Danzig, Sandweg

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  • sarpei
    Forum-Teilnehmer
    • 17.12.2013
    • 6091

    #106
    AW: Danzig, Sandweg

    Hallo Gundi,

    dann versuche ich mal mein Glück mit deinen Fragen.

    ad 1.: Die Adresse solltest du auf Grund des nachstehenden Stadtpla-Auszugs von 1933 zuordnen können. Natürlich kann ich keine Gewähr dafür übernehmen, dass die Zuornung im Jahr 1942 noch genau so war ...

    [ATTACH=CONFIG]20582[/ATTACH]

    Die im Stadtplan vernmerkten Nummern habe ich noch mal extra hervorgehoben. Die von den Nummernkästchen ausgehenden Pfeile enden genau dort, wo die Nummern im Stadtplan stehen.

    ad 2.: Hierzu verweise ich auf die drei folgenden Seiten (Auszüge aus dem Danziger Adressbuch von 1942).

    [ATTACH=CONFIG]20583[/ATTACH] [ATTACH=CONFIG]20584[/ATTACH] [ATTACH=CONFIG]20585[/ATTACH]

    ad 3.: Ich habe einen völlig anderen 'Verdacht'. Kann es sein, dass die Küsters evangelisch freikirchlichen Glaubens waren? Die Kirche Peter und Paul war nämlich die entsprechende Gemeindekirche .....

    ad 4.: Ich vermute jetzt einmal, dass du ein 'Kontor' meinst. Das ist nun nichts anderes als ein Bureau. Für ein Fuhr- und Speditionsunternehmen war es nicht nur 'nicht ungewöhnlich' sondern sicher 'überlebenswichtig' dort präsent zu sein, wo Waren gelagert werden - also auf der Speicherinsel.

    Ich hoffe, das hat jetzt ein wenig geholfen.


    Viele Grüße

    Peter
    Angeh

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    • waldkind
      Forum-Teilnehmer
      • 06.10.2008
      • 2366

      #107
      AW: Danzig, Sandweg

      Hallo Peter,
      vielen Dank für die großen Nummern in dem Plan.
      Inzwischen habe ich in den Verlustlisten gestöbert. Nicht direkt mein Gustav, aber Max Nitschkowski. Über ihn hatte ich erst heute morgen nachgesinnt, ob er wohl auch im Kriege gefallen ist. Ja, ist er. Er war Schriftsetzer und wohnte in der Johannisgasse. Danke für den Tipp.
      In meinem vorherigen Beitrag habe ich Unsinn geschrieben. Mein Urgroßväterchen Gustav war in Danzig geboren und dessen Vater Friedrich August in Drengfurth.
      Kannst du mir bitte bei Gelegenheit im Adressbuch 1934 den Walter Hildebrandt und den John Groth (oder John. Groth) raussuchen?
      Herzliche Grüße, wk.
      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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      • sarpei
        Forum-Teilnehmer
        • 17.12.2013
        • 6091

        #108
        AW: Danzig, Sandweg

        Liebe Miriam,

        ist dir der nachstehende Anzeigentext bekannt?

        Am 21. Juli 1958 feerte unsere
        liebe, gute Mutter, Schwiegermutter.
        Groß- und Urgroßmutter

        Heinriette Langanke
        geb. Nitschkowski

        in ihrer gellebten Heimat
        Wachau, Kreis Sensburg ihren
        90. Geburtstag

        Wir gratulieren herzlich mit
        allen guten Segenswünschen
        und Dank für Ihre lebenslange
        Liebe, Güte und Hilfsbereit-
        schaft

        Die dankbaren Kinder
        Emma Hübner geb Langanke
        Witwe, Bad Schwartau
        Martha Trzaska geb Langanke
        Schwiegersohn August Trzaska
        Langenfeld-Richrath
        Großkinder und Urgroßkinder

        Kann es hier einen Zusammenhang geben?


        Viele Grüße

        Peter

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        • sarpei
          Forum-Teilnehmer
          • 17.12.2013
          • 6091

          #109
          AW: Danzig, Sandweg

          ad #107: Aus dem Danziger Adressbuch von 1934:

          Walter Hildebrandt, Anstreicher, Grenadiergasse 12
          John Groth, Arbeiter, Bürgerwiesen, Sandweg 7


          Viele Grüße

          Peter

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          • waldkind
            Forum-Teilnehmer
            • 06.10.2008
            • 2366

            #110
            AW: Danzig, Sandweg

            Lieber Peter,
            vielen Dank für die Adressen und die Geburtstaganzeige.
            Der Walter Hildebrandt war mit einer Schwester meiner Oma verheiratet, der John Groth mit der anderen Schwester meiner Oma, Ida Berta Nitschkowski. Über Ida Berta habe ich eine schwache Erinnerung, dass die nach Dänemark ausgewandert sein soll. Wenn du hierzu eine Idee hast?

