3 Rezepte aus Westpreußen

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  • Antennenschreck
    Forum-Teilnehmer
    • 05.09.2011
    • 1833

    #16
    AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

    Hallo Waldkind,

    wie du sagst, mit Fleischersatzprodukten kann man Nichtvegetariern zeigen das immer nur auf die Geschmacksbilder im Kopf ankommt, die uns allen von frühester Jugend anerzogen werden. Und wenn das Geschmacksbild eben stimmt ist es auch nicht mehr wichtig, dass am Ende gar kein Fleisch ist was man isst. Ich habe auch als Kind Fleisch und Wurst essen müssen, hatte erzieherische Gründe wahrscheinlich. Später dann habe ich aus Gewohnheit erst mal weiter Fleisch gegessen obwohl ich nicht hätte müssen. Dann gab es allerdings vor knapp 20 Jahren ein einscheidendes (gesundheitliches) Ereigniss in meinem Leben und ich durfte (ca. 1 Jahr) kein Fleisch mehr essen. Da mir das nicht besonders schwer fiel, habe ich seit dem auch keins mehr gegessen. Mir hat allerdings vom allerersten Tag an, ohne Fleisch auch nicht gefehlt.

    Tschü......
    Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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    • waldkind
      Forum-Teilnehmer
      • 06.10.2008
      • 2366

      #17
      AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

      Hallo Ihr Lieben,
      ich glaube auch, dass das Fisch-Essen anstelle des Fleisches aus der katholischen Fastenzeit stammt. So fällt einem das Fasten nicht so schwer. Man darf aber nicht vergessen, dass Fisch vielerorts über Jahrhunderte eines der preiswertesten Gerichte war. Nicht grundlos wurden Dörfer an gebaut. Fische fangen ging leichter als Boden bestellen, war auch nicht wie die Ackerpflanze vom Wetter abhängig.

      Fleischersatzprodukte haben den Vorteil, dass sie schnell fertig sind. Vegi-Schnitzel in drei Minuten und ich bin satt. Fleischersatzprodukte sind eine gute Übergangslösung vom Fleisch zum Ohne-Fleisch.
      Ich esse am Liebsten Gemüse. Heute gab es bei mir Schnitzelsuppe ohne Schnitzel mit Wirsing.Ist nun keine Tomatensuppe geworden, sondern Wirsinggemüse. Kann man mit Parmesan essen - super!

      Seitdem ich dahinter gekommen bin, dass man z.B. Lindenblätter und Buchenblätter einfach so vom Baum essen kann, denke ich manchmal, ob wir Menschen uns nicht was vormachen mit unserer Üppigkeit. Schmeckt übrigens gut - die Blätter, kann man in den Salat streuen. Auch Gänseblümchen kann man in den Salat streuen. Sehr gesund!

      Nicht dass ich was gegen gute Küche hätte. Aber wenn's auch einfach geht, warum mir Arbeit machen? Heute habe ich Haferflocken und Hirseflocken in Wasser eingeweicht für morgen zum Frühstück, vielleicht mit Apfelmus.

      Ich weiß noch wage, dass meine Mum Vanillepudding kochte ohne diese neumodischen Pülverchen. Sie kochte Vanilleschote in Milch und dickte die Milch an. Aber womit? Wer weiß das? Mehl war es wohl nicht, schmeckte nicht so.War es Kartoffelmehl oder Maismehl? Wer weiß Bescheid?

