Dialekt in Danzig

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  • Bartels
    Forum-Teilnehmer
    • 25.07.2012
    • 3448

    #31
    AW: Dialekt in Danzig

    Einen schönen guten Abend,

    BEITRÄGE AUS DEM NICHTÖFFENTLICHEN TEIL DÜRFEN NICHT IN DEN ÖFFENTLICHEN TEIL DES FORUMS VERSCHOBEN WERDEN punkt

    Ausnahme: Der Eröffner des Fädchens stimmt kurz danach zu - sonst müssten ALLE Beitragenden gefragt werden.
    Beste Grüsse
    Rudolf H. Böttcher

    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
    Familie Zoll, Bohnsack;
    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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    • Bartels
      Forum-Teilnehmer
      • 25.07.2012
      • 3448

      #32
      AW: Dialekt in Danzig

      Zur Differenzierung aus wissenschaftlicher (?) Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_...n_und_Dialekte

      Man sollte bedenken wo die Voreltern herkamen, die brachten ihre eigenen Dialekte und Sprachfärbungen mit nach Danzig.

      Jiddismen, s. wikipedia Jiddismus, wie meschugge, schovel, uva gab es in vielen deutschen Dialekten.

      Die Eltern meines Danziger Vaters waren beide aus Anhalt, und wenn Sohn auf die höhere Schule gehen sollte waren Dialekte verboten.

      Die Mutter meiner Hamburger Mutter war aus Danzig, Vater Bartels, Existenzgründer in Danzig, stammte aus Vorpommern.

      Aber wenn meine Eltern schimpften, verrieten sie doch ein wenig "Heimat": Sei nicht so jibbrig! Kieter nicht rum!

      Chodowiecki sprach französisch - nicht nur als Muttersprache; manche Danziger sprachen gälisch und andere englisch.

      Leider jetzt keine Pinta Alus (litauisch), würde auch jeder Engländer verstehen - die Dose Memelbräu
      Beste Grüsse
      Rudolf H. Böttcher

      Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
      Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
      Familie Zoll, Bohnsack;
      Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
      Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

      http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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      • Bartels
        Forum-Teilnehmer
        • 25.07.2012
        • 3448

        #33
        AW: Dialekt in Danzig

        ... habe ich als Geschenk mitgebracht.

        Jetzt habe ich wieder Strom und auch ein Weizenbier (nur 0,5 l).

        NB: Der Unterschied zwischen Pint und 0,5 Liter wurde vor vielen Jahren auch schon literarisch diskutiert. Wer war's? - War auch mein erster Spielfilm den ich gesehen habe.
        Beste Grüsse
        Rudolf H. Böttcher

        Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
        Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
        Familie Zoll, Bohnsack;
        Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
        Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

        http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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        • Gerhard Jeske
          Forum-Teilnehmer
          • 24.08.2014
          • 737

          #34
          AW: Dialekt in Danzig

          Bartels #32
          Guten Abend allen zusammen. Besonders in den Schimpf und Koseworten können wir fremde Wurzeln erkennen.Gerhard Jeske meint; Wenn der Danziger einen anderen ansprach, war das meistens liebenswürdig gemeint:
          Luntrus, Leidak, Abselwart, olle Goy, und Dussel , Schleiserchen, Bowke, Glumskopf. Olles Kreet, schaber nich und hole Freet.

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          • Bartels
            Forum-Teilnehmer
            • 25.07.2012
            • 3448

            #35
            AW: Dialekt in Danzig

            Hallo,

            #15 - Betr. dem Ehmke-Zitat sässe Ulrich hier an der Quelle. - Vlt. findet sich ein Bundestagsarchivar, der jetzt Zeit hat, die seinerzeitige professorale Antwort aus den Redeprotokollen herauszusuchen ...
            Beste Grüsse
            Rudolf H. Böttcher

            Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
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            Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
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            • Ulrich 31
              Forum-Teilnehmer
              • 04.11.2011
              • 8551

              #36
              AW: Dialekt in Danzig

              Hallo Rudolf (#35),

              ich überlasse es gerne Jüngeren im Forum, an zuständiger Quelle in Erfahrung zu bringen, was das in #13 genannte Ehmke-Wort "Dubaßleuchjen" (vermutlich Danzig-Dialekt in m.E. unsicherer Schreibweise) voll bedeutet. Eine solche Recherche setzt nicht Berlin als Wohnort voraus. M.E. beste entspr. Quelle ist das Archiv des Bundestages, hier speziell "Drucksachen und Plenarprotokolle des Bundestages - ab 1949" (> http://pdok.bundestag.de/ ), mit diesen Kontaktangeboten > Telefon: 030 227-32350, E-Mail: infoline.id3@bundestag.de .

              Viele Grüße
              Ulrich

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              • waldkind
                Forum-Teilnehmer
                • 06.10.2008
                • 2366

                #37
                AW: Dialekt in Danzig

                Hallochen!
                Jeder Dialekt hat besondere Merkmale. Logisch. Für den Niederpreußischen Dialekt, also auch dem Danziger, ist einer die häufig angewandte Verkleinerungsform. Die kommt sicher vielen noch bekannt vor und wir hatten in einem Thread über das "Duchen" darüber gesprochen. Ich selber habe so gesprochen, weil so aufgewachsen. Habe es dann irgendwann als "albern" verworfen. Da wusste ich aber nicht wo es herkam. Schade! Jetzt weiß ich, wo es her kam, das "Mütterchen", "Brüderchen", "Männelein", "Blümchen", "Mäuschen" etc.
                Mich würde interessieren, wie der Dialekt eigentlich zu dieser Eigenart kam. Wie kommt ein Volk dazu alles verkleinert zu betrachten? LG waldkindchen.
                Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                • Poguttke
                  • 20.05.2008
                  • 523

