III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

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  • magdzia
    Forum-Teilnehmer
    • 06.12.2009
    • 464

    #106
    AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

    Hallo Erika und Paul,

    ich habe Bilder von dem III Welttreffen für euch auf der Seite von "gdansk.pl" gefunden.



    Eine Beschreibung (Programmverlauf) gibt es zwar auch, allerdings nur auf polnisch.
    Teilgenommen haben die heutigen und ehemaligen Bewohner Danzigs, gebürtige Danziger, Menschen die Danziger Abstammung sind und Liebhaber der Stadt Danzig.
    Es waren ungefähr 1500 Teilnehmer aus dem Ausland: Australien, Neuseeland, USA, Deutschland, Israel und vielen europäischen Ländern.

    Viele Grüße
    Magdalena



    Viele Grüße
    Magdalena

    Kommentar

    • akirepaul
      Forum-Teilnehmer
      • 11.02.2008
      • 236

      #107
      AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

      Guten Morgen Magdalena,
      herzlichen Dank für Deine Information. Finden wir ganz toll. Das Programm ließt sich sehr gut. Kommt das nicht viel zu spät??? Genau das ist es, was wir meinen. Wolfgang hätte daraus das Treffen der Forums Teilnehmer erarbeiten müssen. Im Forum Danzig veröffentlichen, jeder der Teilnehmer hätte entscheiden können woran er teilnehmen will und daraus wäre dann ein eigenes 3 Tage Programm für die Teilnehmer aus dem Forum entstanden. Nur das hätte früh genug passieren müssen. So hätte man beim Erstellen dieses eigenen Treffen, die Veranstaltungen in deutscher Sprache berücksichtigen können. Das dies mit viel Arbeit verbunden ist, ist klar. Wolfgang als Initator und Admi unseres Forums hatte die Fäden in der Hand. Er ist oft genug in Danzig und konnte bestimmt das Programm sich besorgen. Wir meinen uns zu erinnern, dass des öfteren im Forum Danzig um Einzelheiten und Abläufe für das III. Welttreffen nachgefragt wurde. Nun ist es zu spät.
      Was uns immer noch nicht so richtig klar ist, was sollen diese Welttreffen eigentlich bedeuten. Den Sinn und Zweck haben wir noch nicht verstanden. Wie Wolfgang ja selbst schreibt, wurden die Reden in polnischer Sprache gehalten. Wir vermuten, dass von den ca. 40 Teilnehmern aus unserem Forum der größte Teil der polnischen Sprache garnicht mächtig ist. Vielleicht hätte man simultan übersetzen können.
      Wir haben es leicht. Wir sitzen am PC und lassen unseren Gedanken freien Lauf und meckern nun an allem rum. So ist es aber nicht. Unsere Gedanken dienen nur dazu, dass das nächste Treffen besser geplant und geleitet wird.
      Wir wünschen allen ein schönes sonniges Wochenende das ist der
      Lorbass Paul, er ist nicht mehr bei mir/uns,
      aber sein Marjellchen Erika versucht zu helfen

      Kommentar

      • Wolfgang
        Forumbetreiber
        • 10.02.2008
        • 11623

        #108
        AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

        Schönen guten Morgen,
        hallo Erika, hallo Paul,

        das vorläufige Programm des Welttreffens wurde bereits am 07.03. im Forum genannt. Am 19.04. veröffentlichte ich das offzielle endgültige Programm am gleichen Tag an dem ich es selber erhielt https://www.danzig.de/showthread.ph...s-Welttreffens

        Hier im Forum wurde mehrfach nach gemeinsamen Unternehmungen gefragt. Die Resonanz darauf war sehr verhalten. Das lag größtenteils daran, dass die meisten Teilnehmer nur für wenige Tage nach Danzig kamen und dann auch ein eigenes großes Programm mitbrachten.

        Ich bot ebenfalls hier im Forum an, Interessenten meine Handy-Nummer mitzuteilen um eventuelle Aktivitäten zu koordinieren. Drei Teilnehmer ließen sich diese auch von mir geben. Es wurden für Donnerstag und Freitag Abend Treffen anberaumt an denen auch die meisten unseres Forums teilnahmen. Auch da ergaben sich aufgrund eigener Planungen kaum Möglichkeiten, etwas gemeinsam zu organisieren.

