Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

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  • MueGlo
    Forum-Teilnehmer
    • 11.03.2010
    • 1120

    #16
    AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

    Moin, Dieter,

    nach der Heirat 1735 von George Malgadey & Anna Selke:

    1) Christina, * Schnakenburg 02.12.1736, † Schnakenburg 12.03.1737, Mutter: Anna
    Paten Rusch, Bartsch, Heinrichsen

    2) Anna Gertrud, * Schnakenburg 15.06.1738, Mutter: Anna
    Paten Bartsch, Mahnholdt, Mally

    3) Michael, * Schnakenburg 22.11.1739, Mutter: Anna
    Paten: Engels, Bartsch, Duwensee

    4) George, * Schiewenhorst 09.02.1744, Mutter: Maria
    Paten: Gießler, Lingenberg, Heinrichsen

    Dass es keinen Selke-Paten gibt deutet an, dass die Familie der Anna / Maria Selke nicht im Kirchspiel Bohnsack lebt sondern weiter weg (im 18. Jahrhundert wird innerhalb von 7 Tagen getauft, was dazu führt, dass die Paten ziemlich durchgehend lokale Personen sind).

    Anna Malgadey - Selke: † Schiewenhorst 05.12.1765

    George Malgadey sen (!!!): † Schiewenhorst 16.10.1775

    † 09.08.1782 Malgadey, George, Söhnlein von George (d.h. vom 1744 geborenen)

    Es gibt zwischen 1735 und 1744
    a) kein † einer Anna Malgadey
    b) keine Heirat eines George Malgadey mit einer Maria.

    D. h., der Name Maria taucht nur ein einziges Mal auf.

    These: Die Angabe der Mutter 1744 als Maria ist ein Fehler des Predigers. Ursachen sind u.a., dass die Einträge oftmals nicht direkt ins Kb erfolgten sondern in Kladden / auf Zetteln notiert wurden und der Prediger die Daten erst später übertrug (ich habe mehrere solcher Fälle). Zum anderen nahmen die Mütter nicht an der Taufe teil ... die ersten 6 Wochen nach einer Geburt durften sie die Kirche nicht betreten ... d.h., die Angabe ihres Namens stammt nicht von ihnen selbst.

    Und zuletzt: Der erste Wohnort Schnakenburg kann bedeuten, dass sie westlich von dort kommt ... und dann landet man bald in der "Stadt" ... und dort zu suchen ist nicht lustig ...

    Was ist das für ein Erlass von 1749 bzgl. der Bestätigung als Grobschmied?

    Schmiede sind ein mobiles Volk. Sie gehen auf Wanderschaft und bleiben offensichtlich öfter in der Ferne hängen. Es gibt mehrere Schmiede aus Ostpreussen auf der Nehrung.

    Beste Grüße, Rainer MueGlo
    "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

    www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

    Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
    http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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    • Weimaraner
      Forum-Teilnehmer
      • 18.01.2018
      • 307

      #17
      AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

      Guten Abend Rainer,

      danke für deine Ausführungen, hier insbesondere die Darstellung der Paten, die ich in den Kirchenbüchern nicht lesen konnte.

      Zu deiner Frage: „Was ist das für ein Erlass von 1749 bzgl. der Bestätigung als Grobschmied?“
      Hierzu Titel

      „Vom Volksleben auf der Danziger Nehrung“ nach archivalischen Quellen von 1594-1814.
      Erhalten über BSB Bayerische Staatsbibliothek.

      Hier wird ausgeführt.
      Zitat Original
      „ Im Jahre 1749 kam eine Verordnung heraus, „demnach Sämmtl: 0.0gen geschlossen daß von nun an keine Concessiones auf bürgerliche Nahrung von irgeinem Amte zugeben seyn werden...
      Daß in der Stadt Dörffern außer dem einen in jedem Dorffe zu verstattende Haackwerk ein Huff- oder grob-Schmidt, ein Schirr- oder Rademacher, ein Schneider und ein Schuster zu toleriren seyn werden. Als committiret E. Raht den H. Hrn. Administratoribus des Werders der Nehrung und Scharpau.....daß dieses befinden der Löbl. 0.0 gen ein güngen (Genüge) geschehen möge. Actum in Senat.: d. 10 November 1749. N 82
      Folgendes Verzeichnis von 1752 gibt die Zahl der Handwerker in Nehrung und Scharpau an, aus dem zu entnehmen ist, daß wirklich nur Schneider, Schuster, Schmid und ein Radmacher vorhanden waren:
      Schiewenhorst eine Schmiede: George Malgadey. Christian Bartsch: Schneider, bleibt hat sich auf 6 fl. verglichen. George Giesler: Schneider, hat sich nach Krakau auf 4 fl. Verglichen
      Zitat Ende.

