Namen in der Danziger Volksstimme 1920

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  • Beate
    Administratorin
    • 11.02.2008
    • 4836

    #136
    AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

    Hallo Karin,

    herzlichen Dank für Deine unermüdlichen Bemühungen, uns das Danziger Leben und Geschehen der damaligen Zeit näher zu bringen! Das lässt ja manches Mal tief blicken, was sich da so tat!

    Eine Fleißarbeit von Dir! Erstaunlich, was da gefunden wurde, zulief u.ä. .

    Und, bitte, was sind „Keuchel“? Weiß das jemand? Können das Hühner gewesen sein?

    Schöne Grüße Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

    Kommentar

    • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
      Forum-Teilnehmer
      • 01.01.2009
      • 1434

      #137
      AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

      Hallo Beate,

      wenn meine Erinnerung nicht trügt, sind das die Kinder der Hühner (Kücken).

      Gruß
      Rainer
      "In einem freien Staat kann jederman denken,
      was er will, und sagen, was er denkt"
      (Spinoza)

      Kommentar

      • Beate
        Administratorin
        • 11.02.2008
        • 4836

        #138
        AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

        Ah, herzlichen Dank, Rainer. Ich hatte sowas in vager Erinnerung- Federvieh?- , ich wusste es aber nicht genau..Aber was rennt denn da alles durch Danzig an Viecherei...
        Sagenhaft!

        Fröhliche Grüße Beate
        ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

        Kommentar

        • Karin K
          Forum-Teilnehmer
          • 30.03.2013
          • 236

          #139
          AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

          Ich hätte auch auf Hühnerküken getippt. Ich freue mich noch im nachhinein darüber dass es scheinbar viele Menschen gab die solche Fundtiere abgaben und nicht selbst behielten.

          Mein Vater erzählte dazu mal einen "Geschichte" die in seiner Jugend erzählt wurde.
          Ein Polizeihauptmann und seine Familie hatten einen schönen Gänsebraten in der Bratröhre. Ein Landstreicher wurde von dem Duft angezogen und nutzte die offenstehende Tür um in die Küche zu gelangen. Eigentlich wollte er sich etwas von dem Braten abschneiden, aber dann hörte er den Familienvater zurückkehren und packte sich schnell die heiße Gans unter den Mantel, schlüpfte aus der Küchentür in den Garten und stieß dort auf den Famileinvater der nicht gesehen hatte wo der Mann herkommt und dachte es wäre jemand der ein Almosen erbitten wollte. Also fragte er den Mann nach seinem Namen und Herkunft. Der Mann antwortete mit zitternder Stimme: "Mein Name ist Hans Gänserich, Brenntsich bei Leibsich, kotzjämmerlich." Und der Polizist gab dem armen, scheinbar frierenden Mann auch noch etwas Geld damit er sich etwas Warmes kaufen konnte

          254-1920 29.10.1920

          Danziger Nachrichten

          Vermißte Schülerin. Seit dem 25. Oktober 1920 hat sich die Pflegetochter Adele Poborowski aus dem Hause des polnischen Konsuls Oswald Kermense, Hansagasse Nr 2, entfernt. Poborowski ist Schülerin und 12 Jahre alt. Bekleidet war sie mit einem grauen Mantel, langen weißen Strümpfen, schwarzen Schnürschuhen, dunkelblauer Matrosenmütze. Sie hat halbkurz geschnittenes rotblondes Haar. Die Vermißte führt einen auf ihre Person lautenden Paß und eine Bescheinigung über die hier erfolgte Anmeldung auf ihren, sowie den Namen des Konsuls und dessen Frau bei sich.

          Standesamt – Todesfälle

          Witwe Amanda Schulz geb Schulz 71 J 8 M
          – Witwe Elvira Wilkens geb Woyna 68 J 4 M
          – T d Pianofortebauers Otto Bergmann 20 T
          – Fleischermeister Johann Balschuweit 53 J 6 M
          – Frau Julianna Bober geb Reinke 76 J 6 M
          – T d Maschinisten Karl Arnhold 3 M
          – T d Vorarbeiters August Rowezykowski 1 J 4 M
          – Rentier Alfred Winter 65 J 4 M
          – unverehelichte Anna Beuster 41 J 9 M
          – Arbeiter Karl Jankowski 30 J 3 M
          – T d Drehers Paul Jaeckel 11 W
          – unehelich 1 T

          255-1920 30.10.1920

          Danziger Nachrichten

          Bei den Erdarbeiten am Zigankenberg verunglückte gestern vormittag der 20jährige Arbeiter Ernst Wisotzki, Baumgartsche Gasse. Beim Absturz von Erdmassen konnte er sich nicht mehr in Sicherheit bringen. Er konnte noch lebend, jedoch mit schweren Quetschungen der Brust und der Wirbelsäule, von seinen Arbeitskollegen hervorgezogen werden.

          Standesamt – Todesfälle

          Arbeiter Gustav Röske 48 J
          – S d Buchhalters Gustav Pauls 3 M
          – Kontoristin Meta Willer 29 J 10 M
          – T d Mechanikers Franz Albertzki 9 M
          – Witwe Maria Braun geb Kröcker 84 J 1 M
          – S d Arbeiters Julius Mischkowski 5 M
          Herzliche Grüße von Karin!
          Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

          Kommentar

          • Karin K
            Forum-Teilnehmer
            • 30.03.2013
            • 236

            #140
            AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

            Die Ausgaben 256 und 257:

            256-1920 01.11.1920

            Danziger Nachrichten

            Verschwundene Frau. Die Ehefrau Christine Annuscheit geb Maaser ist seit dem 9. Oktober 1920 spurlos verschwunden. Da sie im hohen Alter steht und kränklich ist, wird befürchtet, daß ihr ein Unfall zugestoßen ist. Die Frau ist 69 Jahre alt, 1,68 Meter groß, im Ganzen noch rüstig und von ländlichem Aussehen. Bekleidet war sie mit einem langen Sommermantel, ähnlich einem Herrenmantel mit 2 Reihen Knöpfen, schwarzem Strohhut, schwarzen halbhohen Schnürschuhen und schwarzen Strümpfen.