        Hätte größeres Interesse an gemeinsamen Unternehmungen bestanden, wäre sicherlich bereits hier darüber intensiver diskutiert worden. Trotzdem ergaben sich dann im kleineren Kreis gemeinsame Planungen.

        Die meisten der Teilnehmer die sich am Donnerstag und Freitag trafen, kannten sich bisher nicht persönlich. Für mich waren das zwei sehr schöne Nachmittage an denen wir zusammensaßen und das eine oder andere Danziger Bier tranken. Einen ganzen Teil der Teilnehmer sah ich dann im Verlauf der Tage bei weiteren Veranstaltungen. Es war sicher schade, dass wir uns nicht im großen Kreis trafen, aber wie gesagt kamen die meisten Teilnehmer bereits mit eigenen Vorstellungen nach Danzig was sie alles sehen wollen.

        Übrigens bin ich, was die Organisation und Planung von gemeinsamen Treffen anbetrifft, recht vorsichtig geworden. Anlässlich des letzten Welttreffens vor 4 Jahren organisierte ich ein großes Flundernessen (gegrillt und frisch geräuchert) mit Bratkartoffeln im Minigolfclub Zoppot. Viele, viele Teilnehmer sagten fest zu, nur ganz wenige kamen. Auf den Kosten blieben Peter Oestmann als Mitorganisator und ich sitzen.

        Viele Grüße aus dem heute sonnigen Danzig
        Wolfgang
        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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        • waldkind
          Forum-Teilnehmer
          • 06.10.2008
          • 2366

          #109
          AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

          Guten Morgen Erika, guten Morgen Paul,

          im Nachhinein ist es immer leicht zu spekulieren, was alles hätte gemacht werden müssen. Aber wie ihr sagt, sind Organisationen immer mit viel Arbeit verbunden. Die soll bekanntlich immer nur einer machen und zwar der, der sich dafür am Besten eignet. In diesem Falle, und vermutlich vielen weiteren Fällen, scheint Wolfgang dafür am geeignetsten, weil er erstens Admin ist und zweitens oft in Danzig. Aber so geht das nicht. Es gab viele andere, die hinfuhren und auch etwas hätten tun können; denn schließlich hat auch Wolfgangs Tag nur 24 Stunden und mehr zu tun als nur für das Forum da zu sein.

          Dabei hat Wolfgang sich redlich um Berichterstattung live aus Danzig bemüht, welche ich dankbar angenommen habe. Vermisst habe ich Berichte anderer Teilnehmer, die uns nicht Danzig-Besucher hätten Anteil nehmen lassen an dem Treffen. Da solche Berichte nicht gekommen sind, ging ich davon aus, dass unsere Anteilnahme nicht von Bedeutung ist für diejenigen, die nach Danzig reisen können oder dass überhaupt gegenseitiger Austausch an Bedeutung verloren hat. Ich stelle mich darauf ein.

          Bei allen, die an uns Nicht-Reisenden gedacht haben mit Berichten oder Fotos, herzlichen Dank!:heart:

          @Beate: Dein Bericht passt hier wunderbar hinein. Einen Film über Danzig, in dem die Bonbon-Manufaktur vorkam, hatte ich im Fernsehen gesehen. Habe ich bestimmt noch irgendwo auf Band und könnte herausfinden, welche Manufaktur es ist. Dann weiß ich, wo du warst.

          @Wolfgang: Es war mein Fehler, darum zu bitten, mir das Buch mit den Luftbildern mitzubringen. Zu schnell sieht man nur den eigenen Wunsch und übersieht, dass tausend andere Forumsfreunde den gleichen Wunsch haben könnten und dich bitten würden. Es ist klar, dass du bei aller Arbeit, Organisation und Familienleben nicht noch jede Forumsteilnehmerin und jeden Forumsteilnehmer glücklich machen kannst. Es tut mir leid, dass ich salopp war. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie es ist, wenn viele etwas von mir wollen und ich nur ein Bruchteil dessen erfüllen kann. Aber nun gibt es das Buch ja auch bei uns zu bestellen. Ist also nicht so, das wir ohne dieses Buch völlig gestraft dastünden.