      Ähnlich wie Glumse-Klöße gehen Quarknockerln. Geht mit 100 g Butter, 4 Eier, 500 g Quark, 125 Vollweißengrieß (aber ich nehme meist Dinkelmehl), Prise Salz. Das essen wir mit Kirschen und Zimt. Schmeckt auch mit Pflaumen, Blaubeeren oder Apfelmus.
      LG waldkind.
      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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      • Christkind
        Forum-Teilnehmer
        • 10.02.2008
        • 1568

        #18
        AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

        Mein liebes, lindenblattessendes Waldkind,du wirfst alle meine gelernten Verbote über den Haufen! Schließlich gibt es doch so viele Pflanzen, die giftig bis tödlich sind! Den Unterschied zu essbaren Pflanzen merkt man manchmal erst zu spät.Nun, wenn du sagst, du isst Buchenblätter, dann will ich es auch mal versuchen, denn du bist ja der lebende Beweis , dass die essbar sind.Oder schreibst du schon aus dem Jenseits?
        Fleisch oder nicht Fleisch, das ist hier die Frage.
        Vegetarier sind nicht Veganer, und deshalb meine ich, dass Vegetarier doch auch indirekt was mit der Tierproduktion zu tun haben.Ohne Huhn kein Ei,ohne Kuh keine Milch.Aber was soll dann mit der Kuh geschehen ????
        Ab in die Suppe, oder ???
        Mutters Tochterchen mag lieber was Herzhaftes, nichts Süßes.
        (Ihr Mann würde sagen: Glumseklöße- das ist nichts Konkretes.)
        Nun denn, Antennenschreck hat Recht, dass es die frühen Geschmacksbilder sind, die in meinem Kopf verankert sind.Und eventuell müsste ich mehr gelernt haben, mit Kräutern zu würzen. Das geht mir ab.-
        Hatten wir hier schon das Rezept für Buttermilchplinsen?
        1/2 l Buttermilch
        150 g Mehl
        100 g Zucker
        3 Eier
        3 L Öl
        1 Prise Salz
        Einen Teig rühren, in der Pfanne backen.
        Süße Beilagen:Mus.
        Herzhafte Beilagen wären mir lieber. Ich könnte mir gebratenen Pilze vorstellen. Mit Speckwürfeln.
        Schöne Grüße, Christa
        Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
        (M. Gandhi)

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        • waldkind
          Forum-Teilnehmer
          • 06.10.2008
          • 2366

          #19
          AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

          Liebes Christkind,
          ich vergaß zu sagen, dass man die jungen Frühjahrsblätter von den Rotbuchen und Lindenblättern isst. Bei den Sommerblättern habe ich es nicht ausprobiert und will es also nicht leichtfertig empfehlen. Normales Gras schmeckt mir nicht, aber ich bin ja noch nicht fertig mit meinen Experimenten. Manchmal denke auch ich, dass ich bei einem meiner Experimente auf der Strecke bleiben könnte. Es beunruhigt mich nicht, denn es wäre ein Tod, der zu mir passt. Lilienthal starb auch beim Fliegen.

          Vegan oder Vegetarisch? Ich finde es grundsätzlich nicht gerecht, den Tieren Milch und Eier zu stehlen. Denn das zieht ja automatisch einen frühen Tod der Tiere nach sich. Keine Frau möchte ständig im Knast sitzen und gezwungen werden unentwegt zu gebären und Milch zu liefern. So ist es mit den Rindern auch.

          Ich nehme nur selten ein Ei oder Milchprodukte. In der freien Wildbahn würde man nur im Frühjahr den Vögeln die Eier stehlen können. Manches im Leben bleibt halt lange Zeit Kompromiss, z.B. mit der Familie oder den Wirtschaftsmöglichkeiten. Das entscheidet jeder für sich und immer wieder neu.

          Ich gieße ein wenig Milch in den Kaffee, weil es mich an das Volk erinnert, dass mich aufgezogen hat, die Rindviecher. Ohne deren Milch wäre ich vermutlich verhungert. Sie waren meine Ammen. Aber ist es nicht eine Gemeinheit Kühe zum Kälber kriegen zu zwingen, ihnen die Milch zu stehlen und die Kälber zu Wurst zu drehen? Wie bekomme ich die Milch nun aus meinem Kaffee, ohne dass er dadurch bitter schmeckt? Wer hat Ideen?

