten Kanzel. Als dann wieder einmal ein Begräbnis fällig war, stürzte mit dem Sarg die ganze Kanzel ins Grab. Es wurde eine neue Kanzel gestiftet, die noch heute an zentraler Stelle das Familienwappen meiner Ahnen trägt.
                    Beste Grüsse
                    Rudolf H. Böttcher

                    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                    Familie Zoll, Bohnsack;
                    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                    • Ulrich 31
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.11.2011
                      • 8548

                      #40
                      AW: Sankt Johannes Kirche

                      Hallo Christa,
                      danke für den Hinweis in #37. Bitte ergänze ihn noch mit der Auskunft, ob jener Artikel zusätzlich nähere Angaben über die Verwendung der gezeigten kirchlichen Hausmarken, insbesondere auf Grabplatten, enthält. - Danke im Voraus.

                      Hallo Rudolf,
                      hast Du schon etwas Schwarz auf Weiß zu #34 gefunden? - Danke für Deine Recherche.

                      Beste Grüße
                      Ulrich

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                      • Christkind
                        Forum-Teilnehmer
                        • 10.02.2008
                        • 1568

                        #41
                        AW: Sankt Johannes Kirche

                        In dem von mir erwähnten Artikel werden die einzelnen Wappen/ Kirchenmarken beschrieben, insbesondere erwähnt für die Ruhestätten der kirchlichen Würdenträger und Reichsgrafen, die in der Kathedrale zu Oliva ruhen.
                        Ursprünglich waren Hausmarken Zeichen für alles, was zu einem Haus und Hof gehörte(erinnert mich bisschen an die Kurenwimpel.)
                        Groß-Zünder führte ein richtiges Wappen, das als älteste Darstellung von 1657 auf der Grabplatte des Pfarrers Tobias Colerus zu sehen ist.
                        1793 wurde es schon als Kirchenwappen geführt.

                        Weitere Verwendung als Grabplatten finde ich nicht.
                        Schöne Grüße, Christa
                        Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                        (M. Gandhi)

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                        • Ulrich 31
                          Forum-Teilnehmer
                          • 04.11.2011
                          • 8548

                          #42
                          AW: Sankt Johannes Kirche

                          Hallo Christa,

                          danke für Deine Information #41. Demnach liege ich mit meiner Vermutung #33 nicht falsch, dass auch in der Kirche St. Johann Grabplatten von Ruhestätten kirchlicher Würdenträger mit der Hausmarke dieser Kirche versehen wurden.

                          Im Nachhinein zu meiner kürzlichen Besichtigung dieser Kirche erinnere ich mich, dass die dort auf mehreren Grabplatten befindliche Hausmarke von St. Johann an unterschiedlichen Stellen der von mir gesehenen Grabplatten platziert ist. In den meisten Fällen ist die Hausmarke, allerdings in erstaunlicher Größe, am Rand oder in einer Ecke der betr. Grabplatte eingemeißelt (dies könnte für Rudolfs Version #34 sprechen), in mindestens einem Fall aber, so erinnere ich mich, ist die Hausmarke mittig, unmittelbar oberhalb der erinnernden Beschriftung auf der Grabplatte eingemeißelt, und zwar hier in deutlich kleinerer Ausführung als bei den o.a. Einmeißelungen. Letztere abweichende Ausführung könnte für Christas Information #41 sprechen.

                          Es wäre schön, wenn sich in Danzig wohnende Forum-Mitglieder, die an diesem Thema interessiert sind, an Ort und Stelle dazu genau kundig machen und hier über das Erfahrene berichten würden. - Im übrigen bedauere ich, dass der Wikipedia-Artikel "Johanneskirche (Danzig)" bisher so stiefmütterlich abgefasst ist und sein letztes Änderungsdatum lautet "4. April 2013 um 08:12 Uhr".

                          Mit gespannt auf weitere Nachrichten wartenden Grüßen
                          Ulrich

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                          • Christkind
                            Forum-Teilnehmer
                            • 10.02.2008
                            • 1568

                            #43
                            AW: Sankt Johannes Kirche

                            Guten Tag, Ulrich, nie habe ich mir so genau die Tafeln in den Kirchen angesehen.Dabei ist es ja eine interessante Geschichte.
                            Die hier abgebildete Hausmarke der Johanniskirche hat ein Kreuz mit zwei Querbalken, unter diesen auf der linken Seite einen halben Querbalken. St. Marien hat auch zwei Querbalken, aber der obere direkt auf dem Längsbalken. Unter diesen ist auf der rechten Seite ein halber Querbalken.
                            Schlicht ist das Zeichen von Praust-ein Kreuz, alle Balken gleich lang und die Enden abgerundet.
                            Fürstenau sieht aus wie ein F, oben ein Kreuz.
                            Ja, welch interessante Kleinigkeiten!
                            Schöne Grüße, Christa
                            Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                            (M. Gandhi)

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                            • StampCollector
                              Forum-Teilnehmer
                              • 19.01.2014
                              • 924

                              #44
                              AW: Sankt Johannes Kirche

                              Hallo Peter,

                              also das ist schon eine üble Sache, daß die Rote Armee damals die Grabplatten Deiner Vorfahren mit Panzern "geplättet" hat...
                              Ich an Deiner Stelle wäre da auch echt sauer!