          Gute Wochenendgrüße
          Miriam
          Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

          Kommentar

          • Uwe
            Forum-Teilnehmer
            • 10.08.2008
            • 1962

            #110
            AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

            Liebe Forumteilnehmer,

            ich fand mich schon vor meiner Anreise nach Danzig gut über den Programmablauf informiert, da Dank Wolfgang sich jeder rechtzeitig das Programm in deutsche Sprache herunter laden konnte. Ich bin auch sehr zu frieden mit meiner Reise nach Danzig und habe das Welttreffen soweit es sinnvoll war in mein Programm eingebaut. Was die organisatorischen Unzulänglichkeiten angeht, teile ich Wolfgangs Meinung sehr. Aber grundsätzlich ist die Idee des Welttreffen eine sehr tolle Idee! Ich sehe Wolfgang auch nicht in der Verantwortung ein Programm für die Forumteilnehmer zu organisieren, dass hätte jeder von uns Teilnehmern machen können. Ich fand es gut, dass er zwei Tage angeboten hat, wo man sich in der Danziger Brauerei treffen konnte. Ich wäre wahrscheinlich auch noch zum Konzert gekommen, aber das ganze war für meine Mutter Anstrengung genug und das wäre wahrscheinlich zuviel gewesen. An dem Treffen am Donnerstag konnte ich nicht teilnehmen weil die Anreise doch länger dauerte als gedacht und es ja auch Urlaub sein sollte und keine Flucht nach Danzig. Dafür war ich mit meiner Mutter am Freitag dabei und fand alle Teilnehmer des Forums sehr symphatisch! :heart: Wirklich eine tolle Truppe!
            Nun beschreibe ich kurz (sofern das geht) was ich noch mit meiner Mutter unternommen habe:

            Wir sind am Donnerstag gegen 9:00 Uhr Zuhause (Neustadt a. Rbge.) losgefahren und sind gegen 12:30 an der Grenze bei Küstrin gewesen, dann eine entspannte Mittagspause. Nun ging es weiter über die Landstraße (alte R1) und damit die kürzeste Verbindung aus Richtung Berlin in Richtung Danzig bzw. Marienburg. Die Straße war leider größtenteils in einem nicht so guten Zustand. Diese hat Zeit aber vorallem Nerven gekostet, weil man teilweise über lange Strecken Slalom fahren musste. Da ich zu den Autofahrern gehöre die sich versuchen an die Verkehrsregeln zu halten (gerade im Ausland, da man ja Gast ist) und auch die Kontrollen der Polizei deutlich sichtbar waren zog es sich. Als ich absehen konnte, das wir nicht mehr so rechtzeitig nach Danzig kommen um die Forumteilnehmer in der Brauerei zu treffen, suchte ich entspannt eine Möglichkeit noch einmal ruhig ein Abendbrot einzunehmen. Dann ging es das letzte Stück nach Danzig und wir sind über Ohra in die Stadt gefahren. Da ich die Straßenführung noch von meinen letzten Besuchen in Danzig kannte war die Fahrt zur Villa Angela im Beethoven Weg kein Problem und wir waren gegen 21:00 Uhr auf den Zimmern. Noch einmal weg nach so langer Fahrt brachte nichts und somit war erst einmal schlafen angesagt.

