Unsere Mütter, unsere Väter

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  • stefanstefan
    Forum-Teilnehmer
    • 01.08.2009
    • 183

    #46
    AW: Unsere Mütter, unsere Väter

    ps: "wehren" "Geschichte"

    Schade, daß man seine Fehler nicht korrigieren kann. Es sollte für einige Min. eine Editierfunktion geben.

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    • Ulrich 31
      Forum-Teilnehmer
      • 04.11.2011
      • 8576

      #47
      AW: Unsere Mütter, unsere Väter

      Heute ARD 21:45 > Günther Jauch: " Mutter, Vater, was habt Ihr im Krieg getan? Die Geschichten unserer Familien".

      Kommentar

      • tannseer, +2014

        #48
        AW: Unsere Mütter, unsere Väter

        moin,
        auch bei jauch gab es keine antwort auf meine fragestellung. fazit,- es gibt auch keine antworten.
        guten wochenbeginn.
        arno.

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        • Belcanto
          Forum-Teilnehmer
          • 24.09.2008
          • 2508

          #49
          AW: Unsere Mütter, unsere Väter

          Genau. Und wenn man Kinder fragt: "Wie hättet ihr in dieser Situation gehandelt?", kann man keine Antwort erwarten. Die Erwachsenen sind dazu noch nicht mal in der Lage. Viele befinden sich immer noch in einer Schockstarre, und werden in Ihrem Leben nie darüber sprechen können. Es geht hier um tiefsitzende, individuelle, traumatische Erlebnisse, die aufgearbeitet werden müssen, aber in vielen Fällen wird sich am Zustand der Betroffenen wohl nichts ändern.

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          • J.Langfuhr
            Forum-Teilnehmer
            • 11.02.2008
            • 145

            #50
            AW: Unsere Mütter, unsere Väter

            Es bringt wenig, vordergründig nach den reichlich dokumentierten Taten zu fragen. Wir haben jede der drei Filmfolgen begonnen anzuschauen und jedesmal angesichts der oberflächlichen Faktendarstellung abgeschaltet. Diese Reihe ist vielleicht ein Impulsgeber für Fragestellungen, Sie hat uns kaum zu Väter oder Mütterverstehern gemacht.

            Sehr geholfen haben mir in Günter Jauchs Sendung die Beiträge des jungen Historikers Moritz Pfeiffer und seines gestandenen Sitznachbarn .

            Sie machten den Versuch, zu erklären, durch welche komplexen geschichtlichen und kulturellen Entwicklungen unsere Mütter und Väter geworden sind was sie waren. Das wird zu wenig aufgearbeitet.

            Es muss wohl ein öffentliches Interesse daran geben, diese Aufarbeitung zu verhindern. Es ist viel ergiebiger, das Schuldbewußtsein der Deutschen auch in den nächsten Generationen lebendig zu halten, als die Motive so vieler ausgewogener und kultivierter Menschen von damals freizulegen. Diabolisierung ist zweckmäßiger als Verständnis. Solange dieses Verständnis nicht konsequenter angestrebt wird, schlafen die alten Dämonen nur.

            Nachdenklich

            J.Langfuhr

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            • Wolfgang
              Forumbetreiber
              • 10.02.2008
              • 11623

              #51
              AW: Unsere Mütter, unsere Väter

              Schönen guten Abend,

              dass folgende Kritik nicht aus eigenen Reihen kam sondern aus Polen beschämt: Der Unterschied zwischen AK und SS

              Viele Grüße aus dem Werder
              Wolfgang
              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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              • RRose
                Forum-Teilnehmer
                • 25.12.2009
                • 1383

                #52
                AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                Hallo und schönen guten Abend,

                Ich habe mir den Film auch nur in Ausschnitten angeschaut und kann bezüglich des Inhaltes nicht viel mitreden. Ich versuche aber mal meine Gedanken zu diesem Film hier niederzuschreiben.

                Meiner Ansicht nach, soll uns dieser Film zeigen, welche Schrecken und welches Elend die Nazis dem Deutschen Volk gebracht haben und dass wir jegliche rechte Gewalt in unserer heutigen Zeit unterdrücken müssen. Damit uns dieser Film besonders berührt, bekam der Film den Titel "unsere Väter unsere Mütter".
                Wie schon in verschiedenen Beiträgen geschrieben wurde, war es eigentlich ein Kriegsfilm. Das verstärkte noch die Handlung der fünf jungen Leute, weil jeder um sein Leben und sein Weiterkommen und seine Vorteile kämpfte.
                Aber gab/gibt es das nicht auch in anderen Regimen? Ich denke da auch an den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze, Parteibuch etc... (Was ganz nah ist).