            Eine Eifersuchtstragödie. Ein blutiges Drama ereignete sich am Sonnabend gegen 7 ¼ Uhr abends auf der Straße Faulgraben. Dortselbst gab die Fuhrhalterin Bötzmaier in Gegenwart ihres Ehemannes auf die ihn begleitende unverehelichte, etwa 40 Jahre alte, Gertrud Stoltenburg, Jakobstor 5/6 wohnhaft, aus einer Pistole einen Schuß ab, durch den die Stoltenburg in der Brust getroffen auf der Stelle zusammenbrach. Sie wurde zunächst nach der Bahnhofswache geschafft; dortselbst stand ein englisches Sanitätsauto, das sich sofort bereit erklärte, die Stoltenburg nach dem Lazarett zu fahren. Im Lazarett konnte nur noch der inzwischen eingetretene Tod festgestellt werden. Das Ehepaar Bötzmaier wurde in Haft genommen und dem Richter zugeführt. Der Grund der Tat ist Eifersucht, da sich der Ehemann bereits seit längerer Zeit mit der Stoltenburg in ein Verhältnis eingelassen haben soll. Bötzmaier, der früher mit seiner Frau in guten Verhältnissen gelebt hat, hielt sich bereits einige Zeit auf der Besitzung der erschossenen Stoltenburg auf, die diese von ihrem früheren verstorbenen Brotherrn Fabian, bei dem sie in Danzig als Wirtschafterin tätig war, vermacht bekommen hatte.

            Polizeibericht vom 31. Oktober und 1. November 1920

            Gefunden: 1 Zigarrentasche, abzuholen von Frau Martha Stobbe, Ahornweg 7

            Standesamt – Todesfälle

            Tischler, Jäger im Inf-Regt Nr 61 Fritz Wilhelm Fröschke 28 J 3 M
            – Güterbodenarbeiter Musketier der 2 Komp. Res-Inf-Regt 225 August Wittka 21 J 9 M
            – T d Kaufmanns Ernst Hauschultz 9 J
            – Frau Elisabeth Schönenberger geb Haak 85 J
            – Witwe Selma Kränzmer geb Schlediniger 70 J 1 M
            – Frau Amalie Schulz geb Waak 54 J 8 M

            257-1920 02.11.1920

            Aus den Gerichtssälen

            Von der Schieberbörse. Wegen Unterschlagung hatte sich der Bonbonkocher Felix Wianowicz in Danzig vor dem Schöffengericht zu verantworten. (gekürzt)

            Betrügereien beim Schadenersatz. Der Kaufmann Paul Schmidt in Danzig bezog von außerhalb einen Posten Zigaretten, der mit der Bahn geliefert wurde. (gekürzt)

            Gewerbsmäßiger Schleichhandel. Vor dem Schöffengericht hatten sich der Kaufman Leo Karwat in Langfuhr und dessen Ehefrau Marie wegen Schleichhandels und Höchstpreisüberschreitung zu verantworten. (gekürzt)

            Kleiderdiebstahl und Hehlerei. Vor der Strafkammer hatten sich der Schuhmacher August Klebba in Danzig, der Schmiedegeselle Wladislaus Kamrowski in Danzig, der Bauunternehmer Friedrich Flockenhagen und seine Frau Therese in Ohra wegen Diebstahls und Hehlerei zu verantworten (gekürzt)

            Schwindeleien durch Warenangebote. Der Kutscher Bernhard Wronski in Danzig hatte sich von dem Schöffengericht wegen verschiedener Schwindeleien zu verantworten. (gekürzt)

            Polizeibericht vom 2 November 1920

            Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, abzuholen von Frau Elisabeth Damus, Johannisberg 23
            1 blauseidener Damenschirm, abzuholen von Frl. Elli Kaiser, Husarengasse 6 II
            Herzliche Grüße von Karin!
            Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

            Kommentar

            • Karin K
              Forum-Teilnehmer
              • 30.03.2013
              • 236

              #141
              AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

              Die Ausgaben 258 bis 260:

              258-1920 03.11.1920

              Danziger Nachrichten

              Ein Verein für Ostfreunde hat sich am Sonnabend in einer Zusammenkunft von Personen in Langfuhr gebildet. Die Gründer des Vereins haben auf Grund ihres Aufenthaltes in Rußland und ihrer Kenntnisse der Verhältnisse, die Absicht, gute Beziehungen zum Osten zu fördern und zu pflegen. Zur Linderung der durch den Krieg entstandenen Not plant man, Verbindungen zur Besserung der Lage durch gegenseitige Unterstützung aufzunehmen. In den Vorstand wurden gewählt: Stadtsekretär Fritz Bluhm als Vorsitzenden, Kaufmann Dubke jun als Kassenwart, Administrator Schliedermann als Schriftführer.

              Eine wüste Messerstecherei hat sich gestern in dem Hause Drehergasse 21 abgespielt. Der Arbeiter Wilhelm Volkmann hat aus noch nicht aufgeklärten Ursachen einem Freunde von ihm, den gleichfalls in Zuhälterkreisen bekannten Oskar Vierkant, Rittergasse 16, wohnhaft, mit einem Dolchmesser derartige Stiche beigebracht, daß das Dolchmesser bis zur Hälfte abgebrochen ist. Das Blut hat dermaßen in Strömen geflossen, daß Volkmann, weil er sich in Strümpfen befand, bis an die Knöchel im Blut watete. Volkmann, über und über mit Blut bespritzt, wurde in seiner Wohnung angetroffen und festgenommen. Vierkant konnte, nachdem er sich hatte verbinden lassen nach seiner Wohnung begeben.