      Rainer, ich gehe davon aus das George zum Zeitraum 1749-1752 der einzige Schmid, wie vor beschrieben gewesen ist und sesshaft gewesen seien muss. Gemäß Erlass kann es nicht mehrere in einem Dorf gegeben haben.

      Des Weiteren gibt es ein Wirtschaftsgutachten zu „Schiewenhorst“ ( ich vermute ca.1792, denn die Ehefrau von Michael ist in der Personenzahl nicht mehr aufgeführt) in dem sein Sohn Michael wir folgt dargestellt wird

      6. Eigengärtner, Grobschmid zahlt 2 fl. ans Gewerk, b) 1 Fst, 1 M, 3 S, 2 T, zus. 6 Pers.
      b.) 2 Pf, 1 K, 2 Jv, 2 Schw. c.) 3 M, 82 R Sand und Sumpfland. D.) 3 Rt.
      Bei ihm lebte ein Joh. Wulff, EinlArbm a.) 1 M, 1 W, 1 Mutter, zus. 3 Pers. B.) 1 Schw.

      In weiteren Berichten wird der Gesamtort „Schiewenhorst“ aufgelistet
      Summa
      30 Haushalte mit 19 Feuerstellen
      a.) PersStand: 31 M, 30 W, 39 S, 38 T, 5 Kn, 6 Mg zus.150 Pers
      b.) Viehbestand: 53 Pf, 46 K, 25 Jv, 12 Scha, 67 Schw, 4 Bv
      c.) Landbesitz: 13 H, 15 M, 219 Rt an Dorfs davon 4 H, 17 M, 262 R an Dorfs guten Zinsstand, 8 H, 27 M, 237 R an Dorfs Sandzinsstand

      In dieser Darstellung sind auch alle Haushalte namentlich angeführt u. A. auch ein Gott. Sellke vom Nickelswalder Hof.

      Leider ist mir nicht bekannt, wie ich „Screenshot“ einfügen kann sonst hätte ich die Seiten dokumentiert. Ich habe leider vergessen zu dokumentieren, wo ich die Wirtschaftsberichte gefunden habe.

      Bekannt ist mir „ No 2649 Abt.180 11012 Schiewenhorst Amt Danziger Territorium“

      Wenn du noch weiterführende Literatur kennst, würde ich mich über eine Nachricht freuen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Dieter
      Du kannst keinen Tag der Vergangenheit ändern. Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft.

      Kommentar

      • MueGlo
        Forum-Teilnehmer
        • 11.03.2010
        • 1120

        #18
        AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

        Moin, Dieter,

        herzlichen Dank. Die Quellen habe ich vorliegen.

        Beste Grüße, Rainer MueGlo
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        • Weimaraner
          Forum-Teilnehmer
          • 18.01.2018
          • 307

          #19
          AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

          Hallo Rainer,
          Danke, hast du weitere Ausführungen?
          MfG
          Dieter
          Du kannst keinen Tag der Vergangenheit ändern. Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft.

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          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #20
            AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

            Schönen guten Abend,

            ein Riesendankeschön an Rainer der in seinem Beitrag vom 29.04. den Hinweis auf eine Sara Selcke gab, die wahrscheinlich meine 6x-Urgroßmutter ist. Der Nachname kommt schon gar nicht so häufig vor, der Vorname in dieser Schreibweise zu dieser Zeit ist ebenfalls rar, und so vermute ich nun, dass das ein absoluter Volltreffer ist. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal wieder dazu komme, in Staatsarchive zu fahren um dort zu forschen. Denn wo die Kirchenbücher aufhören, kommt man häufig in den Archiven weiter.

            Schöne Grüße aus dem Storchen- und Elchland
            Wolfgang
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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            • ParschauWossitz
              Forum-Teilnehmer
              • 17.03.2022
              • 192

              #21
              AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

              Hallo Wolfgang,

              was sind denn diese Staatsarchive?
              Ich kenne es in etwa so, daß die Standesamtsunterlagen erst bei 1874 beginnen, davor gibt es nur die Kirchenbücher.

              VG
              Michael

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              • Wolfgang
                Forumbetreiber
                • 10.02.2008
                • 11623

                #22
                AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                Schönen guten Abend,
                hallo Michael,

                alles was Danzig betrifft ist im Staatsarchiv Danzig zu finden. In Bezug auf die Danziger Niederung und das Werder finden sich Unterlagen sowohl in Danzig als auch im Staatsarchiv Elbing in Marienburg.