                Es gab in den USA in den sechziger Jahren ein Experiment, das die NS-Verbrechen erklären sollte.
                Dieses Experiment ist, so meine ich, gegenwärtig. Hier der link zum Milgram Experiment:



                Zum Nachdenken...
                Kann auch sein, dass ich mit meinem Beitrag das Thema verfehlt habe...
                Herzliche Grüsse

                Christina

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                • Uwe
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.08.2008
                  • 1962

                  #53
                  AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                  Hallo Wolfgang,

                  ich denke Kritik kann man nur äußern wenn man die Wahrheit wirklich kennt. Ich glaube kaum das in Deutschland ein Nicht-Historiker wirklich weiß, wie weit polnischer Antisemitismus gegangen ist. Wir haben ja schon Schwierigkeiten die Geschichte in allen Einzelheiten in Bezug auf Deutschland zu kennen. Hier im Forum sind was das angeht nicht so viele Unwissende, was deutsche Verbrechen und Verantwortung angeht. Aber ich würde mir nicht anmaßen beurteilen zu können wie weit Antisemitismus in Polen ging. Allerdings hatte auch ich große Zweifel als ich die Szene mit dem Zug gesehen hatte. Aber mehr als Zweifel stehen mir erst einmal nicht zu ... ob jeder der sich in den polnischen Foren äußert, wirklich etwas über den Grad des polnischen Antisemitismus weiß, bezweifle ich jedoch. Antisemitismus ist ja nichts deutschen spezifisches, allerdings die Perversion und die Verbrechen die daraus entstanden sind schon.

                  Ich kann übrigens wenig bis gar nichts über die Hintergründe der Entstehung der Nazis, des Holocaust oder den Wahnsinn des Krieges in dem Film erkennen. Von daher ist mein Urteil über den Film eindeutig, historisch relativ wertlos, höchstens ein "normaler" Kriegsfilm.

                  Herzliche Grüße

                  Uwe
                  Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                  Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

                  Kommentar

                  • mottlau1
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.02.2008
                    • 1720

                    #54
                    AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                    Hallo,

                    vielleicht hilft dieser Hinweis : Wie wichtig es ist daß im Parlament die "richtigen Leute sitzen u. entscheiden" sieht man an der Abstimmung als es um die Ermächtigungsgesetze von 1933 ging. Das Zentrum hätte es verhindern können. Wer war dagegen? Aber lest selbst.
                    Auch für uns ist es so wichtig richtige Leute (Parteien) zu wählen.



                    Jutta
                    Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
                    (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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                    • Langfuhr43
                      Forum-Teilnehmer
                      • 05.01.2012
                      • 567

                      #55
                      AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                      Hier noch zwei Original- Feldpostkarten vom August 1941 aus Rußland von meinem Vater an meine Mutter. Zu der Zeit waren sie nur befreundet. Sie haben im Dezember 1942 geheirat.
                      Auf den Karten aufgedruckt:
                      "Keine Macht und keine Unterstützung der Welt werden am Ausgang dieses Kampfes etwas ändern. England wird fallen!" Der Führer am 16. März 1941
                      Rußland, den 6.8.1941 Liebe Trautl! Gestern erhielt ich Ihren lieben Brief und vorgestern das süße Päckchen. Das haben Sie , liebe Trautl, wirklich nett gemacht, ich habe mich riesig darüber gefreut und danke auch recht herzlich dafür. Wenn ich so eine nette Überraschung aus der Heimat bekomme ist es immer ein so schöner Tag für mich. Dann schlägt ein so altes Soldatenherz gleich noch einmal so schnell. Wenn ich in Urlaub mal kommen sollte werde ich mich revangieren. Jetzt bin ich so arm wie eine Kirchenmaus. Nächstens schreibe ich wieder einen langen Brief.Viele herzliche Grüße aus weiter Ferne sendet Ihnen Ihr Soldat Hans Zelke Feldpostnummer: 11566 u
                      Ein Schiff ist im Hafen sicher. Aber für den Hafen ist es nicht geschaffen.