              Die Spielhölle im Kleinen. Vor dem Schöffengericht hatten sich die Witwe Anna Beckmann in Danzig und der Gelegenheitsarbeiter Walter Rautenberg in Ohra zu verantworten. Die Beckmann unterhielt in Danzig in ihrem Hause eine Spielhölle, die aufzudecken der Polizei Schwierigkeiten machte. Es wurden abends und nachts Glücksspiele für einfache Leute veranstaltet und gleichzeitig wurde auch ein Ausschank betrieben, obwohl die Beckmann keine Schankerlaubnis hatte. Um den Männern noch andere Vergnügungen zugänglich zu machen, soll sie auch für weibliche Gesellschaft gesorgt haben, doch wurde sie wegen Kuppelei freigesprochen. Rautenberg leistete ihr bei diesem Geschäft Hilfe. Das Gericht verurteilte die Beckmann wegen Veranstaltung und Duldung von Glücksspielen und unerlaubten Ausschanks zu 2 Wochen Gefängnis und 800 Mark Geldstrafe, sowie Einziehung der Karten. Rautenberg wurde wegen Beihilfe zu 1 Woche Gefängnis und 150 Mark Geldstrafe verurteilt.

              Standesamt – Todesfälle (nur die leserlichen)

              Arbeiter, Schütze der 1 Komp Jäger-Batl 2 Gustav Otto Dranschkofski 20 J 10 M
              – Witwe Katharina Bluhm geb Platzki 67 J 6 M
              – Besitzer Gustav Domröse 58 J 9 M
              – Schlosser, Musketier der ehem. Inf-Regt-Nr 128 Paul Possel 20 J 9 M
              – Heizer Jacob Thur 38 J 8 M – Arbeiter Paul Wolters 20 J 10 M
              – Ermittelungsbeamter August Mohlich 54 J 5 M
              – Arbeiter Gustav Gutzeit 17 J 3 M
              – Seemann Joseph Brill 45 J 5 M

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              In der Nacht von Sonntag zu Montag verunglückte bei Arbeiten mit dem Schwimmkran der
              Seemann Josef Brill.
              Derselbe war 18 Jahre auf der Werft tätig. Wir verlieren in ihm einen Arbeiter, der sich durch seine Tüchtigkeit, seine Kameradschaftlichkeit und mustergültiges Verhalten bei seinen Vorgesetzten und bei seinen Kameraden die größte Achtung erworben hatte.
              Danziger Werft.

              259-1920 04.11.1920

              Standesamt – Todesfälle

              Postassistent, Musketier der 1 Komp Inf-Regt 175 Walter Gillmeister 27 J 3 M
              – Frau Julianna Rieck geb He ke 36 J 6 M
              – Kontorist Waldemar Zahl 43 J 1 M
              – T d Schiffszimmermanns Otto Bosten totgeb
              – Photograph Johannes Röper 62 J 7 M

              260-1920 05.11.1920

              Standesamt – Todesfälle (nur die leserlichen)

              Witwe Auguste Laaser geb Gerodowski 79 J
              – Frau Johanna Kämpfert geb Rettig 53 J 2 M
              – Bureauvorsteher Joseph Kubiella 69 J 4 M
              – Frau Franziska von Parpart geb von Tiedemann-Brandis 55 J 10 M
              – Frau Emma Riemierski geb Fritz 69 J 1 M
              – Student Paul Andörsch 25 J 6 M
              – Rentiere Marie Hoffmann 79 J 10 M
              – Frau Anna Philipp geb Parte 49 J 5 M
              – Pensionsinhaberin Gertrud Stoltenburg 47 J 7 M
              – unehelich 1 S
              Herzliche Grüße von Karin!
              Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

              Kommentar

              • Karin K
                Forum-Teilnehmer
                • 30.03.2013
                • 236

                #142
                AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                Die Ausgaben 261 und 262:

                261-1920 06.11.1920

                Danziger Nachrichten

                Zum Bezirksvorsteher für den 34. Stadtbezirk ist an Stelle des Herrn Max Klaußner Herr Lehrer Ludwig Mahlau, wohnhaft Langfuhr, Hochstrieß 53, bestellt worden.

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                Am 3. November verschied unser langjähriges Mitglied
                Joseph Kobiella
                Rechtsanwalt-Büro-Vorsteher
                Wir werden sein Andenken in Ehren halten.
                Zentralverband der Angestellten
                Ortsgruppe Danzig
                Der Vorstand M Herdegen

                Polizeibericht vom 6. November 1920

                Gefunden: 1 braunen Damenpelzkragen mit 4 Schwänzen, abzuholen von Frl. Elisabeth Grusdat, Pfefferstadt 46 b II
                1 goldener Trauring mit 2 Silberreifen, gezeichnet V G und Datum, abzuholen von Frau Franziska Grafky, Schloßgasse 7
                1 goldener Trauring mit dem Stempel „Fugenlos“ versehen, abzuholen von Herrn Paul Ziehm, Petershagen 28
                1 zirka 15 Meter langer Baumstamm, abzuholen von Herrn Robert Pienschke, Brösen, Pistoriusstraße 1
                1 Deutscher Schäferhund mit Halsband ohne Marke, abzuholen von Arnold Hase, Pferdetränke 12

                262-1920 08.11.1920

                Aus den Gerichtssälen

                Großer Löffeldiebstahl. Vor der Strafkammer hatten sich der Arbeitsbursche Josef Bober in Ohra, der Handlungsgehilfe Bruno Knuth in Danzig und der Kaufmann Julius Lippmann in Danzig zu verantworten (gekürzt)

                Ein gefährlicher Wirtshausgast. Vor dem Schöffengericht hatte sich der Schlosser Golchert in Danzig zu verantworten. (gekürzt)

                Anfall auf einen französischen Offizier. Der Arbeiter Jaskulski in Langfuhr war in Brösen in angetrunkenem Zustande bei einer Schlägerei mit französischen Soldaten (gekürzt)

