Unsere Mütter, unsere Väter

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  • Bartels
    Forum-Teilnehmer
    • 25.07.2012
    • 3448

    #91
    AW: Unsere Mütter, unsere Väter

    Danke Ulrich,

    für diesen Link. Im Prinzip zeigt dieser Artikel, dass viele, teils anonyme Autoren der Wikipedia Qualität hervorbringen. - Auch der Hinweis auf Angela Merkel als KZ-Häftling in der poln. Presse ist vorhanden und war vier Tage nach Erscheinen eingefügt.
    Beste Grüsse
    Rudolf H. Böttcher

    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
    Familie Zoll, Bohnsack;
    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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    • Ulrich 31
      Forum-Teilnehmer
      • 04.11.2011
      • 8576

      #92
      AW: Unsere Mütter, unsere Väter

      Zum Nachlesen im Wikipedia-Beitrag: letzter Absatz im Kapitel "Darstellung der polnischen Heimatarmee" mit den Zitatnummern 43 und 44.

      Übrigens habe ich heute im Radio gehört, dass von polnischer Seite (ehem. Heimatarmee?) Klage auf Entschädigung gegen das ZDF erhoben worden sei. Es sollen 10.000 € gefordert werden. Eine nachträgliche Quellensuche blieb bei mir leider ohne Erfolg.

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      • Wolfgang
        Forumbetreiber
        • 10.02.2008
        • 11623

        #93
        AW: Unsere Mütter, unsere Väter

        Auch das "Radio" (welches, bitteschön?) neigt zur Sensationsmache. Ich drücke es einmal ein bisschen ordinär aus: Wenn jeder Pfurz den der rechten Seite zurechenbare Presseorgane in Polen aufgebauscht würde, dann gäbe es noch heute Grabenkämpfe zwischen Deutschen und Polen.

        Ich rufe noch einmal dazu auf: BLEIBT AUF DEM BODEN!!! Es ist paradox, sich im nichtöffentlichen Teil dieses Themas für eine Versachlichung zu bedanken und im öffentlichen Teil das Thema anzuheizen.

        Wolfgang
        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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        • Ulrich 31
          Forum-Teilnehmer
          • 04.11.2011
          • 8576

          #94
          AW: Unsere Mütter, unsere Väter

          Lieber Wolfgang,

          Du hast mich missverstanden. Ich bin generell für Versachlichung. Das gilt auch für diesen Thread. Wenn ich hier zu der an anderer Stelle behandelten Pressedarstellung unterstützend auf das korrekte Datum jener Publikation hinweise und zusätzlich die betr. Radiomeldung erwähne, dann will ich damit in keiner Weise etwas "anheizen". Ich schließe mich auf jeden Fall der nun wiederholten Aufforderung gerne an: "Bleibt auf dem Boden!"

          Mit besten Grüßen
          Ulrich

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          • StampCollector
            Forum-Teilnehmer
            • 19.01.2014
            • 924

            #95
            AW: Die Juden in Danzig

            Heute habe ich mir eine DVD gekauft. Es ist der Spielfilm "UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER". Ich habe mir diesen Film angesehen, der auch viel jüdische Thematik beinhaltet. Für einen Spielfilm, der vielleicht hier und da etwas an der Realität vorbeigeht, ist der richtig gut: Ganz grosses Kino!
            Der "Neue Deutsche Film" ist manchmal besser, wie Hollywood....

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            • StampCollector
              Forum-Teilnehmer
              • 19.01.2014
              • 924

              #96
              AW: Die Juden in Danzig

              Ein anderer interessanter Film ist: "Duell - Enemy at the gates": Dieser Film beschreibt das Duell zwischen Vasily Zaitsev (einem sovietischen Scharfschützen) und einem (imaginären?) Major König (der seinen Sohn rächen will). Auch dieser Film ist unter starker Beteiligung deutscher Schauspieler entstanden. Auch hier ist ein jüdisches Schicksal von zentraler Bedeutung: Tatjana, deren Eltern von den Nazis ermordet wurden, wird sowohl vom sowietischen Politkommissar Danilov, als auch vom Scharfschützen Zaitsev geliebt... Ganz grosses Kino!

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              • StampCollector
                Forum-Teilnehmer
                • 19.01.2014
                • 924

                #97
                AW: Die Juden in Danzig

                OK, wenn ich gerade mal das Sub-Thema Filme angesprochen habe und den "Neuen Deutschen Film" erwähnt habe, da kann man das bayrische Genie Joseph Vilsmaier nicht unerwähnt lassen. Seine Frau Dana Vavrowa (R.I.P.!), die ich damals aus der Serie "Ein Stück Himmel" kennenlernte spielte im Film "STALINGRAD" auch eine tapfere sovietische Soldatin!

