Wörd opp Plattdütsch ut de Neddrung

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  • waldkind
    Forum-Teilnehmer
    • 06.10.2008
    • 2366

    #31
    AW: Wörd opp Plattdütsch ut de Neddrung

    Leonhard Fuchs schreibt 1543 etwas zu den Johannisbeeren. Der Strauch hieß damals Sant Johansbeerlin oder Sant Johannstreüblin, benannt nach dem Täufer. Sie kühlen den hitzigen Magen, löschen den Durst besonders bei denen, die fiebern. Sie vertreiben sowohl die Appetitlosigkeit als auch die Esslust. Sie stillen verschiedenen Bauchfluss und die Rote Ruhr. Sie kräftigen den Magen und stillen "das Speien vnnd Kotzen". Sie verhindern, dass scharfe Galle den Darm schädigt. Sie legen die Hitzewallungen im Blut. "Darumb sol man iren Safft samlen/vnnd mit zucker jnmachen/ darmit man ihn das ganze jar möge gebrauchen/ wie daß auch die Apotecker thun."
    Ach, die Apotheker kochen Marmelade? Damals vielleicht, heute eher weniger. Christachen ist jedenfalls auf einem guten Weg.
    Ich nehme den Kampf mit dem Oalbaasem-Wien noch mal auf. Soll ja nicht schaden, wenn ich den Kräuterkundler Fuchs richtig verstanden habe.

    Kommt gut in die nächste Woche, lG waldkindchen.
    Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

    Kommentar

    • waldkind
      Forum-Teilnehmer
      • 06.10.2008
      • 2366

      #32
      AW: Wörd opp Plattdütsch ut de Neddrung

      [FONT=Verdana]Liebe Forumer-innen,

      um mir das Wort Oalbassem besser einzuprägen, schreibe ich euch mein Anekdötchen so, wie es wirklich war. Viel Spaß damit. LG waldkind.


      De Oalbaasemwienjeschicht[/FONT]
      [FONT=Verdana]Wie ett wäärklich wäär[/FONT]

      [FONT=Verdana]Eene echte Daunzjer Früü ess trunkfast. Eck benn daut nich. Eck drink blooß kloar Woata jaejen Däerscht, Tee jaejen Krankhiet onn Kaffe fäär de Kopp.[/FONT]
      [FONT=Verdana]Wie eck jeheerd haud wäär Oalbaasemwien emm Aunjeboot. Daut ess goot jaejen Krankhiet, dochd eck, onn eck koffd hem. Eewa vääle Wäeken laach hee emm Köolschpinnd. Ämma, waan eck de Schpinnddäar oppmääkde, reep hee „Drink mie, drink mie“. Doa schlöach eck schnaal de Däar waaro too.[/FONT]

      [FONT=Verdana]Een Oawend kaum de Ogenbläck. Eck joat mie een groat Glas Oalbaasemwien enn. De Wien schmaagd onvärrhoffts wunndabar onn schwupps wäär daut Glas laadich. Doanoo schleep eck enn, ett wäär frööj oawends. Doawäejen wäär eck nüü baang väär hem, ämma waan eck hem aunkiekte. Eck wull nich frööj ennschloape. Hee oawer krakeehld kiewich wie een kleenet Kinnd omm soo meea „Drink mie, drink mie!“.[/FONT]

      [FONT=Verdana]Tweschendorrch haaw eck väärsöökt de Wien schpooda aum Oawend too drinke. Oawa waan eck morrjens oppschtund, wäär daut Gläske noch nich üütjedrunke. Daut daed nich funtioneere. Von diss Tied aun de Wien onn eck boljen daechlich. Hee krakeehld „Drink mie“ onn eck krakeehld „Schpooda!“. Nüü wurrd de Pracha von Daech too Daech lüüda onn mien Nerve kunne doa nich meea mett.[/FONT]

      [FONT=Verdana]Een schlaiwa Dockta sääd mie domma Simpel: „Düü mottst de Wien auls Medizin drinke, daut wörkt!“[/FONT]
      [FONT=Verdana]Een Likeurgläske too Meddachkost kunnd eck goot väärknusen. De Wien määkde a bät schummrig oawer eck drussel ämmer poar Meenüüten noach dem Ääten. Eck wäär doamett toofreeden onn dochd de Wien wäär ett uck. Oawa waan eck de Köolschpinnddäar oppmäeke, de Kreet lüüat meijenrich (wehleidig) opp mie onn kläächt: „Süpp mie, süpp mie!“[/FONT]
      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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