                Danziger Nachrichten

                Eine grausame Schicksalstragödie
                hat sich in der Nacht zum Sonnabend in Neufahrwasser ereignet. Im Hause Fischmeisterweg Nr 12 b wohnte neben seinem Vater der jetzige Transportarbeiter Alex Starosta mit seiner jungen Frau, die aus Pietzkendorf stammt. Vor acht Tagen war den beiden ein Sohn geboren. Am Sonnabend früh fand man das junge Ehepaar tot in den Betten. Ihr Tod ist durch giftige Gase herbeigeführt, die sich in dem schadhaften oder nicht richtig verschlossenen Ofen entwickelt hatten. Das kleine Kind und ein junger Arbeiter, der in der Küche logierte, wurden lebend geborgen und ins Krankenhaus überführt. Die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen, so daß zur Aufbringung der Mittel zur Beerdigung eine öffentliche Sammlung eingeleitet ist.

                Polizeibericht vom 7. und 8. November 1920

                Gefunden: 1 Portemonnaie mit Geld und Briefmarken, abzuholen von Frl Emma Frühof, Hertastraße Nr 8

                Standesamt – Todesfälle (nur die leserlichen)

                S d Arbeiters Georg Wedhorn 15 J 4 M
                – Arbeiter Franz Haack 48 J 10 M
                – S d Zimmergesellen Heinrich Witzki 1 J 1 M
                – Magistrats-Bureauassistent Walter Krause 41 J 3 M
                – Witwe Elise Kaehler geb ?? 75 J 10 M
                – Waffenmeister a D Theodor Mahnenführer 78 J 8 M
                – S d Artisten Ernst Kußler 5 M
                – Witwe Emilie Zimmermann geb Horpfner 84 J 11 M
                – Frau Margarete Sornek geb Forstner 26 J 3 M
                – Konditor Konrad von Sychowski 52 J 3 M
                – Werkhelfer Friedrich Meutschkowski 33 J 2 M
                – Witwe Martha Bliesnack geb Rudiger fast 61 J
                – Hobler Paul Kurzewski 43 J 8 M
                – Tischlermeister Ferdinand Rogowski 75 J 6 M
                – unehelich 1 S
                Herzliche Grüße von Karin!
                Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

                Kommentar

                • Karin K
                  Forum-Teilnehmer
                  • 30.03.2013
                  • 236

                  #143
                  AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                  Die Ausgaben 263 und 265:

                  263-1920 09.11.1920

                  Polizeibericht vom 9 November 1920

                  Gefunden: 1 blauer Damengürtel mit weißem Besatz, abzuholen von Herrn Gustav Klingenberg, Spendhausneugasse 6
                  1 Schäferhund, abzuholen von Herrn Polizeiwachtmeister Behrendt, Labesweg 18 II
                  1 Schäferhund mit Halsband und Marke 389, abzuholen von Herrn Erich Polenz, Brunshöferweg 6
                  1 gelber deutscher Schäferhund, mit Halsband ohne Marke, abzuholen von Herrn Bernhard Alex, Plankengasse 14
                  8 junge Enten, abzuholen von Frl. Erna Loth, Heidseestraße 37 I

                  Standesamt – Todesfälle

                  T d Eisenbahnführers J?? Kornath ¼ Stunde
                  – Frau Ida Schütz geb Roediger 42 J 6 M
                  – Ober-Postschaffner a D Otto Koppenhagen 79 J 10 M
                  – Rentiere Adelheit Bote 86 J 9 M
                  – Frau Elsa Morgenfeld geb Suckrau 27 J 8 M
                  – Frau Gertrud Lippke geb Thiel 45 J 7 M
                  – Dachdecker Andreas Bleschkowski 61 J 8 M
                  – Witwe Adelheid Myszewski geb Reiske 74 J 9 M
                  – S d Arbeiters Alfred Kirschen, totgeb

                  265-1920 11.11.1920

                  Polizeibericht vom 11. November 1920

                  Gefunden: 1 schwarzes Portemonnaie mit Geld, abzuholen von Frl Margarete Woelke, Hauptstraße 25 bei Jaworsky
                  1 Handtasche mit Inhalt, abzuholen von Frau Pieper, Ferberweg 1
                  1 schwarzer Damenpelzkragen, abzuholen von Frau Eva Kellner, Marienstraße 19
                  1 dunkelbraune Henne, abzuholen von Frau Selma Nehring, Kaninchenberg 11

                  Standesamt – Todesfälle

                  Student Johannes Mielinski 23 J 3 M
                  – S d Maschinisten Ernst Wolter 18 Tg
                  – Ober-Telegraphensekretär a D Franz Saltzmann 86 J 10 M
                  – Frau Mathilde Geisler geb Sulkowski 63 J 6 M
                  – Frau Julianna Gillmann geb Mlnoski 56 J 6 M
                  – Witwe Marie Potrykus geb Müller 88 J 2 M
                  – Kontoristin Asta Jürgens 21 J 1 M
                  – Lehrer Felix Lerch fast 39 J
                  – Kaufmann Erich Hein 34 J 2 M
                  – Arbeiter Franz Blockus 45 J 2 M
                  – Stellwerksmeister Theophil Krefft 61 J
                  – Bauunternehmer Albert Tucholski 39 J 7 M
                  – T d Kaufmanns Walter Kamke 9 W
                  Herzliche Grüße von Karin!
                  Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

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                  • Insel2008
                    Forum-Teilnehmer
                    • 29.03.2008
                    • 779

                    #144
                    AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                    Hallo Karin,
                    zwischenzeitlich hatte ich auch einen Fund in Deinem Thread:-))) Danke!
                    Wenn ich lese, wieviele Tiere dort schön frei rumliefen...damit hätte ich ja eine Tierstation aufmachen können. Allerdings mit verschiedenen Gehegen, Enten und Hunde zusammen wäre wohl schwierig.....
                    Grüße von Inselchen2008
                    Meine Namens-u.Ortsuche:
                    https://www.danzig.de/showthread.php?5465-Steinchen-für-Steinchen-zum-Mosaik

