Unsere Mütter, unsere Väter

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  • stefanstefan
    Forum-Teilnehmer
    • 01.08.2009
    • 183

    #61
    AW: Unsere Mütter, unsere Väter

    Kommentar

    • JuHo54
      Forum-Teilnehmer
      • 11.12.2008
      • 2378

      #62
      AW: Unsere Mütter, unsere Väter

      Hallo ihr Lieben,
      ich habe alle 3 Teile gesehen und musste lange überlegen, was es eigentlich ausmachte , dass mich dies dem Anspruch entsprechend nicht ansprach. Ich hatte eigentlich gedacht, ein paar meiner offenen Fragen - mein Vater ist 1926 geboren , meine Mutter 1923 - zu erhalten, weil mein Vater wie viele gar nicht über diese Zeit gesprochen hat und meine Mutter nur sehr wenig. Mein Vater lebte um diese Zeit rum in Berlin und Umgebung, hat mit 17 sein Bein verloren- wie , wo ??????? Ich weiß unterdessen , was es war, dieses Plakative, das unterschwellig suggeriert, so ist es in den meisten Fällen gewesen. Es wurde einfach zu wenig darauf hingewiesen, dass es Einzelschicksale waren. Das suggeriert auch, alle polnischen Partisanen oder zumindestens die meisten, seien judenfeindlich gewesen, wer was werden wollte als Frau - berühmt.... , musste sich erstmal durch die entsprechenden Betten schlafen und, und, ...... Man merkt dem Film deutlich an, dass Schicksale einzelner Personen in einer Person zusammengefasst wurden, darum herum krampfhaft eine Geschichte gestrickt wurde. Das ist eigentlich schade.Ich hätte auch erwartet, zu erfahren, was geschah mit den "normalen" Menschen, die nicht weggingen , z.B. mit gläubigen Christen, mit dem Kaufmannskindern um die Ecke..... Fehlen tut vollständig der Hinnweis, dass dies kein Film für Kinder ist und auch, dass diese Personenhandlungen keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit haben. Es wäre besser gewesen, ein Einzelschicksal in den Mittelpunkt zu stellen wie einen roten Faden und andere als Freunde, Begegnungen, etc. einzubinden und für das Verständnis immer wieder auch eine Zeitschiene einzublenden, also das Ganze etwas dokumentarischer zu gestalten. Eine andere Möglichkeit wäre auch gewesen , jeden Teil einer anderen Person zu widmen, die sich ja am Ende hätten wieder treffen können. Jedenfalls so wirft der Film mehr Fragen auf als Antworten und führt zum Missverstehen und Missverständnissen.

      Liebe Grüße
      Jutta
      Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

      Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

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      • Bartels
        Forum-Teilnehmer
        • 25.07.2012
        • 3448

        #63
        AW: Unsere Mütter, unsere Väter

        Hallo,

        Einen schönen guten Tag,

        über eins können wir uns wohl einig sein: Unsere Mütter und Väter sind weiter Forschungsgegenstand z.B. bei Jutta, so auch bei mir, da ja der Grund der Befehlsverweigerung meines Vaters (s.früherer Post) noch ungeklärt ist.

        Meine Mutter schreibt zur Zeit ihr ganzes Leben auf - mit 95 (als späte Mutter hätte sie vom Alter her auch meine Grossmutter sein können). - Ihr zweiter Bruder hat auch sein Leben aufgeschrieben, er hatte das Glück zum Schiffbaustudium bei der Marine abkommandiert zu werden - sonst läge er wohl mit irgendeinem U-Boot auf dem Meeresgrund. Der ältere Bruder blieb in Stalingrad.


        Der revolutionäre Geist, den die Franzosen bewahren, ist in Deutschland vergessen. 1848/49 liegt weit zurück, die deutsche Einheit wurde 1870/71 auf 750 000 toten Soldaten begründet.

        Das Kaiserreich war ein Obrigkeitsstaat, "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht" ... Den Vätern der unglücklichen Weimarer Republik wurde mit Absicht von der Generalität die Dolchstosslegende in die Schuhe geschoben.

        Hitler war ein Demagoge, der Alles nach allen Seiten versprach. Der Aufschwung der 1930er Jahre war bedingt durch die Hochrüstung und auf Kredite gebaut. Kredite, die nur durch Kriegsgewinne zurückgezahlt werden konnten ... Einzige Opposition war die katholische Geistlichkeit und anfangs die Arbeiterbewegung.

