Häkergasse

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  • waldkind
    Forum-Teilnehmer
    • 06.10.2008
    • 2366

    #1

    Häkergasse

    Hallo an alle,
    ich habe eine Bitte:

    Seit geraumer Zeit spukt mir dieses Wort "Häkergasse" im Inneren herum. Mächtig breit macht es sich. Und je mehr ich diese s verdränge, desto unruhiger werde ich.

    Also wer kann und will mir ruhige Nächte verschaffen, indem er mir schreibt, was es für eine Gasse ist. Wer weiß was?

    Was wohnten dort für Menschen? Arme? Reiche? Tagelöhne? Handwerker?
    Was bedeutet Häker?
    Gibt es in der Straße etwas Besonderes?
    Gab es Geschäfte? Einen Bäcker?
    Waren es einfache Häuser oder vornehmere?

    Für alle Erzählungen und Berichte freue ich mich. Es muss ja einen Grund geben, warum das Sträßchen in meinem Inneren tobt.
    Liebe Grüße vom waldkind.
    Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.
  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #2
    AW: Häkergasse

    Der Name kommt von den "Hökern". Es waren dort also Kleinhändler die der Gasse ihren Namen gaben.
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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    • Helga +, Ehrenmitglied
      Moderatorin
      • 10.02.2008
      • 1948

      #3
      AW: Häkergasse

      Gab es Geschäfte? Einen Bäcker?
      Hallo Miriam,

      Einen Bäcker gab es in der Häkergasse auf jeden Fall. In der Häkergasse 41/42
      war die Bäckerei Fiedler, die meinem Opa gehörte.

      Des weiteren gab es Schneidereien, Schuster, Tabakladen, Obstgeschäfte, Lebesmittelgeschäft und mehr. Die ganz Reichen wohnten dort sich sicher nicht. die Häuser waren, obwohl nicht so weit weg von der der prachtvollen Langgasse nicht ganz wunderbar, aber es waren auch hübsche Hauser. Es waren auch diese typischen schmalen aber tiefen und hohen Häuser. Die Zimmer, jedenfalls in den Häusern meines Opa waren alle lang, aber schmal.

      Auf den Fotos die Häkergasse und das Häkertor heute und 1945
      Angeh
      Viele Grüße
      Helga

      "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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      • waldkind
        Forum-Teilnehmer
        • 06.10.2008
        • 2366

        #4
        AW: Häkergasse

        Vielen Dank Helga und Wolfgang, für die Informationen.
        Es ist eine hübsche Straße! Sie gefällt mir. Hökerei würde zu meiner Familie passen. Es war also eine recht lebendige Straße.
        Erschreckend ist das vierte Bild. Da braucht man dann nicht mehr zu fragen, wie es den Menschen bei Kriegsende erging.

        Was ist das für ein Gebäude auf Bild drei und vier? Es ist ja recht groß.

        Und Helga hat du noch eine Idee, welche Hausnummern auf Bild eins abgebildet sind?

        Nun liegen um die Häkergasse drei Kirchen, wenn ich es richtig einordne, die St. Nikolai, die St. Johannis und die Hl.Geist-Kirche. Zu welcher Kirche gehörte denn die Häkergasse. Es gab doch zur damaligen Zeit sicher feste Gemeinden, denen die Straßen zugeordnet waren, oder nicht?

        Ich freue mich nun etwas über die Häkergasse zu wissen, denn im Netz habe ich bisher nichts gefunden, auch nichts in Büchern, nichts auf alten Ansichtskarten.
        Liebe Grüße vom waldkind
        Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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        • Helga +, Ehrenmitglied
          Moderatorin
          • 10.02.2008
          • 1948

          #5
          AW: Häkergasse

          Hallo Miriam,

          bei dem großen Gebäude handelt es sich um das Häkertor. Es ist eines der großen 8 Tore, die runter an die Mottlau zur langen Brücke führen. Der Reihe nach sind es:

          Kuhtor, Grünes Tor, Brotbänkentor, Frauentor, Heilig Geist Tor, Krantor, Johannistor, Häkertor.

          Das Foto der Straße haben wir vom ehemaligen Haus meines Opas aus aufgenommen, die Häuser müßten ungefähr die Hausnummern 23 - 35 haben.

          Das Häuser meiner Großeltern waren ziemlich nahe beim Häkertor und somit nah am Wasser und immer wieder, wenn die Mottlau viel Wasser führte, standen die Keller unter Wasser. Leider stehen diese Häuser nicht mehr, sie sind damals abgebrannt und heute sind dort Garagen.

