Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • vklatt
    Forum-Teilnehmer
    • 28.03.2009
    • 1521

    #31
    AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

    Hallo Jutta,

    Du hast sicher Recht, daß in Polen noch anders gefahren wird
    als in Deutschland. Mir war auch nicht ganz wohl, als im Mai
    mein Shuttle-Busfahrer während der Fahrt vom Flughafen
    zum Mercure-Hotel ständig mit dem Handy telefoniert hat.
    Wenn ich morgens meinen Enkel zur Schule fahre, sehe ich in
    anderen Autos wie sich die Frauen schminken. Eine zeitlang sahi ch morgens immer einen Mann in einem Audi der sich elektrisch rasierte, sich sein Hemd anzog, die Kravatte band und Kaffee trank, natürlich alles während der Fahrt quer durch Hamburg von Nord nach Süd. So verkehrssicher ist das also
    auch nicht.
    Ich fahre 58 Jahre unfallfrei, davon die ersten 3 Motorrad.
    In den letzten 4 1/2 Jahren 85tausend Kilometer, ohne Urlaubsreisen. Sicher hatte ich auch manchmal nur Glück.
    Am wildesten fand ich es immer in Italien, kann sich jetzt aber gebessert haben.

    Ich brauche auf dem Rad, wie im Auto, immer ein gewisses Tempo. Aber schlimm fahren in Hamburg die Fahrrad-Kuriere.

    Ich wünsche einen schönen Abend,

    Vera
    Was ist ein wahres Geheimnis?
    Etwas, das für jeden offen da liegt-
    und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

    Lao-tse

    Kommentar

    • mottlau1
      Forum-Teilnehmer
      • 11.02.2008
      • 1720

      #32
      AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

      Hallo Erhart,

      sei ganz beruhigt ich setze nicht nur immer den Blinker sondern halte auch die Geschwindigkeit ein, besonders Innerstädtisch. Habe seit 10Jahren kein Knolle bekommen.

      Was Annemarie betrifft war sie nicht nur Fußgängerin sondern auch eine sehr gute Autofahrerin. Als ihr das Unglück geschah wollte sie gerade zum Minnigolfplatz und benutzte den gekennzeichneten Übergang!!! Darum verstehe ich nicht was Deine Bemerkung soll???
      War Annemarie denn wirklich eine aufmerksame Fußgängerin, vielleicht -vielleicht auch nicht.
      Aber laßen wir das besser denn sonst kommen wir vom eigentlichen Thema -Raserei auf dem gekennzeichneten Radweg insbesondere bei Überquerungshilfen für Fußgänger zu Tavernen, Hotels u. Strand.

      Viele Grüße Jutta
      Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
      (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

      Kommentar

      • Wolfgang
        Forumbetreiber
        • 10.02.2008
        • 11623

        #33
        AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

        Schönen guten Nachmittag,

        eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Fahrradwegen in der Saison ist in meinen Augen sinnvoll und notwendig. Der am Strand von Zoppot bis praktisch nach Neufahrwasser führenden Fahrradweg ist vom Spaziergängerweg nicht abgetrennt sondern lediglich farblich gekennzeichnet. Es herrscht dort in der Hochsaison ein solch starker Publikumsverkehr (per pedes und per Fahrrad), dass eine gegenseitige Rücksichtnahme unumgänglich ist. Vor allen Dingen seitens des Stärkeren (Fahrradfahrer) gegenüber dem Schwächeren (Fußgänger).

        Mit 10 km per Stunde kommt man auch vorwärts und kann in schwierigen Situationen sogar meist abbremsen, so z.B. wenn kleine Kinder auf den Fahrradweg hüpfen oder ältere Menschen nicht schnell genug den Weg passieren. ABER: Alle Gebote nützen nichts wenn nicht kontrolliert wird. Und so werden dann diese gemächlichen Fahrradfahrer zum Hindernis für andere Fahrer, die rasend überholen und dabei auch vor dem Fußgängerweg nicht halt machen.

        In meinen Augen böten Hindernisse wie Schwellen oder sonstige Hindernisse die bei niedrigen Geschwindigkeiten problemlos passierbar sind eine Möglichkeit, Raser ein wenig auszubremsen.

        Viele Grüße aus dem Werder
        Wolfgang
        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

        Kommentar

        • achimbodewig
          Forum-Teilnehmer
          • 03.06.2008
          • 497

          #34
          AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

          Weil es hier auch noch einmal hingehört (zur Diskussion um die Radfahrer) ...

