AW: Verbindung zwischen Stobbe und Danziger Glashütte?
Hallo Peter!
Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Sehr interessant war das Datum der Liquidation der Danziger Glashütte (1934). Ich wußte, daß es passiert sein mußte, konnte aber nicht feststellen, wann. Ich glaube, mein Großonkel Otto und seine Frau haben es erst viel später (1937-38) überlebt.
Ich verstehe, wie irritiert Du sein muß auf eine Frage geführt haben, die ich seit Jahren zu lösen versuche.
Wir wissen beide natürlich, daß an der Ecke Wislna/Marxstraße ein sehr altes Wirtshaus oder Gasthaus stand. Es wurde ungefähr 2007 dem Erdboden gleichgemacht, aber DarioB hat mir umfangreiche Fotos davon gezeigt, damit ich einige Details kenne. Eine Zeitlang dachte ich, es sei von der Glashütte als Zuschuß für ihre Angestellten subventioniert worden, aber ich denke, es könnte viel älter gewesen sein. Es hatte eine Terrasse und anscheinend eine gemauerte Latrine oder ein Nebengebäude auf der NNW-Seite, die die Marxstraße hinaufführte. Es gab eine Trennwand mit einer Tür, die den Hof in einem langen, dünnen Keil von der weiteren Ausdehnung trennte. Nach der Vermesßungslinie auf den Karten dachte ich, diese Immobilie gehörte zum Grundstück Nr. 17, während die andere Straßenseite die Hausnummern als Marxstraße als Teil der Mietskasernen hatte.
Es scheint, daß ich keine Fotos von meinem Computer einfügen kann, nur von einer Web-URL, aber hier ist eines von DarioBs Bildern von der Seite der Taverne.
Bist D nun mit der Aufteilung dieses Immobilienangebots zufrieden? Vor allem der Gasthof? Sowohl die Unterlagen des Standesamtes als auch der Adressbuch belegen den Sachverhalt, dass mein Vater Rudolf in einer Wohnung am Broschkisher Weg 16 geboren wurde, während sein Vater Paul an derselben Adreße starb. Laut Familiengeschichten ließ sich mein Großvater jeden Abend einen grossen Krug Bier vom Gasthof an den Familientisch liefern. Fließendes Brot!
Nun wäre mein Vater im Juli 2014 100 Jahre alt geworden. Ich arrangierte, meine Frau und meine kleine Tochter aus Florida, USA, zu den Geburtsorten meines Vaters, Großvaters und meiner Großmutter in Schellmühl, Störbuderkampe und Bodenwinkel zu fliegen.
Ich wußte, daß der Broschkisher Weg 16 und 17 jetzt in der Ecke des Reichs der Gdansk Electric Power Company liegt. Die Adreße lautet jetzt Wislna 6-15, wobei interessanterweise der riesige Kohlenhaufen jetzt den Platz einnahm, der früher Br. 14 und das Kohlegeschäft von Busenitz. Ich habe die Öffentlichkeitsarbeit dieser neuen Firma angeschrieben und gefragt, ob wir zu einer Führung eingeladen werden dürfen, sie haben ja gesagt und wir haben uns zum 100. Geburtstag meines Vaters verabredet.
Seltsamerweise führten sie uns jedoch, als wir dort ankamen, zu jedem Punkt, hoch und niedrig – außer daß, als wir bis auf 100 Meter von der angenommenen Br. 16 Geburtsort meines Vaters, hielten sie uns auf und verboten uns, näher an das schäbige, verrostete Labor mit dem rosa Dach unten in der Ecke an der Straße zu gehen. Sie hatten keine Erklärung, außer daß es nicht erlaubt war. Vielleicht sah dieser hinkende alte Codger aus den USA wie ein Terrorist aus. (Alles, was ich wollte, war ein Krümel oder Beton vom Fundament der Residenz. Dann wurde uns der Ausweg gezeigt.
Sie waren dann so freundlich, uns die Wislna hinunter zum Krämerladen zu fahren, wo es Tore gab. Wir gingen zu einem rostigen alten Tor mit Stacheln neben dem Labor, nur um zwischen den Gittern zu sehen. Wir sahen mehrere alte Straßenbahngleise. Ich fragte sie, ob dies das Tor zu #16 sei, und sie bestätigten, dass dies der Fall war. Aber wir durften nie auf dem Boden stehen, wo mein Vater geboren wurde. Ich habe durch die Ritzen des "#16 Gate" ein Bild gemacht und mußte mich damit zufrieden geben.
Wir sind sehr enttäuscht in die USA zurückgekehrt.
Ich ging auch weiterhin davon aus, daß der Rest von #17 der Keil über dem Gasthaus war. Aber jetzt denke ich, daß die richtige Antwort ist, daß Adreße #16 tatsächlich irgendwo hinten auf dem Grundstück war. Das Tor mit den Stacheln war eigentlich Tor #15.
