III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

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  • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 5206

    #121
    AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

    Hallo Uwe
    Schließe mich an .... ein sehr sehr schöner Erlebnisbericht -- DANKE !!!
    Viele Grüße
    Hans-Jörg

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    • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
      Forum-Teilnehmer
      • 10.02.2008
      • 5206

      #122
      AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

      Zitat von Wolfgang
      <Herzliche Grüße aus Danzig wo sich gerade der Tag im Westen verabschiedet mit zartblauen Farben am Himmel die in ein Orangebraun übergehen um dann am Horizont an eine Farbmischung von Orange und Lila zu erinnern.

      Hallo Wolfgang
      Sehr schöne " Wolkenbeschreibung" .... konnte ich mit der Web-Cam verfolgen....
      Viele Abendgrüße
      Hans-Jörg

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      • magdzia
        Forum-Teilnehmer
        • 06.12.2009
        • 464

        #123
        AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

        Guten Abend an alle,

        da muss ich Wolfgang recht geben, ein Wahnsinns-Programm für die kurze Zeit. Aller Achtung.

        So etwas ist mir noch nie gelungen, selbst beim längeren Aufenthalt, aber ich war ja auch mehr am Rumplachandern als Besichtigen.

        Viele Grüße
        Magdalena

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        • Robert Kampe
          Forum-Teilnehmer
          • 05.01.2010
          • 72

