Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

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  • stefanstefan
    Forum-Teilnehmer
    • 01.08.2009
    • 183

    #16
    AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

    Dei Wälder rund um Stutthof waren ja auch nicht ohne

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    • Ulrich 31
      Forum-Teilnehmer
      • 04.11.2011
      • 8564

      #17
      AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

      Zu #16: Siehe dazu Weiteres unter http://www.forum.danzig.de/showthrea...light=Piasnica.

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      • Bartels
        Forum-Teilnehmer
        • 25.07.2012
        • 3448

        #18
        AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

        Zu #16 & 17:

        Diese Massaker fanden weder im Werder noch bei Stutthof statt,
        sondern im Polnischen Korridor - also nicht unter den Augen deutscher Anwohner.
        Beste Grüsse
        Rudolf H. Böttcher

        Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
        Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
        Familie Zoll, Bohnsack;
        Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
        Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

        http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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        • Ulrich 31
          Forum-Teilnehmer
          • 04.11.2011
          • 8564

          #19
          AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

          Zu #18:

          Warum immer wieder solche vorwurfsvollen Belehrungen? stefanstefan hat den Kreis um Stutthof etwas groß gezogen (Luftlinie gut 80 km) - na und? Die Nazi-Verbrechen von Stutthof und Piaśnica waren die gleichen - ob unter deutschen oder polnischen Augen.

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          • MeinEichwalde
            Forum-Teilnehmer
            • 06.10.2008
            • 545

            #20
            AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

            Guten Abend,

            meinemEindruck nach wurde im WErdermuseum ( Zulawski park...) das Thema diskutiert auf einer VEranstaltung wie man sich fühlt wenn man an dem Ort eines ehemaligen KZ heute wohnt.
            Auch wurde vorletzte Woche in Warschau eine KOnferenz darüber abgehalten ob es in Zukunft strafwürdig sein solle wenn Medien von polnischen Lagern berichteten, weil wohl besonders Auschwitz in der Weltöffentlichkeit als vonPolen betriebenes KZ wahrgenommen wird.
            Was der Uwe ganz am Anfang geschrieben hat, war sehr echt, denn so fühle ich auch, es gab viel Mord und Totschlag,Selbstmord und das war auch nach dem Krieg bekannt. Und gerade Demente reden frei heraus. Ich hatte schon mal ein Seminar angedacht.Danzig für Demente. bzw Seminar für demente Danziger, ( nur die Alten mit Altersdemenz) und wieviel Angst das bei den Angehörigen auslösen kann wenn der Opa auf einmal auspackt in seinem Zustand. Und alle Fassade zusammenbricht. Aber das waren wohl auch meine Angstfantasien. Und beim Bund der Danziger hatte das kein Echo gefunden.Auch nicht bei der Landsmannschaft WEstpreussen im Vorstand.
            Die STutthof Häftlinge arbeiten in Kolonnen auf den Feldern des Werders. Und auch anderwo, aber gut sichtbar für alle die vorbeiführen. Ich glaube wir hatten schon mal früher davon geschrieben hier.
            Schöne dunkle Abendgrüße
            Delia

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            • Bartels
              Forum-Teilnehmer
              • 25.07.2012
              • 3448

              #21
              AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

              Guten Abend,

              in diesem Thread geht es um die Stutthöfer und das KZ Stutthof, das auch "Waldlager" genannt wurde.

              Besonders beim Waldkommando des KZ Stutthof starben viele Häftlinge - an Entkräftung, Misshandlung etc. - Zwischen Steegen und Stutthof wurden fanden auch Erschiessungen statt. 127 Leichen hat man dort 1946 exhumiert. - Weitere Erschiessungen wurden in Saspe bei Danzig (Zaspa) vorgenommen.

              Mir ist es wichtig, dass nicht alle Informationen in einem grossen Brei vermischt werden.

              Deswegen habe ich darauf hingewiesen, dass die Massaker im "Korridor", bzw. in der Kaschubei stattfanden. Zielgruppe sind dabei nicht unsere Forums-Mitglieder mit Ortskenntnis, sondern die sehr viel grössere Zahl von Gastlesern, die sich diese Ortskenntnis erst erarbeiten müssten.

              Gemessen an der Entfernung Aachen - Königsberg sind 80 km wenig, aber unsere Vorfahren im Danziger Zwergstaat mussten bei einer derartigen Fahrt schon 1-2 Grenzen überschreiten.

