Reichsdeutsche im KZ Stutthof

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  • Gerhard Jeske
    Forum-Teilnehmer
    • 24.08.2014
    • 737

    #16
    AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

    Gerhard Jeske informiert
    Das KZ Stutthof war ursprünglich für andere Zwecke gedacht. Ich setze ein Dokument ein, dass bezeugt, dass das Lager Stutthof ein Zentrum der Bauindustrie werden sollte und ebenso anderer Fertigungsstätten. Es wird hier deutlich, dass die SS nicht nur aus Bewaffneten bestehen sollte, sondern die SS strebte ein eigenes Wirtschaftsimperium an.

    Abschrift. Führerhauptquartier 19. 12. 1941
    Deı Reichführer T.gb. 8/ 29/91/ 41
    Mein Lieber Pohl!
    Ich war kürzlich gelegentlich meines Besuches im Gau Danzig Wetpreußen im Lager Stutthof.
    Ich bin zu der Überzeugung gekommen, daß Stutthof von größter Bedeutung für die spätere Besiedlung des Gaues Danzg- Westpreußen ist,
    1. Die Einrichtungen Bautischlereien und Bauschlosserei für die Siedlungstätigkeit in Westpreußen.-
    2. Vollste Ausnutzung der Schneider, Schuster und sonstigen Werkstätten für uns.
    Es werden dort eine große Menge von Aufträgen für die Wehrmacht ausgeführt.
    3. Einrichtungen einer Autoreparatur - Werkstatt für den dortigen SS - Oberabschnitt.
    4. Kauf einer Ziegelei am Haff, die sehr günstig liegt. die Kleinbahn und Kanal hat
    und die uns zurzeit angeboten wird.
    5. Stutthof muß außerdem in der Richtung ausgebaut werden, dass es in einem Lager später 20 000 Russen aufnehmen kann, mit denen wir dann den Siedlungsaufbau vollziehen können.
    Ich übersende anliegend eine Aufstellung über die Bodenbeschaffenheit, die in Stutthof gemacht wurde.
    Von Interesse könnte sein einesteils der Faulschlamm zur Düngung der Wiesen, wenn es sich lohnt in der Tiefe von 10-12 Meter abzubauen und anderenteils, die allerdings in 100. Tiefe liegende weiße, weiche, mittelharte und harte Kreide sein. Wenn ich mich nicht irre, ist in Danzig- Westpreußen an Zement
    und Kalk ein großer Mangel. Zur Kreide ließe sich beides gewinnen.
    Stutthof müßte nur von Ihnen und Brigadeführer Glücks als anerkanntes
    Konzentrationslager mit Wirtschaftsbetrieb übernommen werden.
    Heil Hitler, Ihr H.Himmler

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    • GerlachBettina
      Forum-Teilnehmer
      • 04.04.2016
      • 5

      #17
      AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

      Hallo Poitr
      Ich habe gelesen , Du suchst Namen von Deitschen die im KZ Stutthof ums Leben kamen , mein Großonkel "ALFRED GERLACH" , kam aus Königsberg , wurde dort auch geboren . Er fuhr zur See , mir ist von meiner Tante die ich gerade erst gefunden habe das er dort ums Leben kam .Vielleicht kommt man ja doch noch irgendwie zu Dokumenten
      Lg. Bettina

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      • waldling +6.8.2023
        Forum-Teilnehmer
        • 04.09.2011
        • 2320

        #18
        AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

        Hallo Bettina,

        Piotr ist selten bis gar nicht im Forum. Ich werde ihm eine Email schreiben.

        Herzliche Grüße
        Uwe

        Kommentar

        • waldling +6.8.2023
          Forum-Teilnehmer
          • 04.09.2011
          • 2320

          #19
          AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

          Hallo Bettina,

          leider hat Piotr sein Passwort zum Forum vergessen. Ich sende dir eine PN mit der Dienst-Email von Piotr. Da kannst du ihm schreiben. Vorab kann ich dir schreiben, er freut sich sehr über deinen Beitrag, und er hat bestätigt, dass Alfred Gerlach im KZ war. Was er an Unterlagen dort hat, kann er erst am Dienstag prüfen.