          Unsere Familie ging normalerweise in die Kirche St. Johann, es war auch die nächste. Ob das festgeschrieben war weiß ich aber nicht. Häufig gingen sie allerdings statt dessen in die St. Katharinen Kirche, die zwar weiter entfernt war, wohin es aber auch Bindungen gab.

          Übrigens wird die Häkergasse in Grass BLECHTROMMEL einmal erwähnt, dort heißt es:

          [FONT="Comic Sans MS"]"Es brannten die [SIZE="3"]Häkergasse, Langgasse, Breitgasse, Große und Kleine Wollwebergasse, es brannten die Tobiasgasse, Hundegasse, der Altstädtische Graben, Vorstädtische Graben, die Wälle brannten und die Lange Brücke. [/FONT]"

          Heute heißt die Häkergasse Ul. Straganiarska. Auch der Name steht immer noch für hökern und handeln.

          Unter Beitrag 10 findest du hier noch Fotos von der alten Häkergasse, die mir Pomuchel schickte.

          https://www.danzig.de/showthread.ph...t=h%E4kergasse
          Zuletzt ge
          Viele Grüße
          Helga

          "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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          • waldkind
            Forum-Teilnehmer
            • 06.10.2008
            • 2366

            #6
            AW: Häkergasse

            Vielen Dank Helga,
            jetzt habe ich heute Abend was zum Denken. Auf meiner Karte sind nicht alle Tore eingetragen, so auch nicht das Häkertor. Aber nach deiner Beschreibung kann ich mir die Tore, wo sie liegen, gut vorstellen. Das Krantor und das Tor der Frauengasse sieht man ja auf alten Ansichtskarten und natürlich auch auf neueren Bildern zur Genüge.

            Es ist zwar unerklärlich, aber nach deinen/euren Erklärungen geht es mir besser. Ich fühle mich wie ein Kind, dass eine Goldmünze im Sand gefunden hat und sich darüber freut, dass sie so schön glänzt ohne zu begreifen, dass es ein Schatz ist. Da muss in meiner Familie was gewesen sein in der Häkergasse. Erklärt auch meine heimliche Liebe zur Mottlau.

            Ja ich bin sehr glücklich, auch wenn ich nicht weiß warum. Dann drängeln sich Tränen in meine Augen, aber sie wagen es nicht heraus zu kommen und schleichen zurück. Noch ist es auch besser so, denn ich wüsste ja nicht einmal, was sie zu bedeuten hätten.

            Liebe Grüße für den Tag vom waldkind.
            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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            • Helga +, Ehrenmitglied
              Moderatorin
              • 10.02.2008
              • 1948

              #7
              AW: Häkergasse

              Ich kann deine Gefühle zu gut verstehen Miriam. Ich hatte und habe sie bezüglich Danzig immer wieder. Die Stadt war mir durch viele Erzählungen vertraut, aber dass sie mir, als ich zum ersten Mal dort war, sooo vertraut war, mir auf Anhieb so wert und lieb, dass ich mich gleich zurecht fand, dass ich nicht nur da war, sondern einfach angekommen war, mich zuhause fühlte, hat mich überrascht.

              Als ich zum ersten Mal mit der Fähre von Schiewenhorst nach Nickelswalde fuhr, habe ich mitten auf der Weichsel heftig weinen müssen. Warum? Ich weiß es nicht. Wenn ich bestimmte Fotos sehe - und Weichsel und Mottlau, Heubude und Neufahrwasser spielen da eine große Rolle - wenn ich Häkergasse und Frauengasse nur denke kommen mir die Tränen und eine große Wehmut.

              Und auch diesen Thread jetzt zu lesen verursacht wieder diese brennende Sehnsucht.
              Viele Grüße
              Helga

              "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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              • waldkind
                Forum-Teilnehmer
                • 06.10.2008
                • 2366

                #8
                AW: Häkergasse

                Hallo Helga,
                ich bin fest davon überzeugt, dass wenn ich eines Tages nach Danzig fahre, ich mich dort gut auskennen werde. Aber noch ist es nicht so weit.

                Nun habe ich doch was im Internet gefunden. Man muss halt beim Stöbern bleiben. Immer wieder finde ich Dinge, die ich nicht kenne. Was ist denn eine Schnupfkachelei? Bei ebay habe ich eine Schnupftabakflasche gefunden. Was das wohl ist? Wurde in so einer großen Flasche Schnupftabak aufgehoben? Und dieser Julius, der dadrauf steht, hat er nun in der Häkergasse ein Geschäft gehabt? Für was jetzt, für Schnupftabak oder für Schnupftabakflaschen? Also ich setze den Linkmal hier rein. Dann kannst du einen Blick darauf werfen.


