mein Uropa hat damals in Danzig Kinos geleitet -am Domonikswall und in der Junkergasse. Bei meinem Besuch in Danzig konnte ich verständlicherweise keine Hinweise auf den ehemaligen Standort dieser Kinos finden. Haben Sie zufälligerweise noch alte Aufnahmen aus dieser Zeit, die mir eine wahre Vorstellung von den damaligen Verhältnissen verschaffen könnten? Gerhard von Gruchalla hieß der Mann.
KINOS in Danzig
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KINOS in Danzig
Hallo liebe Leute,
mein Uropa hat damals in Danzig Kinos geleitet -am Domonikswall und in der Junkergasse. Bei meinem Besuch in Danzig konnte ich verständlicherweise keine Hinweise auf den ehemaligen Standort dieser Kinos finden. Haben Sie zufälligerweise noch alte Aufnahmen aus dieser Zeit, die mir eine wahre Vorstellung von den damaligen Verhältnissen verschaffen könnten? Gerhard von Gruchalla hieß der Mann.Stichworte: - -
AW: KINOS in Danzig
Hallo marusch,
im Web (Stichwort: Kinowiki) finden sich für Danzig in den Jahren 1933, 1934 und 1937 zwei Kinos, auf die Ihre Suche zutreffen könnte. Als Inhaber dieser beiden Kinos ist dort jedoch nicht Gerhard von Gruchalla, sondern jeweils Hans Rasmussen angegeben.
Dies sind die betr. Kinos:
- "Schauburg"-Lichtspiele, Dominikswall 12 (Straßenname heute: ul. Wały Jagiellońskie, der auch den früheren Elisabethwall einschließt).
- Flamingo Lichtspiele, Junkergasse 7 (Straßenname heute: ul. Pańska).
Alte Aufnahmen der betr. Straßen aus den o.a. Jahren besitze ich nicht. Sie können sich aber solche Aufnahmen aus dem Web per Google holen, indem Sie jeweils die o.a. polnischen Straßennamen mit der Angabe "gdansk fotopolska.eu" kombinieren. - Vielleicht können Ihnen hierzu andere Teilnehmer unseres Forums weiterhelfen.
Freundliche Grüße
Ulrich
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Quellen:
- http://allekinos.pytalhost.com/kinow...eistaat_Danzig
- http://allekinos.pytalhost.com/kinow...le=1934_Danzig
- http://filmtheater.square7.ch/wiki/i...eistaat_Danzig
- http://www.danzig.at/index.php?id=44,148,0,0,1,0
- http://www.danzig.at/index.php?id=50,275,0,0,1,0 -
AW: KINOS in Danzig
Hallo marusch,
willkommen im Forum!
Es erhöht die Hilfsbereitschaft ungemein, wenn es einen zusätzlichen Hinweis auf den in Frage kommenden Zeitraum gibt. Je nach deinem Alter könnte man schnell mal 20-30 Jahre 'daneben' liegen, wann denn dein Uropa wohl Leiter von zwei Danziger Kinos war .....
Viele Grüße
PeterKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo Marusch,
herzlich willkommen hier im Forum!
* Hast Du die Lebensdaten von Gerhard von Gruchalla? Dann könnten uns wahrscheinlich die Adressbuchenträge weiterhelfen,Beste Grüsse
Rudolf H. Böttcher
Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
Familie Zoll, Bohnsack;
Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.
http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.htmlKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo,
vermutlich ist das ein Thema bei dem Dir demnächst "marianne" weiterhelfen kann - auch die Suchfunktion (oben rechts) zeigt weitere Treffer.
Beste Grüsse
Rudolf H. BöttcherBeste Grüsse
Rudolf H. Böttcher
Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
Familie Zoll, Bohnsack;
Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.
http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.htmlKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo miteinander,
für das Jahr 1941 gibt es folgende Information zu vermelden:
Flamingo-Lichtspiele
Junkergasse 7
Telefon: 24021
Gründungsjahr: 1919
275 Plätze - tägliche Vorführungen
Inhaber: Gerhard von Gruchalla, Danzig-Langfuhr, Fahrenheitstraße 3, Telefon: 25263
Schauburg-Lichtspiele
Domonikswall 12
Telefon: 24021
Gründungsjahr: 1918
175 Plätze - tägliche Vorführungen
Inhaber: Gerhard von Gruchalla, Danzig-Langfuhr, Fahrenheitstr. 3, Telefon: 25263 .
