Neues Grass-Gedicht

Einklappen
Dieses Thema ist geschlossen.
X
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • asgaard
    Forum-Teilnehmer
    • 06.05.2010
    • 345

    #46
    AW: Neues Grass-Gedicht

    Wunderschönen Guten Morgen,

    auch dieser "In Spiegel Online" erschienener Beitrag ist die persönliche Meinung eines nicht unumstrittenenen TÁZ Journalisten " Arno Frank"

    der ab und zu in anderen Kolumnen schreibt



    und hat nichts intern mit dem Spiegel zu tun: siehe hier: Ein richtiger Rüpel und Trittbretfahrer, der nur dieses Thema nutzt um sich wichtig zu machen.

    Da muß ich leider feststellen dass er als ""schlechtes Beispiel" mindestenstens die Note 2 verdient hat.

    Augstein ist für mich allemal seriöser.

    Man pickt sich halt gern nur das heraus was einem ins "Welt" Bild passt, die für mich nicht die Welt ist, sondern eine rechtskonservative Zeitung.


    Viele Grüße


    Wolfgang
    http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

    Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

    Kommentar

    • Helga +, Ehrenmitglied
      Moderatorin
      • 10.02.2008
      • 1948

      #47
      AW: Neues Grass-Gedicht

      Ich hoffe auch sehr, dass es wirklich die letzte Tinte war, mit der Grass dieses Werk geschrieben hat und finde es empörend, dass er überhaupt dermassen schreiben konnte. Mir hat vieles von ihm nicht gefallen, aber mit diesem Machwerk hat er sich selbst übertroffen. Ich hoffe ihm ist klar, von welcher Seite der meiste Beifall kommt. Ich bin da im Großen und Ganzen der Meinung Wolf Biermanns:

      Wolf Biermann versucht, Günter Grass zu verstehen. Doch für das Gedicht “Was gesagt werden muss“ fehlt ihm jedes Verständnis.
      Viele Grüße
      Helga

      "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

      Kommentar

      • Poguttke
        • 20.05.2008
        • 523

        #48
        AW: Neues Grass-Gedicht

        Meinung hin oder her, mein Leben steht unter dem Motto "Nie wieder Krieg" und "Frieden schaffen ohne Waffen". Beide Seiten müssen in diesem Konflikt dringend ermahnt werden sich zu mäßigen und internationaler Kontrolle zu unterwerfen. In der Politik beider Länder kann ich keinen Willen zur friedlichen Lösung der Probleme erkennen. Es ist gut, dass der Günter hier durch ein kleines Gedichtchen die Diskussion losgetreten hat, denn solange wir noch miteinander reden und diskutieren wird nicht geschossen. Vergessen wir nicht, auch Hitler fühlte sich von allen Seiten bedroht.

        Kommentar

        • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
          Forum-Teilnehmer
          • 01.01.2009
          • 1434

          #49
          AW: Neues Grass-Gedicht

          Gerold,

          genau, so sehe ich es auch!

          Gruß

          Rainer
          "In einem freien Staat kann jederman denken,
          was er will, und sagen, was er denkt"
          (Spinoza)

          Kommentar

          • Uwe
            Forum-Teilnehmer
            • 10.08.2008
            • 1962

            #50
            AW: Neues Grass-Gedicht

            Hitler fühlte sich nicht bedroht, er nutzt eine angebliche Bedrohung die es so nie gab, für das durchsetzen seiner undemokratischen politischen, rassistischen Ziele. Er richtete ein Diktatur mit all den katastrophalen Folgen ein. Von daher finde ich den Vergleich von Israel mit Hitler etwas "abartig" und vor allem abwegig! Israel ist ein real vom Iran, in seiner Existenz des Staates und seines Volkes bedrohter Staat und Nation. Von daher gibt es nicht nur eine "gefühlte" Bedrohung, ich finde das eine unzulässige Verharmlosung.

            Herzliche Grüße

            Uwe
            Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

            Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

            Kommentar

            • waldkind
              Forum-Teilnehmer
              • 06.10.2008
              • 2366

              #51
              AW: Neues Grass-Gedicht

              Es gibt eine schöne Übung in der "gewaltfreien Kommunikation". Du brauchst nur einen Satz sagen und kannst dabei zusehen wie sich Parteien gründen. Da kann Grass nun eine ganze Sintflut an Parteien auslösen.