              Ansonsten habe ich immer Verständnis für Abweichung von der Thread-Disziplin und bin der Letzte, der nach dieser oder nach Verschiebung in andere Threads ruft.
              Beste Grüsse
              Rudolf H. Böttcher

              Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
              Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
              Familie Zoll, Bohnsack;
              Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
              Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

              http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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              • wenzkauer
                Forum-Teilnehmer
                • 26.10.2008
                • 203

                #22
                AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                Hallo Rudolf,
                ich schrieb schon unter #12, wir sind vom Thema weg. Wolfgangs Antwort hat mich zu #15 veranlaßt, wobei sein Beitrag in der Nacht verschwand. Mein Beitrag paßt nun noch weniger und Ordnung tut Not.
                Gruß Michael

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                • Bartels
                  Forum-Teilnehmer
                  • 25.07.2012
                  • 3448

                  #23
                  AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                  Hallo Michael,

                  das Abschweifen vom Thema ist ganz normal - das ist Forum und davon lebt auch das Forum.

                  Mir ging es nur darum, dass KZ und Massaker nicht in einen Topf geworfen werden. Das Lager wurde vor aller Augen errichtet und mit der Kleinbahn angefahren und Zehntausende von Häftlingen kamen in das Hauptlager und gingen später auf die Todesmärsche.

                  Piaśnica geschah heimlich und sollte später mit Hilfe von 36 Stutthof-Häftlingen, die als Zeugen ermordet wurden, vertuscht werden. -

                  Letztendlich unterschreibe ich meine Beiträge mit vollem Namen.


                  Beste Grüsse nach Skåne

                  Rudolf H. Böttcher
                  Beste Grüsse
                  Rudolf H. Böttcher

                  Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                  Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                  Familie Zoll, Bohnsack;
                  Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                  Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                  http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

                  Kommentar

                  • mariano
                    Forum-Teilnehmer
                    • 12.07.2008
                    • 113

                    #24
                    AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                    In 50-Jahren als ich noch Schulkind war (einzige Schule in Heubude die viele von Euch auch besucht haben) - musste ich mit 8 - 10 Jahre alten Kindern "Ausflug" nach Stutthof machen -das damals war Pflicht.Da habe ich gesehen:- Berge von Schuhe,Brille,Haaren -sogar künstliche Gebisse (jede menge) da waren. Also die "gute Deutschen" haben das alles gemacht sagte uns Kindern der "Reiseführer". Und bis Heute habe ich das vor Augen und schäme mich,daß meine noch lebende Mutter bei BDM und alle drei Onkeln bei Wehrmacht waren-einer sogar "für Führer und Heimat" bei Leningrad gefallen ist. Seit dieser Zeit bin ich nie in Stutthof gewesen und bis ende meines Lebens werde nicht da. Gruß

                    Kommentar

                    • Alter Danziger
                      Forum-Teilnehmer
                      • 12.03.2012
                      • 56

                      #25
                      AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                      Mariano, schämen ist richtig wenn wir selber schuldig sind. Wenn andere etwas schlechtes gemacht haben, dann können wir betroffen sein und bedauern und vielleicht auch versuchen wieder etwas gut zu machen.

                      Da hat es mal eine Zeit gegeben wo wir sehen mussten dass die ganzen alten Nazis und Täter unbestraft wieder in Amt und Würden gekommen worden sind. Und da hätte ich mich geschämt zu sagen dass ich Deutscher bin und auch in der HJ war.

                      Alter Danziger

                      Kommentar

                      • Martschinke
                        Forum-Teilnehmer
                        • 07.03.2008
                        • 404

                        #26
                        AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                        geehrte Teilnehmer,
                        bisher haben wir über die Nazi-Verbrechen in Danzig Stutthof mit vielen Nazi-Verfolgten debattiert, aber wie war es nach dem Monat März 1945
                        als die humane Umsiedlung ins Reich begann, gab es dann weniger Tote?

                        Schönes Wochenende

                        Martschinke

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                        • Wolfgang
                          Forumbetreiber
                          • 10.02.2008
                          • 11623

                          #27
                          AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                          Schönen guten Morgen,

                          auch dieses Thema geriet in Gefahr, vollkommen zu zerfasern sodass ein roter Faden kaum mehr erkennbar war. Es ist meist sinnvoller bei themenabweichenden Beiträgen ein neues Thema mit einem möglichst genau zutreffenden Thementitel aufzumachen.

                          Ich habe aufgrund dessen nun Beiträge verschoben in folgende neu angelegte Themen:

                          Zeugen Jevohas in den Zwischenkriegsjahren

                          Tadeusz Skutnik: Stutthof historischer Informator

                          Hermine Schmidt: Die gerettete Freude

                          OperationBagration

                          Bitte versucht, möglichst beim Thema zu bleiben und macht ggf. ein neues auf.

