Toilette

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  • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
    Forum-Teilnehmer
    • 01.01.2009
    • 1434

    #61
    AW: Toilette

    Dieses "Gebäude" ist nicht hoch genug für eine Toilette(siehe Person davor), außer es gehen noch einige Stufen nach unten.

    Hier auch nur Sonnenschein und blauer Himmel bei 4°C.
    Schöne Grüße

    Rainer
    "In einem freien Staat kann jederman denken,
    was er will, und sagen, was er denkt"
    (Spinoza)

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    • Ulrich 31
      Forum-Teilnehmer
      • 04.11.2011
      • 8570

      #62
      AW: Toilette

      Toll, Peter, was Du so alles findest!

      Aber auch bei diesem noch besseren Foto von jener historischen Demonstration: Fehlanzeige, was evtl. 'Bedürfnisanstalt' in der Ecke rechts unten betrifft.
      Dafür auch hier schöne Gebäude-Übersicht 1919 im Hintergrund: rechts Reichsbank > Mitte Hohes Tor (davor Kaiser-Wilhelm-Denkmal, dahinter Stockturm) > links Hotel "Danziger Hof" (leider 1961 abgerissen und ersetzt durch hässlichen Gebäudekasten, jetzt LOT).

      Beste Grüße
      Ulrich

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      • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
        Forum-Teilnehmer
        • 01.01.2009
        • 1434

        #63
        AW: Toilette

        Vielleicht doch Toilette. Beim 1. Link sieht es so aus, als ob nach oben offen ist und die Leute nur auf dem Rand stehen.

        Rainer
        "In einem freien Staat kann jederman denken,
        was er will, und sagen, was er denkt"
        (Spinoza)

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        • Ulrich 31
          Forum-Teilnehmer
          • 04.11.2011
          • 8570

          #64
          AW: Toilette

          Hallo Toiletten-Sucher (siehe #58),

          hier habe ich eine ältere Postkarte gefunden, die den Platz vor dem Hohen Tor frei, also ohne Demonstranten, zeigt:
          http://www.google.de/imgres?imgurl=h...ed=0CCgQrQMwAg. (Das Postkartenbild kann durch Bewegen des Mauspfeils deutlich vergrößert werden.)

          An der bewussten Stelle (rechts unten) sehe ich da jetzt eine Uhr, vermutlich in einer Standsäule, aber nirgendwo so etwas wie eine 'Bedürfnisanstalt'.

          Viele Grüße
          Ulrich

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          • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
            Forum-Teilnehmer
            • 01.01.2009
            • 1434

            #65
            AW: Toilette

            Vielleicht ist das der Sockel von der Uhr?

            Gruß

            Rainer
            "In einem freien Staat kann jederman denken,
            was er will, und sagen, was er denkt"
            (Spinoza)

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            • Ulrich 31
              Forum-Teilnehmer
              • 04.11.2011
              • 8570

              #66
              AW: Toilette

              Dieser Thread bleibt offensichtlich ohne weitere Erkenntnisse zur wahren Historie des betr. Objekts in Danzig.

              Deshalb komme ich nun auf meinen Beitrag #4 zurück und zeige an zwei Beispielen, wie heute das neueste Modell einer öffentlichen Toilette in Danzig aussieht. Es sind Fotos, die ich im Juni 2014 aufgenommen habe. Das linke zeigt die Toilette in der Nähe des Altstädtischen Grabens (Podwale Staromiejskie) unweit vom Holzmarkt (Targ Drzewny), das rechte die Toilette in der Kleinen Gerbergasse (Podgarbary), einer Seitenstraße der Langgasse nahe dem Langgasser Tor. - Beide öffentlichen Toiletten sind in neuen Stadtplänen von Danzig mit entspr. Angaben bereits eingetragen.
              Angeh

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              • Ulrich 31
                Forum-Teilnehmer
                • 04.11.2011
                • 8570

                #67
                AW: Toilette

                Hier finde ich heute Abend diesen u.a. Artikel im Tagesspiegel online, der über eine neue Variante öffentlicher Toiletten (sog."Pop-up Toiletten": im Boden versenkt, bei Bedarf ausfahrbar) berichtet, die speziell im Bereich von Großveranstaltungen und vor stark frequentierten Kneipen installiert werden sollen. Diese Toilettenart (Name: "Urilift" und "Urilady") wird bisher nur in Holland produziert und in Amsterdam und in London bereits genutzt. - Wohl (noch) kein Modell für das heutige Danzig.

                http://www.tagesspiegel.de/berlin/to.../11828234.html .