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                • StampCollector
                  Forum-Teilnehmer
                  • 19.01.2014
                  • 924

                  #98
                  AW: Die Juden in Danzig

                  "Unsere Mütter, unsere Väter" ist mit Sicherheit ein hartes Thema. Hier wird immerhin nach ca. 70 Jahren unsere deutsche Vergangenheit aufgearbeitet, auch wenn Obwohl die Story sicherlich nicht 100%ig der Realität entspricht, so finde ich persönlich, daß dieser Film immerhin sehenswert ist und auch ansatzweise die damaligen Verhältnisse beschreibt und auch aufzeigt, was dieses Regime mit den Menschen gemacht hat...
                  Der DVD sind auch zwei gute Dokus beigefügt, die die Story entsprechend kommentieren.
                  Mir persönlich ist vollkommen klar, daß es sich dabei um eine Fiktion handelt, aber eine gewisse (neue) Ehrlichkeit ist da...
                  Ein anderer Film über das "Dritte Reich" ist "Der Untergang" mit Bruno Ganz als Adolf Hitler. Dieser Film wurde ja auch mehrfach kritisiert, weil er (auch) die "menschlichen" Seiten Hitlers zeigt (Traudl Jung wird nicht wegen ihrer Kompetenz, sondern wegen ihrer süddeutschen Herkunft eingestellt...). Aber auch hier wird der ganze Wahnsinn des NS-Regimes thematisiert (z.B. Greifkommandos).

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                  • StampCollector
                    Forum-Teilnehmer
                    • 19.01.2014
                    • 924

                    #99
                    AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                    Ja, prima, hier passen meine Beiträge wirklich besser. Ich habe mir heute noch einige Szenen von "Unsere Mütter, unsere Väter" noch einmal angeschaut. Dieser Film ist wirklich beeindruckend gemacht. Formal filmtechnisch ist das schon eine Meisterleistung. Vielleicht wurde der Antisemitismus bei der Polnischen Heimatarmee übertrieben dargestellt? Jemand hat vielleicht wie die Figur Victor entsprechende Erfahrungen gemacht und seine Erlebnisse sind dann ins Drehbuch eingeflossen.
                    Ich hoffe, daß manch einer, der das "Dritte Reich" bisher zu sehr durch die "rosarote Brille" gesehen hat, beim Anschauen des Films zum Nachdenken kommt...
                    Neben dem Holocaust werden auch die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung und die Unterdrückung der freien Meinungsäusserung durch die Nazis deutlich thematisiert.
                    Kriege kann man nicht gewinnen: Wir Menschen verlieren dadurch!

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                    • waldkind
                      Forum-Teilnehmer
                      • 06.10.2008
                      • 2366

                      #100
                      AW: Die Juden in Danzig

                      Hallo Stamp Collector,
                      zum "Untergang" hätte ich was beizufügen. Auf jeden ist der Film sehenswert, weil er zu seiner Zeit viele Dinge anspricht, die bis dahin mehr im deutschen Unterbewusstsein schmorten. Da ist die Sekretärin, die im blinden Fleck sitzt, d.h. sie will eigentlich nur einen Job und bekommt nicht wirklich mit, was Sache ist. Hitler erfährt sie eher wie einen netten Chef. Da sie meist frei hat und nur selten arbeiten muss, ist für sie alles o.k. Da sind die kleinen Jungs, die den Kanonen preisgegeben werden, aber für ihre Aufopferung vom "Führer" getätschelt werden und stolz darauf sind. Der kleine Bursche, der seinen Opa "Feigling" nennt ... Was Krieg wirklich bedeutet merkt er erst später. Während draußen die Kanonen donnern, beschäftigt sich Hitler mit den Spagetthis. Es scheint in einem Augenblick, in dem Menschen weggebombt werden, der Geschmack von Spagetthis (welche kaum germanischen Ursprungs sind) bedeutender zu sein. Der Film behandelt das Thema der verbrannten Erde. Hitler gibt das Volk, an das er angeblich glaubte, preis. Wenn es schon zu dämlich ist zu siegen, dann hat es verdient zu sterben. Eva Braun beschäftigt sich vor allem damit, was sie im Falle des Untergangs anziehen soll. Da sie nicht mehr die gesamte Garderobe brauchen würde, bringt sie einiges davon unter die "armen Frauen". Nachdem die Goebbels ihre blonden Kinder umgebracht haben und sich selber auch, Hitler das Ende auch nicht mehr persönlich mit erleben wollte, stellt sich automatisch die Frage, was passiert mit blond und blauäugig nach dem Krieg?
                      Diese Frage beantwortet der Film nicht wirklich, obwohl die Sekretärin mit dem blonden Buben auf einem Rad fröhlich in die Zukunft radelt. Eine kitschige Szene, so kitschig, dass der Betrachter mit genau dieser Frage das Kino verlässt. Diese Frage zu stellen ist durchaus mutig. Wer hätte sie vorher gestellt?
                      Eine Glanzleistung von Bruno Ganz, der von seiner Rolle sagte: "Das wird man so schnell nicht wieder los."
                      Der Film greift in der Hauptsache ein Thema auf, welchem die Deutschen sehr irrtümlich erlegen. Sie teilen die Menschen in gute und böse (Vorsicht Verallgemeinerung). Und deswegen sind sie verführbar. Aber es gibt solche Menschen nicht. Alle Menschen sind Mischung. Man hört es ja in Dokumentationen, dass immer wieder gestaunt wird über Nazi-Verbrecher: "Der war doch immer so nett ..." Der Betrachter begegnet diesem Gefühl der tragischen, fast schizophrenen Ambivalenz, die aber durchaus heilbar wirkt, indem sie an der starren Fassungslosigkeit rüttelt.