          Jetzt mal ehrlich! Ist es wirklich die Nahrung, die uns an sie bindet? Oder sind es vielmehr Erinnerungen? Gute und schlechte Erinnerungen, Menschen, Situationen, die wir nicht loslassen wollen oder können.Wir Menschen denken da oft zu schwarz-weiß. Warum nicht mit Kompromissen den Weg vom Fleischesser zum Veganer gehen und dabei seine Erinnerungen abarbeiten?

          Egal wie die Sache ausgeht, ob ich nun die Milch aus dem Kaffee raus bekomme oder nicht, früher oder später werde ich ins Gras beißen. LG wk.
          Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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          • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
            Forum-Teilnehmer
            • 01.01.2009
            • 1434

            #20
            AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

            Nimm Kokosöl, waldkind.
            Schmeckt bestens, zumindest mir.

            Schöne Grüße
            Rainer
            "In einem freien Staat kann jederman denken,
            was er will, und sagen, was er denkt"
            (Spinoza)

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            • Christkind
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 1568

              #21
              AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

              Oh, waldkind, dann doch lieber später ins Gras beißen, denn die Radieschen von unten zu betrachten, das hat noch lange Zeit!!!
              Schon in grauer Vorzeit bestand das Leben aus "Fressen und Gefressenwerden".
              Soviel wie nötig, und das, was möglich.
              Na gut, ich kann mit allem leben.
              Gras- weißt du, was mir meine großen Brüder zeigten,als ich mal ganz klein war???
              Da haben sie heimlich trockenes Gras geraucht. In Zeitungspapier eingewickelt.Und ich durfte auch mal dran ziehen.Unter dem Siegel der Verschwiegenheit, versteht sich.
              Wir haben auch das überlebt.
              Was diese Lorbasse noch alles taten, das kann ich gar nicht beschreiben!!!
              Schöne Grüße, Christa
              Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
              (M. Gandhi)

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              • waldkind
                Forum-Teilnehmer
                • 06.10.2008
                • 2366

                #22
                AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                Liebes Christkind,
                ganz so einfach wie "Fressen und Gefressen werden" war es in grauer Vorzeit auch nicht. Erst mal frisst man, was da ist. Da ist es bedeutend einfacher die Buchen und Linden abzugrasen als hinter einem Wildschwein oder einem Hasen herzurennen. In grauer Vorzeit lebten die Menschen ganz anders und brauchten nicht so viel Nahrung wie wir das heute brauchen. Außerdem gibt es auch in der Natur Gesetze, die bestimmen wer wann wen frisst. Es grast die Antilope beim Löwen solange er satt ist.
                Es gibt viele Gründe, warum der Mensch mehr frisst als er braucht oder als die Natur zu geben in der Lage ist. Das eine sind die technischen Möglichkeiten. So gibt eine Kuh anstelle ihrer natürlichen 8 kg Milch pro Tag bis zu 50 kg. Das gab es in grauer Vorzeit nicht. Dazu kommt die Geschmacksverpolung durch den Industriezucker, die es in grauer Vorzeit auch nicht gab. Sie macht genusssüchtig.
                Tabak aus Heu? Bewahre! Aber das Eindrehen von Eichen- und Buchenlaub war wohl keine seltene Lösung für mangelnden Tabak. Wie praktisch! Die Hungrigen essen das Laub, die Raucher rauchen es.

                Kaffee:
                Danke Rainer für den Tipp mit dem Kokosöl. Da gibt es nur das Problem mit der Urwaldabholzung wegen der Kokosplantagen. Ich habe ausgerechnet, etwa 300 Liter Frischmilch habe ich in den zwanzig Jahren meines Milch-Kaffeekonsums verbraucht (nur weil irgendein Heilapostel meinte, Kaffee mit Milch ist gesunder als ohne). Das sind 40 ml pro Tag. Das ist ab heute geändert.