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                    • Karin K
                      Forum-Teilnehmer
                      • 30.03.2013
                      • 236

                      #145
                      AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                      genug Baumaterial für Gehege wäre ja auch da gewesen - Baumstämme und Bahnschienen und Wägelchen zum Anfahren des Materials

                      Die Ausgaben 266 und 267:

                      266-192012.11.1920

                      Aus den Gerichtssälen

                      Großer Einbruchdiebstahl im Einwanderungslager.
                      Wegen Einbruchdiebstahls und Hehlerei hatten sich vor der Strafkammer der Maler Eugen Brzosowski in Danzig, der Arbeiter Otto Niemand und Frau Wendt in Weichselmünde, sowie zwei weitere Frauen und ein Elektromonteur zu verantworten. Brzosowski, Niemand und die Wendt besprachen die Ausführung eines Diebstahls in den Schuppen des Auswandererlagers. Die ersten beiden Angeklagten führten den Diebstahl aus, brachen im August abends ein und brachten acht große Koffer mit Kleidungsstücken, Wäsche, Hausrat und Wertsachen heraus. Es waren die Ersparnisse der Rückwanderer, die sie in den Überseekoffern in die alte Heimat bringen wollten. Der Wert betrug etwa 150000 Mark. Diese Koffer wurden dann fortgeschafft, erbrochen, ausgeräumt und dann zerschlagen. Dieser Raub wurde bei der Wendt verteilt, die zwei Koffer erhielt. Als die Wendt merkte, daß die Kriminalpolizei dahinter war, gab sie die Sachen an ihre Tochter und diese gab die Sachen wieder weiter. Das Gericht zog die Niedrigkeit dieses Diebstahls in Betracht, daß Rückwanderern ihr Gut gestohlen wurde. Die beiden Diebe Brzosowski und Niemand wurden zu je 3 Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Die Frau Wendt erhielt 9 Monate Gefängnis wegen Beihilfe zum Diebstahl. Die übrigen Angeklagten wurden wegen Hehlerei freigesprochen.

                      Schwerer Einbruchdiebstahl bei Tage.
                      Der Gärtner Willy Kidrowski stand vor der Strafkammer unter der Anklage des schweren Einbruchdiebstahls. (gekürzt)

                      Einbruch in ein Schuhwarengeschäft.
                      Der Fürsorgezögling Hans Herbst und der Arbeiter Otto Lietzau in Danzig hatten sich vor der Strafkammer wegen Einbruchdiebstahls zu verantworten. (gekürzt)

                      Polizeibericht vom 12. November 1920

                      Gefunden: 1 Perlenpompadour mit Inhalt, abzuholen von Frl. Johanna Hanke, Sandgrube 1 / 2
                      1 goldener Trauring, gezeichnet A M und Datum, abzuholen von Frau Luise Dombrowski, Heubuder Straße 18

                      267-1920 13.11.1920

                      Danziger Nachrichten

                      Nach Unterschlagung von zirka 2500 Mark ist der bei einer hiesigen größeren Baufirma beschäftigt gewesene Bauschreiber Alfred Groth, geboren am 27. April 1897 zu Thorn-Mocker, flüchtig geworden. Angaben über seinen Aufenthalt werden von der Kriminalpolizei entgegengenommen.

                      Ein falscher Arzt konnte in der Person des russischen Staatsangehörigen Gedolia Lewitau festgenommen werden. Derselbe hatte sich hier Seifengasse 8 II niedergelassen und Behandlungen von Frauen und anderen Kranken gegen hohe Bezahlungen vorgenommen. In seiner Wohnung wurden ärztliche Instrumente und ein großer Teil Medikamente vorgefunden und beschlagnahmt. L ist dem Gericht zugeführt.

                      Festgenommener Ausbrecher. Der mit schweren Zuchthausstrafen vorbestrafte Arbeiter Hermann Selinski ist vor längerer Zeit aus der Gefängnisanstalt Cottbus entlaufen, woselbst er noch eine 8jährige Gefängnisstrafe zu verbüßen hatte. Er wurde hier festgenommen und dem Gericht zugeführt.

                      Polizeibericht vom 13. November 1920

                      Gefunden: 1 schwarz und weiß gefleckter Hund, abzuholen von Frl Ella Lorenz, Labesweg 2 b

                      Standesamt – Todesfälle

                      Witwe Henriette Speiser geb Mrotz 87 J
                      – Witwe Marie Lindt geb Barck 69 J 4 M
                      – Witwe Therese Wienskowski geb Gaffke 60 J 5 M
                      – Rentenempfängerin Marie Specht 65 J 2 M
                      – Witwe Margarethe Bockel geb Tischler 56 J 9 M
                      – Witwe Bertha Domanski geb Schaefer 80 J 6 M
                      – T d Gutsbesitzers Fritz Bomus 4 J 10 M
                      – Witwe Berta Sommer geb Trossin 78 J 7 M
                      – T d Lehrers Paul Konneffke 3 W
                      – S d Arbeiters Bruno Walter 3 M
                      – unehelich 1 S totgeb
                      Herzliche Grüße von Karin!
                      Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

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                      • Karin K
                        Forum-Teilnehmer
                        • 30.03.2013
                        • 236

                        #146
                        AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                        Die Ausgaben 268 und 269:

                        268-1920 15.11.1920

                        Polizeibericht vom 14. und 15. November 1920

                        Gefunden: 1 schwarzer Pompadour, enthaltend 1 Portemonnaie mit Geld, abzuholen von Herrn Kaufmann Ebner, Kohlenmarkt 32 II
                        1 Sack mit Briketts, abzuholen von Frl. Margarete Birth, Allmodengasse 1 a
                        1 Wolfsspitz, abzuholen von Herrn Johann Lettau, Reitergasse 6