            Am Freitag morgen haben wir dann in Ruhe gefrühstückt und ich bin dann mit meiner Mutter zu dem ehem. Haus meiner Großeltern im Franz-Schubert-Weg 33 [ATTACH]5915[/ATTACH] gefahren. Erfreulicherweise ist die Haushälfte des Doppelhauses jetzt renoviert und sieht sehr gepflagt aus. Dann habe ich noch ein paar Fotos gemacht und es gab einen Versuch mit einer polnisch sprechenden Nachbarin zu kommunizieren. Bei dem Verusch ist es aber eher geblieben. Dann sind wir zur Franziskus Kirche [ATTACH]5917[/ATTACH] [ATTACH]5916[/ATTACH] in Emaus gefahren, da dort meine Mutter getauft ist. Die Kirche war leider verschlossen und man konnte nur durch die Glasfenster in das Kirchen innere schauen. Nicht unweit der Kirche war früher die Volksschule in Emaus wo meine Mutter die ersten drei Schuljahre zur Schule gegangen ist. Dieses Gebäude ist aber abgerissen und existiert nicht mehr. Nun war es an der Zeit in die Innenstadt zu fahren und ich habe auch in der Nähe der Danziger Brauerei einen Parkplatz gefunden. Auf dem Weg dorthin habe ich noch einen Zwischenstopp eingelegt und für ein nettes Forumsmitglied hier von einem Haus ein paar Fotos geschossen. Wir sind dann noch einmal auf den Langen Markt gegangen um einfach etwas zu schauen. Dann war es Zeit zum Treffen zu gehen. Da Wolfgang ein wenig verspätet kam war nicht gleich klar wer zum Forum gehört, aber das haben wir dann auch alles hinbekommen. Es war wie gesagt schön und entspannden die anderne kennenzulernen und sich zu unterhalten. Die Runde löste sich dann auf, als Teile zur Übergabe des Silbers in die Innenstadt wollten. Ich bin dann mit meiner Mutter Richtung Neufahrwasser gefahren und hoffte noch etwas vom ehemaligen Freihafen zu sehen. Ich konnte aber leider nicht das alte Foto meines Opas vor dem Zollamt irgendeinem Gebäude zuordnen. Also ging es weiter nach Brösen, musste mir doch einen Eindruck von Brösen verschaffen, da wo Hans-Jörg herkommt. Wir waren kurz am Strand aber mehr ging nicht, es war zu anstrengend für meine Mutter. Dann sind wir nach Langfuhr, genauer gesagt in die Kolonie Frühlingslust gefahren. Ich dachte die wäre ganz verschwunden, aber da hatte ich mich getäuscht. Leider hatte ich die ehem. Hausnummer meiner Urgroßeltern nicht mitgenommen, sonst hätte ich versucht das Haus zu finden. Dieser Sache werde ich aber noch einmal nachgehen. Dann habe ich versucht zum Haus des Bundes der Deutschen Minderheit zu gelangen. Das dauerte länger als ich dachte und kam leider dort erst an, als niemand mehr da war. Das Programm war für meine Mutter für einen Tag genug und wir entschlosssen uns in die Pension zurück zu fahren. Wir sind dann noch am Beethoven Weg etwas Essen gegangen. Ich habe mir für den Abend einen Laptop an der Rezeption der Pension ausgeliehen und konnte so wenigstens ins Internet.
            Am Sonnabend hatte ich die Dreistädte-Tour auf dem Programm, so sind wir zuerst zum Kloster und Dom von Oliva[ATTACH=CONFIG]5923[/ATTACH] gefahren und haben uns das in Ruhe angeschaut. Danach ging es weiter nach Zoppot zur Mole. [ATTACH=CONFIG]5922[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]5919[/ATTACH]Dort gab es leckeres Eis und wir sind auf die Mole gegangen. Anmerken muss ich, jeder Bernsteinstand war für meine Mutter da. Auch mein Hinweis ausgerechnet hier sei der Bernstein bestimmt teurer brachte nichts. Also ergab ich mich dem Schicksal und wir kauften einen schönen Anhänger und schöne Ohrringe für sie. Irgendwann auf der Mole krippelte dann die Haut auf den Armen und wir hielten es für schlauer zu gehen, um nicht einen Sonnenbrand zu bekommen. Als wir wieder beim Auto waren ging es weiter über die ehemalige Grenze der Freien Stadt Danzig (Dort wo ein sehr bekanntes Foto beim Einmarsch der deutschen Truppen in Polen gemacht wurde) nach Gdingen. Erstes Ziel war der Aussichtspunkt über den Hafen. [ATTACH=CONFIG]5925[/ATTACH]Ein wahnsinnig schöner Ausblick!!!! Dann sind wir in den Hafen gefahren um etwas zu essen. Ein Wahnsinn wenn ich den Anblick des Hafen und die Vielfalt der Restaurants mit dem in meiner Erinnerung Anfang der neunziger Jahre vergleiche. Nun Waren wir mit der Dreistadt fertig und ich dachte was nun? Also kam mir Karthaus in Erinnerung wo ja bekanntlich das kulturelle Zentrum der Kaschuben sein soll. Gesagt, getan und mit dem Auto die längere Strecke nach Karthaus gefahren. Dort angekommen habe ich versucht ein akzeptables Cafe oder Restaurant zu finden. Nichts vernüftiges zu finden, was ich sehr schade fand. Beiendruckend war der riesige Friedhof an der Kirche von Karthaus. Ist mir immer noch unerklärlich warum so ein großer Friedhof für so eine kleine Stadt? Okay, wenn Karthaus nichts vernüftiges an Lokalen hat, dann eben zurück nach Danzig. In Dzierżążno (Kenne den Deutschen Namen nicht???) sehe ich dann im vorbei fahren im Augenwinkel ein Fischrestaurant (Wolfgang!!!). Wir beschließen zu drehen und wenigstens ein Eis zu essen. Ich kann dieses Restaurant nur bestens empfehlen. Drausen waren keine Sitzplätze mehr frei und so haben wir uns auf die Dachterasse gesetzt. Von dort hatten wir einen Überblick über ein Dorf mit schönen, sehr gepflegten Häusern. Wenn die Dorfstraße fertig erneut ist wird es sich um ein Vorzeige Dorf handeln. Langsam wurde es Abend und wir sind dann weiter Richtung Schidlitz gefahren. Mir fiehl dann wieder die St. Franziskus Kirche ein. Dort mußte ja Abendgottesdienst sein und die Kirche wäre bestimmt offen. Also in Emaus Halt gemacht und zur Kirche. Ich hatte Recht der Gottesdienst war gerade vorbei. Wir konnten also rein. [ATTACH=CONFIG]5924[/ATTACH]Eine Nonne und eine andere Dame waren gerade dabei die Kirche noch für den Pfingstsonntag zu schmücken. Der Pastor lief auch herum, war aber ziemlich genervt. Nun auch noch die Deutschen die ihn daran hindern die Kirche wieder abzuschließen. Also schloß er alles ab und wir hatten Schwierigkeiten überhaupt noch aus der Kirche zu kommen. Wahrscheinlich hatte er noch etwas anderes vor, schön war sein Verhalten aber trotzdem nicht. Nun war es noch später und wir hatten genug für heute und sind zurück in die Pension.