Viele Grüße
PeterKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Bravo, Peter, Du hast mit Deinem Fund in #6 (trotz ausgebliebenem Hinweis von marusch zu #3) wieder einmal - wie schon so oft - ins Schwarze getroffen!
Der Inhaberwechsel bei beiden Kinos zwischen 1937 (siehe #2) und 1941 lässt spekulative Vermutungen zu. Es wäre deshalb interessant, von marusch, der sich seit seinem Anliegen in #1 nicht mehr gemeldet hat, über seine erwartete Antwort zu #4 hinaus zu hören, ob er Näheres zum Erwerb der beiden Kinos am Dominikswall und in der Junkerstraße nach 1937 durch seinen Urgroßvater Gerhard von Gruchalla weiß. - Auf jeden Fall bin ich auf eine Antwort von marusch nach Deiner genauen Information in #6 gespannt.
Viele anerkennende Grüße
UlrichKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo in die Helferrunde hier,
manchmal bringt Lesen der ausgehenden Fragestellung mit zeitlichem Abstand neue Erkenntnisse, so mir jetzt im vorliegenden Fall. "marusch", offensichtlich bewusst total anonym bleiben wollend und nach unseren Antworten bisher weiter schweigend, hat, nüchtern betrachtet, in #1 nur nach zufällig vorhandenen alten Aufnahmen vom Dominikswall und von der Junkerstraße gefragt, sicher möglichst mit jeweils näherem Umfeld der beiden dort von seinem Urgroßvater Gerhard von Gruchalla geleiteten Kinos.
Der Schreibfehler "DomOnikswall" (korrekt: Dominikswall) in Zeile 1 seines/ihres (?) Themenstarts verrät, dass "marusch" schon vor Peter (siehe #6) die Webseite "1941 Danzig-Westpreußen" von Kinowiki kannte (siehe hier: > http://allekinos.pytalhost.com/kinow...4.29_.E2.80.A2 ), die via Google-Recherche mit dem Urgroßvaternamen leicht zu finden ist. In jener Webseite taucht nämlich bei den Angaben zum Kino "Schauburg-Lichtspiele" die falsche Schreibweise "DomOnikswall" auf, die "marusch" in Unkenntnis der richtigen Schreibweise dieser bekannten Danziger Straße in den Themenstart übernommen hat. - Es ist deshalb anzunehmen, dass "marusch" dadurch beim Themenstart im Forum Danzig sowohl die Adressen der beiden Kinos als auch die Zeit bereits kannte, in der sein/ihr (?) Urgroßvater Inhaber dieser Kinos war. - Die insofern offene Formulierung von #1 ließ sogleich (nach aktueller Erkenntnis leider unnötig) die Helfer im Forum rotieren. Schade, dass dadurch Zeit vertan wurde, die besser hätte genutzt werden können.
Nach dieser Erkenntnis rufe ich jetzt "marusch" mit der Bitte auf, sein/ihr (?) Schweigen nach #1 endlich zu beenden. - Danke im Voraus!
Viele Grüße
UlrichKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo Ulrich,
so es denn überhaupt noch Interesse bei marusch geben sollte, kann man ihr/ihm ja noch den Tipp mitgeben bei Google/Bilder mal mit dem Begriff 'AK Dominikswall' bzw. 'AK Junkerstraße' auf die Suche zu gehen.
Viele Grüße
PeterKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo Peter,
nach meiner Erstauskunft #2, letzter Absatz, werde ich "marusch" nicht noch weiter antworten.
Siehe hierzu im übrigen mein gerade gestartetes Thema "Vermeidung von Hilfefrust" in der "Plachanderecke".
Viele Grüße
UlrichKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Guten Abend die Herren,
vielen Dank für die zahlreichen Information und ich bitte wegen der späten Antwort um Entschuldigung. Ich finde das schon sehr spannend, dass man nähere Infos über die Sitzplatzanzahl in den Kinos herausfinden konnte.
Ich kann Ihnen leider keine genauen Lebensdaten von meinem Uropa nennen, da er m. E. nach eines natürlichen Todes kurz vor Kriegsende gestorben ist und die Dokumente nicht mehr vorliegen. Mein Opa(Claus) von Gruchalla-Wesierski wurde 1924 am 24.12 geboren und lebte bis zum Schluss in Hünstetten-Kesselbach bei Wiesbaden (Hessen). Nur so für die Leute, die mir Anonymität andichten wollen
Vielen Dank und schöne GrüßeKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Schönen guten Abend,
hallo "marusch",
es wird Ihnen keine Anonymität angedichtet - diese haben Sie selber gewählt und nur darüber haben wir gesprochen.