                      Grundlage für diesen Film ist die Autobiographie von Traudl Junge, Hitlers Sekretärin, welcher (soweit ich mich erinnere) Andre Heller nachging. Es ist eigentlich kein Film über das Dritte Reich, sondern über sein Ende. Eine Gegenüberstellung von Grausamkeit und Banalität und der Belanglosigkeit menschlichen Lebens.

                      Ich hoffe, ich habe alles richtig erinnert. Ist schon paar Jahre her, dass ich den Film sah. waldkind.
                      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                      • StampCollector
                        Forum-Teilnehmer
                        • 19.01.2014
                        • 924

                        #101
                        AW: Die Juden in Danzig

                        Spielfilme können natürlich nie die Realität als solche wiedergeben und haben von ihrem Handlungsstrang eher Romancharakter. Hier ist der sogenannte Spannungsbogen ja auch sehr wichtig und um diesen zu erreichen, wird auch manchmal getrickst.
                        Ich habe mir "Unsere Mütter, unsere Väter auch unter diesem Gesichtspunkt noch einmal angesehen und auch viele diesbezügliche Tricks entdecken können...

                        Trotzdem war dieser Spielfilm (eigentlich eine Fernsehfilmserie in drei Teilen) für mich als historisch interessierten Menschen lehrreich:

                        "Greta" bekommt im Lazarett einen Patienten der "Gespensterdivision", der "707", der damit prahlt die Juden zu töten...

                        Ich habe einmal etwas "gegoogelt" und bin auf diesen Wikipedia-Artikel gestossen:


                        Mir war zwar schon bekannt, daß es speziell bei der Heeresgruppe Süd unter Generalfeldmarschall von Reichenau Verstrickungen der Wehrmacht in den Holocaust gegeben hat, was ja von interessierten Kreisen jahrzehntelang geleugnet wurde, aber bei der "Gespensterdivision" wird diese Verstrickung noch viel deutlicher!

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                        • StampCollector
                          Forum-Teilnehmer
                          • 19.01.2014
                          • 924

                          #102
                          AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                          Korrektur: Ich meinte natürlich "Charlotte" und nicht "Greta", den Schlagerstar.
                          Auch bei "Greta" wird deutlich, daß eine Meinungsäusserung fatale Folgen haben konnte...
                          Bei dieser Figur werden dann auch die "Kriegsendphasenverbrechen" thematisiert. Unliebsame Zeugen, Personen, die nach einer Befreiung wichtig werden könnten, wurden noch kurz vor dem Zusammenbruch hingerichtet...

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                          • StampCollector
                            Forum-Teilnehmer
                            • 19.01.2014
                            • 924

                            #103
                            AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                            Ich stehe dazu: Dieser Film (bzw. Fernsehserie) ist wirklich gut gemacht. Er ist bei allen Fehlern doch auch geeignet jüngeren Generationen diese Thematik näher zu bringen, wo oftmals kein Interesse vorhanden ist...

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                            • Bartels
                              Forum-Teilnehmer
                              • 25.07.2012
                              • 3448

                              #104
                              AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                              Was nicht gezeigt wird, wie wurden die jungen Freunde zu dem was sie sind: "Uns gehört die Welt" ...
                              Beste Grüsse
                              Rudolf H. Böttcher

                              Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                              Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                              Familie Zoll, Bohnsack;
                              Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                              Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                              http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                              • StampCollector
                                Forum-Teilnehmer
                                • 19.01.2014
                                • 924

                                #105
                                AW: Unsere Mütter, unsere Väter

                                Vielleicht wäre es wirklich sinnvoll gewesen, wenn der Drehbuchautor auch noch die Jahre zuvor berücksichtigt hätte.
                                Immerhin gibt es bei den "Winter-Brüdern" diesen seltsamen gefühlskalten Vater, der ja absolut systemkonform ist.
                                Diese Figur erklärt ja auch die gegenläufige Entwicklung der beiden "Winter-Brüder".

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