          Herzliche Grüße
          Uwe

          Kommentar

          • Ulrich 31
            Forum-Teilnehmer
            • 04.11.2011
            • 8547

            #20
            AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

            Hallo Herr Jeske,

            ich frage Sie, was Ihr Beitrag #16 hier soll: Soll er die SS entschuldigen oder gar verharmlosen? Lesen Sie bitte die beiden letzten Zeilen jenes Himmler-Briefes und dessen Hinweis auf die später aufzunehmenden 20 000 Russen in Punkt 5! Das sagt genug über dieses unmenschliche Verbrecherpack, von dem wir zum Glück befreit wurden.

            Ulrich

            Kommentar

            • Gerhard Jeske
              Forum-Teilnehmer
              • 24.08.2014
              • 737

              #21
              AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

              Zu 20 Ulrich 20, Sie hatten meine Artikel entweder nicht gelesen oder nicht verstanden. Ihr" Begriff-Verharmlosen ?" ist ,meilenweit von dem entfernt, was ich hier geschrieben hatte. Der Artikel ist eine, bisher unbekannte Information, über das, was die SS-Führung zukünftig vorhatten.ghd.jeske

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              • jonny810
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 2423

                #22
                AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

                Religion und Politik haben schon immer zu Krieg und zu Zerwürfnissen geführt.

                Menschen die diese Erkenntnis ignorieren oder bewusst verharmlosen, haben aus

                der Geschichte nichts gelernt.

                Die obigen Beiträge bestätigen meine These.

                Ich glaube, man sollte diese Themen in einem Heimat-Forum nicht zulassen.

                Allen ein schönes Wochenende.
                Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                "Nec Temere - Nec Timide"
                Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                Kommentar

                • Belcanto
                  Forum-Teilnehmer
                  • 24.09.2008
                  • 2507

                  #23
                  AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

                  Jonny, da bin ich ganz deiner Meinung.

                  Kommentar

                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #24
                    AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

                    Schönen guten Abend,

                    zuerst: Nach mehr als 6 Jahren eine Reaktion auf einen hier im Forum geschriebenen Breitrag? - toll, da soll mir mal jemand zeigen, dass dies auch bei Facebook oder sonstwo vorkommt! Ein Schließen dieses Themas? Nur weil es kontrovers gesehen wird? Nein! Stutthof und das damalige Konzentrationslager dort ist Teil der Geschichte der "alten Heimat", der Danziger Niederung, des Freistaates Danzigs und der unsagbaren, der schier unvorstellbaren Verbrechen die dort begangen wurden.

                    Ich kenne Herrn Jeske persönlich und weiß, dass ihm nichts ferner läge als irgend etwas zu verharmlosen. Allerdings zeigt seine Reaktion auf Ulrichs Vorwurf, dass er nicht so umfassend informiert ist wie er es sein sollte. Denn wäre er es, hätte er wahrscheinlich andere Aussagen getroffen oder sie anders formuliert.

                    Entgegen seiner am 23.06. geäußerten Meinung, aus dem Brief Himmlers ginge eine "bisher unbekannte Information, über das, was die SS-Führung zukünftig vorhatte" hervor, kann nur angemerkt werden: Absolut nichts Neues, mehrfach im Internet zu finden, vor allem nichts Unbekanntes, sondern ein Mosaiksteinchen in der Terrorgeschichte des KZ Stutthof. Ich weiß nicht, aber ich glaube, ich habe diesen Brief sogar als Reproduktion in der Dauerausstellung des Museums KZ Stutthof gesehen - übermorgen bin ich dort, werde mich umsehen und darüber berichten.

                    Was Herr Jeske vermutlich nicht wusste, ist, dass dieses Himmler-Schreiben in revisionistischen Kreisen, sprich: unter Holocaust-Leugnern, als EIN Beweismittel dafür angeführt wird, dass im KZ Stutthof zwar Menschen starben, dass aber im Grunde genommen alles was darüber erforscht wurde und berichtet wird, erstunken und erlogen ist. In diesem Zusammenhang -ohne darauf näher eingehen zu wollen- möchte ich nur die den Holocaust leugnenden Autoren Graf/Mattogno nennen.

                    Herr Jeskes "Information" vom 29.05.2017 zeigt ein unvollständiges und missverständliches Bild auf. Er sagt "Das KZ Stutthof war ursprünglich für andere Zwecke gedacht". Mag sein, aber als es anfangs geplant und errichtet wurde, war es offiziell kein Konzentrationslager. Es hatte im Lauf seiner Geschichte verschiedene Bezeichnungen wie "Zivilgefangenenlager", "Sonderlager" und "Arbeitserziehungslager".