            Nach dem Frühstück am Sonntag sind wir in Richtung des Werders gefahren. Genauer gesagt über die baufällige Holzpontonbrücke der alten Weichsel bei Bohnsack und dann zur Fähre nach Schiewenhorst. die Fähre hatte wegen dem Hochwasser ihren Betrieb eingestellt. Viel zu sehen war aber nicht vom Hochwasser. Wir sind dann in Richtung Käsemark gefahren und von dort wieder zurück nach Danzig an der Brauerei parken. Um 13:00 Uhr sollte ja das "Familienfoto" auf dem Langen Markt sein und ich wollte rechtzeitig vorher einen Sitzplatz für meine Mutter in einem Restaurant haben. Das klappte auch sehr gut und der Platz füllte sich schneller als erwartet.[ATTACH=CONFIG]5927[/ATTACH] Ich wußte nämlich nicht das der Termin irgendwann vorverlegt wurden ist um eine Stunde. Aber wer früh da ist den belohnt das Leben. Es kamen dann die Ansprachen in Polnisch, Englisch und Deutsch. Wobei ich sagen muss, dass der Deutsche Sprecher ziemlich schlecht zu verstehen war, weil er zu leise sprach. Ich habe fast mehr Englisch verstanden als Deutsch. Die Fotos wurden dann mit dem üblichen "Cheese" gemacht und wir sind dann noch etwas durch die Geschäfte der Langen Gasse geschlendert. Dabei haben wir natürlich das Danziger Goldwasser als Geschenk mitgenommen. Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch zum Kohlenmarkt wo der große Festplatz war um etwas Kaffee zu trinken und zu essen. Dabei konnte ich dann live das Problem der Polen mit den Deutschen Zahlen erleben in einer Künstlerbar am Theater. Ein Deutscher kam rein und wollte zwei Bier. Der Junge Kellner wollte sehr höfflich sein und antworte 20 Złoty. Der Kunde Fragte wieviel? Der Kellner wiederholte zwanzig Złoty. Der Kunde sagte, dass ist zuviel dann will ich keine zwei Bier und verließ die Bar wieder. Alle anderen an der Bar lagen vor lachen am Boden. Ich fragte also den Kellner "Ile kosztuje piwo?", er antworte auf polnisch "sześć". Nun mußte ich auch lachen, er meinte eigentlich 12 Złoty und war absolut überzeugt er hätte diese auf Deutsch auch so gesagt. Gebe aber zu die Deutschen Zahlen müssen für Polen sehr verwirrend sein weil man die einer vor den zehner Zahlen spicht. Im Polnischen sagt man die Zahlen so wie man sie schreibt, zuerst die Zehner und dann die einer Zahlen. Ich bekam von ihm die Getränke und gab ihm dann den Tipp, das die richtige Zahl "zwölf" war. Er lächelte nun auch.