                Ich trinke nur selten reinen Bohnenkaffee. Vielmehr eine Mischung aus Bohnenkaffe und Muckefuck. Das kennen garantiert noch viele von euch, vielleicht auch unter dem Namen Katreiner. Ich habe es ausprobiert die Milch einfach weg zu lassen. Klappt hervorragend. Schmeckt einfach mehr nach wilder Natur. Bei wiki gibt es einiges Interessantes zum Thema Kaffeeersatz.


                Zum Abgewönnen von zu viel Bohnenkaffee ist so eine Mischung von falschem und echtem Kaffee gut. Ich nehme Lindes, der einen kräftigen Geschmack ergibt. Kann man auch in der Kaffemaschiene aufbrühen.

                Ich bin jetzt fein raus und Christkindchen ist zumindest in meinem Falle zum Tierschützer geworden. Siehste Christkindchen, so leicht isses mit der Schützerei LG waldkind.
                Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

                Kommentar

                • Christkind
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 1568

                  #23
                  AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                  Also : Vegetarier aller Länder vereinigt euch!!!

                  Ich habe schon einmal einen Versuch gestartet mit einer vegetarischen Teewurst.
                  Na ja! Wenn ich da ganz viel Ketchup drauf streiche, ganz viel Pfeffer drüberstreue,und die Augen zumache, dann lässt sie sich essen.
                  Aber es muss ja nicht Teewurst sein. Vegetarisches Schmalz schmeckt schon mal ganz gut.
                  Heute wurde unsere Bio-Tonne geleert. Was ein Glück, denn die Würmer krochen schon alle aus der Tonne raus. Und das war wieder ein Glück für die Amseln, die sich über den gedeckten Tisch freuten und nur noch zu lauern brauchten, bis die Würmchen rausmarschierten.
                  Also, waldkind, Kaffee trinke ich schon seit Jahren ohne alles.
                  Genauso wie Tee.
                  Und Grog, wenn ich den mit etwas heißem Wasser verdünne, dann kann da mal eine kleine Prise Zucker dran.Ansonsten auch lieber pur.Wärmt so schön im Winter.Ohne viel Stromkosten.
                  Damit das Thema noch stimmt, hier ein vegetarisches Kartoffelgericht aus dem Koch-Buch "Danziger Hering":
                  Bratkartoffeln mit Schmand:
                  750 g Kartoffeln
                  2 EL Butter
                  2 Schalotten
                  250 g Schmand
                  Salz, Pfeffer
                  2EL frisch gehackter Dill
                  Pellkartoffeln kochen, abkühlen lassen, in Scheiben schneiden.
                  Schalotten würfeln, in einer Pfanne Butter glasig dünsten. Kartoffelscheiben dazu. Goldbraun braten.
                  3 -4 EL Wasser über die Kartoffeln geben,einkochen lassen.
                  Schmand dazu und eindicken lassen.
                  Mit Salz und Pfeffer abschmecken, den Dill unterheben.
                  Kann als Beilage zu Fleisch genossen werden, oder nur mit gemischtem Salat.
                  Nun, waldkind, lass dir nicht die Petersilie verhageln oder die Suppe versalzen!
                  Schöne Grüße, Christa
                  Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                  (M. Gandhi)

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                  • waldkind
                    Forum-Teilnehmer
                    • 06.10.2008
                    • 2366

                    #24
                    AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                    Liebes Christkind,
                    ich als Vegetarierin käme nie auf die Idee vegetarische Teewurst zu kaufen.
                    Mit dem Kaffe bist du also veganer als ich. Aber nun mache ich dir da Konkurrenz. Grog? Nee, so was ist nichts für mich. Dann lieber Hollunderblütentee.