        ... und wieder verhängnisvoll der deutsche Untertanengeist und die Militärs waren teils korrumpiert, da sie endlich wieder Aufstiegsmöglichkeiten hatten. Oder sie fühlten sich durch ihren Eid gebunden und die Wehrmacht war auf den Führer vereidigt und nicht auf Deutschland bzw. das Deutsche Reich.

        Wie hätten wir an Stelle unserer Mütter und Väter reagiert? - eine Frage, die wir kaum beantworten können, denn erstens leben wir in ganz anderen Verhältnissen und zweitens kennen wir die Folgen von damals.

        Zwar bin ich ein unangepasster Geist, bei der Bundeswehr habe ich gegen einige Befehle als Bürger in Uniform revoltiert, zum Teil mit Erfolg - ich bekam allerdings auch nur zwei statt drei "Pommes Frites" auf die Schultern. Aber hätte ich im Dritten Reich auch Job, Zukunft oder Leben riskiert?

        Mein pfälzer Grossvater war nicht pro Hitler, - aber die Werft hatte wieder volle Auftragsbücher - dass er drei 1849er unter seinen direkten Vorfahren hat, war in der Familie bis zu meinen Forschungen vergessen. Bekannt waren zwei revolutionäre Grossonkel, aber in Wirklichkeit hatte jeder der einheiratete einen liberalen bis demokratischen Hintergrund.

        Meine Grossmutter war als Danzigerin dagegen pro Hitler - endlich die Schwester besuchen zu können, ohne Fahrt durch den Korridor ...

        Mit den besten Osterwünschen
        Beste Grüsse
        Rudolf H. Böttcher

        Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
        Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
        Familie Zoll, Bohnsack;
        Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
        Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

        http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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        • Uwe
          Forum-Teilnehmer
          • 10.08.2008
          • 1962

          #64
          AW: Unsere Mütter, unsere Väter

          Hallo Wolfgang,

          ich glaube alle sind sich einig, dass der Film nicht die geweckten Erwartungen erfüllt, von daher bewerte ich ihn nicht danach was er vielleicht sein sollte, sondern ist. Der Film erzählt die fiktive Geschichte von 5 jungen Menschen in der Zeit von 1941 -1945. Eine Person ist dabei ein Jude und auch von dieser Person wird eine fiktive Geschichte im historischen Rahmen (Zumindestens versucht zu) erzählt. Diese Person erfährt auch nach der Flucht aus dem KZ-Zug Antisemitismus, auch dort, wo er eigentlich Hilfe erwartet hat, bei der polnischen Heimatarmee. Hat es Antisemitismus dort nicht gegeben? Das behauptet glaube ich keiner. Er scheint mir allerdings in dem Film überzeichnet zu sein, wie so manches. Darf man polnischen Antisemitismus nicht zeigen? Warum darf man dieses nicht zeigen oder in welchem Zusammenhang ist es erlaubt? Welche Nationalität muss man haben um ihn überhaupt erwähnen zu dürfen? Ist Unrecht nicht gleich Unrecht, egal wer dieses Unrecht begeht? Du siehst bei Deiner Argumentation tun sich viele Fragen für mich auf.

          Ich glaube Teile der polnischen Gesellschaft haben nicht den Wunsch sich Ihrer Geschichte vollständig zu stellen. Ich sage ausdrücklich Teile der Gesellschaft und glaube wie bei den Deutschen, braucht es lange Zeit und offene Diskussion um dieses Ziel zu erreichen. Jahre lang war diese offene Diskussion unter den Kommunisten in Polen nicht möglich, nun bricht sich diese Diskussion aber ihren Weg. Schon reflexartig (ähnlich war es früher in Deutschland) möchte man nur die Opferrolle sehen und leugnet teilweise sogar Verbrechen. Als kleines Beispiel sei nur das Massaker an 340 Juden in Jedwabne im Jahre 1941 genannt. Diese waren von ihren polnischen Nachbarn in eine Scheune getrieben worden und dann wurde diese angesteckt. Die Täter wurden sogar nach dem Krieg verurteilt und heute gibt es wieder Menschen, die das bestreiten bzw. sagen, sie hätten nicht freiwillig gemordet?! Ich glaube nicht daran das man "unfreiwillig" morden kann. Um nicht falsch verstanden zu werden, das Progrom ist nicht mit den Verbrechen der Deutschen an den Juden vergleichbar. trotzdem bleibt es auch ein Verbrechen und darf nicht unter den Tisch gekehrt werden. Wer versucht Vorgänge der Vergangenheit todzuschweigen darf sich beim nächsten Progrom nicht beschweren. Derjenige trägt dann auch dafür Verantwortung. Beim Thema welche Fehler haben Polen gemacht kochen jedesmal die Emotionen in Polen hoch. Mir ist klar, für kein Volk ist es einfach zu seinen Fehlern zu stehen, trotzdem geht daran kein Weg vorbei.