          #124
          AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

          Hallo alle Daheimgebliebenen!
          Heute habe ich keine Fragen, sondern ich möchte Euch von unserer Danzigreise berichten.
          Danzig, eine traumhaft schöne Stadt! Nach einem unspektakulären Flug landeten wir am Donnerstagabend, dem 20.5., in Danzig. Am Flughafen wurden wir von einem Taxifahrer erwartet und zu unserem Hotel Bonum ex Aureus gebracht. Ein fantastisches „kleines Hotel“, direkt in der Altstadt, ( gegenüber der alten polnischen Post) total zentral gelegen. Noch am gleichen Abend spazierten wir zur Mottlau und konnten bei lauem „Sommerabend“ den ersten Eindruck von Danzig bei Nacht gewinnen. Gestärkt mit einem Piwo fielen wir dann erschöpft in die Betten.
          Freitag 21.5. schlenderten wir durch die Straßen, die wie zu einem Stadtfest geschmückt waren. Hier und da fand man öffentliche Ausstellungen, in Form von übergroßen Fotos, die z. B. alte Luftaufnahmen der Stadt zeigten oder besondere Ereignisse darstellten. Leider wurden nur bei wenigen Ausstellungen die Bilder mit der deutschen Sprache kommentiert. Fand es für ein „Welttreffen“ etwas mager!
          Gegen Mittag trafen wir uns mit einigen Forumsmitgliedern und konnten uns so ein Bild machen, wer sich hinter dem ein oder anderen Pseudonym verbirgt. Überwiegend war es eine auf Anhieb sympathische Gruppe. Gemeinsam wurde bei einem Piwo erzählt. Wolfgang verteilte an interessierte Karten für ein Konzert, was am Sonntagabend in der Philharmonie von Danzig gegeben wurde und er lud Interessierte zur Eröffnungsfeier der Silberausstellung ins Uphagenhaus ein, die an diesem Nachmittag statt fand. Ein Deutscher, ehemaliger Danziger, übergab der Stadt Danzig seine Sammlung.
          Jeden Abend fand auf dem Kohlenmarkt ein Openair Konzert statt, was jeweils unter einem anderen Motto stand. Daneben wurden an Ständen landestypische Speisen und (Piwo) angeboten. Dort saß man international zusammen und kam auch mit dem ein oder anderen zusammen ins Gespräch. Mit 3 allein gereisten Herren aus dem Forum hatten wir intensiveren Kontakt und verbrachten viele nette Stunden zusammen.
          Am Sonntag waren wir dann in Zoppot, an dem Haus meiner Großeltern. ( Wir waren schon mal 1989 dort, aber ich traute mich damals nicht, auf das Grundstück zu gehen.) Diesmal war ich mutiger, betrat das Grundstück, um die Haustüre zu fotografieren, da kam eine Frau mit Hund aus dem Gartenbereich zu uns und fragte, zu wem wir wollten. Sie sprach englisch und so konnten wir ihr erzählen, dass dieses Haus einmal meinem Großvater gehörte und wir nur mal schauen wollten. Sie erzählte uns, dass in diesem Haus jetzt 3 Eigentumswohnungen seien und sie in der unteren Wohnung wohnte. Wenn wir Lust hätten, sie würde es uns zeigen. Für mich war es erschlagend, das Haus meines Opas betreten zu können- Wahnsinn-! Beim Eintritt ins Haus zitterten meine Knie so stark, dass ich kaum die ersten Treppen hoch kam. Man sah den alten Glanz noch, aber es schrie nach Renovierung. Sie zeigte uns das Wohnzimmer und den Raum daneben. Alles riesengroß, die Türen und der Kachelofen original, bei den Fenstern bin ich mir nicht sicher, ob es noch die alten sind, zumindest sehen sie aus wie die von früher, laut Bild. Ich durfte auch noch Fotos machen. Leider sind nicht alle scharf, da mein Zustand hundserbärmlich war, so ergriffen war ich.
          Montags starteten wir mit dem Schiff zur Westerplatte, von da aus zu Fuß zur Fähre um in Langfuhr den Friedhof zu suchen. Dieser ist inzwischen zum Park geworden und nur ein Denkmal weist darauf hin, dass es sich hier um den ehemaligen Friedhof von Langfuhr handelt. Habe noch einige alte deutsche Grabplatten gefunden und fotografiert. Sollte es mir gelingen sie hier zu installieren, könnt Ihr sie Euch ansehen. Mit der Bahn fuhren wir nach Oliva (das übliche Programm, Schlosspark, Kathedrale, Friedhof). Danach machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, um unseren Leihwagen zu holen. Über Ohra fuhren wir zurück nach Danzig. Dort fanden wir per Zufall das zweite Haus meines Opas . Dieses Haus ist um 1800 gebaut worden und wurde von Opa 1911 erworben. Dort lebte und arbeitete er, bis er 1928 dann das Haus in Zoppot kaufte und 1945 verließ.
          Am Dienstag reisten wir nach Honigfelde, zum Ursprungsort meines Opas. Dort lernten wir meinen Großcousin und seine Frau kennen. Gemeinsam fuhren wir zu den Grundstücken von Opas Geschwistern, die dort bis zu ihrem Lebensende lebten. Um den Friedhof zu besuchen, fehlte uns die Zeit. Die Aufnahmen von der bedrohlichen Weichsel versuche ich Euch auch zu zeigen. Dienstag, am späten Abend, flogen wir dann leider wieder zurück in den Westen. Von den großen, tollen, bewegenden Eindrücken total beduselt habe ich mich jetzt erst etwas erholt und kann Euch deshalb erst heute berichten.

          Miriam, mir ist bei dieser Reise keinmal der Gedanke gekommen, irgendwo die Möglichkeit des Internets in Anspruch zu nehmen, so egoistisch es klingt, für mich war nur das Hier und Jetzt wichtig.

          Sicher ist, wir werden uns wieder auf die Reise in die Stadt „meiner Träume“ machen. Schließlich haben wir viele Störche gesehen, die ja bekanntlich das weitere Reisen prophezeien! Gruß Mene

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          • seemann2
            Forum-Teilnehmer
            • 05.04.2009
            • 14

