AW: Dachbodenfund in Steegen: Zwei Kartons NSDAP-Unterlagen
Schönen guten Nachmittag,
danke schön für die vielen Empfehlungen, Ratschläge, Warnungen. Ich nehme sie zu Herzen, und auch wenn ich bereits weiß wie mit (trockenem) Schimmelarchivgut umzugehen ist (bereits in Deutschland hatte ich damit zu tun), denke ich, dass es das beste ist, die Archivalien ungereinigt zu fotografieren und sie dem mir zur Verfügung Stellenden zurückzugeben. Problem ist momentan nur, dass ich nur seinen Vornamen weiß und er sich noch nicht in unser Forum eingetragen hat. Aber er wird sich sicherlich melden.
Grundsätzlich: Natürlich sind solche Archivalien am besten in einem Archiv aufgehoben. Aufgehoben bedeutet aber häufig auch "verschwunden". Niemand weiß davon, infolgedessen kann sie niemand auswerten, und darum werden wir in vielen Punkten dumm sterben müssen.
Ich kenne den bei mir Klingelnden nicht. Ich weiß seinen Vornamen. Ich glaube ihm, dass er geschichtsinteressiert ist, dass er viele Handschriften nicht lesen kann, dass er aber wissen möchte, was geschrieben steht. Er hat sich bei uns noch nicht angemeldet, aber ich denke er liest mit, und er wird seine Kartons wieder abholen. Einen ganzen Teil habe ich bereits fotografiert. Ich hoffe, es gelingt mir noch, auch den Rest zu fotografieren. Wer hier Warnungen ausstößt, der möge sich mal bitte auf dem Dominik umsehen. Dort gibt es ALLES, dort gibt es bergeweise Dokumente, Akten, komplette geschlossene Sammlungen, absolut alles. Sie liegen nicht offen herum, aber wer die eine oder andere alte Akte sieht, kann fragen, kann Interesse bekunden, und dann tun sich Archivalien auf, die niemand für möglich hielte. Gegen entsprechende Euro natürlich. Die ich nicht habe. Aber hätte ich sie, wäre das außerordentlich interessant. Denn ich würde es sofort publik machen. Einscannen, ins Internet stellen, und dann kann es jeder wissen.
Wer hier warnt, spricht sich für Herrschaftswissen aus. Herrschaftswissen ist aber -wer wollte das bestreiten?- ein Werkzeug dass jede Diktatur liebt. Wissen muss demokratisiert werden, muss der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Natürlich, noch einmal, solche Sachen gehören in ein Archiv, und ich hoffe, sie werden dort auch eines Tages landen -vorausgesetzt es ist sicher, dass sie keiner Zensur anheim fallen. Solange es noch nicht soweit ist, begrüße ich jedwede Form von Veröffentlichungen die nicht staatlich gelenkt sind.
Schöne Grüße aus dem Werder
Wolfgang
Schönen guten Nachmittag,
danke schön für die vielen Empfehlungen, Ratschläge, Warnungen. Ich nehme sie zu Herzen, und auch wenn ich bereits weiß wie mit (trockenem) Schimmelarchivgut umzugehen ist (bereits in Deutschland hatte ich damit zu tun), denke ich, dass es das beste ist, die Archivalien ungereinigt zu fotografieren und sie dem mir zur Verfügung Stellenden zurückzugeben. Problem ist momentan nur, dass ich nur seinen Vornamen weiß und er sich noch nicht in unser Forum eingetragen hat. Aber er wird sich sicherlich melden.
Grundsätzlich: Natürlich sind solche Archivalien am besten in einem Archiv aufgehoben. Aufgehoben bedeutet aber häufig auch "verschwunden". Niemand weiß davon, infolgedessen kann sie niemand auswerten, und darum werden wir in vielen Punkten dumm sterben müssen.
Ich kenne den bei mir Klingelnden nicht. Ich weiß seinen Vornamen. Ich glaube ihm, dass er geschichtsinteressiert ist, dass er viele Handschriften nicht lesen kann, dass er aber wissen möchte, was geschrieben steht. Er hat sich bei uns noch nicht angemeldet, aber ich denke er liest mit, und er wird seine Kartons wieder abholen. Einen ganzen Teil habe ich bereits fotografiert. Ich hoffe, es gelingt mir noch, auch den Rest zu fotografieren. Wer hier Warnungen ausstößt, der möge sich mal bitte auf dem Dominik umsehen. Dort gibt es ALLES, dort gibt es bergeweise Dokumente, Akten, komplette geschlossene Sammlungen, absolut alles. Sie liegen nicht offen herum, aber wer die eine oder andere alte Akte sieht, kann fragen, kann Interesse bekunden, und dann tun sich Archivalien auf, die niemand für möglich hielte. Gegen entsprechende Euro natürlich. Die ich nicht habe. Aber hätte ich sie, wäre das außerordentlich interessant. Denn ich würde es sofort publik machen. Einscannen, ins Internet stellen, und dann kann es jeder wissen.
Wer hier warnt, spricht sich für Herrschaftswissen aus. Herrschaftswissen ist aber -wer wollte das bestreiten?- ein Werkzeug dass jede Diktatur liebt. Wissen muss demokratisiert werden, muss der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Natürlich, noch einmal, solche Sachen gehören in ein Archiv, und ich hoffe, sie werden dort auch eines Tages landen -vorausgesetzt es ist sicher, dass sie keiner Zensur anheim fallen. Solange es noch nicht soweit ist, begrüße ich jedwede Form von Veröffentlichungen die nicht staatlich gelenkt sind.
Schöne Grüße aus dem Werder
Wolfgang
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