                1925 gab es in der Häkergasse 44 einen Fleischer namesn Krohn, Fr..(grad im Netz gefunden).

                liebe Grüße vom waldkind
                Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                • Helga +, Ehrenmitglied
                  Moderatorin
                  • 10.02.2008
                  • 1948

                  #9
                  AW: Häkergasse

                  Also, ich denke, dieser Julius in der Häkergasse 5 war einer der beiden Tabakläden dort. Mein Opa kaufte seinen Pfeifentabak bei einem der beiden. Gekachelt steht für eine besondere Herstellungsart des Schnupftabaks.

                  Den Fleischer gab es 1942 (42 wurde mein Vater Soldat) auch noch, auch einen Milchladen und mehr, die mir grad nicht einfallen.

                  Dir Schnupftabakflasche gefällt mir, ich werde versuchen, sie ersteigern. Es sei denn, du möchtest darauf bieten.
                  Viele Grüße
                  Helga

                  "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #10
                    AW: Häkergasse

                    Schönen guten Nachmittag,

                    nähere Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund der Häkergasse sind auf der Homepage von "Pomuchel" zu finden: http://danzig.at/index.php?id=48,259,0,0,1,0

                    Darüber hinaus kann auch ein historisches Buch über die Danziger Straßennamen als PDF-Datei heruntergeladen werden. Näheres dazu unter:
                    https://www.danzig.de/showthread.php?p=23859#post23859
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                    • waldkind
                      Forum-Teilnehmer
                      • 06.10.2008
                      • 2366

                      #11
                      AW: Häkergasse

                      Hallo Helga,
                      ich werde nicht auf diese Schnupftabakflasche steigern. Habe ich mir sehr überlegt, obwohl sie mir sehr gut gefällt. Nun weiß ich was gekachelt bedeutet.

                      Es muss in der Häkergasse zwei Fleischer gegeben haben, also der Fr. Crohn Häkergasse 44 und Max Müller Häkergasse 46. So soll es jedenfalls im Fleischerei Adressbuch Danzig 1925 stehen. Ob die nun beide einen Laden haben so nebeneinander? Aber das letzt sich vielleicht nach und nach herausfinden.
                      Ich interpretiere das doch wohl richtig, dass in einem Fleischerei Adressbuch die Fleischer geführt wurden, oder? Wozu gab es denn ein solches Adressbuch?

                      Vielleicht hat mein Großvater seinen Tabak auch in der Häkergasse 5 gekauft, aber ich weiß nicht, ob er rauchte.


                      Hallo Wolfgang,
                      danke für deine Hinweise. Den Pomuchel-Link kannte ich schon, mit dem anderen komme ich noch nicht so gut klar. Muss ich tüffteln.

                      Gute Grüße vom waldkind.
                      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                      • waldkind
                        Forum-Teilnehmer
                        • 06.10.2008
                        • 2366

                        #12
                        AW: Häkergasse

                        Hallo,
                        ich habe mal nachgesehen:

                        Julius Gosda war Kaufmann und Eigentümer des Hauses Häkergasse (wenn ich richtig interpretiere) Er vertrieb Schnupf- und Kautabake.

                        Tatsächlich gab es einen Fleischer Crohn (Br.?) in Häker 44, der Eigentümer dieses Hauses war, und einen Fleischer Max Müller in Häkergasse 46, der eben Eigentümer dieses Hauses war. Dies bedeutet vermutlich noch nicht, dass sie dort eine Fleischerei auch betrieben.
                        Aber in der Häkergasse 8 müsste es eine Fleischerei des Herm(ann?) Meyer gegeben haben. Mal sehen wieviele Fleischer ich noch finde.

                        Die Bäckerei in der 41 gehörte dem Fritz Fiedler. Aah Helga, nu weiß ich wie dein Opa hieß und das er mit Elfriede in einem Haus wohnte.
                        In der Häkergasse 48 müsste es eine Bäckerei Porsch gegeben haben.

                        In der Häkergasse 33 müsste es Kaisers Kaffeegeschäft gegeben haben

                        In den nächsten Tagen werde ich mich mal mit der Hökerei in der Häkergasse auseinandersetzen, mal sehen, was die dort alles so verhökert haben. Das muss eine hübsche bunte Straße gewesen sein.
                        Gute Grüße vom waldkind.
                        Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                        • Helga +, Ehrenmitglied
                          Moderatorin
                          • 10.02.2008
                          • 1948

                          #13
                          AW: Häkergasse

                          Ja, früher gab es reichlich Läden, das weiß ich von meinem Vater. Übrigens mußten mein Vater und sein Bruder in all diese Läden und auch in etliche Privathaushalte morgens vor der Schule eine Menge Brötchen hintragen. Was für ein Service. Am Morgen die Brötchen bereits vor der Türe vorfinden. Zu einigen Häusern hatten sie auch Schlüssel, so dass alle Brötchen auch wohlbehalten ankamen. Ich muß doch auch mal wieder einen Blick ins Einwohnerbuch werfen.