            #125
            AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

            Grüße Euch,
            uns hat es gefallen, rund um.
            In Glettkau spürte ich wieder das kribbeln in den Füßen und ich war verführt die Schuhe auszuziehen, aber dann meinte ich doch zu mir spinne jetzt nicht rum.
            Ich habe auf den ehemaligen Netzplatz meines Vaters wieder eine Flunder gegessen und wieder feststellen, nirgendwo schmeckt die Flunder wie in der Danziger Bucht. Ich lasse ja wirklich auch nur noch blanke abgelutschte Gräten über, die Polen schauen dann immer ein wenig zu mir rüber und wundern sich, aber mich stört es nicht.
            Beim schlendern dann durchs Dorf lernte ich einen Hiesigen kennen, er benannte sich selbst so, er war schon vorher da, heißt es.
            Meine Mutter hätte ihn früher die Windel gewechselt erzählte er, es war eine angeregte Begegnung.
            An meinen Geburtshaus kam gerade ein Pole raus dem wir dieses mitteilten , er aber meinte das wäre unmöglich das Haus war ein Feuerwehrhaus gewesen und kam dann mit einen Reklameschild an auf dem stand: gegen Feuer versichert.
            In Brösen dann lernte einen Hiesigen kennen, der wohnte noch in den Räumen in der er Geboren war. 15 Kinder waren sie und die Russen haben uns vor den Polen beschützt erzählte er.
            Bis 1952 war er Fischer gewesen dann Nationaler Fußballspieler in der Polnischen Mannschaft.
            Er war auch in den Verein der Danziger Minderheit und hatte auch eine Einladung.
            Dann war noch ein Hiesiger aus Langfuhr, der wollte auf den Kohlenmarkt die freie Danziger Republik ausrufen.
            Zum Schluss wäre noch zu erwähnen, ich wünschte den Gegenkandidaten von Kaschinsky viel Erfolg zur Präsidentenwahl, warum ich es als Deutscher dieses täte wollte er wissen, na ja, Kaschinsky ist Nationalist und ist das gut für Danzig? Denn ich bin Danziger, und ich auch sagte er dann und wir haben herzlich gelacht.
            Abgefahren habe ich die Dörfer von Glettkau bis Westneufähr.
            Nähstes mal geht es weiter.


            Grüße Erwin - Glettkau
            Irrtümer haben ihren Wert;
            jedoch nur hie und da.
            Nicht jeder, der nach Indien fährt
            entdeckt Amerika.

            Erich Kästner

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            • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 5206

              #126
              AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

              Vielen Dank Mene und Erwin für Eure schönen Berichte !!!!!

              Viele Grüße
              Hans-Jörg

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              • Rudi
                Forum-Teilnehmer
                • 12.02.2008
                • 108

                #127
                AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                Hallo Uwe. Vielen Dank für die schnelle Antwort. Der Name deiner Urgroßeltern kommt mir bekannt vor. Ich kann mir Vorstellen wo sie gewohnt haben. Da es nur zwei Eingänge zu der Kolonie gab, einer Richtung Madeburger Str. der andere Bärenweg. Ich denke deine Urgroßeltern sind wohl ein Teil älter als ich. Ich bin Jahrgang 1925.
                Viele Grüße von
                Rudi.

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                • grabschau, + 06.11.2012
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 496

                  #128
                  AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                  Zitat von Hans-Joerg
                  Vielen Dank Mene und Erwin für Eure schönen Berichte !!!!!

                  Viele Grüße
                  Hans-Jörg
                  ich hab' sie auch grad gelesen :heartank an Euch- Sigi-Paris

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                  • mottlau1
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.02.2008
                    • 1720

                    #129
                    AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                    Hallo ins Forum,