                          Viele Grüße aus dem Werder
                          Wolfgang
                          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                          Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                          Kommentar

                          • waldling +6.8.2023
                            Forum-Teilnehmer
                            • 04.09.2011
                            • 2320

                            #28
                            AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                            Guten Abend zusammen,
                            wie ihr in diesem Thread lesen konntet, habe ich ein besonderes, gespaltenes Verhältnis zu Stutthof, dem Heimatort (nach Tiegenhof) meiner Mutter. Nun möchte ich fragen, ob jemand hier in der Runde folgendes Buch kennt:


                            Auch wenn meine Mutter nicht direkt im Lager arbeitete, so war doch der Alltag geprägt von Gefangenentransporte, Misshandlungen und Drohungen. Das führt mich immer wieder zu Gedanken, wie die Gesinnung der Stutthof-Bevölkerung wohl gewesen ist. Sicherlich geht es mir hier nicht um Antworten, mehr um ………., ja, um was eigentlich? Bekannte meiner Mutter arbeiteten im Lager, sie bei Epp, die ebenfalls Gefangene beschäftigte. Intellektuell habe ich vieles durchgearbeitet, weiterhin beschäftigt mich diese Geschichte in Stutthof.
                            Vielleicht kann jemand was über das o.g. Buch schreiben. Ich würde mich freuen.
                            Einen schönen Sonntag!
                            Uwe

                            Kommentar

                            • waldling +6.8.2023
                              Forum-Teilnehmer
                              • 04.09.2011
                              • 2320

                              #29
                              AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                              Hallo noch mal,
                              ich bin kein Fan von Günther Jauch. Heute Abend hat es sich aber gelohnt. Die ältere Dame dort (ein Holocaust-Opfer) hat wirklich für den Frieden auf der Welt geredet. Wer interessiert ist, findet vielleicht die Sendung unter "Sendung verpasst" die Wiederholung. Kann ich nur empfehlen.
                              Gute Nacht!
                              Uwe

                              Kommentar

                              • waldling +6.8.2023
                                Forum-Teilnehmer
                                • 04.09.2011
                                • 2320

                                #30
                                AW: Meine persönliche „Versöhnung mit den Stutthöfern“

                                Guten Abend zusammen,

                                ich bitte, folgenden Beitrag nicht als Provokation zu werten.


                                Sehr viele Beiträge gibt es im Forum nicht über Stutthof. Wäre mal interessant, wie viele Stutthof-Verbundene im Forum angemeldet sind.

                                Passend zu meinem Beitrag ist der Beitrag von Wolfgang
                                https://www.danzig.de/showthread.ph...n-aufgesp%FCrt

                                und die Anfrage eines neuen Teilnehmers HansPelzer
                                https://www.danzig.de/showthread.php?13767-Vorstellung-HansPelzer&p=105673#post105673
                                der sich dann nicht mehr gemeldet hat.

                                Immer wieder höre ich in meinen Gesprächen mit dem Thema Stutthof und seinen Einwohnern negative Äußerungen oder Vermeidungstendenzen. Erst kürzlich mit einer befreundeten Bekannten die ich kenne . Sie war betroffen, als sie hörte, dass auf dem Grabstein meiner Mutter der Ort Stutthof zu lesen ist. Den weiteren Gesprächsinhalt lasse ich mal aus.


                                Für dieses Forum kann ich es natürlich nur spekulieren. Es bleibt mein subjektives und sehr begrenztes Erleben.


                                Sollte aber ein Fünkchen dran sein, möchte ich Mut machen, die Zurückhaltung aufzugeben, den Ort anzusprechen und zwar nicht nur in Hinsicht auf das KZ, sondern auch über das Leben der Anwohner im Ort, aber auch in Verbindung mit dem KZ. Was geschehen ist, ist geschehen. Es geht nicht um Beschönigung, sondern eher um Integration, so dass es keine Nahrung mehr für Hass gibt.

                                Es gab mal vor einiger Zeit eine Dokumentation, die über die Thematik Deutschland und die Nazis berichtete ("Die Suche nach Hitlers Volk 1+2). Nagelt mich nicht auf genaue Wiedergabe fest, aber ich gebe mein Bestes.

                                Vor der Nazi-Machtergreifung verließ ein junger Mann (in Wien geboren) Deutschland, um nach Amerika auszuwandern. Er kehrte noch vor dem Kriegsende als amerikanischer Soldat nach Deutschland zurück. Hier sollte er deutsche Bürger nach ihren Kennissen über Nazi-Deutschland befragen. Das Schockierende für ihn war, dass er keinen Gesprächspartner fand, der eindeutig zu dem stand, was geschehen war, sondern eher das Regime verteidigte. Er kam in ein Land zurück, dass aus toten Seelen bestand (sinngemäße Wiedergabe) und kaum einer seiner Gesprächspartner war dabei, der sich eindeutig vom Regime distanzierte. Sehr enttäuscht kehrte er nach Amerika zurück.


                                Also, was will ich damit sagen? Wir müssen nicht den Mund halten, wenn es um Stutthof geht. Es sind/waren Menschen, die zu diesem Zeitpunkt nun mal in Stutthof gelebt haben. Ob die Nähe zum KZ eine größerer Versuchung darstellte oder nicht, das sei mal dahingestellt.

                                Aber vielleicht nehme auch nur ich das so wahr.

                                Ich wünsche einen schönen Abend!
                                Uwe

                                Kommentar

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