          Gazeta Wyborcza:

          »Przerażające rowery cd. ›Piesi, utrzymajcie tempo! 20 km/godz...‹«

          http://trojmiasto.gazeta.pl/trojmias...ie_tempo_.html, Google-Übersetzung

          Fortsetzung der schon vor Wochen begonnenen Diskussion um die »Gefährlichkeit« von schnellen Radfahrern.

          Kommentar

          • victusopot
            Forum-Teilnehmer
            • 15.02.2012
            • 8

            #35
            AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

            Ja również uważam, że ograniczenia są właściwe. Sopot to kurort o niepowtarzalnym klimacie. Z roku na rok przyjeżdża tu coraz więcej turystów, a liczne wypadki z pieszymi i rowerzystami zakłucały spokój tego miejsca. Oby teraz było lepiej
            Gelungener Urlaub am Meer? Wählen Sie [URL = http://www.victus-sopot.pl/index-en/] Apartments in Sopot [/ url]

            Kommentar

            • buddhaah
              Forum-Teilnehmer
              • 08.09.2010
              • 275

              #36
              AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

              victusopot sagt:
              "Ich meine auch, dass die (Geschwindigkeits-)Begrenzungen richtig sind. Zoppot ist ein Kurort von unvergleichlichlichem Klima. Jahr auf Jahr kommen hier immer mehr Touristen her und die vielen Unfälle mit Beteiligung von Fussgängern und Fahrradfahrern störten die Ruhe dieses Ortes. Auf daß es jetzt besser werde!"

              Kommentar

              • Ulrich 31
                Forum-Teilnehmer
                • 04.11.2011
                • 8570

                #37
                AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

                Danke, Michael, für die prompte Übersetzung.

                Ein schönes Wochenende ohne Arbeitsstress wünscht
                Ulrich

                Kommentar

                • abshalom
                  Forum-Teilnehmer
                  • 23.07.2013
                  • 11

                  #38
                  AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

                  Sopot 1994 und 2013 von der Katastrophe ins Unglück.

                  Zoppot besuchte ich erstmals im Jahre 1985. Ich war ein Kind, bei einem meiner ersten Besuche im Ostblock, gemeinsam mit meinen Eltern. Ich erlebte die Stadt als fremd und ungewöhnlich. Sie erschien mir stark von Seeleuten, Schiffen und den damit verbundenen Aspekten geprägt.
                  Das letzte Mal war ich im Jahr 1994, als Jugendlicher in der Stadt. Von Seefahrt, Schiffen und Seeleuten war innerhalb kurzer Zeit keine Spur mehr übrig. Ich empfand die Stadt damals als völlig herruntergekommen und total schmutzig, stark von Alkoholismus sowie einer Atmosphäre von Kriminalität geprägt.

                  Ich besuchte die Stadt nun, im Sommer 2013 seit 19 Jahren zum ersten Mal wieder. Die Stadt hat sich auf verblüffende Weise verändert. Es scheint nichts wie es vorher war.
                  Der Stadtkern selbst ist von westlichen Seebädern kaum zu unterscheiden. Vieles ist nach nun nach westlichen Normen gestaltet. Es dominieren schicke Fassaden.

                  Zunächst stellte ich fest, das eine Vielzahl historischer Gebäude, die im Rest Europas mit Sicherheit unter Denkmalschutz gestanden hätten in den letzen 20 Jahren schlicht und ergreifend weggerissen wurden.
                  Was sagen andere langjährig regelmäßige Gäste zu diesem Vorgang? Wurden die Gebäude umgesetzt? Wo sind sie hin??? Wirklich ersatzlos weggerissen?

                  Als nächstes fielen mir die vielen dicken Jeeps neuester Bauart auf. Es ist wirklich unglaublich: Egal ob in St. Petersburg, im Baltikum oder in Südosteuropa - dort wo sich die Ostblock-Elite trifft, sind häufig viele dicke Jeeps, meist deutscher oder amerikanischer Bauart auf den Straßen.

                  Zoppot hat sich – und das gründlich - zu einem typischen östlichen Protz-, und Schickeria- Ort entwickelt. Davon war 1994 noch GAR NICHTS zu spüren.

                  Ich bin völlig verblüfft, aber auch schwer enttäuscht über Zoppot. Sicher, 1994 war Zoppot eine Katastrophe. Aber die angebende, protzende, ihren Reichtum allzu offensichtlich zur Schau tragende Upper Class östlicher Länder finde ich unerträglich und erbärmlich.
                  Viele Polen sind schwer beleidigt, wenn Sie mit Russen verglichen und dabei Gemeinsamkeiten zwischen den Völkern festgestellt werden. Hier aber erfüllen sich wirklich alle Klischees. Die aufgedonnerten Frauen, der zur Schau gestellte Luxus, die übertrieben fetten Autos, das präsentieren des Reichtums, der schnelle Prunk, alles schreit: „Seht her, ich hab Geld!“ Dies wird natürlich garniert mit einer ordentlichen Portion Arroganz und Unnahbarkeit.
                  Dies alles wirkt bizzar angesichts der nach wie vor runtergekommenen, ungepflegten Umgebung des Stadtkerns, der schlechten umliegenden Straßen.