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                • Antennenschreck
                  Forum-Teilnehmer
                  • 05.09.2011
                  • 1833

                  #68
                  AW: Toilette

                  Hallöle,

                  da kann man nur hoffen, dass das Ding mit der Versenkung immer akkurat funktioniert und sich nicht schon vorzeitig im Boden versenkt. Also ich würde da wahrscheinlich nur aus der Ferne reinp...en, aus Angst in die Brühe getaucht zu werden. Aber das alles hat ja nix mit Danzig zu tun.

                  Tschü......
                  Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                  • sarpei
                    Forum-Teilnehmer
                    • 17.12.2013
                    • 6091

                    #69
                    AW: Toilette

                    Hallo nochmal,

                    ich hab's ja erst nicht glauben wollen, aber die Danziger Adressbücher enthalten offenbar eine Anlistung der öffentlichen Bedürfnisanstalten!
                    Hier der älteste gefundene Eintrag aus dem Buch von 1898:

                    [ATTACH=CONFIG]19703[/ATTACH]


                    Viele Grüße

                    Peter
                    Angeh

                    Kommentar

                    • Antennenschreck
                      Forum-Teilnehmer
                      • 05.09.2011
                      • 1833

                      #70
                      AW: Toilette

                      Hallöle,

                      zum Thema Stadtentwässerung in Danzig:

                      neben Frankfurt a.M. und Stettin gebührt der Stadt Danzig das Verdienst, als eine der ersten Städte Deutschlands die sanitären Verhältnisse durch die Aufstellung und Ausführung eines umfassenden Kanalisationsplanes von Grund aus gebessert zu haben.

                      Geschichtliches:

                      Nachdem die Frage der Wasserversorgung für die Stadt gelöst war, trat der Magistrat schon im Juli 1863 mit dem geheimen Oberbaurat Wiebe aus Berlin zwecks Aufstellung eines Entwurfes für die Reinigung und Entwässerung Danzigs in Verbindung. Die am Beginn der Kanalisationstechnik für eine Anlage dieser Art erforderlichen eingehenden Vorarbeiten und die sich daran knüpfenden Verhandlungen erforderten mehrere Jahre. Erst 1869 konnte mit der noch heute (1907) am Ort bestehenden Baufirma J. u. A. Aird der General-Enterprise-Kontrakt abgeschlossen werden, auf Grund dessen der Firma die Ausstellung der Sonderpläne und die Ausführung der gesamten Anlage übertragen wurde. Gleichzeitig begann die Bauausführung, welche trotz der nachteiligen Auswirkungen des Krieges und insbesondere der Blockade des Danziger Hafens so beschleunigt wurde, dass die Inbetriebnahme schon am 16. Dezember 1871 erfolgen konnte.
                      Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                      • Antennenschreck
                        Forum-Teilnehmer
                        • 05.09.2011
                        • 1833

                        #71
                        AW: Toilette

                        Beschreibung des Rohrplanes:

                        Das damals nach dem Schwemmsystem ausgeführte Rohrnetz entwässerte ein bebautes Gelände von 266,49 ha und umfaßte neben der inneren Stadt noch die zwischen den inneren und äußeren Festungswällen belegenen sogenannten Außenwerke. An diese erfte Anlage, welche sich in den langen Jahren durchaus bewährt hat, werden noch heute die Schmutzwasserkanäle angeschlossen, während das Tagewasser jetzt teils oberirdisch, teils durch eigene Leitungen (und zwar etwa seit dem Jahre 1895 bei Neuanlagen allgemein) unmittelbar dem nächsten Vorfluter zugeführt wird. Durch diesen allmählichen Übergang vom Schwemm- zum Trennsystem ist erreicht worden, daß trotz der fast um 90000 Seelen vermehrten Bevölkerungszahl der Stadt die ursprünglich gewählten Kanalabmessungen sowie auch die Pumpstaion den gesteigerten Anforderungen bis heute noch genügten.
                        Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                        • Antennenschreck
                          Forum-Teilnehmer
                          • 05.09.2011
                          • 1833

                          #72
                          AW: Toilette

                          Entwäfferungsgebiete:

                          Die innerhalb der ehemaligen Wälle belegene Stadt ist in drei Entwässerungsgebiete geteilt:

                          a) Die Rechtstadt entwässert nach dem sogenannten Abfangsystem in einen Sammelkanal, der parallel dem westlichen Mottlauufer verläuft;

                          b) die Altftadt und

                          c) die Niederstadt führen ihre Abwässer in einen mitten durch den Stadtteil gelegten Sammler .