                Dort befinden sich Dokumente, Akten und sonstige Unterlagen die schier jenseits unserer Vorstellungskraft sind. Und sie reichen etliche Jahrhunderte zurück. Aber das zu erschließen würde Zeit, Zeit, Zeit erfordern. Und die Findbücher geben nur vage Anhaltspunkte über das was da wirklich vorhanden ist.

                Mein Traum war einmal, dass ich, wenn ich erst einmal hier bin, meinen ständigen Aufenthaltsort im Danziger Staatsarchiv einrichte - nun ja, nun bin ich hier und es ist ein bisschen anders geworden.

                Schöne Grüße aus dem Land des Bernsteins, der Störche und Elche
                Wolfgang
                Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
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                • ParschauWossitz
                  Forum-Teilnehmer
                  • 17.03.2022
                  • 192

                  #23
                  AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                  Hallo und danke für die Antwort.

                  Bei den Staatsarchiven geht es dann mehr um Vorgänge der jeweiligen Gebiete, Gerichtsurteile, Bauvorhaben, etc. und weniger um Falilienabstammungen, oder?

                  VG
                  Michael

                  Kommentar

                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #24
                    AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                    Schönen guten Nachmittag,
                    hallo Michael,

                    Familienforschung ist vergleichbar mit dem Zusammensetzen unendlich vieler Mosaiksteinchen. Wir nutzen meist nur Überlieferungen, Kirchenbücher, Standesamtsunterlagen und Sekundärquellen wie z.B. Bücher oder auch das Internet. In den (Staats-) Archiven liegt aber noch unfassbar viel mehr und das nicht nur für die Zeiträume für die keine Kirchenbücher vorhanden sind. Hier ist das deutschsprachige Bestandsverzeichnis des Staatsarchivs Danzig online einsehbar: Wegweiser Staatsarchiv Danzig

                    Zu den einzelnen Beständen gibt es im Staatsarchiv noch ausführliche Findbücher die eine Suche etwas vereinfachen.

                    Schöne Grüße aus dem Werder
                    Wolfgang
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                    • Weimaraner
                      Forum-Teilnehmer
                      • 18.01.2018
                      • 307

                      #25
                      AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                      Guten Abend Wolfgang,

                      danke für deine Informationen und den elektronischen Hinweis. Werde mich damit auseinandersetzen. Unsere Stammbäume berühren sich, wie ich aus einigen Hinweisen bei den "Naujocks" entnehmen konnte. Vieleicht findest du einen Hinweis "Michael Selken" Vater von "Maria Selken". Nochmals Danke Wolfgang und eine gute Nacht
                      Dieter
                      Du kannst keinen Tag der Vergangenheit ändern. Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft.

                      Kommentar

                      • MueGlo
                        Forum-Teilnehmer
                        • 11.03.2010
                        • 1120

                        #26
                        AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                        Moin, Wolfgang,

                        Sara Selcke, * Groschkenkampe 09.10.1707, ∞ Bohnsack 30.09.1727 mit Martin Gräßke

                        Ihre Eltern: George Selcke, * Kampen 30.07.1662, Nachbar & Schultz auf der Groschkenkampe & Großen Kampe,
                        ∞ Tiegenort 01.11.1701 mit Sara Bilau (oder Behlau, Bahlau???), Vater Hans, Nachbar & Schultz in Haberhorst --- zu diesen finde ich nichts im Kb Tiegenort außer dieser Heirat ....

                        Besagter George Selcke ist mein 7-facher Urgroßvater. In erster Ehe ist er verheiratet mit Elisabeth Gerdtsen, * Große Kampe 04.02.1663, ∞ Steegen 08.12.1687, zwischen 1688 und 1699 6 Kinder. Sie ist meine 7-fache Urgroßmutter ...

                        Ich schicke Dir die Details. Bei Bedarf auch Kopien der entsprechenden Kb-Einträge.

                        Die Verbindung Martin Gräßke & Sara Selcke hatte ich bisher nicht gesehen ... ansonsten habe ich viele Gräßke ...

                        Der Vater Peter Gräßke, Kornmüller in Nickelswalde: Wo verortest Du ihn? Im "Knoop-Hof" am Damm, der --- irgendeine Quelle sagt ca. 1675 --- errichtet wurde oder die Mühle am Ortsausgang gen Osten / Neue Welt, errichtet ???

                        Deine Ancestry-Daten: Sind die aktuell? Ich frage, um zu vermeiden, Dich auf Daten zu verweisen, die Du vielleicht längst hast.