Das war nicht einfach.
~Steve
Hallo Peter!
Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Sehr interessant war das Datum der Liquidation der Danziger Glashütte (1934). Ich wußte, daß es passiert sein mußte, konnte aber nicht feststellen, wann. Ich glaube, mein Großonkel Otto und seine Frau haben es erst viel später (1937-38) überlebt.
Ich verstehe, wie irritiert Du sein muß auf eine Frage geführt haben, die ich seit Jahren zu lösen versuche.
Wir wissen beide natürlich, daß an der Ecke Wislna/Marxstraße ein sehr altes Wirtshaus oder Gasthaus stand. Es wurde ungefähr 2007 dem Erdboden gleichgemacht, aber DarioB hat mir umfangreiche Fotos davon gezeigt, damit ich einige Details kenne. Eine Zeitlang dachte ich, es sei von der Glashütte als Zuschuß für ihre Angestellten subventioniert worden, aber ich denke, es könnte viel älter gewesen sein. Es hatte eine Terrasse und anscheinend eine gemauerte Latrine oder ein Nebengebäude auf der NNW-Seite, die die Marxstraße hinaufführte. Es gab eine Trennwand mit einer Tür, die den Hof in einem langen, dünnen Keil von der weiteren Ausdehnung trennte. Nach der Vermesßungslinie auf den Karten dachte ich, diese Immobilie gehörte zum Grundstück Nr. 17, während die andere Straßenseite die Hausnummern als Marxstraße als Teil der Mietskasernen hatte.
Es scheint, daß ich keine Fotos von meinem Computer einfügen kann, nur von einer Web-URL, aber hier ist eines von DarioBs Bildern von der Seite der Taverne.
Bist D nun mit der Aufteilung dieses Immobilienangebots zufrieden? Vor allem der Gasthof? Sowohl die Unterlagen des Standesamtes als auch der Adressbuch belegen den Sachverhalt, dass mein Vater Rudolf in einer Wohnung am Broschkisher Weg 16 geboren wurde, während sein Vater Paul an derselben Adreße starb. Laut Familiengeschichten ließ sich mein Großvater jeden Abend einen grossen Krug Bier vom Gasthof an den Familientisch liefern. Fließendes Brot!
Nun wäre mein Vater im Juli 2014 100 Jahre alt geworden. Ich arrangierte, meine Frau und meine kleine Tochter aus Florida, USA, zu den Geburtsorten meines Vaters, Großvaters und meiner Großmutter in Schellmühl, Störbuderkampe und Bodenwinkel zu fliegen.
Ich wußte, daß der Broschkisher Weg 16 und 17 jetzt in der Ecke des Reichs der Gdansk Electric Power Company liegt. Die Adreße lautet jetzt Wislna 6-15, wobei interessanterweise der riesige Kohlenhaufen jetzt den Platz einnahm, der früher Br. 14 und das Kohlegeschäft von Busenitz. Ich habe die Öffentlichkeitsarbeit dieser neuen Firma angeschrieben und gefragt, ob wir zu einer Führung eingeladen werden dürfen, sie haben ja gesagt und wir haben uns zum 100. Geburtstag meines Vaters verabredet.
Seltsamerweise führten sie uns jedoch, als wir dort ankamen, zu jedem Punkt, hoch und niedrig – außer daß, als wir bis auf 100 Meter von der angenommenen Br. 16 Geburtsort meines Vaters, hielten sie uns auf und verboten uns, näher an das schäbige, verrostete Labor mit dem rosa Dach unten in der Ecke an der Straße zu gehen. Sie hatten keine Erklärung, außer daß es nicht erlaubt war. Vielleicht sah dieser hinkende alte Codger aus den USA wie ein Terrorist aus. (Alles, was ich wollte, war ein Krümel oder Beton vom Fundament der Residenz. Dann wurde uns der Ausweg gezeigt.
Sie waren dann so freundlich, uns die Wislna hinunter zum Krämerladen zu fahren, wo es Tore gab. Wir gingen zu einem rostigen alten Tor mit Stacheln neben dem Labor, nur um zwischen den Gittern zu sehen. Wir sahen mehrere alte Straßenbahngleise. Ich fragte sie, ob dies das Tor zu #16 sei, und sie bestätigten, dass dies der Fall war. Aber wir durften nie auf dem Boden stehen, wo mein Vater geboren wurde. Ich habe durch die Ritzen des "#16 Gate" ein Bild gemacht und mußte mich damit zufrieden geben.
Wir sind sehr enttäuscht in die USA zurückgekehrt.
Ich ging auch weiterhin davon aus, daß der Rest von #17 der Keil über dem Gasthaus war. Aber jetzt denke ich, daß die richtige Antwort ist, daß Adreße #16 tatsächlich irgendwo hinten auf dem Grundstück war. Das Tor mit den Stacheln war eigentlich Tor #15.
Das war nicht einfach.
~Steve
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