                        Standesamt – Todesfälle

                        Unverehelichte Margarethe Timm 52 J 4 M
                        - ?? Berta Pucktick geb Behrendt 46 J 2 M
                        – S d Schlossers Paul Romahn 2 ½ Std
                        – Eisenbahn-Werkmeister Richard Schwartz 45 J 2 M
                        – S d Kaufmanns Hermann Lachmann 4 M
                        – S d Orgelbauers Walter Schulz 4 M
                        – Witwe Laura Müller geb Rehemann 79 J 10 M
                        – Kriegsinvalide Otto Thoms 42 J 8 M
                        – T d Arbeiters Alfred Stiller 3 W
                        – T d Maschinisten Eduard Koschnwitzki 2 J 3 M

                        Aus den Gerichtssälen

                        Kartoffelpreiswucher. Der Kaufmann Gustav Fröhlich in Danzig stand vor dem Schöffengericht unter der Anklage der Höchstpreisüberschreitung. (gekürzt)

                        Untreue eines Dienstmädchens. Vor dem Schöffengericht hatte sich das Dienstmädchen Hildegard Tiedens, ohne festen Wohnsitz und in Haft, wegen Unterschlagung und Diebstahls zu verantworten. (gekürzt)

                        Einbrecher-Freude wegen Verurteilung. Der Tischler Max Granz Danzig hatte sich vor der Strafkammer wegen Diebstahls zu verantworten (gekürzt)

                        269-1920 16.11.1920

                        Polizeibericht vom 16. November 1920

                        Gefunden: 1 weißes Taschentuch, abzuholen von Frau Meta Grühn, Wallgasse 17 a
                        1 goldene Damenuhr im Armband, abzuholen von Herrn Rekter Chrzan, Friedenssteg 10
                        1 goldener Manschettenknopf, gezeichnet H W und grünem Stein, abzuholen von Herrn Regierungsobersekretär Thimm, Heilsberger Weg 5 I
                        1 Hahn, abzuholen von Herrn Robert Hodamm, Hauptstraße 147

                        Standesamt – Todesfälle

                        Arbeiter Max Kickebusch 48 J 1 M
                        – Witwe Johanna Krefft geb Liedtke 76 J 9 M
                        – Frau Martha Arbeit geb Schlesinski 44 J 6 M
                        – unverehelichte Erna von Lettow-Vorbeck 83 J 9 M
                        – Waisenpflegerin Frieda Bruhns 39 J 3 M
                        – T d Anstaltsaufsehers Johann Wichert 12 J 2 M
                        – Arbeiter August Kaschner 58 J 1 M
                        – Rentiere Berta Perl 73 J 7 M
                        – unehelich 1 S
                        Herzliche Grüße von Karin!
                        Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

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                        • Karin K
                          Forum-Teilnehmer
                          • 30.03.2013
                          • 236

                          #147
                          AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                          Die Ausgaben 270 und 271:

                          270-1920 17.11.1920

                          Aus den Gerichtssälen

                          Bestrafter Butter-Schleichhändler. Der Bote Albert Kanapee in Danzig hatte sich vor dem Schöffengericht wegen Höchstpreisüberschreitung zu verantworten (gekürzt)

                          Verschiebung von Getreide. Der Landwirt Johann Dyck in Freienhuben hatte im Mai sein Getreide noch nicht abgeliefert. (gekürzt)

                          Standesamt – Todesfälle (nur die leserlichen)

                          S d Arbeiters Artur Friese totgeb
                          – Postschaffner a D Friedrich Klein 57 J 11 M
                          – Frau Jananna Fritzke geb Baldau 45 J 8 M
                          – S d Arbeiters Czarnetzki 2 T
                          – Auswanderin, Witwe Sara Berenblum 58 J
                          – Rentier Reinhold Grunau 61 J 11 M
                          – Besitzer Emil Schwertfeger 44 J 9 M
                          – Restaurateur Ferdinand Grünwald 49 J 9 M
                          – Arbeiter Otto Labuhn 51 J 11 M
                          – Witwe Wilhelmine Hintz geb Boldt 90 J 5 M
                          – Invalide Heinrich Adolf Wielke 58 J 1 M
                          – Witwe Franziska Golle geb Wejtowicz 75 J 6 M
                          – T d Schlossers Kurt Matschkowski 6 M
                          – T d Schlossers Willy Budahl 1 J 7 M

                          271-1920 19.11.1920

                          Polizeibericht vom 17 und 18 November 1920

                          Gefunden: 1 Darlehnskassenschein, abzuholen von Frl. Anna Heppke, Langgarten 6/7 I bei Deckner
                          1 schwarzer Kinderstrumpf, abzuholen von Frl. Gertrud Wiemer, Schießstange 16
                          1 schwarzer Muff, abzuholen von Frl Anna Sobolewski, Baumgartschegasse 26
                          1 weißer Kinderkragen, abzuholen von Frau Emma Woick, Holzraum 21, Hinterhaus
                          1 zweirädriger Handwagen, abzuholen von Frau Frieda Marquardt, Petershagen hinter der Kirche 20/22
                          1 Hahn, abzuholen von Herrn Robert Hodam, Hauptstraße 147
                          1 junger weißer Hund, abzuholen von Frau Auguste Kunz, Poggenpfuhl 63

                          Polizeibericht vom 19 November 1920

                          Gefunden: 1 Portemonnaie mit etwas Geld, Briefmarken, Spiritusmarke pp, abzuholen von Frl. Erna Nickel, Hauptstraße 52
                          1 Herrenhemd und Tischtuch, abzuholen von Frau Hippler, Rennerstiftsgasse 11
                          1 silberne Halskette mit Medaillen, abzuholen von Herrn Kaufmann Kunigk, Lauentalerweg