                        Beispiel: Peter Gräßke ∞ Schönbaum 11.12.1684 mit Euphrosina Wienholt. Sie ist geboren am 04.03.1663 (nicht 1665) im Ksp Bohnsack, vermutlich in Nickelswalde, Vater Hans Wienholt, Nachbar in Nickelswalde ...

                        Beste Grüße, Rainer MueGlo
                        "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

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                        Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
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                        • Fischersjung
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.11.2015
                          • 5612

                          #27
                          AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                          Hallo Michael
                          hier zum Stand bezüglich #21
                          Link ist frei einsehbar:
                          Neuerscheinungen von Digitalisaten aus polnischen Staatsarchiven
                          Grüße von Joachim

                          Kommentar

                          • Wolfgang
                            Forumbetreiber
                            • 10.02.2008
                            • 11623

                            #28
                            AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                            Schönen guten Nachmittag,
                            hallo Rainer,

                            und wieder hast Du mich vollkommen perplex gemacht...

                            Ich habe ja schon immer gesagt, dass man hier in den Werdergebieten nur weit genug zurückgehen muss um gemeinsame Vorfahren zu finden.

                            Meine älteren Daten bei Ancestry sind im Großen und Ganzen aktuell. Was dort nicht steht, weiß ich nicht. Ich muss aber noch rund 1.500 Personen aus dem 19. und 20. Jahrhundert nachtragen, meist Auswandererdaten in den USA. Zu Peter Gräßke: Ist Dir das Thema "Bittgesuch der Fischerbabker um eine Kornmühle (1715)" schon mal aufgefallen? Die Gräßke'sche Kornmühle habe ich noch nicht verorten können, aber ich hoffe, dass darüber etwas im Staatsarchiv Danzig zu finden ist.

                            So, aber jetzt werde ich mir mal Deine Informationen näher ansehen, das ist ja wirklich wahnsinnig interessant.

                            Schöne Grüße
                            Wolfgang
                            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                            Kommentar

                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #29
                              AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                              Schönen guten Nachmittag,
                              hallo Rainer,

                              den Taufeintrag von Gröger Selcke vom 30.07.1662 habe ich im Steegener Kirchenbuch gefunden. Als Vater ist "Gröger Selke junior" genannt. Ich denke, dass dessen Vater ebenfalls ein Gröger Selke (senior) ist. Zu dem Junior-Selke schreibt Franziska Beck in ihrer Dissertation "Vom Volksleben auf der Danziger Nehrung" auf Seite 122 folgendes:

                              "Von einer andern Wirtshausschlägerei wird berichtet,
                              "... wie das Christof Roman den 14. 8. 1657
                              zu dem Stephan Lütkemann (ist) kommen, wo selbst
                              er Gregor Selcken den Jüngeren und Thomas Ventroß
                              vor sich gefunden die den bald anfangs den Kläger
                              zu trinken genötigt, Er auch ihnen so viel seine
                              gelegenheit gegeben, bescheiden gethan, wie er
                              aber weggehen wollen, sey Er von dem Thomas Ventroß
                              mit vielen spitzfündigen, und ehrenrührigen
                              Worten angeredet, Er würde es auf die Länge nicht
                              außhalten, doch entlieh das seine verlaufen müßen
                              Welches Kläger bescheidentlich beantwortet, darauf
                              Gregor Selcken hervorgesprungen, sagende,
                              halt, wir wollen das bald auskriegen, einen stock
                              gefaßet , denselben zerbrochen, die Helfte davon
                              behalten, die andere Helfte dem Ventroßen gegeben
                              und derogestalt zugeschlagen, das er sich nicht
                              erwehren können. Die Füße von den Bänken wollten
                              sie noch nehmen aber andere Nachbarn haben sie
                              daran gehindert ..." (Quelle: APG 300,2 Nr.25, S.534)

                              Ich vermute, dass dieser "Gregor Selcke der Jüngere" identisch ist mit dem Kindsvater vom 30.07.1662. Ganz schön trinkfreudig und schlagfertig waren da unsere Altvorderen...

                              Übrigens kommen in dieser Beck-Dissertation Selckes noch mehrere Male vor.

                              Schöne Grüße aus dem Werder
                              Wolfgang
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                              • MueGlo
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                                • 11.03.2010
                                • 1120

                                #30
                                AW: Danziger Nehrung 16 / 17 Jhd.

                                Moin, Wolfgang,

                                ja, ich habe bei Franziska Beck auch schon einiges gefunden. Aufgrund Deines Selcke-Hinweises werde ich mich noch einmal mit ihr Vergrnügen.

                                Beste Grüße, Rainer MueGlo
                                "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                                www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                                Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                                http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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