                    da ich etwas ab vom Schuß in Dirschau meinen Standort hatte und ja mehrmals -seit 1978 jedes Jahr- Danzig und Umgebung besuchte war für mich der " Höhepunkt das sogenannte Treffen mit den Forumsmitgliedern " im Brauhaus -Hotel Gdansk-. Weil meine Familie in Dischau sehr großzügig ist brauchte ich mir kein Mietauto in Quaschin bei ebenfalls Familie- Walder von TOYOTA- einer Kusine - mieten. Ich bekam von meinem Kusin aus Dirschau ein Auto für meine Rundfahrten gestellt; sogar eine VW TDI. Sie wissen, dass ich sehr gerne flott fahre. Dort wohne ich und fuhr zuerst nach Marienburg. Dort waren viele Busse von Besuchern aus Deutschland. Was sehr schön anzusehen war, waren alte Fotos von der Marienburg vor zig Jahren an Zäunen angebracht. Da ich die Burg schon zig mal besichtigt habe ging ich nicht hinein, sondern spazierte an der Nogat entlang.Später besuchte ich einen Freund der in einer Baufirma Chef ist aber aus Oesterreich stammt.
                    An einem anderen Tag fuhr ich in den kl. Ort Gartschau heute Gorzedziej. Er liegt in der Nähe von Subkau heute Subkowy ca 7 km entfernt von Dirschau -Tczew und ca 39 km von Danzig. Dort gibt es eine kl. Kirche die vom hlg. Adalbert stammen soll mit Friedhof. Sie ist sehr schön u. sehr alt. Vom Friedhof hat man einen wunderbaren Blick zur Weichsel die einen sehr weiten Auslauf bei Überschwemmungen hat. Darüber ist auch eine Brücke die nach Marienburg führt. Weit zwischen den Feldern von Maly G. liegt ein altes Gut zu dem vor vielen Jahren viele ha Ackerland gehörten. Inmitten eines uralten Baumbestandes liegt ein Gutshaus das noch vor ca zehn Jahren völlig ausgebrannt war. Im Inneren gab es keine Elektrizität und nichts an Wasserleitung. Kein Stockwerk war mehr erhalten. Meine Familie-es sind drei Brüder die sich gegenseitig immer finanziell helfen- hat diese alte Villa als Ruine gekauft und mittlerweile gibt es darin neun Gästezimmer jedes mit Bad und im Anbau gibt es ein kl. Schwimmbad u. einen wunderbaren Wintergarten. Drumherum sind uralte Bäume in denen die Störche ihre Nester haben. Darum trägt das Anwesen inzwischen den Namen: Storchennest. Dort herrscht traumhafte Stille. Da bin ich meist an Wochenenden. -
                    An einem Tag fuhr ich Richtung Berent- Koczierzyna. In der Ortsmitte wird gerade der Rinnek- Marktplatz neu hergerichtet. Am Rand davon gibt es ein Informationsbüro wo man viele kaschubische Dinge erstehen kann. Die Mitarbeiter sprechen englisch und sind sehr freundlich. - Da ich mich dort auskenne parkte ich den PKW auf einem Parkplatz der mir vertraut ist. Die kennen mich schon seit Jahren. - Von dort aus fuhr ich in Richtung Schönberg- heute Szymbark wo die berühmten Holzhäuser u. vieles mehr der Fa. Danmar zu besichtigen sind.
                    Als ich dort ankam war eine Veranstaltung die was mit Sibirien zu tun hatte. Draußen auf dem Parkplatz standen ca 30 Busse . Als ich mein Ticktl für 10Zloty gelöst hatte sah ich viele Schulkinder mit Lehrpersonal die die vielen Häuser und die Kirche besichtigten. Die Kinder hatten sich eine Wurt gekauft und piekten die auf einen langen Stock u. hielten den über einen gr. Rundgrill. Auch eine kaschubische Kapelle von drei Männern spielte kaschubische Lieder. Dort gibt es das berühmt "Haus inkl. Möbeln , das auf dem Kopf steht". Eine echte Attraktion!- Zudem ist ein Hotel im Bau mit drei Stockwerken in dem viele Menschen in dunkler Kleidung versammelt waren. Sie hatten Fahnen mitgebracht, die an eine Prozession erinnerten. Im Saal wurden viele Reden gehalten die ich aber leider nicht verstand. -Schade- polnisch müsste man verstehen. Aber ich durfte Fotos dort machen. -
                    Ja und was unternahm ich noch? Nun ich war zwei Mal in Zoppot . Unter anderem führte mich mein Weg wie immer wenn ich dort bin zu unserem lieben Peter Oestmann vom Minigolfplatz. In der Taverna gibt es immer was wenn man was für den Hunger braucht. - Und ich war zwei Mal zum Treffen unserer Forummitglieder. Beim ersten Eintreffen sah ich als ich das Auto im Jachthafen parkte schon Wolfgang mit Ruth. Wunderbar- vertraute Gesichter wiederzutreffen. Danach trafen noch Ursula mit Gefolge ein, Regina, Marek , dann kam ein Herr mit Sonnenbrille vorbei und wen erkannte ich -Erhart mit Schwester u. Schwager u. Erwin mit Frau und natürlich mein verehrter Peter aus Freiburg. -Also fast alles alte Bekannte. ----Beim zweiten Treffen fanden wieder andere Mitglieder sich ein. Einfach klasse -nun weiß ich wer ist wer und die Anonymität hat ein Ende.
                    Ich selbst war von meiner Ankunft an drei Mal in Danzig. Eine nette Fahrt von ca 55 km von Dirschau. Aber dank der neuen Autostrada ist man ruckzuck über Ohra in Danzig -Mitte. Ich parke immer auf dem Parkplatz am Theater.
                    Da ich mich seit 1978 mehrmals in Danzig aufhalte kennt mich sogar schon der Mann im Kantor u. gibt mir oft beim Umtausch paar Zlotys mehr. Ich gehe gerne in die ul.Piwna-Jopengasse in ein relativ einfaches Lokal um dort jede Art von Fischfillet zu essen. Die wissen schon, daß ich die Soße nicht auf den Fisch direkt möchte sondern separat in einem Pfännchen- u. zwar Koperka. Dort ist es nicht so vornehm wie an der Mottlau aber immer sehr schmackhaft u. frisch zubereitet. - Bernstein habe ich nicht gekauft weil ich in den vielen Jahren so manches erstanden habe u. nun ist damit echt Schluß. Ich habe Ketten mit Einschlüssen, Armbänder, Ohrringe u. Ringe in vielen Arten. Manches Stück habe ich auch in Nickelswald an einem einfachen Stand gekauft. Kann es sein, daß der Bernstein einen wärmt- ich habe beim Tragen der Stücke den Eindruck oder ist es nur Einbildung? Egal- mir macht es Freude.
                    Ich war auch noch auf den Friedhöfen Silberhammer und Brentau. In Silberhammer liegt mein Opa begraben. Sein Grab habe ich zwei Mal gekauft u. es läuft im Jahr 2014 ab. Auf dem Friedhof Brentau liegen mein Bruder der mit acht Monaten starb und meine Oma die nur 51 Jahre wurde. - Dieser Friedhof ist nicht sehr in Ordnung aber kein Wunder nach den vielen Jahren. --Ich gehe wegen der Ruhe sehr gerne auf Friedhöfe. Wenn ich nach Karzcemki, Dobrezewino und Kielno fahre besuche ich erst mal die Verwandten. Danach besuche ich meine Ahnen die dort begraben sind. Aber auch andere Verwandten die dort zur letzten Ruhe gebettet wurden. --Auf dem Rückweg führt mich der Weg nach Quaschin wo eine Kusine mit Familie wohnt. Da wartet immer ein guter Kaffee mit Kuchen auf mich.
                    Sonst fahre ich auch oft nach Kahlberg-Krinica Morska wo ein Bekannter sein Segelschiff liegen hat. Doch das war mir dieses Mal zu weit. Der Weg dahin führt über Stutthof. Vor zwei Jahren habe ich mir dort zwei Büher über das KZ gekauft.
                    -Nun wißt ihr was ich so alles abfahre und wo meine vielfältige Familie, die dort verblieben ist , noch heute lebt.
                    Hoffe ich bin nicht zu sehr ausgeufert mit dem Bericht.