                          Heute ist die Straße wohl eher eine reine Wohnstraße, jedenfalls sind mir nicht so viele Geschäfte aufgefallen. Mein Gott, während ich das schreibe, habe ich das Gefühl, ich müßte mich gleich auf den Weg machen und selbst nachsehen.

                          Stimmt, mein Opa hieß Fiedler, ich also früher auch. Als ich heiratete war es noch selbstverständlich, den Namen des Mannes anzunehmen, sonst hieße ich immer noch so. Im Haus 41 war der Verkaufsraum der Bäckerei und wohnte die Familie und Haus 42 war vermietet. Im Hof gabs dann noch die Backstube und Unterkünfte für Gesellen, die nicht verheiratet waren. Es gab dort auch noch eine Küche, in der für alle gekocht und gegessen wurde und an dessen Tisch die Kinder die Schularbeiten machten, immer unter Aufsicht also.

                          Auf die schöne Schnupftabakflasche wird schon fleißig geboten, ich hoffe, sie wird nicht zu teuer.
                          Viele Grüße
                          Helga

                          "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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                          • waldkind
                            Forum-Teilnehmer
                            • 06.10.2008
                            • 2366

                            #14
                            AW: Häkergasse

                            Hallo Helga,
                            ja die Schnupftabakflasche ist begehrt. Das kann ich auch verstehen.
                            Das mit den Brötchen vor der Türe kenne ich aus meiner "Heimat" auch noch. Das war immer sehr praktisch morgens frische Brötchen vor der Türe zu haben (wenn die Elstern sie nicht geklaut hatten).

                            Ich habe jetzt mal das Gewerbe rausgeschrieben aus dem Einwohnerbuch. Es ist manchmal nicht so leicht zu unterscheiden, ob es nun tatsächlich ein solches Geschäft gegeben hat oder jemand nur diesen Beruf hat. Es gibt beispielsweise viele Schneider, aber ich fand keine Schneiderei. Kannst ja mal stöbern bei Gelegenheit. Und wenn du einen Fehler entdeckst oder Ergänzungen hast, schreibst es halt dazu. In der Hausnummer 63 scheint viel los gewesen zu sein. Wie groß war denn nur dieses Haus? Oder habe ich da was sehr falsch verstanden?


                            [FONT=Times New Roman]Gewerbe (u.a.) in der Häkergasse in Danzig nach Einwohnermeldebuch 1942[/FONT]

                            [FONT=Times New Roman]Nr.1: Lehwald Friedrich, Kaffee-Großrösterei, Kolonialwaren und Feinkost[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.2: Emo Essig- u.Mostrich-Fabrik[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.5: Gosda Julius: Schnupf- und Kautabake[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.6: Groth Hermann, Tabakwarengroßhandlung[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.7: Kloß Alfons, Obst- und Südfrucht-Großhandel[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.8: Meyer Herm., Fleischerei[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.10: Wielant Hermann, Schuhwaren-Handlung[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.14: Schator Marta, Obst- u. Gemüsehandlung[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.24: Rockel Friedrich, Textil- u. Kurzwaren-Geschäft[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.26: Wielant M.; Schuh-Reparaturwerkstatt[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.27: Müller Willy, Eisenwaren Großhandel[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.33: Kaisers Kaffeegeschäft G.m.b.H.[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.36a: Klein Luise, Heringshandlung[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.41: Fiedler Fritz, Bäckerei[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.48: Porsch Johann, Bäckerei[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr. 50: Schwarz Gerhard, Bau- und Kunstschlosserei[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr. 60: Hoppe Br., Roßschlächterei[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.61/62: „Artus“, Danziger Reederei und Handels-A.-G.[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.63: Goertz Julius: Obst-Großhandlung[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.63: Grün Gustav: Obst-Großhandlung[/FONT]
                            [FONT=Times New Roman]Nr.63: Marciniewski Ignatz: Textilgroßhandlung[/FONT]


                            [FONT=Times New Roman]mit guten Grüßen vom waldkind[/FONT]
                            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #15
                              AW: Häkergasse

                              Schönen guten Abend,

                              die Schnupftabakflasche wird für deutlich mehr als 100,00 Euro weggehen...
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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