Über Ihren Dank und Ihre Entschuldigung bezüglich einer verspäteten Antwort habe ich mich -ich denke, ich kann sagen, haben wir UNS- gefreut.
Und trotzdem, lieber "marusch", bitte lassen Sie die Diskussion bzgl. "Hilfefrust" nicht links liegen. Es mag auch ein kleiner Tipp für künftige Neumitglieder unseres Forums sein.
Bei allen weiteren Forschungen und Suchanfragen wünsche ich Ihnen viel Erfolg!
Schöne Grüße aus dem Werder
WolfgangDas ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"Kommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo marusch,
wenn der von dir beschrieben 'Schluss' noch keine 30 Jahre her ist, dann kannst du beim zuständigen Standesamt von Hünstetten-Kesselbach um eine (kostenpflichtige) Ablichtung aus dem Sterberegister bitten. Möglicherweise findet sich darin ein Bezug auf seine Heirat oder seinen Geburtsort. Wenn sein Eintrag beim Standesamt auf Grund von vorgelegten Dokumenten erfogte, dann sind die Angaben zu den Ereignissen Heirat/Geburt vielleicht in der Form "Standesamt xxxxx lfd.Nr./Jahrgang" im Register vermerk worden. Oder aber man fragt nach relevanten Dokumenten aus der sog. Sammelakte. Das wäre dann eine Basis für weitere Schritte.
Oder aber man lässt es, wenn daran kein Interesse besteht.
Viele Grüße
PeterKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo miteinander,
nachstehend findet sich die nicht ganz gewöhnliche Entstehungsgeschichte eines Danziger Kinos.
[ATTACH=CONFIG]20192[/ATTACH]
Von der Kirche zum Lichtspieltheater
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Die St. Joseph-Kirche
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1. Die alte Karmeliter-Kirche
In der unter dem Hochmeister Winrich von Kniprode neugegründeten "Jungstadt", welche 1380 ihre Handfeste erhielt, war außer der St. Bartholomäus-, Jakobs- und Aller-Engel-Kirche oder Michaels-Kirche auch eine der Jungfrau Maria geweihte Kirche, die gleich vom Anfange ihrer Erbauung den Karmelitern gehörte. Als Stifter des Karmeliter-Ordens wird der Legende nach der Prophet Elias angesehen. Die Kirche wurde wahrscheinlich von den Ordensrittern gestiftet. Das Jahr der Erbauung ist unbekannt. 1422 soll bei dieser Kirche "der Orden der Brüder Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel oder der Karmeliter-Mönche", auch der weißen Mönche - wegen ihres weißen Ordensmantels -, ein Kloster gebaut haben. Es stand auf einem Platze, wo sich die große Allee befindet. Für diese Mönche hatte sich ein Erzbischof von Köln beim Hochmeister verwendet. Zu dieser St. Marien-Kirche, welche sehr groß und prachtvoll ausgestattet gewesen sein soll, wallfahrteten Danzigs Bewohner wegen des Ablasses sehr oft.
Beim Beginne des 13jährigen Krieges gegen den Deutschen Ritterorden wurde 1454 die Jungstadt niedergerissen, der verschont gebliebene Theil wurde der Altstadt zugewiesen. Anfangs verschonte man bei dieser Zerstörung der Jungstadt diese St. Marien- oder Karmeliter-Kirche und die Wallfahrten dorthin dauerten weiter fort. Während des Krieges wurde es jedoch wegen der Überfälle durch die in der Nähe hausenden Ordenssöldlinge nothwendig, im Jahre 1463 auch diese Kirche nebst dem Kloster abbrechen zu lassen. Den Karmeliter-Mönchen wurde dafür die ehemalige Ordenskapelle von St. Georg samt mehreren zu derselben gehörigen Hospitalgebäuden überlassen. Der Comthur von Danzig bat beim Hochmeister, daß er den Karmelitern, weil sie soviel von den Feinden zu leiden hätten, eine Stätte "bonnen den Planken der alden Stat" verleihen möchte, "wen do wol sint etliche ledige stete." Die Ordenskapelle von St. Georg stand der St. Elisabeth-Kirche gegenüber.