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                      • Langfuhr43
                        Forum-Teilnehmer
                        • 05.01.2012
                        • 567

                        #56
                        AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                        "Keine Macht und keine Unterstützung der Welt werden am Ausgang dieses Kampfes etwas ändern. England wird fallen!" Der Führer am 16. März 1941
                        Rußland, den 20.8.1941 Liebe Trautl!
                        jetzt will ich schnell noch einen Gruß aus dem Felde an Sie richten. Man hat manchmal so wenig Zeit und jetzt ist es augenblicklich auch wieder so. Ich will aber hoffen, dass eine Feldpostkarte von mir Sie auch erfreut. Bald denke ich werden wir Moskau erreicht haben. Wenn ich in der nächsten Zeit mehr Freizeit habe, schreibe ich einen langen Brief. Vielen Dank auch für die Umschläge, ich habe mich sehr gefreut. Viele herzliche Grüße, Ihr Soldat H. Zelke
                        Neue Feldpostnummer: 47558
                        Nachdem ich den Film (Unsere Mütter und Väter) gesehen habe berühren mich diese Zeilen erneut. viele Grüße Gisela
                        Ein Schiff ist im Hafen sicher. Aber für den Hafen ist es nicht geschaffen.

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                        • ada.gleisner
                          Forum-Teilnehmer
                          • 17.02.2008
                          • 882

                          #57
                          AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                          Liebe Jutta,
                          danke, daß Du das Ermächtigungsgesetz ins Forum gestellt hast. Ich hatte es noch nie in seiner Vollständigkeit gelesen. Es zeigt, wie Fraktionszwang, Angst und Fanatismus die Politik beeinflußen (können). Zwar geht es heute um kein Ermächtigungsgesetz, aber der Fraktionszwang läßt den Parlamentariern ja kaum einen Ausweg, wenn sie in der nächsten Legikslaturperiode noch dabeisein wollen. Ich habe das selbst in einem kleinstädtischen Parlament erlebt. Aber wäre A.H. dadurch gebremst worden, wenn eine Mehrheit seinem Gessetz nicht zugestimmt hätte ? ich glaube nicht. Er hätte dann andere Wege gefunden. Ich stehe auch heute noch oft kopfschüttelnd vor dem Scherben haufen, den unsere "Mütter und Väter" angerichtet haben. Liebe Grüße von Renate
                          Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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                          • mottlau1
                            Forum-Teilnehmer
                            • 11.02.2008
                            • 1720

                            #58
                            AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                            Hier ein Artikel der zu dem Thema lesenswert ist.

                            Ein Buch wirft Polen vor, nach Kriegsende 1500 Juden getötet zu haben. Nun hat das Land einen neuen Bestseller – und einen Skandal.



                            Jutta
                            Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
                            (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

                            Kommentar

                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #59
                              AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                              Schönen guten Nachmittag,

                              Gegenstand dieses Themas ist der Film "Unsere Mütter, unsere Väter" und ob dieser Dreiteiler seinen eigenen Ansprüchen genügt: Nämlich klar bzw. nachvollziehbar zu machen, wie "unsere Mütter, unsere Väter" die damalige Zeit erlebt haben und wie sie sich verhielten.

                              Systematischen und geplanten Mord mit dem Ziel sämtliche europäische Juden auszurotten hat es nur durch Deutsche gegeben. Insofern stellt sich die Frage, ob die Gleichsetzung der von Deutschen verfolgten Mordziele mit der pauschal der polnischen Widerstandsarmee AK in Schuhe geschobenen antijüdischen Aktionen zulässig ist. Und es stellt sich auch die Frage, ob und warum der sicherlich auch in Polen vorhanden gewesene Antisemitismus dazu beitragen kann, Handlungsweisen "Unserer Mütter, unserer Väter" aufzuhellen bzw. aufzuklären. Oder sollte der Film bei dem ich mich immer weniger des Eindruckes erwehren kann, er wolle populistisch Schuld relativieren, aufzeigen, dass Juden nicht nur durch Deutsche verfolgt wurden?

                              Es ist interessant zu sehen, wie der Film außerhalb Deutschlands wahrgenommen wird. Auch das regt zum Nachdenken an.

                              Viele Grüße aus dem Werder
                              Wolfgang
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                              Kommentar

                              • Helga +, Ehrenmitglied
                                Moderatorin
                                • 10.02.2008
                                • 1948

                                #60
                                AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                                dass Juden nicht nur durch Deutsche verfolgt wurden?
                                Nun ja Wolfgang, daß das durch Deutsche an Juden begangene Unrecht und Verbrechen einmalig und zwar einmalig schrecklich und grausam war, daran besteht ja kein Zweifel.

                                Das heißt aber nicht, daß nicht auch Polen Juden (darunter auch Überlebende des Holocaust) getötet haben und dass viele tausende Juden Polen vorsorglich verließen.

                                Und das den Erfahrungen des 2. Weltkrieges. Wahrlich auch kein Ruhmesblatt.
                                Viele Grüße
                                Helga

                                "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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