                    Habe ich Probe mit Buchenlaub gemacht. Pfui ne, das kann man grad nicht essen, viel zu hart. Jetzt verstehe ich, warum die Rehe und Hirsche immer stundenlang rumliegen und kauen. Und ich dachte immer, die wären nur ein bisschen faul. Einmal hat mich ein Hirsch mit seinem Geweih gezwungen, ihm Eichenlaub vom Baum zu holen. Ich war sehr ungeduldig und hatte keine Lust dazu. Aber er war stärker und sehr energisch. Jetzt verstehe ich ihn. Eiche ist wohl bekömmlicher.

                    Jäschkenthaler Pilzpfanne - vegan und frei erfunden, aber lecker

                    Zwiebelchen in gutem Sonnenblumenöl dünsten. Geputzte Pfifferlinge mit dünsten bis sie glasig scheinen. Streuwürze oder Kräutersalz, Galgant, Thymian, etwas Bohnenkraut, kleines Löffelchen Bierhefeflocken rein. Köcheln lassen ca 10 Minutes. Ordentlicher Schuss Hafersahne drauf und weiter köcheln bis alles schön sahnig cremig weich ist. Inzwischen die Petersilie putzen, fein wiegen und unter die Pilzpfanne geben. Dazu frisches geröstetes helles Brot als Crutons geben (oder nicht mehr ganz frisches helles Brot als Crutons in aller bestem Olivenöl weichbruzeln). Schmeckt super und echt westpreußisch wie aus dem Eichenwald.

                    Ich persönlich mache es meist archaischer: Zwiebel, Pilze, Salz, Galgant, Thymian oder Majoran, ab in die Pfanne mit Sonnenöl und anschließend aufessen.

                    Christkind, deine Kartöffelchen könnte ich vielleicht auch mal mit Hafersahne köcheln lasse anstelle von Schmand. Ist dann mehr süß, aber vegan.
                    Schöne Grüße vom Waldkind.
                    Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                    • Christkind
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.02.2008
                      • 1568

                      #25
                      AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                      Ja, Waldkind, ich freue mich auch schon auf die erste Pfifferling-Pfanne.Wahrscheinlich nächste Woche.
                      Was bewirkt denn Bierhefe in der Pilzpfanne, die habe ich noch nie gebraucht.
                      Bier ODER Hefe ! Hafersahne ist auch was mir Unbekanntes.
                      Nun aber: iss du die Blätter vom Baum, ich gebe mich mit den Kirschen zufrieden.Und dabei vermute ich, dass da auch mal ein bisschen Fleischiges drin ist. Aber ich gucke nicht immer rein.
                      Was hälst du von der Aprikosenspeise?
                      1 kg Aprikosen
                      15-20 Blatt Gelatine
                      1/2 l Sahne
                      Biskuit, Aprikosenspalten
                      Aprikosen durch ein Sieb rühren, etwa ein halber Liter Saft davon mit der aufgelösten Gelatine vermengen. Die Sahne steif schlagen und unterheben.Erkalten lassen und stürzen.
                      Die Aprikosenspeise auf Teller geben und mit Biskuit und Aprikosenspalten servieren.
                      (Auch aus dem Buch "Danziger Hering".)
                      Schöne Grüße, Christa
                      Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                      (M. Gandhi)

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                      • waldkind
                        Forum-Teilnehmer
                        • 06.10.2008
                        • 2366

                        #26
                        AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                        Liebes Christkind,
                        Gelatine benutze ich z.B. gar nicht, weil die aus den Knochen von Tieren gewonnen wird, so viel ich weiß. Möglicherweise gibt es mittlerweile da auch vegane Gelatine. Sahne benutze ich in meiner Küche auch nicht. Daher hatte ich jetzt mal Hafersahne gekauft, um ein veganes Pilzrezept zu kreieren, das dem Nicht-Veganer auch schmecken könnte.. Gibt es im Bioladen. Du kannst es ebenso mit Sahne machen, aber dann ist es nicht mehr vegan.
                        Ich kann dir nicht sagen, was Bierhefe in der Pilzpfanne bewirkt. Es rundet geschmacklich ab und Bierhefe hat eine Menge Mineralien, Aminosäuren und Vitamine, insbesondere das Vitamin B12, ein Vitamin, an dem ein Veganer leicht mangelt. In meiner Küche stehen gesunde Sachen rum,meist orientiere ich mich an dem, was es gerade in der Natur gibt. Derzeit also Johannisbeeren, Kirschen und Pflaumen. Aber was nun die Blätter am Baum anbelangt, schlecht ist es nicht, denn ich wei immer, was ich da drauen im Wald essen kann und was nicht. Und manch ein Blatt ergibt ein leckeres Gewürz.