2. Die neue Karmeliter-Kirche
Die verfallene St. Georgs-Kapelle brachen die Mönche ab und wollten an ihrer Stelle 1467 - 70 eine recht große dem Elias geweihte Kirche anlegen. Nach dem Bauplane sollte die Kirche an allen 4 Ecken und in der Mitte einen Thurm haben. Während des Baues jedoch wurde sie wegen Mangel an Mitteln bedeutend verkleinert erbaut, obgleich die eine hohe Seitenmauer schon ganz, die andere Seite zur Hälfte ausgemauert war. Nur das Chor der Kirche mit den 2 Eckthürmen und dem Mittelthurme konnte aus dem angegebenen Grunde vollendet werden. Später wurde nur noch der in den Hof vorspringende Theil angebaut. Die erwähnte fertig gewordene hohe Mauer wurde 1689 zur Hälfte abgebrochen, die Reste der Seitenmauern deuten noch jetzt die beabsichtigte Größe der Kirche an. 1668 brannte der vordere Theil der Kirche nieder, wurde aber bald wieder neu aufgebaut. Das fertige ganze Fundament zu der projectirten dreischiffigen Kirche liegt in der Erde, jetzt theilweise mit der Pfarrwohnung bebaut. Der übrige Theil bildet einen freien Platz (Vorhof) vor der Kirche, welcher durch die Umfassungsmauer mit einer Einfahrt begrenzt ist.
3. Das Karmeliter-Kloster
sollte ebenfalls ursprünglich größer gebaut werden. Erst 1690 wurde es erweitert.
Während der Belagerung Danzigs durch den Polenkönig Stephan Bathory 1577 wurde sowohl das Kloster als auch die Kirche bedeutend beschädigt, wofür die Karmeliter-Mönche nach einem langen Prozesse eine angemessene Entschädigung von Geld und Baumaterialien erhielten.
1678 wurden Kloster und Kirche bei einem Volksaufruhre, der bei Gelegenheit einer feierlichen Prozession der Karmeliter-Patres nach Oliva entstanden war, furchtbar verwüstet und geplündert. Zur Reparatur ihrer Gebäude erhielten die Mönche eine bedeutende Summe ausgezahlt.
Das Kloster wurde mit den übrigen 2 Klöstern in Danzig 1835 aufgehoben.
Die Kirche wurde 1840, sowie die 2 andern Klosterkirchen in Danzig - Dominikauer- und Birgittiner-Nonnen-Klosterkirche - eine Pfarrkirche, genannt "Pfarrkirche zu St. Joseph".
4. Die Folgenutzung
Man benutzte das Klostergebäude zur Montierungskammer und zur Aufbewahrung von Material für den Militärfiskus. Der dazugehörige freie Platz wurde als Antreteplatz von dem Bezirkskommando verwendet.
Im Jahr 1895 vermietete die Heeresverwaltung an den Hauptmann a. D. Schmidt in Danzig die Stallungen, für welche sie die alten Klostergänge eingerichtet hatte, sowie einen Teil des Karmeliterhofes zum Betrieb eines Reitinstistiutes. Hauptmann a. D. Schmidt errichtete nun im Anschluß an die alten Klostergänge ein Tattersallgebäude, welches er im Jahre 1900 an den Leutnant a. D. und Reitlehrer Herrn Alfred Leo weiter vermietete. Herr Leo betrieb den allen Danzigern wohlbekannten Tattersall in Gemeinschaft mit seiner Gattin, der berühmten Schulreiterin Amanda Wolff bis zum Jahre 1909, in welchem Jahre Herr Leo sein Unternehmen weitervermietete. Während des Krieges wurden die Baulichkeiten einschließlich des Tattersalls nur noch zu Stallungszwecken benutzt.
5. Das Lichtspieltheater
Bei dem großen Aufschwung, den am Anfang des 20. Jahrhunderts das Lichtspielwesen in Deutschland genommen hatte, faßten einige Danziger Bürger den Plan, auch in Danzig ein modernes, den Anforderungen, welche das Publikum heute an ein erstklassiges Lichtspieltheater zu stellen berechtigt ist, entsprechendes Lichtspielunternehmen in Danzig zu errichten. Zu diesem Zwecke setzten sie sich mit der Universum Film Aktien-Gesellschaft, Berlin - unter dem abgekürzten Namen Ufa bekannt - ins Benehmen.