              Ein Journalist schreibt am Besten, was der andere noch nicht geschrieben hat. Grassens Gedicht gibt da viel her. Genug Futter, um sich als Schreiberling in Szene zu setzen.
              An das tapfere Schneiderlein musste ich auch denken - grins - ist doch so, dass er was sagt, was viele andere eher hinter vorgehaltener Hand flüstern. Insofern ist es nur gut, dass die Diskussion hörbar wird. Er zeigt sich auf lyrische Art journalistischer als die Journalisten. Die brauchen sich nun nur auf ihn stürzen und einen guten Verriss schreiben.

              So banal einfach, wie es der Morgenpostler sieht, ist es nun doch nicht, dass Grassens Verehrer sich schnell von ihm abwenden werden. Es gibt Menschen, die gewillt sind in Ruhe über einzelne Meinungen nachzudenken. Ich will mal jüdische Bekannte fragen, was die dazu meinen.

              Dass das kein Gedicht sein soll, bezweifel ich. Nachdem die allgemein anerkannte Literatur die Leser seit Jahren mit einer Lyrik umgarnt, die kein Mensch versteht, aber als "in" angesehen wird, muss man Grass plötzlich seine Fähigkeit als Lyriker aberkennen, denn immerhin versteht man da jedes Wort. Wie peinlich!!! Und wie leicht hätten wir es alle gehabt, wenn er sich doch nur zu unverständlichen lyrischen Zeilen hätte hinreißen lassen.

              adlergeäugt bodenlos
              himmelstief stumpf
              Engelsfetzen emporgestört
              fahltot gedacht

              Das ist moderne Lyrik, mit der man ungeschoren davonkommt. Da hofft niemand, die Tinte ginge leer. Da reicht es völlig, wenn Meinungsmacher behaupten, das ist gut. Wer will da das Gegenteil beweisen? Während Lyriker sich wohlweislich weigern Lyrik zu kritisieren, glauben Journalisten es tun zu können. Ähm ....?

              Und was für ein Unsinn, dass er, der Grass, den Neonazis Futter liefert. Zittert Deutschland jetzt vor den Neonazis??? Na dann Prost Mahlzeit! Wo lebe ich denn???

              Eiersturm auf Goldregen
              Faustkeile geballt
              tintenbekleckst
              im Totenhemd

              (Und was sagt Christus dazu?)

              Weiterhin allen ein gesegnetes Osterfest. wk.
              Vielleicht sollte ich dem Grass was Tinte schicken, wenn er keine mehr hat? Ich mag das nicht, wenn ein Schriftsteller nichts zu schreiben findet.
              Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

              Kommentar

              • Belcanto
                Forum-Teilnehmer
                • 24.09.2008
                • 2508

                #52
                AW: Neues Grass-Gedicht

                Ich hoffe auch nicht, dass es die letzte Tinte war. Wenn in Deutschland Themen polarisiert werden, ist die Diskussion oft sehr histerisch und unsachlich.Wenn es Günter Grass gelungen ist, über die atomare Bedrohung in beiden Lagern, eine Dikussion anzustoßen, dann kann sich ein solcher Prozess als sehr nützlich erweisen. Natürlich gehört zu einer solchen Diskussion, dass man beide Seiten betrachtet und beurteilt. Man darf nicht auf einem Auge blind sein! Wenn also zwischen Israel und dem Iran, Diplomatie inganggesetzt werden könnte, hätte Günter Grass dazu einen großen Beitrag geleistet.Das würde ich mir wünschen.

                Kommentar

                • Willy.Gerdel
                  Forum-Teilnehmer
                  • 13.02.2010
                  • 34

                  #53
                  AW: Neues Grass-Gedicht

                  Ich stimme Belcanto zu.Das ist auch meine Ansicht.
                  Frohe Ostern wünscht allen euer Willy.