          Wolfgang, Du sprichst davon wie der Film außerhalb Deutschlands gesehen wird, ich denke aber Du meinst hauptsächlich wie er in Polen gesehen wird. Dort diskutiert man nur die Frage, ob der polnische Antisemitismus so war und ob das Andenken an die polnische Heimatarmee nicht in den Dreck gezogen wird. Daraus würde ich aber keine Diskussion für alle Länder außerhalb Deutschlands machen und auch vor einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Film braucht man keine Angst zu haben. Ich denke sogar sie ist notwendig.

          Mir ist klar, dass Du nicht alles teilen wirst was ich denke, nur hält mich das nicht davon ab auch über Fehler von anderen zu reden. Ich glaube weder die jüngeren Deutschen, noch die jüngeren Polen in großen Teilen wollen dieses "Schwarz/Weiß-Denken" weiter haben. Sie setzen sich offensiv mit allen Fehlern auseinander, weil sie nur einen Wunsch haben, nie wieder in Europa das gleiche erleben. Das Auseinandersetzen kann man auch, ohne die deutschen Verbrechen zu relativieren. Und nun .... Feuer frei ...

          Herzliche Grüße

          Uwe
          Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

          Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

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          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #65
            AW: Unsere Mütter, unsere Väter

            Schönen guten Abend,
            hallo Uwe,

            wer den Anschein erweckt -ob beabsichtigt oder nicht- die von Deutschen begangenen Verbrechen, den Völkermord gegenüber Juden, filmisch gleichzusetzen mit den unzweifelhaft auch in Polen vorgekommenen und meist auch gar nicht abgestrittenen antisemitischen Ausschreitungen und Untaten und dies dann auch an der Heimatarmee festmacht, muss sich schon Kritik gefallen und die polemische Frage stellen lassen, ob er populistisch relativieren will.

            Es mag sein, dass aus deutscher Sicht die Kritik in polnischen Medien überzogen ist. Aber in Polen ist man nun mal sehr sensibel wenn mittels Geschichtsvereinfachung plötzlich ganz pauschal aus der AK -die nach polnischem Verständnis heldenhaften Widerstand gegen die deutschen Besatzer leistete- und die zudem auch von Juden unterstützt wurde, eine fast den deutschen Mordorganisationen gleichgestellte Tätergruppierung gemacht wird.

            Ich selber frage mich, ob diese Vereinfachung bzw. Gleichsetzung dazu beitragen kann, die Geschichte "unserer Mütter, unserer Väter" besser zu verstehen...

            Übrigens, es gibt zahlreiche Biografien älterer Danziger/innen, auch polnischer, die sehr aufschlussreich sind und wirklich dazu verhelfen, unsere Eltern ein bisschen besser zu verstehen. Über einige dieser Bücher sprachen wir schon im Forum. Und es gibt zu diesem Thema auch eine hochinteressante Dissertation von Wolfgang Gippert: "Kindheit und Jugend in Danzig 1920-1945 / Identitätsbildung im sozialistischen und konservativen Milieu". Näheres zu diesem Buch ist zu finden u.a. unter http://www.klinkhardt.de/ewr/89861388.html

            Viele Grüße aus dem Werder
            Wolfgang
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

            Kommentar

            • stefanstefan
              Forum-Teilnehmer
              • 01.08.2009
              • 183

              #66
              AW: Unsere Mütter, unsere Väter

              Viele Polen sind enttäuscht über den ZDF-Mehrteiler "Unsere Mütter, unsere Väter". Die polnischen Medien sprechen sogar von "Geschichtsverzerrung" und einer "Ignoranz" der deutschen Erinnerungskultur.

              Kommentar

              • achimbodewig
                Forum-Teilnehmer
                • 03.06.2008
                • 497

                #67
                AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                »Den in Polen scharf kritisiereten Dreiteiler ›Unsere Mütter, unsere Väter‹ zeigt am 17., 18. und 19. Juni das Polnische Fernsehen.«

                Kommentar

                • Wolfgang
                  Forumbetreiber
                  • 10.02.2008
                  • 11623

                  #68
                  AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                  Schönen guten Abend,

                  ich habe gerade versucht nähere Informationen über "Unsere Mütter, unsere Väter" zu finden, aber in der TVP-Programmvorschau (TVP 1, TVP 2 und TVP kultura) finde ich nichts darüber.