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Die Ufa, ein mit 25 Millionen Mark Aktienkapital arbeitender Konzern, umfaßt in Fabrikation und Verleih die größten in Deutschland bestehenden Unternehmen und betreibt in Deutschland selbst etwa 70 erstklassige Lichtspieltheater. In der Produktion der Ufa erscheinen die Filme der bekanntesten Darstellerinnen und Darsteller, wie Henny Porten, Gunnar Tolnaes, Lotte Neumann, Pola Negri usw. Anderseits verfügt die Ufa über eine außerordentlich umfangreiche Auslandsorganisation. Abgesehen davon, daß die Ufa eine große Anzahl von Lichtspieltheatern und Verleihinstituten auch im neutralen Ausland betreibt, ist sie als größter deutscher Filmkonzern natürlich in der Lage, den mit ihr in Verbindung stehenden Lichtspieltheatern auch den besten Teil der Auslandsproduktion zu bringen. Die besten amerikanischen, englischen, italienischen, französischen usw. Filme werden daher in den der Ufa angegliederten Theatern vorgeführt werden.
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Die Danziger Herren gründeten in Gemeinschaft mit der Ufa die U.T.-Lichtspiele G.m.b.H., Danzig, und kauften das Tattersallgebäude von dem Besitzer Herrn Leo. Im April 1919 wurde mit dem Umbau der bestehenden Baulichkeiten zu einem Lichtspieltheater begonnen.
Das ..... Theater ist nach den Plänen und unter der Oberleitung des Baurats Max Bischoff, Berlin, des Leiters der Bauabteilung der Ufa errichtet worden. Sämtliche Arbeiten und Lieferungen wurden durch bekannte Danziger Firmen ausgeführt, so die Rohbauarbeiten durch die Firma Bruno Fess, die technischen Einrichtungen durch die Firma Albert Voigt & Co.; die Ausmalung erfolgte durch den Kunstmasler Fey, Berlin, während die Theaterbestuhlung die bekannte Firma Walter Hyan, Berlin, lieferte.
"Möge das neue Theater, die U.T.-Lichtspiele, bald der gesamten Bevölkerung Danzigs eines Stätte werden, an welcher nach des Tages Last und Arbeit jedermann für einige Stunden Unterhaltung und Zerstreuung findet. Das Bestreben der Leitung des Unternehmens wird es sein, nur das Beste, was Inland und Ausland an Filmen produzieren, in den U..T.-Lichtspielen zu zeigen."
Dieser Beitrag ist aus einem Zusammanschnitt von zwei Dokumenten entstanden:
1. Populäre Geschichte Danzigs, 1881
Zweiter Theil: Beschreibung der hervorragendsten öffentlichen Gebäude Danzigs
Erster Abschnitt: Die Kirchen
2. Die Geschichte des Karmeliterhofes zu Danzig
Festschrift zur Eröffnung der U.T.-Lichtspiele, 1919
Ich hoffe, ihr hatten Spaß beim Lesen!
Viele Grüße
PeterKommentar
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AW: KINOS in Danzig
Hallo miteinander,
immerhin hat "marusch" mit seinem/ihrem (?) Themenstart hier (ich tippe eher auf eine weibliche neue Forum-Teilnehmerin, noch ziemlich jung: "UrOPA" lebte noch in den 1940er Jahren) zusätzlich zu weiteren Recherchen im Danziger Kino-Bereich angeregt. Peters Beitrag #14, wieder ein schönes Beispiel seines dem Forum nutzenden Fleißes, zeigt es.
Dies von mir noch kurz zu Peters historisch interessantem Fund:
- Die korrekte Adresse des vermutlich noch bis 1945 existierenden Kinos "U.T.-Lichtspiele": St. Elisabeth-Kirchengasse 9/11 (heutiger Straßenname: ul. Elżbietańska; > http://www.danzig.at/index.php?id=14,0,0,1,0,0 ). 1934 lief dieses Kino vorübergehend unter dem Namen "Urania-Lichtspiele" (siehe dazu die 3 ersten Links unter "Quellen" in #2 und den Kinowiki-Link für 1941 in #8).
- Nahe der o.a. Adresse, nämlich in der St. Elisabeth-Kirchengasse 2 (1933 Nr.9 ?), ist in den vorerwähnten Quellen das Kino "Ufa-Palast" zu finden.
Mit bestem Dank für Peters Beitrag und vielen Grüßen an alle
UlrichKommentar
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