                          Standesamt – Todesfälle (nur die leserlichen)

                          Lehrling Gertrud Karsch 19 J 10 M
                          – unverehelichte Therese Schultz 67 J 8 M
                          – Schneiderin Marie Angelowski 31 J 8 M
                          – Lehrer Johann Zelchner 48 J 7 M
                          – S d Arbeiters Albert Lange 1 Tg
                          – Maschinenschlosser Paul Neumann, 48 J 9 M
                          – T d Arbeiters August Fredrich 11 M
                          Herzliche Grüße von Karin!
                          Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

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                          • Karin K
                            Forum-Teilnehmer
                            • 30.03.2013
                            • 236

                            #148
                            AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                            Die Ausgaben 274 und 275:

                            273-1920 22.11.1920

                            Aus den Gerichtssälen

                            Wilder Diebstahl auf dem Lande. Der Arbeiter Friedrich Liedtke und der Schlosser Richard Böhnke in Danzig hatten sich vor der Strafkammer wegen Diebstahls zu verantworten. Die Angeklagten sind aus dem Gefängnis ausgerückt und fanden sich wieder zu Missetaten zusammen. Liedtke nahm bei einem Besitzer in Trutenau Stellung und holte Böhnke zu einem Diebstahl nach Trutenau ab. Bei dem Besitzer nahm man gemeinsam neue Pferdegeschirre und schnitt das Leder von den Sätteln ab. Diese Sachen wurden dann auf ein Fuhrwerk des Besitzers geladen, und die Angeklagten fuhren damit nach Danzig. Geschirr und Leder wurden hier verkauft, während man das Fuhrwerk einfach stehen ließ. Es konnte später dem Besitzer wieder zugestellt werden, während die übrigen Sachen verloren gingen. Das Gericht sah die ganze Art der Ausführung des Diebstahls als strafschärfend an und verurteilte Liedtke zu 2 Jahren Zuchthaus und den mehr vorbestraften Böhnke zu 3 Jahren Zuchthaus.

                            Fahrlässige Kindstötung. Die Schlosserwitwe Henke in Hoch-Kelpin wurde wiederum Mutter. Die Freude über dies Witwenkind schien bei ihr aber nicht sonderlich groß zu sein. Sie hatte für die Geburt keine Vorbereitungen getroffen und auch keine Hebamme oder sonstige Hilfe bestellt. Das lebende Kind wurde einfach eingewickelt und unters Bett gelegt, wo es natürlich ersticken mußte. Sie stand vor der Strafkammer unter der Anklage der fahrlässigen Tötung. Kreisarzt Dr. Birnbacher bekundete, daß das Kind gelebt hatte und erstickt ist. Das Gericht erkannte auf 6 Monate Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung. Es wurde aber hervorgehoben, daß die Tat hart an Kindesmord grenze.

                            Standesamt – Todesfälle

                            Eigentümer Joseph Brodowski 65 J 6 M
                            – Schuhmacher Eduard Tolke 65 J 9 M
                            – Schuhmacher Rudolf Radtke 65 J
                            – Invalide Johann Jakob Bonikowski 83 J 3 M
                            – Kapellmeister Arthur Osterland 38 J 4 M
                            – Gutsverwalter Richard von Heyne 58 J 1 M
                            – T d Schneidermeisters Wladislaus Buczkowski 1 J 7 M
                            – S d Magistratsangestellten ?? Petrowski 4 Std
                            – unehelich 1 S

                            274-1920 23.11.1920

                            Aus den Gerichtssälen

                            Der „wohltätige“ Schwindler. Wegen Betruges hatte sich der Handlungsgehilfe Max Löwenthal aus Schönfeld vor dem Schöffengericht zu verantworten. Er beobachtete, wie ein Sportwagen aus der Reparatur der Besitzerin zurückgebracht wurde. Kurz darauf ging er zur Besitzerin und sagte, er sei geschickt worden, den Sportwagen noch einmal zurückzuholen, da er noch nicht ganz fertig sei. Der Wagen wurde auch herausgegeben. Der Angeklagte war aber tatsächlich ein Schwindler und hatte solch einen Auftrag nicht gehabt. Er brachte nun den Wagen zu einer anderen Frau und bot ihn ihr für 50 Mark an. Er wolle ihr den Wagen deshalb billig lassen, damit er nicht in die Hand reicher Leute falle. Die Frau glaubte daran und kaufte den Wagen. Der Angeklagte wurde wegen Betruges zu einer Zusatzstrafe von 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte bedankte sich und bat, daß das Gericht dafür sorgen möge, daß von der Sache nichts in die Zeitung kommt, damit seine Frau nichts davon erfährt. Sie weiß bisher nichts von dieser ganzen Fahrt und würde ihm ordentlich aufs Dach steigen.

                            Polizeibericht vom 23. November 1920

                            Gefunden: 1 silberne Damenuhr mit Monogramm, abzuholen von Frau Elsa Brügemann, Sandgrube 36
                            1 Bürstentasche, abzuholen von Frau Erna Lux, Fleischergasse 43
                            2 Feldfernsprecher, abzuholen von Herrn Polizei-Wachtmeister Behring, Albrechtstraße 11 II
                            2 schwarze Pudel ohne Halsband, abzuholen von Frau Ida Schlichting, Große Bäckergasse 10
                            1 großer schwarzer Hund ohne Halsband, abzuholen von Herrn August Herber, Unterstraße 8
                            1 junge schwarze Ziege, abzuholen von Frl. Maria Richert, Ohra Radaunenstraße 7

                            Standesamt – Todesfälle

                            Bureauvorsteher Reinhard Senger 41 J 1 M
                            – Glasmacher Arthur Manz 19 J 5 M
                            – Arbeiter Fedor Neumann, fast 50 J
                            – Leiterin Klara Fibelkorn 32 J 4 M
                            – S d Händlers Georg Schwarz 1 J 9 M
                            – Witwe Emma Reinicke geb Gramokau fast 59 J
                            – S d Mechanikers Bruno Krause 10 W
                            – Frau Auguste Rothauge geb Grischawest 71 J 10 M