                    Liebe Grüsse Mottlau1 -Jutta aus Hochstriess.
                    Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
                    (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

                    Kommentar

                    • Uwe
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.08.2008
                      • 1962

                      #130
                      AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                      Liebe Jutta,

                      finde Deinen Bericht sehr interessant, schön das Du so viele Verwandte in der Gegend von Danzig hast und noch schöner, das es teilweise noch die Gräber Deiner Verwandten gibt.

                      Herzliche Grüße

                      Uwe
                      Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                      Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

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                      • Insel2008
                        Forum-Teilnehmer
                        • 29.03.2008
                        • 779

                        #131
                        AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                        Vielen herzlichen Dank für all Eure Berichte:-))
                        Ich habe es sehr bedauert, nicht dabei gewesen zu sein. Wenn ich es schaffe, nach Danzig zu kommen muß ich mir glatt einen eigenen Wegweiser erarbeiten, so viel werde ich mir ansehen müssen.
                        Grüße von Inselchen2008
                        Meine Namens-u.Ortsuche:
                        https://www.danzig.de/showthread.php?5465-Steinchen-für-Steinchen-zum-Mosaik

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                        • weimora

                          #132
                          AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                          Im Gegensatz zu den nach 1945 verschwundenen Gräber der ehemals deutschen Bewohner Danzigs, sind die Gräber der polnischen Verwandten zum grossen Teil erhalten geblieben. Allerdings auch durch Kauf durch Angehörige oder Nachkommen der genannten Verwandten.