                  Kommentar

                  • asgaard
                    Forum-Teilnehmer
                    • 06.05.2010
                    • 345

                    #54
                    AW: Neues Grass-Gedicht

                    Hallo Joachim,

                    deinem Beitrag kann ich nur voll zustimmen, das Gleiche wünschte ich auch.

                    Natürlich hätte Grass es sorgfältiger formulieren sollen mit Rücksicht auf den Staat Israel, und mehr auf die menschenverachtete Iranische Diktatur und Ihrer Ziele eingehen sollen.

                    Bei vielen Kritikern kann ich mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass hier alte Rechnungen beglichen werden und Neid kommt auch dazu, außerdem ist Grass ja politisch links von der Mitte einzuschätzen, dass ist natürlich in vieler Augen ein Makel und eine wunderbare Gelegenheit auf einen 85jährigen Sozi einzudreschen, zumal er dazu noch als Junge von 17 Jahren 2 Monate bei der SS Frundsbergeinheit war. Es fehlt nur noch dass man Ihm Kriegsverbrechen vorwirft.

                    Ich habe noch nie gehört , dass er sich als moralische Instanz in unserem Staat verstanden hat, eher als Mahner aber möglicherweise habe ich ja was verpasst.

                    Hoffentlich sind all die Nassforschen die hier Antisemithismus meinen entdeckt zu haben mit 85 Jahren auch noch so geistig beinander und nicht in angehender Demenz.

                    Viele Grüße und
                    angenehme Festtage

                    Wolfgang
                    http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

                    Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

                    Kommentar

                    • Belcanto
                      Forum-Teilnehmer
                      • 24.09.2008
                      • 2508

                      #55
                      AW: Neues Grass-Gedicht

                      Hallo Willi, Hallo Wolfgang
                      Natürlich ist auch Günter Grass, wie wohl alle Menschen nicht ohne Fehler.Wer aber möchte eigentlich den ersten Stein werfen?Ich habe natürlich auch "Beim Häuten der Zwiebel", gelesen ich habe ein gewisses Verständis, dafür gefunden, dass GG seine Zugehörigkeit zur SS solange verschwiegt.Das will ich nicht entschuldigen, auch deswegen nicht, weil er sich immer wieder als moralischer Zeigefinger hervorgetan hat. Von daher, hätte er es früher tun sollen, zumal er sich nicht freiwillig gemeldet hatte, sondern eingezogen wurde. Aber jeder sollte sich sich an die eigene Brust schlagen und sich fragen, wie er gehandelt hätte? Es ist immer leicht, aus der zeitlichen und räumlichen Distanz, Vorgänge zu bewerten, die man nicht am eigenen Leib erfahren musste, aber aufgrund von persönlichen Zwängen nicht ändern konnte.Das hat natürlich nichts mit dem Gedicht zu tun.
                      Wenn dieses Werk, zu einem Konsens und zu diplomatischen Aktivitäten zwischen dem Iran und Israel führen würde, hätte sich das ganze Geschrei gelohnt. Wobei ich noch einmal betonen möchte, dass beide Seiten dazu bereit sein müssten. Auf jeden Fall kann man nicht genug über die atomare Bedrohung, in der Welt sprechen. So sollte man es sehen.

                      Kommentar

                      • jonny810
                        Forum-Teilnehmer
                        • 10.02.2008
                        • 2423

                        #56
                        AW: Neues Grass-Gedicht

                        Ich würde gerene einmal wissen, wie hoch der Prozentsatz der Befürworter dieses so genannten Gedichtes ist.

                        Wenn man als neutraler Beobachter die Politik der Israelis betrachtet, gibt es bestimmt einiges, was man

                        kritisieren könnte.

                        Ist man zu weit gegangen, läßt man es sich in Amerika absegnen. In dem Gebiet herrschen seit mehr als

                        2000 Jahren, Unruhen. Wie kann das passieren, in dem sogenannten "HEILIGEN-LAND"?
                        Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                        "Nec Temere - Nec Timide"
                        Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                        Kommentar

                        • Belcanto
                          Forum-Teilnehmer
                          • 24.09.2008
                          • 2508

                          #57
                          AW: Neues Grass-Gedicht

                          Hysterisch selbstverständlich.