            Am Pfingstmontag ging es dann nach dem Frühstück auf die Heimreise. Diesmal aber die alte R2 in Richtung Stettin. Diese Strecke ist zwar um einiges länger aber dafür viel besser zu fahren und nur sehr wenig schlechte Streckenabschnitte. Gegen 16:00 Uhr waren wir dann Grenze bei Stettin, hat sich etwas verzögert weil unterwegs noch ein längerer Stau war und wir in Ruhe Mittag gegessen haben. Auf deutscher Seite haben wir wegen eines weiteren Staus (18 km Länge) auf der A11 die Autobahn für ein Stück verlassen, was eine sehr gute Entscheidung war. Dann ging es über den Berliner Ring Richtung Magdeburg/Hannover. Um 20:30 Uhr waren wir dann wieder nach ca. 800 km Fahrt Zuhause angkommen.

            Habe den Besuch in Danzig etwas ausführlicher geschildert um den Forumsteilnehmern die nicht nach Danzig zum Welttreffen konnten einen besseren Eindruck zu verschaffen. Ich hoffe es ist mir gelungen nach zwei Stunden Arbeit?

            Herzliche Grüße

            Uwe
            Angeh
            Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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            Kommentar

            • Helga +, Ehrenmitglied
              Moderatorin
              • 10.02.2008
              • 1948

              #111
              AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

              Ein schöner Bericht Uwe, mir ist fast so, als wäre ich dabeigewesen. So mit dem Auto unterwegs sein, ist schon eine schöne Sache. Das würde mir auch gefallen. Da ich aber zu der Minderheit gehöre, die nicht im Besitze eines Führerscheins ist, wird das wohl eher einTeraum bleiben.

              Aber es war schön, gedanklich mitzufahren.
              Viele Grüße
              Helga

              "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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              • grabschau, + 06.11.2012
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 496

                #112
                AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                Dein Bericht ist Dir sehr gut gelungen Uwe, in Gedanken saß ich bei Euch im Auto und Restos mit! Vielen Dank, Sigi-Paris

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                • waldkind
                  Forum-Teilnehmer
                  • 06.10.2008
                  • 2366

                  #113
                  AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                  Lieber Uwe,

                  recht herzlichen Dank:heart: für deinen ausführlichen Bericht, mit dem du eindeutig die Annahme widerlegst von Allan & Barbara Pease 'Männer debattierten hauptsächlich mit sich selbst, in ihren Köpfen, weil sie einfach nicht die Ausdrucksfähigkeit von Frauen haben, mit der diese mit ihrer Umwelt kommunizieren können'. :surprised:Wie schön!!!