                            Danziger Nachrichten

                            Zum stellvertretenden Vorsteher für die 27. Armen- und Waisenkommission ist an Stelle des Herrn Friedrich Düring Herr Eigentümer Albert Schindele, wohnhaft Unterstraße 32, bestellt worden.
                            Herzliche Grüße von Karin!
                            Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

                            Kommentar

                            • Insel2008
                              Forum-Teilnehmer
                              • 29.03.2008
                              • 779

                              #149
                              AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                              Hallo Karin, "sah" gerade einen Hahn! Die Hühner laufen ja bereits in der Tierstation herum.....
                              Grüße von Inselchen2008
                              Meine Namens-u.Ortsuche:
                              https://www.danzig.de/showthread.php?5465-Steinchen-für-Steinchen-zum-Mosaik

                              Kommentar

                              • Karin K
                                Forum-Teilnehmer
                                • 30.03.2013
                                • 236

                                #150
                                AW: Namen in der Danziger Volksstimme 1920

                                Die Ausgaben 276, 277 und 278:

                                276-1920 25.11.1920

                                Aus den Gerichtssälen

                                Betrügerischer Kauf von Heeresgut. Der Besitzer Karl Kuschel in Zipplau hatte sich wegen Betruges zu verantworten. Das Schöffengericht hatte ihn freigesprochen, und die Sache wurde dann vor dem Berufungsgericht verhandelt. Der Angeklagte ging zum Baurat Schirrmacher in Langfuhr und verhandelte mit ihm wegen des Ankaufs von 1700 Meter hohem eisernem Zaun vom Bischofsberg. Er gab an, den Zaun für sein eigenes ländliches Grundstück zu gebrauchen und wollte ihn deshalb billiger erhalten. Er hatte unter dieser Voraussetzung auch den Erfolg, daß er den Zaun für 14000 Mark erhielt. In Wirklichkeit hatte er aber ganz andere Absichten. Er konnte soviel Zaun auf seinem Grundstück überhaupt nicht verwenden. Er ging vielmehr zum Kaufmann Riffel und erbat von ihm einen Vorschuß zu diesem Kauf. Dafür sollte Riffel das Vorkaufsrecht an dem Zaun erhalten. Riffel ging darauf ein und erhielt auch einen Teil des Zaunes für den Preis von 66000 Mark. Der Rest wurde von dem Angeklagten anderweitig verkauft. Der Verteidiger des Angeklagten behauptete, daß der Baurat und Leutnant Berg mit dem Angeklagten zusammen in der Kneipe gewesen wären. Der Baurat bestritt dies, bei Leutnant Berg aber traf dies zu. Die Berufungsstrafkammer gewann die Überzeugung, daß der Angeklagte sich des Betruges schuldig gemacht habe und erkannte auf 3 Monate Gefängnis und 3000 Mark Geldstrafe.

                                Standesamt – Todesfälle

                                Schmiedegeselle Paul Marx 24 J 9 M
                                – S d Metallschleifers Fritz Flöth, totgeb
                                – Frau Anna Fröhlich geb Kebelns 67 J 5 M
                                – T d Arbeiters Adolf Liedig 4 W
                                – Frau Martha Lau geb Dudde, fast 44 J

                                277-1920 26.11.1920

                                Polizeibericht vom 26. November 1920

                                Gefunden: 1 schwarzer Damenpelzkragen, abzuholen von Frau Alexandra Lucas, Hauptstraße 39
                                1 1 Herrenuhr mit kleiner Kette, abzuholen von Frau Margarete Knobloch, Engl. Damm 20
                                Entlaufen: 1 schwarzer deutscher Schäferhund mit weißer Brust und Halsband mit 8 Marken, abzugeben bei Frau Käthe Dinzelberg Hauptstraße 85 b

                                Standesamt – Todesfälle

                                Rechnungsrat Konrad Zynda 68 J 9 M
                                – Arbeiter Franz Kausch 59 J
                                – Witwe Laura Stanslowski geb Teichert 84 J 11 M
                                – Bonbonkocher Adolf Stöck 31 J 9 M
                                – T d Kaufmanns Wilhelm Brandt 6 M
                                – Amtsgerichtssekretär a D Alfred Haack 48 J 9 M
                                – S d Kaufmannes Johannes Toor, totgeb

                                278-1920 27.11.1920

                                Danziger Nachrichten

                                Blutige Mordtat im Freistaat.
                                Der 19 Jahre alte Besitzersohn Konrad Born aus dem zum Rittergut Kriefstohl gehörenden Abbau Rothof drang nachts in die Wohnung des gleichfalls dort wohnenden Obermelkers Tetzlaff ein und schoß ihn nieder. Die Frau des Tetzlaff verwundete Born lebensgefährlich durch zwei Schüsse. Als Born bemerkte, daß T noch lebte, erschlug er ihn mit einer Axt, die dieser zu seiner Verteidigung ergriffen hatte. Born hat die Tat verübt, um Tetzlaff vor dessen Aussage über Pferdediebstähle unschädlich zu machen, an denen beide beteiligt waren. Die Vernehmung Tetzlaffs sollte am nächsten Tage stattfinden.

                                Standesamt – Todesfälle

                                Maschinenbauer, Unterseebots-Oberheizer Ernst Julius Dapke 23 J 8 M
                                – Kaufmann Karl Wünsche 32 J
                                – Frau Emma Blech geb Ulm fast 48 J
                                – Witwe Adelheid Auguste Urban geb Preßler 78 J 4 M
                                – Schuhmacher Johann Gutzmann 67 J 1 M
                                – Schuhmacher Rudolf Radtke 65 J
                                Herzliche Grüße von Karin!
                                Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

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