                  Wir werden zwar zu der Zeit hier nicht in Polen sein, aber ich wollte den Sendetermin des Films einigen Bekannten/Freunden mitteilen mit denen ich mich über diesen Dreiteiler unterhalten hatte.

                  Wer weiß Näheres über den Sendetermin und wie der Film auf polnisch benannt ist?

                  Viele Grüße aus dem Werder
                  Wolfgang
                  Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                  Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                  Kommentar

                  • Marc Malbork
                    Forum-Teilnehmer
                    • 23.02.2008
                    • 1050

                    #69
                    AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                    Program Pierwszy Telewizji Polskiej pokaże kontrowersyjny serial niemieckiej stacji ZDF "Nasze matki, nasi ojcowie", który przypisuje członkom Armii Krajowej postawy antysemickie. Rzecznik prasowy TVP powiedział, że Jedynka wyemituje serial, by dać polskim widzom możliwość samodzielnego ocenienia przedstawionych w nim treści.

                    Kommentar

                    • Wolfgang
                      Forumbetreiber
                      • 10.02.2008
                      • 11623

                      #70
                      AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                      Schönen guten Abend,

                      ein bisschen mehr habe ich nun herausbekommen. Der Film "Nasze matki, nasi ojcowie" (wörtliche Übersetzung des deutschen Titels) wird an den drei genannten Tagen von TVP info gezeigt. Eine Uhrzeit habe ich bisher noch nicht gefunden, jedoch bereits im Vorfeld harsche Kritik an dem Film.

                      Viele Grüße aus dem Werder
                      Wolfgang
                      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                      • Wolfgang
                        Forumbetreiber
                        • 10.02.2008
                        • 11623

                        #71
                        AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                        Schönen guten Abend,
                        hallo Rüdiger,

                        Du hast recht: Es scheint in TVP 1 gesendet zu werden. Nur steht davon noch nichts in der offiziellen Programmvorschau: http://www.tvp.pl/program-telewizyjny

                        Eine gute Nacht wünscht
                        Wolfgang
                        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                        • Ulrich 31
                          Forum-Teilnehmer
                          • 04.11.2011
                          • 8576

                          #72
                          AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                          Dies berichtet hierzu heute der Tagesspiegel online:

                          http://www.tagesspiegel.de/medien/he...r/8389624.html.

                          Kommentar

                          • Ulrich 31
                            Forum-Teilnehmer
                            • 04.11.2011
                            • 8576

                            #73
                            AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                            Im Bericht zu #72 wird auch diese ZDF-Sendung angekündigt:

                            Am Sonntag zeigt das ZDF um 23 Uhr 20 die Dokumentation „Kampf ums Überleben. Polen unter deutscher Besatzung“. dpa/Tsp

                            Kommentar

                            • asche
                              Forum-Teilnehmer
                              • 11.12.2009
                              • 211

                              #74
                              AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                              Die Stategie "jedem sein Stück Schuld" ist erwartungsgemäß nach hinten losgegangen. Die Meinung, die Darstellung "relativiere" irgendeine Schuld, kann ich zwar nicht nachvollziehen; dieser Vorwurf ist doch eher ein Ritual. Aber ein vertieftes Verstehen kommt so kaum zustande, weder durch deutsche noch durch polnische Zuschauer. Bestenfalls hat man einige neugierig gemacht und Diskussionen angestoßen, das ist besser als Vergessen.

                              Übrigens fand ich die ganze Heimatarmee-Geschichte psychologisch und dramaturgisch misslungen, angefangen mit dem Nähen der Wunde durch den Maßschneider. Der Judenhass wurde als Spannungsmoment benötigt, hat mich aber auch in dieser Funktion nicht überzeugt. Mit gewissem Recht dürfen sich Polen wenn nicht kollektiv beschuldigt, so doch veräppelt fühlen.

                              Das Wort "Antisemitismus" sollte man generell meiden; es war die stolze Selbstbezeichnung einer ganz bestimmten abstrusen Rassentheorie aus dem 19. Jahrhundert, von der die meisten Judenhasser nie gehört hatten oder haben.
                              Herzliche Grüße,

                              - Alexander -

                              Kommentar

                              • Ulrich
                                Forum-Teilnehmer
                                • 30.01.2009
                                • 280

                                #75
                                AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                                Hallo Kurt Paul, danke für den Hinweis auf: "Kampf ums Überleben. [COLOR=#2f4456]Polen unter deutscher Besatzung“. dpa/Tsp". Ich habe die Dokumentation gesehen - sie lässt sich auch verstehen als ein Beitrag zum Thema "Unsere Mütter, unsere Väter". Ulrich
                                https://www.danzig.de/images/misc/progress.gif

                                Kommentar

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