                          Kommentar

                          • jonny810
                            Forum-Teilnehmer
                            • 10.02.2008
                            • 2423

                            #58
                            AW: Neues Grass-Gedicht

                            Was meinst du in diesem Zusammenhang mit "hysterisch"? oder sollte es historisch heissen?
                            Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                            "Nec Temere - Nec Timide"
                            Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                            Kommentar

                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #59
                              AW: Neues Grass-Gedicht

                              Schönen guten Abend,
                              hallo Erhart,

                              Prozentsatz der Befürworter? Kommunisten wahrscheinlich 100%. Neo-Nazis ebenfalls wahrscheinlich 100%. Bei den Sozis, auch bei den Linken unter ihnen (so z.B. deren Frontfrau Nahles) überwiegend Ablehnung. Bei der CDU fast 100% Ablehnung (bravo!), ebenso bei der FDP und den Grünen.

                              Wenn schon Hitler bemüht wird -wie es "Poguttke" tat-, der sich angeblich bedroht fühlte (an der Legendenbildung von Hitler, dem armen Opfer, arbeiten schon Generationen von Neo-Nazis), dann sollte man aus der Geschichte auch gelernt haben, dass selbst intensivste diplomatische Bemühungen nichts nützen, wenn ein Krieg bereits beschlossene Sache ist. Die diplomatischen Bemühungen vor allem Englands (Stichworte: Münchner Konferenz, Chamberlain) führten lediglich dazu, dass Hitler Zeit fand, seine Angriffskriege so erfolgreich vorzubereiten, dass am Ende die ganze Welt in Flammen stand. Alle Diplomatie war gescheitert und führte letztendlich mit zum Weltenbrand.

                              Der Iran sagte bereits laut und deutlich -und das nicht nur einmal- was er mit Israel vor hat. Vernichten, von der Landkarte ausradieren, das "Krebsgeschwür" entfernen. Alle diplomatische Angebote an den Iran über neutrale Vermittler verhallten ungehört. Antwort stets: Israel wird vernichtet und ausradiert! Hitler hatte auch schon einmal angekündigt, das Volk Israel zu vernichten - und fast wäre es ihm und seinen Helfern gelungen. Ist es verwunderlich, wenn Israel nun bei solchen Ankündigungen sehr sensibel ist?

                              Stellt Euch mal vor, irgend ein Staat würde das Existenzrecht Deutschlands abstreiten, würde Deutschland vernichten und ausradieren wollen. Wären diejenigen, die zur Diplomatie keine Alternativen sehen, auch bereit, so lange zu warten bis diesem Staat die Mittel zur Verfügung stehen, seine jahrelangen Ankündigungen umzusetzen und Deutschland zu vernichten?

                              Allen diplomatischen Bemühungen -wenn sie denn erst gemeint sind- muss das Bekenntnis vorausgehen, Frieden ernsthaft zu wollen. Wer nur Krieg predigt und ankündigt -wie der Iran- wird über das Pamphlet von Grass begeistert sein, stellt er doch einen Freibrief aus, ein potentielles Opfer als wahren Schuldigen bezeichnen zu können.

                              Viele Grüße aus dem Danziger Werder
                              Wolfgang
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                              Kommentar

                              • jonny810
                                Forum-Teilnehmer
                                • 10.02.2008
                                • 2423

                                #60
                                AW: Neues Grass-Gedicht

                                Hallo Wolfgang, danke dir für deine Stellungnahme. Allerdings gehen deine Antworten zum großen Teil an meiner Frage vorbei.

                                Ich habe nicht nur die aktuelle Politik gemeint. Was mich eigentlich bewog diese Fragen zu stellen, das bezieht sich auf die historischen

                                Unruhen in diesem Teil der Erde.

                                Ich hatte auch vom heiligen Land gesprochen. Ein heiliges Land mit den Zuständen die man schon Jahrelang beobachten kann.

                                Meine Frage geht einfach mal dahin. Wieso hat Israel denn so viel Feinde. Das muß doch einen Grund haben.

                                Den würde ich gerne kennen.
                                Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                                "Nec Temere - Nec Timide"
                                Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                                Kommentar

                                L