            Die Henriette aus Wachau, irgendwie erregt sie eine Heimatsehnsucht und eine gewisse Sehnsucht nach Ostpreußen in mir. Ich möchte mal davonausgehen, dass sie mit in unsere Sippe gehört. Denn Nitschkowskis gab es damals nicht so viele und es drängt sich der Verdacht ohnehin auf, dass alle Nitschkowskis einer Sippe angehören. Um so mehr, da Wachau/Sensburg nahe bei Rastenburg liegt, wo mein Oberväterchen (oder wie heißt das?) herstammt. Nun könnte ja mein Oberväterchen, der seinerzeit der einzige Nitschkowski in Drengfurth war, auch aus dem Kreise Sensburg stammen. Verblüffender Weise gibt es in meiner Ahnenreihe tatsächlich eine Henriette, die ein Jahr vor dieser hier beschriebenen geboren wurde. Ich behalte die Sache im Auge, entweder im rechten oder im linken. Solltest du weitere interessante Daten über Nitschkowski finden, wäre der Thread Wohlert/Nitschkowski der geeignetere Platz zum Reinsetzen, wenn es sich nicht dabei um den Sandweg handelt. Ich höre nämlich schon jetzt den Tadel auf mich zukommen.
            Hast du bei der Gräbersuche-online für den Gustav geboren in 1886 einen Ort? Den gab es jedenfalls noch nicht als ich vor Jahren dort recherchierte.
            Ich werde sobald als möglich im Archiv noch einmal eine Feinjustierung vornehmen.
            Beste Wünsche und Grüße und herzlichen Dank für alles, wk.
            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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            • sarpei
              Forum-Teilnehmer
              • 17.12.2013
              • 6091

              #111
              AW: Danzig, Sandweg

              Liebe Miriam,

              ad Ida Bertha: Meinst du wirklich 'ausgewandert' oder doch 'geflohen'? Im letzten Fall wende dich doch mal an Olaf hier im Forum. Vielleicht hat er ja aber auch Kenntnis davon, ob bzw. wie Einwanderer in Dänemark registriert werden.

              ad Henriette: Auf in meinem Stammbaum häufen sich die Fälle, in denen Geschwister ihren Kindern 'über Kreuz' dieselben Vornamen gaben ...

              ad Gräbersuche online: Nein, keine Angabe der Geburtsorte (hätte ich sonst auch mit angegeben ...).

              Ansonsten: Bleiben wir halt 'am Ball'.


              Viele Grüße

              Peter, der Wolf (ooops)

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              • waldkind
                Forum-Teilnehmer
                • 06.10.2008
                • 2366

                #112
                AW: Danzig, Sandweg

                Du stellst Fragen Peter,
                ob ausgewandert oder geflohen. Da hat mal einer was erwähnt als ich sechs Jahre alt war oder so. Mit Olaf stehe ich schon im Kontakt, aber ich will erst sehen, wie genau ich ein mögliches "Auswanderungsdatum" eingrenzen kann usw.
                Das mit den selben Vornamen ist echt ein Kreuz , deswegen komme ich ja immer durcheinander. Auch das die Toten den Nächstgeborenen ihre Namen weitergeben führt leicht dazu, dass in einer Sippe mehrere Kinder mit dem gleichen Vornamen zur selben Zeit herumlaufen.
                (Mein Wolfsbild ist bald fertig. Hatte ich erwähnt, dass ich einen malen wollte?) LG wk.
                Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                • Pfadfinderin
                  Forum-Teilnehmer
                  • 03.02.2016
                  • 53

                  #113
                  AW: Danzig, Sandweg

                  Lieber Peter,

                  ja, Du hast mir mit Deinen Hinweisen geholfen. Vielen Dank für Deine Tipps. Ich muss mir erst noch einen genauen Überblick über Danzig erarbeiten.

                  Viele Grüße

                  Gundi

                  Gundi

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                  • Julchen
                    Forum-Teilnehmer
                    • 21.07.2016
                    • 2

                    #114
                    AW: Joniszus

                    Hallo, ich melde mich auch einmal als Angehörige einer ehemaligen Sandweg-Bewohnerin. Meine Oma gehörte zur Familie Mischke im Sandweg 58 (?), die circa 1945 (plus minus zwei, drei Jahre ) geflohen ist. Familie Mischke hatte einen Obst- und Gemüsehandel und viele Kinder. Die Namen sind: Martha und Gustav Mischke mit Kurt, Herbert, Hildegard, Hertha, Erich und Nesthäkchen Erna (*1925). Später ist das uneheliche Enkelkind Marianne mit eingezogen. Nachbarn soll eine Familie mit den beiden Mädchen Agnes und Lieschen gewesen sein, auf die Erna ab und zu aufgepasst hat. Nach der Volksschule hat Erna zunächst bei dem Kolonialwarenladen des Herrn Sperling gearbeitet, anschließend hat sie bei der Familie Packeisen (Bruno Packeisen) angefangen (Kfz-Mechaniker u.a. für Kriegsfahrzeuge) und sich mit der Tochter Eva angefreundet. Es soll noch einen Sohn Reinhold gegeben haben. Sowohl Schule als auch Kolonialwarenladen und Mechaniker sollen in der Straße oder um die Ecke gewesen sein.
                    Sagt hier irgendetwas davon jemandem was? Ich würde mich total freuen, mehr über die Sandwegler zu erfahren, vielleicht hat ja irgendjemand sogar noch Fotos?!
                    Liebe Grüße an alle!
                    das Julchen

