AW: Der Park in Orunia (Ohra)
Hallo an alle,
tut mir leid mit den fehlenden Leerzeichen. Die waren in der Vorschau nicht zu sehen. Da war alles astrein. Achselzucken ..
Hallo Inge-Gisela,
ich wiederum habe beim Lesen gedacht "Welch ein klares eindeutiges Deutsch!" Der Waage muss ein guter Gelehrter gewesen sein, eine gute Bildung gehabt haben. Wo finden wir heute im Deutschen eine so klare Sprache? Nirgendwo, es gibt Kauderwelch, Bürokratensprache, Denglisch. Ich fühle mich wohl dabei, wenn ich nicht bei jedem Satz darüber nachdenken muss, was er bedeuten könnte. Jedenfalls hat Waage ein gutes Werk getan. Er wollte etwas für die Nachwelt erhalten und das ist ihm gelungen. Dass seine Arbeit eines Tages so sehr wichtig werden könnte, damit hat er selber nicht gerechnet.
An einen Opfer- und Grabhügel hatte ich selber auch gedacht, weil er so ganz die Form danach hat. Die Götter wohnten eh, wenn möglich, auf dem Berg. In der Niederung wird es Weiden, Erlen und Birken gegeben haben. Auf dem Berg aber Eichen, Buchen, Eschen, Ahorn usw. Bäume für Bauten, Waffen, Werkzeuge und fette Früchte für Mensch und Tier. Daher liegt eine Huldigung im Heiligen Haine einem Fruchtbarkeitsgott, eventuell auch einem Kriegsgott, nahe. Dass es sich um einen Fruchtbarkeitsgott handelte, darauf verweist auch die Flora. Eine Flora kann aufgestellt worden sein nach oder bei der Christianisierung. Sie sollte die heidnische Fruchtbarkeitsgöttin vertreiben, blieb dieser aber vom Prinzip her gleich. Aber wer weiß, vielleicht war diese Statue gar nicht Flora, sondern die Götzenstatue der heidnischen Göttin, die man dann einfach umgetauft hat. Ich finde auch die Geschichte mit den fünf Brüdern nicht abwegig, denn schließlich wurde jeder Ort irgendwann mal zum ersten mal besiedelt. Diese Besiedelung erfolgte gar oft durch Brüder, die sich die Aufgaben teilten. Unter dem Segen dieser Gründungsbrüder standen die Nachkommen auch nach ihrem Tode. Diese wiederum wendeten sich an die toten Ahnen, um mit ihnen das Schicksal der Gemeinde zu teilen, um sie um Schutz zu bitten. Dafür opferte man ihnen. Das hat nichts mit Glauben zu tun, sondern damit, dass die Wand zwischen Diesseits und Jenseits dünner war als heute. Die Lebenden kommunizierten mit den Toten als wären sie nicht tot (sind sie ja auch nicht). Die Sinneswahrnehmung und Intuition war stärker ausgeprägt als beim heutigen Menschen, die starke Verbindung mit der Natur war überlebensnotwendig.
Für mich erklärt das, warum mich dieses Fleckchen Erde immer so fasziniert hat. Faszinierend finde ich auch, dass, wenn wir diesen Ausführungen folgen und Glauben schenkten, der Hoenepark vom Anfang an durch viele Jahrhunderte ein Ort der Fürsten war, wozu ich die heidnischen Priester dazu zähle, bis zu dem Tag als Emilie Hoene es ganz dem Volke übergab.
Mit "preußische Heiden" mag Waage die Slawen meinen. Der Ausdruck ist leicht irreführend denke ich. Nun hoffe ich, es sind keine Leerzeichen verloren gegangen. Dir und euch einen schönen Abend. wk.
Hallo an alle,
tut mir leid mit den fehlenden Leerzeichen. Die waren in der Vorschau nicht zu sehen. Da war alles astrein. Achselzucken ..
Hallo Inge-Gisela,
ich wiederum habe beim Lesen gedacht "Welch ein klares eindeutiges Deutsch!" Der Waage muss ein guter Gelehrter gewesen sein, eine gute Bildung gehabt haben. Wo finden wir heute im Deutschen eine so klare Sprache? Nirgendwo, es gibt Kauderwelch, Bürokratensprache, Denglisch. Ich fühle mich wohl dabei, wenn ich nicht bei jedem Satz darüber nachdenken muss, was er bedeuten könnte. Jedenfalls hat Waage ein gutes Werk getan. Er wollte etwas für die Nachwelt erhalten und das ist ihm gelungen. Dass seine Arbeit eines Tages so sehr wichtig werden könnte, damit hat er selber nicht gerechnet.
An einen Opfer- und Grabhügel hatte ich selber auch gedacht, weil er so ganz die Form danach hat. Die Götter wohnten eh, wenn möglich, auf dem Berg. In der Niederung wird es Weiden, Erlen und Birken gegeben haben. Auf dem Berg aber Eichen, Buchen, Eschen, Ahorn usw. Bäume für Bauten, Waffen, Werkzeuge und fette Früchte für Mensch und Tier. Daher liegt eine Huldigung im Heiligen Haine einem Fruchtbarkeitsgott, eventuell auch einem Kriegsgott, nahe. Dass es sich um einen Fruchtbarkeitsgott handelte, darauf verweist auch die Flora. Eine Flora kann aufgestellt worden sein nach oder bei der Christianisierung. Sie sollte die heidnische Fruchtbarkeitsgöttin vertreiben, blieb dieser aber vom Prinzip her gleich. Aber wer weiß, vielleicht war diese Statue gar nicht Flora, sondern die Götzenstatue der heidnischen Göttin, die man dann einfach umgetauft hat. Ich finde auch die Geschichte mit den fünf Brüdern nicht abwegig, denn schließlich wurde jeder Ort irgendwann mal zum ersten mal besiedelt. Diese Besiedelung erfolgte gar oft durch Brüder, die sich die Aufgaben teilten. Unter dem Segen dieser Gründungsbrüder standen die Nachkommen auch nach ihrem Tode. Diese wiederum wendeten sich an die toten Ahnen, um mit ihnen das Schicksal der Gemeinde zu teilen, um sie um Schutz zu bitten. Dafür opferte man ihnen. Das hat nichts mit Glauben zu tun, sondern damit, dass die Wand zwischen Diesseits und Jenseits dünner war als heute. Die Lebenden kommunizierten mit den Toten als wären sie nicht tot (sind sie ja auch nicht). Die Sinneswahrnehmung und Intuition war stärker ausgeprägt als beim heutigen Menschen, die starke Verbindung mit der Natur war überlebensnotwendig.
Für mich erklärt das, warum mich dieses Fleckchen Erde immer so fasziniert hat. Faszinierend finde ich auch, dass, wenn wir diesen Ausführungen folgen und Glauben schenkten, der Hoenepark vom Anfang an durch viele Jahrhunderte ein Ort der Fürsten war, wozu ich die heidnischen Priester dazu zähle, bis zu dem Tag als Emilie Hoene es ganz dem Volke übergab.
Mit "preußische Heiden" mag Waage die Slawen meinen. Der Ausdruck ist leicht irreführend denke ich. Nun hoffe ich, es sind keine Leerzeichen verloren gegangen. Dir und euch einen schönen Abend. wk.
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