                  Viele meiner polnischen Freunde hatten mich davor gewarnt die Stadt anzuschauen, ich selbst hätte es niemals geglaubt das derartiges möglich ist.
                  Schon nach wenigen Stunden verließ ich die Stadt mit dem festen Ziel, diese in den nächsten 19 Jahren nicht wieder zu betreten.

                  Die polnische Ostseeküste ist wirklich traumhaft schön, aber Zoppot wirkte auf mich regelrecht alptraumhaft abstoßend.


                  Ich besuchte die Stadt nun, im Sommer 2013 seit 19 Jahren zum ersten Mal wieder.

                  Kommentar

                  • Inge-Gisela
                    Forum-Teilnehmer
                    • 09.11.2012
                    • 1842

                    #39
                    AW: Zoppot im Vergleich: 2000 und 2012

                    Was die Radfahrer im allgemeinen angeht, ich spreche da hauptsächlich von Hamburg, Vera, sind es nicht nur die Kuriere. Ich stelle immer wieder fest, dass für viele Radfahrer keine rote Ampel existiert (auch für die Radfahrerinnen), in einer Einbahnstraße (die durch eine Kurve nicht überall einsehbar ist), fahren die Radfahrer mitten auf der Straße in entgegengesetzter Richtung. Dass da ein Auto um die Kurve kommen kann, interessiert sie überhaupt nicht. Mir tun nur die Kinder leid, die dies nachmachen. An einer Bushaltestelle, wo der Bürgersteig auch mit einem Radfahrweg gekennzeichnet ist, aber die Menge ja dort auf den Bus warten muss, fahren die Radfahrer ziemlich rücksichtslos vorbei, es interessiert sie nicht, ob da kaum Platz für sie ist. Es wird laut geklingelt. Absteigen kommt ja nicht in Frage. Natürlich gibt es Ausnahmen :-). Gottlob. Und mit Abshalom bzgl. Zoppot und historischer Gebäude zu sprechen. Leider muss ich da widersprechen. Gerade auch in Hamburg gab und gibt es viele Bausünden, es wird doch heute noch dauernd um alte Häuser gekämpft. Liest man immer wieder in der Zeitung. Wenn es nicht Menschen geben würde, die sich vehement wehren, dann machen die Gemeinden und Städte noch mehr was sie wollen. Bezirke, in denen die Ottonormalverbraucher, Studenten leben und lebten. Auf einmal wird es für die Reichen attraktiv, dort zu wohnen. Profit ist angesagt. Und wer wird wieder vertrieben? Und ehrlich gesagt, ich finde auch die Hafen-City nicht besonders schön. Es muss alles aus Glas und supermodern sein. Eine Seele hat das Ganze nicht. Und es wird auch in Polen mit unserer Denkart weiter fortschreiten, nicht nur in Zoppot. Warum die Menschen gerne nach Polen fahren, weil noch viel naturbelassen ist. Und normaler. Ja, in Hamburg dürfen jetzt auch gute Häuser (wenn es die Erben so wollen) wegen des Grundstücks abgerissen werden, damit größere Häuser darauf entstehen. Das bringt den Erben ja auch so einiges. Das passiert in unserer Straße jetzt zum zweiten Mal. Früher wurde auch etwas auf das Bild einer Straße geachtet. Da kann man auch sagen, es war einmal. Ich hatte bei der Behörde nachgefragt. Ich bekam als Antwort: Sie werden sich noch wundern, was in Ihrer Straße sich noch verändert. Recht hatte er. Ich frage mich nur, wie sie mit den Wohngebieten, in denen Politiker leben, umgegangen wird. Ach ja, und heute las ich in der Zeitung; "Hamburger Bauherren müssen keine Parkplätze mehr schaffen. Senat will so den Wohnungsbau erleichtern. Viele Stellplätze würden nicht benötigt." Da kann ich nur lachen. Es kann schon sein, dass die Leute nicht einen Stellplatz kaufen wollen, wenn sie nicht müssen. Ich sehe doch die vollgeparkten Straßen. Und da habe ich die Befürchtung, dass sich auch in vielen polnischen Städten irgendwann sich das Gleiche abspielt. Die Erde dreht sich immer schneller. Was ist daran erstrebenswert? Gruß Inge-Gisela

                    Kommentar

                    L