                    Kommentar

                    • sarpei
                      Forum-Teilnehmer
                      • 17.12.2013
                      • 6091

                      #115
                      AW: Joniszus

                      Hallo Julchen,

                      die genannten Familien kenne ich zwar nicht näher, aber ein wenig Randinformationen kann ich beisteuern.

                      Lt. Danziger Adressbuch 1942 wohnten im Sandweg 59 der Fleischer Franz Hirsch und der Händler für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kohlen Gustav Mischke. Unter gleichem Namen ist auch ein Arbeiter angeführt. Familienmitglieder sind im Adressbuch nicht aufgelistet. Ein Rudolf Mischke war noch im Sandweg 40 aufgeführt.

                      [ATTACH=CONFIG]21370[/ATTACH]

                      - Adressbuchseite

                      Zum Namen Packeisen finden sich im Sandweg 16:

                      Artur, Fabrikbesitzer
                      Bruno, Fabrikbesitzer
                      Gebrüder Packeisen, Automobil- und Maschinenreparatur-Werkstatt, Autobusverkehr

                      [ATTACH=CONFIG]21371[/ATTACH]

                      - Lageplan

                      Der Lageplan umfasst nur den Bereich vom Gemeindehaus links (Nummer 44) bis zur Volksschule (Nummer 74).

                      Unter dem Link



                      findet sich ein Foto des Hauses Sandweg 66. Links 'Feiens Fleisch- und Wurstwaren Geschäft' Heinrich Gast, rechts 'Restaurant und Ausschank' Anton Kantowski.


                      Viele Grüße

                      Peter
                      Angeh

                      Kommentar

                      • Julchen
                        Forum-Teilnehmer
                        • 21.07.2016
                        • 2

                        #116
                        AW: Joniszus

                        Hallo Peter, Mensch, ich hatte gar nicht damit gerechnet, überhaupt eine Antwort zu bekommen, das Thema war schon so viele Monate "auf Eis" Und dann gleich so viel Inhalt, da freue ich mich total! Ich habe mir die Bilder gleich einmal ausgedruckt und werde meine Oma mal fragen, ob sie sich an das Gebäude erinnern kann. Sie ist eigentlich stark dement, aber manchmal kann man gerade mit so alten Dingen ein paar Erinnerungen hervorholen. Vielen lieben Dank dir!

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                        • ada.gleisner
                          Forum-Teilnehmer
                          • 17.02.2008
                          • 882

                          #117
                          AW: Danzig, Sandweg

                          Hallo Sandwegsucher,
                          ich habe da mal eine Frage: wenn man von Stolzenberg auf die Karthäuserstraße wollte oder mußte (Schule) ging man die Sandgrube hinunter - meine Erinnerung. Mußte man da auch durch den Sandweg oder war der in der Nähe ? Wer erinnert sich oder weiß es. Danke für Eure Erinnerungen, Ada
                          Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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                          • sarpei
                            Forum-Teilnehmer
                            • 17.12.2013
                            • 6091

                            #118
                            AW: Danzig, Sandweg

                            Hallo Ada,

                            Stolzenberg und Karthäuser Straße/Schidlitz liegen westlich vom Danziger Kerngebiet, Bürgerwiesen und Sandweg ganz im Osten davon. Da haben Sandgrube und Sandweg nichts miteinander zu tun - oder habe ich etwas falsch verstanden?

                            [ATTACH=CONFIG]21404[/ATTACH]


                            Viele Grüße

                            Peter
                            Angeh

                            Kommentar

                            • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
                              Forum-Teilnehmer
                              • 01.01.2009
                              • 1434

                              #119
                              AW: Danzig, Sandweg

                              Hallo Ada,

                              und hier "roter Pfeil" beginnt der Sandweg. "Grüner Pfeil" links ist die Straße "Langgarten" Richtung "Langer Markt" :

                              [ATTACH=CONFIG]21406[/ATTACH]

                              Schöne Grüße
                              Rainer
                              Angeh
                              "In einem freien Staat kann jederman denken,
                              was er will, und sagen, was er denkt"
                              (Spinoza)

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                              • ada.gleisner
                                Forum-Teilnehmer
                                • 17.02.2008
                                • 882

                                #120
                                AW: Danzig, Sandweg

                                Peter Du hast richtig verstanden : ich wollte wissen, ob Sandweg und Sandgrube eine räumliche Beziehung haben.
                                Danke für die Aufklärung, liebe Grüße von Ada
                                Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

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