                        Jetzt mal mein pomerellisches Frühstück (oder war es pruzzisch).
                        Vegan und frei erfunden (schmeckt aber vielleicht nur mir)
                        Fünf Esslöffel Gemisch aus feinen Haferflocken und feinen Hirseflocken auf einen tiefen Teller geben. Eine normale Tasse gutes Wasser (keinen Pott) in den Teller geben und mit den Flocken mischen. Quellen lassen. Ein bis zwei Löffel Apfelmus, am besten Danziger Kantapfel, unterrühren. Fertig. Wohl bekommt es.

                        Wem das nicht schmeckt, kann Salz, Honig, Sahne usw. untermischen. Natürlich könnte man die Flocken auch aufkochen. Aber warum, wenn es auch ohne geht? Und natürlich mische ich hin und wieder mal Obst unter, je nachdem, was es gerade so gibt. Ein paar Tropfen Öl sind hin und wieder sehr gesund. Ein kerngesundes, preiswertes Essen, das ohne jede Mühe und Stromverbrauch zu jeder Zeit hergestellt werden kann. Als Alternative zur Schokoladensucht bestens zu empfehlen.
                        Gute Grüße vom waldkind.
                        Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                        • omahelga
                          Forum-Teilnehmer
                          • 27.03.2008
                          • 109

                          #27
                          AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                          Hallo Waldkind,

                          bei einer "Kräuterhexen- Naturführung" habe ich mich vom Geschmack der Knospen vom Spitzwegerich überzeugen können. Sie schmecken roh wie Pilze.
                          Sie kochte außerdem einen Sud daraus für Pilzsuppe, und konzentriert für dann für Soßen.

                          Viel Spaß beim Kochen und
                          viele Grüße
                          Helga
                          Dauersuche: Alles über den Familiennamen Maehring, Mähring, Mohring, Möhring und Moring vor/um 1750.
                          Suche Nachfahren mit FN Witt; geborene in Lienfitz/ Pr. Stargard ab 1881-1899, und alles über Rudolf August Linde *29.08.1863, +? (M: Auguste Krause +1880)

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                          • Ulrich 31
                            Forum-Teilnehmer
                            • 04.11.2011
                            • 8582

                            #28
                            AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                            Hier noch etwas fürs Waldkind (falsch nicht schon in Papierform gelesen):

                            http://www.tagesspiegel.de/weltspieg.../10192900.html .

                            Ein deshalb angesagtes hohes Alter (mit Aussicht auf einen evtl. doch noch möglichen Danzig-Besuch - lohnt sich sehr!) wünscht mit besten Grüßen
                            Ulrich

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                            • Ulrich 31
                              Forum-Teilnehmer
                              • 04.11.2011
                              • 8582

                              #29
                              AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                              Zu #28:

                              "ch" muss natürlich weg!

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                              • Ulrich 31
                                Forum-Teilnehmer
                                • 04.11.2011
                                • 8582

                                #30
                                AW: 3 Rezepte aus Westpreußen

                                Weiß nicht, was heute los ist: #29 stimmt noch immer nicht. - Sorry!

                                Endgültige Korrektur: Statt "falsch" (#28, Zeile 1) muss es natürlich richtig heißen > "falls".

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