                    Ursprüngliches Ziel war, alle sich in irgendeiner Weise patriotisch betätigende Polen und die gesamte polnische Intelligenz bzw. Elite zu inhaftieren und -wenn aus Nazi-Sicht notwendig- zu eliminieren, sprich: zu ermorden.

                    Wenn in Deutschland über KZs und den Holocaust gesprochen wird, dann wird zuallererst an Juden gedacht die in den KZs ermordet wurden. Aber es gab auch einen Holocaust gegenüber den Polen, der polnischen Intelligenz, der Elite des polnischen Volkes. Und das war -neben dem Ausschalten jedweder anderer Opposition sowie religiös Andersdenkenden und anders sexuell Orientierten- am Anfang das primäre Ziel der Nazis. Stutthof war nicht das schlimmste Konzentrationslager unter all den furchtbaren Lagern, aber es war das erste KZ das ganz gezielt und geplant gegen Polen errichtet wurde.

                    Nachdem ein großer Teil der polnischen gegen die Nazis gerichtete Opposition inhaftiert und teils ermordet worden war, wurde nach einem "Besuch" Himmlers im November '41 beschlossen, Stutthof in die "Inspektion der Konzentrationslager" (IKL) einzugliedern. Und damit änderte sich auch die primäre "Verwendung", der Einsatz der Häftlinge.

                    Dieses Thema ist wichtig. Es soll aufzeigen, wohin letztendlich Intoleranz und Fremdenhass führen, und darüber muss gesprochen werden, auch wenn das in den letzten zwei Beiträgen nicht ganz so gesehen wird.

                    Wir leben in einer Zeit in der die Demokratie in Gefahr ist. Nicht nur in der Türkei werden Andersdenkende inhaftiert. Der erste Schritt ist, darüber nachzudenken, was und wie man sich öffentlich äußert. Man zensiert sich selber, will nicht mehr wahrhaben was ist. Und dann beginnt der schleichende Weg in dem man Entschuldigungen sucht und dafür findet, keine Zivilcourage mehr zeigen zu können.

                    So war es... - vor achtzig, neunzig Jahren. Müssen wir das noch einmal erleben?

                    Wenn ich sage, dass Herr Jeske irrt, dann meine ich nicht, dass über das was er vertrat, nicht diskutiert werden sollte. Im Gegenteil. Wir dürfen nicht vergessen. Die vielen Opfer, die unschuldigen Opfer, auch die unpolitische Zivilbevölkerung, aber vor Allem diejenigen die Opfer wurden, weil sie Polen waren, Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Andersdenkende, Sinti, Roma, Homosexuelle, verdienen dass ihnen gedacht wird.

                    Stutthof lag im Gebiet des früheren Freistaates Danzig. Und damit kann es eigentlich gar nicht ausgeblendet werden unter all den Themen die wir hier im Forum behandeln.

                    Schöne Grüße aus dem Werder
                    Wolfgang
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                    Kommentar

                    • Wolfgang
                      Forumbetreiber
                      • 10.02.2008
                      • 11623

                      #25
                      AW: Reichsdeutsche im KZ Stutthof

                      Schönen guten Nachmittag,

                      vor drei Wochen schrieb ich "Ich weiß nicht, aber ich glaube, ich habe diesen Brief sogar als Reproduktion in der Dauerausstellung des Museums KZ Stutthof gesehen".

                      Mittlerweile war ich mehrfach im ehemaligen KZ, ich fand auch die ausgestellte Reproduktion des Briefes, aber bisher gelang es mir nicht, ein akzeptables Foto ohne große Reflexionen zu machen. Auch heute hat das nicht geklappt, aber morgen werde ich wieder dort sein.

                      A propos heute: Ich hatte dort eine Führung für eine Gruppe 13 junger Richter und Staatsanwälte aus Hamburg. Tief beeindruckend. Solche Führungen gehen an die Nieren, nicht nur bei der Gruppe sondern auch beim Führer.

                      Schöne Grüße aus dem Land des Bernsteins, der Störche und der Elche
                      Wolfgang
                      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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