                          Viele Grüsse
                          weimora

                          Kommentar

                          • clarina414
                            Forum-Teilnehmer
                            • 11.02.2008
                            • 31

                            #133
                            AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                            Hallo Forum,

                            aus Danzig zurück und doch erst jetzt wieder richtig zu Hause (bedingt durch zwei große feierintensive runde Geburtstage im Raum Stuttgart) melde ich mich erst heute.

                            Ich kann verstehen, dass das Verlangen nach Informationen über das Welttreffen groß war. Das Programm war ja so vielfältig, dass es schwierig war, die Übersicht zu behalten. Auch wir haben wenige der vielen interessanten Themen, die wir uns markiert hatten, geschafft. Wir haben uns einfach von der Stimmung in der Stadt und der guten Laune treiben lassen.

                            Da wir schon zwei Tage vor dem Welttreffen in Danzig waren, haben wir die Zeit genutzt, um einige für uns wichtige Vorhaben umzusetzen. Mit Reginas Hilfe und einem Taxi haben wir Ohra aufgesucht. Viel haben wir nicht mehr vorgefunden, aber immerhin waren wir in dem Haus, in dem meine Eltern nach ihrer Hochzeit im Jahr 1938 wohnten. Es wird gerade total umgebaut, aber meine Schwester konnte sich noch an Einzelheiten, z. B. eine Falltüre in der Küche, erinnern.

                            Auch Kladau/Danziger Höhe, wo meine Mutter aufgewachsen ist, haben wir besucht. Ist schon merkwürdig, einen Weg entlang zu laufen, den schon die Mutter als Kind liebte.

                            Dann wieder Danzig, die vielen Gassen, auch vertraut aus früheren Erzählungen der Eltern, die nicht mehr leben.

                            Am Donnerstag dann der erste feste Programmpunkt: Treffen mit Wolfgang und anderen Forumsmitgliedern. Wolfgang, Jutta und Regina kannte ich schon, kennen gelernt haben wir u.a. Marek (Wolfgang, ich habe auch ein Foto von euch beiden), Peter, Erhard, Erwin den Seemann und Wolfgangs Mutter. Es war ein gemütliches Beisammensitzen im herrlichen Sonnenschein auf der Terrasse des Hotels Gdansk. Später mit der Fähre über die Mottlau zurück und Bummel durch die Stadt, überall Musik.

                            Am nächsten Tag erleben wir die Vorbereitungen zur Eröffnungsparade. Die Ritter legen ihre schwere Rüstung an. Die Stelzenläufer schminken sich noch. Auf dem Kohlenmarkt am Stand der Stadt Danzig treffen wir Irena, eine ganz reizende Danzigern, die uns an diesem und den folgenden Tagen mit Informationen und vielen Souvenirs versorgt. Wir dürfen uns in das Buch der Stadt eintragen und bekommen als Gegenleistung eine schönen Kunststoffquader mit dem Wappen der Stadt eingraviert mit dem Zertifikat, das wir Danziger sind. Die Armbänder mit der Aufschrift „Jestem z Gdanska“ (ich bin ein Danziger) tragen wir bis zur Heimreise. Übrigens Jutta, wenn du dies liest, Irena hat denselben Geburtsnamen wie du, wenn ich mich recht erinnere! Die Adresse von ihr habe ich, falls es dich interessiert.

                            Fast haben wir dadurch die Eröffnungsparade versäumt. Wir überholen sie aber noch und machen viele Fotos. Die anschließende Darbietung auf der Bühne verstehen wir allerdings nur zum Teil, da ausschließlich polnisch gesprochen wird. Der Stimmung tut das keinen Abbruch.