                          Die Abwässer der Gebiete a) und b) werden nach der Vereinigung am Kalkorte gemeinsam mittels eines schmiedeeisernen Dükers von 710 mm Durchmesser unter der Mottlau, die zu c) ebenfalls mittels eines solchen Dükers von 470 mm Durchmesser unter dem Kielgraben der auf der Kämpe errichteten Pumpstation zugeführt. Die Lage Danzigs zu den beiden Flüssen Mottlau und Radaune sowie die Festungsgräben ring um die Stadt ermöglichen für die meisten Teile des Rohrnetzes eine Spülung mit Flußwasser, sie bilden aber gleichzeitig auch die Vorfluter für die Notausfälle.
                          Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                          • Antennenschreck
                            Forum-Teilnehmer
                            • 05.09.2011
                            • 1833

                            #73
                            AW: Toilette

                            Einzelheiten der Kanäle:


                            Die Sammelkanäle sind als Kreis- bzw. Eiprofile in Ziegelmauerwerk, die Nebenkanäle aus Tonröhren und die Druckrohrleitungen, wie schon erwähnt, aus Schmiedeeisen hergestellt. Die Eiprofile haben die heute selten vorkommenden Abmeffungen 63/94, 73/125 und 94/141 cm und, entfprechend den wenig geneigten Straßenzügen in der inneren Stadt, ein Gefälle bis zu 1:1500 (Alt- und Rechtstadt) bzw. 1:2400 (Niederstadt), die Tonröhren haben Weiten von 235 bis 520 mm und ein Gefälle von 1:100 bis 1:600.


                            Einsteige- und Spülschächte:

                            Neben den runden und von der heutigen Form wenig abweichenden Einsteigeschächten wurden an vielen Stellen Spülschächte angeordnet. Auf die Anordnung möglichst vieler bei dem geringen Gefälle namentlich der Hauptkanäle durchaus notwendiger Spülvorrichtungen ist besonderer Wert gelegt. Außer diesen Spülschächten, welche mit den meist höher gelegenen Wasserläufen Danzigs in direkter Verbindung stehen, dienen eiserne Spültüren, ferner eine von der Radaune gespeiste besondere Spülleitung und endlich die städtische Wasserleitung dazu, die Kanäle von Sinkstoffen zu befreien.
                            Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                            • Antennenschreck
                              Forum-Teilnehmer
                              • 05.09.2011
                              • 1833

                              #74
                              AW: Toilette

                              Pumpstation:

                              Die vorgeklärten Abwässer der Stadt werden nach dem Durchfließen der Düker dem mit Vertikalrechen ausgestattetem Sammelbrunnen der Pumpstation auf der Kämpe zugeführt. Den Pumpbetrieb bewirken zwei Wolffsche Balancier-Dampfmaschinen von je 60 Pferdestärken mit je einer direkt am Balancier gekuppelten, stehenden, doppelt wirkenden Plungerpumpe. Die Maschinen sind gleich stark und dienen einander als Reserve. Zur Dampferzeugung sind drei Cornwallkessel mit je zwei Flammrohren und Gallowayrohren vorhanden, von denen immer nur einer sich in Betrieb befindet.

                              Eine Pumpe fördert pro Hub ca. 900 Liter Wasser durch die etwa 3000 m lange Druckleitung von 575 mm Durchmesser nach dem 5,8 m höher belegenen Hauptkanal der Rieselfelder. Zur Entlastung des Kanalnetzes ist ferner für die besonders tief gelegene Niederstadt eine direkt angetriebene Dampf-Zentrifugalpumpe, eine sogenannte Flutpumpe, in der Pumpstation aufgestellt, durch welche bei hohem Wasserstande der Mottlau das niederstädtische System bei stärkeren Regenfällen entlastet wird. Reicht bei stärkeren Regenfällen die Leistung der Pumpe auch nicht mehr, so wird der Zulauf aus der Rechtstadt abgeschlossen und durch die Regenauslässe abgeführt.
                              Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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