Ein Moin, moin in die Runde,
ich hoffe, ich trete Niemandem zu Nahe wenn ich von verschiedenen Gerichten schwärme von denen ich weiß, dass sie nicht jedermanns Geschmack sind. Aber so manche Gerichte haben Tradition, sie waren Esskultur, auch wenn sie häufig -aus heutiger Sicht- aus der Not heraus geboren wurden. Schwarzsauer war kein Arm-Leute-Gericht, denn welche armen Leute konnten schon Gans machen? Früher, ganz früher, gab's auch bei den reicheren Bauern meist nur Kartoffeln, Wrucken, Klöße, Brot, Schmalz, Buttermilch auf den Tisch. Die Fischer hatten auch Fisch, im Winter getrockneten. Selten Fleisch. Und noch ein Stückchen die Nehrungen rauf gab's die "Krahbieter", und dann wanderten eben die zähen Krähen in den Suppentopf.
Wir essen heute anders. Wer ist denn heute noch Komplettverwerter von Federvieh? Oder des sonstigen Schlachtviehs? Das war einmal anders. Und dabei sind viele essbare Dinge, die heute ein bisschen scheel angeschaut werden, von Geschmack und Qualität her den heutigen Nahrungsmitteln nicht nur ebenbürtig sondern sogar besser.
Wem's schmeckt, dem schmeckt's und wem nicht, dem eben nicht

Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang

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