                              Geschichte und Familien-Geschichte sind schon sehr wichtig!

                              Das Problem ist: Wir Deutschen haben leider damit angefangen Russisch-Orthodoxe Kirchen- und Klosteranlagen während des 2. Weltkrieges auch willkürlich zu zerstören... , obwohl dieser Krieg ja angeblich ein "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" sein sollte...

                              So wurde beispielsweise während der Schlacht von Moskau auch das Kloster "Neu-Jerusalem" sinnlos durch SS-Truppen zerstört. Auch eine wirkliche Barbarei!



                              Mit vielen Gruessen SC

                              Kommentar

                              • Ulrich 31
                                Forum-Teilnehmer
                                • 04.11.2011
                                • 8548

                                #45
                                AW: Sankt Johannes Kirche



                                Aus dieser Webseite zitiere ich die folgenden Angaben:

                                [FONT=Calibri]"Das Ostsee-Kulturzentrum (Nadbałtyckie Centrum Kultury /NCK/) als Verwalter der St. –Johannes-Kirche

                                Seit 1995 wird das Gebäude der St. Johann-Kirche vom Ostsee-Kulturzentrum verwaltet, das den Wiederaufbau des Objektes durchführt und gleichzeitig das Kircheninnere für die Zwecke der Kultur nutzt. Diese für ein Sakralgebäude untypische Funktion einer Kulturstätte geht auf einen Beschluss des Danziger Erzbischofs und Metropoliten Tadeusz Gocłowski zurück, auf Veranlassung des damaligen Danziger Wojewoden Maciej Płażyński. NCK bekam das Nutzungsrecht für das Gebäude für den Zeitraum von 30 Jahren, mit der Aufgabe, dort ein Internationales Kultur- und Kongresszentrum einzurichten. Parallel zu der verschiedenartigen kulturellen Tätigkeit wird das Kirchengebäude für die Seelsorge genutzt.

                                In den vergangenen sieben Jahren wurden in der Kirche viele Arbeiten durchgeführt, die für den Erhalt des Gebäude von wesentlicher Bedeutung sind. Es handelt sich hier um Maßnahmen, die wenig beeindruckend und oft gar nicht sichtbar sind. So ist jedoch das Wesen der Rettungsarbeiten, die nötig sind, um mit der Endrestaurierung zu beginnen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörte die Festigung von Fundamenten des Chorraums und des Querschiffes. Dabei beseitigte man einen Fehler, der schon seit dem Erbauen des Gebäudes existierte. An den Arbeiten zur Erhaltung des Denkmals sind zahlreiche Restaurierungs- und Baufirmen, viele Wissenschaftler, Ingenieure sowie Beschäftigte im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beteiligt. Die Restaurierung der Kirche wäre ohne Unterstützung zahlreicher Institutionen nicht möglich, u.a. die Stadt Gdańsk, die Stiftung für die Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, die holländischen Prinz-Bernard-Stiftung, die Europäischen Kommission, die Pomorskie Wojewodschaft, der General-Denkmalpfleger, das Arbeitsamt und der Denkmalpfleger der Wojewodschaft Pomorskie.

                                Die Zukunft

                                Die St. Johann-Kirche ist das letzte der großen Wahrzeichen der Stadt, dessen Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung noch nicht beendet wurde. Sie gehört zu den wenigen Orten, die die Rolle eines Denkmals der tragischen Ereignisse von 1945 in Danzig erfüllen können. Das Erhalten von Spuren der Zerstörung entspricht den Grundprinzipien der Denkmalrestaurierung, zufolge derer der Unterschied zwischen historischen und den neu entworfenen Teilen des Objekts nicht verwischt werden soll. Das Herausheben der originalen Fragmente des Bauwerkes ist besonders in Danzig von großer Bedeutung, da hier ein Großteil der Bauten nach dem Zweiten Weltkrieg rekonstruiert wurde. Das hat zur Folge, dass die Bewohner der Stadt und ihre Besucher den Unterschied zwischen Original und Kopie gar nicht wahrnehmen. Der Entwurf des Kircheninneren sieht vor, die zerstreuten Elemente der Innenausstattung, wenn möglich, in die Kirche zurückzuholen, sie in eine moderne Szenerie einzubauen und dabei Spuren der Geschichte zu erhalten."

                                [FONT=verdana]Zu den mich besonders interessierenden Grabplatten dieser Kirche, insbesondere zur Angabe der St. Johannes-Hausmarke auf diesen Platten, finde ich bisher leider keine Angaben im Internet. Für jede stichhaltige Information dazu wäre ich sehr dankbar, z.B. auch dafür, woher die jetzt dort zahlreich zu sehenden Grabplatten kommen.

                                Viele Grüße
                                Ulrich[/FONT]

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