                            Die Segelparade zur Eröffnung der Segelsaison am nächsten Tag ist wohl nicht das, was wir uns davon versprochen haben (mein Cousin ist Segler). Was soll’s, die Sonne scheint. Wir beschließen, einen Ausflug mit dem Zug nach Zoppot zu machen. Viel wurde dort gebaut, seit unserem letzten Besuch vor 5 Jahren hat sich einiges verändert. Auf der Mole geht aber nach wie vor heftiger Wind. Wird dort ein Yachthafen gebaut? Den Plänen nach, die dort hängen, sieht es so aus.

                            Leider habe ich durch diesen spontanen Besuch, die Buchvorstellung des Literarischen Reiseführers versäumt. Das Buch habe ich mir aber nachträglich besorgt. Es ist wirklich lesenswert! Auch das Buch mit den alten Luftaufnahmen von Danzig habe ich.

                            Am Sonntag sehen wir wieder einen Umzug, wie ich erst jetzt feststellte, war das die Bernsteinparade.

                            Die Städt. Galerie bzw. Günter Grass Galerie haben wir besucht. Thema: Nachbarn. Besonders gefallen hat mir die Rauminstallation von Tom Schön „Die Gegend gegenüber“. Im Raum waren rohe Eier aufgehängt, die die Zerbrechlichkeit polnisch-deutscher Themen darstellen sollen.

                            Eine weitere Ausstellung „Danzig – eine Stadt der vielen Kulturen. Zurück zu den Wurzeln“ haben wir nicht gefunden. Zwar hatten wir einen wunderbaren Ausstellungskatalog, aber von der Ausstellung wusste keiner was. Wir sind durch die Stadt geschickt worden bis unsere Füße wund waren. Dann haben wir aufgegeben.

                            Abends war das Galakonzert in der Baltischen Philharmonie, zu dem Wolfgang uns freundlicherweise Karten besorgt hatte. Schon das Gebäude ist sehr imposant und wir haben uns gefreut, es auch von innen sehen zu können.

                            Leider haben wir nur raten können, worum es vor Beginn des Konzertes ging, es wurde fast nur polnisch gesprochen. Einige Erklärungen auch in deutsch wären sehr hilfreich gewesen. Allerdings war das anschließende Büfett lecker und international verständlich.

                            Den Abend haben wir wieder ausklingen lassen im Hotel Gdansk, das sich in dem ehemaligen historischen Speicher an der Mottlau befindet. Es ist zugleich ein Brauhaus und die Chefin soll eine Bayerin sein. Später haben sich dort noch eingefunden Peter (perepere) und Wolfgang (Danzig-Fan). Wolfgang hat uns so viele interessante Tipps gegeben, aber wir waren an dem Abend so kaputt (Sorry, Wolfgang!).

                            Nachdem unser Pfingstmontag in Polen kein Feiertag ist, haben wir Tomek in seiner Bernsteinfirma besucht. Vielen Dank, Tomek, für die sehr interessante Führung!!

                            Nachmittags hat es uns noch mal an das Meer gezogen, wird sind mit der Straßenbahn nach Heubude gefahren. Allerdings hat da ausgerechnet das Wetter umgeschlagen und es fing an zu regnen. Schweren Herzens habe ich mein Bad in der Ostsee bleiben lassen.

                            Zum Abschluss unserer Reise waren wir abends mit Regina im Lachs essen und haben uns dort verwöhnen lassen. Der Ausklang fand dann im „Goldwasser“ mit dem obligatorischen Goldwasser statt.

                            Viele Grüße
                            Ursula



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                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #134
                              AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                              Schönen guten Abend,
                              hallo Ursula (stellvertretend für alle anderen Berichterstatter grüße ich Dich als letzte Schreiberin),

                              vielen Dank für alle Eure Berichte. Es war hochinteressant zu lesen, was Ihr alles erlebt habt und wie Ihr diese Danziger Tage verbrachtet. Erika und Paul: Ich hoffe, Ihr habt nun einen kleinen Eindruck darüber gewinnen können, was in Danzig während des Welttreffens vor sich ging. Ursula zeigte es auch auf, dass viele Teilnehmer ihr eigenes Programm hatten, das durch die vielen Veranstaltungen des offiziellen Welttreffens ergänzt wurde.
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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