                  #38
                  AW: Dialekt in Danzig

                  Schnaps trinken Alkoholiker, aber ein Schnäpschen ist gut für die Jesundheit Gero

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                  • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                    Forum-Teilnehmer
                    • 13.02.2008
                    • 3493

                    #39
                    AW: Dialekt in Danzig

                    Waldkindchen, Gero hat die Antwort ! Er trinkt ja keinen Schnaps,nur ein Schnaepschen. Liebes Gruesschen vom Felichen

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                    • Bartels
                      Forum-Teilnehmer
                      • 25.07.2012
                      • 3448

                      #40
                      AW: Dialekt in Danzig

                      Hallo waldkindchen,

                      ein Volk? Nein Völker, ich denke das ...chen kommt ausvom slawischen Nachbarn. Im Polnischen u. Russischen sind die Koseformen weit verbreitet, inPolen kommt zum Namen _EK oder _ka dazu.

                      Das Wasser woda ist fürs Vieh zum Saufen, das Waesserchen Wodka für den Bauern.

                      LG Rudolfas Kubilius
                      / so mein Name auf litauisch
                      Beste Grüsse
                      Rudolf H. Böttcher

                      Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                      Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                      Familie Zoll, Bohnsack;
                      Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                      Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                      http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                      • Bartels
                        Forum-Teilnehmer
                        • 25.07.2012
                        • 3448

                        #41
                        AW: Dialekt in Danzig

                        Mein kleines Tablettchen erhöht die Quote der Fehlerchen.

                        Rudek

                        (Bednarz - den Nachnamen hört ein Pole nur zweimal, zur Hochzeit und zur Beerdigung.)
                        Beste Grüsse
                        Rudolf H. Böttcher

                        Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                        Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                        Familie Zoll, Bohnsack;
                        Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                        Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                        http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                        • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                          Forum-Teilnehmer
                          • 13.02.2008
                          • 3493

                          #42
                          AW: Dialekt in Danzig

                          Rudi hat Recht, Waldkindchen, ich wurde vom Papa, Lituschka genannt und in Polen von meiner Tante Manja, Litka. Das kommt natuerlich von der Abkuerzung LITA her und nicht von FELI. Liebe Gruesse von der Australka.

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                          • waldkind
                            Forum-Teilnehmer
                            • 06.10.2008
                            • 2366

                            #43
                            AW: Dialekt in Danzig

                            Danke Feli, Gero, Rudek für eure Antworten.
                            Da steckt wohl in allem was wahres drin. Zu Geros Antwort fällt mir ein, dass die Verkleinerung dem Wort die Härte nimmt. Es liegt etwas Warmherziges, Liebevolles darin. Mal abgesehen davon, dass man Schnäpschens weit mehr zu sich nehmen durfte oder konnte als Schnäpse
                            Das Kosenamen im Slawischen die Verkleinerungsform bekamen, kann ich gut nachvollziehen. Ist ja auch der Nachnamen meiner Ahnen, Nitschkowski, eine Verkleinerung für den Nikolaus. Vielleicht hieß also unser Stammvater einfach nur Nikolaus bzw. Nitschka oder Nitschek. Rudek, Litka, Lituschka, das klingt alles sehr schön.
                            Ich habe die Sprache meiner Mutter so in Erinnerung, dass ziemlich alles verkleinert wurde also nicht nur die Namen.

                            Lieber Rudek, die Verkleinerung in Danzig wird nicht von den slawischen Nachbarn (Polen, Russen) kommen, sondern von den Slawen, die in Danzig lebten. Die waren ja vor den Deutschen da und werden daher zum Wachsen der Danziger Mundart beigetragen haben. Da die Verkleinerung für alle niederpreußischen Dialekte gilt, gehe ich mal davon aus, dass die preußischen Gebiete im Großen und Ganzen zuvor von Slawen besiedelt waren. Ich grüß euch schön, wk.
                            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                            • Miles
                              Forum-Teilnehmer
                              • 24.03.2016
                              • 42

                              #44
                              AW: Dialekt in Danzig

                              Vielen Dank für die zahlreichen interessanten und unterhaltsamen Erläuterungen und Beispiele. Mittlerweile habe ich auch die beiden von waldkind genannten Threads
                              https://www.danzig.de/showthread.ph...noch&highlight
                              https://www.danzig.de/showthread.ph...FCcke&highlight
                              gelesen und mich köstlich amüsiert. :-)

                              Eines habe ich dabei nicht gefunden: gab es typisch Danziger Bezeichnungen für "Vater" und "Mutter"? An einigen Stellen habe ich "Paps" gelesen - ein Wort, das ich ansonsten noch nicht gehört hatte.

                              LG,
                              Olaf

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                              • Ute Marianne
                                Forum-Teilnehmer
                                • 23.11.2010
                                • 1098

                                #45
                                AW: Dialekt in Danzig

                                Hallo Olaf,

                                So nannte ich meinen Danziger Vater. Er selbst sagte zu seiner Mutter immer Mutsch. Einen Ausdruck für seinen Vater hat er nicht erwähnt,da dieser in Danzig Schießstange schon mit 40 verstarb. Ich selbst bin nicht in Danzig geboren.

                                Ob Mutsch nun ein Danziger Ausdruck für Mutter ist??


                                Gruß Ute

                                Kommentar

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