                  An einigen Stellen huschte sanftes Schmunzeln über meine Lippen: Frauen können dem schimmernden Gold des Bernsteinschmuckes einfach nicht widerstehen. Auch scheint das Essen für deutsche Danzig-Besucher außerordentlich wichtig zu sein.:surprised:

                  Wenn ich mit in Danzig gewesen wäre, hätte ich den Pomuchelskopp in der Frauengasse besucht. Die Wasserspeier sind mir inzwischen zu ganz besonderen Freunden geworden. Wenn du noch mal hinfährst und einer von denen grinst dich grausig an, dann sitze ich vielleicht darinnen oder eine meiner Ahnen.

                  Schönes Wochenende
                  Miriam
                  Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

                  Kommentar

                  • akirepaul
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.02.2008
                    • 236

                    #114
                    AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                    Guten Abend Uwe,
                    mit großer Begeisterung haben wir Deinen sehr schönen Reisebericht gelesen. Wir danken Dir ganz :heart:lich dafür. Da wir genau vor einem Jahr in Danzig waren, kamen die schönen Erinnerungen alle wieder ins Gedächtnis. Wir lesen noch öfter unseren Reisebericht und fahren dann in Gedanken durch Danzig und Umgebung. Das ist leider nur noch in dieser Form möglich. Darum freuen wir uns immer wieder, wenn solch schöne Berichte im Forum geschrieben werden. Nochmals danke sagen der
                    Lorbass Paul, er ist nicht mehr bei mir/uns,
                    aber sein Marjellchen Erika versucht zu helfen

                    Kommentar

                    • Rudi
                      Forum-Teilnehmer
                      • 12.02.2008
                      • 108

                      #115
                      AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                      Hallo Uwe. Vielen Dank für deinen ausfürlichen Bericht. Wie ist der Name deiner Urgroßeltern ? vieleicht habe ich sie gekannt. Wir wohnten von 1932 bis 1940 auch in der Lauben Kolonie Frühlingslust.
                      Viele Grüße von
                      Rudi Tietzmann, Vancouver Canada.

                      Kommentar

                      • Uwe
                        Forum-Teilnehmer
                        • 10.08.2008
                        • 1962

                        #116
                        AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                        Lieber Rudi,
                        lieber Paul,
                        liebe Erika,
                        liebe Miriam,
                        Lieber Sigi,
                        liebe Helga,

                        es freut mich sehr, dass ich Euch eine Freude machen konnte!!! Nur deshalb habe ich mir auch die Mühe gemacht, war ganz schön schwer bei dem Text und den Bildern den Überblick zu behalten. Habe jetzt beim nachlesen gesehen es sind bei dem mangelnden Überblick mir ein paar Rechtsschreibfehler unterlaufen. Ich bitte das zu entschuldigen, aber der Text war einfach zu lang und ich hatte nach zwei Stunden auch keine Lust mehr noch einmal alles Korrektur zu lesen.

                        Herzliche Grüße

                        Uwe
                        Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                        Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

                        Kommentar

                        • Uwe
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.08.2008
                          • 1962

                          #117
                          AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                          Lieber Rudi,

                          das ist schön das ich dich hier treffe!!!! Meine Urgroßeltern hießen Kirschke, genauar Paul Kirschke und Margarete Kirschke, geb.???. Mein Urgroßvater war sehr gläubig und sehr aktiv bei der Kolping Familie. Sie haben Frühlingslust 2 gelebt laut Anschriftenverzeichnis. Beide waren in der Kolonie bis zur Flucht 1945. Ein Foto von Ihnen ist in einem meiner zwei Alben hier im Forum.

                          Herzliche Grüße

                          Uwe
                          Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                          Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

                          Kommentar

                          • grabschau, + 06.11.2012
                            Forum-Teilnehmer
                            • 10.02.2008
                            • 496

                            #118
                            AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                            Zitat von Uwe
                            Lieber Rudi,
                            lieber Paul,
                            liebe Erika,
                            liebe Miriam,
                            Lieber Sigi,
                            liebe Helga,

                            es freut mich sehr, dass ich Euch eine Freude machen konnte!!! Nur deshalb habe ich mir auch die Mühe gemacht, war ganz schön schwer bei dem Text und den Bildern den Überblick zu behalten. Habe jetzt beim nachlesen gesehen es sind bei dem mangelnden Überblick mir ein paar Rechtsschreibfehler unterlaufen. Ich bitte das zu entschuldigen, aber der Text war einfach zu lang und ich hatte nach zwei Stunden auch keine Lust mehr noch einmal alles Korrektur zu lesen.

                            Herzliche Grüße

                            Uwe
                            keine Entschuldigung Uwe fuer Rechtschreibefehler , nach 48 J. Jahren im Ausland lebend, mein Gott, was könnte man bei mir jetzt beanstanden ? - 1 ganz gr. Lob an Wolfgangs N.-Forum,an 1 anderes Danziger-Forum ebenfalls, dadurch habe ich mein Deutsch wieder aufgefrischt, Übung macht den Meister, nicht wahr ? übrigens, ich bin eine "charmante" Sigi,,hoho, nicht wahr ? hopsa, bonne nuit de Paris

                            Kommentar

                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #119
                              AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                              Schönen guten Abend,
                              hallo Uwe,

                              Dein Bericht war sehr interessant und ich wundere mich, wie Ihr Zwei, also Deine Mutter und Du, dieses große Programm bewältigen konntet. Ihr habt viel gesehen, viele Eindrücke gewonnen und Du hast auch gezeigt, dass das Welttreffen zwar vielleicht ein Anlass war nach Danzig zu kommen, das offizielle Programm aber nicht Euren ganzen Besuch bestimmte.

                              Für mich war es ein großer Gewinn, Euch Alle kennenlernen zu dürfen. Dich, Deine Mutter, Ursula, Uwe, Marek, Mene und noch die vielen anderen, die ich hier nicht alle namentlich erwähnen kann. Einen Teil von Euch kannte ich ja schon, aber es war von Neuem eine tolle Sache, mit Wolfgang Gabriel zu sprechen (der mit einem Super-Fotoapparat nach Danzig kam) oder mit Perepere, der mich über eine Vereinigung der Vorlaubenhäuserbesitzer informierte, und Jutta, die extra zwei Mal aus der Dirschauer Gegend zu uns in die Brauerei kam.

                              Ich bin reicher geworden! Diejenigen die in Danzig waren, die ich traf, sind nun nicht mehr nur Namen die lediglich auf dem Bildschirm flimmern und vergehen, wenn ich ihn ausschalte. Ich habe Euch kennen- und schätzengelernt.

                              Das/die Danziger Bierchen bei denen wir zusammen saßen, ließ/en uns unbeschwert unterhalten und lachen. Es war der "Genius Dantiscum" der uns zusammenfinden ließ. Wer nicht dabei war -es war wirklich schade, dass Ihr nicht kommen konntet, liebe Erika, lieber Paul- wird nur schwer einschätzen können, was ihm entging.

                              Herzliche Grüße aus Danzig wo sich gerade der Tag im Westen verabschiedet mit zartblauen Farben am Himmel die in ein Orangebraun übergehen um dann am Horizont an eine Farbmischung von Orange und Lila zu erinnern.

                              Wolfgang
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                              • Uwe
                                Forum-Teilnehmer
                                • 10.08.2008
                                • 1962

                                #120
                                AW: III. Welttreffen der Danziger in Danzig vom 21.-23.05.2010

                                Lieber Wolfgang, naja dabei habe ich in der Hektik zwei Dinge bei dem Bericht schon weg gelassen, unseren erneuten Besuch in Ohra und eine sehr nette Einladung zum Kaffee bei einem netten Forummitglied und ihrem Ehemann im Beethoven Weg.

                                Naja aber war schon viel, mussten das ja nutzen. Übrigens Miriam es kommt ja drauf an wieviel man isst und nicht wie oft. Außerdem habe ich nicht jdes Eis aufgeführt.

                                Herzliche Grüße

                                Uwe
                                Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                                Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

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